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J_P reagierte auf Maik_F. in Offa's Dyke Path - März/April 2018
Von Ende März bis Anfang April bin den Offa’s Dyke Path gelaufen. Ich hatte dazu schon einen Thread im Bereich Tourvorbereitung (Danke an dieser Stelle nochmal an @ Chris2901 ) und möchte nun ein paar Eindrücke der Tour teilen. Es war meine erste längere Tour nachdem ich dem Ultraleicht-Gedanken begegnet bin und auch gleichzeitig ein guter Härtetest für meine MYOG-Sachen.
Der Offa’s Dyke Path ist ein 284 km langer Weg, hauptsächlich entlang der Grenze zwischen Wales und England. Teilweise folgt er genau dem Verlauf des Offas’s Dyke, einem Erdwall der im 8. Jahrhundert vom König Offa angelegt wurde. Über die Gründe ist man sich bis heute uneins. Die dann später festgelegte Grenze zwischen Wales und England folgt aber in vielen Teilen dessen Verlauf.
Meine Packliste ist hier einzusehen. Die Wetterprognosen änderten sich in der Woche bevor es losging ständig und ich habe einige Sachen immer mal wieder raus und wieder reingenommen. Besonders bei der Tight war ich unsicher, ob es sich lohnt oder Regenhose nich reichen könnte. Am Ende habe ich sie dann, aufgrund der letzten Wettervorhersage, doch eingepackt und es war eine sehr gute Entscheidung. Dazu aber später mehr…
Los ging es leider etwas später als geplant, da erst einmal mein Flug nach Bristol ausfiel und der Ersatzflug nach Birmingham am nächsten Morgen mehr als eine Stunde Verspätung hatte. So kam ich dann fast exakt 12 Stunden später in Chepstow an als ursprünglich vorgesehen. Kurz etwas Verpflegung besorgt und dann zum südlichen Start-/Endpunkt in Sedbury gelaufen. Dort ging es dann bei leichtem Sonnenschein und ein paar Wolken los.
Insgesamt brauchte ich 12 Tage für den Offa's Dyke Path und hatte meist noch genug Zeit, um die auf dem Weg liegenden Städte oder die ein oder andere Sehenswürdigkeit anzuschauen. Allerdings habe ich auch, wie ursprünglich geplant, keinen Pausentag eingelegt.
Tinter Abbey
White Castle
Pontcysyllte Aqueduct, man kann zu Fuß drüber laufen, ich musste aber aufs Bott zurück greifen
Valley Crucis Abbey, ein altes Kloster, was aber eine ziemliche Abzocke ist
Restaurierte Dampflok in Llangollen
Total cool fand ich die Fasäne, die einem ständig über den Weg liefen. Das erste brauchbare Foto habe ich dann allerdings erst am 6. oder 7. Tag geschossen (mit 10 Minuten anpirschen). Davor waren sie einfach zu schnell weg.
Der Weg selber ist sehr abwechslungsreich und es gab nur wenige Momente, wo er mir missfallen hat. Man wechselt oft von Waldweg auf Pfade über Felder, auf engen Straßen entlang dichter Hecken, von Zeit zu Zeit kommt man durch eine nette kleine Ortschaft, immer wieder vorbei man an schönen Cottages, zwischenzeitlich an Kanälen entlang... Dabei so gut wie immer auf und ab mit tollen Aussichten, an denen ich mich bis zum Ende nicht satt gesehen hatte.
Dafür trug auch das super Wetter sorge. Immer wieder bahnte sich die Sonne einen Weg durch die Wolken und so entstanden tolle Schattenspiele auf der Landschaft. Nass geworden bin ich tatsächlich erst am 10. Tag, als es für ne knappe Stunde regnete. Am nächsten Tag kam dann aber auch Schnee ins Spiel… Aber bis auf diese Ausnahmen hatte Wales bestes Wanderwetter zu bieten. Treuer Begleiter waren dabei Matsch (es hat doch gar nicht geregnet!) und Wind (besonders stark auf der Etappe über Hatterall Ridge, zum Glück meistens von hinten…).
In der Nacht wurde es allerdings zum Teil frostig. Was dann auch die Momente waren, in denen ich froh war, die Tight eingepackt zu haben. Tagsüber an 2 Tagen getragen, kam sie nachts als 2. Schicht zum Einsatz und sorgte dafür, dass es in Nächten etwas kühl war, aber nicht total unkomfortabel kalt. Nur in der ersten war mir trotz aller Kleidung am Körper arschkalt.
Die Etappen habe ich vorher ungefähr geplant und mich dann vor Ort mal mehr oder weniger spontan entschieden, welche Art des nächtigens es dann werden soll. Dabei habe ich auf Campingplätze (oder Möglichkeiten das Zelt aufzubauen) sowie ab und zu ein B&B oder Hostel zurückgegriffen. Zelten an anderen Stellen wäre teilweise möglich gewesen, aber aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit und oftmals niemanden in Sicht, den man Fragen konnte, habe ich das sein lassen.
Als Zeltmöglichkeiten wären besonders Mellington Hall (schrecklicher Trailerpark, aber der Campingground ist nett gelegen mit Blick auf ein historisches Hotel) und Gweryd Lakes (eigentlich ein Angelsee, aber in toller Lage und die Besitzer sind fantastisch und Wanderer sind willkommen) als gute Plätze zum Zelten zu nennen.
Mellington Hall Hotel
Gweryd Lakes
B&Bs (und Hostels) habe ich nur sporadisch genutzt, aber die, in denen ich geschlafen habe, waren super. The Hay Stable in Hay-on-Wye (super gemütlich und man hat ein Wohnzimmer und eine Küche, die man nutzen kann) und das Hostel in Llangollen kann ich weiter empfehlen. Hay-on-Wye ist, nach meinem Empfinden, die Ortschaft am Weg, die mir am besten gefallen hat. Tolles Ambiente, auch durch die vielen Antiquariate, nette Pubs.
Was mir dagegen gar nicht gefallen hat war Prestatyn, der nördliche Endpunkt des Weges. Ist ein typischer Urlaubsort am Meer, der bestimmt schon bessere Tage gesehen hat. Zusätzlich war es, bedingt durch Ostern, noch ziemlich voll. Das hat dann die Freude über die Ankunft etwas getrübt. Ursprünglich hatte ich geplant noch eine Nacht dort zu verbringen, hab dann aber direkt den nächsten Zug nach Manchester genommen. Da wäre die Ankunft in Sedbury bestimmt um einiges angenehmer gewesen.
Andere Leute, die den Weg gegangen sind habe ich kaum gesehen. Am Anfang ein kleines Grüppchen älterer Leute aus Bristol, die ich aber trotz netter Gespräche hinter mir ließ und dann am Ende 5 Leute, die mir entgegenkamen und Ostern als Starttermin für ihre Wanderung in südlicher Richtung nutzten. Angekommen bin ich dann aber mit einem Paar aus … (vergessen), die ich die 2 Tage vorher immer mal wieder überholte (hä?) und die den Weg über das letzte Jahr verteilt gelaufen sind. So konnte man noch gemeinsam auf die Ankunft anstoßen, bevor sich die Wege wieder trennten. Generell waren alle, die ich unterwegs traf unglaublich freundlich und hilfsbereit. Und es entstant meistens ein nettes Gespräch (bedingt durch meinen Wohnort oft über eine Fernseheserie aus den 80ern "Auf Wiedersehen, Pet").
Versorgung war auch nie ein Problem und selbst die kleinsten Shops hatten immer etwas, das man für die leichte Küche nutzen konnte (CousCous, Idahoan Kapü, etc.). Auch suswärts essen war eigentlich immer gut. Guter Pub-Standard. Sollte es einen nach Welshpool verschlagen, der Inder/Bangladeschi ist sehr gut und mir hat er kostenlos Vorspeisen, Saucen und Naan dazugepackt, als er hörte, dass ich durch Wales laufe. Super! Beim Bier hatte es mir schnell das Butty Bach Ale angetan. Gab es aber leider fast ausschließlich im Süden.
Wie eingangs erwähnt war es die erste längere Tour für mich, in dem der UL-Gedanke eine Rolle spielte und es war eine unglaublich befreiende Erfahrung, mit leichtem Gepäck und (fast) nur dem nötigsten Unterwegs zu sein. Hat den Spaß stellenweise um einiges gesteigert und es war super immer wieder Aha-Erlebnisse zu haben, auch in Bezug auf die mögliche Reduktion an weiteren Stellen oder Anpassungen in bestimmten Bereichen. Insgesamt habe ich gemerkt, dass das Setup gerade passt und man auch nicht zu viel auf einmal wollen sollte. Es ist ein guter Schritt nach vorne gewesen und die nächsten Schritte entwickeln sich dann. Auch der Härtetest für meine MYOG-Ausrüstungsgegenstände verlief positiv (mit kleinen Einschränkungen).
Mein Rucksack ließ sich bequem tragen (auch nachdem ich am 3. Tag den Brustgurt verloren hatte) und er machte keine Anstalten irgendwelche Probleme zu verursachen. Größe war perfekt. Hatte im Vorfeld noch eine Schultergurttasche genäht, die sich als sehr nützlich erwiesen hat (Handy, Snacks) Auch ein Hip-Bag, der im Vorfeld entstand, verrichtete gute Dienste Schalfen im Quilt funktioniert für mich. Allerdings habe ich festgestellt, dass das Gurtband für den Clip am Nacken zu lang ist. Dadurch hat er dort zu viel Spiel und es war immer etwas fummelig den Bereich dicht zu bekommen. Bei den Knöpfen, zum Schließen am Rücken, habe ich leider vergessen den Bereich mit Zeltboden Nylon zu verstärken und in der 2. oder 3. Nacht hat es einen Knopf aus dem Stoff gerissen. Führte dann in der Folge leider zu mehr Anstrengung, um zu verhindern, dass warme Luft flöten geht. Werde den Bereich flicken, mit Zeltboden Nylon verstärken und dann auch mit Clips versehen. Unterm Strich lässt festhalten, dass es ein mehr als gelungener Trip war und UL sehr viel Spaß macht!
Ende
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J_P reagierte auf Lowtec in Bikepacking Island
Ende Juli war ich zum Bikepacken für ca. zwei Wochen auf Island. Zur Vorbereitung hatte ich mich in diesem Faden von euch Beraten lassen:(
Gefahren bin ich letztendlich mit diesen Setup: (Den megaschweren und zurecht kritisierten Exped Rucksack habe ich vorsichtshalber nicht mit auf dem Bild)
Geplant hatte ich von Keflavik aus südlich entlang der Halbinsel Reykanes in Richtung Selfoss zu fahren und von da aus in Richtung Geysir Gullfoss auf der 35 und dann später auf der F35 (Köjurroute) ins Hochland zu fahren, dort einen Abstecher zum Keringijaföl zu machen und dann weiter durch das Hochland in den Norden zu fahren. Auf der Ringstraße wollte ich dann weiter nach Osten auf der Ringstraße nach Akureri fahren. Von da aus dann weiter nach Husavik zum Walewatching und dann zurück auf die Ringstraße und zum Myvatn, von da aus wollte ich dann auf der 88 zur Askia. Ab da war der Weg noch nicht weiter geplant, entweder sollte es wieder zurück zur Ringstraße gehen und dann über die Ringstraße zum Jarkusalon (den wollte ich unbedingt sehen) oder die schwere Piste 910 zur Sprengisandur und dann durchs Hochland zu Landmanalaugar und von da aus die 208 zur Ringstraße und zum Jarkusaljon.- Soweit der Plan, gefahren bin ich dann doch etwas anders.
Mit etwas Verspätung bin ich am 16.6 um 1:15 in Keflavik gelandet. Der Flug war für mich, der seit der Schulzeit nicht mehr geflogen ist schon spannend.Dank zweier Kinder, die auf dem Flug neben mir saßen konnte ich auf dem Flug kaum schlafen, so dass ich ziemlich müde war und mir nur mein Gepäck geschnappt habe und mir eine ruhige Ecke zum schlafen suchte. Hr bin ich dann aufgestanden. Erstmal wollte ich mein Rad zusammenbauen, dafür habe ich mich in den Vorraum des Flughafens gestellt. Als ich das Rad halb zusammengebaut hatte kam ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens und wies mich darauf hin, dass ich mein Rad dort nicht aufbauen dürfe.
Super, jetzt musste ich erst einmal mein in dem Raum verteiltes Gepäck und Werkzeug zusammensammeln und draußen im Nieselregen mein Rad fertig montieren. Im Internet Hatte ich gelesen, dass es auf dem Flughafen Schließfächer gibt, hier wollte ich meine Radtasche einschließen. Nach dem ich mehrmals im Flughafen auf und ab gegangen war habe ich an der Info nachgefragt, wo ich denn mein Gepäck lassen könne. Sie wies mir den Weg zum BikePit, wo ich mein Rad wunderbar hätte zusammenbauen können, aber Schließfächer waren auch hier keine zu finden. Nach weiterer ergebnisloser Suche am und im Flughafen habe ich mich dazu durchgerungen meine Tasche unter dem BikePit zwischen den Fahrradkartons zu verstecken und darauf zu hoffen dass die Tasche auch in zwei Wochen noch da wäre.
Dann ging es endlich los. Im großen Bogen um den Flughafen, dann auf die Hauptstraße nach Reykjavik, der ich nur kurz folgte um dann auf eine Nebenstraße nach Süden abzubiegen. Hier bekam ich einen ersten Eindruck von der Weite Islands, die Rauchfahnen der Blauen Lagune konnte ich schon von weitem sehen, es dauerte jedoch noch eine ganze Weile, biss ich dort war.
Erste Bilder von Island
Weiter ging es nach Grindavik und dann nach Eyrarbakki, wo ich die Erste Pause beim Bäcker machte. Zwar wusste ich vorher, dass die Preise in Island hoch sind, aber staunen musste ich trotzdem(aber refill macht es erträglicher).
Ein kurzer Blick auf die Karte und weiter nach Selfos. Vorbei an blühenden Wiesen fahrend, mit leichtem Rückenwind kamen die ersten Ausläufer des Hochlandes ins Blickfeld.
In Selfos habe ich dann etwas Proviant eingekauft (nochmals wundern über die Preise). Das kleine Stück Ringstraße zur 35 war ernüchternd, viel Verkehr und Lärm (Wie zuhause) die 35 war auch nicht viel besser, egal, ich wollte es heute noch zum Geysir schaffen und habe stoisch weiter getreten. Irgendwann sah ich dann von Ferne den Stokkur spucken, das hat mir für die letzten Kilometer dann noch einmal etwas Schwung gegeben. Am Geysir war Highlife angesagt, Busladungen von Touristen stapften die Wege entlang, ein Hotel, Schwimmbad und Campingplatz gibt es dort. Trotz der Menschenmassen war ich schwer beeindruckt von dem allgegenwärtigem Brodeln, dem Schwefelgeruch und natürlich vom Stokkur, des in unregelmäßigen Abständen ausbricht. Übernachtet habe ich auf dem wirklich schönem Campingplatz. Nach Dusche, Plausch mit anderen Radfahrern und Nudeln mit Tunfisch fing es an zu tröpfeln und ich habe mich ins Zelt verkrochen, wo ich dank Oropax schnell einschlief.
Am nächsten Morgen machte ich mich gegen halb Acht auf in Richtung Gullfos, natürlich machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Stokkur. Es war jetzt deutlich ruhiger aber etliche Fotografen waren schon auf der Lauer. Das Wetter war trocken, meine Wetterapp kündigte jedoch Regen und Wind für den Vormittag an. Ich ärgerte mich ein klein wenig, dass ich nicht früher los gekommen bin, aber im Urlaub stelle ich mir keinen Wecker. Nach 10 Kilometern erreichte ich den Gullfos, noch war ich fast ganz alleine am Wasserfall, man sieht aber an dem Parklatz und den Souvenirläden, dass das nicht immer so ist.
Nachdem ich ordentlich Fotos geschossen hatte, ging es auf der 35 weiter nach Norden. Irgendwie kam ich heute nicht richtig in die Gänge. Als die 35 zu F 35 wurde, kamen immer wieder mal Schauer herunter und der Wind hatte merklich aufgefrischt. Der Wind kam zwar schräg von Hinten, jedoch so stark von der Seite, dass er nicht wirklich eine Hilfe war. Kurz vor der ersten Brücke machte ich eine Pause, kochte mir im Schutz eines Felsens einen Tee und verdrückte einen ganzen abgepackten Kuchen. Das hatte mir gefehlt. Mit neuer Energie ging es weiter hinein ins Hochland. Des Wetter wurde zunehmend schlechter, der Regen kam jetzt teilweise von der Seite, die Schotterstraße hatte etliche Schlaglöcher und die Steigungen wurden steiler. Beeindruckt war ich von den smaragdgrünen Moos streifen entlang der Bachläufe. Beim Anstieg aus dem zweiten Flusstal wurde mir aus einem überholendem Superjeep „Good luck“ zugerufen. Nach dem Anstieg gab ein Berggipfel Windschutz und ich kam besser voran. Ab und an schlich sich aber eine Böe um den Berg und ich musste von den höchsten Gängen in die kleinsten Gänge schalten. Die Landschaft gefiel mir jetzt ausgesprochen gut, es ging stetig bergab und ich hatte mich auch langsam an das Wetter gewöhnt. An einer Hütte am Hvitarvatn gönnte ich mir eines Kaffee und ein Stück Kuchen. Beim bezahlen fragte mich die Hüttenwirtin, ob ich den Wetterbericht gelesen hätte. „Klar, es soll recht kräftig regnen und etwas windig werden.“ meinte ich, schließlich hatte das meine Wetterapp morgens am Geysier so gesagt. „A storm is rising up.“ gab sie mir noch mit auf den Weg. Na ja, mit Wind und Regen komme ich als Norddeutscher schon zurecht, dachte ich mir. Der Weg stieg nun kontinuierlich an und die Landschaft wurde weiter, trotz der schlechten Sicht konnte ich die Gletscher Langjökull und Hofsjökull sehen. Der Wind wurde immer heftiger. Wenn die Straße einen Knick zur Windrichtung machte, war nur noch schiebend voran zu kommen. Auch sonst war das fahren schwierig. An der Kreuzung zum Kerlinarfjöll traf der Wind die Entscheidung. Zum Kerlinarfjöll zu fahren hätte 10 km gegen den Wind bergauf schieben bedeutet. Also weiter auf der 35 zum Hotpot Hveravellir. Was zumindest zeitweise Rückenwind bedeutete. (Warum Islandfahrer immer Floskeln wie „das Wetter trifft die Entscheidung“ oder „das hängt vom Wind ab“ verwenden zeigt sich hier). Der Wind wurde immer stärker, selbst den Isländern schien es jetzt zu bunt zu werden, der Verkehr wurde immer weniger. (Die Straße soll wohl teilweise gesperrt gewesen sein, sagte man mir am nächsten morgen) Das Vorankommen wurde immer schwieriger, zwar kam der Wind weiterhin schräg von hinten, ich musste jedoch immer einen Punkt neben der Straße anpeilen um das seitliche Driften auf dem losen Schotter auszugleichen. Kam der Wind wirklich mal von der Seite oder von vorne, war schieben angesagt. Manchmal hoben dann sogar die Räder ab und ich konnte mein Rad wie eine Flagge im Wind halten... Wenn der Wind richtig von hinten kam, dann bin ich mit 40 oder 50 Sachen über die Wellblechpiste gefegt, wohlgemerkt ohne zu treten. Ziemlich fertig erreichte ich dann Hveravellir, wo ich mir wieder einmal einen Kaffee gönnte. Mit etwas mulmigem Gefühl stellte ich mein Zelt auf dem Campingplatz auf. Auch wenn das Zelt ganz ordentlich flattert, war ich doch erstaunt, wie angenehm es drinnen war. Die obligatorische Nudelsuppe mit Tunfisch und Parmesan war schnell gekocht. Dann ging es die Sehenswürdigkeiten angucken (ein ständig fauchender Schlot und etliche blubbernde heiße Quellen) und ab in den Hotpot. Einfach unglaublich, nach einem harten Tag, mitten im nirgendwo, in einem heiße Pool, vor sich hin zu garen, um einen herum grüne Wiesen, Schafe, den Wind im Gesicht und das röhren der vulkanischen Quelle im Hintergrund.
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J_P reagierte auf viking in Kungsleden bei Spiegel Online
Moin,
es gibt mal wieder einen Reisebericht bei Spiegel Online.
Es ist ein klassischer Reisebericht, aber die Bilder erzeugen Fernweh.
http://www.spiegel.de/reise/europa/kungsleden-fuenf-tages-tour-auf-dem-laengsten-fernwanderweg-schwedens-a-1204455.html
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J_P hat eine Reaktion von schwyzi erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
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Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
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Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
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J_P hat eine Reaktion von ptrsns erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
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Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
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Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
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Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
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J_P hat eine Reaktion von momper erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von Brilo erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von Omorotschka erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
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Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
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Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von Michas Pfadfinderei erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
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Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
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Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von Gibbon erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von danobaja erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von Stue007 erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P reagierte auf ChristianS in 90 Grad Hängematten-Setup
Hallo UL-Gemeinde,
im folgenden Faden möchte ich euch nach und nach mein MYOG 90 Grad Hängematten-Setup vorstellen und die Vor- und Nachteile diskutieren, evtl. Erfahrungen austauschen und Verbesserungspotentiale identifizieren.
-
J_P hat eine Reaktion von mawi erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
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Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
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Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
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J_P hat eine Reaktion von rentoo erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
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- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
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Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
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Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von MoPe erhalten in Kellerwaldsteig 04/2018 - 165 km in 5 Tagen -
Moin,
Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner Wanderung auf dem Kellerwaldsteig vom 04.04 - 09.04.18 präsentieren
Der Kellerwaldsteig ist ein 167 km langer Premiumfernwanderweg in Nordhessen.
Der Kellerwald in Nordhessen umfasst einen 515 Quadratkilometer Naturpark mit einem Nationalpark an dessen Grenze sich der 27 km lange Ederstausee befindet.
Höchste Erhebung ist der Wüstegarten mit 675 m (nicht wirklich hoch, ich weiß )
Auf dem Gipfel des Wüstegartens steht der 40 m hohe Kellerwaldturm.
Wir starteten unsere Wanderung in einem kleinen Ort namens Ederbringhausen.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer geschützten Fichtenschohnung. Das DD Ultralight Tarp mit 2,9x3 m (460 g) leistete hierbei gute Dienste.
Anderen reichte ein Ponchotarp als Schlafstätte.
Die zweite Nacht wurde auf dem Wüstegarten in einer Schutzhütte verbracht... da es dort oben viel trockenes Birken- und Fichtenholz gab, war ein kleines Feuer drin...
Im Kellerwald gibt es viele alte Eichenveteranen.
Die weiteren Tage wurden leider etwas regnerisch. Nach einer Gewitternacht unterm Tarp mit Starkregen, verbrachten wir die weiteren Nächte in Schutzhütten, da der meiste Boden sehr aufgeweicht war.
Im Kellerwald gibt es gerade im Frühjahr sehr viele Quellen, so dass Wasserbeschaffung kein Problem war. Aus manchen Quellen konnten wir auch ohne Wasserfiltern trinken.
Ausrüstung muss auch mal getrocknet werden.
Auf dem Endstück der Wanderung liefen wir am Ederstausee entlang...
... Bis wir wieder in Ederbringhausen ankamen und nach Marburg zurück fuhren.
Fazit:
Der Kellerwaldsteig ist ein schöner und nicht zu langer Fernwanderweg, der sich gut für Wanderer eignet, die noch wirkliche Einsamkeit suchen. Anders als auf dem Rheinsteig, Goldsteig, Westweg etc. ist der Kellerwaldsteig nicht überlaufen. Unserer Gruppe begegnete in fünf Tagen nicht ein einziger Wanderer.
Der Weg besteht zum großen Teil aus naturbelassenen Trails und kleinen Pfaden und führt oft durch sehr dünn besiedelte Gebiete. Die Wälder des Nationalparks sind sehenswert und Teil des Weltnaturerbes der UNESCO. Hier stehen noch erhaltene Teile des ursprünglichen, mitteleuropäischen Buchenurwaldes, der noch vor 2000 Jahren fast ganz Europa bedeckte.
Der Weg ist empfehlenswert. Lebensmittelmitnahme muss geplant werden, da es nur wenig Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ausrüstung:
- OMM Classic 32 Ltr. 550 g
- 1/2 TAR Z-Lite + OMM Duomat (im Burritostil gepackt) zusammen ca. 280 g
- StS Spark II Daunenschlafsack 470 g
- DD Ultralight Tarp 2,9x3m 460 g
- Dyneemaschnüre mit Polyestermantel 20 g
- Heringe: 6x Terra Nova Titanium Skewers a 2 g (nur für die wenig belasteten Nebenabspannpunkte) 12 g
4x Hilleberg V-Pegs 36 g; 4x Alupeg für harte Böden 36 g ---- 90g
- Tyvek Groundsheet 140x200 cm 90 g
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- Cocoon Fleecepacksack als Kissen 60 g
- Cocoon Microfaserhandtuch 40 g
- Hygiene: 1x Minidose Hirschtalg, 1x Minidose Ureacreme, 1x Miniflasche StS Bioseife, Shittickets, Zahnbürste (ja..abgesägt!) + Minizahnpasta. ca. 100 g
- Kleidung: Exped Biviponcho UL 290 g; Softshelljacke 180 g, Langarmmerino 150 g, Kurzarmmerino ca. 100 g, 2x Woolpower Socken
- Am Körper: Mesh Flexfit Cap, Quechua Wanderhose, Quechua Merino Kurzarm, Icebreaker Merino Unterhose, Woolpower Socken, Salomon Trailrunner, McKinley Wanderstock Alu Cork, Canon Ixus
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- MSR Titankettle 750 ml 120 g
- MSR Pocket Rocket II 70 g
- Berghaferl 15 g
- StS Spork (lang) 12 g
- BIC Mini
- Opinel No. 6 Carbonstahl 24 g
- 2x Platypus 1 Ltr. 1x Sawyer Wasserbeutel 1 Ltr. + Sawyer Mini ca. 105 g zusammen
- Petzl E+Lite Stirnlampe 24 g
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Basisrucksackgewicht: 2,82 kg (Gegenstände am Körper nicht hinzugerechnet)
+
Lebensmittelgewicht (Anfangs ca. 2,19 kg).. wurde ja weniger im Laufe der Tour..
- 4x Trekn`eat ca. 480 g (zwar teuer.. aber manche schmecken ganz gut.. nicht so gut für Allergiker wie Lactoseintolerante (Ich!))
- 4x Instantporridge ca. 200 g
- Mars, Snickers und ein Nusstrailmix in MASSEN! 1,5 kg
- 8x Kaffeeinstantsticks ca. 160 g
- luftgetrocknete Minisalamis 200 g
- 4x Heisse Tasse Hühnchen (haben wir mit Wildkräutern wie Giersch, Brennnessel, Löwenzahn usw. verfeinert) 80 g
- Teebeutel (verschiedene Sorten) 50 g
- Das alles befand sich in einem MYOG Tyvekpacksack ca. 12 Ltr. a 16 g
Zugegeben: Dort wo man einkehren konnte gab es auch mal ne Portion Pommes oder so!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Optimus Sommergaskartusche 230 g - voll - Insg. 380 g
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da es fast an jeder Ecke eine Quelle gab haben wir jeder im Schnitt nur 1,5 Ltr. Wasser getragen. 1,5 kg
Gesamtgewicht ca. 6,88 kg!
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von Marko erhalten in Vorstellungsthread
Moin,
Ich bin Jendrik, 35 Jahre alt und lese hier auch schon eine ganze Weile mit. Ich bin ein Nordlicht, wohne aber seit meiner Studienzeit in Marburg an der Lahn in Hessen.
Schon seit klein auf bin ich in der Natur, am liebsten in Wäldern auf dem Mountainbike und per Pedes unterwegs. Das ernsthafte Wandern kam erst seit Beginn meiner Studienzeit hinzu. Seit ungefähr 5 Jahren fasziniert mich das Ultraleichtwandern und ich begann das Gewicht meiner Ausrüstung zu reduzieren. Hierbei war es mir wichtig mich durch Ausprobieren und Erfahrung sammeln an eine leichtere Ausrüstung heranzutasten... auch MYOG finde ich in diesem Zusammenhang erstrebenswert! (Auch wenn ich mir bisher nur Groundsheets und Packsäcke aus Tyvek selbsthergestellt habe)
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P hat eine Reaktion von martinfarrent erhalten in Vorstellungsthread
Moin,
Ich bin Jendrik, 35 Jahre alt und lese hier auch schon eine ganze Weile mit. Ich bin ein Nordlicht, wohne aber seit meiner Studienzeit in Marburg an der Lahn in Hessen.
Schon seit klein auf bin ich in der Natur, am liebsten in Wäldern auf dem Mountainbike und per Pedes unterwegs. Das ernsthafte Wandern kam erst seit Beginn meiner Studienzeit hinzu. Seit ungefähr 5 Jahren fasziniert mich das Ultraleichtwandern und ich begann das Gewicht meiner Ausrüstung zu reduzieren. Hierbei war es mir wichtig mich durch Ausprobieren und Erfahrung sammeln an eine leichtere Ausrüstung heranzutasten... auch MYOG finde ich in diesem Zusammenhang erstrebenswert! (Auch wenn ich mir bisher nur Groundsheets und Packsäcke aus Tyvek selbsthergestellt habe)
Beste Grüße,
Jendrik
-
J_P reagierte auf Graptolith in [Suche] UL-Rucksack 60 bis 70 Liter
Schon komisch, diese Entwicklung des Threads habe ich nicht erwartet. Wenn sich die Mehrzahl der Beiträge um das Wieso dreht, dann läuft irgendwie was falsch.
Seit 20 Jahren geh ich dem Hobby Trekking nach. Manche haben 10 Rucksäcke (für jeden Zweck einen anderen; ist ja auch nicht schlecht für die Konsumgesellschaft) und manche haben 3 oder 4, die dann halt teilweise mehrere Einsatzgebiete abdecken. Das ist ein anderer Ansatz, er muß deshalb nicht falsch sein.
Morgen oder übermorgen werde ich das Gesuch in den Erledigt-Bereich schieben, da tu ich uns allen einen Gefallen. Ihr werdet nicht mehr durch meine Posts provoziert und ich spare mir Zeit, weil so viele Angebote ja wohl eher nicht kommen werden