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Ultraleicht Trekking

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  1. 35 points
    Auf der Suche nach dem weißen Gold 2.0Nach der mehr oder weniger erfolgreichen, aber dafür umso lustigeren Wintertour 2017 stand schnell fest: Das schreit nach Wiederholung!Die Einzelheiten waren nach 4 Seiten PNs schnell geklärt. Dabei sind Kai, Benne, Florian, Andi, Wilbert und ich.Und der Countdown läuft!T - 28 Tage: Datum: 19. bis 20.1.2018T - 3 Tage: Ort: Thüringer WaldT - 2 Tage: Florian hat sich von seinen Kindern mit irgendeinem Kindergartenbazillus anstecken lassen.T - 1 Tag: Das Stürmchen Friederike hat das Dach von Florians Werkstatt angeschält, die nun unter Wasser steht. Florian ist damit zu 100% raus. Kai und Benne haben sich auf Florians Zelt, Ofen, Schlitten und Badelatschen verlassen und können daher auch nicht mit.T - 10 Stunden: Wilbert checkt nochmal die Bahnverbindung: Alles frei!T - 5 Stunden: Wilbert tritt verärgert den Rückweg an, nachdem er drei Stunden lang auf halber Strecke wegen irgendeiner Störung warten musste ohne Auskunft ob und wann es weiter geht.T - 2 Stunden: Wir erklären das Unterfangen für dieses Mal als gescheitert und verschieben die Wintertortour auf einen anderen Termin. Leider hieß das ein Jahr warten, denn all unsere Kalender waren prall gefüllt...Weißes Gold 3.0 oder "Sie trugen seltsame Gewänder und irrten ziellos umher."T - 3 Monate: Andi und ich treffen uns auf dem UL-Herbsttreffen und beschließen: Eine neue Wintertour muss her!Erzgebirge? Zu weit! T - 2 Monate: Andi bekommt Pfeiffersches Drüsenfieber...T - 1 Monat: Thüringer Wald? Mittig, schneesicher, ... Jau. Kai und Benne sind wieder dabei.T - 12 Tage: Wetterbericht: Warm, Regen... hm... T - 10 Tage: Wetterbericht: Temperatursturz!T - 7 Tage: Mawi und Omorotschka fragen mich ob ich Bock hätte auf eine gemeinsame Wintertour und ich lade sie zu uns ein.T - 3 Tage: Wetterbericht: von Stunde zu Stunde wärmer und wärmer... Vielleicht ist Akira dabei, vielleicht ist Kai nicht dabei, vielleicht können alle fahren, vielleicht keiner. Nix genaues weiß man vielleicht nicht. Oder so...T - 2 Tage: Bieber ist dabei. T - 1 Tag: Wilbert, Andi, Bieber und ich kommen nachmittags an. Florian, Kai, Benne und Akira abends. Mawi und Omorotschka nachts.Treffpunkt ist unser erstes Nachlager am oberen Sieglitzteich.Wetterbericht: Sturmwarnung!Und dann ist es endlich soweit. Ich hole Wilbert mittags vom Bahnhof ab und zusammen reiten wir die letzten paar hundert Kilometer auf Miss Pretty Richtung Oberhof. Auf einem Parkplatz treffen wir Andi und Bieber. Nach einer schnellen und herzlichen Begrüßung merken wir: FUCK ist das kalt!!! Schnell zurück ins Auto! Der beißende Wind hat in Sekunden unsere Finger und Füße taub werden lassen. In den kleinen Autos versuchen wir uns möglichst elegant umzuziehen. Zwei spielende Mädchen haben einen riesen Spaß uns dabei zuzusehen. Schnell raus, Rucksäcke auf, Schneeschuhe und Skier an und ab in den Wald, wo es windgeschützter ist. Doch etwa 10 Meter vor dem rettenden Eingang bricht Andi eine Schnalle am Schneeschuh. Fummel, Knot, Fluch ... Ach das muss jetzt halten. Schnell weiter!Der Teich ist schnell und einfach gefunden. Doch durch die offene Fläche ist es hier auch sehr windig. Etwas abseits finden wir einen abgelegenen Weg, der von vielen jungen Bäumen gesäumt ist und ausreichend Schutz bietet. Zelte machen, Tarps machen, Feuerholz machen, Feuer machen, gemütlich machen! Als gerade das Feuer brennt treffen auch Akira, Benne, Kai und Florian ein. Alle Kochen, alle essen, alle quatschen.Gegen 19.30 schreibt mir Mawi, dass er und Omorotschka am Parkplatz starten. Gegen 20.45 mache ich mir Sorgen und suche die Beiden, denn wir haben nur etwa 20 Minuten vom Parkplatz bis zum Teich gebraucht. Nix zu sehen...Irgendwann rufe ich Mawi an: Ähhh ja... Wir haben eine Abkürzung genommen... Alles klar!Irgendwann später tauchen die beiden auf. Mawi fällt alleine auf den letzten Metern mehrmals um. Irgendwas scheint an seiner Ski-Schlitten-Kombination nicht zu funktionieren. Vielleicht sind es die 18kg Wasser, die er zu Testzwecken geladen hatte?! Wer weiß?!Bald setzt Schneeregen ein und alle verziehen sich nach und nach in ihre Betten.Es schneit die ganze Nacht, aber alle scheinen gut geschlafen zu haben. Auf dem Weg zur Morgentoilette schnarcht es aus allen Ecken. Nur Wilbert ist schon unterwegs und schießt seine Kamera heiß! Ich schnappe auch einige Schüsse und verziehe mich dann zurück in den Schlafsack fürs Frühstück.Etwas später fangen alle Zelte an sich zu bewegen und das Lager erwacht. Zähne Putzen, Zelte abreißen, packen, los! Nur wie anziehen? Von außen Regen oder von innen schwitzen? ... Naja, Hauptsache wir sind draußen!Wir bewegen uns auf abgelegenen Forstwegen auf und ab und auf und ab. Leider sind die Forstwege, obwohl weit ab von Rennsteig und Loipen, fast komplett geräumt. Dazu kommt, dass der wenige verbliebene Schnee an allen Skiern und Schneeschuhen stollte und klebte. So hatten wir uns das nicht vorgestellt! Passend zur Mittagspause erreichen wir den Bärenstein, wo in Gedenken an den letzten getöteten Bären Thüringens eine Schutzhütte errichtet wurde. Gemütlich ist die Hütte eigentlich, aber nicht richtig winddicht. Daher bleiben wir nicht sooo lange und machen uns auf die zweite Hälfte des Weges. Nur einmal über den Hügel und dann die zweite links. Gesagt getan. Doch nach einiger Zeit taucht da ein großes Tal auf, dass da nicht sein sollte. Hm... Andi zückt sein Schlaufon und siehe da: Doch falsch abgebogen. Verdammt! Jetzt haben wir den Bärenstein fast komplett in einem großen Bogen umrundet. Wir sind also komplett in die falsche Richtung unterwegs. Das war nicht der Plan! Was nun? Am sinnvollsten erschien es Andi den Kreis voll zu machen und dann abzubiegen Richtung Lütschestausee. Denn am Stausee gibt es einen Campingplatz mit einer Wirtschaft und damit die Chance auf ein frisches Bier! Gesagt getan. So trafen wir bald wieder auf unsere alten Spuren vom Morgen, stiegen dann aber zum See ab. Am Campingplatz lief ich voraus um die Öffnungszeiten der Wirtschaft zu prüfen. Ein tiefes, emotionales Seufzen geht durch die ganze Truppe, als ich zurückkommend den Kopf schüttle. Immerhin ist es nicht mehr weit bis zum geplanten Nachtlager und die Aussicht auf Lagerfeuer, warmes Essen und warme Schlafsäcke treibt uns die letzten Meter an.Platz erreicht, Aufbauen, Holz sammeln, Feuer machen. Wiedermal dienen Biebers Tortilla-Chips als Anzünder. Es riecht nach Fritteuse. Aber so richtig wollte das Feuer heute nicht brennen. Was machen wir falsch? Letzte Nacht hat das Feuer immer dann sehr gut gebrannt, wenn Wilbert nachgelegt hatte. Wo ist Wilbert? Liegt er schon im Bett? Er sah auf den letzten Metern auch ziemlich fertig aus. Wir qualmen uns einen ab, kochen, essen. Bald setzt wieder ekelhafter Schneeregen ein und alle verziehen sich recht früh in ihre Gemächer. Der Schneeregen hielt die ganze Nacht an, so, dass am nächsten Morgen alles nass war. Alles. Von allen. Zum Glück ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangsparkplatz. Auf den letzten paar hundert Metern hatten wir sogar noch einmal richtig schönen hohen Pulverschnee. Tatsächlich war das sogar das einzige Stück, auf dem unsere Schneeschuhe und Ski adequat zum Einsatz kamen. Über das ganze Wochenende konnte man in der Gruppe gut erkennen, wie auf Grund der Schneebedingungen immer mehr Ausrüstung vom Schnee an die Rucksäcke wanderte.Am Parkplatz wurden schnell die Autos schnell freigeschaufelt und dann ab zum nächsten Restaurant. Andi fand einen Laden, der nicht nur sein Lieblingsbier nicht führte, sondern auch versuchte mit flackernder LED-Beleuchtung und 90er Techno epileptische Anfälle bei uns auszulösen. Zum Glück waren wir alle zu platt dafür.Auf der Heimfahrt ist dann noch die Zylinderkopfdichtung von Miss Pretty gerissen. Und am Montag hat es bei mindestens dreien von uns aus allen Rohren gespritzt. Ob das an dem Technoschuppen lag oder am Bachwasser von Samstag Nachmittag? Wer weiß!Naja... Trotzdem freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Winter und auf die nächste Wintertour!Bilder von Wilbert, Omorotschka und mir.mfgder Ray
  2. 30 points
    Die kalten Finger und Zehen beim Fahrrad fahren, die der hereinbrechende Winter mir gerade beschert, lassen mich zurück an den nicht lange zurückliegenden Oktober denken, der dieses Jahr so besonders warm und schön war. Schon lange hatte ich den Plan, die Strecke zwischen meinen beiden Heimatsorten, nicht nur mit dem Bus oder Zug, sondern mit dem Fahrrad zu überwinden. Für gewöhnlich braucht man zwischen fünf oder sieben Stunden um von Berlin nach Aalen, ein Städtchen in Süddeutschland, zu gelangen,; Je nachdem welches Transportmittel man wählt. Auf nur zwei Rädern sollte es diesmal um einiges langsamer gehen, dafür aber um ein vielfaches spannender werden als eine Flixbusfahrt auf der Autobahn. Mit dem Kartenprogramm Kommot, plante ich eine Route, die viel Natur mit einschließt, Dörfer und Städte meidet und aus möglichst viel nicht asphaltiertem Untergrund besteht. Mit einem Abstecher durch den Harz sowie nach Würzburg, kommt die Strecke auf insgesamt 700km, die ich an sechs Tagen abfahren wollte. https://www.komoot.de/tour/46619585?ref=wtd Die Reise war für Fahrrad, Equipment und mich eine Premiere in Sachen Bikepacking. Bislang hatte ich nur kleinere, ein bis zwei Tagestouren unternommen. Dementsprechend aufgeregt war ich, als ich mit Profilreifen und für sechs Tagen Proviant in den selbstgenähten Taschen, mich früh morgens auf mein Gravelbike schwang. Bei strahlendem Sonnenschein rollte ich auf bekannten Wegen durch den Grunewald in Richtung Süden. Ich hatte versucht mir die Strecke der ersten Tagesetappe so gut wie möglich ins Gedächtnis zu prägen, denn die Herausforderung dieser Tour würde dieses Mal nicht das Unbekannte eines fernen Landes sein, sondern eher mein Smartphone immer mit genügend Strom versorgt zu wissen. Ich hatte mir nur eine grobe Übersichtskarte ausgedruckt. Diese sollte mich davor bewahren nicht völlig zu verzweifeln sollte mein Handy dann doch unerwartet den Geist aufgeben. Schnell musste ich feststellen, dass das Vorankommen stark vom Untergrund abhängig ist. Ich liebe Kiefernwälder. Jedoch bedeuten Kiefern auch meist sandigen Boden und so quälte ich mich in weiten Teilen Brandenburgs entweder im kleinsten Gang oder zu Fuß über kerzengerade Forstwege. Mir war nicht bewusst dass man trotz null Prozent Steigung und ohne Gegenwind so langsam sein kann ! Als die Sonne unterzugehen begann und ich den Hilferufe meiner Oberschenkel endlich Beachtung schenken musste, baute ich mein Lager auf einer kleinen Waldlichtung auf uns ließ es für heute gut sein. Meine Tagesetappe hatte ich zwar nicht ganz erreicht, was den grandiosen Sonnenuntergang aber in keinster Weise unatraktiver machte. Die Bäume zogen lange Schatten in der violetten Abendluft und im abnehmenden Kreis der Sonne zogen die Silhouetten zweier Reiter vorbei. In den darauffolgenden Tagen sollte ich an jeden Morgen und Abend in den Genuss eines nahezu perfekten Sonnenauf-, beziehungsweise Untergang kommen. In der Frühe noch in Handschuhe, Balaklava und Schichtsystem gehüllt, fuhr ich weiter bis ich mittags trotz kurzer Hose und Trikot, schwitzend, eine Pause einlegte und mit dem Kopf, gut gebettet auf einem Packsack, ein Schläfchen machte. Was kann man sich schöneres vorstellen, als durchs Land zu ziehen, wann immer man will die Seele baumeln zu lassen oder es auf Singeltrails ordentlich krachen zu lassen und in die wunderschöne Herbstlandschaft einzutauchen. Kurzum, ich kam mir vor wie ein Landstreicher aus alten Tagen. Die Pausen hatte ich allerdings auch nötig. Meine penible Streckenplanung stellte sich dann doch als ungenügend heraus, da mich die Route oft auf Waldarbeiterwegen führte die wahrscheinlich zuletzt vor zwanzig Jahren benutzt wurden. Ultraleicht macht auf jeden Fall auch im Fahrradtourenbereich Sinn, im Gegensatz zu vielen Meinungen; zumindest wenn man vor hat oder gezwungen ist sein Bike des öfteren zu schieben. Feldwege sind nicht gleich Feldwege, zumindest in Deutschland nicht. Die Größe der Steine, die den Belag darstellen, nehmen in südlicher Richtung stetig zu. Die tiefen sandigen Wege in Berlin und Brandenburg weichen allmählich den Geröllstraßen Sachsen-Anhalts und werden in Thüringen zu Mondoberflächen ähnlichen Passagen. Erleichterung bringen dann die in Bayern und Baden-Württemberg vorwiegenden fest komprimierten Schotterpisten, über die sich es so herrlich rasen lässt. In welchen Bundesland ich mich gerade befand gab mir nicht nur meine Beobachtungen über den Bodenbelag Auskunft, sondern auch Ihre Bewohner selbst. Wechselnde Akzente und Begrüßungsfloskeln verrieten mir schnell wo ich mich gerade befand. Als ich nur noch statt "servus" das mir vertraute "Grüß Gottle" vernahm, wusste ich, dass mein Ziel nicht mehr weit sein konnte. Dennoch entschied ich mich dafür noch eine Nacht im freien zu verbringen anstatt erschöpft und im Dunkeln zu Hause anzukommen. Ein weiteres mal den Biwaksack ausrollen, den Spiritusbrenner anzünden und die harten Muskeln dehnen. In wenigen Minuten hatte ich meine Freezerbagnudeln vertilgt und zufrieden schaute ich dem Landwirt zu, wie er auf seiner riesigen Maschine, wie auf einem Tron sitzend, seine ernte einholte. Am nächsten Morgen ging es auf abermals bekannten Wegen Richtung Heimat und mein kleines Abenteuer damit zu Ende.
  3. 25 points
    Lightlix

    Noch mal ein Rucksack :)

    Einen schönen guten Abend, da ich im Moment eh nicht viel zum Forum beitrage, dachte ich mir, ich stell einfach nochmal einen Rucksack rein Inzwischen wieder ne ganze Reihe Packs genäht, alle in der Absicht, sie auf dem PCT dieses Jahr einzusetzen. Meist aus Zeltbodennylon und/oder TPU Nylon, dann mit Endgewicht von ca. 220g. Jetzt wollte ich aber doch nochmal einen aus solideren Materialien machen, auch als Backup falls einer der fragileren Packs das nicht mitmacht. Hier ist er, frisch aus der Nähmaschine: Die Eckdaten: 293g X-Pac VX21 für Rücken und Boden X-Pac LS07 für den Rest elastisches Mesh von Gramxpert 106g/m2 Polyamidnetz für die Fronttasche Außentaschen aus DxG Höhe: 75cm Breite: 28cm Tiefe: 16cm Im Prinzip ein ganz simples Quaderdesign. Lediglich der Schnickschnack mit den Schultergurttaschen z.B. macht das Nähen etwas langwieriger als bei ganz minimalistischen Packs. Fragen immer raus, ansonsten hoffe ich er gefällt
  4. 24 points
    magoon

    E1 Deutschland -> Heim

    Vor gut einem Jahr habe ich Deutschland zu Fuß durchquert. Zeit für ein Resümee! Vor vielen Jahren, noch bevor ich überhaupt ans UL trekking gedacht habe, bin ich auf das Buch von Michael Holzach "Deutschland Umsonst" gestoßen. Dieses hat mich so sehr fasziniert, dass in mir der Traum wuchs auch einmal Deutschland zu durchqueren. Letztes Jahr hatte ich durch diverse Umstände endlich die Gelegenheit dazu. Mein Plan war es dem E1 von Flensburg aus zu Folgen um nach Hause in den Nordschwarzwald zu wandern. Zum Glück hatte ich einen Telegram-Channel um Freunde und Familie auf dem Laufenden zu halten, so kann ich die ganze Tour noch einmal für euch (und mich) rekonstruieren. Wegführung - Ab Flensburg ging es immer entlang des E1, mit folgenden Änderungen: Metropolen habe ich mit der Bahn umfahren. Diese waren: Hamburg und Frankfurt In Hannover machte ich einen Zwischenstopp bei Freunden Ab Darmstadt bin ich nicht mehr dem E1 gefolgt sondern eine eigene Route (Worms->Mannheim->Heidelberg->Bruchsal->Karlsruhe->Heim) Irgendwo unterwegs traf ich eine UL-Dame mit selbstgemachten Ikea-Rucksack. Falls du dies ließt - lieben Gruß. Ausrüstung: Ich hab mir keine Packliste erstellt, aber das Rucksackgewicht war etwa 6kg (ohne Nahrung). HMG Windrider 4400, Cumulus Schlafi, Deschutes+ und Innenzelt. 2 Shirts, 2 Unterhosen, 2 paar socken, kurze Hose und Regenhose, Windjäckchen, Cumulus Daunenjacke sowie Poncho. Rest, siehe Foto Gestartet bin ich in der ersten April Woche, da es die Woche zuvor nochmals einen Wintereinbruch gab, habe ich mich - Gott sei Dank - für ein Schlafi-Upgrade entschieden. Die Tour - Teil 1 In Flensburg bin ich mit einem Freund gestartet der mich die ersten zwei Wochen begleiten wollte um neue Ausrüstung zu testen. Der Auftakt war schon richtig "nordisch". Regen, Wind und furchtbar kalt. Dies reduzierte zwar das Rucksackgewicht, aber Stimmung kam nicht so wirklich auf. Zu mal man den halben Tag durch die Stadt bzw. Randbezirke läuft. Gegen 17 Uhr, völlig durchnässt und durchfrohren kamen wir an einer netten Unterstand vorbei. Hier sollten wir auch bleiben. Regen und windgeschützt kroch ich in meinen Schlafsack um mich wieder auf Temperatur zu bekommen. Keine 15 Minuten später schliefen wir und wurde erst wieder durch spielende Kinder geweckt. Es hatte nicht nur aufgehört zu regnen, es hat auch noch blauen Himmel! Und so sollte es auch die meiste Zeit bleiben. Die Wege waren teilweise noch richtig durchnässt und teilweise auch unter Wasser. Aber die Sonne war ab nun ein ständiger Begleiter. Hinweis: In Norddeutschland können auch Stacheldrähte unter Strom stehen. Ideal, wenn man den Pfützen ausweichen möchte . Bei Eckernförde ging es nun das erste mal auch ans Meer. Es gab das erste Fischbrötchen und die erste, aber auch letzte Blase. Über Eckernförde ging es über Kiel durch die Holsteinsche Schweiz (ne, Berge gibts hier keine - nur Hügel) in die Plöner 5-Seenlandschaft. Im Bild, einer der fünf Seen von Malente aus gesehen. Von Lübeck aus ging es dem Elbe-Lübeck Kanal entlang nach Ratzeburg. Ab Ratzeburg war ich dann alleine unterwegs. Dafür war ab da nur noch gutes Wetter bis auf einen Tag und ich konnte in Ruhe meine 9 Hörbücher hören die ich dabei hatte. Zum Abschluss der Schlesswig-Holstein Etappen wurde es nochmal richtig schön. Irgendwo in der Nähe von Güster ging es durch wunderschöne Landschaft und zum ersten mal ohne Auto oder Traktorenlärm: Schleswig-Holstein Resümee: Eigentlich dachte ich, dass dies der langweiligste Teil werden wird. Aber ich wurde echt überrascht. SH hat viel mehr zu bieten als das Meer. Auch die Leute hier sind sehr nett. Fast jeder grüßt, klar “moin“ ist auch schon echt kurz. Bereitwillig wurde auch meine Trinkflasche aufgefüllt und ich ausgefragt wo denn mein Wanderziel sei. Die schönste Strecke war von Ratzeburg nach Mölln (plus 15km). Das trostloseste war zwischen Eutin und Lübeck. Mehr Zeit hätte ich gerne in Mölln oder Flensburg verbracht. Die Tour - Teil 2 Eigentlich wollte ich einen Zeroday in Hamburg machen, aber die Hotelpreise waren so absurd, dass ich mich dafür entschieden habe, direkt nach Buchholz in die Nordheide zu fahren und da einen halben Tag zu verbringen. Hier bin ich das erste mal auf einen Campingplatz gegangen um mal wieder zu duschen und andere hygiene zu betreiben :D. In Buchholz angekommen viel mir sofort auf wieviel grüner es hier schon ist. Schon verrückt wie viel so ein paar Kilometer ausmachen. Auf die Lüneburger Heide habe ich mich ganz besonders gefreut, da schon meine Oma immer so sehr davon geschwärmt hat. Heide - soweit das Auge blickt. Heidschnucken bei der Arbeit. Sie leisten einen wichtigen Beitrag um die Heide zu erhalten. Ein autofreies Museumsdorf - Sonne, Mittagszeit, Samstag und ein geöffneter Biergarten. Perfekt! Das erste mal Trail-Magic: Ich war gerade auf dem Weg aus Behringen raus als ein alter Lieferwagen neben mir hielt. Es war ein zotteliger, älterer Herr mit Strohhut auf dem Kopf und breitem Grinsen im Gesicht. Er grüßte und fragte ob ich eine Tasse Tee mit ihm trinken wolle, sein Haus sei gleich um die Ecke. Natürlich willigte ich sofort ein. Er erzählte mir ein wenig aus seinem Leben und dass er es gut fände was ich mache. Ich erzählte wiederum von meiner Tour, meinen Erlebnissen und klärte ihn auf, dass das was er da betreibe “trail magic“ sei. Nach einer Tasse Tee und unzähligen Keksen später setzte ich die Reise fort. Nach Soltau ging es zwischen den zwei Sperrgebieten durch nach Müden an der schönen Örtze (wer kennt es nicht?!) wo ich die Nacht in einer Jugendherberge verbrachte. Mit Müden endet auch die Nord-Heide und es ging weiter durch die Süd-Heide in das hannoversche Bergland. Über Hermannsburg und Celle ging es dann nach Hannover. Celle-Innenstadt (?) Inzwischen habe ich nicht nur meinen persönlichen Kilometerrekord sondern auch meinen Zeitrekord gebrochen. Noch nie war ich so lange auf Tour. In Hannover gab es dann den ersten richtigen Zero-Day bei Freunden. Diese zeigten mir Hannover per Rad, als hätte ich nicht schon genug sport betrieben . Außerdem hatte ich den Luxus meine Klamotten nach 25 Tagen das erste mal richtig zu waschen! Mit Waschmittel! Was für ein Luxus. An das Gefühl und den Geruch erinnere ich mich heute noch :D. Über Bad Münder und Hameln ging es dann Richtung Lemgo und damit: Adios Niedersachsen - Hallo NRW! Niedersachsen Resümee: Gesehen habe ich davon die Nord- und Südheide, Hannover und Hannoversche Bergland. Die Menschen blieben freundlich und nett. Ich hatte mehrere anregende Gespräche mit Leuten die ich unterwegs getroffen habe. Ob nun bei Johnny auf der Terrasse oder beim Trinkflaschen auffüllen lassen, für einen netten Schnack war immer Zeit. Natürlich waren das eher ältere Menschen. Die wissen den Wert der Zeit zu schätzen :). Landschaftlich war die Lüneburger Heide schon beeindruckend. Die schönste Etappe: Undelohe nach Bispingen Die ödeste: Müden an der Örtze in Richtung Celle Noch mal möchte ich nach: Hannover Die Tour - Teil 3 NRW hieß mich mit schönem "westfälischem Landregen" willkommen. Durchgängig leichter regen. So passierte ich das Hermannsdenkmal und die Externsteine ohne sie zu besichtigen (zum Glück kenn ich die schon). Zwischen den Externsteinen und Marsberg ging es auf 70 km über den Eggeweg durchs Eggegebirge. Lipper Bergland ade! So sehen also Premium-Wanderwege aus... ..kurze Zeit später zeigte sich auch warum. Orkantief Friederike hatte im Januar ganz schön gewütet. Der Regen hatte aber auch was gutes. Endlich wurde die Luft (und ich) von den Pollen befreit. Ab Marsberg gab es dann auch endlich mal Berge zu sehen - es wurde hügliger. Inzwischen ist auch 1. Mai und nirgendwo wurde ein Maifest gefeiert. Skandal! Und ich dachte ich würde auf irgendeinem Fest zu Bratwurst und einem Bier kommen :(. Nach Marsberg begann das Sauerland. Anschließend ging es zwischen Willingen nach Winterberg erstmals auf ÜBER 700meter :). In Winterberg ging ich für stolze 35€ in ein Hotel mit 2 Saunen und eigenem Schwimmbad. Preisleistung war super und ich konnte auch meine Klamotten mal wieder waschen die teilweise zwar noch immer nach dem Waschmittel aus Hannover rochen, aber teilweise auch schon gut beschmutzt waren. Über den Rothaarsteig ging es weiter nach Bad Berleburg. Auf dieser netten Etappe, stellen einige Künstler ihre Skulpturen aus. Darunter diesen Stein umsäumt von massiven Holzpfeilern. Titel: Stein-Zeit-Mensch. Desweiteren gab es u.a. noch ein grünes Haus aus dem Bäume wachsen sollten und ein überdimensionales goldenes Ei. Nun gut. Die Region scheint bei Wanderern recht beliebt zu sein, da ich heute einige gesehen habe. Was sonst eigentlich nicht wirklich vorkam. Den Rothaarkamm verlasse ich bei Siegen. Wo ich eine Nacht im Hotel verbringe um auf einen Arbeitskollegen zu warten der mich ein Wochenende lang begleiten sollte. Nicht nur durch Deutschland, auch durch die Zeit bin ich gereist ;). Die Nacht verbrachten wir am Druidenstein auf Parkbänke. NRW Fazit Teil 1: Kurz angeschnitten habe ich das Lipper Bergland mit direkten Übergang in den Teutoburger Wald mit den Hermannsdenkmal und den Externsteine. Weiter ging es in das Eggegebirge bis ich bei Marsberg kurz nach Hessen abgebogen bin. Darum ein zweiteiliges Resümee. Das Wetter in NRW war so wie ich es kannte, stets durchwachsen . Schönste Etappe: zwischen Bad Driburg und Willebadessen. Sehr schön zu gehen, viel zu sehen und hohe Schutzhüttendichte. Ödeste: Lemgo Noch mal hin: Am ehesten nach Marsberg aber das ist ja schon Hessen. (Kenn bereits vieles in NRW, nicht böse sein). Vom Druidenstein über Herdorf ging es nach Marienberg. Von Marienberg nach Freillingen auf einem Campingplatz. Zum Baden war es ein ein wenig zu kalt. Kurz reingesprungen bin ich trotzedem. Für 5€ gab es ein belegtes Brötchen und ich durfte Zelten. Duschmarken hab ich jedoch keine bekommen. In Montabaur ging es zum 2. mal in eine Jugendherberge. Ich hatte sogar eine Dusche im Zimmer! Das macht das Handtuchproblem ein wenig erträglicher - mit 20x20 "Tüchlein" sich abtrocknen ist ganz schön schwer. Eigentlich versucht man nur ein wenig Feuchtigkeit weg zu bekommen. Trocken wird man aber nicht. Das Sauerland Resümee (NRW 2 und Hessen 1): Landschaftlich hat es mich nicht wirklich umgehauen. Ganz nett ist noch die Region nach Marsberg und rund um Altastenberg. Schöneste Etappe: siehe oben Ödeste: Eigentlich der ganze Rest Noch einmal sehen möchte ich: Evtl Siegen oder Montabaur Weiter geht es hier: klick
  5. 24 points
    schwyzi

    Der Romantikfaktor

    Moin, beim Lesen eines anderen Fadens kam mir zum wiederholten Male derselbe Gedanke: Bin ich irgendwie anders?. (@tipple: Schnauze halten!) Da wurde zum x-ten Mal geraten, Kochgedöns zu Hause zu lassen und in Ortschaften essen zu gehen. OK, kann man machen, funxt; wenn man in frequentierten Wandergebieten unterwegs ist, dauerts halt mal länger... Aber was ist mit der Romantik? Dem Gefühl von Freiheit, Autarkie?? Dem Miniatur-Lagerfeuer-feeling beim Starren in die Flammen des Dosenkocher? ( Im hohen Norden sogar möglicherweise des Nomad-Hobos?) Essen gehen abends, OK, das mach ich bei Wandertouren mit meiner Traumfrau auch schon gern, aber da sind wir dann auch konsequent: wir pennen dann auch gleich in Pension, Guesthouse...Ich meine, deshalb den Kocher wegzulassen käme mir nie in den Sinn!! An einer schönen Stelle zu pausieren, eben einen Kaffee zu machen und zu genießen, den Blick schweifen zu lassen mit nem warmen Becher in der Hand...Draußenromantik eben. Ich brauche das Gefühl, unabhängig zu sein, autark. Deshalb Schlepp ich auch ein UL- Kochset mit. Ebenso etwas Essen, auch wenn der nächste Ort nur zwei,drei km vom Weg entfernt ist! Ich will da nicht hin müssen! Bin ich anders? Wenn man den Tipp:" lass das Kochzeugs zu Hause, geh essen" wirklich konsequent unter UL- Aspekt weiterdenkt, dann müsste der nächsteGewichtssoartipp ja heißen:" Lass die Matte/ das Tarp/ den Quilt weg und geh in Ortschaften schlafe" SUL wäre dann das Wandern nur mit Kreditkarte Sind halt so meine Gedanken.. LG schwyzi
  6. 23 points
    Ich habe mir am letzten Wochenende einen lange gehegten Traum erfüllt und eine viertägige Tour durch die Alpen bis an die Baumgrenze unternommen, auf der ich mit Rucksack und Schneeschuhen völlig autark unterwegs war. Dieses Projekt möchte ich hier in mehreren Teilen vorstellen. Beginnen wir mit der Ausrüstung Mir war von vornherein klar, dass ich bei dem geplanten Unterfangen streng genommen nicht im UL-Gewichtsbereich würde bleiben können, aber mehr als 15 kg sollten es nicht sein - und wurden es auch nicht. Mitgenommen habe ich (in Leserichtung zeilenweise aufgeführt): Ein Sirui-Carbon-Stativ (knapp 1 kg), ein DIY-DCF (Cuben Fiber) Tarp für meine Cross Hammock Querhängematte (118 g), ein DIY-DCF Hot Tent, soweit ich sehe das erste seiner Art (269 g), einen Titanium Wood-Stove von Seek-Outside, mit Klappsäge, stabilem Messer für Batoning und anderem Feuerequipment (2 kg), einen DIY-DCF-Rucksack von 42 Litern mit äußeren Netztaschen an drei Seiten (299 g), einen gelben Sack mit Lebensmitteln, einen 2-Liter Titankochtopf zum Schnee schmelzen, darin befinden sich weitere Lebensmittel, ein oranger Sack mit DIY-Merino Unterwäsche lang und ein zusätzliches Paar Merino-Socken, eine Thermoskanne 0,5 meine Lumix GH4-Kamera mit Olympus 12-40 2.8 Objektiv (1 kg), Go Pro 7 Black, einen dunkelgrünen Sack mit Kabeln, Akkus und Stirnlampe, eine Daunenjacke von Arcteryx (300 g), eine Cross Hammock Standard in robustem Stoff (350 g), zwei kleine Säckchen mit Schnüren fürs Tarp und die Hängematte und anderem Krimskrams, einen 750 ml Titanbecher mit 100 ml Gaskartusche und Soto-Gasbrenner, einen DIY-Daunenschlafsack mit 750 g 850 Cuin Daunenfüllung (950 g), schwere Leki Makalu Stöcke (die aber auf 145 cm ausgezogen werden können), 2 Schneeteller eine Termarest Neo-Air X-Therm Max Large mit (blödem) Speed Valve, ein No-Name Gorilla-Pod Stativ für die Go Pro und meine MSR lightning Ascent Schneeschuhe (1,77 kg) Das Herzstück der Ausrüstung ist das DCF-Zelt mit Stove Jack für das Ofenrohr. In dem habe ich mich abends und morgens aufwärmen, Schnee schmelzen und Essen zubereiten können. Der aufgebaute Ofen mit den Töpfen. Wie ihr seht, habe ich keine Aufstellstange (und auch keine Heringe) mitgenommen, sondern mir immer einen Holzstab und Stöcke zum Abspannen gesucht. Der Rucksack hat von der Größe her gerade so gereicht, sogar die Schneeschuhe konnten außen für den An- und Abtransport noch angebracht werden. Geschlafen habe ich aus Komfortgründen nicht im Zelt, sondern immer in der Hängematte, das Tarp habe ich nur in einer Nacht aufgespannt. Und auf diese Weise konnte ich mit immer noch überschaubarem Gewicht bis an die Baumgrenze 4 Tage völlig unabhängig unterwegs sein. Am Leib getragen habe ich Kleidung aus Wolle und als äußerer Schicht eine DIY-Jacke und Hose aus Etaproof. Die Beschreibung der Tour selbst folgt demnächst! Siehe auch: Teil 2: Die Strecke hier. Teil 3: Die Erfahrungen hier.
  7. 21 points
    waldgefrickel

    UL-Spielesammlung

    Auch wenn ich des Nähens nicht wirklich fähig bin: mit Schere und Kleber kann ich halbwegs umgehen. Inspiriert von hier: https://imgur.com/gallery/RCkOe habe ich im Sommer eine (deutlich krummere und stümperhaft schnell zusammengeschusterte) UL-Spielesammlung gebastelt. Eigentlich wollte ich die am Wintertreffen mitnehmen und vorstellen, hab ich aber komplett vergessen, wa. Die Spielesammlung wiegt insgesamt 76g und beeinhaltet die folgenden Klassiker: Skat / Poker / Mau Mau / Hearts / 17+4 etc.—alles was man halt mit nem 52-Kartenblatt spielen kann Schach / Dame / Lines of Action—Schachbrett + ne handvoll Figuren Backgammon Mühle Mensch ärger Dich nicht Kniffel / Zehntausend / 36/ Mäxle/Meiern—alles was man mit bis zu 10 Würfeln spielen kann und: Die Siedler von Catan (yeah!) Aber erstmal n paar Fotos (pics or it didn't happen!): Hauptzutaten: Bastelfilz, 1mm dick, 30x30cm, in verschiedenen Farben, einen Edding, mehr Geschick als ich es haben werde—und e bissi Zeit. Die Spielkarten halten gleichzeitig auch als Siedler-Aktionskarten her und sind dafür extra beschriftet (Ritter, 1 Siegpunkt etc.), die Rohstoffkarten hab ich aus leichter Plastikfolie (Ordnertrenner) gebastelt und jeweils immer nur Anfangsbuchstaben draufgeschrieben (Lehm, Erz...). Das winzige Kartenspiel und die Mini-Würfel gibt es im wohlsortierten Spieleladen des Vertrauens. Dann noch ein paar Siedlerfelder und Spielfiguren (Schachfiguren, Steine für Dame/Backgammon, Straßen/Siedlungen/Städte für Siedler etc.) aus Filz zusammengebastelt, noch zwei Spielbretter gemalt und fertig. Das Tolle an Filz ist: unverschämt leicht und wenn man alles ein bisschen aneinanderdrückt, dann 'klebt' der Filz so zusammen, dass man Spielstände speichern kann. Die Abmessungen hab ich deshalb auch genau so gewählt, dass alles flach—ohne Falten oder Knicken—in einen 3L-Ziploc-Beutel passt. Zum Größenvergleich: die Schachfiguren sind so groß wie eine 5-Cent-Münze. Alles in allem wie gesagt 76g, und noch deutlich weniger, wenn man z.B. Siedler oder die kleinen (für sowas aber ungemein praktischen) Extrabeutel weglässt. Die Würfel selbst sind so winzig das man aufpassen muss, die nicht aus Versehen einzuatmen! (Im Ernst, erst ab 2 Würfeln hat meine Waage 0.1g registriert) Was natürlich unter dieser Größe und dem Gewicht leidet ist die Bedienbarkeit: ich hab relativ große Hände und es ist schon ein bisschen frickelig (HA!) das zu handhaben. Aber hey, so lange ich beim Siedler-Spielen gewinne ist mir das auch egal. Mir ist klar, dass das eigentlich nicht UL ist, zumindest im Sinne von 'hättste ooch weglassen können, brauchste eh nicht'. Ich hab das auch auf keinen Fall bei ner Solotour für n Overnighter dabei. Aber für die langen gemeinsamen Winterabende in der Boofe oder verregnete Hüttentage in Norwegen: "ganz netter Luxus" — und immerhin nur 20g schwerer als ein normales Skat-Blatt! PS: Wenn jemand Bastelfilz braucht: ich hab noch reichlich übrig!
  8. 21 points
    magoon

    E1 Deutschland -> Heim

    Die Tour - Teil 3 Von Montabaur führt ein verschlungener Pfad raus aus der Stadt richtung Nassau. Westerwald Resümee: Von Herdorf ging es bis nach Nassau an der schönen Lahn. Landschaftlich gab es einiges zu sehen. Nie enden wollende Wälder, schattenlose Felder, Seen, Moore, Berge. Die schönste Etappe: Bad Marienberg nach Freilingen (besonders gegen Ende) Ödeste: Fuchskaute nach Marienberg. Zog sich einfach zu lange Noch mal würde ich nach Nassau gehen. Schönes Städtchen mit netten Wanderrouten. Nach meinem zweiten Off-Day den ich in Limburg verbrachte, ging es weiter nach Idstein. UND BINGO! Ein Weinfest! Idsteins schönste Seiten Frankfurt habe ich wie oben beschrieben übersprungen und bin nach Darmstadt gefahren. Dort folgte ich auch nicht mehr dem E1 sondern bin meine eigene Route gegangen dies hatte folgende Gründe: - Die Etappen die nun folgen sollten bis Pforzheim sind einfach nur ein "Verbindungsstück" - Ich hab Freunde unterwegs, welche ich mal wieder besuchen wollte - Worms, Heidelberg wollte ich mal wieder sehen Auf dem Weg nach Worms hatte ich wieder Glück. Blasmusik, Bier und Bratwurst! In Worms war noch das Mittelalterfestival "Spectaculum" und ich hab mich schon gewundert warum alle in Gewändern und Rüstung rumliefen. Von Worms ging es dem Rhein entlang nach Mannheim. Wo ich einen alten Freund getroffen und bei ihm gepennt habe. Es fühlte sich schon wie Heimat an :). Von Mannheim ging es nach Heidelberg über das Schloss und die Himmelsleiter in Richtung Bruchsal. Das Schloss von hinten. Die Himmelsleiter war für mich eher wie eine Stairway to Hell! Steigung war ich einfach nicht mehr gewohnt! Das schlimmste Erlebnis war jedoch die A6 zu überqueren. Dielheim hat hierzu ganze 4 Unterführungen. Die alle gesperrt waren. Natürlich kommt keiner auf die Idee mal ein Schild im Dorf dazu auf zu stellen, nein man läuft quasi immer wieder aus dem Nest raus nur um dann enttäuscht umzukehren. Nach dem zweiten mal, habe ich zum Glück eine Radfahrerin gefunden die sich auskannte und mich in den Nachbarort schickte. Das ganze hat mich zwei Stunden gekostet. Ich war schon kurz davor einfach über die Autobahn zu rennen Mitten im Brettwald bei Östringen ist eine Pilgerstätte mit zwei überdachten Hütten. Hier ließ es sich gut schlafen. Die nächste Station war in der Nähe von Bruchsal wo ich Freunde besuchte mit ihrem neuen Baby :). Von Dort ging es nach Karlsruhe wo ich ebenfalls bei Freunden schlief. Von Karlsruhe habe ich eigentlich kaum Bilder außer dieses Ist ja auch quasi Heimat. Endspurt. Letzter Tag. Aus Karlsruhe raus und rein in die Wälder. Zuhause! Oh du geliebte Heimat Vielen Dank fürs Lesen! Da ich Zahlen und Fakten mag, hier noch einige: Km: ca 1300 Gefundene Handschuhe: 9 Blasen: 1 Döner: 17 McDonalds: 4 Verspeiste Nuggets: 80 Burger King: 7 KFC: 1 Müsliriegel: ~84 Zelt: 38 Hotel & Jugendherberge: 8 Bei Freunden: 4 Zecken: 5 Gehörte Hörbucher: 7
  9. 21 points
    Willi

    Impressionen von Touren

    Ein paar Impressionen aus zwei Tagen im Eggegebirge und Teutoburger Wald: Ein wetterfestes Huckepäckchen. Ich habe den Müll dann mal mitgenommen. Und ein Tarp im Schnee.
  10. 20 points
    Maarten

    PCT SOBO 2018 - Meine Erfahrungen/Tipps

    Kurz zur Vorstellung: Ich bin 2018 den PCT SOBO gewandert und bin am 7.Juli gestartet und habe meine Wanderung am 18ten November am südlichen Terminus des PCT beendet. Ich hatte keine Wandererfahrung und habe den Trail direkt nach meinem Abitur im Alter von 19 Jahren gestartet. Vorab: Ich schreibe hier über meine Erfahrungen. Das heißt nicht, dass sie für euch gleich sein werden. Jede Wanderung ist unterschiedlich. SOBO Vor-/Nachteile Die Vorteile eines SOBO Hikes im Gegensatz eines NOBO Hikes liegen für mich nun klar auf der Hand. Vor meiner Wanderung habe ich stark an meinem SOBO attempt gezweifelt, da NOBO einfach um einiges populärer ist. Diesen Punkt kann ich jetzt absolut nicht mehr verstehen. Vorteile Das Wetter. Ich habe 2 Tage wirklichen Regen gehabt und der Rest lässt sich auf 10 Minuten Nieselregen oder extreme Luftfeuchtigkeit begrenzen, die ab und zu sogar wilkommenen waren. Während man als NOBO Hiker Washington so gegen Ende August/September antrifft, wandert man Washington als SOBO im Juli/Anfang August. Daraus folgt, dass die Chancen auf gutes Wetter um einiges höher sind und man die Aussichten vollends genießen kann aufgrund des klaren Himmels. Dagegen stehen für NOBOs jeden 2ten Tag Regen, bewölkter Himmel und falls man wirklich Pech hat, Schnee an der Tagesordnung. Desweiteren ist Südkalifornien bereits ein wenig abgekühlt, wenn ihr es im Oktober/November durchquert. Das Permit. Ein SOBO-Permit für den PCT ist einfach um einiges einfacher zu bekommen als ein NOBO permit. Ich habe mein Permit gegen Ende des Januars beantragt und hatte freie Wahl an welchem Tag ich starten möchte. Weniger Menschen. Ich habe dieses Jahr wohl ein hoch-frequentiertes SOBO Jahr erwischt und ich war volkommen zufrieden. Man traf eine angenehme Zahl von Menschen in Trailtowns, die nicht volkommen überlaufen waren. Man hatte die Möglichkeit alleine zu wandern, aber es war auch durchaus möglich in einer Gruppe zu wandern, wie ich es auf der 2ten hälfte des Trails getan habe. Außerdem kommt es mir so vor als wären die Bindungen zu den Trail Bekanntschaften enger, da es eben nicht so viele Wanderer gibt und man sich besser kennen lernt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich so gut wie immer seine Camping Plätze aussuchen kann, außer wenn man die NOBO Bubble in Oregon passiert. Mücken. In Washington kann man als SOBO schon ganz schöne Probleme bekommen, aber meiner Meinung nach kann man das einfach nicht damit vergleichen, was NOBOs durchmachen müssen. Oregon kann zur Qual werden und vorallendingen in den Sierras scheint es wohl eine Menge Mücken gegeben zu haben. Ich war allerdings auch etwas spät dran als SOBO und könnte somit immer genau nach der Mücken-Saison besagte Gebiete durchquert haben. The Sierras. Die Sierras scheinen um einiges entspannter zu sein als SOBO. Ich hatte eine "Flussdurchquerung" (Das Wasser reichte mir bis zu den Fußknöcheln....), während NOBOs sich in acht nehmen müssen, da manche Überquerungen nicht ohne gewesen zu scheinen. Desweiteren hatte ich absolut keinen Schnee in den Sierras. Einzig und allein auf Glen Pass hatte ich etwas Eis. Das könnte aber auch wieder an meinem späten Timing liegen. Nachteile Einen engeren Zeitplan. Als NOBO sollte man seine Wanderung spätestens gegen Anfang Oktober beenden, allerdings fängt ein NOBO im Optimalfall auch bereits im April seine Wanderung an. Ein SOBO hingegen kann erst in der Cascade Range Washingtons beginnen sobald der Schnee geschmolzen ist, was in der Regel anfang Juli der Fall ist. Gleichzeitig sollte man Forester Pass (Der höchste Punkt des PCTs) vor dem 1.Oktober passieren. Das erfordert, dass man von Anfang an fit ist. Man hat weniger Zeit die Meilen progessiv aufzubauen wie es ein NOBO tuen kann. Ohne Zeroes müsstet ihr mit dem Startdatum des ersten Juli ungefähr 21 Meilen pro Tag laufen, was nicht zu unterschätzen ist. Weniger Trail Magic. Für mich persönlich war das kein Problem, aber man erfährt aufgrund der geringeren Popularität einer SOBO Wanderung weniger Trail Magic. Ich habe aber in Trailtowns soviel Hilfe bekommen und es scheint mir auch so als ob man mehr mit Locals in Kontakt kommt, da anstelle von 40 NOBOs nur 5 SOBOs in der Stadt sind. Conclusio: Die Vorteile wiegen meiner Meinung nach deutlich schwerer als die Nachteile. Letztenendes habe ich Forester Pass erst am 18.Oktober passiert und habe es trotzdem geschafft. Da war allerdings eine Menge Portion Glück bei und das heißt nicht, dass es bei euch funktioniert. Es war schon ziemlich kalt und ich habe einen Sturm miterlebt. Zum nördlichen Terminus gelangen Es ist als SOBO um einiges schwerer zum Startpunkt des Trails zu gelangen, als es das als NOBO ist. Ihr werdet am Harts pass starten müssen und von dort aus 30 Meilen Richtung Norden laufen um an den nördlichen Terminus zu gelangen. Dann fangt ihr eure SOBO Wanderung sozusagen "richtig" an. Ich würde es jederzeit wieder zu machen und empfehle nicht diese Meilen zu skippen. Einerseits machen 30 Meilen bei 2650 Meilen auch nicht mehr viel aus, andererseits bestärkt man dadurch das Gefühl, dass man tatsächlich den ganzen Trail gewandert ist und nichts geskippt hat. Es gestaltet sich schwierig mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Harts Pass zu kommen, aber ich habe Leute getroffen, die es gemacht haben. Das funktioniert allerdings nicht ohne Trampen. Ich bin der PCT SOBO 2018 Facebook Gruppe beigetreten und hatte mir extra dafür einen Facebook Account erstellt. Ich habe Ausschau nach Fahrten zu Harts Pass gehalten und habe dann auch Trail Angel gefunden, die mich zum Harts Pass mit anderen gebracht haben. Achja, warum könnt ihr nicht einfach an der amerikanisch/kanadischen Grenze starten? Es ist illegal die Grenze auf diesem Wege zu passieren. Resupply Auch der Resupply gestaltet sich anfänglich etwas schwieriger im Gegensatz zu einer NOBO Wanderung. Washington ist nicht stark besiedelt und sehr entlegen. Ich habe von Seattle aus Boxen nach Stehekin, Skykomisch, Snoqualmie Pass, White Pass Kracker Barrel und Trout Lake gesendet. Das ist am Anfang erstmal ein ganz schöner Aufwand, aber ich würde immer noch sagen, dass es für diese Trail towns leider nötig war. Die Preise waren entweder exorbitant hoch oder die Auswahl ließ zu wünschen übrig oder beides. Die Einkaufsläden ähnelten Tankstellen, die aber durchaus auf Wanderer eingestellt waren. Meiner Meinung nach kauft man sich vorallendingen in Washington durch die Boxen erstmal Zeit. Es wäre vielleicht möglich ohne die Boxen, aber ihr müsstet zu einer weiter entfernten Stadt hitchen usw... Als ich dann die Washinton/Oregon Grenze erreicht habe, habe ich aus Cascade Locks Boxen nach Oregon gesendet. Alternativ könntet ihr aus Portland Boxen senden, was aber weiter weg liegt als Cascade Locks. Ich habe Boxen zu Big Lake Youth Camp, Shelter Cove und Crater Lake National Park gesendet und würde es wieder so machen. Nach Oregon habe ich Boxen zu Nordkalifornien versandt. Das würde ich auf keinen Fall wieder tuen. Meiner Meinung nach kommt ihr in Kalifornien komplett ohne Boxen aus. Seid euch im klaren was ihr gerne esst, sodass ihr euch auf euer Paket freuty, bringt Abwechslung rein und weniger ist mehr... Ich belasse es einfach mal hierbei, damit das ganze nicht zu lang wird. Bei Fragen einfach nachfragen. Meine Gear Liste Für Fotos einfach mal auf meinem Instagram-Account vorbeischauen, ihr dürftet auch keinen Account brauchen.
  11. 20 points
    Die Strecke der Tour habe ich so gewählt, dass neben öffentlichen Verkehrsmitteln nur die eigene Muskelkraft zur Fortbewegung eingesetzt wurde. Start- und Zielpunkt war der Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen. Mit dem ersten Zug von Berlin über München kann man 13:00 Uhr dort sein. Anschließend bin ich, vorbei am Olympiagelände, zum Eckbauer aufgestiegen (Bildmitte), und dort war dann auch der erste Übernachtungsplatz. Bei leichten Plusgraden und später einsetzendem Schneefall habe ich dort am einzig geeigneten Baum die Hängematte aufgehängt und auf einem Plateau oberhalb das Zelt errichtet. Über die Erfahrungen beim Lagerbau und Schneeschmelzen berichte ich im nächsten Teil. Der zweite Tag führte bis Mittag über eine relativ leicht zu bewältigende Wegstrecke bis zur Elmauer Alm (links), die auch noch von vereinzelten Winterwanderern frequentiert wird. Ab dem König-Ludwig-Weg habe ich in den folgenden zwei Tagen nur noch drei Leute getroffen. Von der Lawinengefahr im ersten Abschnitt wusste ich, aber da in den letzten 10 Tagen kein Schnee mehr gefallen war, habe ich dieses Risiko gering eingeschätzt. Die kurzen steilen Hänge hatten ihre Schneelast schon vor Tagen abgeworfen. Über die Wettersteinalm bin ich dann bei inzwischen deutlichen Minusgraden zum Schachensee aufgestiegen und habe dort an der Baumgrenze auf etwa 1800 m das zweite Lager errichtet. Nach Einbruch der Dämmerung gingen die Temperaturen bis zum nächsten Morgen auf -15 Grad in den Keller. Den sternklaren Himmel hatte ich am einzig geeigneten Baumpaar (Beschreibung im nächsten Teil) beim Einschlafen und Aufwachen immer im Blick, weil ich kein Tarp aufgespannt hatte. Der Rückweg am dritten Tag sollte eigentlich pures Genusswandern sein, aber es kam - leider - anders. Nach Empfehlung von zwei Tourengehern, die am Vormittag schwer bepackt den Lagerplatz passierten und über meine Anwesenheit und die Größe meines Rucksacks ziemlich perplex waren, bin ich rückzu links auf den Kälbersteig abgebogen, der bis ins Partnachtal führt. Leider ist es mir an der Schlüsselstelle in Ermangelung jeglicher Wegzeichen und Spuren nicht gelungen, den richtigen Weg zu finden. Ich musste deshalb über zum Teil gefrorene Wasserfälle in äußerst heiklem Gelände ins Tal absteigen und dann dort einen knietiefen Bach durchwaten. Mit einbrechender Dunkelheit bin ich auf der anderen Talseite wieder in Richtung Partnachalm aufgestiegen und habe dort das dritte Lager errichtet. Der letzte Tag bestand aus dem unproblematischen Rückweg zum Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen. Teil 1: Das Equipment hier. Teil 3: Die Erfahrungen hier.
  12. 20 points
    Willi

    make your own... Reiserucksack

    Liebes Forum, vor ein paar Wochen habe ich das Nähen ausprobiert. Nach einigen kleineren Projekten hat es mich gepackt und es stand ein Rucksack an, der schon länger in meinem Kopf war: Ein Reiserucksack mit komplett zu öffnendem Hauptfach, passend auch für Hütten- und Biwaktouren. Da ich einiges an Inspiration bei den zahlreichen Projekten hier im Forum gefunden habe, möchte ich ihn euch gerne vorstellen. Material: X-Pac VX21 & X10, Ripstop-Nylon, Polyamid Gurtband, Kanteneinfaßband, Aquaguard 5C RV, 3mm 3D-Netzgewebe Maße: 51x28x17cm Gewicht: 425g Details: Umlaufender RV, Seitentaschen, RV-Fronttasche, Rückenpolsterfach (für zwei Z-Lite Elemente), 2/3-Rückenfach, abnehmbarer Brustgurt Natürlich ist nicht jede Naht perfekt, einige Nadeln durften dran glauben und auch ein paar Schultergurte mussten probegenäht werden… Aber es ist klasse, was mit einer alten Nähmaschine und ein bisschen ausprobieren alles zu realisieren ist. Vielleicht inspiriert er ja jemanden, sich ebenfalls an myog zu wagen. Bilder:
  13. 19 points
    die zwiebel

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    Hallo zusammen, mich hat am Montag die Lust gepackt ein wenig zu schneidern und da ich eigentlich schon genug Zeug habe, verlose ich den frisch genähten Rucksack zugunsten von Mateusz (Bedingungen siehe unten). Der Rucksack ist ein klassischer Rolltop aus Diamond-Ripstop von Extex (210D, 120g/m², leichte PU Beschichtung). Das Volumen schätze ich auf ca. 30 L (Höhe: 85 cm, Breite: 29 cm, Tiefe: 16 cm) ohne die Meshtaschen, wobei in die seitlichen Taschen jeweils eine 1,5 L Flasche passt. Die Nähte sind von Innen mit Saumband eingefasst, der Rollverschluss mit einem PE-HD Streifen verstärkt, alle Gurtbänder und Schnüre sind noch ungekürzt und unversäumt. Das Gewicht liegt bei +/- 300g (hab leider nur eine grobe Küchenwaage). Den Versand als versichertes Paket übernehme ich, nach dem ich die Gurtbänder je nach Größe der glücklichen Person angepasst und versäumt habe. Die Bedingungen sind wie folgt (der Einfachheit halber ebenfalls aus einem anderen Faden kopiert): Ein Los kann zum Preis von 5,-€ erworben werden. Die Anzahl der Lose ist hierbei natürlich unbegrenzt. Bitte hier im Faden posten!! Die Bezahlung der Lose erfolgt per Zahlung direkt an Mateusz. Zahlungsmöglichkeiten finden sich auf ilovelaufbursche.de (Verwendungszweck beachten!!!) Ein Zahlungsnachweis in Form eines Screenshot oder eines Scans des Einzahlungsbeleges, die Anzahl der Lose, Name und Kontaktdresse des Loskäufers sind per PN an mich zu senden. Nur so erlangt ein Los Gültigkeit! Einsendeschluss: Sonntag, der 31. März 2019 um 24:00 Uhr. Nachdem ich den Rucksack gerade fertig gestellt habe, würde ich ihn am liebsten selbst behalten...also kauft ein paar Lose! Es lohnt sich Sollte jemand Fragen zum Rucksack haben: Falls es dem Kauf von Losen dient gern im Faden, bei weitläufigeren Fragen per PN oder in einem ausgelagerten Thread. So und nun mal Los(e)!
  14. 19 points
    Mit meiner Tour wollte ich - neben dem Genuss der Landschaft und der Freude am Draußen-Sein in diesem schneereichen Winter - auch einiges herausfinden. Zunächst war da die Idee des Hot Tents aus DCF, von der ich nicht wusste, ob sie überhaupt funktioniert. Ein solches Zelt gibt es meines Wissens nach bisher noch nicht und es hätte ja durchaus sein können, dass das Konzept nicht aufgeht - beispielsweise, weil die Klebeverbindungen der Hitze nicht standhalten. Von einem meiner anderen Hot Tents weiß ich, dass die Temperaturen im First an die 70°C betragen können. Dass die Klebeverbindungen diese Temperatur problemlos aushalten, weiß ich erst jetzt. Das Zelt wird durch die Hitze richtig schön aufgepustet. Zu den Dimensionen der Hütte muss ich noch sagen: je größer je besser! Meine finanzielle Schmerzgrenze lag bei 7 m DCF, die bei Extremtextil momentan für 230 € zu haben sind. Das Zelt wird deshalb bei einer Kantenlänge von 220 cm (zum Glück habe ich deinen Rat beherzigtigt, @Omorotschka) nur 167 cm hoch und ich kann nicht darin stehen. Mit 10 m Material wäre es 2 m hoch und nur 50 g schwerer geworden. Aber irgendwann ist eben finanziell Schluss. Da ich den großen Seek Outside Titanium Stove habe, wurde es darin phasenweise auch sehr heiß. Mal sehen, irgendwann besorge ich mir vielleicht noch den Cub, der wiegt noch mal ein halbes Kilo weniger und passt größenmäßig besser. Die täglich Routine beim Lagerbau sah folgendermaßen aus: Zunächst Holz sägen, dann zerkleinern, dann den Ofen anfeuern. Dabei habe ich auf alle Bushcraft-Spielereien mit Feuerstahl und Zunder verzichtet und statt dessen die Brachialmethode Flammenwerfer gewählt. Warum? Um 2 Liter Schnee zu schmelzen braucht man bei zweistelligen Minusgraden von Zustand A bis Zustand B einschließlich der Holzvorbereitung knapp 2 Stunden. Diese Zeit wollte ich nicht noch verlängern durch das langsame Aufpäppeln des Feuers. Auf diese Weise habe ich für 7 Mal Feuer machen 50 g Gas verbraucht. Insgesamt bleibt aber doch recht wenig Zeit, um im Zelt Platz zu nehmen und sich richtig durchzuwärmen. Aber für diese kurzen Intervalle ist man in der Kälte doch sehr dankbar. Bei mir kam das Glück mit dem Wetter dazu und ich konnte immer trockene Sachen einpacken. Ob das bei Schmuddelwetter auch funktioniert, werde ich austesten. Ein weiterer Aspekt der Tor war das Übernachten in der Hängematte. Wie hoch kann man hängen? Ursprünglich wollte ich bis zum Schachenhaus aufsteigen (unterhalb der Mitte der Rauchwolke), bin aber des erkennbar spärlichen Baumbestandes wegen doch an besagtem Platz geblieben. Zum Aufspannen blieben am Ende eine Baumruine und ein Weihnachtsbaum, den ich nur deshalb nutzen konnte, weil ich ihn mit einer Tarpschnur an einem benachbarten Jungbaum gegengelagert hatte. Mit einer normalen Bananenhängematte wäre aber auch das schwierig geworden. Wie auch bei Übernachtung 1 zeigte die Cross Hammock, dass sie einer Gathered End-Hängematte relativ überlegen ist, weil man kürzere Baumabstände nutzen kann. Die letzte Übernachtung unterhalb der Partenachalm war lagertechnisch dann noch mal ein purer Genuss, weil Zelt und Hängplatz dicht beieinander liegen konnten. Mein Fazit dieser Tour: Viel gelernt und noch mehr Spaß gehabt! Abschließend noch zwei Bilder von den Flops and Fails: Das Ali-Messer verlor beim Batoning seine Mircata-Griffschalen, blieb aber aufgrund der Full Tang-Bauweise benutzbar. Inzwischen habe ich die Hohlniete gegen Vollniete ausgetauscht. Die gebrochene Bindung der MSR-Lightning-Ascent-Schneeschuhe ließ sich nur kurzfristig reparieren und ging genau am kritischsten Punkt des Steilabstiegs endgültig kaputt. Wo kriege ich nur dafür Ersatz her - bisher nichts gefunden... Siehe auch: Teil 1: Das Equipment hier. Teil 2: Die Strecke hier.
  15. 18 points
    Jan

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Hallo Gleichgesinnte . Ich plane in diesem Jahr mindestens 12 Overnighter. Wenn möglich soll es mindestens einer im Monat sein. Zuerst dachte ich an einen wöchentlich aber das schaffe ich nicht ... Da es für mich vielleicht schwierig sein wird jeden Monat einen zu schaffen will ich es nicht eng sehen und strebe 12 im Jahr an. Ich schliesse mal längere Trips aus, sondern möchte wirklich gerne öfters als ein zweimal lang unterwegs sein. Ich sehe das auch als Ansporn an diese zwölfmal zu schaffen da ich manchmal Motivationsschwierigkeiten habe wenn ich kein Ziel vor Augen habe... Und jedesmal wenn ich es dann geschafft habe los zu gehen ist es ja dann immer toll und belebend und ich will es nicht missen. Also, will jemand mitmachen? Gemeinsam solch ein Ziel anzustreben kann motivierend wirken ! Ich will keinesfalls ein Challenge oder Wettbewerb draus gestalten und wenn ich oder jemand anderes das Ziel nicht schafft oder ins nächste Jahr verlängert ist auch gut! Die Fotos, eventuell die Geschichte dazu oder seine Gedanken hier zu veröffentlichen ist dann für alle bereichernd. Ich bemerke bloß häufiger, daß ich einen Overnighter oftmals "reinschiebe" wenn ich gerade nichts vorhabe. Eigentlich will ich es gerne anders herum und zwar Overnighter einplanen und in meinen Jahresrythmus festlegen. Mir dies vornehmen da ich weiß wie gut es mit tut in der Natur zu sein. Bequemlichkeiten etwas abbauen und lieber anstrengend und aktiv mich erholen und Batterien wieder aufladen . Was meint ihr? Hat jemand von euch Lust?
  16. 18 points
    German Tourist

    So langsam wird's was...

    Bei dieser Ansammlung von plumpen Vorurteilen über ständig frierende Frauen mit bevorzugt rosa Equipment und despektierlichen Bezeichnungen wie "UL-Weibchen" sowie einem rein männlichen Moderatorenteam, das das alles auch noch lustig findet, wundert es mich nicht mehr, dass sich hier so wenige Frauen tummeln ... Ironie und Witz sind ja oft das berühmte Salz in der Suppe, aber für mich ist dieser Thread eher versalzen. Lieber @martinfarrent, so wird es langfristig mit den Frauen nie was in diesem Forum!
  17. 18 points
    Konradsky

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Ich habe dieses Jahr 48 Overnighter hinter mir. Gesamt sind es jetzt 941 hintereinander. Einfach machen. Gruss Konrad
  18. 18 points
    LAUFBURSCHE

    Kleine A(u)ktion für Laufbursche !

    Liebe Gemeinde, mein großer Dank geht an alle die teilgenommen haben, natürlich an die glücklichen Gewinner des Fastpacks und des Knots und natürlich auch ganz herzlichen Dank an Chris, der diese kleine Aktionen mit seinen Sachspenden ins Leben gerufen hat! Meine kleinen Dreingaben gehen heute noch an den Chris raus. Liebe Grüße, Mateusz p.s. Und wer wissen möchte, wie es in Zukunft mit LaBu weitergeht, erfährt demnächst mehr auf der Website.
  19. 17 points
    mmmj

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Overnighter #2 Schneeschuhwanderung rund um den Breitenberg (Salzkammergut/ Oberösterreich) Bilder sagen mehr als 1000 Worte:
  20. 16 points
    questor

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Am Samstag mal vorbei geschaut sehr sympathisch und schon eine schöne Auswahl für den Anfang! Btw.die fizans gibt's jetzt auch mit korkartigen Griffen, siehe Foto
  21. 16 points
    Kay

    So langsam wird's was...

    Ich stimme @German Tourist zu, die die Darstellung des "weiblichen" in diesem Thread zurecht moniert. Denn es einfach sau nervig, wenn immer wieder und wieder und wieder Menschen, die sich als Frau bezeichnen, als die schwächere Variante des Mannes dargestellt werden. Meine Augenbrauen gingen bei Formulierungen wie "Weibchen" und "eigen nennen" oder den diversen Äusserungen zu den (vielleicht vermeintlichen?) Befindlichkeiten des weiblichen Partners ganz schön in die Höhe. Nun ist nicht davon auszugehen, dass mein Partnerschaftsverständnis der Weisheit letzter Schluss ist. Jeder Jeck ist anders und wenn alle Beteiligten in einer Beziehung zufrieden sind (was keiner aus der Ferne oder Nähe beurteilen kann), dann ist es ja auch gut. Aber wollt ihr wirklich euren Partner und eure Beziehung so darstellen? Ihr steckt die ja ganz schön in eine Schublade. Meint ihr, die fühlen sich damit wohl? Es spricht nichts gegen die Vorliebe eines warmen, trockenen, sauberen Schlafplatz in der individuellen Wohlfühlfarbe. Das man als Wanderpartner hilfsbereit, gut gelaunt und wohl vorbereitet Bonuspunkte sammelt, hat auch nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern steht allen Menschen gut an. Man kann die Eigenarten des Partners doch auch respektvoll kommunizieren und auch wahrnehmen. Dieser Respekt fängt auch bei der Wortwahl an, den man in der Öffentlichkeit nutzt um sein Beziehungsverhältnis zu schreiben. Um den Spirit des Posts von @martinfarrent aufzugreifen und leicht & seicht zu ergänzen: Was meint ihr wie viele Diskussionen bei uns schon geführt wurden bezüglich der Sinnhaftigkeit von 15kg Fotoequipment auf einer herausfordernden Bergtour und wieviel Touren deswegen schon verkürzt wurden aufgrund nicht ausreichenden Fitnessstands. Und wie oft ich von dieser Eigenart meines (Wander-)Partners genervt war. Daher fand ich den Anfang des Threads sehr amüsant und habe mich glatt wiedererkannt. Denn was habe ich mich gefreut, als mein (damals noch nicht) Partner mich das erste Mal um Rucksack-Tipps fragte, "falls er mal ohne das ganze Fotoequipment losziehen möchte". Und vermutlich hat er sich ebenso gefreut, als ich ihm um Rat gebeten habe, meine Knipse zu einer "richtigen" Kamera upzugraden. Inzwischen haben wir uns eingespielt und klären vorher, ob es eine Fototour oder Wandertour werden soll. Und nicht allzu selten muss er inzwischen auf mich warten, weil ich noch mit der Kamera an diesem Sonnenhang mit den Schmetterlingen festhänge.
  22. 16 points
    mtp

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Overnighter #1, von gestern auf heute. Eine sternenklare, fast windstille Beinahe-Vollmondnacht , und trotzdem gar nicht so kalt (0 bis -2°C). Im dunkeln angekommen, Biwakplatz hergerichtet. Sternenhimmel und Bergsilhouette im Mondschein. Sonnenaufgang im Schlafsack . Ich war ziemlich minimalistisch unterwegs und hatte im Rucksack im wesentlichen nur mein Helium Bivy, Schlafsack, Isomatte, ein Wechselshirt, warme Socken, meine Terrex Primaloft Shorts und Montane Fireball Jacket, 0,3l Tee und 0,5l Wasser, ein Brot und ein paar Riegel. Baseweight ~ 5kg. Hab aber schon wieder Ideen, wie es in Zukunft noch um einiges leichter geht. So hat mir mein Hyperlamina Flame in Kombination mit der Bekleidung bei diesen Temperaturen gereicht, sodass ich meinen als Backup mitgenommenen OMM 1.0 gar nicht benötigt habe. Stattdessen werde ich nächstesmal statt meiner kurzen Primalofthose wieder die lange mitnehmen. Beim Bivy hätte auch ein leichteres gereicht. Die Schneehöhe am Biwakplatz auf 1200m betrug diesmal 225cm (vor zwei Jahren an der selben Stelle 100cm). Mit dem Gewicht und Rucksack bin ich noch nicht ganz zufrieden, mit fehlt die Leichtigkeit wie ich sie von Touren mit meinen kleineren Rucksäcken gewohnt bin. Ausserdem fühlt sich der vollgepackte Rucksack am Rücken beim Gehen etwas klobig an, und zieht bei der Abfahrt zur Seite. Wahrscheinlich wäre ein Rucksack, der sich mehr dem Körper angepasst und weniger rechteckig ist, von Vorteil.
  23. 16 points
    zeank

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Merke: trailstar ist nicht wirklich wintertauglich (war aber ok).
  24. 16 points
    Jan

    Impressionen von Touren

    Zu zweit zwei Tage im südlichen Schwarzwald auf der Höhe von Freiburg. Mit der Bahn von Freiburg nach Schluchsee Aha, von dort ging es dann um den vereisten Schluchsee rum. Ziel war eine Schutzhütte im Wald oberhalb vom Schluchsee. Dort Übernachtung von Freitag auf Samstag bei -14°C, geil :-)! Am nächsten Morgen erst hoch und dann runter nach Menzenschwand. Dort was leckeres gegessen und dann wieder zurück in den Wald und in den Schnee. Übernachtung auf 1350 hm bei Sturmböen und viel Schneefall. Am nächsten Vormittag dann ein spätes Frühstück in einer bewirteten Hütte. Gulasch und ein leckeres Weizen Mein liebstes Teil auf dieser Tour: die Windmit´n von Camp! 15g leicht und die haben zusammen mit leichten dünnen Patagonia Handschuhen meine Finger warm gehalten Ansonsten habe ich warm in meinem Western Mountaineering Apache Schlafsack genächtigt. Allerdings mit Klamotten natürlich... Getragen habe ich alles im Huckepack von Laufbursche. Zelt TT Stratospire 2, TAR neoair xlite W mit dünner Laufbursche Matte drunter und oben rum hatte ich eigentlich immer die Montane Featherlite Trail Windjacke an, die ist ein super Windblocker. Spirituskocher bei solchen Bedingungen ist etwas zäh... Nächstes mal ist dann bei kalten Temperaturen ein Gaskocher dabei.
  25. 16 points
    cafeconleche

    Hüfttasche

    Hallo, nachdem mir im "kurze-Frage"-Faden von @moritzund von @Norweger durch Leihgabe eines (im Ergebnis für meine handwerklichen Fertigkeiten unerreichbaren) Anschauungsobjektes so nett geholfen wurde, hier das Ergebnis. Die Farbkombination habe ich ja so was von geklaut - aber da man ja das Original ja leider nicht mehr käuflich erwerben kann...OT: darum habe ich mich redlich bemüht Genutzt wurde das X-Pack VX07 von Extremtextil, wasserdichter Reißverschluss 3C Als Schritt-für Schritt-Anleitung habe ich dies als sehr hilfreich und anfängergeeignet empfunden: http://www.wvi.com/~ulmyog/Belt%20Pouch.pdf An die Maße habe ich mich nicht ganz gehalten; ich will den Reisepass problemlos hineinbekommen und hab es deswegen etwas breiter gemacht. Wiegen tut das gute Stückchen ohne die Kordel 26g; mit der Kordel, mit der es zur Umhängetasche wird, 32g.
  26. 15 points
    hrXXLight

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Cottages News 2019 Eine kleine Zusammenfassung. Sofern ich was relevantes vergessen hab, lasst es mich wissen. Dann pack ich es noch rein.
  27. 15 points
    rentoo

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Overnighter #1 - 19.-20. Januar 2019 Nun, dann mache ich hier mal den Anfang. Mit meinem Freund Torsten war ein Overnighter im Schnee geplant. Overnighter im Schnee sind für mich etwas Besonderes, da es kaum Geräusche gibt, und weil man so schön warm im Schlafsack liegt während es draußen klirrend kalt ist. Wir kommen aus der Stuttgarter Region und haben uns mangels Schnee in den Nordschwarzwald aufgemacht. Dort haben wir tatsächlich einen Ort Namens Dobel gefunden, der uns schneemäßig einigermaßen gefallen hat. Weit sind wir vom Parkplatz aus nicht gelaufen, vielleicht 500 Meter, und schon haben wir eine ganz niedliche Lichtung, ziemlich versteckt gefunden. Der perfekte Platz. Nach dem Aufbau und Holzmachen für unsere Hobos haben wir uns schnell in die Schlafsäcke verkrochen und uns mit Gesprächen und Witzen den langen Winterabend verkürzt. Die Außentemperatur nachts lag bei -6 Grad, was aber eigentlich nicht störte, denn im Schlafsack war es so herrlich warm. Ich poste hier noch 2 Bilder, und hoffe, dass die Overnighter-Romantik doch noch den/die ein/en oder andere/n vom Ofen in die Natur herauslockt. Grüße Thomas
  28. 15 points
    ...du deine Cumulus Increditlite Jacke zum reparieren weggibst und du am Postschalter gefragt wirst ob man wirklich ein leeres großes Paket für 17 Euro nach Polen versenden möchte... #ullife #leidergeil #scheißkatzen
  29. 14 points
    Hallo zusammen, vielleicht hat der eine oder andere ja Lust zum Nachmachen. Im November letzten Jahres hatte ich noch einmal Gelegenheit, einen kurzen Wanderweg unter die Füße zu nehmen. Es ging fünf Tage northbound Richtung Kaiserslautern auf dem Pfälzer Waldpfad entlang. Tag 1 Vom Gatten frühmorgens an der französischen Grenze ausgesetzt, lief ich direkt bergan in den Wald. Da ich vorhatte, angesichts der Jahreszeit in Pensionen zu nächtigen, lag mein Baseweight bei angenehmen 3,2 kg. Von St. Germanshof aus lief ich Richtung Busenberg. Die Wegmarkierungen waren vorbildlich. Ich wollte einen Schlenker am Drachenfels vorbei machen, als es anfing zu regnen. Der Sandsteinboden wurde sofort glitschig, das nasse Laub machte die Sache auch nicht besser, also verzichtete ich auf den Besuch der in den Fels gebauten Burg. In Busenberg erreichte ich nach knapp 15 km eine Bäckerei, dort war es warm und trocken, und es gab Kaffee und Kuchen! Nach der kleinen Pause riss der Himmel auf und die Sonne kam 'raus. Die nächsten Kilometer flossen dahin. Immer wieder führte der Pfad an spektakulären Felsformationen vorbei. Ich verweilte nur kurz, denn mein Tagesziel Dahn war immer noch zwei Stunden entfernt, und das Tageslicht war mit der Umstellung auf die Winterzeit ein knappes Gut geworden. Oft sah ich in der Ferne Burgruinen, leider blieb keine Zeit, diese näher in Augenschein zu nehmen. Das Dahner Felsenland zeigte sich in der Nachmittagssonne von seiner besten Seite. An der Ruine Alt-Dahn ging es hinunter in die Stadt Dahn. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont, es dämmerte. Ich hatte den Wald inzwischen verlassen, doch musste noch quer durch die Stadt zu meiner Unterkunft. Tag 2 Nach einem tollen Frühstück machte ich mich früh wieder auf den Weg. Der Pfad führte steil bergauf und lange auf dem Felsgrat über Dahn entlang. Das war anstrengend, aber spannend. Immer wieder ging es auf und ab, die Ausblicke auf den Ort und das Umland waren wunderbar. Am Ende des Tages würde ich das Equivalent von 174 Stockwerken erklommen haben. Mitten im Nirgendwo stieß ich auf eine pittoreske Waldkapelle, die nur über den Fußweig zu erreichen war. Dort wies ein Hinweisschild in Richtung Wanderheim Dicke Eiche. Die Götter waren mir hold, denn es war tatsächlich noch bewirtet. Nach Roséwein Schorle und einem Stück Kuchen war ich fit für den Rest der Strecke. Als ich schließlich kurz vor der Dämmerung meine Unterkunft im "Schuhdorf" Hauenstein erreichte, hatten düstere Wolken die Überhand gewonnen. Da ich die Kühle des Abends in meinen Knochen verspürte, war ich froh und dankbar für eine lange heiße Dusche am Ende des Tages. Tag 3 Von Hauenstein ging es Richtung Rodalben, es hatte Bodenfrost, die Luftfeuchtigkeit war hoch und mir war trotz der Bewegung kalt. Als die Sonne endlich durchkam, taute auch ich auf. Um Strecke zu machen, hatte ich mich entschieden, eine Weile auf dem Radweg entlang zu wandern. Hier kam ich wesentlich schneller voran, auch wenn ich dafür auf Asphalt laufen musste. Wieder einmal gab es einen Zwischenstop in einer Bäckerei. Der dortige Kaffee tat gut und war nötig. Das letzte Drittel dieses Abschnitts gefiel mir am besten, denn die Abendsonne tauchte die Felsen in ein goldgelbes Licht. Die Felsformationen (Rodalber Felsenpfad) sind definitiv einen weiteren Besuch wert. Mein Übernachtungsziel wurde ein Zimmer in Roadalben... sehr einfach, aber sauber, über der Kneipe, die mit genau einem Gericht, bestehend aus Kartoffelsalat und Bratwurst, aufwartete. Die wenigen Gäste waren echte Originale, das Essen sättigend und die Nacht erstaunlich erholsam. Tag 4 Bäume und Wald, Wald und noch mehr Bäume, mal eine geologische Besonderheit, eine Ortschaft, dann wieder Bäume. Für andere mag es eintönig sein, ich konnte nicht genug davon bekommen, war im Zen, konzentrierte mich auf den Weg und kam gut voran. Meine Füße waren in Bestform, und ich hatte noch keine Blasen bekommen. Allerdings verlief der Tag dann anders als erwartet, denn es war in Heltersberg keine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Das Dorf hatte zudem um die Jahreszeit null Infrastruktur, alles war geschlossen und am Wochenende fuhren die Busse nicht. Auf Empfehlung einer ortskundigen Dame machte ich mich auf zur Kneipe am Sportplatz. Die Gastwirtschaft war nicht nur geöffnet, sondern hier konnte nicht nur eine Übernachtung im ehemaligen Schwestern-Erholungsheim - nun Wandermotel - im benachbarten Trippstadt klar gemacht werden, sondern auch eine Mitfahrgelegenheit dorthin. Tag 5 Ein letzter kurzer Wandertag. Das Frühstück war einfach, aber der Kaffee gut. Nur noch knapp zwanzig Kilometer bis Kaiserslautern. Es ging durch eine schöne Schlucht, der Weg war anspuchsvoll und voller Stolperfallen, die unter der Laubschicht lauerten. Danach wurde die Route eher unspektakular und verlief oft auf Forstwegen entlang. Der Wald nahm schließlich einen parkähnlichen Charakter an. Der Aussichtsturm auf dem Homberg auf 425 Meter Höhe eröffnete einen schönen Blick über die Stadt. Der Pfälzer Waldpfad führte mich direkt bis in die Stadt hinein und zum Hauptbahnhof. In der dortigen Bäckerei ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf, machte mich auf der Toilette frisch und zog mir Zivilkleidung an. Bei einem leckeren Cappu mit Rosinenschnecke sitzend buchte ich mir das Zugticket nach Hause, mit dreimal Umsteigen würde ich unter drei Stunden wieder zuhause zu sein. Fazit Für Liebhaber spektakulärer Felsformationen und Burgruinen. Abwechslungsreiche Wegführung z.T. mit Singletrails. Jahreszeitlich bedingte Einsamkeit und Ruhe. Hat Spaß gemacht!
  30. 14 points
    tiritbawu

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    HiKERHAUS aka HYBERG aka Greenline - Ladengeschäft in Berlin. Seit letztem Wochenende gibt es in meiner Nachbarschaft ein Ladengeschäft von HiKERHAUS. Bötzowstr. 35, 10407 Berlin. Marken u.a. Tarptent, HYBERG, ULA, KlYMIT, Toaks... Statt in der Ferne bestellen, alles zum Anfassen und Ausprobieren. (Leider habe ich genau davon schon einiges)
  31. 14 points
    Puh, in solch höchstpersönlichen Dingen andere um Rat zu fragen, bzw. sich - wenn man den Ansatz weiter spinnt - einen Freifahrtschein zu holen finde ich schwierig. Du hast deine Situation ja ausführlich geschildert und ich finde man hört durchaus heraus, dass dir bewusst ist, dass ein Thru unter den von dir genannten Bedingungen so nicht möglich ist. Deine Frau hat ihren Standpunkt klar gemacht. Ich selber habe keine Kinder, aber diesen gegenüber hat man schließlich auch eine Verpflichtung und diese aus puren egoistischen Gründen zu vernachlässigen bzw. völlig in den Wind zu schlagen finde ich - sorry für meine ehrlichen Worte - ziemlich daneben. Aber das hast du ja oben selber schon deutlich gemacht, wollte das nur nochmal deutlich machen da oben ein anderer Kommentator eine Ode an die Selbstbestimmtheit geschrieben hat. Ja, es heißt immer: mache was dich glücklich macht, lebe dein Leben etc., aber in dem Moment, in dem man sich für Kinder entscheidet (und eine Ehe eingeht), trägt man schlicht und einfach nicht mehr nur für sich die Verantwortung und sollte auch Lebensverändernde Entscheidungen differenzierter betrachten und diese auch im Sinne des Partners/der Kinder treffen. Eine Garantie auf das ewige (Liebes-) Glück hat man nicht, ich finde es nur wichtig, dass man sich untereinander so arrangiert, dass beide gut und gerne miteinander ein gemeinsames Leben mit Respekt, Humor und Liebe führen. Auch für die Kinder. Leider leben wir ja in einem Land, in dem die Schulpflicht groß geschrieben wird und die Familien, welche zusammen Trails in den US laufen, sind in der Regel US-Staatsbürger und haben deshalb keine Probleme mit der Befreiung vom Unterricht. Von daher fällt mir da keine Lösung ein, außer auf Schulferien zu warten. Wir haben unseren Thru auch nicht geschafft, da mein Mann schwer erkrankt ist (das volle Programm mit Bergrettung...) und ich habe den Entschluss des Aufgebens lange als Versagen angesehen. Mittlerweile freue ich mich darauf, dass ich/wir den Rest des Trails in absehbarer Zeit noch zu Ende laufe. Geh da bitte nicht so verbissen ran, es kann unterwegs viel passieren, was einem einen Strich durch die Rechnung macht und dann ist die Enttäuschung hinterher nur um so größer. Auch ich habe angeborene Knieprobleme und glaube mir: an Wochenendtouren/beim Joggen mag sowas kein Problem sein aber unter Dauerbelastung macht sich das auch irgendwann unschön bemerkbar. Ich will gar nicht wissen, wieviel Knorpelsubstanz ich weiter verschlissen habe. Kurz zusammengefasst: Betriebe kann man schließen und Inventar verkaufen oder komplett veräußern und hat somit auch noch ein finanzielles Polster. Einen Job kann man sich hinterher auch immer noch suchen. Wenn das nicht gewünscht ist und familiär auch noch einiges dagegen spricht -> Sectionhike. Es ist doch keine Schande, das evtl zuerst einmal in den großen Sommerferien zu testen. Hike your own hike und lass dich nicht von diesen Aussagen á la "nur ein Thru-Hike ist ein richtiger Hike" blenden. So, das wollte ich dazu los werden, ich hoffe, dass du eine für dich und deine Familie gerechte Lösung findest. Happy Trails! P.S.: Ist dir in der Doku auch aufgefallen, dass immer die Sonne scheint? Die Doku ist mittlerweile schon auf dem Trail berühmt berüchtigt wegen all der deutschen Hiker. Die Regisseure hätten für die Vermarktung des Trails in D von der ATC echt Geld verlangen können
  32. 14 points
    derray

    Welchen Synthetik-Schlafsack/Quilt?

    Hallo Feurio! Bei Apex-Quilts/Schlafsäcken ist es ohne Stütznähte ist es wichtig das Teil nicht aus dem Rucksack zu ziehen, sondern eher "auszugraben". Sonst kann es passieren, dass die gesamte Kraft nur am Apex zieht und das dann reist. Genau aus dem Grund hab ich mir eine geschlossene Apextüte genäht. Quasi wie ein Quilt, nur mit geschlossenem Rücken. Wiegt genauso viel, wie kaufbare Apexquilts in "wide". Würde aber beim nächsten noch etwas kontuierter schneiden, dann ist der Gewichtsunterschied zu einem normalen Qulit ziemlich marginal. Die Tüte hat dazu längs vier kältebrückenfreie Stütznähte um das Apexreißen zu verhindern und sie langlebiger zu machen. Zufälliger, zusätzlicher Vorteil: Beim Einschießen pumpt man mit dem Körper Luft in die Tüte, die bläht sich auf und der Loft steht wie eine 1. mfg der Ray
  33. 14 points
    sknie

    Ausrüstungs-Vorfreude-Thread

    Meine neuen Ausrüstungsteile für dieses Jahr. 1. DIY Quick & Dirty - Tarp a la Micha90, 280 x 148 cm, 200g inkl. Schnüre; aus Silpoly MEMBRANE 0.9 oz: Ich bin mal gespannt wie sich der Stoff schlägt. Dehnt sich ziemlich. Die Abspannpunkte sind mit Silpoly MEMBRANE PU4000 angeklebt und vernäht. 2. DIY Apex 200 Quilt, 686g 3. DIY Ray-Way-Pack ca. 40l, 230g: 4. DIY Netz-Kondom a la Micha90, 86g
  34. 14 points
    Boris

    Impressionen von Touren

    Hier ein paar Impressionen von unserer letzten Wanderung: Routeburn/Caples-Track, NZ.
  35. 13 points
    die zwiebel

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    Alea iacta est! Der Rucksack geht an @Schwede, zweiter Platz macht @janfreeme und den dritten Platz belegt @irispompiris (auch wenn ich dich falsch geschrieben habe tut mir Leid!) Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
  36. 13 points
    doman

    Drei Hot Tents im Vergleich

    Einer der Gründe, weshalb Wintertouren potentiell anstrengender und wohl auch weniger beliebt sind als Trekkingtouren in der wärmeren Jahreszeit, ist die Kälte, der man nach dem ohnehin frühen Einbruch der Dunkelheit im Winter ausgesetzt ist. Viele hartgesottene Wintercamper verbringen deshalb notgedrungenermaßen einen erheblichen Teil der Tour im Schafsack. Auch im Zelt ist man zwar vor Niederschlag und Wind geschützt, aber eben nicht oder nur kaum gegen die Kälte. Abhilfe verspricht da nur ein Ofen im Zelt - aber der ist überlicherweise nur stationären Camps vorbehalten. Seit einigen Jahren gibt es jedoch Titanöfen, durch die die Wärmequelle im Zelt transportabel gemacht wurde. Und das eröffnet dem ambitionierten Wintercamper völlig neue Möglichkeiten, solange er sich denn in Gegenden bewegt, in denen es genügend Holz als Brennmaterial gibt. Ich habe mir vor zwei Jahren einen solchen Titanofen zugelegt, der zwar ziemlich teuer ist, mir aber eine völlig neue Outdoorerfahrung ermöglicht hat: das tagelange Unterwegssein im Winter. Der Seek Outside Titanium Woodstove ist allerdings in der Handhabung nicht unkompliziert, weil man ihn jedesmal mit Hilfe von Gewindestangen und kleinen (Zollgewinde)Muttern (die man in Deutschland nicht nachkaufen kann) zusammensetzen muss. Bei Minusgraden kann das eine echte Herausforderung sein. Einmal aufgebaut und angefeuert, entwickelt dieser Ofen jedoch eine tolle Wärmeleistung. Inzwischen gibt es auch ein europäisches Modell, aber das wiegt ein halbes Kilo mehr und wäre mir schon wieder zu schwer. Neben dem Ofen braucht man fürs Wintercamping aber auch ein Zelt - und davon besitze ich seit einigen Tagen sogar drei DIY-Modelle, die ich hier kurz zeigen will. Mein erstes Modell besteht aus einem Bauwoll-Polyester Mischgewebe, wiegt 4,5 kg und ist seit anderthalb Jahren so eine Art ständiger Begleiter bei den Wintertreffen der Berliner Hängemattenszene. Durch die Tipiform ist das Zelt relativ stabil, einfach aufzubauen und bietet (erprobtermaßen) bis zu 6 Leuten Platz, wenn man eng beieinander sitzt. Allerdings ist das Zelt für eine längere Tour viel zu schwer. Deshalb habe ich vor einigen Monaten ein Steilwandzelt angefertigt, das nur 1200 g wiegt und von den Dimensionen geradezu riesig wirkt. Hier braucht man zwei Aufstellstangen von 2 m, kann aber auch mit 1,86 m problemlos drin stehen und hat im Inneren wirklich viel Platz, der durch das Fischauge allerdings etwas verzerrt wirkt. Auch dieses Zelt wurde schon von den Berliner Hängemattisten getestet und für gut befunden. Aber es ist nicht besonders windstabil und für eine Tour wohl weniger geeignet als für mehrtägige stationäre Aufenthalte. Deshalb habe ich in Vorbereitung meiner kürzlichen Tour in die Alpen ein neues Zelt aus DCF geklebt und genäht. Und das wiegt (nach kleinen Veränderungen nach der Tour) nur 274 g und ist damit auch auf Mehrtagestouren voll transportfähig. Was die Wärmeleistung des Ofens angeht, ist man sowohl im Baumwolle-Polyesterzelt, als auch im Nylonzelt wie auch im Cuben-Zelt in kürzester Zeit von einem warmen Luftpolster umgeben - auch bei Minusgraden im Winter. Mich würde interessieren: was haltet ihr von solchen Hot Tents und wie schützt ihr euch, wenn ihr in der kühleren Jahreszeit unterwegs seid, gegen die Kälte?
  37. 13 points
    Jan

    Impressionen von Touren

    Kurze bikepacking Tour in den Schwarzwald mit einer Übernachtung vom Sonntag auf dem Montag. Es hat geregnet, gestürmt und nachts gab's noch ein Gewitter - toll :-)!
  38. 12 points
    LAUFBURSCHE

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    IHR SEID GRANDIOS!!!! Der Hammer! Danke an Alle und natürlich an die Zwiebel! Herzlichen Glückwunsch an schwede, janfreeme und irispompiris!! Viel Spaß mit der Gear! Und an Alle denen die Losfee nicht holt war. Ich veranstalte bestimmt auch noch eine Verlosung für einen guten Zweck und gewiss habt Ihr dann mehr Glück! Liebe Grüße und Danke, Mateusz
  39. 12 points
    Es war Mal an der Zeit ein MYOG Projekt selbst auszuprobieren. Und es musste ein möglichst leichter Spiritus Brenner sein ... 5 g für 99 Cent! Als Österreicher musste es eine Red Bull Dose sei Das Ergebnis beschreib ich nachfolgend. Die Idee stammt übrigens von einem YouTuber namens Viscous Landan. 1. Ich hab mich für eine Dose mit Organic Tonic entschieden. Es kann aber jede andere sein.... wichtig ist der Durchmesser. 2. Man misst vom Boden 4 cm und macht eine Markierung rundum. Dann nach ca. 2.5 cm den 2. Markierungsring und dann nach wieder ein 4 cm breiter Streifen den 3. Markierungsring. 3. Die Ringe werden mit einer Schere schön rausgeschnitten (vorher die Dose leer trinken ) 4. Jetzt kommt der genaue Teil der Arbeit. Der Umfang der Dose wird in 11 gleich große Bogen gefaltet, mit einer Breite von 15 mm ... 11x15mm ergeben genau den Umfang der Dose von 165 mm. Ich hab da einen Winkel aus dem Baumarkt benutzt. Reiheum drückte ich damit in 15mm Abständen eine 90 Grad Kante rein ... das ergibt dann das schöne Sternmuster 5. Am Schluss steckt man den sternförmigen Ring in den unteren Ring mit dem Boden. Was ja nun geht, durch die Wölbungen 6. Zuletzt sticht man am oberen Rand des inneren Rings 2 kleine Löcher hinein. Zur Druckentlastung. Und fertig ist der Kocher ... mit 5 g. Funktion: Der innere Ring bildet die Becherauflage. Die sternförmigen Winkel bilden mit dem äußeren Ring die Gasdüsen reihum. Der runde Boden mit der Wölbung liefert den Spiritus gleichmäßig an alle Gasdüsen. So entsteht ein gleichmäßiges Flammbild ... ... dass den Becher rundum mit Hitze versorgt. Ergebnis Wahrlich genial. 200 ml kaltes Wasser aus der Leitung Sprudeln ohne Windschutz bei 5 Grad Aussentemperatur und ohne Wind in gestoppten 7 Minuten. Und das ganze steht sehr stabil. Ich bin begeistert. Grüße, Rapapongi
  40. 12 points
    Blitzer

    Impressionen von Touren

    Sonfjället Nationalpark 10/11 2018 Ich kämpfe noch mit dem Bilderupload Dank an die Kollegen, die mir zu einem besseren Schlafsack rieten. Das Wetter schlug um auf -20 Grad und heftiger Schneefall. Das Wetter schlug um und es sollte noch kälter werden, sodass ich es zeitlich nicht auf den Gipfel und rechtzeitig wieder runter schaffen konnte. Sicht war eh null. Also geflüchtet sind Sie alle vor mir..Wolfspuren, Hasen, und der Bär. Alle an einem Morgen gefunden. Nur der Elch lief natürlich querbeet . Es war buchstäblich ALLES eingeeist. Ein sehr versöhnlicher Abschied. Alles in Allem war es unglaublich beeindruckend. Auch wenn mir das Wetter zu schaffen machte, ich hätte es nicht anders haben wollen. Die Eindrücke waren wie von einem anderen Planeten. Kommt leider nicht so rüber auf den Fotos. Ich hätte mich aber nicht gewundert, wenn mir noch ein Breen oder ein Tauntaun über den weg gelaufen wäre. /nerdmodus off
  41. 12 points
    J_P

    Impressionen von Touren

    Hier Teil II: Pausenidylle am Waldbach: Wasserfiltern mit dem Sawyer Micro Squeeze... geht sehr gut, kein Vergleich zum Sawyer Mini! Zweites Nachtlager... in dieser Nacht war es noch sehr frisch.. Deshalb habe ich hier das GWC tiefer abgespannt... hier die Seitenansicht.. Sonnenaufgang am Herkulesdenkmal über Kassel.. Herkules Der letzte Berg vor Zierenberg war der hohe Dörnberg mit einer schönen Weitsicht Auf dem Dörnberg befanden sich die (in der Region bekannten) Helfernsteine.. ein Wahlfahrtsort für alternde Hippies wie ich dann später bemerkte.. Mein neuer Begleiter auf dieser Tour war der Gossamer Gear Murmur 36... ein schöner Pack!
  42. 12 points
    Mittagsfrost

    quick&dirty Ponchotarp?

    Bei meinem orangeroten Ponchotarp habe ich mich von GoLite inspirieren lassen, es aber an meine persönlichen Bedürfnisse angepasst. Das fängt mit der Farbe an. Wißt ihr, wie es die Stimmung hebt, wenn man stundenlang im Regen marschiert und vor einem leuchtet es in hellem Orange statt stumpfem Grün? Das gleiche gilt, wenn man unter dem Tarp ausharren muss. Stealth camping? Ach was, nachts sind alle Katzen grau. Breite ist gleich Stoffrollenbreite minus zwei mal daumenbreiter Saum, bei mir netto 142 cm. Die lange Seite der Stoffbahn habe ich mittig gefaltet, das ergab die spätere Schulterlinie. Länge an Bauch und Rücken gleich, je netto 135 cm. Für mich perfekter Wadenschutz bei Verwendung ohne Rucksack und immer noch lang genug bei Verwendung mit Rucksack. Das Kapuzenloch ist ein Kreis mit 22 cm Durchmesser, der oben die Schulterlinie berührt. Nach dem perfekten Schnittmusterfoto von @wilbo spare ich mir die Beschreibung der Kapuze. Nur noch ein Tip: Unbedingt ein Muster der Kapuze aus einem Stoffrest anfertigen! Jeder Kopf ist anders und am Muster kann man sich seine persönliche Idealkapuze recht einfach mit Wäscheklammern und Sicherheitsnadeln empirisch konstruieren. Die Kamsnaps sitzen bei mir im Saum jeweils 20, 50, 75, 100 und 130 cm von der Schulterlinie entfernt. Zur Verstärkung habe ich jeweils einen 10x5 cm Stoffstreifen quer gefaltet und in den Saum gesteckt. Damit sitzen die Kamsnaps auf 4 Lagen Stoff und man kann ordentlich an ihnen zerren, ohne den Poncho zu beschädigen. In diese Stoffstreifen habe ich kleine Schlaufen aus 1-mm-Schnur eingehängt, an denen ich mit Hookworms von Dutchwaregear die Tarpabspannung bzw. Heringe befestige. Ein weiterer Nutzen der Stoffstreifen: Man kann im Tarpmodus zusätzlich eine Schnur oder dünne Stange fädeln (hier mit dem Zollstock dargestellt), was die Stabilität deutlich erhöht. Am unteren Ende des Ponchos habe ich an der Vorder- und Rückseite jeweils mittig im Saum versteckt eine weitere Stoffschlaufe angebracht. Auch hier wieder mit Schnurschlaufe und der Möglichkeit, Schnur oder Stange durchzustecken. Im Tarpmodus wird die Kapuze zugebunden und eventuell noch mit einem Gummiring gesichert. Ich könnte mir durchaus vorstellen, die Kapuze mit Kamsnaps zusätzlich an der Tarpwand zu befestigen. Dann sollte aber eine Verstärkung unter dem Druckknopf angebracht werden, damit man ihn bei ruppigem Umgang nicht herausreißt.
  43. 12 points
    wilbo

    12 Overnighter im Jahr 2019

    In diesem Sinne. #1 VG. -Wilbo-
  44. 12 points
    skullmonkey

    Schnäppchen

    OT: Ich möchte dazu aufrufen trotz der "günstigen Flüge" KEINE SPONTANEN FLUGREISEN zu buchen. Es gibt auch in der Heimat oder in der Bahn/ mit dem Bus zu erreichenden Gebieten schöne Wanderziele, da brauch man nicht extra mit dem Flugzeug tausende Kilometer fliegen um wandern zu gehen - und man schont auch die Umwelt.
  45. 11 points
    doman

    Frühlingsauftakt: per Bike durchs Schlaubetal

    Mit @noodles und @Omorotschka bin ich am vergangenen Wochenende einmal durchs Schlaubetal und wieder zurück geradelt: ein Frühlingsauftakt, der nicht nur vom Wetter her rundum gelungen war! Noodles und Omorotschka, die hier die Räder getauscht haben, fuhren, der UL-Lehre und dem Untergrund gemäß, auf einem Full-Suspension-Carbon-MTB und einem Surly Pugsley Fatbike, während ich mangels Alternative mit meinem 28er Stadtrad mit Schutzblechen, Kettenschutz und Gepäcktaschen unterwegs war. Die Strecke führt durch landschaftlich sehr abwechslungsreiches Gelände, und ist zudem gespickt mit Wirtshäusern. Immer wieder fährt man lange Strecken direkt am Ufer. Die Schlaube selbst ist zwar nur ein schmales Flüsschen, aber sie erweiterte sich immer wieder zu einer stattlichen Seenlandschaft. Übernachtet haben wir auf einer Anhöhe in unseren Hängematten. Omorotschka mit einem sehr minimalistischen Setup aus 11-Fuß GE-Hängematte mit knappem Underquilt und Poncho-Tarp. Ich habe in der Cross Hammock Querhängematte genächtigt mit einem DCF-Tarp, dem ich an der Ridgeline noch eine Verbreiterung gegönnt habe. Noodles benutzte ebenfalls eine Cross Hammock, allerdings mit Moskitonetz und drüber ein Wintertarp. Wegfindungsschwierigkeiten gab es eigentlich keine, aber wir haben uns - neben den 50 km Strecke - doch auch so manche Rast gegönnt. Nur einmal schien es so, als ob der Weg sehr durchs Nasse führen würde. Die Urheber dieser Flussverbreiterung waren schnell ausfindig gemacht. An einigen Stellen mussten Hindernisse umtragen werden. Aber insgesamt war es ein sehr genussreiches Vorfrühlingsradeln!
  46. 11 points
    mosven

    Evolution einer leichten Küche - Teil 1

    Hallo Allerseits, als ich diese Woche am Münchner Stammtisch meine Iterationen hin zu einer leichten Küche vorstellte, baten mich alle dies doch zu verschriften. Also gut: Ich habe vor ein paar Jahren mit diesem Setup angefangen: Ein 750 ml Captain Stag Titan Topf mit 103 g, der Markill Peak Ignition Kocher mit ca. 100g inklusive Beutel und ein Windschutz zum anklippen mit ebenfalls ca. 100g. Dazu kommt natürlich noch die Gaskartusche. Die 230g Version passt noch mit in den Topf. Ich benutze alles immer noch gerne zum Car-Camping mit der Familie... Denn irgendwann kam ich über ein YouTube Video auf das Thema Langstrecken-Wandern und der Virus war eingepflanzt... Inspiriert von der UL-Idee sollte mein nächstes Setup viel leichter werden: Ich kaufte mir einen Whitebox Alcohol Stove (30g) und schließlich einen 400ml Evernew Companion Cup EBY 256 (48g) mit Deckel (12g). Der Kocher funktioniert prima, allerdings ist der Topf hierfür zu klein, die Flammen schießen an der Seite hinaus. Ein wahres Inferno, nur eingedämmt vom mitgelieferten Alu-Windschutz, den ich zur Gewichtsersparnis mal halbiert habe. Die Brandgefahr war mir im trockenen Sommer doch zu hoch, ein umgekippter Kocher führte einmal fast zu einer Katastrophe, weshalb ich eine Möglichkeit suchte, mehr Sicherheit zu schaffen. Ich fand sie im kleinen leichten 1l Trangia-Topf (80g): Das funktioniert recht gut, aber war dann doch nicht mehr so "richtig" UL und mir außerdem zu sperrig. Also weiter gesucht und schließlich bei Esbit gelandet. Hier folgte nach unzähligen angesehenen YouTube-Videos und gelesenen Forums-Beiträgen schließlich mein erstes MYOG-Projekt: Ein Esbit-Kocher aus einer alten AGFA Professional Filmdose: Wie man sieht, habe ich inzwischen den Topfdeckel durchbohrt und ein Stückchen Maurerschnur hineingeknotet. Der Deckel lässt sich gut unter den Kocher stellen und sorgt so dafür, dass es keine Brandflecken gibt. In den Kocher passen ein paar Würfel Esbit (verpackt, gegen den Fischgestank) und ein kleines Feuerzeug. Das Ganze passt in den Topf und lässt noch Platz für den zusammengerollten Windschutz und einen Spülschwamm. Aber es sollte noch leichter werden... Spätestens hier dachte meine Frau ich spinne... Der Esbit Notfallkocher, leicht modifiziert, indem ich zwei Seiten abgebrochen und die Kanten entgratet habe. Funktioniert nicht ganz so toll: Der Topf kann zwar auch darauf stehen, aber der Abstand ist zu klein, weshalb das Esbit mehr rußt. Zudem wird der Boden so heiß, dass Brandflecke entstehen. Deshalb habe ich immer ein Stück Alufolie untergelegt, was genau zu diesem Zweck beim Whitebox Stove mitgeliefert wurde. Zufrieden war ich aber noch nicht... Nächster Iterationsschritt: Der Esbit Dreibein Kocher (11g). Auch ihn nutze ich mit etwas Alufolie darunter; sie reflektiert die Hitze und dient zusätzlich dem Brandschutz: Mit diesem Ensemble war ich sehr zufrieden, es ist abgesehen vom Topf auch wirklich günstig und ich empfehle es Jedem zum Einstieg in die UL-Küche. Topf mit Deckel 60g, Kocher 11g und Windschutz 14g - macht 85g komplett. Na gut, das kleine Stück Alufolie darunter wiegt auch noch etwas... Es passt wunderbar in den Topf und lässt Platz für viel Esbit (12 Würfel á 14g), Feuerzeug 10g... Mit Löffel also eine Küche unter 100g + Brennstoff zu Preis von ca. 50 € ! Aber geht das noch leichter? Vielleicht eleganter? Inzwischen ist klar, dass das Verringern des Gewichts meiner Ausrüstung zu einer Sucht geworden ist, einer Sucht die auch ins Geld gehen kann. Mehr dazu im zweiten Teil... Viele Grüße, mosven
  47. 11 points
    differix

    Eure 2019er-Pläne

    Toller inspirierender Thread zum Träumen... - im März was Kleines, vlt 5 Tage wo es schon wärmer ist aber per Zug erreichbar, z.B. Südfrankreich GR 2013 (Kulturweg Marseille, Aix, Martigue) oder GR 98 Les Calanques. - Vom 2.-9.7. Radtour Tauernradweg mit meinem schwerbehinderten kleinen Kind im Rehahänger. (Hat vielleicht jemand Lust mitzuradeln und zu unterstützen? Ich kann gern die vollen Reisekosten übernehmen o.a. ...) - Herbst: Saar-Hunsrücksteig oder Soonwaldsteig. So sind grad die Pläne... oder Wünsche... Und außerdem inspiriert mich das Lesen im TULF ja dazu, den Rucksack gepackt zu lassen und schöne Tage einfach spontan zu nutzen und raus zu gehen ohne lang zu planen.
  48. 11 points
    derray

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Februar Nr. 1: Nr. 2 folgt nächstes Wochenende. mfg der Ray
  49. 11 points
    Omorotschka

    Impressionen von Touren

    Neulich war ich in Thüringen unterwegs. Trotz Tauwetters fand ich's prima, was vor allem an den Mitwanderern lag ...kam mir gerade beim Holzhacken für die UH Behausung wieder in's Gedächnis. Recht schlicht ist es aber und ich arbeite ständig daran (gerade erst den G stove gegen den kleinen Titaniumgoat ausgetauscht)
  50. 11 points
    LAUFBURSCHE

    Laufbursche - Genesungswünsche

    Liebe Leute, wir wünsche euch allen ein gesegnetes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Liebe Grüße, Mateusz und Andrea
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