mawi

Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09

115 Beiträge in diesem Thema

vor einer Stunde schrieb mawi:

Schmerzgel

das kann schon was helfen, wenn es den schmerz lindert. z.b. voltaren.

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Schön, daß du weiterschreibst. Di machst es spannend.

Salben und Cremes kann man alle zuhause lassen, taugt nichts....unnützer Ballast!

(Und vielleicht sind die Schuhe doch zu leicht und zu rutschig!!!!, abgesehen davon, daß sie schon auseinanderfallen)

So schlimm kann es aber nicht gewesen sein, sonst wäre der lange Tag bis Skarja nicht möglich, bzw. bei dem Zeitfenster nicht notwendig gewesen.

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vor 24 Minuten schrieb pielinen:

Salben und Cremes kann man alle zuhause lassen, taugt nichts....unnützer Ballast!

(Und vielleicht sind die Schuhe doch zu leicht und zu rutschig!!!!, abgesehen davon, daß sie schon auseinanderfallen)

voltaren z.b. taugt schon was, wenn es darum geht entzündungen zu hemmen und den schmerz zu lindern. nur ist eine salbe im vergleich zu einer tablette tatsächlich weniger effizient und noch dazu wesentlich schwerer.

so wie ich mawi's bericht bisher gelesen habe, ist die hauptursache für seine unfälle nicht die ausrüstung, sondern sein drang, möglichst schnell unterwegs zu sein.

den bericht finde ich super und wird nur noch von den klasse bildern übertroffen.

bearbeitet von dani
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Voltaren taugt was, aber nur als Tablette!!!

Den Bericht finde ich auch super

bearbeitet von pielinen
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vor einer Stunde schrieb iggyriggy:

Ja, du kannst ruhig weiter schreiben, Toll

Bei immerhin 5871 Aufrufen (und 6047 Aufrufen für die Packlistenoptimierung) ist das Pflicht!

bearbeitet von pielinen
Baschi gefällt das

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Entschuldigung, ich schaffe es heute doch nicht mehr, wie ursprünglich versprochen, den Bericht fortzusetzen. Ich war am Wochenende Skifahren und bin erst vor kurzem wieder nach Hause gekommen. Dienstag oder Mittwoch sollte ich einen Slot für eine Fortsetzung haben.

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Am 12.1.2017 at 08:44 schrieb pielinen:

Schön, daß du weiterschreibst. Di machst es spannend.

Salben und Cremes kann man alle zuhause lassen, taugt nichts....unnützer Ballast!

(Und vielleicht sind die Schuhe doch zu leicht und zu rutschig!!!!, abgesehen davon, daß sie schon auseinanderfallen)

So schlimm kann es aber nicht gewesen sein, sonst wäre der lange Tag bis Skarja nicht möglich, bzw. bei dem Zeitfenster nicht notwendig gewesen.

Ich hatte eine Creme von Ratiopharm mit und die brachte gar nichts. Wie gesagt, ich hatte sie nur bei, da ich direkt vor der Tour eine Sehnenschneideentzündung von zu kleinen Schuhen hatte. Schmerztabletten hatte ich auch mit, aber da ich sonst nie welche nehme und immer die Schmerzen brav ausstehe, bin ich nicht auf die Idee gekommen welche zu nehmen.

Tja, was heißt nicht schlimm. Schmerzen sind ja immer relativ und mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Aber trotzdem zermürben sie einen psychisch und trüben den Spaß. Die Strecke bis zum Skarja ist ja grundsätzlich leicht zu laufen, aber für den Fuß war es schon anstrengend. Aber an der Rentierzüchterhütte war es noch relativ früh und von da aus bis zum Skarja gab es wenig gute Campmöglichkeiten. Also "musste" ich durchziehen.

Wie im Vorbereitungsfaden schon diskutiert, auch andere Wanderer hatten mit ihren Hightech Wanderschuhen bei Nässe auf den glitschigen Steinen Probleme. Aber einfach bedachter und langsamer laufen hätte fast alle Stürze vermeiden lassen.

PS.: Morgen geht es weiter, der Entwurf steht schon.

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8. Etappe: Skárjá bis zum Niják

„Super Nacht“, so beginnt der Tagebucheintrag für diesen Tag. Auch der Morgen begann sehr vielversprechend, denn die Wolken zogen von Dannen

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und hinter dem Zelt kam strahlend blauer Himmel zum Vorschein.

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Das Laufen viel mir echt schwer, so dass ich mehr gehumpelt als gelaufen bin. Eigentlich hatte ich überlegt ins Rapadalen zu gehen, aber in Anbetracht der Schmerzen hielt ich eine Pause als angebracht. Da ich keine Lust hatte den ganzen Tag im Zelt zu liegen, beschloss ich nach Kisurisstugan, einer Hütte auf dem Padjelantaleden, zu gehen. Der Gedanke hierbei war auch, dass ich von da aus ruckizucki in Ritsem sein kann, falls es mit dem Fuß gar nicht mehr gehen sollte.

Also brach ich auf ins Ruohtesvágge. Nach nur wenigen Metern tauchte vor mir die Schutzhütte mit dem Plumpsklo und der Brücke auf, die ich am letzten Abend noch unterhalb von meinem Schlafplatz vermutet hatte.

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Hier standen vier Zelte und ich schnackte kurz mit einem Deutschen und zog dann weiter. Was mir zunehmend negativ auffiel und tierisch aufgeregt hatte, dass eine Menge Müll rumlag. Kurz nach dem ich zwei Wanderern begegnet bin, hatte ich eine große und schwere Supermarktplastiktüte mitten auf dem Weg gefunden. Die Tüte lag offensichtlich schon ein paar Tage dort und die Spuren der beiden Wanderer gingen direkt vorbei. Auch andere müssen da schon vorbei sein. Ich verstehe nicht warum man solch eine schwere Plastiktüte mitnimmt und warum sie keiner aufgehoben hatte. Ich kann so etwas auch absolut nicht liegen lassen, so dass sich mit der Zeit ordentlich Müll im Rucksack sammelte. Aber zurück zu den erfreulichen Dingen. Kurz hinter der Plastiktüte kamen unten auf dem Fluss drei Packrafter vorbeigetrieben. Das sah echt spaßig aus und ich könnte mir vorstellen das auch mal zu machen.

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(Man beachte die drei kleinen bunten Punkte rechts unten auf dem Fluss.)

Die Lichtstimmung an diesem Tag war einfach toll, ich kam kaum zum wegpacken der Kamera.

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Schon von weiten hatte ich einen weiteren Wanderer auch mich zudüsen sehen. An der Furtstelle des Flusses trafen wir aufeinander. Ich grüßte ihn von meiner Seite aus, aber er zeigte null Reaktion. Er war mit ordentlich Gepäck unterwegs und tauschte vor der Furt die Hosen und zog Gamaschen an. Ich hatte, wie immer, nur kurz die Regenhosen hochgerollt und bin schnurstracks durch. Ich grüßte nochmal kurz auf der anderen Seite, als er immer noch am Hose wechseln war und vernahm irgendwie einen leicht irritieren Blick. Kurz danach machte ich einen Fotostopp und sah dabei, dass er jetzt auf der anderen Seite war und wieder die Hosen wechselte und mir nachblickte. Ich bildete mir ein, als würde er meine Leichtigkeit beneiden. Aber vielleicht dachte er auch nur‚was für‘n Arsch :-D

Direkt nach der Furt bemerkte ich, dass der stechende Schmerz weg war und sollte in dieser Form auch nicht mehr wiederkommen. Jetzt war es „nur“ noch ein dumpfer Schmerz und es entwickelte sich zu einer Sehnenschneideentzündung (zumindest die Symptome deuteten darauf).

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Ach diese alte Rentierzüchterhütte. Die war ebenfalls ein gutes Beispiel für grenzenlosen Idiotismus. Vor der Hütte stand eine Tonne, die als Mülleimer genutzt wurde. Der Müll quoll schon raus und lag auch schon daneben. Was denken sich die Leute? ‚Ach schön ein voller Mülleimer. Da kommt ja bestimmt gleich die Müllabfuhr. Da kann ich ja meinen Müll noch reinpressen …‘ Bei mir herrscht auch deshalb Unverständnis, da wir hier nicht in Berlin Wedding sind, sondern im Sarek. Da würde ich doch erwarten, dass die Leute, die hier unterwegs sind, Naturliebhaber sind und es für selbstverständlich erachten ihren mitgebrachten Müll wieder mitzunehmen. Ach, ich könnte mich hier noch ewig weiter aufregen, aber mache mal mit der wunderschönen Lichtstimmung und meinem persönlichen Lieblingsbild von der Tour weiter:

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Leider ist es unscharf geworden. Das ist mir bei der Sony oft aufgefallen, dass zum einen der Fokus sehr langsam ist und dass der Fokus hin und wieder mal danebenlag. Insbesondere wenn es schnell gehen musste. Wie in dieser Situation, da bleibt nicht viel Zeit. Man muss ja erst die Kamera rausholen, einschalten, Bildausschnitt wählen und schnell Abdrücken. Für ein zweites Foto hatte es nicht mehr gereicht, da war das Rentier schon weg.

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Eigentlich wollte ich ja noch bis zur Hütte auf dem Padjelantaleden, aber ich war die erste Hälfte des Tages einfach zu langsam unterwegs und irgendwie war ich völlig erschöpft. So musste ich hier nächtigen und die schöne Aussicht genießen.

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bearbeitet von mawi

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Ich habe schon auch gemerkt dass die Skandinavier das etwas entspannter sehen mit dem Müll. Das Land ist ja groß und menschenleer, da sieht keiner das bisschen Müll. So fängt es an.

Der eigentlich besser für die Problematik sensibilisierte deutsche Wanderer sieht dann den dreck und denkt sich er kann seinen scheiß dazu schmeißen. Wird ja eh irgendwann einer wegräumen.

Wenn jeder von uns etwas aufsammelt und mit raus trägt, das ändert vielleicht was.

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das ist das typische problem der massen. egal ob im sarek, in den alpen oder wo auch immer.

wenn an einem ort bis vor ein paar jahren pro jahr vielleicht drei leute durchliefen, ihre kacke und ihren müll liegen liessen, konnte die natur damit eventuell noch klarkommen, laufen dort aber heute pro monat 30 leute durch und verhalten sich gleich wie die drei, reichts eben nicht mehr.

dummerweise meint aber jeder der 30 wanderer, dass er immer noch zu den drei aus der vergangenheit zählt.

dann brauchts eben vorschriften, verbote, gesetze, strafen.

wollen wir das nicht, haben wir es in der hand, umzudenken und es nicht so weit kommen zu lassen.

 

bearbeitet von dani

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Schöne Berichte, schöne Bilder!

Nur das Tarp hängt immer nur traurig und schlapp wie ein nasser Lappen aufm Trekking-Stock :-(

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