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Ultraleicht Trekking

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  1. 36 points
    Hallo zusammen, hier mal wieder eine Bauanleitung, vielleicht hat ja der/die ein oder andere schon mal mit einem Zeltbau geliebäugelt ……. Nach dem X-Pac 37+9L Rucksack und dem Daunen-Quilt mit geschlossener Fußbox ging es im letzten Winter an die dritte MYOG-Großbaustelle: dem Zelt. Da sich die beiden ersten Projekte durchaus sehen lassen konnten, war ich guter Dinge, dies auch bei einem Zeltbau entsprechend umsetzen zu können. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass das erste selbstgenähte Zelt in der Regel für die Tonne ist, machte ich mich an die Planung und schrieb dazu im Vorfeld eine detaillierte Bauanleitung (s. unten). Zudem machte ich zu den Zeichnungen der einzelnen Baugruppen noch Zeichnungen der wichtigsten Nähte (alle letztendlich als Kappnähte ausgeführt), um später während des Zuschnitts und des Nähens den Überblick zu behalten, auch wegen der vielen unterschiedlichen Nahtzugaben. Der Entwurf ist als ‚single piece - single wall - A-frame‘ ausgelegt und orientiert sich an bewährten Zelttypen. Die Bauanleitung habe ich dann Schritt für Schritt abgearbeitet, was ausgesprochen gut funktioniert hat. Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war. Die wichtigsten Daten: 2-Personen Zelt mit Platz für 2 TAR NeoAir Xlite (Regular) Isomatten 2 Eingänge, 2 Apsiden alle Dachnähte abgedichtet Trapez-Bodenwanne: 110/90cm Breite , 220cm Länge, Höhe 12 cm First: Höhe mittig 120cm, Breite mittig 120cm, Höhe im Kopf-/Fußbereich >38cm Material: Chikara 41g/m², Mosquitonetz 25g/m², 200den Diamond Ripstop 120g/m², Reißverschluß YKK 3C Catenary cut: 2cm/m Packmaß: Ø 14cm x 40cm (6L) Materialkosten: ca. 190€ Gesamtgewicht: 716 g (incl. sämtlicher Abspannleinen) Vorbereiten der Baugruppen Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders …… Mesh-Giebelseiten (2x) ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä. Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)! RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen. elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild) Traufseite nach innen doppelt versäumen Mesh-Traufseiten (2x) ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen. untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen Seitenkanten nach außen doppelt versäumen Dach ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt). Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild) rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara) 2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben Doppel-Türen (Apsiden) (2x) ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm. Mittenkanten doppelt umsäumen die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild) LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild) Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen) Boden Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe nach außen einmal (1cm) umsäumen Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm. in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘) Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen 15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild) Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht) T-Stopper von innen an den Saum annähen Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen alle 4 Eckverstärkungen annähen alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara) LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild) alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild) Zusammennähen mit der Bodenwanne Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht) nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust) abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen FERTIG! (50 Arbeitsstunden später) Fazit Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet. Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g). Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen. Viel Spaß beim Nachbauen!!
  2. 29 points
    Gelaufen: 27.4. bis 1.5.19 Etappe 1: Perl bis Orscholz - ca. 25 km Am Dreiländereck führt der Pfad hinauf in den Wald. Es stürmt und regnet, eine Aussicht hat es nicht, dafür schillert der Mischwald in sattem Grün. Eine Handvoll Wanderer biegt auf den Moselsteig ab, und so bin ich ganz allein auf dem S-H-Steig unterwegs, das wird sich in den kommenden fünf Tagen auch kaum ändern. Als ich an der rekonstruierten Villa Borg vorbei komme, geht ein Graupelschauer nieder. Kurz danach: blauer Himmel. Echtes April-Wetter eben. Am Meditationscenter komme ich an einem kleinen Wasserfall vorbei, der einzige auf diesem Weg. Steigungen und Höhenunterschiede gibt es nicht viele und so laufe ich entspannt bis Orscholz an der Saarschleife weiter. Am ersten Tag habe ich immer Anlaufprobleme, meine Füße tun weh, ich brauche Pension. Etappe 2: Orscholz bis Losheim am See - ca. 31 km Das Cloef-Atrium mit Touri-Info ist so früh am Morgen noch geschlossen. Kein Mensch weit und breit, als ich das Highlight dieses Wanderwegs erreiche: die Wolken verhangene Saarschleife. Auf dem Weg hinunter nach Mettlach eröffnen sich schöne Blicke ins Flusstal. Man durchquert den Ort und hat Gelegenheit für eine Pause oder einen Versorgungseinkauf bevor man sich wieder in die Höhe schraubt. Eine Weile geht es dann über Felder und Wiesen bis man im Saarhölzbachtal dem gleichnamigen Wasserlauf folgt. Historische Grenzsteine sind Zeugen aus einer Zeit, als das Saarland nicht zu Deutschland gehörte. Die Wegführung verläuft abwechselnd über Wiesen, dann wieder an Bächen und Weihern vorbei. Bei Losheim empfangen mich dröhnende Bässe, das Hexentanz-Festival ist voll im Gange. Hier geht was ab. Der Campingplatz ist rappelvoll. Die Mucke gefällt mir und ich bleibe. Der Himmel reist auf und präsentiert mir einen Sonnenuntergang und das Versprechen auf Wetterbesserung. Etappe 3: Losheim bis Weiskirchen - ca. 20 km Während die Metaller und Goths noch ihren Zaubertrank ausschlafen, bin ich schon wieder unterwegs. Die Sonne scheint, aber es ist noch frisch. Die Wegweiser verweisen auf einen Umweg, ich höre keine Sägen oder Maschinen und laufe munter den originalen Pfad weiter. Es geht hinauf nach Scheiden, dem höchstgelegensten Dorf des Saarlandes. Hier gilt es, ein paar Felsen zu bewältigen, einmal hilft ein Seil beim Anstieg. Dann war’s das auch schon wieder mit sichtbaren geologischen Besonderheiten. Höhepunkt des Tages ist das Wisent-Gehege, denn der Chef-Wisent war gerade zuhause und bereit, für einen Schnappschuss zu posieren. In Weiskirchen befindet sich eine Jugendherberge für den preisbewussten Wanderer sowie ein Supermarkt für den Re-Supply. Etappe 4: Weiskirchen bis Reinsfeld - ca. 27 km Die heutige Tour steht im Zeichen des Wassers, Bäche sind stetige Begleiter und ein Ohrenschmaus, wie sie mal leise murmelnd, mal munter plätschernd den Wanderer auf verschlungenen Pfaden begleiten, welche dank ausgewaschenem Wurzelwerk mit hohem Stolper-Potential versehen sind. Leider gibt’s keine Erfrischung für den durstigen Pilger, denn der Grimburger Hof unterhalb der gleichnamigen Burg ist geschlossen, aber es gibt einen Brunnen in der Nähe. Auf dem Rest der Etappe durch das Wadrilltal sind kaum noch Höhenmeter zu bewältigen. Beim Abholpunkt “Frau Holle” angekommen, organisiere ich mir eine Übernachtungsmöglichkeit. Etappe 5: Reinsfeld bis Nonnweiler Stausee - ca. 25 km Die letzte Etappe führt bei strahlendem Sonnenschein auf die Höhen an Gusenburg und Hermeskeil vorbei. Es stehen keine besonderen Herausforderung bevor, nur ein sanftes Auf und Ab. Hinweisschilder am Wegesrand verweisen auf die Entdeckung ehemaliger Hügelgräber, ich kann allerdings außer unspektakulären Erdwällen im Gelände nichts erkennen und muss den Informationstafeln glauben. Noch einmal erklimme ich einen kleinen Hügel, dann geht es nur noch hinab bis zum Fuß der Talsperre in Nonnweiler. Im Endspurt steige (ok: keuche) ich die Staumauer hinauf. Oben wartet bereits mein Trailmanager mit eiskalter Limo und leckerem Imbiss. Fazit: Naturbelassen, viele Single-Trails, außergewöhnlich gute Wegmarkierung, hier ein großes Lob an die Wege-Scouts des S-H-Steigs. Orte werden oft umgangen, daher sind Einkehrmöglichkeiten gering und Selbstversorger im Vorteil. Brunnen oder andere Wasserquellen sind selten, daher in der heißen Jahreszeit eher zu viel Wasser mitführen, als durstig bleiben. Übernachtungsmöglichkeiten sind im ersten Abschnitt dürftig, da entweder ausgesetzt oder extrem feucht, auch Schutzhütten fehlten, das bessert sich aber ab Etappe 2. Der Trail war so einsam, dass man direkt auf dem Weg hätte campen können. Auf der gesamten Wanderung sind mir nur zwei Pärchen entgegen gekommen. In meiner Richtung sind auch nur eine Handvoll Wanderer der Deuter-Fraktion unterwegs gewesen. Besondere Höhepunkte für den kulturbewussten Wanderer gibt es eher wenige, dafür aber ganz viel Grün auf schmalen Pfaden, Blätterrauschen, Vogelgezwitscher und Bachgeplätscher gratis dazu, sowie Sichtungen von Rehen, Hasen, Waldmäusen und Wildschweinen. Einheimischen begegnet man durch die naturnahe Wegführung fast gar nicht. Die wenigen, denen man über den Weg läuft sind eher wortkarg. Beurteilung meiner Ausrüstung: Rucksack: Der Hyberg Attila Baujahr 2018 bleibt im Rennen, auch wenn er nicht perfekt ist: Zu breite Riemen, ungünstige Position der Hüfttaschen, schlechter Zugriff zur Wasserflasche in den Seitentaschen. Trotzdem: lieber werde ich anpassen als neu kaufen. Am Rücken sitzt er perfekt und bleibt trotz Dauerregen innen fast ganz trocken (ein Liner kann aber nicht schaden). Biwak: Die OR Biwaktüte hat bei mir den letzten Einsatz erlebt, ich brauche mehr Platz. Dann lieber nur noch Tarp (bisher Yuedge). Die TaR Z lite ist trotz ihres Packvolumens eins meiner Lieblingsstücke, da sie auch tagsüber als spontane Sitz- oder Liegegelegenheit dienen konnte. Der Nordisk +4 war ausreichend, ist aber mit 900g ziemlich schwer. Ausrüstung: Die faltbaren Black Diamond Trekkingstöcke waren auf dem S-H Steig kein Muss, aber für mich wegen gelegentlicher Knieprobleme unerlässlich. Wahrscheinlich hätte einer gereicht, denn ein “Steig” war das nicht wirklich. Schuhwerk + Socken: Meine Lowa Inox mit Smartwool Socken haben meine Füße bei dem nasskalten Wetter prima trocken gehalten und mir den nötigen Grip gegeben, wurden aber bei Sonnenschein schnell zur Qual. Beim nächsten Trip kommen die neuen Altra Lone Peak 4.0 Trailrunner zum Einsatz. Zur Entspannung trug ich abends erstmalig die Xero Amuri Cloud Sandalen mit Injiji Socken. Geile Teile. Nachts zog ich wetterbedingt für draußen wasserdichte Sealskinz Socken über die ollen aber dollen handgestrickten Wollsocken. Kochen, Essen, Trinken: Trotz weniger Einkehrmöglichkeiten habe ich meinen Kocher (MSR und Esbit Titantopf) gerade einmal für ein Essen hervorgeholt. Lieber esse ich “richtig”, d.h. kaufe Snacks, Joghurt, Aufschnitt, Brötchen zum Vespern ein. Das Kochset bleibt also das nächste Mal zuhause. Von einer 1,5l Plastikflasche aus dem Supermarkt für Wasser habe ich zur besseren Lastenverteilung auf 2x 0,75l gewechselt. Da manche Brunnenzuläufe oberirdisch verlaufen, kam mein Sawyer Filter zum Einsatz. Sicher ist sicher. Die Deuce #2 hat sich - Ihr wisst schon wofür - bewährt. Kleidung: Die OR Helium II Regenjacke mit Üla Rock haben sich bei Regen-, Hagel- und Graupelschauer zum Wind- und Wetterschutz wieder mal als perfekt erwiesen. Die gute alte Jack Wolfskin Wanderhose hat sich bei der Witterung auch wieder bewährt. Dazu gab’s im Schichtprinzip ein Icebreaker T-Shirt, darunter ein Ex Officio Langarmshirt, dazu Panties der gleichen Marke. Alternativ habe ich eine Craft Boxer ausprobiert, deren Nähte aber nach einiger Zeit unangenehm an empfindlichen Stellen gescheuert haben. Die ebenfalls zum Test mitgenommene Icebreaker Boxer hat sich hingegen als angenehm erwiesen. Als Schlafset waren Icebreaker Longjohns und ein weiteres T-Shirt dieser Marke zum Einsatz, darüber ein weiteres echtes Lieblingsstück: die Enlightened Equipment Climashield Jacke, sowie ein Beanie und der unerlässliche Buff. Was ich vermisst habe, bzw. ändern werde: Nächstes Mal kommt wieder mein Schweizer Messer mit, das Mini-Messer aus dem Viktorinox Maniküreset ist einfach zu klein. Wegen der gemischten Witterung hätte ich gern einen Kufa Schlafsack (gern auch leichter als 900g). Ich liebäugle bereits mit dem EE Convert Apex Custom. Als Shelter steht nun ein Zpacks Plexamid V oder ein TT Aeon Li hoch auf der Wunschliste. Dazu werde ich mal die Diskussion hier im Forum weiter verfolgen. Bis dahin tut es mein Tarp. Vielen Dank für’s Lesen. Tips oder weitere Hinweise hierzu nehme ich gern entgegen.
  3. 23 points
    die zwiebel

    Laufbursche - Genesungswünsche

    Vielleicht wurde das ja schon irgendwo gepostet, ich hab's jedenfalls noch nicht mitbekommen. Deshalb hier ein paar neue Infos von Mateusz! https://www.ilovelaufbursche.de/news/
  4. 15 points
    cafeconleche

    PCT 2019

    Hallo ihr Lieben, inzwischen sind ja fast alle gestartet. Ich bin gespannt, wann der / die erste von euch mich überholt. Ich bekomme ja nichts mit, da ich Herrn Zuckerberg nicht leiden kann. Ich habe Mount Baden Powell (viel Schnee) hinter mir gelassen und bin im Anlauf auf Agua Dulce, mile 425. Hier nennen mich viele inzwischen Sayitagain, weil Cafeconleche (hab ich nicht wirklich ausprobiert) und mein Zivilname für Amerikanische Zungen und Ohren irgendwie schwierig zu sein scheint. Und wo seid ihr? Wenn ihr an einer älteren kleinen Frau mit (eigentlich) hautfarbenen Bandagen unter den Knien vorbeizukommen solltet, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass ich das bin. Übrigens: NIE WIEDER werde ich ohne lange Hose losziehen, zum Glück habe ich in Warner Springs eine gebrauchte abstauben können. Es war mindestens an 9 Tagen echt zu kalt für Longjohn plus Windhose! Das fiel wirklich schon unter stupid light. Aber das liegt vielleicht auch am frühen Startdatum.
  5. 15 points
    Für mich stand fest, bei diesem tollen Wetter muss ich einfach raus in die Natur. Und passend dazu gab es auch noch die Osterfeiertage. Eigentlich hatte ich mir einen mehrtägigen Premiumweg im Nordschwarzwald auserkoren. Doch dann habe ich mich kurzer Hand umentschieden. Denn folgender Thread: Lange planen oder einfach los? und auch der Wunsch, das Auto einfach zuhause stehen zu lassen, haben mir Lust auf ein Experiment gemacht. Also habe ich mich an den Rechner gesetzt, und nach Naturdenkmälern und sonstigen natürlichen „Highlights“ im 20 km Umkreis, Luftlinie gesucht, habe dann einige von ihnen als Wegpunkte markiert und Komoot hat mir dann einen Track daraus gemacht. Am Ende stand ein Rundweg von 63 km Länge mit großartigen Anlaufpunkten. Den Track habe ich mir auch noch zusätzlich auf ein GPS-Gerät kopiert, der Rucksack war schnell gepackt und dann konnte ich am Karfreitag losziehen. Es war ein herrliches Gefühl, das Auto einfach zuhause stehen zu lassen und zu wissen, dass ich die nächsten Tage trotzdem ganz weit fort sein werde. Selbstverständlich war ich furchtbar neugierig zu erfahren welche Wege Komoots Algorithmus gewählt hatte. Experiment und Abenteuer konnten beginnen. Zu meiner Überraschung hatte Komoot tatsächlich einen schönen Weg gefunden, den ich noch nicht kannte und der mich sehr schnell in die Natur führte. Leider kam ich erst gegen 14:00 Uhr los, deshalb konnte ich nicht genug Strecke machen, aber für knapp 15 km hat es dann doch noch gereicht und ich habe mir ein Übernachtungsplätzchen gesucht Tag 2 Da ich mich im Feiertagsmodus befand, war ich erst so gegen 11 Uhr zum Aufbruch bereit. Das erste anvisierte Ziel war die Krugeiche, eine Eiche, die um 1850 gepflanzt wurde und die mit stolzen 32 Metern schon imposant wirkte, aber ohne Blätter nach nichts aussah. Doch der Mammutbaum, der ein paar Meter entfernt stand, der hat’s mir angetan. Auch die Hüttlenwaldschlucht, die auf dem Weg lag konnte ich mir anschauen. So nach 18 km habe ich mein Lager aufgebaut und das Lagerleben genossen. Tag 3 Heute konnte ich schon so gegen 10:00 aufbrechen und konnte mich in der Tobelschlucht sowie am Hohlen Stein, ein schönes Naturdenkmal herumtreiben. Als ich durch einen kleinen Ort kam, wurde mir sogar Trail Magic zuteil, denn auf meine Bitte nach Leitungswasser wurde ich zu Kaffee und Kuchen eingeladen und befand mich plötzlich inmitten einer sehr netten Familie. Und das war nicht die einzige nette Begegnung, die ich an diesem Tag hatte. Tag 4. Ich dachte eigentlich, dass ich nur noch so um die 15 bis 18 km nach Hause hätte, aber ich habe ganz schnell gemerkt, dass es mehr waren. Wie gut, dass ich heute bereits gegen 09:00 aufgebrochen bin. Zum Glück hatte ich für den letzten Teil keine Highlights mehr auf dem Programm und konnte Gas geben. Mein Fazit: Ich betrachte das Experiment als gelungen. Komoot hat wirklich zum allergrößten Teil sehr gute Wege gewählt. Es gab auf der gesamten Strecke 4 Situationen, wo Komoot mich über „vergessene“ Waldwege geführt hat bzw. führen wollte (ich habe einfach einen Parallelweg genommen) und 1 Mal war es ein Privatweg. Ansonsten bin ich über die gute Streckenführung richtig erstaunt. Was mich allerdings verwundert, ist die Tatsache, dass Komoot eine Strecke von 63 km errechnet hat, ich aber knapp 82 km gegangen bin. Das muss ich beim nächsten Mal eben berücksichtigen. Einen kleinen Nachteil hat es natürlich, denn man muss häufiger auf’s GPS-Gerät schauen. Es war sehr gut, dass ich den Track nicht nur auf dem IPhone hatte sondern auch auf meinem GPS-Gerät, denn so brauchte ich nur auf's GPS-Gerät schauen und musste nicht immer das IPhone herauskramen, entsperren usw. Ich werde mit Sicherheit diese Art von Wegführung öfter wählen, ich fand‘s klasse. Abschließend kann ich sagen; Experiment gelungen, Spaßfaktor enorm hoch. Liebe Grüße rentoo
  6. 12 points
    Dr.Matchbox

    Impressionen von Touren

    Über Ostern 100km auf der Lahn bis nach Wetzlar. Bei traumhaftem Wetter und 0 Strömung eine anstrengende Tour die aber mit super Landschaft belohnt wurde. (Den Abschnitt Weilburg bis Diez von vor 3 Jahren habe ich als nciht so schön in Erinnerung.) Der Vorteil im Kanu, man kann auch mal ein bissl Luxuszeugs und auch das ein oder andere Kaltgetränk mitnehmen. Umtragen war kaum notwendig, einzig die Wehre (Die Lahn wird erst kurz vor Wetzlar zur Bundeswasserstraße mit Schleusen, etc.) erforderten manchmal etwas Mühe. Ansonsten ist Wasserwandern eine super Abwechslung zum Trekking und macht wirklich Laune.
  7. 11 points
    martinfarrent

    Abgebrochene Touren...

    Ob man aufgibt oder auch mal eine Teilroute weglässt/umgeht - zum Beispiel aus Witterungsgründen: Man kann auch darauf auf einer gewissen Art stolz sein. Ist doch der Beleg, dass man kein Idiot ist. Eigentlich sogar unter 'skills' zu verbuchen.
  8. 11 points
    (Wohl schon mal erzählt hier) Mein Favorit ist wie ich von meinem Rucksack mühevoll die Deckeltasche abgemacht hatte, um 100g zu sparen, nur um dann beim Auspacken nach der Tour festzustellen, dass sie die ganze Zeit ganz unten im Rucksack lag.
  9. 10 points
    Mil

    The Snowdonia Way

    Moinsen! Hier nur ein paar kurze Infos zum "The Snowdonia Way" in Wales. Bin dort die letzte Woche unterwegs gewesen. Bildergalerie: https://imgur.com/a/SuxFqar Trail-Info: Normale Route ist 156km. Bergroute ist 196km. Infos: https://snowdoniaway.com / https://www.cicerone.co.uk/an-intro-to-the-snowdonia-way / https://de.wikipedia.org/wiki/Snowdonia-Nationalpark / https://www.visitsnowdonia.info Wir sind die Bergroute und kurzzeitig die normale Route gegangen. Die Bergroute war fantastisch, die normale Route eher nicht so! Ich empfehle euch auf jeden Fall die Bergroute zu nehmen! Die Bergroute führt größtenteils über Pfade, teilweise auch weglos, aber alles kein Problem. Man kommt immer wieder durch Dörfer mit Spar-Supermärkten. Wasser ist kein Problem, gefiltert habe ich meistens nicht. Die "Stages" auf der Bergroute sind nicht ohne, ich würde da eher mehr als 6 Tage planen. Technisch ist die Route kein Problem. Cicerone Guide-Book braucht man nicht. GPX gibt's hier: https://www.ldwa.org.uk/ldp/members/show_publication.php?publication_id=13782 Anreise: Die Anreise geht recht schnell! Flug von Köln nach Manchester mit Ryanair in etwas über einer Std. Manchester sieht echt ganz nett aus als Stadt, könnte man sich bei Gelegenheit mal ansehen! Zug direkt vom Flughafen nach Llandudno Junction in ca. zwei Std., dann 10 min Fußweg nach Conwy zum Trailstartpunkt. Conwy ist ein nettes kleines Fischerörtchen, recht touristisch, aber schön. Direkt neben dem Bahnhof von Llandudno Junction gibt es einen Supermarkt. Futter hatte ich direkt für die ganze Zeit von D aus mitgenommen. Spiritus habe ich nirgens gefunden und musste dann auf so blöden Grillsprit von der Tankstelle in der Nähe des Bahnhofs zurückgreifen. Zurück geht es wahlweise per Bus oder Zug, was sehr gut funktioniert. Ausrüstung: https://www.geargrams.com/list?id=54563 Hat für mich wie immer gut funktioniert. Ich wollte ein paar Dinge testen, deswegen war das BS etwas höher als normal. Insgesamt eher zu warme Ausstattung, aber da ich schnell friere, habe ich eher wärmere Klamotten mitgenommen. War letztendlich dann viel zu warm, was aber auch am guten Wetter lag. Für Strom braucht man den UK-Adapter, hatte ich vergessen. Ich würde Handschuhe, Mütze, zweites T-Shirt, Wasserfilter, Powerbank zu Hause lassen. Statt der NIKE Hypertherm ne normale Tight, statt dem NIKE Sphere ein leichtes Shirt und statt dem 450er 'nen 350er Quilt (wenn ich einen hätte) mitnehmen. Neu hatte ich das SMD Lunar Solo dabei, find ich super. Kaufen werde ich mir noch en StS UL-Pillow, mit der Doppelnutzung der Jacke als Kissen schlafe ich einfach nicht so bequem. Werde ich mir jetzt endlich gönnen. Ansonsten würde ich noch eine kleine Tube Fett-Creme einpacken. Tipps: Sehr gute Fish & Chips gibt's im "The Archway" in Conwy. Zug unbedingt online buchen, da 50% günstiger. Fazit: Ein super Trail für rund 1 Woche Zeit! Wir hatten Glück mit dem Wetter, kaum Regen, moderate bis warme Temperaturen. Die Landschaft ist toll! Man ist nie richtig remote, aber trifft manchmal auch 1-2 Tage niemanden. Sehr angenehm. Von mir gibt es alles in allem 8/10 Punkten!
  10. 10 points
    Ich habe einen Fön 20 Tage durch Nordschweden geschleppt. Schwarzer Fön, schwarzer Rucksackboden. Fiel mir erst auf, als ich wieder Zuhause war. Hatte den wohl nach der vorigen Citytour im Rucksack übersehen und nicht verräumt.
  11. 10 points
    Den Großteil der Nächte bestritt ich entweder in der Hängematte in Schutzhütten oder wenn keine verfügbar war unter meinem Ponchotarp... wie hier zu sehen ist. :)
  12. 9 points
    Desdemona

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Mein dritter overnighter dieses jahr. Mit riesen wildsaubesuch im Morgengrauen.das war mir ungeheuer aber ich habs überlebt:) und mein geliebten tschum1.
  13. 9 points
    Hallo Zusammen, Am 27.04.2019 startete ich meine lange geplante Weitwanderung auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel. Für die 280 km lange Strecke hatte ich 9 Tage angesetzt. Hoch motiviert startete ich am Samstag den 27.04.2019 den Weg an der goldenen Pforte in Pforzheim: An diesem Punkt starten auch der Mittel- und der Ostweg. Die ersten Kilometer vorbei an markanten Wegpunkten wie dem Tornadostein und Dobel waren schnell gelaufen... wo Ich schon Mittags eintraf. Mittagspause an der ersten "richtigen" Hütte des Schwarzwaldes... die Anfangskilometer waren ziemlich langweilig.. Hinter Dobel begannen die ersten richtigen Höhenzüge des Schwarzwaldes... auch der Himmel wurde immer schwärzer.. :-S Die erste Nacht verbrachte ich in dieser Schutzhütte. DA ICH EINE MENGE FOTOS ZEIGEN MÖCHTE MUSS ICH AUF MEINEN BEITRAG SELBST ANTWORTEN UM MEHR ALS 10MB BILDER HOCHLADEN ZU KÖNNEN....
  14. 9 points
    Der Nebel lichtete sich allmählich und der kleine Ort Forbach kam in Sicht...
  15. 9 points
    dennisdraussen

    Ernährt sich hier noch wer ketogen?

    wenn man sich an den ganzen Schwurbelseiten vorbeigescrollt hat und sich den Wikipediaartikel durchliest ist diese Form der Ernährung schon ok, wenn man sich durchgängig von einem Arzt überwachen lässt. Allerdings sehe ich langsam nicht mehr ein das ich jede Essstörung mitmachen muss.
  16. 9 points
    Ranger

    Vorstellungsthread

    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss) ich lese schon eine Weile hier mit. Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.) Das ändert sich aber 2019 bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen. ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes. habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.
  17. 9 points
    LAUFBURSCHE

    Laufbursche - Genesungswünsche

    Danke für die lieben Worte, well, es hätte halt nicht gereicht die Produktion einfach wieder anzufahren. Viel wichtiger ist und war es erneut eine Perspektive und Zukunft für mich in der Cottage zu sehen. Ich bin mit dem Thema halt noch nicht durch und verspüren den Drang weiter zu gehen. Vielleicht in einer anderen Form als zuvor, aber auf jeden Fall weiter! Und zur Zeit fühlt es sich (noch) nicht richtig an wieder als Architekt zu arbeiten. @questor Nun, das sollte nicht herablassend und/oder arrogant rüberkommen. Ich respektiere das Leid und das Schicksal anderer, die Ähnliches erlitten. Aber es hätte halt alles auch noch viel schlimmer kommen können. Ich lebe selbstbestimmt und kann meinen Alltag mittlerweile fast ohne Einschränkungen meistern. Und das ist ne Menge Holz! Liebe Grüße, Mateusz
  18. 9 points
    MarcG

    Schlafplatz/Schlaf set-up

    Hier noch ein klassisches Video zu dem Thema.
  19. 8 points
    Pong

    Wandertipps rund um Berlin

    Liebe (Berliner und Brandenburger) Wanderer, Ich bin schon lange nicht mehr dazu gekommen, eine größere Wanderung zu machen (so langsam bekomme ich aber echte Sehnsucht …), deshalb habe ich mich vor allem vor Ort vergnügt. Vor Ort, das heißt in Berlin und im nahegelegenen Brandenburg. Diese Wanderungen wollte ich schon längst mal kategorisieren und hab es dann endlich mal geschafft. Ich habe die Aufteilung nach Himmelsrichtungen gewählt, weil ich selbst häufig meine Strecken danach auswähle (wo ich gerade bin oder wo ich gerade noch etwas anderes vorhabe). Mit dabei auch: ein Bewertung der Öffis um an den Ausgangspunkt zu kommen. An manchen Stellen in BRB ganz schön hart. Und eine kleine Vorwarnung noch: Ich bin auch Fotograf also gibt's deutlich mehr Bilder als Beschreibungen. Also wer mag: Viel Spaß beim Strecken und Fotos stöbern https://hikeminded.blog/2019/03/11/the-best-hikes-in-berlin-and-brandenburg/
  20. 8 points
    Irgendwo zwischen Hausach und Titisee beginnt der Hochschwarzwald... was sich deutlich an Temperatur und Höhenmetern bemerkbar macht... :D
  21. 8 points
    Am nächsten Tag lief ich durch den Nebel am Hohlohsee vorbei Richtung Forbach...
  22. 8 points
    In der Hütte befand sich ein Biwakierboden, wo ich mich mit meiner Hängematte reinhängen konnte.. zum Zwecke der Ausrüstungsschonung bei langen Wanderungen und schlechter Witterung nutze ich sowas immer gerne...
  23. 8 points
    ManniAT

    12 Overnighter im Jahr 2019

    So, hatte dieses Jahr auch meine erste Nacht draussen. Meine neuer Corinthia und eine China-Matte (Naturehike) wollten ausprobiert werden. Neben dem Biwakplatz gab es noch allerletze Schneereste - und durch die Lage (enges Tal an nem Bach) war es etwas frischer - min. 1 Grad in der Nacht - aber kein Wind. Die Matte (first use, ausser daheim zum Testen) verlor nach ca. 4 Stunden so viel Luft, dass ich mit der Hüfte Steine zählen konnte. Suboptimal - raus aus dem Sack - pusten - rein, warten dass es wieder wärmer wird... Hätte aber generell ob der Temperaturen gerne meine Exped Matte dabeigehabt - R 2,5 ist nicht die Welt - aber viel Besser als R-Stone Aber in Summe war es trotzdem ein nettes WE - und fast keine Leute am Weg.
  24. 7 points
    Onlyselter

    Impressionen aus meinem Schlafzimmer

    Vor ziemlich genau einem Jahr und zwei Tagen, irgendwo an der Ostsee. Ein herrlicher Sommer war es... Wird Zeit für ein ähnliches Bild in diesem Jahr .
  25. 7 points
    cafeconleche

    Impressionen aus meinem Schlafzimmer

    20. Mai auf PCT, kurz nach dem Aquaduct, also noch lange vor der Sierra.... es ist ein besonderes Jahr...
  26. 7 points
    Ist es ein Daunenschlafsack wiegt er über 1kg bei manchen Beiträgen bekommt man das Gefühl, dass sie ausschließlich ihr eigenes Equipment promoten möchten
  27. 7 points
    wilbo

    Lanshan 1

    Der Osterhase hat mir ein rotes Ei gelegt. Wie bei allen Pyramiden sollte der Grundriss rechteckig aufgebaut werden. Möchte man ein Versetzen der Heringe vermeiden, kann man sich mit einer diagonalen Aufbauschur behelfen. Diese clipst man in die gegenüberliegenden Ringe an den Ecken und bekommt damit gleich einen rechten Winkel im Grundriss. Am besten steht das mid übrigens mit 130 cm Höhe und A-frame Stöckern, (2 x 160 cm). Baut man das shelter mit einem einzelnen Stock auf, liegt durch die Schräge zu wenig Spannung auf der hinteren Hälfte des mids. Schwer zu erkennen. Die hintere Diagonale vom Innenzelt hängt etwas durch. Mit der Abspannung am vorderen Lüfter kann man mehr Zug auf die hintere Konstruktion bringen und das inner straffen. (Natürlich kann man auch einen einzelnen Stock im inner platzieren. Das habe ich allerdings noch nicht getestet.) Um das inner im fly höher aufspannen zu können, musste ich den Gummizug verkürzen. Indem ich einen kleinen Karabiner direkt in die beiden Gurtbandschlaufen eingefädelt habe wurde die ganze Aufhängung kürzer. Das funktioniert ganz gut muss aber vorm Aufbau gemacht werden, da man später nicht mehr so leicht in die Spitze kommt. Das inner hat eingebaut die Maße 220 cm x 100 cm bei 125 cm Höhe. Ich nehme an, dass es alleine aufgebaut etwas länger ist. Dadurch, dass das fly IMHO etwas zu kurz gebaut wurde*, kann man das Innenzelt nicht besonders stramm spannen. Der vordere Abspannpunkt vom inner wird mehr nach vorne, als zur Seite gezogen. Beim hoch abgespannten fly wird es auch nicht besser. Zusätzlich beginnt die Bodenwanne zu schweben. Die hinteren Abspannpunkte sind mit einer Gummilitze an den Eckpunkten fixiert. Das ermöglicht einfaches Verstellen der Bodenwanne über die vorderen Schnüre. Schlau gelöst! In der Mitte der Bodenwanne ist ein weiterer Gummizug. Den kann man aufknoten und in voller Länge dann auf den hinteren Hering legen. *Die Maße vom fly sind: Länge 255 cm x Breite 180 cm x Höhe 130 cm Beim bodennah aufgebauten fly sieht das mit einer z-lite so aus. Die Nutzlänge vom fly beträgt bei 20 cm Höhe immerhin 220 cm und bei 30 cm Höhe 195 cm. Sobald das fly bodennah heruntergezogen wird, bleibt vom inner eine knappe handbreit Luft zum fly. Mit meinen 1-85 passe ich da noch gut rein. Wenn ich mir am Kopfende etwas Platz lasse, berühre ich mit dem Fußende des Schlafsacks schon mal das Außenzelt. Sobald man den mittleren line-loc am Saum weit abspannt, erweitert sich der Zwischenraum zum fly deutlich. So bekommt man mehr Luft am Kopf- und Fußende. Die drei lifter mit denen inner und fly verbunden sind, funktionieren hervorragend und erweitern den Innenraum wie es sein soll. Alle drei Abspannschüre könnten aber gerne einen Meter länger sein. Die Verarbeitung ist im Großen und Ganzen wie immer sehr gut. Aber zum erstem Mal habe ich bei einem 3F shelter einen kleinen Nähfehler entdeckt. An der Spitze ist der Nähfuß kurz aus der Bahn geraten. Für mich keine große Sache da es leicht zu reparieren ist. Beim Aufbauen fällt auf, dass die Reflex-Schnüre in den Line locks nicht wirklich gut flutschen. Durch den eingeflochtenen Reflex-Faden ist das Verstellen schwergängig und hakelig. Wahrscheinlich werde ich die Bodenschnüre auswechseln. Am Eingang gibt es zwei line-loc´s die in der Mitte eine Zugentlastung für den Reißer haben. Der 3c Reißverschluss sieht mir sehr zart aus. Beim Schließen ist die Zugentlastung echt hilfreich. Eigentlich dachte ich, dass das Lanshan-1er auch ein brauchbares Winter-shelter abgeben könnte, doch so aus der Tüte wird daraus wohl nichts. Auch beim 3F solid inner ist der Abstand zum Außenzelt immer noch recht gering. Wenn bei Feuchtigkeit das Zelt etwas durchhängt, klebt das inner sehr wahrscheinlich stellenweise am fly. Beim rumwurschteln im Zelt habe ich schon öfter das inner ans Außenzelt gedrückt. Überraschenderweise passen die lifter vom solid inner genau an die Abspannpunkte vom mid! Um den Abstand zum inner zu vergrößern, könnte man das fly zusätzlich mit breiten snowflaps ausstatten. Damit wäre dann ein höherer Aufbau windgeschützt möglich. Hoch aufgebaut ist die Länge im Sommer sowieso kein Problem. Möchte man es im Herbst oder Frühjahr windgeschützter, wird es für mich wahrscheinlich etwas eng. Solange man das Fußende des Schlafsacks aber mit der Regenjacke schützt und sich das Abwettern auf ein, zwei Tage beschränkt, dürfte das sicher kein Problem sein. Alles in allem ein schönes, günstiges 1p shelter mit etwas Optimierungsbedarf... VG. -wilbo- P:S.: Vielleicht kann ein netter mod ja die Beiträge vom hans im glueck ergänzen... https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5765-china-clone/page/4/?tab=comments#comment-124320 https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5765-china-clone/?do=findComment&comment=123127 https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7790-zelt-und-schlafsack/?do=findComment&comment=124317
  28. 7 points
    fettewalze

    Impressionen von Touren

    Gezwungenermaßen Ende März nur mit Handgepäck nochmals auf dem GR221/Mallorca unterwegs, da der für die Einführung ins Wandern vorgesehene Begleiter sich kurzfristig schwer am Bein verletzt hatte. 4 Nächte unter freiem Himmel bei sehr gutem, aber kaltem Wetter verbracht und viele neue Alternativ-Routen ausprobiert. Relevant gear: GG G4, Biwaksack, 20 Jahre alter Yeti-DaunenSs +5°, Salomon XA Enduro W, kaltes Essen Bilder sind unbearbeitet und stammen von einem "Knipser". Definitiv sollte man auf dem Weg von Lluc nach Pollenca von der Standardroute abweichen und den Weg über den Puig Tomir einschlagen. Wahnsinnig schöne Blicke bis Cap Formentor vom Gipfel und dann einem Hochplateau sind weitaus angenehmer als stures durch den Wald und Vorstadtgelaufe.
  29. 7 points
    der_ploepp

    Extra heavy

    Zählt Heavy Metal?
  30. 7 points
    Je näher ich Titisee-Neustadt kam, umso öfter war der Feldberg zu sehen.. bis dato dachte ich, da musst du auch noch rüber und freute mich drauf.. :-/
  31. 7 points
    Nach zwei anstrengenden Tagen durch den Wald erreichte ich das kleine Örtchen Hausach mit der Burgruine Husen... hier hatte ich eine Herbergsunterkunft und konnte meinen Kamerakku wieder aufladen, der zwischen Forbach und Hausach leider seinen Geist aufgab.. :(
  32. 7 points
    Durch ein typisches Schwarzwälder Heuhüttental ging ich auf Forbach zu.. vorbei an einer Mineralquelle und letztlich über die bekannte Forbacher Holzbrücke über den Fluß Murg...
  33. 7 points
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald. Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen. Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  34. 7 points
    Andrea

    Vorstellungsthread

    Da ich nach langem anonym stöbern in euren tollen Treads mich gestern doch endlich zur Registrierung getraut habe, möchte ich mich natürlich auch gleich kurz vorstellen (bevor mich der Mut verlässt). Mein Name ist Andrea, komme aus dem schönen Oberösterreich und durfte letztens meinen 50er feiern. Von klein auf war ich wandern und bergsteigen, doch irgendwann rückte Beruf und danach Familie in den Vordergrund. Fakt ist, ich war bis vor 4 Jahren ein Couchpotatoe der Sonderklasse. Just als ich zwei, drei Jahre lang wieder brav meine kleineren und größeren Touren ging, machte es peng und beide Kreuzbänder im Knie rissen (keine OP danach, nur brav Physio und Muckibude). Seit der Kindheit waren meine Touren immer 1-2 Tagesmärsche und immer auf einer Hütte übernachtet. Also bin ich kein wirklicher Outdoorer - bis jetzt! Da man bekanntlich im Alter weiser wird, habe ich mich entschlossen nächstes Jahr 2 Wochen in den geliebten schottischen Highlands zu verbringen - mit allem Drum und Dran und alleine. Da meine Ausrüstung definitiv für UL nicht ausgelegt ist, wird bis auf meine Schuhe alles neu gekauft - würde mich freuen, wenn ihr mich hier etwas unterstützen würdet - werde die Tage einen Tread mit meiner schon erstellten Liste - die irgendwie nicht UL-tauglich werden will. einstellen. Zur Not nehme ich 1-2 Kilo mehr auch in Kauf.... mein Knie soll sich nicht so mimosenhaft anstellen Wenn ihr noch etwas wissen wollt ... einfach fragen ... Schönes Wochenende wünsch ich Euch Andrea
  35. 7 points
    climbinguke

    Impressionen von Touren

    Ebenfalls WHW
  36. 7 points
    climbinguke

    Impressionen von Touren

    West Highland Way In der Osterwoche. Es war streckenweise ziemlich viel los, aber es gab auch ruhigere Plätzchen abseits von der Masse Meine erste Wanderung mit Trailstar, den ich leider noch nicht gut abgespannt hin bekomme. Wir haben zu dritt drunter geschlafen, was zwar möglich, aber schon etwas beengt ist. Zum Glück war das Wetter entsprechend schön. Vielen Dank für alle UL Tipps im Vorfeld!
  37. 6 points
    hallo, nur eine kleine anmerkung, warum man auch im sommer diese taschenlampe dabei haben kann. schmerzlinderung nach mückenstichen in der 320lm einstellung wird TIP sehr heiss an der optik. diesen heissen (und sehr gut fokussierten) punkt benutze ich um mückenstiche / zeckenbissen ( nach entfernen der zecke) damit zu behandeln. es ist sehr viel leiter handhabbar und dosierbar, als irgendwelche gegenstände mit dem feuerzeug zu erhitzen und sie dann auf den stich zu bringen. in diesem sinne, freudige mückenzeit heff
  38. 6 points
    Desdemona

    12 Overnighter im Jahr 2019

    #4 ...ich hole auf:) diesmal def nich UL aber Mann und der pfadfindersohn waren mit an Board.
  39. 6 points
    skullmonkey

    Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Wie Blocke ich die A-Löcher von der AfD in meinem digitalen und offline Leben? So:
  40. 6 points
    khyal

    SMD Verarbeitungsqualität

    So, ich hatte das mal ueber meinen Kontakt SMD selber gestern Abend zur Kenntnis gebracht, ich finde es wichtig, dass da, wo es mal hakt, das auch dem Hersteller zur Kenntnis zu bringen, damit er es bzw die Prozesse verbessern kann, wir wollen ja schliesslich alle moeglichst gute Qualitaet fuer unser Geld Sie hat mir kurz danach zurueckgeschrieben, dass das natuerlich nicht die Qualitaet ist, die sie ueblicherweise ausliefern und ausliefern wollen, dass das natuerlich reklamiert werden sollte. @michi_oer Da ich aus div Threads mitbekommen habe, dass Reklamationen bei dem Haendler, wo Du gekauft hattest, schon mal, sagen wir ziemlich zaeh ablaufen koennen, hatte ich sie diesbezueglich auch gefragt, ob Du in dem Fall Unterstuetzung von SMD direkt haben koenntest. Ich kann Dir das Angebot machen, solltest Du keine gute, schnelle Loesung mit dem Shop finden, kannst Du Dich bei mir melden und ich unterstuetze Dich im Kontakt mit dem Customer Support von SMD (weiss z.B. nicht, wie gut Dein Englisch ist) und sie haben zugesagt, dass sie dann eine Loesung mit Dir finden, die fuer Dich zufriedenstellend ist. Von meiner persoenlichen Einschaetzung her, sind die gezeigten Stellen nicht technisch relevant, aber natuerlich optisch unschoen und nicht einem neu gekauften Markenzelt angemessen, in dem Sinne, dass es die zu erwartende Haltbarkeit des Zeltes dadurch nicht negativ beeinflusst wird, aber natuerlich erwartet man, dass, wenn man ein Zelt fuer > 200 € kauft, es in einem dem Preissegment angemessenen Verarbeitungszustand ist. (damit meine ich, dass z.B. bei HMG oder dem von mir so gerne empfohlenen anderen Zelt (ich will es nicht schon wieder erwaehnen ) natuerlich andere Naehte (an relevanten Stellen Doppel-Kappnaehte) verwendet werden, aber die Teile kosten auch > 1000 €) Ein guter Haendler wird imho halt zumindest fluechtig ueber ein Zelt drueber schauen, bevor er es an einen Kunden ausliefert, kenne ich zumindest von den Haendlern, bei denen ich mein Material die letzten Jahre bezogen habe, so. Bei nicht richtig versaeuberten Naehten wird er dann kein Fass aufmachen, sondern eben dann mit der Schere die losen Nahtfaeden abschneiden (gibt z.B. auch einen anderen Hersteller im mittleren Preissegment, der im Gegensatz zu frueher, seine Produktionsmethoden, sagen wir mal, kostenoptimiert hat und wo haeufiger die Nahtfaeden zwar abgeschnitten sind, aber Du beim Erstaufbau gleich den Staubsauger rausholen kannst, da sie es da haeufiger nicht noetig haben, die losen Faeden auch rauszuraeumen). Anders sieht es schon mit den nicht sauber abgeschnittenen Stoffen aus, klar kann man das mit der Nagelschere beischneiden, aber da erwarte ich, dass das ein sauberes Bild ergibt und nicht wie mit der Heckenschere abgeschnitten aussieht Was die Ecknaht betrifft, wuerde ich das bei einem in D gekauften Zelt (und damit halt einfache Reklamation, voellig andere, fuer den Kunden guenstigere Rechtslage, als bei Eigenimport) auch klar reklamieren, wenn dies nicht moeglich ist, weil z.B. im Ausland gekauft, wuerde ich Seamgrip drueberschmieren und die Stelle "vergessen". Was nun das Material betrifft, nun ja, daran sind ja die Foren nicht ganz unschuldig, wenn da ohne qualifizierte Betrachtung alle paar Wochen laesternd eine neue Sau durch´s Dorf getrieben wird. Wenn z.B. ueber das angeblich hohe Dehnen von Si-Nylon generell bei Naesse gelaestert wird. Was imho Bloedsinn ist, das haengt stark von Stoffdicke (da dehnt sich z.B. ein D30 deutlich weniger als ein D15), von der Stoffqualitaet (you get, what you paid for) und natuerlich von der Zeltkonstruktion (um gute UL-Zelte zu bauen, braucht es Erfahrung und ueber einen laegeren Zeitraum verkaufte Zelte, um Rueckmeldungen von Kunden verbessernd in die Konstruktion einfliessen zu lassen, da kommt halt Mist raus, wenn z.B. ein Hersteller, der im schwereren Segment sehr gute Zelte baut, meint, er koenne mal eben im UL-Segment Umsatz machen, indem er die schweren Stoffe durch sehr duennes Si-Nylon ersetzt und dann diesem irgendwelche Fantasienamen gibt ). Wenn dann z.B. Si-Poly in einem Forum hochgehyped wird und dann nach einiger Zeit, oh Wunder festgestellt wird, dass es ja gar nicht die Reissfestigkeit von Si-Nylon hat (vom Vergleich mit DCF will ich lieber gar nicht anfangen, da kann natuerlich auch kein Si-Nylon mithalten, aber das spielt auch in einem anderen Preissegment und die "haltbare" Verarbeitung braucht auch viel Erfahrung, da reicht es nicht, wenn ein Hersteller versucht, seine Erfahrung von Si-Nylon zu verwenden). btw gerade bei SMD hast Du ja nun auch die Auswahl von allen Materialien z.B. im Solozelt-Bereich das Lunar Solo in Si-Poly, die Deschutes Varianten in Si-Nylon und alternativ als DCF... Was nun den Brandschutz in US betrifft, ja, vereinfacht geschrieben, es gibt einzelne Staaten drueben, da muss ein Zelt erhoehte Brandschutz-Bestimmungen erfuellen (es darf sozusagen nicht brennen, wenn Du es ansteckst, imho spinnen manchmal die Amis noch mehr als die EU mit ihren Staubsaugerverboten usw ) und da reagieren die Hersteller unterschiedlich drauf, manche aendern halt das Material , um auch in diesen Staaeten Umsatz zu machen und Andere sagen halt, so einen Bloedsinn mache ich nicht mit, wenn ich ein anderes Material fuer besser halte, dann verkaufe ich halt in diesen Staaaten nicht... Haeufig denke ich mir auch sozusagen uebertragen "Schuster bleib bei deinen Leisten", wenn z.B. ein Hersteller, der schon viele geile Si-Nylon-Zelte gebaut hat, versucht, um da auch noch ein paar Marktanteile zu machen, im DCF-Bereich mitzumischen, obwohl er da wenig Erfahrung hat und lt eigenen Aussagen da selber nicht von ueberzeugt ist. Dann soll er doch lieber das DCF-Material den Profis ueberlassen, die da Jahrzente mit Erfahrung haben. Was das Rumschlingern wegen Marktanteilen betrifft, finde ich eigentlich die Aussage von Martin Zemeck von Slingfin richtig klasse und spricht mir aus dem Herzen "Making great gear is easy if you have the balls to do it, and you know how. You cut out the product manager who does not know how to make anything, and solve design problems instead of filling product slots for the retail buyers' positioning strategies"
  41. 6 points
    martinfarrent

    Luxus Items / heavy gear

    E-Reader. Unbedingt.
  42. 6 points
    ManniAT

    12 Overnighter im Jahr 2019

    #3 Da am Donnerstag endlich mein 3F UL 2 - 4 Seasons gekommen ist musste das natürlich gleich probiert werden. Die dazugehörige Rundwanderung musste ich heute leider verkürzen, weil ich Angst hatte nicht weg zu kommen (viel Schnee samt Schneebruch). Der Morgen danach... Setup bei Regen ging problemlos, innen alles trocken. Darum bin ich lieber aus der Gegend weg. Platz genug - und ja gewisse Sachen sind redundant - aber schlechtes Wetter samt neues Zelt...man weiß ja nie
  43. 6 points
    Hi, ich hoffe, ich dopple das andere Schlaf-Setup Thema nicht, das sich ja eher um Sicherheit des Schlafplatzes bezüglich Ästen u.ä. dreht. Mich würde interessieren, ob ihr bei den Schlafplätzen eher die Taktik "verstecken" anwendet (also möglichst unsichtbar im Wald bleibt) oder ob ihr eher offensiv damit umgeht (unter dem Hochsitz oder offen auf einem Grillplatz zelten weil man eh keine ernsthaften Konsequenzen erwartet). Ich frage deshalb weil wir -als Paar- nach über bestimmt 100 'wilden' Übernachtungen immer noch oft diese Diskussion führen: Müssen wir uns wirklich verstecken oder ziehen wir schöne Plätze mit Aussicht und ggf. mehr oder weniger netten Begegnungen vor. Meine Fragen wären die folgenden (mit unseren Erlebnissen in rot)... würde mich über statistikfähig viele Antworten freuen.... die ich dann gerne mit einem Versuch der Auswertung zusammenfassen kann. 1.) Wie oft habe ich schon 'wild' mit Tarp/Zelt übernachtet ~ 100 Mal (Europa, in Deutschland ~30 Mal) 2.) Ich campe eher möglichst versteckt / gerne offen 70% / 30% 3.) Wie oft bin ich dabei unangenehm erwischt/weggejagt/ermahnt/abkassiert worden wie oft? 0 welche Konsequenzen? keine positive Erfahrungen? ~3 welcher Art? freundliche Unterhaltungen mit interessierten Menschen 4.)Welche Maßnahmen treffe ich, um das Risiko zu minimieren Lager auf-/abbau nur im Dunkeln ja / meist / nein Grundbesitzer ausfindig machen und fragen ja / meist / nein Am Lager kein Licht, kein Feuer, nicht Kochen ja / meist / nein Besonders versteckte Stellen (z.B. im Wald) ja / meist / nein weitere ? soweit möglich abseits von Stellen, die von Gruppen (Jugendliche?) frequentiert erscheinen (Parkplatz-/Ortschaftsnähe, Graffity, Glasscherben/Kronkorken) 5.) Besondere Erlebnisse (nicht mit Tieren ) Bei einer Übernachtung an der Donau hatten wir das Zelt schon in der frühen Dämmerung aufgestellt. Nahe der Donau, 200m weg vom Weg auf der Wiese, aber von dort nicht einsichtig. Uns fällt fast die Tasse aus der Hand als in -gefühlt 5 Meter Entfernung- ein sehr lauter Schuss fällt. 30 Sekunden später tritt ein gesichtsvermummter Mann mit Tarnfleck-Anzug und Flinte unterm Arm aus den Büschen ... zieht die Maske ab und sagt sinngemäß: "Nicht dass ihr erschreckt: Ich jage hier auf Enten in der Donau. Habe euch aber gesehen und passe schon auf dass ihr nicht in meiner Schusslinie seid". Ungefähr 5 Schüsse und 20 Minuten später war wieder Ruhe, wir haben dank Rotwein in der Tasse dann aber trotzdem gut geschlafen Vielen Dank wenn ihr euch die Zeit nehmen könnt, gerne auch eine Zusatzfrage einfügen falls ihr die wichtig findet.
  44. 6 points
    JudithM

    Vorstellungsthread

    Hallihallo, Nachdem ich als stiller Schmökerer hier viele Tips bekommen habe wollte ich mich kurz vorstellen: Weiblich, ü 50, Lauf- und Wanderbegeistert mit Faible (und leider wegen Family wenig Zeit) fürs Fernwandern. Mein erster richtig längerer Weg war der GR20 in Corsica , auf das Forum kam ich, nachdem ich meinen dafür probeweise gepackten Rucksack gewogen hatte: 15 kg ohne Nahrung! damit wäre ich niemals über die Berge gekommen! Inzwischen habe ich eine gute Mischung zwischen UL, Mehrzweckverwendung und Verzicht:-)...macht richtig Spass, die Planung! meine nächste Tour wird die Rota vicentina, bzw. der Fischerweg in Portugal- freu! LG Judith vom westl. Bodensee
  45. 6 points
    baenjo

    Huaraches

    Auch ich habe mit neulich Huaraches angefertigt. Verwendet wurden: Vibram Supernewflex 6mm Flache Schnürsenkel ohne Seele So wirklich getestet habe ich die Sandalen noch nicht, ich werde mich aber mit mehr Erfahrungen zurückmelden. Um die Schnur unten an der Sohle zu befestigen, habe ich keinen Knoten gemacht, sondern die Schnur angeschmort und flach gedrückt, so rutscht sie nicht durch das Loch und das Ganze ist flacher als ein Knoten. Hier noch einige Bilder:
  46. 6 points
    sja

    Impressionen von Touren

    2 Tage in der Lüneburger Heide. Schneverdingen - Wilseder Berg (! ) - Wilsede - Totengrund - Brunautal. Am nächsten Tag über das Möhrer Moor zurück nach Schneverdingen.
  47. 5 points
    Wanderfalter

    Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...

    ... wenn du nach Berlin ziehst und bevor du Gardinen gekauft hast, dir erst mal bei Extremtextil größere Mengen UL-Stoffe kaufst. Und dann bei einem überraschenden Übernachtungsbesuch die wohl weltweit ersten Dyneema-Gardinen aufhängst. Man sieht schön den Unterschied zwischen dem DXG mit 60g (links) und 160g (rechts).
  48. 5 points
    MeisterGrimbart

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Endlich verfügbar! Nur $19! https://www.gossamergear.com/products/the-crotch-pot?fbclid=IwAR1tuAmbStPN78cwvgDFPr-J3UUSCQa2PmYFZx45XT9y36EPEccXLFH21C4
  49. 5 points
    zeank

    UL-Einsteiger: Zelt vs Tarp

    Die Monate in denen Mücken wirklich zur Plage werden, sind doch aber eher begrenzt. Kommt natürlich auch aufs Gebiet konkret an. Wird es mir zu viel nehm ich meinen Biwaksack. Das sind dann 250g Biwaksack und 200g-600g fürs Tarp, je nachdem. Mit dem Biwaksack kann ich aber auch direkt unter freiem Himmel schlafen oder im vindskydd, wenn es sowas gibt. Mir ist schon klar, dass das nicht jedermanns Sache ist und dass die meisten ein Zelt nutzen, aber mir halt so lieber. Einfachheit, Naturnähe etc., bereits erwähnt. Ich krieg zB schon Ausschlag wenn ich nur das Klicken der Zeltstangen höre und das ewige Auf und Zu der Reisverschlüsse. Ich verstehe auch, dass so ein Zelt vielen ein Gefühl der Geborgenheit gibt und kann das auch selbst nachvollziehen. Aber irgendwie ist für mich dieses Gefühl unterm Tarp noch intensiver. Weil näher dran? Ich weiß es nicht. Persönlich ist mir das Gefühl der Unkompliziertheit extrem wichtig. Drum schlaf ich eigentlich am liebsten in sheltern. Man wirft seine Matte rein, rollt den Schlafsack aus, macht Feuer, isst, singt(?), lacht, dreht sich um, kuschelt sich rein und schläft. Scheisse, Zähneputzen vergessen!
  50. 5 points
    dennisdraussen

    Ernährt sich hier noch wer ketogen?

    70-80% aller Krankheiten und Wehwehchen gehen eh spontan wieder weg ( chronische nicht), das erklärt meist warum Ernährungsumstellungen,„Alternative“ Praktiken und Tieropfer „gefühlt“ so toll funktionieren.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+02:00 eingestellt
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