Bestenliste


Beliebte Inhalte

Zeigt Inhalte mit den meisten "Gefällt mir" seit 20.01.2017 in allen Kategorien

  1. 27 Gefällt mir
    Sakima und ich hatten drei schöne Tourentage in den Dolomiten. Leider sind die Bilder mit keiner UL-Kamera entstanden, ist das zulässig? Der Rest der Ausrüstung war der Jahreszeit entsprechend, für mich persönlich, so leicht wie möglich.
  2. 23 Gefällt mir
    Nach dutzenden in-Tischkante-beiss-Situationen ist mein Zelt in starker Anlehnung an das Tramplite von Colin Ibbotson gerade fertig geworden. Material war das 36g Silnylon von ExTex. Die Verarbeitung war sehr nervig. Habe jetzt verstanden, warum so viele über das Nähen von Silnylon meckern. Ich glaube, eine extra rutschige Charge erwischt zu haben, vielleicht sogar etwas schwerer dadurch, denn es ist im Rohgewicht etwas schwerer als errechnet. Ein passendes Innenzelt kam auch noch dazu aus 25g Mesh und Chikara und Carbonröhrchen an den Ecken. Bevor ich das wichtigste vergesse - das Gewicht: Außenzelt inkl. Leinen: 304g Innenzelt: 222g (was für eine Zahl) Damit ist es nicht superleicht geworden, aber für das Platzangebot und den Komfort mit Reißer und so bin ich doch recht zufrieden. Es muss aber noch silikonisiert werden. So, jetzt aber Bilder: Mein viertes Nähprojekt (vor einem Monat angefangen zu nähen - man kann sich die Tonnen an Garnfusseln auf dem Boden vorstellen ) und erstes mit Kettenlinie. Dadurch steht es echt sehr cool. Dank @HAL23562s Anleitung ging das auch ganz gut. Aufgebaut wird es mit dem Trekkingstock, der hat die Höhe von 125cm, damit ist innen viel Kopffreiheit. Habe mich nach der ganzen Recherche so sehr in das Tramplite verliebt, dass ich schon wieder zu viel übernommen habe, diese D-Ringe zum Beispiel. Die müssen nicht sein, aber dadurch, dass durch die Justierung durch Knoten die Leine durch das Ripsband reiben würde, hatte ich Angst dass es irgendwann durchgeschnitten wird. Überlege da aber immer noch, was besser sein könnte, denn... kalte Finger und Klemmknoten sind irgendwie scheiße. Vielleicht kommen doch die vernähten Linelocs ran. Eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden: Wie oben beschrieben, war die Verarbeitung vom Silnylon wirklich eine Tortur. Ich nähe erst seit ca. einem Monat und dafür lassen sich, denke ich, einige Nähte schon echt sehen. Doch an einigen, wichtigen, Stellen, konnte ich meine Unfähigkeit nicht verbergen. Die Spitze war schon wieder ein einziges Chaos. Habe die einzelnen Teile vom unteren Rand/Saum her genäht, dadurch liefen die Enden in der Spitze alle sehr asymmetrisch aus. Hatte da einen Denkfehler. Habe an allen Teilen 2cm reduziert und das irgendwie falsch . Weiß auch noch nicht ganz, wie ich das besser machen kann?! Naja, deswegen musste ich die zwei Verstärkungen, die ich innen und außen geklebt und vernäht habe, sehr groß machen, dadurch verrutscht der Stock beim Aufbau leicht, was den Aufbau etwas fummelig macht. Da ist noch potential, aber jetzt habe ich erstmal keinen Bock auf Nähen. ;) Hier noch eine Kleinigkeit, die als Ergebnis anders aussieht, als geplant. Wegen Ästhetik und Gewicht (etwas übertrieben bei dem ganzen Klimbim, der sonst so dranhängt) habe ich die Schlaufen, für die Türbefestigung auch aus dem Silnylon genäht. Das ist mit Handschuhen aber viel zu glatt. Da kommt vielleicht noch eine Lösung aus Ripsband dazu oder sogar diese kleinen Schnallen. Das Innenzelt mit Chikara-Boden und 25g Mesh wird einfach an die Ecken gehangen und kann auch zusammen aufgebaut werden. Zwischen den Wänden ist ein guter Abstand und auf der Rückseite ist in der Apside noch etwas Platz, der aber eigentlich ungenutzt bleibt, weil aus dem Innenzelt nicht darauf zugegriffen werden kann. So, zerpflückt mal, was ihr zu zerpflücken habt. ;) Grüße
  3. 21 Gefällt mir
    Portugal: Rota Vicentina & Fisherman’s Trail im Januar 2017 Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine Reiseberichte zu posten, sondern nur Erfahrungen rund um Gear-Mods. Aber da es nicht so viel Arbeit ist, habe ich statt eines schriftlichen Reiseberichts mal einige Videoschnipsel von der Tour zusammengeschnitten. Im Video gibt es keine Fotos, es fehlen also Pflanzen, Gebäudedetails und solche Dinge. Aber ihr bekommt im Video sicher einen ganz guten Eindruck davon, wie sich der Trail im Januar anfühlt. Das Laufen auf dem Trail ist weniger spektakulär als die Landschaft der Atlantikküste, die man so aber auch in Frankreich antrifft. Auf dem Historical läuft man im nördlichen Teil die meiste Zeit auf nassen (Winter) ausgefurchten Wirtschaftswegen durch Korkeichenwälder. Auf dem Fisherman’s läuft man zu 60% auf sandigen Dünenpisten. Aber es gibt auch Sahnestückchen mit schönen Pfaden, vor allem auf dem Fisherman’s Trail. Insgesamt (Kombination Historical + Fisherman’s) dürfte der Single-Trail-Anteil aber unter 10% liegen. Meine Reiseplanung bestand nur aus einem Hinflugticket und einer Übersichtskarte mit Verweisen auf die offziellen PDFs, die ich auf dem Smartphone dabei hatte. Hinkommen ist sehr einfach: Flug nach Lissabon, rote Metro zur Station San Sebastian (30 Minuten), dort 200 Meter zum Decathlon, Gas kaufen. Weiter mit der blauen Linie zum Zoologischen Garten. Dort den Rede-Expressos-Bus nach Santiago do Cacem (2:20 h). Kann man bequem an einem Tag machen und noch einige Kilometer bis zum ersten Camp laufen. Ich habe statt dessen am Donnerstag noch ausführlich Lissabons Winkel erkundet und den Bus erst am nächste Morgen genommen. Am Freitagmittag um 12 Uhr lief in Santiago do Cacem los. Anderthalb Tage lang ging es durch Korkeichenwälder. Da es zuvor 48 mm Regen gab, führte der Weg oft direkt durch das Wasser. Zäune mit Hunden dahinter oder dornige Hecken ließen oft kein Ausweichen zu. Am Abend des zweiten Tages stand ich nach rund 60 Kilometern ich südlich von Porto Covo am Atlantik und baute meinen Poncho im Windschatten des Dünenbewuchses auf. Wild Zelten ist kein Problem für irgend jemand, solange man allseits die üblichen Grundregeln einhält. Fortan reiht sich Bucht an Bucht. Ich habe sicher 100 Störche gesehen. Einige nisten direkt auf den Klippen vor der Küste. Die scheinen also hier zu überwintern und nicht bis nach Afrika zu ziehen. Die Portugiesen sind unglaublich entspannt. Ich habe mehrfach Bars, Restaurants und bei teilweise üblem Wetter/Sturm auch Zimmer genutzt und war meist der einzige Gast. Doch statt das Restaurant zuzusperren heizen sie nur für dich ein, freuen sich sichtlich, wenn es dir schmeckt und zeigen dir Familienfotos oder diskutieren mit dir die Möglichkeiten der Winterrenovation und der Dekoration. Obwohl vielfach südländische Kompromisse zu sehen sind (irgendwas ist immer defekt oder muss renoviert werden), herrscht scheinbar eine grundsätzlich positive Haltung und die gebotene Leistung war immer mehr als ok. Sehr preiswert ist es für deutsche Verhältnisse obendrein. Ich bin eigentlich alle Fisherman’s-Schleifen auch gelaufen, weil das Laufen an der Küste einfach schöner ist. Einige Mal bin ich morgens am Strand entlang gelaufen und ein oder zwei Kilometer später am anderen Ende wieder hoch. Sehr genussvoll! Die letzte Schleife habe ich individuell geändert und mehr Strand eingebaut und den Anschluss variiert. Es ist generell mit einer Topo-App völlig problemlos, dort eine Alternative zu gehen, weil das Hinterland der Küste durchzogen ist mit Dirt Roads. Am Nachmittag des folgenden Freitags kam ich am Kap an, genoss den Abschluss und trampte dann im Sonnenuntergang nach Sarges (Zwischenstop an den Klippen westlich von Sarges empfohlen: Hammerbrandung). Dort aß ich mit einigen Kolumbianern indisch in Portugal und buchte für den nächsten Morgen 6 Uhr den Rückflug Faro > Frankfurt (100 Euro). Nach dem Essen trampte ich weiter nach Faro (ca. 1 h) und nahm für 37 Euro ein sehr ordentliches Zimmer direkt am Flughafen. Zusammenfassend Ich war mit Bordgepäck unterwegs. Das war komplett problemlos und sehr angenehm. Die Zeltstange war aus Carbon und gleichzeitig Tragesystem, die Heringe aus Kunststoff. Ich wurde gründlich gefilzt, aber eigentlich nur, weil ich 6 Lebensmittelpakete im Rucksack hatte. Insgesamt war der Fischerman’s recht schön, der Historical Way jedoch besteht hauptsächlich aus Dirt Road und das fand ich vielfach langweilige „Laufarbeit”. Aber ich laufe ja gern! Die Richtung Nord-Süd fand ich sehr angenehm. Sonne im Gesicht, das Kap als sehr physisches Ziel – das iberische Ende Europas. Kein Industriehorizont, wie er sich in Nordrichtung bietet. (Im Frühjahr und Herbst ist der Trail wg. der Sonne evtl. anders herum sinnvoller.) Das nächste Mal gehe ich ohne Shelter nur mit meiner Hüfttasche und nutze die hübschen, preiswerten Quartiere. Das nächste Mal nehme ich keine Lebensmittel mit, sondern nutze die leckeren, preiswerten Angebote vor Ort. Ich musste mich förmlich zwingen, die mitgebrachten Rationen zu verbrauchen – was mir nur zum Teil gelungen ist. Insbesondere der Kaffee war in allen Bars immer hervorragend und mit 60 Cent viel zu erschwinglich, um ihn auszulassen. Das nächste Mal würde ich wieder nur den Hinflug buchen und frei auf das Ende zu laufen. Das fand ich sehr angenehm. Kein Zeitdruck, keine Abkürzungen oder Flugwartetage notwendig. Einfach laufen, bis man da ist. Die TAP-Flüge ab Faro nach Frankfurt kosten früh gebucht rund 70 bis 80 Euro, kurzfristig gebucht 90 bis 110 Euro. Die Differenz war mir die frühe Festlegung nicht wert. Würde ich den Trail weiterempfehlen? Kommt auf die Erwartungen an. Winterflucht? Ja. Single Trail? Nur Fisherman’s laufen. Wildheit und off-grid? Eher nicht. Einführung des Partners in die Freuden des Wanderns? Warum nicht, man kann die Stimmung ja in jedem Ort mit gutem Essen und preiswerten Quartieren heben, wenn es nicht gut läuft. Technische Daten 3,8 kg Base weight (ohne Gas, Wasser, Lebensmíttel) 3,2 kg Lebensmittel (90% hätte ich auch daheim lassen können.) 7½ Tage gelaufen 1× vom Hund gebissen worden (nicht von dem im Video) 232 km getrackt Wenn ihr Fragen habt, nur zu.
  4. 18 Gefällt mir
    Sakima und ich sind zurzeit recht fleißig...... Wir waren wieder in den Dolomiten und haben eine Rundtour mit zwei Biwaks gemacht. Gestartet sind wir Samstags 19 Uhr vom Dolomitenhof (Bad Moos) aus. Die Stationen: Erstes Biwak war ca. in der Mitte vom Rif. Zsigmondy und der Büllejochhütte - Oberbachernspitze (2677m) - Versuch auf die Schusterplatte (2957m) zu kommen um zu biwakieren - leider nicht geschafft - also zurück zum Sextnerstein (2539) und dort biwakiert - am nächsten Morgen Abstieg zum Dolomitenhof Leider haben wir die Schusterplatte nicht geschafft, die Schlüsselstelle (Rinne) sind wir noch zur Hälfte hoch, aber dann hatte ich mit den Grödeln keinen Halt mehr, da wären Steigeisen mit Frontzacken nicht schlecht gewesen. Aber mit Grödeln war es grenzwertig auch musste ich an Sakima denken, ich hatte keine Lust darauf in ihn hineinzurutschen und event. noch zu verletzen. Das ist für mich persönlich kein Gipfel wert. Event. hätte er auch auf meiner Höhe gestreikt, wenn ich mit Grödeln schon keinen vernünftigen halt mehr habe. Den Gipfel werden wir uns nochmals in der schneefreien Zeit ansehen. Ein paar Bilder noch: Sonnenbad Hier wollten wir die schmale Rinne hoch, rechts wäre für Sakima nicht machbar gewesen oben geht es nochmals links bergauf, danach kommt die "Schlüsselstelle"
  5. 18 Gefällt mir
    So war's wohl mal gedacht ... bitte jetzt hier keinen erneuten Faden für Grundsatzdiskussionen starten! Ich habe mich hier in der Vergangenheit immer über schöne Bilder ohne Diskussion gefreut und würde das auch zukünftig gerne tun... Servus, Jürgen
  6. 14 Gefällt mir
    Hallo an alle ULer, nach langer Zeit des stillen Mitlesenes möchte ich mich heute auch einmal vorstellen. Meine Name ist Christoph. Ich wohne in Dortmund und bin gerade mit dem Studium durch. Während der letzten Jahre bin ich ein paar mal mit Freunden wandern gewesen. Alles mit schwerem Rucksack und das soll ich ändern. Durch das Forum bin ich auf der GR221 gestoßen und wie so viele hier haben mich die Berichte und Bilder gepackt. Der erste UL-Urlaub ist also gebucht. Los gehts am 8. März. Ich bin schon sehr gespannt und auch aufgeregt, denn das wird ein kleines Abenteuer. Ich war noch nie so lange Wandern, noch nie allein Wandern und auch noch nicht mit Tarp und Quilt. Das jetzt so viele Neuerungen auf einen Schlag kommen ist vielleicht nicht ganz optimal, aber das bekomme ich schon hin. Bezüglich der Packliste und auch anderen Fragen wie Hygiene bei Mehrtagestouren werde ich euch sicher in den kommenden Tagen ansprechen. Erstmal muss ich noch die bisherigen GR221 Berichte nach Infos durchsuchen. Besonders gefällt mir auch der MYOG-Bereich. Ich finde es immer super spannend zu sehen was andere Leute basteln und mit wieviel Energie sie ihre Ideen und Projekte umwandeln. Davon hab ich mich anstecken lassen und letztes Wochenende das erste Mal genäht. Herausgekommen ist ein Quick'n Dirty Tarp (1.5 x 3m - 297g) und ein 167er APEX-Quilt mit kleiner Fußbox (770g - was dem weiten Schnitt und dem schweren Tafetta 38g/m^2 geschuldet ist). Ich bin stolz und zufrieden. Die Projekte haben meine Vorfreude nochmal gesteigert. Momentan optimiere ich noch mein Kocher-Setup und plane natürlich fleißig mein bevorstehendes Abenteuer. Für die ganzen Tipps die ich mir bisher hier anlesen konnte möchte ich mich einmal pauschal bedanken. Das ist echt ein tolles Forum hier! =) Grüße aus Dortmund
  7. 14 Gefällt mir
    Soo - nun hat die Jacke ca 1000km wandern und einige Alltagseinsätze hinter sich und hier die ersten Langzeiterfahrungen: Es ist eindeutig eine 3-Season Jacke - und zwar Herbst, Winter und Frühling - für den Sommer ist sie eigentlich zu warm. Shell: Vom PTX Quantum war ich sehr positiv überrascht. Die Jacke hat nach wie vor kein einziges Loch, keinen Riss, keine einzige Naht hat sich aufgezogen, obwohl ich nie zimperlich mir ihr umgegangen wäre. Erstaunlich robust das Zeug! Leichtere Bushwacking-Einsätze hat sie alle tadellos überstanden. Ich habe sie beim Wandern auch öfter direkt auf der Haut (über Tshirt, u.ä.) getragen und sie fühlt sich für so eine Plastiktüte auch ganz angenehm an. Zudem ist es gut schmutzabweisend und lässt sich sehr gut mit etwas Feuchtem abwischen - praktisch unterwegs. Isolierung: APEX 100 hat genau das gemacht, was es sollte. Sehr gute Isolationsleistung. Im Herbst bin ich auch zweimal richtig nass geworden bei ca. 5°C (keine Regenjacke dabei). Da spielt das APEX seine Stärken aus. Sie war irgendwann komplett durchgeweicht und trotz ziemlichem Wind war mir - bei Bewegung - immer warm. Also genau die richtige Wahl für lange Trails, through hikes usw., wo man nur eine Jacke für alle Eventualitäten hat. Komprimierbarkeit: naja. Soll ja angeblich genauso gut sein wie Daune, das kann ich aber nicht unterschreiben. Vor allem hat es ein wesentlich höheres Rückstellvermögen - man bräuchte schon einen ziemlich guten Kompressionssack, um sie überhaupt richtig klein zu bekommen. Hat mich nie gestört, ich habe sie immer so in den Rucksack geworfen zum "Lückenfüllen". Andererseits war genau dieses Rückstellvermögen auch wieder sehr angenehm, wenn ich die Jacke als Kissen verwendet habe - schläft sich fast wie mit einem echten Kissen =) Bisher konnte ich noch praktisch keine Abnahme der Wärmeleistung feststellen - daher freue ich mich auf die nächsten 1000km damit! Der einzige Punkt, den ich ändern würde, wäre der RV. Ich habe im Minimalismuswahn die Abdeckleiste innen hinter dem RV weggelassen. Keine gute Idee, denn da zieht es tatsächlich kalt rein, wenn bei Minusgraden der Wind von vorne kommt. LG Paule
  8. 13 Gefällt mir
    Hab gerade einen neuen Beutel für meinen Toaks 750ml Topf genäht. Ich habe, um ihn auch als Pot Cozy benutzen zu können, 3.2mm EVA mit eingenäht. Das war recht fummelig, ist aber schlussendlich ganz gut geworden: Das Gewicht ist mit 10.1g auch in Ordung, hab gehofft dass ich unter 10g bleibe. Hoffe euch gefällt das Ding, vielleicht hat ja jemand Lust es nachzubauen ... Basti
  9. 13 Gefällt mir
    Zum Jahresausklang 2016 wollte ich noch einen der letzten schönen Tage dazu verwenden, auf dem HW 1 zum Dreifürstenstein bei Hechingen zu bummeln. Immer schön an der Südseite des Killertales entlang, auf der Traufkante 10 km zum Dreifürstenstein und die gleiche Strecke wieder zurück. Es war noch wunderbar warm und schließlich erreichte ich gegen Mittag die Hütte auf dem Dreifürstenstein. Es war eine Menge los. Viele Wanderer und Mountainbiker nutzen die Gunst der Stunde um noch einen schönen Blick auf die Burg Hohenzollern zu werfen. Ich zog mich vor dem Trubel an meinen Lieblingsplatz, einen kleinen, ebenen Fleck am Fuße einer Buche zurück, die etwas zurückversetzt am Rande des Platzes steht. Meine EVA ausgerollt und wohlig den Rücken an den Baumstamm gelehnt, betrachtete ich das Getümmel. Irgendwann packte ich meinen EOE aus um einen Schluck Kakao zu kochen. Mein Interesse wurde plötzlich von einer Dreiergruppe geweckt, die vom Wanderweg „Dreifürstensteig“ heraufkamen. Die Wanderer hielten direkt auf die in meiner Nähe befindliche Grillstelle zu. Zuerst nichts böses dabei denkend, kochte ich weiter auf meinem kleinen Gasbrenner mein Wasser auf, um dann plötzlich ein paar Worte von einem der Wanderer zu erhaschen. „Ein gutes Grillfleisch erhält man nur mit dem richtigen Brennmaterial“ dozierte der etwa 35jährige Mann mit gewichtiger Stimme, seinen beiden Mitwanderern gegenüber, setzte seinen Rucksack ab und förderte einen Sack Eierkohlen (!) aus dem Pack. Ich vergaß meinen köchelnden EOE und schaute mit offenem Mund zu, wie die Mitwanderer Pappteller, Plastiksektgläser und Grillgut auf die Bank vor der gemauerten Grillstelle auftürmten. Der Oberkoch drapierte währenddessen Papier und kleine Aststücke unter die Eierkohlen und zündete das Ganze an. Zweifelnd, ob das Papier und die kleinen Aststücke ausreichen würden, zeitnah die Kohlen zum Glühen zu bringen, schaute ich weiter gebannt zu – wie auch die beiden Mitwanderer, die zwischenzeitlich den Mittagstisch um Servietten und diverse Saucen erweitert hatten. „Fehlt nur noch der Stehgeiger“ dachte ich spöttisch. Der Koch war zwischenzeitlich dazu übergegangen, mit einem Pappteller die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen und wedelte mal hier und mal da, um die Grillstelle herum. Ich erinnerte mich an mein brodelndes Wasser, gab meinen Kakao dazu und rührte genüsslich das Pulver in das Wasser. Einer der Mitwanderer blickte zwischenzeitlich immer mal wieder zu meiner Kochstelle und stellte sich wohl insgeheim vor, dass meine Art zu kochen, wohl auch nicht die Schlechteste sei, war doch der Koch dazu übergegangen auf die Grillstelle zu klettern und mit gespreizten Beinen auf dem Rand jonglierend, wild seinen Pappteller schwingend, dem Feuer Beine zu machen. Schließlich stellte er sich im eher leichten Kohlenrauch prustend, je mit einem Bein links und rechts über die Kohlen und versuchte von oben, wenig erfolgversprechend, das Feuer anzufachen. Der Geruch des Kohlenrauchs weckte Kindheitserinnerungen in mir, waren doch Eierkohlen ein bevorzugtes Wurfgeschoss aller Kinder, wenn die Kohlenzüge an unserem Bahnhof Halt machten. Dezente Hinweise des anderen Mitwanderers, dass man wohl auch mit dürrem Holz ein brauchbares Grillfeuer erhalten könne, wies der Koch empört zurück und dozierte weiter die Vorzüge seiner Eierkohlen. Ich konnte mir darüber ein Grinsen nicht verbergen und die Mitwanderer warteten ergeben weiter das Ergebnis seiner Bemühungen ab. Nachdem ich meinen Kakao in Ruhe getrunken hatte, wusch ich meine Topf mit etwas Wasser aus, baute meinen EOE zusammen, schaute mich noch ein wenig um und schulterte schließlich meinen Huckepack. Mein Blick glitt nochmals zurück zur Grillstelle, wo ein kleinerer weißer Rauchfaden die recht erfolglosen Bemühungen des Eierkohlen-Kochs, das Feuer nennenswert in Gang zu bringen, zeigten. Die Mitwanderer zeigten mit einem resignierten Lächeln in meine Richtung, dass sie mein ungläubiges Kopfschütteln, richtig interpretiert hatten und ich machte mich zurück an die Traufkante. Noch heute gleitet mein Blick unvermittelt nach rechts oben zum Dreifürstenstein, wenn ich mit dem Wagen Richtung Hechingen fahre, ob vielleicht immer noch feine weiße Rauchschwaden über der Kante stehen und die erfolglosen Versuche mit Eierkohlen ein Grillfeuer zu entfachen, anzeigen....
  10. 13 Gefällt mir
    11. Etappe: Áhkká bis Gássaláhko Am Morgen musste ich dringend austreten. Eigentlich quäle ich mich immer bis zum Aufstehen. Da es aber erst kurz nach 4 war, mühte ich mich raus und wurde von einem gigantischen Morgenrot begrüßt. Das letzte Stück im Hang des Áhkká war sehr mühselig - Steil, Gestrüpp und lose Felsbrocken. Wenigstens hatte ich hier meinen ersten und einzigen Elch auf der Tour gesehen. Ich finde die ja voll knuffig und er lugte ulkig von oben über einer Kante hervor. Leider war er schon wieder weg bevor ich noch die Kamera zücken konnte. Für das letzte Stück im Hang, ca. 3-4km, brauchte ich gut 2h und war danach ziemlich k.o. und demotiviert, was auch an der ziemlich kurzen Nacht lag (erst Nordlichter und dann Morgenrot schauen). Am Gássaláhko angekommen wurde ich mit einem wunderschönen Gletscher- und Bergpanorama überrascht. Die Aussicht war einfach der Wahnsinn und hatte die Motivation stark nach oben schnellen lassen. Hach, ich liebe ja solche Landschaften. Sie geben mir das Gefühl fern ab der Zivilisation zu sein, teilweise sogar in einer anderen Welt In meiner Euphorie wünschte ich mir, dass es jetzt noch schneien und stürmen müsste, da es zur Landschaft gepasst hätte. Der Plan war das Gássaláhko zu queren und später auf der westlichen Seite des Guhkesvágge entlang zugehen. Also musste ich mich durch das Seen- und Flüsse-Labyrinth durchkämpfen. Die Seen liegen teilweise in Senken und als ich aus einer größeren wieder heraus bin, musste ich feststellen, dass in der Zwischenzeit die ganze Hochebene in dichten Wolken lag. Kurz darauf fing es auch an zu regnen und zu stürmen, als ob mein Wunsch erhört gewesen wäre. Allerdings fühlte es sich nicht annähernd so romantisch und idyllisch an, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte Irgendwie begann ich wieder hektisch zu werden und etwas zu hasten. So war es nicht verwunderlich, dass ich bei einer sehr einfachen Bachquerung ausrutschte und mich ins Wasser setzte. Somit war der Rucksack (aber durch die Packsäcke zum Glück nicht die Ausrüstung) und ich binnen von Sekunden klitschnass. Na super! Da die Sicht gleich null war, durch das ständige Auf und Ab und das Schlängeln um die Seen, verlor ich die Orientierung und musste zum zweiten Mal auf der Tour den Kompass zur Rate ziehen. Da bisher brauchbare Zeltstellen Mangelware waren, nahm ich dann die erstbeste, die mir über den Weg lief. In der Zwischenzeit hatte der Regen und der Sturm nachgelassen, aber durch die dichten Wolken war es schon sehr früh dunkel.
  11. 13 Gefällt mir
    Gestern auf dem Passwang (CH)
  12. 13 Gefällt mir
    Moin liebe Community! Nach langem Zögern und Zaudern war es nun an der Zeit, mich hier anzumelden. Als stille Mitleserin bin ich bereits geraume Zeit hin und wieder auf eurer Plattform unterwegs. Einige Mitglieder kenne ich bereits von anderen Foren. Ursprünglich komme ich aus einer anderen Ecke der "Outdoorbranche" und zähle mich eher zu den Waldläufern und Bushcraftern. Im Gegensatz zu vielen meiner "Kollegen" weigere ich mich allerdings Rucksäcke mit einem Leergewicht von 3kg zu benutzen und sträube mich nicht gegen die Nutzung von modernen und leichten Materialien Ich liebe das Ursprüngliche, natürliche Materialien und Handarbeit, benutze auf Trekkingtouren allerdings lieber Cubenfiber, Zipperbeutel und Minizahnbürsten. Ihr wisst ja, was ich meine Leichtes Gepäck ist mir unterwegs sehr wichtig, ich verabscheue allerdings "stupid light" Ich gehe so oft, wie möglich in die Natur - mal alleine, mal mit Partner und/oder Freunden. Meine Freizeit und Urlaubsplanung ist generell sehr outdoor- und trekkinglastig. Ansonsten richte ich vierteljährlich den Outdoorstammtisch Rhein-Neckar aus und treibe mich seit vielen Jahren in der Messerszene herum. Ein Laster hat jeder, oder? Soweit von mir, ich freue mich auf die Zeit hier! Bimbi
  13. 12 Gefällt mir
    Ich hänge mich einfach mal hier an den Thread an, weil ich für die Randsparte UL-Angeln keinen eigenen neuen Faden eröffnen möchte. Für den kommenden Familien-Schwedenurlaub habe ich mir ein UL-Angelset zusammengestellt, da wir mit Kind wenig Kilometer und genügend Verweilzeiten an Seen haben werden und auch eine Woche mit dem Kanu unterwegs sind. Vielleicht können wir unsere Trekkingspeisekarte um ein paar kleine Forellen oder Barsche erweitern. Das Set möchte ich hier einmal kurz vorstellen, obwohl ich es erst im kommenden Frühling das erste mal einem Praxistest unterziehen kann. In den Tenkara-Videos halten die Leute ja immer nur die Rute, Schnur und Fliege hoch und meinen: Das wars! Doch der Fisch sollte ja auch gelandet, betäubt, getötet und ausgenommen werden können und so benötigt man auch noch Kescher, Fischtöter und Messer. Folgende Sammlung ist bei mir dabei rausgekommen: Als Gesamtgewicht hat man so 254g für die ganze Ausrüstung. Ganz passabel, wie ich finde Der Kescher ist MYOG aus einem 10mm-Carbonrohrstück, HD-PE-Streifen mit aufgezogenem Netz, festgezurrt mit Kabelbindern über ein wenig Gummi, damit nix verrutscht. Kann recht kompakt zusammengewickelt werden. Der Fischtöter ist einfach eine längere Brausetabletten-Röhre, die dann am Angelort mit Wasser, Sand oder Kies befüllt wird, um das benötigte Gewicht zu erhalten. Das Messer ist ein Buck 135 mit gekürztem Griff und spitz geschliffener Klinge, die Scheide ist aus Kydex selbst gemacht. Die Schnur wird auf eine Filmdose mit Isomattenrand gewickelt. In der Filmdose kann man seine Fliegenköder aufbewahren. Jetzt muss ich mir nur noch ein Stückchen Maßband dazupacken und dann könnte es losgehen
  14. 12 Gefällt mir
    Bin heute gegen Mittag von meinem Tourenski-Winterbiwak zurückgekommen. Bei mir hat sich kurzfristig Zeit ergeben, und so bin ich gestern am Nachmittag um ca. 15:30 Uhr zu einem Biwakplatz, den ich mir bereits vor einiger Zeit einmal angesehen habe, aufgebrochen. Den Platz erreiche ich von Zuhause in etwa 2 Stunden mit den Skiern (habe das Glück, dass ich direkt von Zuhause weggehen kann, ohne ein Fahrzeug zu benötigen). Der Weg ist sehr einfach und ungefährlich, es ging mir eher darum wieder einmal über Nacht rauszukommen und meine Ausrüstung zu testen. Am Biwakplatz auf 1190m Seehöhe angekommen galt es, ihn herzurichten. Als Shelter kam mein OR Helium Bivy zum Einsatz. Als Abendessen gab's klassisches Fertiggericht. Zum Glück hatte ich Streichhölzer als Backup dabei, denn mein Feuerzeug streikte gleich zu Beginn wegen der Kälte und Feuchtigkeit. Die Temperatur lag in der Nacht bei etwa -8°C. Morgens konnte ich den Sonnenaufgang abwarten - in der Sonne erreichte es dann gleich leichte Plusgrade. Die Schneehöhe war ziemlich genau 100cm (die Sonde im Hintergrund ist insgesamt 240cm lang). Beim Frühstück. Meine kürzlich erworbene Adidas Terrex Frost Guard Pants (siehe http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/4682-thermoüberhose-für-universellen-gebrauch/#comment-68927) leistete mir gute Dienste. Über den durchgehenden Reißverschluss war ich sehr froh! Mein Dynafit Speed Expedition 35 - ich mag ihn wegen dem Ski-Tragesystem mit Schlaufe und Haken (Skier können befestigt werden ohne den Rucksack abnehmen zu müssen), und weil er wasserdicht ist und zudem einen praktischen seitlichen Zugang zum Hauptfach hat. Die Ausrüstung habe ich mit etwas Komprimieren untergebracht. Optional hätte ich noch das Deckelfach (8L?) befestigen können, dieses habe ich aber gar nicht benötigt. Mit 836g (Minimalvariante + 2 Gurte) ist er nicht der leichteste, aber für Winter- und vor allem Skitouren praktisch. Zum Gewicht: Basisgewicht: 6708g Verbrauch: 1847g Rucksack gesamt: 8555g Am Körper hatte ich fast noch mal so viel (Skischuhe, Ski, Felle, Stöcke, Helm, LVS-Gerät). Das fällt aber nicht so auf, da man ja "dahingleitet". Die Packliste: Packliste_Tourenski_Winterbiwak.pdf Ich würde gerne beim Basisgewicht noch um ca. 2kg runterkommen. Meine Ideen dazu: - Den schweren alten Schlafsack (Northland Nordkapp mit 800g 80/20-Daune und Gesamtgewicht 1880g) ersetzen -> mögliche Einsparung 800-1000g. - Leichteren Rucksack verwenden, falls die Skier nicht zu tragen sind -> 300g. - Edelstahlbecher gegen Titantasse tauschen -> 40-50g. - Leichtere Kleidung verwenden -> 300-500g ?. - Tourenskiausrüstung -> ist ok, da gäbe es natürlich ständig was neues (und leichteres). - Sicherheitsausrüstung -> gegen neue, leichtere tauschen (Schaufel, Helm, LVS-Gerät) -> 100-200g ? Sonstige Erkenntnisse: - An Kleidung habe ich alles benötigt. Später in der Nacht wurde es im Schlafsack etwas kalt, und ich habe noch die Terrex Primalofthose und die leichte Dauenjacke angezogen. Nur die North Face Hyvent-Jacke blieb übrig, sie diente als Kopfpolster. - Die Innenschuhe der Tourenskischuhe haben gut als Biwakschuhe funktioniert, und waren im Schlafsack bequem und warm. Trotzdem werde ich in Zukunft zusätzlich warme Schlafsocken mitnehmen. - Die Kombination TAR Prolite Plus Small + 4 Segmente Z-Lite war im Bivy etwas fummelig, da die Z-Lite-Segmente gerne verrutschten. - Die Thermosflasche war sehr praktisch zum Aufbewahren von (warmem) Wasser, und kommt bei Minustemperaturen wieder mit. - Das Feuerzeug im Winter am Körper tragen. - Die Heringe kann ich beim Helium Bivy im Winter weglassen. - Bei Overnightern könnte man noch einiges weglassen, ev. kalt essen usw. Man sollte sich halt immer die Frage stellen, wie komfortabel und sicher es mit dem jeweiligen Setup im Winter am Berg ist.
  15. 12 Gefällt mir
    ... wenn Du Deine Ausrüstung in Großbritannien bestellst, weil Du so am schnellsten viele Pfund loswerden kannst.
  16. 10 Gefällt mir
    Inspiriert durch Michas Thread habe ich mich auch mal um meine Trekkingstöcke gekümmert. Die Karrimor x-lite carbon wiegen original ziemlich genau 200g pro Stock. Ich bin jetzt schon ne ganze Weile ohne Schlaufen damit unterwegs, mich hat aber immer das dadurch klaffende Loch in dem ohnehin schon hässlichen Griff gestört. Die Gossamer Gear Griffe sind da die perfekte Alternative. Aber als erstes müssen die original Griffe ja erst mal ab, leider war mit Wasserbad nix zu machen, also habe ich die Teile runtergeschnitten, das war nicht gerade einfach, die Arbeit hat sich aber gelohnt: Das Gewicht ganz ohne Griff ist schonmal sehr vielversprechend: Dann hieß es warten auf sackundpack, heute kamen die neuen Griffe an. Ich musste sie erst ne ganze Ecke weiten bis ich das oberste Segment wenigstens bis auf 2-3 cm in den Griff schieben konnte. Habe dann die den obersten cm des Stockes und die letzten 2-3 cm des Bereiches wo später der Griff hinsoll mit 2 komponentenkleber eingestrichen, das Stocksegment noch ordentlich mit Haarspray besprüht (als Schmiermittel und Klebstoff) und mit viel Kraft den Griff auf seine End-Position gebracht. Die Arbeit hat sich gelohnt, sieht toll aus: Anscheinend sind da gute 2-3 gramm kleber und Haarspray "verbaut" ... Vielleicht wird es ja noch leichter wenn das Haarspray getrocknet ist und das Lösungsmittel weg ist. Aber auch so hat sich der Umbau gelohnt ... Fast 100g gesparrt bei dem paar.
  17. 10 Gefällt mir
    Kleiner overnighter bei Bunyola, gleichzeitig Test für die Hängematte mit Comforter M400 als underquilt, Aegismax Mini als topquilt und (Gott sei Dank, dem DD Tarp. Das Tarp ist natürlich viel zu groß und zu schwer, aber ich wollte sicher trocken bleiben. Ich denk ein 3m x 2m Tarp wäre ideal, nur hab ich das leider nicht... Das 1,5 x 3 m ist schon arg knapp... Aufstieg Richtung Penyal d'Honor Blick vom Gipfel (ca 800m) Richtung Osten, man erkennt Manacor, die zweitgrößte Stadt der Insel. Richtung Westen, irgendwo da müsste der GR221 verlaufen. Abstieg durch den Wald an Köhlerplätzen vorbei... Bis es dann ein Stück weit ein Panoramaweg wird.. ...Der wieder in einen lichten Wald übergeht. Hier find ich endlich auch ein ( schlechtes ) Plätzchen für die Nacht. Relativ windgeschützt mit guten Bäumen, aber Zuwenig Platz für s Tarp auf einer Seite der Hängematte. Ich bleibe trotzdem, die schlechte Seite ist eh in Lee.. Gute Nacht ..Und guten Morgen! Nach gut View Stunden Regen mit etwas Wind weiß ich jetzt, dass ich auch in der Hängematte trocken bleibe, der Aegismax kommt wohl bei ca 6 Grad auch mit Daunenjacke an sein Limit, war aber noch ok. Den underquilt habe ich zu straff aufgehängt, ich glaube damit habe ich den Loft limitiert und deswegen war s dann morgens ein bisschen kühl. Abgesehen von ein paar Schüssen ganz in der Nähe, es ist Jagdsaison, und zwei Reitern die morgens um halb sieben knapp an mir vorbei sind, war es eine sehr angenehme Nacht auf einer sehr schönen Wanderung Packliste sieht etwa so aus: Rucksack Wilsa RAID 650g Comforter 600g Aegismax 420g Hängematte 350g Tarp 700 g Kleinzeug (pegs und schnürrl) 200 g Licht ca 25g Zahnbürste und co (120 g?) (Beinah vergessen.. meine gekürzte zlite durfte als Backup auch mit falls der underquilt nicht funktioniert ) Normale Kleidung und Daunenjacke am Körper, Verpflegung im Rucksack. Hat Spaß gemacht
  18. 10 Gefällt mir
    Habe mich jetzt mal an einem Modell aus 55g Silnylon (ExTex) versucht. Ist ziemlich modular. Das Dach wiegt 303g (Die ganzen Verstärkungen machen ganz schön was her). Die Tür aus 36g Silnylon wiegt 85g und die Bodenwanne aus Chikara bis jetzt 93g, kommt aber noch ein Moskitonetz mit Reißer dran. Mit dem Dach bin ich sehr zufrieden. Geräumig für meine kurzen 173m und sehr stabil und einfach im Aufbau. Das Gewicht will ich gerne noch etwas drosseln, weiß nur noch nicht mit welchem Stoff. Die eingehangene Tür, die nach den Maßen im Papiermodell noch gut gepasst hat, sitzt allerdings total schlabberig. Da muss ich wahrscheinlich alles noch mal auftrennen. Die Tür wird mit der Schnalle hier oben am Dach und mit Knebel und D-Ring am Dach befestigt. Getauft habe ich das ganze "Boofe auf'm Rücken", was ich auf Tyvek geschrieben auf eine Verstärkung genäht habe. Da ging wohl der Stolz mit mir durch.
  19. 10 Gefällt mir
    OT: Oh Mann, es wird Zeit, dass es Frühling wird, und so manch einer wieder öfter rausgeht anstatt vor dem Computer zu sitzen und Threads wie diesen zu befeuern...
  20. 10 Gefällt mir
    Was vor allem daran liegt, dass ich 6 Tage die Woche 12-14h am Tag arbeite Neben der Familie will ich da meistens nur noch schlafen. Ich lese täglich die E-Mails, Meldungen und Beschwerden per PN. In jedem Thread aktiv zu sein ist mir dann aber doch etwas zu viel. Ich gebe aber mein bestes. Heute mache ich mal etwas eher frei und kümmere mich um den Hauptkritikpunkt: Die Nutzungsbedingungen! (Ich kann nicht versprechen, dass sie heute schon online gehen. Aber ich werde zumindest eine Version davon anfertigen.) Ich habe die letzten Wochen ein wenig recherchiert und werde diese komplett überarbeiten. Wenn ihr dann da noch Lücken findet werde ich wohl einen spezialisierten Anwalt daran lassen müssen. OT: Es tut mir leid, wenn einige einige die mit der Ausübung von meiner Tätigkeit als Admin Probleme haben. Ich versuche ständig den goldenen Mittelweg zu gehen und gehe dabei auch viele Kompromisse ein. Genauso tun und taten es die Moderatoren in der Vergangenheit. Ich hoffe, dass wir hier wieder einen Umgangston etablieren können, wie er von den meisten Usern gewünscht ist. Natürlich will hier niemand gegen geltendes Recht verstoßen. Ich am wenigsten! Aber bevor ich die ganze Kiste auf Grund von undurchsichtigem Recht dicht mache, probiere ich erstmal alles nötige aus.
  21. 9 Gefällt mir
    Ein kurzes Update von mir. Da ExTex nicht genügen Cuben liefern konnte, habe ich mich umdisponiert und versucht haben wir zuerst zwei Daunenquilts zu nähen. Wie vielleicht viele hier, habe ich das YouTube Video von Dubber angeschaut und entsprechen geplant (Karo Step). Gekauft habe ich das 27g/qm Ripstop Nylon in zwei Farben, Moskitonetz und 860cuin Daunen von ExTex. Später habe das Youtube Video von Tac Blades gefunden und sein modifiziertes Baffle Design (Chevron) hat mir sehr gut gefallen. Dann haben wir die Baffles entsprechend eingenäht. Da meine Füße schnell frieren, war es für mich klar, daß ich eine Fußbox nähe. Wie man sieht, habe ich für ein rechteckiges Endstück entschieden. Befühlen war es relative einfach, da der Abstand zwischen den Baffles groß ist, und man kommt gut überall hin. Meine Frau hat die Daunen eingefüllt, und ich mit dem Sauger die fliegende Daunen eingesammelt. Ich würde sagen, wir haben dabei wirklich fast nichts verloren. Die Dauen lassen sich sehr einfach verteilen, je nachdem wie man sie braucht. Gewicht ist 215g ohne Daunen, ich habe die ganze Stoffbreite beibehalten, also bei dem Fußbereich nicht verengt und die original Stofflänge bei mir war 220 cm. Mit Dauen müsste es ungefähr 600 g sein. Ausprobieren werden wir die Quilts leider erst Ende März in Mallorca, als wir die GR221 in Angriff nehmen. Inzwischen habe ich Cuben von Zpack bekommen, und jetzt bin ich dran in den kommenden 2-3 Wochen die zwei Bivis und ein Tarp zu nähen. Schöne Grüße, Detre
  22. 9 Gefällt mir
    Hallo, ich hab mal wieder geMYOGt, herausgekommen ist ein silnylon Regenrock mit einem Gewicht von 60.7g Ich habe mir einige Anleitungen und auch Threads hier im Forum angeschaut, die meisten machen ein "offenes Design" mit klett oder Reiser. Ich hab mich für einen "Schlauchrock" entschieden, also einfach hochziehen und dem Gummizug vertrauen. Das obere Maß habe ich so festgelegt dass ich den Rock über den Po bekomme, um am Knie genug freiheit für große Schritte zu haben, habe ich für den unteren Abschluss mit 30cm mehr gerechnet. Dafür habe ich aus dem Silnylon keilförmige Stücke geschnitten und sie alle mit Kappnähten verbunden, oben ein 20mm Gummi eingenäht, die Länge das Gummis habe ich vorher an der Taille festgelegt. hier sieht man eine Verbindungsnaht und das eingerollte Gummi. Passt echt gut und ich kann ordentlich große Schritte machen. Ich bin froh dass ich diese Lösung gewählt habe, auch wenn ich den Rock somit nicht als Tarp-Beak benutzen kann. Ich hoffe euch gefällt er auch. Basti
  23. 9 Gefällt mir
    Diese Notbiwaksäcke eignen sich dafür finde ich nur bedingt. Über einen längernen Zeitraum würde ich die nicht als VBL nutzen wollen. Man kann sie nicht vernüftig schließen. Dadurch schwitze ich die ganze Nacht und bin morgens richtig nass statt leicht klamm. Denn nur wenn er richtig zu ist hat man irgendwann fast 100 % Luftfeuchte im VBL und man hört auf zu schwitzen. Ich habs mit meinem WM Hotsac getestet. Wenn ich den nicht unter den Achseln, oder am Hals zuziehe liege ich morgens richtig im Saft, ist er zu ist alles easy. Ich habe hier auch noch den MH Not Bivi. Material für einen Vergleichstest wäre also vorhanden. Im Bushcraft Forum gibts auch einen netten Faden zum Thema VBL. https://www.bushcraft-deutschland.de/thread/16038-schlafen-auf-wintertouren-vbl-vapor-barrier-liner/?pageNo=1 EDIT: Achja, damit das nicht völlig OT ist. Hier noch ein paar Bilder vom Wochenende im Harz. Wir sind am Freitag Abend via Eckerlochsteig auf den Brocken zum Sterne gucken. Es war wolkenlos. Dann gings weiter zum Pennplatz. Da kein Niederschlag zu erwarten war einigten wir uns auf Cowboy Camping. Nur @Konradsky hängte sich mit seiner coolen Hammock ins Gebüsch und testete seinen neuen Quilt. Samstag gings noch ins Selketal, aber da haben wir ganz luxuriös an der Jagdhütte eines Bekannten Grünkohl und Veggietopf überm Feuer gekocht und haben die Nacht vorm Ofen bei 30 Grad geklönt und ein paar Geburtstag Bierchen getrunken. Eckerlochsteig. Na wer guckt denn da übern Berg? Sonnenaufgang von einer Klippe aus geknipst. Pennplatz am Morgen. @Konradsky steckt fest. Teilweise wären Schneeschuhe auf dem Weg schon schön gewesen. Gerade der Weg zum Schlafplatz war kaum frequentiert und daher waren die Beine oft bis zum Knie oder auch weiter im Schnee versunken. Samstag beim Kochen. Gänzlich nicht UL, so ein Emaille und Gußeisen Potje, aber lecker wars.
  24. 9 Gefällt mir
    Hallo liebe ULer, die letzten Wochen gingen mir die wirklich wichtigen Themen der Welt durch den Kopf, nämlich die Frage des Topfständers ("potstand"). Das Ergebnis meiner Überlegungen besteht aus Titan-Draht und sieht wie folgt aus: Da ich Titan-Draht mit Hausmitteln nicht löten oder schweißen kann, wurde das also nur gebogen und an den Verbindungsstellen mit dünnerem Draht umrödelt. Gewicht: 4 g ! Mein vorheriger Topfständer bestand aus Fahrradspeichen und sah so aus: Diese Konstruktion war wesentlich kippeliger (hatte immer Angst, dass der Topf links oder rechts herunter fällt) und wog satte 15 g - das ließ sich ja kaum schleppen :-))) Mein komplettes Kochset sieht jetzt wie folgt aus und wiegt insgesamt... ... nur 127 g ! Wer den Topfständer nachbauen will: Habe Draht in Grade 5, Stärke 1,2 mm und 0,3 mm von titanwerk.de gekauft. Der ließ sich recht gut in die auf dem Foto ersichtliche Form biegen. In diesem Sinne: Immer leichtes Gepäck und flotten Schrittes voran! Grüße, waldradler
  25. 9 Gefällt mir
    Das Thema wurde schon häufiger hier besprochen. Es gibt eine Effizienzgrenze von (ich glaube) ca 10 Tagen, ab denen Gas aufgrund des höheren Brennwerts pro Gewicht "leichter" wird. Es gibt aber generell immer mehrere Faktoren mit zu betrachten: Pro Gas: einfach in der Handhabung regulierbar/ abschaltbar Contra Gas: Leerer Kanister muss getragen werden nicht überall verfügbar höheres Basisgewicht (Kocher + Kanister) schwierig abzuschätzen, wie viel Rest-Brennstoff noch übrig ist, so dass ggf zwei Kartuschen getragen werden müssen Mechanische Teile können kaputt gehen und sind kaum selbst reparierbar teure Kartuschen Pro Spiritus: leichteres Basisgewicht (Kocher + Plastikflasche für Sprit) jederzeit sichtbar, wie viel Brennstoff verfügbar ist beim Nachkaufen kann die Flasche einfach nachgefüllt werden In vielen Orten einfacher erhältlich (Apoteken, Baumärkte, Tankstellen, Autowerkstätten) idR sehr billig keine Mechanik, also weniger Fehleranfällig Im unwahrscheinlichen Falle eines Defekts kann der Kocher jederzeit mit einfachsten Mitteln (Aludose + Messer/ Schere) neu gebaut werden Bei kürzeren Touren kann exakt die benötigte Menge Spiritus mitgeführt werden, so dass kein unnötiger Brennstoff mitgetragen werden muss bzw man sich Sorgen machen muss, dass es nicht reicht Contra Spiritus: etwas schwierigere Handhabung/ Kann nicht reguliert werden Kann bei Höhe & Kälte schlechter funktionieren als Gas (auch wenn ich das Problem noch nicht hatte - auch über 3000m nicht) Nur als grobe Übersicht, ich hab wahrscheinlich noch die ein oder andere Sache vergessen.. Prinzipiell muss jeder selbst abwägen, was auf welcher Tour am meisten Sinn macht. Vor allem die Dauer der einzelnen Abschnitte zwischen Ortschaften mit Nachschubmöglichkeiten und die generelle Verfügbarkeit der Brennstoffe sind hier wahrscheinlich der größte Faktor. Edit: Dosenkocher brauchen nicht zwingend einen Topfständer. Klassische Gegenbeispiele sind die Catfood-Stoves ("Fancy Feast") oder die Groove-Stove Varianten, bei denen der Topf direkt auf dem Kocher steht. Diese beiden sind auch von der Konstruktion die einfachsten und haben sich seit Jahren bewährt. schöne Grüße Micha
  26. 9 Gefällt mir
    Mir persönlich ist der Ton in einem Forum, für das ich gerade stehen muss aber wichtig. Wenn sich der Ton halt nicht durch Moderation (löschen, bearbeiten, bannen) regulieren lässt, dann wird die ganze Kiste halt irgendwann dicht gemacht und es gibt ein geschlossenes Forum, wo nur User eingelassen werden, die die gleichen Werte unterstützen. Das wäre zwar schade für alle Neuen und Interessenten, da ein Zugang viel schwieriger würde, aber ich könnte wieder ruhigen Gewissens schlafen.
  27. 9 Gefällt mir
    Erledigt, s. Bitte hier wieder BTT. Dennis hat diesen Beitrag moderiert: Ich habe nun zusätzlich die "Trollkriege" hier ausgeblendet. Provoziert wird hier oft in beide Richtungen und man kann da durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Aber wir sollten nicht Sharas Thread dafür missbrauchen. LG Dennis
  28. 9 Gefällt mir
    8. Etappe: Skárjá bis zum Niják „Super Nacht“, so beginnt der Tagebucheintrag für diesen Tag. Auch der Morgen begann sehr vielversprechend, denn die Wolken zogen von Dannen und hinter dem Zelt kam strahlend blauer Himmel zum Vorschein. Das Laufen viel mir echt schwer, so dass ich mehr gehumpelt als gelaufen bin. Eigentlich hatte ich überlegt ins Rapadalen zu gehen, aber in Anbetracht der Schmerzen hielt ich eine Pause als angebracht. Da ich keine Lust hatte den ganzen Tag im Zelt zu liegen, beschloss ich nach Kisurisstugan, einer Hütte auf dem Padjelantaleden, zu gehen. Der Gedanke hierbei war auch, dass ich von da aus ruckizucki in Ritsem sein kann, falls es mit dem Fuß gar nicht mehr gehen sollte. Also brach ich auf ins Ruohtesvágge. Nach nur wenigen Metern tauchte vor mir die Schutzhütte mit dem Plumpsklo und der Brücke auf, die ich am letzten Abend noch unterhalb von meinem Schlafplatz vermutet hatte. Hier standen vier Zelte und ich schnackte kurz mit einem Deutschen und zog dann weiter. Was mir zunehmend negativ auffiel und tierisch aufgeregt hatte, dass eine Menge Müll rumlag. Kurz nach dem ich zwei Wanderern begegnet bin, hatte ich eine große und schwere Supermarktplastiktüte mitten auf dem Weg gefunden. Die Tüte lag offensichtlich schon ein paar Tage dort und die Spuren der beiden Wanderer gingen direkt vorbei. Auch andere müssen da schon vorbei sein. Ich verstehe nicht warum man solch eine schwere Plastiktüte mitnimmt und warum sie keiner aufgehoben hatte. Ich kann so etwas auch absolut nicht liegen lassen, so dass sich mit der Zeit ordentlich Müll im Rucksack sammelte. Aber zurück zu den erfreulichen Dingen. Kurz hinter der Plastiktüte kamen unten auf dem Fluss drei Packrafter vorbeigetrieben. Das sah echt spaßig aus und ich könnte mir vorstellen das auch mal zu machen. (Man beachte die drei kleinen bunten Punkte rechts unten auf dem Fluss.) Die Lichtstimmung an diesem Tag war einfach toll, ich kam kaum zum wegpacken der Kamera. Schon von weiten hatte ich einen weiteren Wanderer auch mich zudüsen sehen. An der Furtstelle des Flusses trafen wir aufeinander. Ich grüßte ihn von meiner Seite aus, aber er zeigte null Reaktion. Er war mit ordentlich Gepäck unterwegs und tauschte vor der Furt die Hosen und zog Gamaschen an. Ich hatte, wie immer, nur kurz die Regenhosen hochgerollt und bin schnurstracks durch. Ich grüßte nochmal kurz auf der anderen Seite, als er immer noch am Hose wechseln war und vernahm irgendwie einen leicht irritieren Blick. Kurz danach machte ich einen Fotostopp und sah dabei, dass er jetzt auf der anderen Seite war und wieder die Hosen wechselte und mir nachblickte. Ich bildete mir ein, als würde er meine Leichtigkeit beneiden. Aber vielleicht dachte er auch nur‚was für‘n Arsch Direkt nach der Furt bemerkte ich, dass der stechende Schmerz weg war und sollte in dieser Form auch nicht mehr wiederkommen. Jetzt war es „nur“ noch ein dumpfer Schmerz und es entwickelte sich zu einer Sehnenschneideentzündung (zumindest die Symptome deuteten darauf). Ach diese alte Rentierzüchterhütte. Die war ebenfalls ein gutes Beispiel für grenzenlosen Idiotismus. Vor der Hütte stand eine Tonne, die als Mülleimer genutzt wurde. Der Müll quoll schon raus und lag auch schon daneben. Was denken sich die Leute? ‚Ach schön ein voller Mülleimer. Da kommt ja bestimmt gleich die Müllabfuhr. Da kann ich ja meinen Müll noch reinpressen …‘ Bei mir herrscht auch deshalb Unverständnis, da wir hier nicht in Berlin Wedding sind, sondern im Sarek. Da würde ich doch erwarten, dass die Leute, die hier unterwegs sind, Naturliebhaber sind und es für selbstverständlich erachten ihren mitgebrachten Müll wieder mitzunehmen. Ach, ich könnte mich hier noch ewig weiter aufregen, aber mache mal mit der wunderschönen Lichtstimmung und meinem persönlichen Lieblingsbild von der Tour weiter: Leider ist es unscharf geworden. Das ist mir bei der Sony oft aufgefallen, dass zum einen der Fokus sehr langsam ist und dass der Fokus hin und wieder mal danebenlag. Insbesondere wenn es schnell gehen musste. Wie in dieser Situation, da bleibt nicht viel Zeit. Man muss ja erst die Kamera rausholen, einschalten, Bildausschnitt wählen und schnell Abdrücken. Für ein zweites Foto hatte es nicht mehr gereicht, da war das Rentier schon weg. Eigentlich wollte ich ja noch bis zur Hütte auf dem Padjelantaleden, aber ich war die erste Hälfte des Tages einfach zu langsam unterwegs und irgendwie war ich völlig erschöpft. So musste ich hier nächtigen und die schöne Aussicht genießen.
  29. 8 Gefällt mir
    Moin !!! Nachdem ich hier ohne Anmeldung schon viel gelesen und Informationen gesammelt habe, ist es doch mal an der Zeit für eine Anmeldung und ein klein wenig beizutragen. Also hier mein erstes größeres Nähprojekt: Da ich in Schlafsäcken als reiner Seitenschläfer doch immer ein wenig beengt schlafe, denke ich, dass ein Quilt für mich optimal ist. Eingesetzt wird er dieses als Deckenersatz im Sommer-Familien-Bus-Roadtrip quer durch Norwegen und Schweden und Ende August auf einer Packrafting Tour durch das Rogen Gebiet. Eigentlich sollten es 2 Lagen 100er Apex sein, aber das war nicht lieferbar und so ist es einmal 167er geworden. Der Test wird zeigen, ob ich bis in den angepeilten Grenzbereich von etwa 0° damit klar komme. Material: 167er Apex Taffeta 20den 38g/m² Ripstop Fallschirmseide 40g/m² Polyester Kordel 3mm Tanka Hosengummi Kam Snaps Der Schnitt ist ein Rechteck von 130cm x 195cm Die Fussbox wird unten mit einer Kordel und Tanka geschlossen und mit Kam Snaps auf die gewünschte Länge Gebracht. Noch ein Snap zum Umschlagen, damit es auch wirklich dicht wird. Die Kordel ist auf dem Bild übrigens nicht ganz zugezogen. Die Befestigung an der Matte habe ich mit Hosengummis und den Snaps gelöst. Wahrscheinlich kommt noch ein drittes Gummi im Schulter Bereich dazu, aber wird es nach ein paar Probe Nächten entschieden. Auf jeden Fall scheint die Konstruktion optimal zu funktionieren und ich behalte die Komplette Bewegungsfreiheit. Verpackt in einen MYOG-TPU Sack ergiebt das: Wobei der Sacke 126g wiegt, was natürlich nicht ganz wenig ist, aber dafür ist er auch 110% wasserdicht. Beim Packraften eine absolute Notwendigkeit. Bin eigentlich ganz zufrieden und sehr gespannt wie die ersten Nächte werden, aber vorher muss noch eine neue Isomatte her. Das ist aber ein anderes Thema und kriegt nen eigenen Thread. Danke für das tolle Forum hat mir so einiges an Inspiration gegeben. liebe Grüße und bis demnächst Jan
  30. 8 Gefällt mir
    Hallo zusammen! Nachdem ich schon einige Zeit immer mal wieder hier mitlese, möchte ich mein eben beendetes MYOG-Projekt zum Anlass nehmen, auch mal was zu posten. Nach einigen Kleinigkeiten wie Regenrock und Silnylon-Packsack habe ich mich mal an ein "Tarp" gewagt. Wie auf den Bildern zu sehen, habe ich viel geklaut, allen voran einem alten Projekt, das 2008 hier im Forum gepostet wurde. Ein bisschen Tarptent ist drin, ein bisschen Golite Lair... Das Moskitonetz vorne lässt sich mittig mit einem RV teilen, hinten gibts ein Fenster, das bei Schlechtwetter mit Klettband zugemacht werden kann. Eigentlich sollte es von innen verschließbar sein, aber wenn man zu blöd ist, das Teil richtig rum anzunähen, muss jetzt halt einer bei Regen aufstehen und außenrum laufen So ganz zufrieden bin ich nicht, da die meisten Nähte eher so aussehen, als hätte sie ein betrunkenes Baby genäht. Leider habe ich auch die Apsis vergeigt, sie lässt sich nicht wie geplant 60 cm nach vorne aufspannen. Eigentlich sollte das Ding in ein paar Wochen auf dem PCT zum Einsatz kommen, aber ggf. greife ich dafür doch auf ein vertrauenswürdigeres Produkt von Tarptent zurück. Das Tarp ist für 2 Leute gedacht und ist vorne 150 cm breit. Da ich das schwerere 40den SilNylon von ExTex genommen habe, wiegt das Oberteil 515 g. Die Bodenplane ist der Nylon-Zeltboden von ExTex (90 g/qm) und wiegt leider auch noch mal über 280 g... vielleicht kommt da noch was Leichteres her. Ich hätte noch TPU-beschichtetes Ripstop Nylon mit 40den da, meint ihr das taugt auf die Dauer als Bodenplane? Grüße Sebastian
  31. 8 Gefällt mir
    Da schließe ich mich an. Ich habe aus Naivität den Schredd angeklickt und wende mich mit Grausen wieder ab. Kleinkrieg ist öde und interessiert mich nicht wirklich.
  32. 8 Gefällt mir
    Eins will ich noch loswerden. Wenn uns dieses Forum etwas gelehrt hat, dann das 100g Einsparungen total Kiki sind im Vergleich zu der Anteilnahme, die hier durch den schweren Schicksalsjagd von LB ergeben hat. Für sich stehend und individuell gesehen ist beides wichtig. Nur eben nicht im Vergleich. Und das sehr viele hier so denken, konnte man sehen. Viele wissen, was wirklich zählt. Was aber völlig beschämend ist ist dieses gezielte Triezen, diese Eindimensionalität gehenüber anderen Vorstellungen. Das kennt man ja auch von Diktatoren. Ich bin kein ULer per Definition. Aber ich respektiere soweit, dass es Menschen gibt, denen das wichtig ist. Und ich hab hier viel gelernt. Auch wenn ich nicht mit allem übereinstimme. Also habt weiter Spaß und möglichst wenig verbissen.
  33. 7 Gefällt mir
    Zwiebel: Wenn Du unter den Zeltboden Polycro legst, dann ist doch eins von beidem über, oder? (In diesem Forum zumindest ) Es ist imo die Frage wofür man den Zeltboden verwendet oder ansieht. Mich persönlich stört es auch nicht, wenn eventuell mal ein Bisschen Feuchtigkeit durchkommt, aus mehreren Gründen. Vorrangig ist der Boden für mich Schutz gegen Dreck, Kleinzeug, und eine "Aufräum-Organisations-Komfort-Geschichte". Die Situationen, in denen ich wirklich mal quasi in der Pfütze schlafen musste sind- äääh- noch nie vorgekommen. Bekannte sind in Schottland komplett abgesoffen und auf der Pustefixmatte herumgeschippert, ich hatte wohl den besseren Schlafplatz gewählt. Und die Menge Wasser, die von feuchtem Gras oder ähnlichem durchdrückt, ist bei den meisten "nicht dichten" Materialien wie Silnylon, Tyvek etc. bei mir immer zu vernachlässigen gewesen. Oft bin ich mir nicht einmal sicher, ob es nicht doch Kondensbildung unter der Isomatte war... Imo wieder keine pauschal zu beantwortende Frage. Es gibt Situationen, in denen eine fette Wassersäule hilfreich ist, auch wenn diese imo weitaus seltener vorkommen als vom "trekking-mainstream" und diversen Werbeagenturen propagiert. Edith: Wenn ich so darüber nachdenke- es ist schon nachvollziehbar warum sich solche Legenden wie "unter 10.000mm fürn floor und 1.500mm fürs fly geht garnix" halten. Wenn ich als Verkäufer jemanden für eine Beratung an der Strippe habe, dann merke ich oft ganz schnell, dass lange und komplizierte Erklärungen nicht gewünscht sind. Für die wenigsten gilt: Lieber eine schwere Erklärung als ein schwerer Rucksack
  34. 7 Gefällt mir
    Also ich hab mir letztes Jahr vorm PCT aus genau dem gleichen Grund die Windhose selbst genäht. Es war mein allererstes Nähprojekt, ich hatte nie zuvor eine Nähmaschine angefasst. Hab mir die von meiner Mutter geliehen, einen Schnitt (nichtmal nötig), ein bisschen PTX und Nadel und Faden bei Extex bestellt. Einfach loslegen. Es ist echt einfacher als gedacht. Herausgekommen ist eine Hose für ~20€/56g. Es muss ja nicht schön aussehen, nur funktionieren und das hat sie. Ich war sehr positiv überrascht. Übrigens fühlt man sich auch ziemlich stolz wenigstens ein selbstgemachtes Teil dabei zu haben Kleine Motivationsrede für MYOG LG Jan Sent from my SM-G800F using Tapatalk
  35. 7 Gefällt mir
    Servus Senioren! Anscheinend tummeln sich hier ja einige, die schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben. Und wahrscheinlich haben die auch alle das gleiche Problem: Zu kurze Arme beim Lesen der Wanderkarte oder Bedienen von Smartphone oder Digicam. Ich hab mir mal drei ultraleichte Lesebrillen angeschaut (Gewicht zwischen 4 und 7 Gramm). Alle drei lassen sich auch nutzen, wenn Ihr bereits eine Sonnen- oder Gletscherbrille augesetzt habt. Mehr dazu hier: Leichte Lesebrillen für Wanderer Bis dann ... Stefan
  36. 7 Gefällt mir
    Eben auf reddit gesehen. https://www.reddit.com/r/Ultralight/comments/5row67/first_world_ultralight_problems/?st=IYPSUF4K&sh=4d534c72
  37. 7 Gefällt mir
    ... wenn Du Dich als Astronaut bewirbst, weil Du mal eine Tour mit null Gewicht machen möchtest.
  38. 7 Gefällt mir
    Da hast du aber sehr großzügig gerundet. Fakt ist, der Heizwert einer Gaskartuschenmischung liegt 70-80% über dem von Spiritus (ja nachdem welche Kartusche und welchen Spiritus du verwendest). Also du solltest besser so rechnen: 100 g Gas entspricht etwa 175 g Spiritus --> Gas ist weiterhin im Vorteil, Faktor 1,75 Das ist aber nur die Nettobetrachtung, also Brennstoff ohne Behälter. Rechnest du den Behälter mit rein, sieht die Sache schnell anders aus. Z.B. die kleine Kartusche von Primus Power Gas: Gewicht der Füllung: 100gBruttogewicht: 198g Für Spiritus hingegen findest du problemlos stabile PET-Flaschen, die 10% (oder weniger) vom Inhalt wiegen, sagen wir hier mal 20 g. Dann sieht die Bruttorechnung so aus: 198 g Gas entspricht 195 g Spiritus --> es steht unentschieden, Faktor 1 Bei der Betrachtung wurde implizit unterstellt, dass du genauso viel Gas mit dir rumträgst, wie du auch tatsächlich brauchst. Das trifft leider nur selten zu. Dumm wirds z.B., wenn du auf einer 3-Tage Wanderung nur 45 g Gas brauchst. Das entspräche (45 g * 1,75 =) 79 g Spiritus = 100 ml Spiritus. Plus 10 g Verpackung. Dann sieht die Rechnung nämlich so aus: 1. Tag: 198 g Gas entspricht 89 g Spiritus --> hoppla, Faktor 0,45 2. Tag: 183 g Gas entspricht 63 g Spritus --> oh la la, Faktor 0,34 3. Tag: 168 g Gas entspricht 36 g Spiritus --> potz blitz, Faktor 0,21 Heimweg: 153 g Gas entspricht 10 g Spiritus --> heiligs Blechle, Faktor 0,07 Hinzu kommt, dass Gasbrenner in aller Regel mehr wiegen als Spiritusbrenner. Ich habe zudem den Eindruck (den ich leider nicht mit harten Fakten unterlegen kann), dass der Wirkungsgrad draußen in der tatsächlichen Anwendung bei Spirituskochern höher liegt, als bei Gaskochern. Nur mein Eindruck.
  39. 7 Gefällt mir
    10. Etappe: Kisurisstugan bis zum Áhkká Oh Gott, verschlafen! 10Uhr! Ich springe auf und packe hektisch alles zusammen. Nebenbei sende ich noch eine bereits vorgefertigte Geburtstags-SMS an meine Mutter ab. Dabei sehe ich, dass der DeLorme erst 8 Uhr anzeigt, also drei Stunden früher (auf meiner Armbanduhr war es bereits um 11Uhr). Puh! Dann bin ich ja zufällig doch wie geplant um 7 Uhr aufgestanden und war voll im Zeitplan. In der letzten Nacht hatte ich den Alarm gestellt, um zu schauen ob es Nordlichter gibt. Beim Versuch im Dunklen den Alarm abzustellen, hatte ich vermutlich die Uhrzeit verstellt. Bein und Hand waren unverändert, hatte aber keine Lust noch einen weiteren Tag da rumzuhängen. Außerdem wollte ich keinen weiteren Tag verschenken und etwas von der fantastischen Landschaft verpassen. Der Padjelantaleden lief sich super und ich fand das Stück, was ich gelaufen bin, echt schön. Auf dem Weg lag immer wieder, teilweise gar frische, Bärenkacke. Gesehen habe ich aber leider keinen. (Ich glaube, dass das eine Bärentatze ist, oder was meint ihr?) Der Plan war vom Padjelantaleden aus den Áhkká zu umrunden und über das Gássaláhko dann ins Guhkesvágge zu gehen. Leider bog ich etwas zu früh ab und musste ein sehr tiefes Sumpfgebiet queren. Ich kam nur sehr langsam voran und musste immer mit dem Stock bei jedem Schritt testen, wie tief es hinab geht. Stellenweise konnte man den Stock bis zum Griff ins Wasser stecken, ohne dass er den Boden berührte. Ich versuchte mich etwas höher in den Hang des Áhkká zu schlagen. Hier stand nicht mehr ganz so viel Wasser, aber dafür umso mehr dichtes Gestrüpp, Schlamm und überwucherte Felsbrocken. Da ich ja von den ersten Tagen der Tour gelernt hatte, bin ich besonnen und langsam durch diesen Abschnitt. Allerdings ging es mit meinen Leiden auch kaum schneller Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich endlich festen und leichter begehbaren Untergrund. Da das Gássaláhko ja auf ca. 900m liegt, entschloss ich mich oben im Hand zu bleiben und den Áhkká ebenfalls auf ungefähr dieser Höhe zu umrunden. Leider blieb der „Weg“ nicht lange so gut. Schon bald wurde der Hang steil und war überwuchert mit viel Gestrüpp und Gestein. Aber das störte mich nicht allzu sehr, da die Aussicht einfach fantastisch war. Da der Weg etwas mühselig war, hatte ich es leider nicht mehr zum Gássaláhko geschafft und nächtigte am Hang des Áhkká. Dafür wurde ich mit einer herrlichen Aussicht und später mit ein paar schwachen Nordlichterchen belohnt. (Die Lichter links sind Ritsem) Die größte Belohnung sollte jedoch am nächsten Morgen folgen.
  40. 7 Gefällt mir
    Hi UL-Folks, ich habe mich mal an den Bau eines Wanderstabes aus CFK-Rohren gewagt. Inspiriert vom Z-Packs-Stab habe ich einen ähnlichen Stab entworfen, der aus vier ineinander steckbaren Elementen besteht. Da ein Wanderstab schon etwas anders eingesetzt wird als normale Trekkingstöcke, wollte ich erstmal nicht zu viele Euros in dem Projekt versenken, falls es doch nicht mein Ding ist. Meine Vorversuche mit einem Holzstab waren aber schon mal nicht schlecht. Insbesondere bei steil abfallendem Gelände oder beim Überspringen von Gräben finde ich einen einzelnen stabilen langen Stab vorteilhaft. Die Kosten für passende CFK-Rohre sind mit ca. 50 € pro Meter recht hoch und da meist die Rohre in 1m oder 2m Stücken verkauft werden, landet man schnell bei 150€ Materialkosten und hat viel Verschnitt. In den Restposten eines Händlers habe ich dann aber brauchbare Rohrstücke zum passablen Preis gefunden: Ein 139cm langes Rohr mit 25mm Durchmesser und 1,5 mm Wandstärke mit UD-Carbonfasern in Längsrichtung, die mit 90° Glasfasern gestützt werden. Und ein ca. 48cm langes Rohr mit 22mm Durchmesser und 2mm Wandstärke mit 0°/90°-Carbongewebe. Das Hauptrohr mit 25mm Durchmesser habe ich in 20, 30, 50 und 39 cm eingeteilt. Das 39cm-Stück wird mit dem 22er Rohr auf 50cm verlängert und dient zur Aufnahme der Spitze. So kann der Stab auf die Längen 50cm, 1m, 1,2m, 1,3m und 1,5m kombiniert werden. 1,2m brauche ich für mein Tarptent. Hier die zugeschnittenen Halbzeuge: Den Spitzeneinsatz aus Aluminium habe ich an meiner Standbohrmaschine mit einer Feile gedreht. In die 20cm, 30cm und 50cm Stücke werden je 6cm vom 22er Rohr zur Hälfte als Verbindungselemente mit Uhu Endfest eingelkebt, ebenso die Aluspitze. Die Enden der hauptsächlich aus UD-Fasern bestehenden Rohrenden habe ich nochmal mit harzgetränkten CFK-Fasern umwickelt, um ein Aufspalten bei Biegebelastung zu verhindern. Dieser Schritt ist natürlich unnötig, wenn man CFK-Rohre mit 0°/90°-Wicklung nimmt. Die Aluminiumspitze hat eine durchgehende dünne Bohrung und eine M6-Sacklochbohrung. So kann die Schnur (1,5mm gemantelte Dyneema), die die Segmente am Auseinanderfallen hindert, mit einem Knoten versehen eingezogen werden. Als Verschleißspitze kommt ein Stück M6 Edelstahlgewindestange zum Einsatz, das per Mutter gekontert wird. Fest. Am anderen Ende des Stabes wird die Schnur einfach mit einer Stuhlfußkappe aus dem Baumarkt festgeklemmt. Der komplette Stab. Die Stabilität ist top, ich kann dem Stab meine 88kg in Hochsprung-Manier zumuten. Das Gesamtgewicht ist mit 357g nicht so leicht geworden, wie gehofft (ein Paar Fizan Compact liegt in der gleichen Größenordnung). Dies liegt aber daran, dass ich mit den Restposten-Rohren nicht das Optimum erreichen konnte. Je nach Körpergewicht des Besitzers würden 1-1,25mm Wandstärke für die Hauptrohre und Verbindungsstücke ausreichen, wenn man eine bessere Faserlage hat (80 % der Fasern unidirektional, 20 % der Fasern Leinwand-Decklage). So wären denke ich deutlich unter 300g machbar, vielleicht sogar 250g. Ein richtiger Praxistest steht noch aus. Leider bin ich die nächsten Wochen wegen einer OP an der Schulter gehandicapt und ich muss Geduld haben...
  41. 7 Gefällt mir
    Schade, konstruktive UL Kritik, d.h. wirklich zum Thema Outdoor, hätte mich interessiert, eine kostenlose Jura Laienberatung eher weniger.......
  42. 7 Gefällt mir
    Oder anders - ist diese Frage eine Beantwortung überhaupt wert? Ich weiß generell nicht, warum man hier ein Fass nach dem anderen aufmachen muss und warum immer dieselben Streithähne daran beteiligt sind vor dem immer gleichen Hintergrund UL vs. UH die gleichen Gespräche mit anderen Formulierungen in der Endlosschleife abzuspulen. Das macht doch niemanden der Beteiligten froh, oder?
  43. 7 Gefällt mir
    Mit Schneeschuhen ein Stück auf dem Uplandsteig Den Uplandsteig hatte ich mir vorgenommen. 64 km, regelmäßig auf und ab, abwechselnd auf Forstwegen und schmalen Pfaden, diesmal zusätzlich mit ca. 50-70 cm Pulverschnee auf nicht geräumten Strecken aufgefüllt. Den erhöhten Kraftaufwand, der sich durch das Gehen mit Schneeschuhen ergibt, habe ich vollkommen unterschätzt ! Bisher war ich immer einige wenige Stunden im gemäßigt alpinen Gelände unterwegs, so dass meist "nur" Steigung und Abstieg zu überwinden war. Mit Schneeschuhen "Strecke machen" war für mich eine neue Erfahrung. So musste ich meinen km/h-Stunde Richtwert von 4,5 auf gut die Hälfte reduzieren, was die komplette Begehung des Uplandsteiges für mich unmöglich machte. Ich spürte Muskelpartien, die mir bisher nicht bekannt waren, obwohl ich mich für recht fit halte. Kaum hatte ich mich von diesem Ziel verabschiedet, ging es mir besser. Ich konnte die Landschaft genießen, schlug recht früh mein Lager auf und genoss den Abend bei Tee, Stulle, Sterne und e-book. Nach gutem Schlaf unterm Tarp (hätte ich bei dem sicheren Wetter auch weglassen können, - weiß ich für's nächste Mal) bot sich am folgenden Morgen das Naturschauspiel des Sonnenaufgangs, dass für mich immer wieder beeindruckend ist. Den nächsten Tag bestritt ich wieder fast vollständig auf Schneeschuhen. Es ging durch herrlich weiße Landschaften, an vereisten Bächen vorbei, hügelauf und -ab durch verschneite Wälder. Auch diesmal war ich nach ca. fünf Stunden ziemlich fertig. Da ich seit dem Vortag auf Genuss geschaltet habe, reichte es mir für heute. Um mich nicht weiter zu verausgaben, hätte ich bereits um 15 Uhr mein Lager herrichten müssen, was wiederum die Frage aufwarf, wie ich mich bis zum Abend so lange warm halten sollte (ohne zu laufen). Also machte ich mich zur nächsten Straße, trampte zu meinem Auto zurück, fuhr nach Hause und nun sitze ich hier mit Tee, Stulle, Notebook und warmen Füßen, - aber ohne Sternenhimmel . ... der nächste Uplandsteig-Besuch kommt bestimmt, - aber dann ohne so viel Schnee und ohne Schneeschuhe.
  44. 7 Gefällt mir
    Wenn du wüsstest wie viele Anfragen ich schon bekommen um UL-Kritik hier zu löschen. Mache ich aber nicht! Es sei denn sie wird beleidigend gegenüber juristischen Personen (User, Firmen, Vereinen...). Wann etwas beleidigend wird, ist nicht immer eindeutig. Aber alle Mods haben bis jetzt immer versucht das nach ihrem besten Wissen und Gewissen zu entscheiden. Wenn UL Trekking als solches oder gewisse Methoden oder sogar Gegenstände kritisiert werden, ist das hier vollkommen ok! Dann können hier auch genug User sinnvolle Gegenargumente liefern.
  45. 7 Gefällt mir
    Es ist eine Sache, über den Sinn oder Unsinn von UL zu diskutieren und es ist eine ganz andere Sache, in nahezu jedem Beitrag seine versteckte Verachtung für UL-Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Die meisten Foristen kennen deine Aversion gegen UL, du brauchst das deshalb nicht dauernd zu betonen. Es reicht m.M.n., wenn du zur Sache schreibst. Grüße
  46. 7 Gefällt mir
    Ich war 3 Tage auf Wanderschaft durch die Sächsische Schweiz (Freitag-Sonntag). Start und Ziel waren in Bad Schandau (Nur 3 Stunden von Berlin mit der Bahn entfernd). Meine erste UL-Wintertour überhaupt – und dann gleich in einer solchen weißen Hölle… Am Freitag war es zu Anfang noch recht gemäßigt, aber mit zunehmender Höhe und im Verlauf des Nachmittags nahm der Schnee immer weiter zu. Bei Einbruch der Dunkelheit richtete ich mir ein behelfsmäßiges Notbiwak mit meinem Tarp an einer überstehenden Felswand ein. Bild vom Morgen "danach": Geschlafen habe ich aber trocken und warm, dank meiner zwei kombinierten Daunenschalfsäcke (Cumulus Lite Line 400 + Magic 125 ZIP) und einem zusätzlichen Bivi. Am nächsten morgen waren die schmalen Höhenwege kaum mehr unter der teilweise 40-50cm hohen Schneedecke auszumachen, so dass ich – um Sicher zu gehen – wieder in tiefere Lagen abstieg: Einige der Stiege waren extrem vereist: Dabei haben sich meine Grödel (Snowline Chainsen Trail – hier in XL, 245g) sehr bewährt – ohne diese währe ich dort keinen Meter weit gekommen… Es folgen weitere Eindrücke. Ach ja: und menschenleer war es auch – in den 3 Tagen habe ich nur knapp ein Dutzend andere Wanderer getroffen: Am "Kuhstall", auch dort – es ist nun Sonntagvormittag – keine Menschenseele weit und breit zu erblicken:
  47. 6 Gefällt mir
    In diesem Forum ist der Umgangston freundlich und respektvoll und das soll auch so bleiben. Danke.
  48. 6 Gefällt mir
    Hach... und ich dachte noch, 'soll ich shaped rsp. geformtes Tarp schreiben'... Ist aber genau mein Punkt; hat das Tarp ein paar Nähte und ergibt dabei eine straffe Pyramide verschiebt sich die Grenze weit in den für rechteckige Tarp sehr 'ekligen' Bereich und bleibt eine gemütliche Stube. Edit: Heringe... egal welches mobile Zuhause, Heringe können kaum Überschätzt werden. Selbst stärkste Zelte stehen oder fallen mit den Heringen, wenn die Natur ihre Kräfte kurz zeigt.
  49. 6 Gefällt mir
    Nö. Völlig außer Verhältnis. In der Tat, in den Schnäppchen-Strang gehören nur Hinweise auf Schnäppchen. Daß derzeit das Tensegrity in drei verschiedenen Strängen Thema ist, hat aber sicherlich dazu beigetragen, daß hier ein paar Beiträge am unpassenden Ort gelandet sind: Wir sind alle nur Menschen und fehlbar. (Für meine insoweit dort unangebrachten zwei Beiträge entschuldige ich mich in aller Form; für Hinweise auf Schnäppchen, deren Nicht-mehr-Verfügbarkeit und das Vermeiden solcher Situationen nicht, weil sie dorthin gehören.) In dieser Form zu protestieren halte ich aber besonders verwegen von jemandem, der z. B. Beratungsstränge zu wiederholten Hinweisen auf eigene Verkaufsangebote mißbraucht, die man in dieser Form penetrant nennen muß, der seine Marktplatzangebote zum Jammern über das Nichtverwirklichen eigener überhöhter Preisvorstellungen nutzt etc. Ein schlichter Hinweis im Schnäppchen-Strang hätte genügt. (Im übrigen würde ein bißchen mehr Rechtschreibung zu weniger Frust bei den Lesern führen. Aber dafür mache ich jetzt keinen eigenen Strang auf...)
  50. 6 Gefällt mir
    Es ist aber nicht so wie Becks sagt. Evtl. wurde es in einem konkreten Einzelfall, den er für vergleichbar hält, mal entsprechend entschieden. Das macht es aber noch lange nicht zu einem allgemeingültigen Gesetz, auch wenn Lex Becks gut klänge [emoji5]️. Es gilt das Hausrecht, das seine Grenzen in der Willkür findet. Deshalb habe ich mich schon oft genug dafür ausgesprochen dieser Posse ein Ende zu bereiten. Ich möchte solche Threads nämlich nicht in unserem eigentlich sehr netten UL-Forum lesen. Gesendet von meinem Handy, deshalb knapp gefasst.