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Showing most liked content since 21.12.2016 in all areas

  1. Servus Folks, ich wollte Euch nicht in die Ruhe der anstehenden Feiertage eintauchen lassen ohne Euch meine besten Wünsche zu senden! Mein letzes Lebenszeichen war leider wenig niederschmetternd aber so erging mir damals auch. Mittlerweile gibt es von schulmedizinischer Seite gute Nachrichten. Offiziell gelte ich jetzt als "krebsfrei". Zwar wurde dies mit harten Konsequenzen erkauft aber damit ist die härteste Baustelle nun erstmal erledigt. Und sollte jemals ein Rezidiv entstehen, so weiß ich, dass ich alles getan habe, um mir keine Vorwürfe machen zu müssen. Die Nachwehen der letzten OP zogen sich lange hin und ich hatte arg damit zu kämpfen. Naja, war ja auch keine Blinddarm-OP. Da ich mich wieder halbwegs bewegen kann, ist auch das Training mit der Interimsprothese möglich. Zwar passt diese noch lange nicht und 9 Monate ohne Laufen haben ihre Spuren hinterlassen aber das wird schon werden. Insgeheim hoffe ich, dass ich in 10 Monaten trotz aller Umstände den TA vielleicht doch noch in Angriff nehmen kann. Denn nach den Schlägen in diesem Jahr gibt es erst recht keine Gründe mehr Irgendetwas zu verschieben! Und wenn das Training in geregelten Bahnen verläuft, werde ich auch langsam den Shop wieder anlaufen lassen. Ich Danke Euch allen für die Unterstützung in diesem schwierigen Jahr, die in so vielen Fällen ungemein großzügig, regelmäßig und selbstlos erfolgte! Ich hoffe, dass ich das in irgendeiner Weise zurück geben kann! Ich wünsche Euch allen gesegnete Feiertage, einen guten Rutsch und ein fantastisches nächstes Jahr. Carpe diem! Liebe Grüße, Mateusz p.s. Bitte entschuldigt, dass ich nicht alle Mails und Anfragen beantworteten konnte. Nicht immer war ich im Stande diese zu beantworten. Aber ich werde nach und nach allen Antworten!
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  2. So, ich konnte ja erst vor gut einer Woche überhaupt mit dem Prothesentraining anfangen, da zum einen die Narbe noch nicht soweit war und die Nekrosen am rechten Fuß mir leider immer noch Sorgen machen. Aber nach einer Woche intensivem Training laufe ich jetzt schon ohne Krücken mit der Prothese. Zwar sieht das alles noch recht komisch aus und das rechte Bein und der Stumpf reglementieren das Laufen auf sehr kurze Strecken aber die Durchblutung im Rechten werde ich auch noch reinprügeln! Mal schauen wie das Ende Januar aussehen wird
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  3. Wie versprochen mehr Bilder von meiner letztjährigen (2016) Teneriffa Tour. Leider nur 6 Wandertage. Durch diese Steilküste geht ein Pfad: Dann zwei Tunnel (je 1.5 km lang): Dann höher hinauf (am Horizont die Insel La Gomera): Camp auf einem alten Dreschplatz: Vulkanlandschaft: Diesmal geht es nicht auf den Teide hinauf, sondern einmal drumherum: Feuerfeste Kiefernwälder: Im Nationalpark: Weisse Weihnachten: Über diesen Grat geht es: Abendstimmung: Früh morgens: Weiter über den Grad: Aussichten: Panorama:
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  4. Eine Nacht in der Kälte Ich wollte unbedingt die bis jetzt kälteste Nacht in diesem Winter nutzen um eine Nacht im Schnee zu verbringen. Also schnell meine Sachen gepackt und los ging es ins Glottertal bei Freiburg. Die älteren Semester unter uns hier im Forum sollten diese Gebäude eigentlich erkennen ... Die Schwarzwaldklinik, bekannt aus der Fernsehserie. Von etwas weiter oben Blick zurück ins Glottertal mit Sicht in die Rheinebene. Schwarzwald... Blick auf meinen Hausberg, der Kandel, 1241m. Auf dem Höhenzug kann man auch toll mit dem MTB downhillen, 1000hm bergab ! Nun der Blick in Richtung Süden ins Dreisamtal. Mit jeder Stunde fiel nun die Temperatur rapide und so suchte ich mir schleunigst ein Plätzchen für mein Six Moon Deschutes. Im Hintergrund sieht man das erleuchtete Freiburg. Da saßen sie nun alle in ihren beheizten Buden und ich fing an etwas zu frieren... Nach 13 Stunden im Schlafsack plus Bivy kroch ich gegen halb neun raus, bei gefühlten -16°C. Das einzigste was nicht gerforen war war der Rest Whisky. Schnell alles zusammen gepackt und ab an einen windgeschützten und sonnigen Ort zum Frühstücken. Links das Dreisamtal, rechts das Glottertal. Nach zwei Stunden Sonnenbaden ging es dann wieder bergab mit meinem treuen Labu Huckepack auf den Schultern.
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  5. Die Rückseite des Quilts lässt sich durch Druckknöpfe schließen bzw öffnen. Das ist leicht und einfach zu bedienen. Mit nur drei Knöpfen kann man den Quilt fast komplett verschließen. Der Kragen lässt sich ganz normal mit Gummikordel und Tanka verstellen, der Punkt an dem die Kordel liegt, ist auf die Seite verlegt, so dass man sie nachts nicht im Gesicht baumeln hat. Durch die Konstruktion der Fußbox überlappt das Material ca 2,5cm. Bei geschlossenen Knöpfen kommt da keine kalte Luft rein! Das wichtigste zum Schluss: Der Quilt wiegt insgesamt 505g (12g für den Packsack). Edit: Fast vergessen: Die Maße! Beim Zuschnitt: Breite 142cm Länge 195cm die unteren 62cm (Kniehöhe) laufen auf eine Breite von 93cm zusammen Das beinhaltet 3cm Nahtzugabe und 4cm um das APEX aufbauschen zu lassen Daraus ergibt sich mit Nahtzugabe, Verschnitt und bauschiger Füllung ein Quilt mit ca 135cm Breite und ca 183cm von der Fußbox zum Kordelzug bzw 188cm bis ganz zur Oberkante. Das sind ziemlich perfekte Maße für mich (ich bin selbst ca 188cm groß), ich habe mehr Luft auf den Seiten als bei meinen Cumulus Quilts, so dass ich noch mehr strampeln kann Arbeitszeit war fast ein kompletter Tag (ca 12 - 21 Uhr incl Pausen) Da die Fragen sicher auch noch kommen: Verwendet habe ich meine billige Singer Maschine (Ebay 50€) mit 80er Microtex Nadeln und den üblichen 80er Polyestergarn. Bei dem dünnen Stoff habe ich eine frische Nadel genommen und außerdem auf der Geradstichplatte genäht - das macht es einiges einfacher, da der Stoff nicht in das untere Loch der Nähmaschine gedrückt werden kann. Viel Spaß beim Nachmachen, das ist ein prima Projekt um sich an Quilts heran zu tasten! Schöne Grüße Micha
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  6. Danke für die vielen Glückwünsche. Der Weg hält zwar noch viele Optionen bereit und es ist noch nicht absehbar wie sich die Beine schlussendlich entwickeln werden aber ich versuche meine Bestes. Zudem bin ich bereits mit Hugh Herr im Kontakt, um vielleicht bessere Technik zu erhalten. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass ich nochmal Protheshentechnik studiere, um mir meine eigenen Prothesen bauen zu können. Nur so bekomme ich wohl die bestmögliche Versorgung. Auch freue ich mich auf nen neuen Pack den ich eigentlich im letzten April rausbringen wollte und den ich auf dem HRP getragen habe Lediglich der Name wird sich jetzt aber noch ändern. Liebe Grüße, Mateusz
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  7. Ich habe die letzten Tage nach einer Wanderhose geschaut welche sehr leicht und zippbare Beine hat.......Ergebnis; nix gefunden. Also bei Extex ein Stöffchen bestellt http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-winddicht-matt-elastisch-40g-qm::1566.html und selbst eine geschneidert. Vom Ergebnis bin ich positiv überrascht, da ich nicht dachte das so hin zu bekommen. Oben am Bund habe ich ein 40mm Elastisches Band eingenäht, und an den Beinabschlüssen ein 20mm Band. Ich habe mich zu den Kamsnaps entschieden, da ich einfach keine Lust hatte einen Reißer einzunähen, mal sehen wie lange das hält. Der Bereich in dem die Snaps an der Hose sind ist 8 Lagig, an den Beinlingen habe ich einen Streifen 90g Zeltbodenstoff eingenäht. Über den Snaps habe ich eine Abdeckleiste genäht, die die Snaps verstecken soll und den Wind abhält. Einzige Manko sind die Nähte innen. Ich hatte einfach keine Lust da mit einer Französischen Naht das alles zu nähen, so habe ich einfach am Ende alle Nähte mit nem ZickZack Stick vernäht. Hier wäre eine Overlock Maschine Gold wert. Gewicht Hose: 43g Gewicht Beinlinge: 41g Gewicht komplett: 84g
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  8. Huhu, Ich habe mir für ein Tarptent-Nähprojekt 36g/m^2 Silnylon bei ExTex bestellt, als es ankam, musste ich erstmal, das Licht anmachen, um mich zu vergewissern. Statt laubgrün war es schwarz - hatte die falsche Farbe bestellt. Fand das aber nicht so schlimm. Das nutzte ich, um vor der aufwendigeren Näherei für das Tarptent, wenn es denn überhaupt eins wird, ein wenig zu üben. Wollte nämlich noch ein Tarp für eine Person mit Beaks. Bei den Maßen habe ich mich am MLD Grace Solo orientiert, aber dann doch eher frei gestaltet. Der Aufbau war überraschend einfach (bin nicht so versiert im Tarp-Aufbau) und dafür, dass ich wirklich schnell (man könnte sagen schluderig) gewerkelt habe, bin ich sehr zufrieden. Schönheits-Flecken hat es hier und da: die Verstärkungen an den Stockaufnahmen sind nicht so schick und die doppelte Kappnaht der Firstlinie könnte als breiteste Kappnaht ins Guiness-Buch eingehen, aber alles ist versiegelt (wie man sieht ) und sollte dicht sein, das ist mir am wichtigsten. Das 36g-Material braucht anscheinend keinen CatCut. Hinten sind die Schotten dicht. Weil ich ein Freund von Knoten bin, sind alle Ecken mit Klemmknoten verstellbar, bis auf die Firstlinie (Beak kann trotzdem hochgezogen werden). Dazu habe ich mir noch einen Bathtub-Floor aus Polycryo gebastelt. Werde den so wohl nicht nutzen (vertraue dem Material irgendwie nichts zu), aber der ist für das Tarptent dann praktisch zum Abmessen des Platzes und ich bin doch sehr überrascht, wie gut sich die Seiten einfach so hochziehen (durch Maurerschnur an den Eckverstärkungen). Die Waage sagt wie folgt: 268g für das Tarp inkl. Beutel (ca. 7g). 51g für den Polycryo-Floor inkl. Beutel (ca. 5g). Alles zusammen nichts besonderes, aber weil so lange keine Tarps oder Zelte mehr im MYOG-Bereich waren,...es muss doch weiter gehen und ich bin stolz, dass die Nähmaschine und ich nun doch schon fast Freunde geworden sind.
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  9. Ich war 3 Tage auf Wanderschaft durch die Sächsische Schweiz (Freitag-Sonntag). Start und Ziel waren in Bad Schandau (Nur 3 Stunden von Berlin mit der Bahn entfernd). Meine erste UL-Wintertour überhaupt – und dann gleich in einer solchen weißen Hölle… Am Freitag war es zu Anfang noch recht gemäßigt, aber mit zunehmender Höhe und im Verlauf des Nachmittags nahm der Schnee immer weiter zu. Bei Einbruch der Dunkelheit richtete ich mir ein behelfsmäßiges Notbiwak mit meinem Tarp an einer überstehenden Felswand ein. Bild vom Morgen "danach": Geschlafen habe ich aber trocken und warm, dank meiner zwei kombinierten Daunenschalfsäcke (Cumulus Lite Line 400 + Magic 125 ZIP) und einem zusätzlichen Bivi. Am nächsten morgen waren die schmalen Höhenwege kaum mehr unter der teilweise 40-50cm hohen Schneedecke auszumachen, so dass ich – um Sicher zu gehen – wieder in tiefere Lagen abstieg: Einige der Stiege waren extrem vereist: Dabei haben sich meine Grödel (Snowline Chainsen Trail – hier in XL, 245g) sehr bewährt – ohne diese währe ich dort keinen Meter weit gekommen… Es folgen weitere Eindrücke. Ach ja: und menschenleer war es auch – in den 3 Tagen habe ich nur knapp ein Dutzend andere Wanderer getroffen: Am "Kuhstall", auch dort – es ist nun Sonntagvormittag – keine Menschenseele weit und breit zu erblicken:
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  10. Weisse Weihnachten am Vulkan Teide. In der Luft liegt kein Smog sondern Sahara Sand. Später mehr Bilder
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  11. Irgendwie schaffe ich es nicht mehr die Bilder mit einer Zeile Abstand einzustellen. Die letzten 14 Tage, Breiter Grieskogel und Gegend um die Drei Zinnen:
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  12. Hallo, ich wollte mich schon lange einmal vorstellen?! Immer kam was dazwischen! Ich bin außerdem kein Mann vieler Worte und lasse deshalb eher Taten sprechen. Da familiär gerade keine längeren Touren möglich sind, ist der Schwerpunkt bei den Stöcken auf Stabilität gelegt (Verwende die Stöcke zum Trailrunning in den bayerischen Alpen). Die Stöcke können wirklich von jedem nachgebaut werden. (Obwohl Carbon doch ein wenig heikel bzgl. Feinstaub usw. ist) (erstmal Respekt vor Andreas K. seine Stöcke waren der Ansporn für meine eigenen Stöcke. Obwohl ich Zugang zu einem 3-D Drucker habe, wollte ich bewusst auf kaufbare Halbzeuge zurückgreifen. Der Verschluss ganz oben ist zwar schlußendlich doch aus dem 3-D-Drucker, wäre aber auch durchaus in Holz oä. realisierbar.) Benötigt werden Carbonrohre, (10mm, 12mm, 14mm) Griffe , Spitzen, Maurerschnur oä. ein wenig 2 Komponenten Kleber (nur für den Griff), eine Sägelade und eine Metallsäge um die Rohre auf die gewünschte Länge zu bringen, Schleifpapier >150, und eine Werkbank um die Teile einzupressen. Achtung, beim Sägen und Schleifen von Carbon entsteht gesundheitsgefährdender Staub! Werkstattsauger, Staubmaske, werden dringend empfohlen!!! Ich fang einfach von unten an: Rohr mit Außendurchmesser 10 mm in die Spitzen stecken (habe diese ein wenig aufgebohrt 10mm etwa 5 cm) Rohr oben auf 5 cm leicht anschleifen (hier hat sich Kreppband bewährt) und in ein Außendurchmesser 12 mm Rohr einpressen. Dann 12 mm Rohr in 14 mm Rohr einpressen und so weiter. (Das 14 mm Rohr habe ich verwendet weil ich nur Griffe mit 14 mm Bohrung gefunden habe. Von der Stabilität und vor allem vom Gewicht würden wohl auch 12mm reichen, aber mir lag daran die Stöcke nicht gleich auf dem ersten Trail zu pulverisieren.) Alles sauber zusammenstecken und die Passgenauigkeit immer wieder überprüfen (weggeschliffen ist schnell zu viel). Am Schluss noch ein wenig Maurerschnur einknoten um die Stöcke am Schluß fixieren zu können. Griffe kleben. Meine Stöcke sind 135 cm lang und ziemlich leicht (Mist grad überhaupt keine Waage zur Hand) wird aber nachgereicht. Die Stöcke haben sich schon auf mehrere Touren bewährt. Ich würde mir das nächste mal allerdings Fixstöcke bauen. Ich hab die Stöcke eigentlich eh immer in der Hand und eigentlich nie im Rucksack. Hier die Bilder:
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  13. 6. Etappe: Njoatsosvágge bis Kapelle von Alkavare Die gute Nachricht vorweg; das Wetter schien sichtlich besser zu werden. Hin und wieder mal ein kleiner Minischauer, aber auch Sonnenschein. Die grobe Tendenz zum besseren Wetter war deutlich erkennbar. Die schlechte Nachricht; mein rechtes Knie ist steif und schmerzt ordentlich. Auch der rechte Knöchel schmerzt unangenehm, wird aber von den Knieschmerzen überlagert, so dass es nicht störte. So geläutert machte ich mich auf den Weg und erreichte nach kurzer Zeit den See Álggajávrre. Inzwischen waren die Schmerzen im Knie fast weg, dafür wurden aber die Schmerzen im Knöchel präsenter. Um den See passieren zu können, hat die Kirchengemeinde Jokkmokk ein Ruderboot dahinten am Ende des Sees bereitgestellt. Von Weitem konnte man es bereits auf der anderen Seite des Sees sehen. Im ersten Moment herrschte Freude. Jedoch wurde mir schnell klar, dass mir das Boot auf der anderen Seite nix bringt und meckerte vor mich hin, dass es da nicht zwei Boote gibt. An der Anlegestelle angekommen stellte ich mit Freude fest, dass es zwei Boote gibt. Dann wurde mir aber bewusst, dass ich ja dann drei mal fahren muss. Also bin ich weiter um eine mögliche Furtstelle zu suchen. Ich fand auch eine Stelle die machbar aussah, aber die Strömung war so stark, dass es mir fast die Beine wegriss und und ich wieder umkehren musste. Also wieder zurück zum Boot. Da es locker zu ein drittel mit Wasser gefüllt war, musste ich es erst einmal leer schöpfen, was einiges an Zeit gekostet hat. Anfangs hatte ich etwas Bammel, dass die Strömung mich zum Fluss hin mitzieht und dann bis nach Norwegen treibt… Es war aber alles easy und ich war schnell drüben. Dann ging es mit dem anderen Boot wieder zurück. Beim Aufstieg zur Kapelle hatte sich mein rechter Knöchel stark bemerkbar gemacht. Auch das Knie fing wieder an leicht zu schmerzen. Also entschied ich für diesen Tag Schluss zu machen und bei der Kapelle zu nächtigen, um das Bein zu schonen. Oben angekommen nutzte ich die steife Briese um das Zelt durchtrocknen zu lassen. Ich wendete es und schüttelte den Dreck raus. Da sah ich unten auf der anderen Seite des Sees jemanden mit etwas Rotem wedeln. Oh je, hoffentlich denkt der nicht, dass ich Hilfe brauche, weil ich mit dem Zelt gewedelt hatte. Ich hörte auf zu wedeln und warte kurz, aber der andere hörte nicht auf. Also gut, bin ich runter gehumpelt und mit dem Boot rüber. Auf der anderen Seite wartete ein junges Fräulein, welches sich nicht traute mit dem Boot überzusetzen, da sie angst hatte, dass die Strömung sie in den Fluss hineinziehen könnte. Also fragte sie mich, ob ich sie hinüber fahren könnte. Ich lehnte freundlich ab und ruderte zurück. Nein, nein, natürlich nicht. Ich versicherte ihr, dass die Überfahrt ungefährlich ist und lies sie zurückrudern. Nach einem ausgedehnten Schnack ist sie weiter gezogen und ich bin auf die Anhöhe hinter der Kapelle hinauf, da ich gern mal einen Blick dahinter werfen wollte. Der Sattelpunkt wollte und wollte einfach nicht näher kommen, so dass ich rechts zum Alkavare bis zur Geröllgrenze hinauf bin. Ich wäre nur zu gern auf den Alkavare hinauf gestiegen, aber aus Vernunftgründen bin ich wieder runter zur Kapelle. (Beim Abendessen) Da ich bereits fast den ganzen Rucksack in der Kapelle geleert hatte und mich da breit gemacht hatte, entschloss ich mich in der Kapelle zu nächtigen. Insgesamt war es nicht so prickelnd, da es ziemlich stark nach Rauch stank (ich glaub vom Teeren des Daches), es sehr dunkel war und es überall rein pfiff.
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  14. Ist so ein Faden wirklich notwendig? Soll doch jeder machen was er will!
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  15. 8. Etappe: Skárjá bis zum Niják „Super Nacht“, so beginnt der Tagebucheintrag für diesen Tag. Auch der Morgen begann sehr vielversprechend, denn die Wolken zogen von Dannen und hinter dem Zelt kam strahlend blauer Himmel zum Vorschein. Das Laufen viel mir echt schwer, so dass ich mehr gehumpelt als gelaufen bin. Eigentlich hatte ich überlegt ins Rapadalen zu gehen, aber in Anbetracht der Schmerzen hielt ich eine Pause als angebracht. Da ich keine Lust hatte den ganzen Tag im Zelt zu liegen, beschloss ich nach Kisurisstugan, einer Hütte auf dem Padjelantaleden, zu gehen. Der Gedanke hierbei war auch, dass ich von da aus ruckizucki in Ritsem sein kann, falls es mit dem Fuß gar nicht mehr gehen sollte. Also brach ich auf ins Ruohtesvágge. Nach nur wenigen Metern tauchte vor mir die Schutzhütte mit dem Plumpsklo und der Brücke auf, die ich am letzten Abend noch unterhalb von meinem Schlafplatz vermutet hatte. Hier standen vier Zelte und ich schnackte kurz mit einem Deutschen und zog dann weiter. Was mir zunehmend negativ auffiel und tierisch aufgeregt hatte, dass eine Menge Müll rumlag. Kurz nach dem ich zwei Wanderern begegnet bin, hatte ich eine große und schwere Supermarktplastiktüte mitten auf dem Weg gefunden. Die Tüte lag offensichtlich schon ein paar Tage dort und die Spuren der beiden Wanderer gingen direkt vorbei. Auch andere müssen da schon vorbei sein. Ich verstehe nicht warum man solch eine schwere Plastiktüte mitnimmt und warum sie keiner aufgehoben hatte. Ich kann so etwas auch absolut nicht liegen lassen, so dass sich mit der Zeit ordentlich Müll im Rucksack sammelte. Aber zurück zu den erfreulichen Dingen. Kurz hinter der Plastiktüte kamen unten auf dem Fluss drei Packrafter vorbeigetrieben. Das sah echt spaßig aus und ich könnte mir vorstellen das auch mal zu machen. (Man beachte die drei kleinen bunten Punkte rechts unten auf dem Fluss.) Die Lichtstimmung an diesem Tag war einfach toll, ich kam kaum zum wegpacken der Kamera. Schon von weiten hatte ich einen weiteren Wanderer auch mich zudüsen sehen. An der Furtstelle des Flusses trafen wir aufeinander. Ich grüßte ihn von meiner Seite aus, aber er zeigte null Reaktion. Er war mit ordentlich Gepäck unterwegs und tauschte vor der Furt die Hosen und zog Gamaschen an. Ich hatte, wie immer, nur kurz die Regenhosen hochgerollt und bin schnurstracks durch. Ich grüßte nochmal kurz auf der anderen Seite, als er immer noch am Hose wechseln war und vernahm irgendwie einen leicht irritieren Blick. Kurz danach machte ich einen Fotostopp und sah dabei, dass er jetzt auf der anderen Seite war und wieder die Hosen wechselte und mir nachblickte. Ich bildete mir ein, als würde er meine Leichtigkeit beneiden. Aber vielleicht dachte er auch nur‚was für‘n Arsch Direkt nach der Furt bemerkte ich, dass der stechende Schmerz weg war und sollte in dieser Form auch nicht mehr wiederkommen. Jetzt war es „nur“ noch ein dumpfer Schmerz und es entwickelte sich zu einer Sehnenschneideentzündung (zumindest die Symptome deuteten darauf). Ach diese alte Rentierzüchterhütte. Die war ebenfalls ein gutes Beispiel für grenzenlosen Idiotismus. Vor der Hütte stand eine Tonne, die als Mülleimer genutzt wurde. Der Müll quoll schon raus und lag auch schon daneben. Was denken sich die Leute? ‚Ach schön ein voller Mülleimer. Da kommt ja bestimmt gleich die Müllabfuhr. Da kann ich ja meinen Müll noch reinpressen …‘ Bei mir herrscht auch deshalb Unverständnis, da wir hier nicht in Berlin Wedding sind, sondern im Sarek. Da würde ich doch erwarten, dass die Leute, die hier unterwegs sind, Naturliebhaber sind und es für selbstverständlich erachten ihren mitgebrachten Müll wieder mitzunehmen. Ach, ich könnte mich hier noch ewig weiter aufregen, aber mache mal mit der wunderschönen Lichtstimmung und meinem persönlichen Lieblingsbild von der Tour weiter: Leider ist es unscharf geworden. Das ist mir bei der Sony oft aufgefallen, dass zum einen der Fokus sehr langsam ist und dass der Fokus hin und wieder mal danebenlag. Insbesondere wenn es schnell gehen musste. Wie in dieser Situation, da bleibt nicht viel Zeit. Man muss ja erst die Kamera rausholen, einschalten, Bildausschnitt wählen und schnell Abdrücken. Für ein zweites Foto hatte es nicht mehr gereicht, da war das Rentier schon weg. Eigentlich wollte ich ja noch bis zur Hütte auf dem Padjelantaleden, aber ich war die erste Hälfte des Tages einfach zu langsam unterwegs und irgendwie war ich völlig erschöpft. So musste ich hier nächtigen und die schöne Aussicht genießen.
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  16. Na, dann will ich mich auch mal anschließen. Bin auch aktuell von einem Winter-Overnighter zurück. Bei mir sind es dann -14°C geworden. Ganz spontan hatte ich mich zum Winter-Overnighter entschlossen, um meine Ausrüstung ans Temperatur-Limit zu bringen. Auch neues Gear hatte ich am Start: AsTucas Millaris Bivy Petzl Reactik + Stirnlampe MSR Windburner (erster Winter Einsatz) Innerhalb einer Stunde war schnell der 40l Rucksack gepackt und ein heißer Pfefferminztee in die 0,5l Isolierflasche gefüllt. Los ging es, hinein in die Abenddämmerung. Da es recht schnell dunkel im Wald wurde, holte ich meine neue Reactik+ Stirnlampe raus. Der eingebaute Lichtsensor ist echt genial. Vorbei die Zeiten mit dem lästigen umschalten zwischen Stromsparen/Power. Klaro, die ist jetzt nicht UL. Aber auf Wintertouren, mit langer Nacht, ist mir das Extra an Lichtleistung die 100g Mehrgewicht wert. Im Vergleich zu meiner leichteren Petzl eLite+ Lampe. Lichtstärke finde ich auch echt wichtig, wenn man fürs Lagerfeuer noch Holz suchen geht im Wald. Vorbei ging es westlich von Kassel am Herkules. Belohnt wurden die Höhenmeter mit einem schönen Ausblick auf Kassel. Kilometer habe ich nicht so viel gemacht. Etwa 10km durch Schnee sind es dann geworden zum Lagerplatz. Mein zPacks Duplex war auf hartem vereistem Waldboden schnell aufgespannt. Gut dass ich ein Sortiment an Heringen mitgenommen habe. Die MSR Groundhog habe ich gar nicht in den Boden bekommen, besser ging es mit den zPacks Carbon Heringen. Überraschenderweise haben am Besten jedoch die Titanium-Nails von Terra Nova funktioniert. Da diese so nadelfein sind konnte ich gut an den Wurzeln vorbei popeln und sie durchs Eis stechen. Finde es immer wieder erstaunlich wie die verschiedenen Heringe Vor,- und Nachteile haben. An einem einzigen Abspannpunkt wollte dann doch kein Hering in den Boden, somit habe ich einfach ein Stein als Anker genommen. Hier der Aufbau (fotografiert am Morgen danach). Habe es mir dann schnell im Zelt warm gemacht. Als Isomatte diente eine Therm-A-Rest Neoair xTherm. Beim Schlafsack wagte ich ein neues Experiment. Mammut 3-Season Schlafsack (0°C Komfort) + Enlightened Equipment Revelation Elite Sommer-Quilt (+6°C Komfort) = Winterschlafsack (-15°C Komfort) war meine Theorie. Und hey, es hat auch in der Praxis geklappt. Es war angenehm warm. Geholfen hat mich auch der Millaris Bivy um diese Themperatur zu erreichen. Beim Abendessen gab dann den ersten Technik-Ausfall. Der MSR Windburner brannte nicht. Mist! Das Edelrid-Gas ist zu kalt geworden um zu verbrennen. Hätte ich mal besser extra Winter-Gas angeschafft. Naja, fürs nächste mal weiß ich es, aber wie bekomme ich JETZT meine Nudeln heiß?! Nach 3 Durchgängen AUFWÄRMEN KARTUSCHE IM SCHLAFSACK und WASSER erhitzen, habe ich trotzdem noch heißes Wasser bekommen. Schon übel wie schnell die vorgewärmte Kartusche bei -14°C wieder runter kühlt. Nach dem Essen wollte ich mir noch einen Film anschauen - Nächte im Winter sind lang. Dazu hatte ich vorher mein iPad mini mit einem Helge Schneider Film vorbereitet und geladen. Beim Anschalten das 2. MIST! Akku versagt bei -14°C Kälte. Also wieder ab den Schalfsack zum "vorheizen". Mit ein bisschen vorwärmen hat es dann doch noch geklappt den Film zu schauen. Die Nacht war erholsam, trotz der Kälte draussen. Das Schlafsystem war angemessen und hat noch ein wenig Potential Richtung -20°C. Insgesamt hatte ich 10,5Kg auf dem Rücken. Bei den vielen Komfort Extras wie iPad mini, schwere Stirnlampe, Themosflasche, Sortiment an Heringen, 2 Liter Wasser und zu viel Snacks war das für einen Wintertrip schonmal ein guter Ausgangspunkt für weitere Optimierungen. Besten Gruß InspectorNorse
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  17. Hallo. Nach längerer Forumsabstinenz, hier ein paar Eindrücke vom Frankenweg im September letzten Jahres: Die eineinhalb Wochen vor dem Frankenweg war ich mit Frau auf dem Rennsteig, danach bin ich den sich direkt anschließenden Frankenweg noch 8 Tage (bis Schnaittach) alleine weitergegangen. War alles in allem sehr schön, allerdings habe ich einige Passagen etwas abgewandelt, da ich einige Innenstädte und Kirchenbesichtigungen auslassen wollte - habe also eine etwas naturnähere Variante gemacht. Insgesamt war ich vom ersten Teil im Frankenwald positiv überrascht, vom zweiten Teil in der fränkischen Schweiz etwas enttäuscht. Die großen, weiten Ausblicke von "Gipfeln" gab es eigentlich allesamt nur im Frankenwald. Aber nun hier was zu angucken: Der Frankenwald ist sehr gut mit Wanderwegen erschlossen. Teilweise sind diese auch nur sehr kleine Pfade durch die Wälder - sehr schön! Obligatorisch: Gleich zu Beginn der 'Hirschsprung' Im Frankenwald hat man fast immer viele Alternativen zum Frankenweg, auf denen man ganz gut die urbanen Sehenswürdigkeiten, die der Frankenweg alle mitnimmt, auslassen kann! Wetter: mangehaft! Es pisst wie aus Eimern zwei Tage durch - das garantiert absolut alleine Wanderungen. Kein einziger Wanderer in zwei Tagen! Füße trocknen und ein leichtes, warmes Mittagessen im Trockenen vor einem alten Gerätenschuppen: Natürlich mit diesem MYOG Dosenkocher Modell: =) Endlich! Der erste Sonnenstrahl seit 2 Tagen: Der Frankenwald wird hügeliger: tolle Ausblicke, wie hier an einem Drachenflieger-Startplatz: Einer der höchsten "Berge" (nur für harte Alpinisten!): So wacht man doch gerne auf: Abschnitte des Frankenweges sind auch der Jakobsweg in dieser Gegend: Die Versorgung mit Schutzhütten könnte besser sein. Ich kam zwar so im Schnitt einmal pro Tag an einer Hütte vorbei, doch leider nie Abends. Man findet leider auch nirgends Infos, wo diese stehen. War allerdings ohnehin keine gute Idee: ich wurde des nächtens dermaßen von 5-6 Mäusen, die offenbar im Gebälk dieser Hütte wohnten, terrorisiert (inkl. Zelt Annagen), dass ich mitten in der Nacht samt Zelt auf eine Wiese umzog... Am nächsten morgen entdeckte ich auch woher die Viecher kamen: Trotzdem schön: Danach geht es von Gipfel zu Gipfel und gefühlt immer durch den tiefsten Punkt des Tals dazwischen. Anstrengend in einer Bullenhitze von 30° im September.. Aber mit Belohnung: (Der Wirt hat sogar ein Foto von mit gemacht, da ich offenbar der erste war, der jemals eine Maß Rabarberschorle bestellt und diese auch getrunken habe ) Grandios und wie in einer anderen Welt: Das Leinleitertal Es wird "schweiziger": Nach einigen Tagen draußen: Endlich eine Dusche und nette Leute! Sehr, sehr zu empfehlen und nur ein kleiner Abstecher vom Weg: Oma Eichlers Zeltplatz - mit den besten, wirklich allerbesten, von Oma Eichler selbstgebackenen Kuchen. Auch das Zeltplatzpublikum, eigentlich ausschließlich Kletterer, sehr angenehm. Ziemlich cool nähe Egloffstein: Die Wanderertanke mitten im Wald. Wirklich schöne Wälder: Danach geht es dann Richtung Nürnberg und es wird leider ziemlich flach und langweilig: Von einem Acker zum nächsten.. Ja, gute 3 Wochen wandern hinterlassen auch Spuren =) So. Noch für die ganz leichten, die sofort bemängeln werden: warum ist der Typ alleine mit nem superschweren, leicht-2Mann Zelt unterwegs?? Ich war die Wochen davor mit meiner Frau unterwegs - und habe das Zelt alleine weiterbenutzt. Luxus on trail =) Ich hatte keine Karte und gar nix zur Orientierung dabei - der Frankenweg ist super ausgeschildert. Da ich einige Abstecher über kleinere Wege gemacht habe, habe ich mich 2-3 Mal verlaufen, war aber alles in allem kein Problem. Da man jeden Tag durch irgendwelche Ortschaften kommt, kann man sehr leicht gehen, da man eigentlich nie mehr als 2 Mahlzeiten tragen muss. In der fränkischen Schweiz konnte ich mich nahe Quellen auch gut mit Wasserfilter selbst mit H2O versorgen. So long, P
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  18. 5. Etappe: Njoatsosvágge Hoch motiviert bin ich früh aufgestanden und losgezogen. Huch, was war passiert? Die letzten beiden Tage dachte ich noch ständig ans Abbrechen. Über Nacht sind mir folgende Dinge richtig bewusst geworden: Ich kann das Zelt wiederholt bei starkem Regen aufstellen und einrichten ohne dass etwas nass wird. Ich schaffe es meine Schlafsachen trocken zu halten. Es ist nicht schlimm den ganzen Tag mit nassen Klamotten umher zulaufen, solange man sich abends in den trocknen und warmen Schlafsachen murmeln kann. Das war die wärmste Nacht der Tour. Ich hatte anfangs nur eine Unterhose an und schwitzte trotzdem noch. Es ist gar nicht schlimm oder unangenehm morgens in die nasse Kleidung und Schuhe zu schlüpfen. Es ist nur die eigene Schere im Kopf. Es ist überhaupt nicht schlimm im strömenden Regen zu kacken, insbesondere wenn die Klamotten eh schon durch sind. Auch hier ist es nur die Schere im Kopf. Ich habe seit 4 Tagen nasse Schuhe und damit nasse Füße und es ist überhaupt nicht schlimm. Die ersten Tage bin ich noch um nasse Stellen herum gesprungen und umgangen bzw. hatte es versucht. Von nun an bin ich überall schnurstracks durch. Das machte das Wandern viel entspannter. Der Sarek ist bisher alles andere als außergewöhnlich anspruchsvoll, sondern sehr gut zu laufen (okay, bis jetzt und mit der Ausnahme von gestern). All diese Punkte bzw. Erkenntnisse haben mich doch sehr beruhigt. Insbesondere die Tatsachen, dass Nässe nicht schlimm ist, ich mein Schlafzeugs trocken halten kann und dass es auch gute Momente, wie die warme Nacht, gibt. Die ganze Nacht über hatte es geregnet und war dementsprechend nicht so prickelnd. Auch der Morgen war nicht von dem Abend davor zu unterscheiden. Wie am Vortag sammelten sich immer noch sichtlich die Wolken bei den voraus liegenden Seen (Alep, Gasska und Lulep Njoatsosjávrre). Ich hatte es Spaßes halber Höllental genannt. Dort angekommen musste ich erfahren, dass es kein Spaß war und der Name zu 100% gerechtfertigt war. Es wehte ein eisiger Wind der den Regen und Graupel nur so ins Gesicht peitschte, so dass man kaum aufschauen konnte. Das Tal war durchzogen von unzähligen Fußabdrücken, als wäre eben eine ganzes Heer durchgezogen. Solch eine Masse empfand ich immer als zu viel Zeichen der Zivilisation, aber einzelne Fußspuren auf den abwegigsten und schwierigen Abschnitten empfand ich durchaus aufbauend. Ganz nach dem Motto, dass ich nicht der erste bzw. einzige Bekloppte bin der da lang rennt. Motivierend und frustrierend zugleich fand ich auch immer wieder die vereinzelten Sonnendurchbrüche. Motivierend, da dadurch die Szenerie mit den Bergen freigelegt wurde und frustrierend, da die Durchbrüche überall waren, nur nicht da wo ich war. Am Ende des Njoatsosvágge hatte das Wetter noch einmal alles gegeben. Es goss und windete als gäbe es kein morgen mehr. Es riss mir beinah die Karte aus der Hand. Ich stand quasi mitten in einer Wolke und konnte die umliegenden Berge nicht sehen, was die Orientierung unmöglich machte. Vom Gefühl her hätte ich nach links laufen müssen, aber irgendwie passte das nicht zur Karte. Ich musste deshalb mit dem Kompass des DeLorme die Karte einnorden und fand so schnell heraus, dass ich viel weiter westlich war als ich es annahm. Es ging also nach rechts. (Eigentlich voll unfair, auf den Bildern sieht man gar nicht wie schlecht das Wetter war. Nicht einmal wie durch ich war.) Inzwischen lies der Regen langsam nach und die tief hängenden Wolken lösten sich auf. Ich nutzte die halbwegs freie Sicht um zu prüfen, ob ich wirklich richtig laufe. Dabei hatte ich halt auf einer großen Steinplatte gemacht, die eine sehr leichte Neigung hatte. Ich bemerkte nicht, dass die Platte extrem rutschig ist, so dass plötzlich meine Beine wegglitten und ich ungebremst auf das rechte Knie stürzte. Das Knie tat danach höllisch weh und wurde später noch schön blau. Also humpelte ich von dannen als wenig später endlich die Wolkendecke vor mir aufriss. Das wirkte auf mich berauschend als hätt‘ ich was eingeschmissen. So beflügelt wollte ich von hier aus über das Jiegnavágge zum Pårte hinaufsteigen. Aber als ich an die Abzweigung kam, verging mir schnell die Lust. Der Wind drückte unermüdlich die Wolken in das Sarvesvágge und somit Richtung Pårte: (Geradezu ist das Sarvesvágge und rechts geht es zum Jiegnavágge hinauf.) Da das Knie schmerzte, es nicht mehr regnete und ein relativ starker Wind wehte, beschloss ich hier (beim alten Rentiergehege bei der Tjågnårisskajdde) mein Lager aufzuschlagen und meine Sachen zu trocknen. Und tatsächlich, nach ca. 2-3h waren die Sachen durch den Wind so gut wie trocken: Die Trockenzeit hatte ich übrigens mit meinem ersten Bad im Fluss überbrückt. Es war eigentlich ganz angenehm, nur der Wind war nur 5cm kurz
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  19. 7. Etappe: Kapelle von Alkavare bis Skárjá Als ich morgens Austreten musste, begrüßte mich draußen ein wunderschöner weinroter Sonnenaufgang. Leider war das Spektakel schon wieder vorbei als ich die Kamera am Start hatte: Und hier noch ein Blick aus der Kapelle, der die Stimmung in der Kapelle ganz gut wiedergibt: Das Zusammenpacken dauerte länger als sonst, da alles verteilt herum lag. Im Zelt hingegen war immer alles kompakt am selben Platz und die Griffe waren somit routiniert. Bevor ich los bin hatte ich noch schnell meine Schuhe mit Tape umwickelt. Ich befürchtete noch immer, dass demnächst die Zehen rausschauen. Allerdings begann das Tape, wie befürchtet, sich nach wenigen Kilometern wieder zu lösen, so dass ich es wieder abwickelte. Wie aber schon im Vorbereitungsfaden berichtet, haben die Schuhe am Ende doch noch erstaunlich gut durchgehalten. Der Start war sehr müßig, da mein rechter Knöchel extrem schmerzte. Ca. 5 cm oberhalb des Knöchels war ein stechender Schmerz, als würde da jemand mit einer großen Nadel hineinstechen. Ich habe keinen Plan woher das gekommen sein könnte. Ich bemerkte später, dass längere Furten dem Fuß gut taten und den Schmerz kurzzeitig spürbar linderten. Massagen kamen gar nicht gut an, das hat es nur noch schlimmer gemacht. Ich vermute, dass sich entweder ein Nerv oder eine Sehne verklemmt hatte, bin mir da aber nicht sicher. Zumindest konnte ich nur noch gerade auftreten. Immer wenn ich schräg aufkam, gab es einen starken stechenden Schmerz. Zu meinem Pech verlief der erste Teil am Hang mit viel Gestrüpp und Steinen entlang, so dass ich mich im Schneckentempo fortbewegte (was ja nicht gerade meine Stärke ist). Hinter dem See ging es runter ins Álggavágge, das zwar überwiegend sumpfig war, aber dafür leicht zu laufen. Dadurch konnte ich wieder Tempo machen. (Wie man sieht war ich nicht der Erste, der das Tal durchschreitet ) (Hmmm, lecker Matsch. Hier noch voll harmlos, andernorts war man schnell mal knietief weg.) Am Ende des Álggavágge gibt es einen wunderschönen Blick auf ein Gletscher- und Gipfelpanorama. Solche Momente ließen die Schmerzen fast vergessen. Kurz darauf erreichte ich die Rentierhütte, wo ich den Gouhperjåhkå furtete. (Hey @SouthWest, wie kommt denn dein Profilbild hier rein? ) Eigentlich wollte ich hier nächtigen und hier den ein oder anderen Berg erklimmen. Aber da es wieder etwas zuzog und zu regnen begann und das Bein alles andere als fit war, entschloss ich bis zum Skárjá, dem Mittelpunkt des Sareks, weiterzuziehen. Das letzte Stück war noch einmal sehr anstrengend, da es im Hang mit viel Dickicht und Steinen entlang ging. Aber dafür mit toller Aussicht: In der Dämmerung erreichte ich dann den Skárjá, konnte aber die Schutzhüte mit dem Notruftelefon nicht finden. Da eine Menge Spuren den Hang runter gingen und ich im Netz mal ein Foto von der Hütte im Dickicht gesehen hatte, dachte ich, dass sie unten im Tal sein müsse. Es war mir aber zu müßig im Dunkeln da noch runter zu gehen, das war es mir nicht wert.
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  20. Die Idee aus den Ikeataschen einen Rucksack zu machen ist einfach genial! Also habe ich mich für mein erstes Nähprojekt auch mal drangesetzt und einen Rucksack genäht. Der Pack besteht aus zwei Ikeataschen und etwas Einfassband und Netzstoff. Die Schulter- und Hüftgurte habe ich von einem billigen China-Rucksack recycelt, der mir nicht so perfekt gepasst hat. Am Schultergurt habe ich noch die vorhandenen D-Ringe entfernt und anstatt dessen Flaschenhalter drangenäht. Die Verschlüsse an der Seite sind zwei Dyneema-Schnüre, mal sehen ob sich das auf Tour bewährt, sonst lasse ich mir da noch etwas anderes einfallen. Durch den Hüftgurt und die Flaschenhalter ist das Gewicht etwas über 400g. Habe gerade keine exakte Waage hier. Der Rucksack trägt sich wirklich bequem, ich packe in das Innenfach am Rücken einfach meine Isomatte ohne die Luft ganz raus zu lassen und dadurch ist es richtig weich am Rücken:) Hier ein paar Bilder:
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  21. Ich möchte mir eine kleine Bemerkung erlauben: So wie ich das aus Deinen bisherigen Beiträgen herauslese wirst Du in zwei Wochen einen Sechs-Wochen-Trek angehen und Du tauscht hierfür, bzw. hast es schon getan, alle elementaren Gegenstände aus. Ich persönlich würde das tunlichst unterlassen! Du hast keinerlei Erfahrung mit dem neuen Zeugs, und dann noch in der Masse. Das kann böse in die Hose gehen. Nimm für diesen Trip lieber das bewährte Equipment. Das, dass Du aus dem FF kennst, auch wenn es schwer ist, und mache danach auf Kurztrips Deine eigene Erfahrungen mit Neuem. Dann würde ich auch nur ein Teil pro Mikroabenteuer austauschen und testen.
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  22. Liebes Forum, möglicherweise bilde ich einen gewissen Gegenpol zu den meisten Mitgliedern hier oder entspreche (noch) nicht dem klassischen Trecker oder "Leichtwanderer". Zumindest Letzterem ganz sicher noch nicht. Werde dieses Jahr 59 Jahre alt, wenngleich ich mich eher wie 40 fühle, und wiege um die 90 Kg. Also wenn wir von Gewichtsersparnis bei Touren sprechen, liegt hier sicherlich mit das größte Potential . Zudem habe ich in den letzten dreißig Jahren sportliche Aktivitäten gröblich vernachlässigt, sodaß ich konditionell ziemlich neu aufbauen darf. Soviel zur Sollsaldo auf meinem physischen Konto. Auf der Habenseite meiner Bilanz steht meine Begeisterungsfähigkeit und unentwegtes Interesse an Neuem sowie auch das große Glück, über einen Körper zu verfügen, der sich sehr schnell auf neue Bedingungen einstellen kann. Vor vier Jahren hatte ich zum Beispiel begonnen, wieder mit dem Joggen anzufangen und war glücklich darüber, wie schnell ich voran kam. Nach sechs Wochen lief ich bereits einen Halbmarathon mit (ok, für die Sportbegeisterten hier sicherlich keine nennenserwte Angelegenheit) und nach drei Monaten konnte ich mühelos drei Stunden am Stück traben. Nach vier Monaten spielte mein rechtes Knie nicht mehr mit und ich erfuhr bei der OP, daß Knorpel, Sehnen und Gelenke einfach länger brauchen, um sich umzustellen. Ich hatte es schlichtweg übertrieben. Seither habe ich nichts mehr gemacht ... "Früher" bei der Bundeswehr (war Soldat auf Zeit) war ich sehr viel draußen, lange und fordernde Durchschlagübungen, des Weiteren später in der Freizeit häufig unterwegs mit Schlafsack, Rucksack und einfachem Zelt, überwiegend in USA und Kanada, per Anhalter oder zu Fuß. Alles dann ab Ehebeginn eingeschlafen, also seitdem überwiegend physische Flaute. Jetzt zu Weihnachten habe ich von der "Fjällräven Schweden Classic" erfahren, die Mitte August ablaufen soll und habe beschlossen, an dieser teilzunehmen. Bis dahin sind noch sieben Monate Zeit, mich selber wieder auf Vordermann zu bringen, eine Rundum-Powerup-Geschichte also. Ein Dutzend Kilo weg und vernünftig angegangener Konditionsaufbau sollte bis dahin machbar sein mit diesem Ziel vor Augen. Während des Herumstöberns zum Thema Trekking, Ausrüstung, die berühmten "do"s und "don´t"s war zunächst auch schon eine ordentliche Liste entstanden, an was alles zu denken ist und was alles dabei sein sollte. Dann, beim Überfliegen derselben innerlich grinsend festgestellt, daß das doch alles reichlich übertrieben ist, was da so stand, und mit wie wenig ich früher ausgekommen bin.. Also Liste verworfen und alles zurückgesetzt auf Los. Habe mir daraufhin überlegt, was ich wirklich will: Die Tour im August wird wohl eine reichliche Massenwanderung, was ich so gelesen habe, und damit nicht das eigentliche Ziel, sondern nur ein Anfangspunkt für mich. Ich möchte mich wieder frei bewegen in der Natur, es gibt so herrliche Strecken und Gegenden zu erkunden. Nicht als Vollcamper, sondern ganz puristisch back to basics. Und so fand ich schließlich dieses Forum hier und bin begeistert vom reichen Input hier. Euch allen herzlichen Dank dafür. Habe gerade in einem Beitrag gelesen, daß Ultralight nicht allein eine Ausstattungsfrage, sondern vor allem eine Einstellung sei. Diese Bemerkung hat mich berührt und bewogen, mich jetzt hier anzumelden. Alles, was man angeht, beginnt zunächst im Kopf. Jede große Reise mit einem ersten Schritt. Ich habe mir etwas vorgenommen, und ich freue mich jetzt richtig darauf. Hoffe, das alles liest sich nicht zu pathetisch. Und nein, keine Midlife-Crisis ... :-), sondern Einsicht und Entscheidung, etwas ganz für mich selbst zu tun. Und vor allem, es nun auch wirklich anzugehen. Allein das Stöbern in den vielen Threads in diesem Forum ist bereits Motivation und Bereicherung. In diesem Sinne einen ganz herzlichen Gruß, ich freue mich auf alles, was kommt, Till
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  23. Hallo zusammen! Den heutigen Tag habe ich mal wieder an der Nähmaschine vertrödelt. Nachdem nach langer Wartezeit endlich das 0,66oz Membrane 10 Taffeta ankam, konnte ich mich nicht zurück halten und musste es gleich verarbeiten. Da ich nur einen Winter- und einen Sommerquilt habe, hatte ich schon länger mal vor mir was für den Übergang zu schneidern, besonders für feuchte Verhältnisse. Da ich bisher noch keine Quilts genäht habe, war eine Version aus APEX naheliegend, da es einfach zu verarbeiten ist und natürlich gerade bei Feuchtigkeit besser funktioniert, als meine Daunenquilts. Als dicke habe ich 133g/m² APEX verwendet, womit ich hoffe bis 4 oder 5°C gut schlafen zu können - das wird sich dann herausstellen. Los gehts! Als erstes das Material zuschneiden. Da das APEX doch recht stark bauscht, auf jeden Fall einige cm zusätzlich einrechnen, da der Quilt dadurch "schrumpft". Das Membrane Material kam von RBTR zum Glück schon gerade geschnitten, so dass man es direkt verwenden konnte (bei ExTex sind die Schnittkanten leider meist völlig schief...). Also zwei lagen Membrane und eine Lage APEX ausgeschnitten. Auch wenn das einige Leute sich sparen, wollte ich den Quilt zumindest ein bisschen absteppen, einfach damit er etwas robuster ist und beim packen die APEX Fasern nicht reißen. Der Quilt soll später auch noch einige Wanderungen mitmachen und ich bin kein Fan davon seine Ausrüstung wie rohe Eier behandeln zu müssen. Bei diesem Schritt ist nur die spätere Innenseite des Quilts mit der Wattierung vernäht. Die Steppung ist so gelegt, dass sie beim Nutzen nur auf er Seite bzw unten liegt, also keine Kältebrücken nach oben hin entstehen. Es funktioniert erstaunlich gut, die APEX Faser beim Nähen nach unten zu legen. Anders herum verfängt sich das Zeug ständig im Füßchen, so dass man alles mit Zeitungspapier nähen müsste. Am Fußbereich ist noch ein klein bisschen zusätzliche Watte (eine halbierte Schicht 100er APEX) in der Hoffnung an den Stellen, an denen die Zehen ans Material stoßen der Kompression entgegen zu wirken. Auf die spätere Außenseite kommt ein einfacher Kordelkanal, die Stellen, an denen später Zug auftritt sind mit einem kleinen Stückchen Zeltbodenstoff verstärkt. Der Kordelkanal ist absichtlich ca 5cm nach unten versetzt, so dass man beim zuziehen, nicht direkt die Kordel um den Hals hat. was ich sehr unangenehm finde und man es nie ganz dicht bekommt (zumindest ohne sich zu strangulieren). Das hat mich bei meinen Cumulus Quilts immer gestört. Anschließend werden alle Teile zusammen vernäht. Dazu einfach ein Sandwich machen aus Apex, Innenmaterial und Außenmaterial in dieser Reihenfolge. Einmal rings herum nähen, aber am Fußende eine Öffnung lassen, so dass man den Quilt noch wenden kann (Es reichen ca 20cm, man muss nicht das ganze Fußende offen lassen, wie auf dem Bild). Wenn der Quilt gewendet ist, kann man die Öffnung ebenfalls noch schließen. Für die Fußbox einfach einen Kreis nähen, vom Prinzip genau wie den eigentlichen Quilt: Eine Schicht Apex, Innenseite, Außenseite aufeinander und fast ganz drum herum nähen. Richtig herum stülpen und schließen. Anschließend einfach (auf links) in die Fußbox des Quilts einsetzen. Die eigentliche Fußbox ist bei meinem Quilt nur ca 30cm lang, so dass ich in warmen Nächten ohne Probleme die Füße heraus strecken kann.
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  24. Hallo Gemeinde, Ich wünsche euch allen ein frohes Fest, schöne Feiertage und ein guten Rutsch ins neue Jahr. Genießt die Zeit mit Familie und Freunden und lasst euch "leicht" beschenken. Ich freue mich auf ein tolles Jahr 2017 hier im Forum und hoffe weiterhin auf eine tolle Gemeinschaft. Ein besonderer Gruß geht an Mateuz und seiner Familie, ich hoffe das auch Ihr ein schönes Fest und einen guten Start ins neue Jahr habt. In diesem Sinne festliche Grüße!! Michael
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  25. Der Foto-Post gehört definitiv in die dafür neu zu schaffende Rubrik „Mein schönstes Weihnachtsgeschenk”! Was für ein Bild! Man kann nur erahnen, was hinter der Zuversicht in deinem Blick noch alles an neu erwachter Energie in dir steckt. Frohes Fest!
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  26. Erledigt, s. Bitte hier wieder BTT. Dennis hat diesen Beitrag moderiert: Ich habe nun zusätzlich die "Trollkriege" hier ausgeblendet. Provoziert wird hier oft in beide Richtungen und man kann da durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Aber wir sollten nicht Sharas Thread dafür missbrauchen. LG Dennis
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  27. Hallo, Nachdem ich seit mehreren Monaten hier mitlese, habe ich mich endlich auch angemeldet. Ich bin 18 Jahre alt (wahrscheinlich ziehe ich den Altersschnitt dramatisch runter - subtiler Unterton "Ihr seid echt alte Säcke") und komme aus Bremen. Ich habe letztes Jahr Abitur gemacht, und bin aktuell weder Schülerin noch Studentin. Ich habe sehr wenig Wandererfahrung, die Hüttenwanderungen als Kind habe ich immer gehasst aber nachdem mich das UL-Konzept überzeugt hat, bin ich letztes Jahr mit meinem Vater den karnischen Höhenweg gelaufen. Das mit dem UL hat sich als ausgesprochen schwierig herausgestellt - Mein Vater hat sich zunächst geweigert mit mir wandern zu gehen wenn ich nur "diese Tüte" (Mein Gossamer Gear Murmur) dabei habe, und die Diskussion einer "umbedingt notwendigen Softshelljacke" (Dass Fließpullover + Windjacke denselben Zweck wollte er nicht einsehen - Man muss selbstverständlich ALLES dabei haben) haben wir auch öfters geführt. Meine Platypus-Faltflaschen waren neben seinen Sigg-Aluminiumflaschen (der Albtraum aller ULer nach Nalgeneflaschen nehme ich an) ausgesprochen "lächerlich" und "gehen schon kaputt wenn man sie nur anguckt". Ich bin offensichtlich nicht "hardcore ultralight", aber das ist für mich mit meinen begrenzten finanziellen Mitteln auch kaum möglich - Ein Ausrüstungsteil aus Cuben würde mich schon an den Rande des Ruins treiben (eine Schweigeminute für meine kaum existente Ausrüstung bitte!) Mein größter Wunsch (schon seit ich 15 bin & wie vermutlich einige hier die Dokumentation über den AT gesehen habe): Einen Thru-Hike machen. Leider ist mir das finanziell (noch) nicht möglich, aber irgendwann werde ich das Projekt in Angriff nehmen. Viele Grüße Palmyra
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  28. @questor Ja, die App von Thermodo stellt einen Temperaturverlauf da. Wenn Interesse besteht kann ich ja mal in einem Thread das Thermometer separat vorstellen.
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  29. Spannend wie hier teils auf Bernd und Gerald gezeigt wird, wo beide schon mit Anfang 20 härtere Touren gemacht haben, als vermutlich 99% des Forums hier auf Lebenszeit zusammengenommen. Erwähnter Skurka ist bei beim 1. Wind River Traverse Versuch gescheitert. Und das auf einer Route, die Bernd im Vergleich zu seiner Variante "langweilig" nennt. Nur mal um die Dimension aufzuzeigen. Bernd kommt aus der alten Schule und trägt viel. Aber Bernd schafft die Routen, beißt sich mit unglaublicher Leistungs- und Leidensfähigkeit durch, wo andere längst aufgegeben haben. Außer wenn er mal wieder vom Militär irgendwo festgesetzt wurde, ist mir nicht bekannt, wann er das letzte mal eine Tour nicht durchgezogen hat. Ich kenne in der explizit leichten Welt nur Luc Mehl und Roman Dial mit ähnlich harten Unternehmungen. Ich bin sehr froh mit beiden schon mehrere Touren gemacht zu haben, bei denen ich unglaublich viel gelernt habe. PS Bernd hat auf der anderen Rucksackseite klassischerweise Isomatte und Eispickel.
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  30. SO. ICH HAB DIE FLÜGE FÜR MÄRZ GEBUCHT! Die Überzeugung, dass ich den GR-221 definitiv machen will, war gerade so übermächtig und kam wie von selbst "aus dem Bauch heraus" - und natürlich letztendlich auch durch den Austausch hier mit Euch. @Lightlix wow. Danke für die Info. @Shabanna Das wußte ich nicht. Bin dann wohl schon unterwegs. Aber ich werde Anfang Februar Buch und Karte von map.solutions kaufen. Und definitiv die gps tracks auf dem Handy haben. Woher kriegt man die nun wieder? Oder sind sie mir bei meinen Recherchen nicht schon 100 Mal begegnet? Bin schon verwirrt...... aber freue mich jetzt total auf das kleine Abenteuer LG AnnK
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  31. Moin moin, nach längerem Mitlesen habe ich mich jetzt auch hier angemeldet. Ich heiße Inge, bin 56 Jahre und 1 Tag alt und wohne am Südrand der Lüneburger Heide. Nachdem ich ca. 10 Jahre lang vom "einfach immer weitergehen" geträumt habe, aber nicht wusste, wie ich das machen sollte, weil mich das zu schleppende Gewicht immer abgeschreckt hat, bin ich vor etwas mehr als zwei Jahren über die UL-Philosophie und dieses Forum gestolpert. Und auf einmal taten sich Lösungen auf. Seitdem habe ich zwei Urlaube in Portugal verbracht und bin ein Stück den Historical Way und dann den Fishermen's Trail von Norden nach Süden gewandert. Es waren noch "Komfortwanderungen" mit heißer Dusche und Pensionen am Abend, aber trotzdem schon wunderschön. Und auf das Grundgewicht von 5,2 Kilo war ich schon ziemlich stolz Und dann habe ich Bilder vom Kalottleden gesehen. Dort möchte ich 2018 hin, muss aber vorher noch in die Umsetzung meiner Wunschpackliste investieren und eine Menge üben: Meine Hausaufgaben für dieses Jahr. Sicherlich werde ich die eine oder andere Frage an Euch haben. Erst mal herzliche Grüße aus dem Norden.
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  32. Am -für winterliche Verhältnisse- späten Nachmittag (15:30 Uhr) startete ich in Hitzelrode, einem wunderschönen kleinen Ort in der Hessischen Schweiz.Ich wollte bis es dunkel wurde einen guten Platz mit Aussicht gen Osten finden, für den Sonnenaufgang Die Nacht brach in grau-violett herein und ich fand auf einer Anhöhe auf dem "Grünen Band" (dem ehemaligen "Todesstreifen" zwischen BRD und DDR) einen herrlichen Lagerplatz: Eben, kein hohes Gras, Sicht in die Ferne in Richtung West und Ost. Das allseits bekannte Spiel: Tarp aufbauen. Schlafplatz präparieren. Tütenfutter kochen und essen. Tee kochen und trinken. Die aufsteigende Kälte trieb mich schon um 19 Uhr in den Schlafsack. Na, da stand mir aber eine lange Nacht bevor, kam es mir. Komplett eingemummelt in meinen Schlafsack habe ich noch eine Zeitlang im SackInneren gelesen, bis ich schläfrig wurde. In der nächtlichen Pinkelpause zeigte das MessEisen -8°an. Es freute mich, dass meine Ausrüstung mir eine warme Nacht bescherte. Ich schlief unruhig, aber lang. Im Halbhellen wurde ich wach und hatte eine Ahnung, dass ich sofort rausschauen muss. Und diese Ahnung war genau richtig: Der Blick in den jungen Morgen war beeindruckend. Aus meinem warmen Schlafsack heraus schaute ich eine Weile still (logisch) dem Naturschauspiel zu. Dann hielt mich nichts mehr. Voller Energie trieb es mich hinaus für ein paar weitere persönliche Eindrücke und, wie heute üblich, optische Digitalisierungen. Auf dem ehemaligen "Todesstreifen" zu lagern, machte mir schon ein komisches Gefühl ... und gleichzeitig war es eine gute Erfahrung, dass auch ein solches Gebiet mit mieser Geschichte von der Natur zurück erobert wird und sich dadurch langsam die Stimmung dort ändert. Denn: es geht vorbei ...
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  33. Kurztour im Schwarzwald vor ca. 4 Wochen. Per Zug nach Hausach und von dort den Westweg Richtung Süden gefolgt. Zwei Tage später von Elzach per S-Bahn zurück Richtung Freiburg. Erste Nacht 7km südlich von Hausach, aufm Berg in ner Hütte. Im Dunkeln kamen noch zwei Wanderer vorbei welche auch in der Hütte schlafen wollten. Platz gab es genug und schnell kamen wir auf UL Trekking da man das uns allen Vieren ja ansah :-). Somit hingen dann plötzlich zwei Laufbursche Huckepacks an der Wand :-). Cool, so mitten im Wald und dann trifft man sich und hat die gleichen Hobbys und Ansichten! Der Morgen mit wieder herrlichem Wetter. Frühstück :-) Herrliches Wetter während unten im Rheintal Nebel herrschte. Zweite Nacht im TT Stratospire2 verbracht. Nach dem Dinner gab es noch eine kleine Lichtshow mit Langszeitbelichtung . Im Richtung Sonne bei solch einem Wetter! Schwarzwaldidylle... Mein nächster Overnighter wird hier an diesem herrlichen und abgelegenen Platz stattfinden . Abschluß der Tour an einem Schnapsbrunnen mit Automat. Da haben dann noch einige Euros reingepasst .
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  34. Eins will ich noch loswerden. Wenn uns dieses Forum etwas gelehrt hat, dann das 100g Einsparungen total Kiki sind im Vergleich zu der Anteilnahme, die hier durch den schweren Schicksalsjagd von LB ergeben hat. Für sich stehend und individuell gesehen ist beides wichtig. Nur eben nicht im Vergleich. Und das sehr viele hier so denken, konnte man sehen. Viele wissen, was wirklich zählt. Was aber völlig beschämend ist ist dieses gezielte Triezen, diese Eindimensionalität gehenüber anderen Vorstellungen. Das kennt man ja auch von Diktatoren. Ich bin kein ULer per Definition. Aber ich respektiere soweit, dass es Menschen gibt, denen das wichtig ist. Und ich hab hier viel gelernt. Auch wenn ich nicht mit allem übereinstimme. Also habt weiter Spaß und möglichst wenig verbissen.
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  35. Es ist eine Sache, über den Sinn oder Unsinn von UL zu diskutieren und es ist eine ganz andere Sache, in nahezu jedem Beitrag seine versteckte Verachtung für UL-Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Die meisten Foristen kennen deine Aversion gegen UL, du brauchst das deshalb nicht dauernd zu betonen. Es reicht m.M.n., wenn du zur Sache schreibst. Grüße
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  36. Warum eine 60-€-Waage, die nur in 50g-Schritten wiegt? Welche Ausrüstungsgegenstände sollen denn mit den üblichen 2 oder 5 kg nicht erfaßt werden, für die man gute Waagen schon für 10 € bekommt - die dann auf 1 bzw. 2 g genau messen? Kleinvieh macht auch Mist, und gerade den gilt es präzise (!) zu erfassen... Ganz abgesehen davon, daß man diesen Paketwaagen-Trumm ganz sicher nicht in einen Laden mitschleppt, um dort vor einem Kauf zu wiegen. Nur ein Beispiel, gibt zahlreiche: https://www.amazon.de/gp/aw/d/B01ICOVL62/ Ach ja: Das Gesamtgewicht läßt sich durch Addieren ermitteln; und das eigene Gewicht gibt's, wenn man keine Personenwaage hat, z. B. in der Sauna - oder beim Tierarzt...
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  37. Hallo Forum, heute war endlich mal schönes Wetter, so dass ich von meinem Tarptent-Projekt ein paar Bilder machen konnte. Die Motivation geht auf den post von @Barbarix zurück. Das Konzept fand ich wegen des einfachen Schnitts sehr bestechend, außerdem hat man Rundum-Wetter- und Mückenschutz. Allerdings wollte ich zusätzlich einen Lüfter und einen Zipper-Verschluss haben. Damit das Ganze nicht zu schwer wird, habe ich den feinen 10DEN Silnylonstoff von Ali verwendet. Am unteren Saum ist umlaufend ein 30cm breiter Streifen 25g Moskitonetz angenäht. Als Boden wollte ich ursprünglich ein richtiges Bathtub einnähen, aber das hätte das Gewicht stark nach oben getrieben. So habe ich nur Befestigungsmöglichkeiten für einen Polycryo-Boden vorgesehen. Folgendes Ergebnis kam dabei raus: Eine Seite geöffnet. Beide Seiten geöffnet. Um die Größe besser einschätzen zu können, habe ich eine Neoair Trekker in Large (ca. 193x60cm) reingelegt. Damit der Stoff auch bei Nässe immer gespannt wird, sind die Schlaufen aus 2mm Elastikkordel. Befestigungspunkt "Türmitte". Die Schlaufen können nach Bedarf ein- oder ausgehängt werden. Der Lüfter von Außen. Der Lüfter von Innen. Befestigung der Polycryo-Folie und der Insektenschutzstreifen. Reichlich Platz vorhanden. Auch wenn die Matte aufgepustet ist, hat man genügend Kopf- und Fußfreiheit. Wenn man den Stock schräg stellt, könnten zur Not auch zwei Personen Platz finden. Dann sollte es aber keinen Kondenz geben Das Wichtigste zum Schluss: Das Gewicht. Das Tarp pur ohne Schnüre und ohne das Moskitonetz wiegt 236g, zusätzlich mit den Schnüren 268g, zusätzlich mit dem Netz 338g und mit dem Boden dann genau 400g. 400g für einen kompletten Shelter finde ich ok. Fehlen nur noch die Heringe in der Gewichtsbetrachtung. Damit bin ich wohl die nächste Zeit erstmal zufrieden. Und für alle Nachbau-Interessierten gibt es hier noch ein CAD-File für das Freeware-Programm "blender": Schnitt_Tarp.blend Schönen Abend!
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  38. Hallo Zusammen, wie hier manche bereits wissen, eröffne ich bald einen Onlineshop mit Regenröcken. Der Shop geht in ca. 2 Wochen online. Es wurden diverse Modelle gefertigt. Nach längerem Hin- und Her bleibt es nun bei der eigentlich schon seit Wochen feststehenden simpelsten (weil leichtesten und flexibelsten) Variante. Der Rock hat einen guten Schnitt (ist als Wickelrock konzipiert mit 3 aneinander genähten trapez-förmigen Stofflagen, dadurch fällt er optimal). Oben Klettverschluss plus Band zum zuschnüren, also variabel verschließbar. Material: 2,5 Lagen Laminat (80g/qm), atmungsaktiv, bei 30 Grad waschbar, angenehm zu tragen, da nicht so "klebrig" wie das noch leichtere beschichtete Silnylon. Zwei Prototypen biete ich hier an. Beide Größe S/M - bei Damen entsprechend Gr. 34 - 38. Länge 69 cm. (Passen also auch einem schlanken Mann bis Körpergröße ca. 1,80). Rock 1 (mit schmalerem Klettband) wiegt 95g. Rock 2 (mit etwas breiterem Klettband) wiegt 100g. Da wir mit der Klettbreite noch experimentiert haben, hat einer der beiden Röcke ein schmaleres Klettband, was jedoch nicht optimal schließt (der Halt ist schlechter und das Verschließen etwas "frickelig"), außerdem ist das SeamTape innen am Abschuss oben nicht 100%-ig fest, da es nicht unter den Saum reicht. Alles kein Drama..... kann man korrigieren. Diesen Rock verschenke ich hier. Bitte PN schicken. Für den zweiten Rock, bei dem das Klettband 1 cm breit ist (wodurch es besser hält) und bei dem auch sonst alles in Ordnung ist, hätte ich gern EUR 35,-. (Das entspricht den Material- und Fertigungskosten). Bitte ebenfalls bei Interesse PN schicken. Über ein Feedback zum Regenrock des Käufers / Beschenkten würde ich mich in jedem Fall freuen Viele Grüße AnnK
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  39. Als erstes Nähprojekt habe ich mich jetzt endlich mal an dieses Tarp gewagt. Hatte bei den ersten Nähten richtig kribbelige Finger, weil ich Angst hatte, etwas kaputt zu machen. Bin jetzt aber doch - wider erwarten - einigermaßen zufrieden: Ich hab das 55g/m^2 Ripstopnylon von extex benutzt mit dem 90g/m^2 PU-Zeltboden. Als Abspannung habe ich die billigste Maurerschnur genommen und für die "Spannungs-Ausgleichung" Gummilitze dazwischen geschaltet. Für die Abspannung an der Öffnung habe ich auch den Lineloc mit der 1,5mm Dyneema genommen. Habe auf jeden Fall durch das Nähen an dem eigentlich einfachen Projekt viel gelernt. Zum Beispiel, dass die Stelle der Abspannungspunkte durchaus eine Rolle spielt. Die Abspannung ist zu weit vom Saum weg, wodurch sich alles faltet: Auf meine Größe (1,73) ) runtergerechnet, habe ich das Tarp nur 2,83cm genäht. Da habe ich genügend Platz: Hier noch ein Foto von den Abspannungspunkten: Die Maurerschnur zieht die doppelten Gummilitze durch Mastwurf straff. Ob das Tarp jemals so zum Einsatz kommt, mal schauen. Vor allem wollte ich damit erstmal Erfahrung im Bauen sammeln, bin aberdoch ziemlich stolz darauf.
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  40. Hihi, dachte bin der einzige, dem das überhängen der Beine und das verrutschen auf den Keks gegangen sind. Bei der ZLite habe ich, wie sich erahnen lässt, das erste Segment doppelt genommen, hilft gegen das Abgeknickt sein. Bei wärmeren Temperaturen habe ich da ein 80cm langes Stück der Labu Isomatte. Das Stück ist lässt sich mit der Matte fest verbinden. Dazu sind am unteren Teil der Neoair auf Cuben Tape zwei KAM Snaps befestigt Und auf der Schaummatte die entsprechenden gegenstücke Das ganze lässt sich nun fest miteinander verbinden. Dadurch verrutscht nichts und der Übergang zwischen der NeoAir und der Schaumstoff matte ist nicht so abrupt Fühle mich so in der Kombination Pudelwohl
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  41. Das Phänomen ist häufig zu beobachten, dass Anfänger über viel Technik verfügen aber noch wenig Kompetenzen und Erfahrene über viel Kompetenzen und weniger Technik. Das hält sich gut in Balance. Natürlich kann man auch als Erfahrener über einen ganzen Fuhrpark an Objektiven und Kameras verfügen. Anfänger und Knipse ergibt meist Resignation. Um die Qualität seiner Bilder zu steigern braucht man vor allem den Willen das zu tun - eben bewusst fotografieren, darüber nachdenken was man tut oder mindestens verstehen wollen, warum die Automatik dieses oder jenes gerade ausgewählt hat. Die Auseinandersetzung mit Bildern und Fotografen gehört da auch dazu. Das wichtigste Feature ist immer noch das Auge und Gehirn des Fotografierenden. Die meisten Features der Kamera sind nur Krücken, die Resignation und Aufgabe vermeiden. Am Ende machst Du mit keiner Kamera was falsch. Alle ermöglichen Dir Einflussnahme auf die Belichtung bei Bildern wie Videos. Mit allen wirst Du Fotografie lernen können bzw. dazu lernen. Dann nimm alle in die Hand und schlag da zu wo Du das beste Gefühl hast. Dafür dann mehr Energie in Literatur und Bilder gucken stecken.
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  42. Natur-Fluss-Weg Eine kurze Wanderung mit einer Übernachtung sollte es mal wieder sein. Diesmal ging es nach Trendelburg zu einem Natur-Fluss-Weg. Von dort an der Diemel entlang in das Holzapetal, dass seinen Namen von dem dort mäanderndem Flüsschen (naaa?......richtig!) Holzape hat. Spaziergänger, die nach Hause gingen kamen mir am Anfang des Weges noch entgegen. Sobald der Tag allmählich sein Licht verlor, war ich dann allein auf der Strecke. Der Weg selbst ist nicht so spannend. Er führt meist auf forstwirtschaftlichen Wegen. Doch das Holzapetal ist ein wirkliches Kleinod, sogar noch im Winter bei stark eingeschränkter Farbenvielfalt. Das Flüsschen verzweigt sich hier in viele kleine Nebenarme und schlängelt sich durch das schmale Wiesenband, das sich im Talgrund entlangzieht. Die winterliche Atmosphäre mit einer teilweise vereisten Holzape, die vor Eis erstarrten Wiesen und eine trockene Kälte tun ihr Übriges zu meiner inneren Begeisterung dazu. An einem "verwunschenen" Lagerplatz mit wohliger Wärme im Schlafsack und einem heißen Topf Tee in den Händen verbrachte ich den Abend. Nur hier draußen kann ich 11 Stunden hintereinander schlafen (Pinkelpause ausgenommen). Leider konnte ich die Temperatur nur bis -10° nachverfolgen, dann streikte meine Suunto, warum auch immer. Der Kaffee am Morgen war das Kick-Off zum Zusammenpacken und für den Rest der kleinen Wanderung durch die eingefrorene Landschaft. Hat Spaß gemacht.
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  43. Weihnachtsabenteuer in der Serra de Tramuntana. Traumhaft schön, erstaunlich kühl, sehr abwechslungsreich und eindeutig wiederholungsbedürftig
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  44. Eine weitere Stimme von mir die ganz klar für Pyramiden ist, nicht ausnahmslos, aber für 3 Personen was vom vielseitigsten überhaupt. Bin ein riesiger Fan vom GoLite Shangri La 3, nun Euraka Wikiup oder eben My Trailco Pyramid 3. Das Dir das Zelt schwer erscheint liegt vorallem am Innenzelt, dass ganz UL-unüblich schwere, massive Verstärkungen und einen monströsen Stoff am Boden aufweist. Schaut man das Zelt und die damit verbundenen Möglichkeiten genauer an, ist es plötzlich ein sehr leichtes Zelt mit vielen Optionen und deutlich breiterem Einsatzbereich als den eingangs erwähnten Zelten. Vorneweg: Das Gewicht ohne Innenzelt ist nur noch mit Dyneema CF zu unterbieten. Von der Konstruktionsweise her ist es ein eher knappes 3 Personenzelt. Die meisten vergleichbaren Zelte (Locus Khafra, HMG UM 4) sind gleich 4 Personenzelte und dadurch schwerer, rsp. aus CF und enorm viel teurer. Im Ausverkauf von GoLite konnte ich noch welche SL3 ergattern, diese wiegen knapp 630 g ohne Abspannleinen. 630 g für drei Personen ist mal ganz ordentlich UL. So viel Schutz für diesen Preis, bei dem Gewicht kriegst Du sonst nirgends. Das Teil ist mit einer ca. 300 g Alustange (Original) oder 200 g Carbonstange (MYOG) wirklich extrem windstabil. Ich habe es hier schon oft erwähnt - diese Teile stecken bombig abgespannt mit ordentlicher Stange Winde weg, die kein Baum stehen lassen. Wenn man in weniger windigen Gegenden, oder dort, wo man oft Windschutz findet, unterwegs ist, kann man das Zelt mit zwei Wanderstöcken aufstellen und braucht dazu nur zwei Skistraps/2x Velcro/Schnur oder sonst was um die Stöcke zu verbinden. Was auch erstaunlich gut geht bei höheren Winden sind 2 rsp. 3 Stockpaare (wobei nur ein Stockpaar zum Einstellen der korrekten Höhe dient und somit ein paar cm über die anderen Stockpaare ragt). Richtig wüster Wind mit dieser Polystock-Kontstruktion erlebt habe ich aber noch nicht. Mit 1.5 mm Dyneema/Polyesterkordel und Elastik unten an den Paneelen kommen weitere ca. 40 g dazu. Ein Zeltboden ist einfach selber genäht und wiegt für die ganze Fläche nochmals ca. 400 g (habe selber u.A. einen 5/6 Boden gemacht mit 340 g) bei Verwendung von leichten, aber genügend haltbaren Stoffen. Ein leichtes, selber genähtes 3 Personen IZ kommt auf ca. 700-800 g. Wenn Du nicht selber nähen magst gibt’s in diesem und anderen Foren ein paar IZ-Vorschläge von kleinen Herstellern, die zudem sehr bezahlbar sind. Ich bin seit 20 Jahren sehr gewichtsbewusst unterwegs, setze das Gewicht jedoch nicht vor allem – Effizienz und Praktikabilität sind mir auch sehr wichtig. Wenn ich mit zwei weiteren Freunden/innen unterwegs bin, kommt fast ausschliesslich das Shangri La 3 mit. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen gehen wir nur mit Aussenzelt oder AZ und Boden los. Meistens haben wir also knapp 350g/Person. Für die Menge an Schutz ist dies nur noch mit DCF zu schlagen. Ein Kumpel von mir ist 192 cm lang, er kriegt immer die Mitte… für die wenig kürzeren Gesellen passt’s überall vom Platzangebot her. Weiters kann man wunderschön die Front öffnen. Stell Dir vor die nördliche Abendsonne schleicht langsam am Horizont im Norden entlang, gibt letzte wärmende Strahlen ab und ein eisig kalter Wind bläst aus Süden. Im Windschatten kannst Du mit Freunden den Sonnenuntergang nach einem langen Wandertag während dem Abendessen geniessen. Ein weiterer Punkt, den bei weitem nicht alle Zelte erfüllen.
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  46. Ich selbst nutze das Kleinanzeigenportal kaum, aber aus gegebenen Anlass, nämlich dass ein "Gesuch" fälschlicherweise als Ausrüstungsberatung verstanden wird, wirft bei mir die Frage auf, ob man den ganzen "Marktplatz" nicht anders gestalten könnte. Hier ein aktuelles Beispiel eines "missverstandenen" Gesuchs: Ich könnte mir vorstellen, dass eine Regelung wie bei ODS, nämlich dass nur der TO und die Mods Schreibrechte an dem Thread haben, besser wäre. Anbieter und Kaufinteressenten könnten sich via PN austauschen. Das beugt von vornherein Missverständnissen vor, die Diskussion findet unter den "Handelspartnern" statt, so ein Handel ist ja privat und sollte es auch bleiben, und zudem würde das restliche Forum vom Feilschen "verschont" bleiben. Letzteres betrifft vor allem die Liste der letzten Beiträge auf der Forumsstartseite, die mitunter mit Angeboten und Gesuchen zugespamt wird. Wäre das technisch machbar und auch von anderen als mich erwünscht?
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  47. Eher nebensächlich ist ja per Definition auch "Leicht und seicht". Nehmen wir das dann auch aus den Recent Topics? Mich persönlich interessiert der Marktplatz deutlich mehr als MYOG. Da könnte man doch genauso argumentieren, dass die MYOGler ihren Forenbereich abonnieren könnten, damit ich vom 1000. "Glückwunsch, tolles Tarp"-Post verschont bleibe. Ich bin absolut dagegen, hier irgendeinen Forenbereich anderen gegenüber zu benachteiligen. Manche Themen interessieren einen nun mal nicht, damit muss man leben.
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  48. Vielleicht sehe ich das ja falsch, aber für mich ging es nicht darum, sich über andere Leute lustigzumachen (deshalb hielte ich es in diesem Fall auch mal ausnahmsweise für unangebracht, den Namen des Zitierten anzuführen) - sondern den Witz darin zu sehen, wie unterschiedlich Perspektiven sein können und die daraus resultierenden Sprachgebräuche. Besonders schön ist das doch für diejenigen unter uns, die selbst schon mit Rucksäcken von 3 kg oder mehr herumgestolpert sind... (Und ganz ehrlich, man darf auch mal lästern über Leute, die sich stolz brüsten, mit 30 oder 40 kg auf dem Buckel herumzulaufen, ohne zu sagen, warum das eigentlich notwendig sein soll: Ja; es gibt Ausnahmesituationen und -bedürfnisse - aber für den allergrößten Teil der Nutzer aller einschlägigen Foren dürften die doch kaum vorliegen. Außer man muß sich beweisen, was für'n toller Kerl man ist...)
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  49. Hat mir auch sehr viel Spaß gemacht! Michael übertreibt mit seiner "unfitness", dass hat schon gepasst! Der starke Wind (50-80 km/h) bei -6°C war vorhergesagt, aber mit der Option in der Biwakschachtel zu schlafen sind wir losgezogen. Wie Michael es schon sagte, die Markierungen waren meistens noch auszumachen, geholfen hat natürlich auch, dass ich die Tour letztes Wochenende erst gegangen bin. Ansonsten habe ich das Kartenmaterial auf dem Handy mit dem man navigieren könnte. Hier noch ein paar Bilder von mir:
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  50. Dieses Wochenende war ich im NP Hohe Tauern, am Sonntag ging es auf's Böse Weibl (3121m) und heute auf die Schere (3037m) und noch etwas am Luisengrat entlang. Die Tour auf das Böse Weibl war ein Traum, die Schere war erst am Gipfel schön. Großglockner im Hintergrund Die nächsten 5 Bilder sollen den Streckenverlauf zeigen Beim Aufstieg Vom Gipfel aus Beim Abstieg Großglockner vom Luisengrat aus
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