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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 07.08.2025 in allen Bereichen

  1. Hi Claudia, kurze Rückmeldung zu deiner Anfrage. 2P freistehendes, stabiles Zelt, nicht zu schwer. Wer will das nicht. Finger weg vom Luna Solo( zu klein für dich, Kondensation wird manchmal nervig) ist stabil aber bietet in der Höhe und sonst auch zu wenig Platz , habs gerade auf dem AltaVia1 dabei gehabt. Schau mal bei Durston vorbei. Das X-Dome 2. kann man mit Trekkingstöcken stabilisieren, geht bei schwachem Wind auch ohne. Die anfänglichen Probleme mit den Zeltstangen sind vom Hersteller behoben worden ( X-Dome1+, 1.Gen.) Gewicht und Platz, Wualität und Packmaß sollten interessant für dich sein, auch wenn einige UL Asketen ohnmächtig werden ob des überflüssigen Gewichts ;). Kommt aus Kanada , sollte aber auch in UL gear shops in Skandinavien ( Dänemark/Finland ) zu haben sein. Wenn du mehr willst musst du dir Zelt wie das Hilleberg Soulo, Unna, oder eins von Samaya kaufen. Samaya hatte leider gerade Sale :(. Auch keine UL Zelte, aber echte Allwetter-Bunker. viel Spaß bei der Suche
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  2. @RaulDuke OT: Ich weiss Deine Expertise und Hilfsbereitschaft gerade gegenüber Newbies sehr zu schätzen...aber wenn ich dann mal gerade die von Dir erwähnte Nettikette in Erinnerung rufen dürfte : "Freundlicher und höflicher Umgang miteinander wird hier sehr groß geschrieben! ...Diskussionen über das Verhalten von Anderen sind unerwünscht..." Der Thread steht in "Schwerer als UL" da würde ich das mal mit dem Gewicht etwas gelassener sehen, auch wenn ich jetzt nicht die im TO genanten Zelte nehmen würde, da sie für das, was sie "bieten" zu schwer sind und für Patagonien ungeeignet, aber bin unterwegs und vor min heute Nacht komme ich nicht dazu, dazu etwas zu schreiben. Nach dem was ich von div Bekannten, die in Patagonien unterwegs waren, mitbekommen habe, kann es da heftigst Winden, da würde ich nicht nen Lunar Solo nehmen, das wäre mir zu stressig bzw zu wenig sturmfest. @Claudia um schon mal zu spoilern , schau Dir mal das Orbiter an
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  3. Aufgepasst! Hier gibt es den ersten Ausblick auf den Lageplan und ganz aktuelle Bilder vom Gelände. Alle selbst aufgenommen
    3 Punkte
  4. Hallo Hallo, ich wollte mal ein Review zum Liteway PyraOmm Max dalassen. Gibt’s ja noch nicht so viel dazu hier und potentiell auch für andere Familien mit (kleinen) Kindern interessant. Wir waren mit zwei Zelten unterwegs, da wir dieses Mal wegen Auto nicht auf’s Gewicht achten mussten und sich die Zwerge sonst ständig gegenseitig aufgeweckt hätten. Zusätzlich hatten wir noch ein Ali tarp dabei (danke nochmal an @wilbo) und es als Vorzelt für das Mid aufgebaut. Aufbau: Ich bin/war mid Anfänger und hab mich bei den ersten Aufbauten echt schwergetan, das kann natürlich an meinen Fähigkeiten liegen, oder am mid selbst. Für das Zelt habe ich eine Stange von LuxeOutdoor geholt, für das Tarp hab ich unsere Wanderstöcke zusammengebunden. Ich habe zusätzlich alle zu kurzen Abspannleinen durch längere ausgetauscht. Ich habe es im ganzen Urlaub nicht geschafft das Zelt so aufzubauen, dass eine Seite nicht durchhängt. Hoffe man erkennt das einigermaßen auf dem Bild. Selbst als ich die obere Abspannleine genutzt habe, hat es nicht wirklich geholfen. Das war tatsächlich bei jedem Aufbau so und ich bin bisher nicht dahintergekommen wie ich das Problem lösen kann. Ein weiterer negativer Punkt war, dass die Verbindungsstücke vom Innenzelt zum Außenzelt elastisch sind, dass bedeutet zum einen, dass man das Innenzelt nicht gut ohne das Außenzelt aufbauen kann und zum anderen, hatte ich so Schwierigkeiten einen bathtub floor hinzukriegen, da alles immer so rumgewackelt hat. Dazu kam, dass man das Innenzelt nicht wirklich einhändig öffnen konnte, weil die elastischen Schnüre natürlich nicht gegengehalten haben. Wenn man meist ein Baby oder ein Kleinkind aufm Arm hat, ist das natürlich sehr unpraktisch. Ich hab die elastischen Schnüre recht schnell durch einfache Abspannleinen ausgetauscht, was die meisten Probleme behoben hat. Ich hätte mir im Nachhinein vom Innenzelt gewünscht, dass es oben und unten offen gewesen wäre, damit man die beiden Zelte easier gemeinsam aufbauen kann. So hab ich immer erst das Außenzelt aufgebaut und musste dann nochmal die Stange rausmachen und sie ins Innenzelt machen und wieder aufbauen. Das finde ich hätte man anders lösen können. Kleinkindtauglichkeit: Das PyraOmm Max hat bei meinen beiden Zwergen gut durchgehalten. Mit dem Großen (3 Jahre) habe ich ein paar Mal geübt wie er mit dem Reißverschluss umgehen muss und dann hat es meist gut geklappt. Das Zelt und der Reißverschluss wurden natürlich auch des Öfteren eher ruppig behandelt, aber auch das schien kein Problem zu sein. Die Stange stand immer fest und hat auch alles ohne Probleme mitgemacht. Innenraum: Der Innenraum ist wirklich rießig. Zwei Leute plus unsere halbe Autoladung an Zeug hat wirklich sehr gut reingepasst. Da fühlte man sich in unserem anderen Zelt fast schon eingeengt. Die hohen Wände sind auch echt gold wert, selbst wenn man nur in der Mitte annähernd stehen kann. Wir mussten öfter im Zelt Essen, da so viele Mücken draußen waren und meine Partnerin und Kinder Mückenmagneten sind. Es gab genug Platz zu 4. drin zu essen und zu spielen. Egal zu welcher Seite des Stabs haben zwei Isomatten Platz. Eine Person schläft dann schon recht nah am mesh, aber das war für uns jetzt kein Problem. Zelttaschen gibt es wie bei den meisten mids nur ganz oben. Wirklich genutzt haben wir diese wenig, da man sie im Sitzen nicht erreicht und ich so Kopflampe, Handy, Brille etc. eher neben mich gelegt habe, als wie in meinem anderen Zelt in die Taschen. Ich hätte es gut gefunden, wenn es auch noch im unteren Zeltbereich Taschen gegeben hätte, da die Teile ja schon sehr nützlich sind und ich des Öfteren nach Kopflampe etc suchen musste, weil sie eben nicht praktisch in ner Tasche verstaut war sondern dann unter irgendwas gerutscht ist oder ein Kleinkind/Baby sie geschnappt hat und sie deshalb gewandert ist. Wetterfestigkeit: Insgesamt hat es Wind und Regen gut standgehalten. Wir hatten leider sehr viel Regen und bis auf die erste Nacht sind wir trocken geblieben. In der ersten Nacht kam was durch den Reißverschluss durch, ich weiß nicht ob ich nicht gut genug versiegelt habe oder ob ich zu viel Spannung auf den Reißverschluss gegeben hab beim Aufbauen oder ob's am Reißverschluss selbst lag. Es hat in der Nacht stark geregnet und fast die komplette Nacht durchgeregnet. Die restlichen Tage hatten wir kein Problem und sind trocken geblieben. Wind gab es nicht sonderlich viel deswegen kann ich hierzu noch nicht so viel sagen. Mit Kondenswasser hatten wir an nie Probleme. Insgesamt sind wir mit dem Zelt recht zufrieden, wir haben leider weniger Nächte im Zelt verbracht als wir es wollten, da es so viel geschüttet hat und wir mit den Kindern öfters auf Hostels oder Ferienwohnungen ausgewichen sind. Wenn ich mich mehr im Aufbau geübt habe, wird dieser sicher auch routinierter und damit schneller und stabiler. Ich könnte mir vorstellen mich mal nach nem anderen Innenzelt umzuschauen, aber werde dem Innenzelt bei den nächsten Ausflügen und Touren nochmal eine Chance geben um zu sehen wie gut ich mich damit arrangieren kann. Das Innenzelt hat aber einen großen Pluspunkt, es hat zwei Türen.
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  5. Im Netz findet man immer noch Meldungen zum X-Dome 2 mit gebrochenen Stangen, kaputten Reißverschlüssen oder undichtem Vorzelt, die nicht älter als ein Monat sind. Und wenn die "anfänglichen Probleme" behoben sind, dann gilt das wohl für Zelte aus neuer Produktion. Ob die dann im Europäischen Shop dann auch erhältlich sind oder das noch die ältere Generation ist, ist fraglich. Für Reiseorte, wo eventuell das Leben vom Zelt abhängt (Kirgisistan/Patagonien), wäre ich da bei der Zeltauswahl wenig Risikobereit und beim Durston X-Dome 2 gibt es einfach noch zu viele "wenns". OT: Ich bin berufsmäßig häufig in Foren unterwegs (Informatiker) , um Antworten auf Probleme/Fragen zu finden. Wann immer da als erste Antwort kommt: "Benutz die Suchfunktion", würde ich am liebsten immer in die Tischkante beißen. Es spart vielen Menschen viel Zeit, wenn Antworten direkt gegeben werden, auch wenn sich das dann doppelt. 5 Minuten Suchen im Forum nach "Sturmsicheren Zelt", haben mich zweimal in diesen Faden hier geführt, ich habe keinen Faden gefunden, der auf die Anforderungen des TO passt. @Claudia hat ja sehr dezidiert Fragen gestellt, was zeigt, dass Sie sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Und wenn ich mit dem Zelt abseits der Zivilisation unterwegs wäre, dann würde ich definitiv auch in einem Fachforum, also hier, nachfragen.
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  6. Hallo, ich habe schon viel gesucht und habe kein Zelt gefunden, bei dem ich sicher fühle. Ich zelte nicht viel und brauche deshalb etwas, was mir emotionale Sicherheit bietet. Mit dem Zelt geht es nach Kirgistan, aber es soll auch für Patagonien im nächsten Jahr passen. Momentan habe ich folgende Kriterien - groß genug für mich und meinen großen Trekkingrucksack, also wahrscheinlich ein 2P-Zelt - freistehend, da es für mich einfach zum aufbauen ist und ich es hoffentlich auch bei Regen und Dunkelheit gut hinbekomme - outer-first muss möglich sein, gerne auch nur mit footprint - Innenhöhe über 102, ich bin 1,82 und möchte gerne aufrecht sitzen können - Wassersäule: ich dachte es sollte mind. 3000 beim Außenzelt und 5000 am Boden sein. Da lese ich jetzt allerdings unterschiedliches - Gewicht wäre unter 1,5 kg mit Footrprint super Am nächsten dran kommen wohl momentan folgende - Salewa Litetrek Pro II Zelt Outdoor & Wanderbekleidung Outlet ▷ Herren | Salewa® DE hier stört mich das Gewicht und mgl. die helle Farbe, da diese schlechter als dunkle trocknen könnte. - Wechsel Bella Bella | Wechsel Tents hier stört mich die geringe Innenhöhe von 95 cm. Ich freue mich riesig über Tipps. Danke
    1 Punkt
  7. Hi, ich habe bisher folgendes mit Daunenschlafsäcken bzw. Daunenbekleidung selbst gemacht: Daunenwaschmittel kaufen/bzw. verwenden (siehe Anhang, damals bei Ebay gekauft; gibt es sicherlich auch im Drogeriemarkt); dann bei 30 Grad im Schongang in der Waschmaschine gewaschen, ohne (!) Endschleudern(Hier können die Stege/Nähte sich sonst öffnen); in den Trockner gelegt mit Tennisbällen (oder entsprechende Bälle hierzu aus dem Handel) bei geringster Temperatur-> Die Bälle sorgen dafür, dass die Daunen sich "entklumpen". Mehrere Trocknungsvorgänge sind von Nöten (aufgrund der geringen Temperatur). Ansonsten schon mehrfach gemacht-> bei meiner ortsansässigen Reinigungsfirma abgegeben, welche dann aber auch die Sachen zu einer auf Daunen spezialisierten Reinigungsfirma gibt. Kostete bisher, je nach Daunenmenge des Schlafsacks, 30-40€. Der Schlafsack loftete und roch danach wie neu.
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  8. waldhummel

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, nach einiger Zeit des stillen, begeisterten Mitlesens habe ich mich nun auch endlich angemeldet! Ich bin mittlerweile eine Frau von 48 Jahren und wandere mit meinem Mann "Bergziege" zusammen bereits seit über zwei Jahrzehnten. Da haben wir uns über die Jahre langsam gesteigert - von ganz kurzen Tagestouren über organisierte Wanderwochen mit Gepäcktransport bis hin zu mehrwöchigen Ultraleicht-Touren mit Zelt. Im Alltag gehen wir jedes Wochenende wandern, zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter! Wir leben im Ruhrgebiet und da haben wir eine fantastische Reichweite in viele unterschiedliche Wanderregionen. Das Ultraleicht-Wandern haben wir vor ein paar Jahren durch das Buch "Weite Wege wandern" von @German Tourist entdeckt - es war genau das, was wir brauchten! Erwähnenswert ist es vielleicht, dass ich ausschließlich Barfußschuhe trage (Grüße an @GirlOnTrail!) und auch damit wandere - zu diesem Thema bin ich auch immer sehr an Austausch interessiert! Unsere Ultraleicht-Touren bisher: Ungarn: Kektura (670km, der Rest kommt im nächsten Urlaub) Schottland: Westhighlandway und Teile vom Hebridean Way (nächstes Jahr wollen wir ihn komplett laufen) Deutschland: Hermannshöhen und Rothaarsteig (dazu schreibe ich auch gleich mal einen Berich!)
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  9. Ich hatte auch Gelegenheit mir den Rucki in der 60 Liter Variante genauer anzusehen, da ihn mein Mann in Regular-Long bestellt hat. Die Rückenlänge lässt sich sehr einfach einstellen, sodass auch ich ihn anprobieren konnte. Unsere Eindrücke: - Das Volumen ist gigantisch, es geht noch mehr rein als in den Exped Lightning 60. Komplett füllen konnten wir den Rucksack nicht, obwohl u.a. ein WM Antelope drin war. - Die Seitentaschen sind sehr groß & lassen sich stark dehnen. Tatsächlich befindet sich an einer davon eine große Öffnung nach vorne, die ich eher unpraktisch finde, da leicht kleinere Gegenstände rausfallen können. Für Wasserflaschen, Zelt, Regenjacke usw. aber gut geeignet. - Der Rahmen wirkt sehr stabil und überträgt die Last gut auf den Hüftgurt. Jedoch ist er so gebogen, dass der Rücken großzügig belüftet wird, was uns beiden nicht weniger gefällt. Da der Rahmen die ganze Rückseite umfasst, wölbt sich der Rucksack im gefüllten Zustand nicht wie der Exped Lightning nach hinten. - Die Polsterungen an Hüftgurt und Schultergurten sind weder weich noch hart, sondern irgendwo dazwischen. Also durchaus bequem. - Die Nähte sind tatsächlich wie von @khyal beschrieben, inwiefern sich das auswirkt kann ich jedoch nicht beurteilen. - wenn man den Hüftgurt mit der Hüftgurt-Hakenschnalle schließen möchte, muss er etwas gelockert werden. Stört mich aber nicht. Ich bilde mir ein, er drückt weniger als ein klassischer Blitzverschluss. - es sind dünne Riemen vorhanden, um das Hauptfach zu komprimieren. - der Sitz des Hüftgurts war bei uns beiden nicht optimal. Bei mir lag er nur am Steiß und vorne auf, dazwischen war massig Platz (ganze Hand passt rein). Das Problem habe ich oft, hier ist es allerdings ganz besonders ausgeprägt. Bei meinem Mann war es etwas besser. Für die weibliche Körperform empfinde ich ihn als unpassend. Menschen mit breiterem Körperbau könnte er besser passen. - leider sind keine Hüftgurttaschen dabei, diese soll es aber wohl ab April ´24 zusätzlich zum Kauf geben. - die Form der Schultergurte ist fix, passt sich also nicht dem Körper an, sondern muss von Anfang an passen. Bei meinem Mann war das der Fall, bei mir nicht. - die Lastenkontrollgurte sind am oberen Ende vom Rahmen, der lang genug ist um einen 45 Grad-Winkel zu schaffen. So können sie gut das Gewicht von der Schulter nehmen. Dieses Detail gefällt uns sehr gut. Fazit: Mein Mann empfand ihn als ähnlich bequem wie den Exped Lightning, aber den Bergans Helium findet er bedeutend komfortabler. Bei mir war die Passform leider indiskutabel schlecht. Die Kombination aus praktischer Ausstattung, einem stabilen Rahmen und bequemen Polsterungen finde ich gerade in Hinsicht auf das große Volumen, das mit 1,1kg eher geringe Gewicht und den bezahlbaren Preis als einen ernstzunehmenden Konkurrenten im Vergleich zu anderen Leichtrucksäcken.
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  10. Ich hab mir die 60-l-Variante in meinem alten Laden in Berlin angeschaut und so desaströs sehe ich den Padje nicht. Z. B. finde ich die Hüftgurtschnalle richtig gut. Endlich mal kein Steckverschluss. Find ich nämlich viel leichter wieder einzuhängen. Dieses "das können andere besser" stimmt zudem so nicht ganz, wenn man den Preis mit einbezieht. Produkte, die teils doppelt so teuer sind, sehe ich nicht als vernünftige Alternative an. Betrachtet man dann das Angebot zu Rucksäcken zwischen 1 und 1,5 kg bei rund 60 l zu unter 300 Euro sieht das Angebot ziemlich dünn aus. Exped Lightning, Osprey Exos, Bergans Helium sind die prominentesten Vertreter. Wenn man dann noch eine Traglast jenseits 20 kg möchte, ist der Lightning doch ziemlich einsam. Um so gespannter war ich auf den Padje Light, da ich gerne vom Lightning im 60-l-Bereich umsatteln mag. Im Fazit schließe ich mich soweit Khyal an, dass der Padje Light nichts Halbes, nichts Ganzes ist. Inwiefern? Im Video steht dem Lundhags-Menschen eine Thru-Hikerin zur Seite, die quasi am Padje Light beurteilt, was eben so Thru-hike-mäßig ist, aber eben auf skandinavische Verhältnisse zugeschnitten. Der Haken ist nur, dass der Padje, unverständlicherweise nur zum Teil in die Richtung gedacht wurde: er hat 3 große Meshtaschen, hat eine Rolltop-Öffnung, dünnes Außenmaterial und einen minimalistischen Rahmen. Was hat er nicht? Meshtaschen auf den Schultergurten und auf den Hüftflügeln. Mir ist das ein Rästel, warum nicht einer der etablierten Hersteller einfach das normale UL-Konzept (Einkammer, Rolltop, 7 Meshtaschen) mit leichtem Rahmen kombiniert und damit eine nützliche, preisgünstige und solide Rucksackalternative im Bereich über knapp 1 kg anbietet. Bach hat mit dem Molecule auch so eine halbherzige "UL"-Variante im Programm. Am ehesten realisiert noch der Exos von Osprey das Konzept, aber da hat mich der Hüftgurt nicht überzeugt und er fühlt sich nach "zu viel" an, ist also nicht konsequent abgespeckt. Zum Padje: Contra: - Thema Meshtaschen: die Seitentaschen sind riesig, aber nur rechts nach vorne hin offen, das heißt, die linke ist beim Tragen nicht nutzbar. Ob aus der rechten Flaschenöffnung nun gleich alle Teile rausfallen bezweifel ich, daher finde ich es blöd, dass das nur rechts ist. Der Exos von Osprey hat das auch beidseitig. Diese großen, langen Meshtaschen haben mir auch nie gefehlt. Ich finde breite, großvolumige Seitentaschen, die beim Tragen bedienbar sind, wie man sie von Exped (Expedition 80, Lightning), Liteway (Elementum, Biggie), Hyberg (Attila) und so weiter kennt, um einiges nützlicher. Mehr als eine 1,5-l-PET sollte bei dem Rucksackvolumen schon nebeneinander passen, mein ich. Dazu fehlen Meshtaschen auf Schulturgurten und dem Hüftgurt. In der Grundversion also wird ein wesentlicher Aspekt der UL-Bauweise nicht bedient: sich beim Tragen organisieren zu können. Lundhags hat 2 nicht ganz so überzeugende Lösungen zu bieten. Zum einen gibt es mitglieferte Straps, um an den Schultergurten Flaschen mit Ring (also PET-Flaschen) zu befestigen. Find ich ne pfiffige Idee, aber das ist eben auch nur für Flaschen zu nutzen. Ne Meshtasche lässt einem die Freiheit, was man damit machen mag. Die zweite Lösung sind optionale Hüftgurttaschen, die allerdings kaum bis gar nicht zu bekommen sind und wohl um die 40 Euro kosten und auch noch Gramm hinzufügen. Damit verliert der Padje jedenfalls deutlich an Preisvorsprung. Wie die befestigt sind, ist mir ein Rästel, vermutlich einfach mit Schlaufen um den Hüftgurt. Jedenfalls scheint mir das auch nicht zu leicht sein, andere zu befestigen. Der Padje bleibt hier ein Fragezeichen. Omm GoPods sind imho aber leicht an den Schultergurten nachzurüsten. - möglicherweise sollen die großen, langen Meshtaschen Befestigungsmöglichkeiten ersetzen, denn davon gibt es tendenziell zu wenig. Im Grunde bleibt nur die Riemenkonstruktion auf dem Top oder die dünnen seitlichen Kompressionsriemen (die ich im übrigen nicht falsch positioniert finde, ist halt nutzerabhängig). Ich mach meine Matte lieber unter den Rucksack und hab lieber nix über dem Rolltop, um schneller an den Inhalt zu kommen (es gibt aber unten Schlaufen fürs Nachrüsten). - Das Tragesystem ist vom Prinzip her ähnlich wie das vom Lightning, d. h. es gib ein Schulterpolster, wovon die Schulteriemen abgehen und es gibt einen Hüftgurt hinter einem kräftigen Polster im Kreuz, dazwischen nix. Find ich an sich super, nur ist das Polster überdimensioniert und ist damit zur Hälfte ein sinnloser Schwamm. Pro: + bequem zu tragen. Gerade im Vergleich zum aktuellen Lightning, dessen Schulterpolster ich störend hart finde, ist der Padje viel kofmortabler. Anderseits fand ich den Padje dann um die 20 kg auch an seinen Grenzen, wo der Lighntning noch performt. + den Metallhaken am Hüftgurt find ich richtig gut! Endlich mal nicht diese Steck-Fummelei. Ich konnte zum Beispiel auch eingestellt den Hüftgurt besser schließen. Zudem kann man darauf rumtrampeln, wie man mag, ohne einen Bruch zu befürchten. Großartig! Ich meine auch, dass er weniger gedrückt hat. + er ist schnörkellos. Ich finde den Rucksack stimmig - wenn man ihn nicht unter UL-Aspekten bewertet. Im Prinzip besteht er aus Hauptfach mit viel Mesh-Stauraum und ein paar Anpassungsmöglichkeiten. + Preis-Gewicht-Volumen-Verhältnis: auch wenn die Meshtaschen "gewöhnungsbedürftig" sein mögen, ist der Padje Light 60 am Ende ein recht variabler Rucksack zu einem vernünftigen Preis bei niedrigerem Gewicht. Er bietet 60 l + 14 l durch die Meshtaschen bei 1,1 kg und trägt bis etwa 20 kg ganz okay. Das ist trotz aller Mäkeleien nicht zu verachten. Neutral: o ob Stoff oder Nähte auf die 20 kg ausgelegt sind, halte ich erst mal für spekulativ. Halten sie bei der angebenen Nutzung nicht, wäre das ein Rekla-Fall. Der Stoff scheint robuster als ich dachte, wirkt aber etwas dünner als beim Lightning. o dass der Rucksack nicht getapet und nicht dicht ist, ist kein Argument in der Preisklasse - das gibt es auch nicht woanders. o hat man z. B. mit Omm GoPod oder womöglich passenden Hüfttaschen Add-ons daheim, dann ist der Padje mit 1,1 kg noch leicht genug, um trotz Add-ons unter dem Ligntning zu bleiben und an die Nützlchkeit eines richigen UL-Rucksacks zu kommen. Fazit: Unter UL-Maßstäben konzeptionell nicht konsequent genug, aber abseits davon stimmiger Rucksack mit einiger Variabilität. Auch wenn der Padje einige "Eigenheiten" aufweist, stellt er erst mal eine leichte Rahmen-Alternative dar, die einen Blick wert ist. Persönlich: Ich kann nicht ausschließen, dass der Rucksack im Ausverkauf bis 200,- für mich verlockend wird. Ich seh einfach keine Alternativen. Dass ich von Lightning umsattel hat mit den fehlenden Meshtaschen zu tun, und dass sich grad die Stange durchreibt (altes Modell, biete ich demnächst zum Schnäppchen-Preis für Neugierige oder Bastler an).
    1 Punkt
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