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Ultraleicht Trekking

Andreas K.

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  1. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Clumsiness erhalten in Und noch ein Rucksack... UPDATE   
    Der zuvor vorgestellte Rucksack hat mittlerweile den Status eines Prototypen abgelegt. Nach einigen Änderungen ist die aktuelle Version der perfekte Rucksack für meine Bedürfnisse.
    Alle Eigenschaften und Verbesserungen werden nachfolgend beschrieben.
    Die Details:
    Das Design ist auf wesentliche Merkmale reduziert. Der Rucksack wirkt hierdurch minimalistisch und clean. Abgerundete Ecken vermeiden ohnehin nicht ausfüllbaren Raum. Mit einer Rückenlänge von 55 cm ist ein guter Kompromiss gefunden, so dass der Rucksack von mittel- bis hochgewachsenen Personen bequem getragen werden kann. Mittels Rollverschluss lässt sich die Rucksackhöhe zwischen 55 und 65 cm variieren. Der Umfang des Rucksacks beträgt 95 cm. Das entspricht einer Grundfläche von 28 x 22 cm. Aus den o.g. Maßen ergibt sich ein Volumen von 32 bis 38 l für den Korpus. Am Rucksack befinden sich zwei seitliche Außentaschen mit je 2 l Fassungsvermögen. Optisch ansprechend verläuft die Taschenöffnung von der Vorderseite ausgehend diagonal nach Unten zur Rückseite hin. Versteckt in den Falten befinden sich Drainageöffnungen die das Abfließen von z.B. Regenwasser ermöglichen. Auf der Rucksackvorderseite ist eine luftige Netzaußentasche mit einem Volumen von 4 l angebracht. An der Taschenöffnung ist das Netz mit elastischem Band eingefasst. Auf der Netzaußentasche verläuft eine elastische Schnürung. Die Funktion der Tasche wird hierdurch keineswegs einschränkt. In der Grundkonfiguration verläuft die Schnürung geradlinig über vier Eckpunkte und umrahmt somit die Tasche. Weitergehend kann die Schnürung über Kreuz gelegt werden, indem man jeweils die Mitte eines vertikal verlaufenden Kordelabschnittes in den gegenüberliegend angenähten Kordelhaken einhängt. Der Vorteil der fest verbauten Haken liegt darin, dass die gekreuzte Schnürung, anders als bei aufgefädelten, frei beweglichen Kordelhaken, immer gleichmäßig und perfekt aussieht. Das Kordelkreuz lässt sich schnell und komfortabel lösen bzw. schließen und bietet sich dadurch zum unkomplizierten Anbringen der Isomatte auf der Außenseite des Rucksacks an. Mittels Tanka lässt sich diese Schnürung noch straffen. Der obere horizontale Abschnitt der Schnürung kann über die Rucksackoberseite gespannt, und mit dem Tanka an der Lasche auf der Rückseite fixiert werden. Dadurch wird der Rollverschluss vor ungewolltem Öffnen gesichert, was z.B. bei unzureichender Rucksackfüllung passieren kann. Das Tragesystem besteht aus ergonomisch geformten Schulterträgern, die sich angenehm den Rundungen des Trägers anpassen. Die Polsterung aus 3 mm 3D-Netz ist hierbei mehr als ausreichend. Komplettiert wird das Ensemble durch einen einfach gehaltenen Brust- bzw. Hüftgurt, welche das Herumrutschen des Rucksacks mindern. Mit Ripstop TPU Nylon 40 DEN, Silpoly PU4000 und Polyesternetz besteht der Rucksack aus einem Mix aus robusten und leichten Materialien. Der Rucksack ist mit Rasant Corespun Garn genäht. Dennoch ist der Rucksack nicht komplett wasserdicht sondern nur stark wasserabweisend. Das ist den Nähten geschuldet, mit denen der Hauptsack genäht ist. Das Gesamtgewicht des Rucksacks beträgt 222 g. Doch nun ein paar Bilder:

















     
    Und wieder möchte ich den Schnitt nachreichen. Eine Nähanleitung spare ich mir aber einstweilen. Das kostet sehr viel Zeit und ich bin momentan mit vielen Nähprojekten überladen.
    Ich denke aber, dass die aufmerksamen Leser ohne Probleme die Herstellung dieses Rucksacks aus meinen bisherigen Anleitungen ableiten können.

  2. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Clumsiness erhalten in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Teil 1 - Rucksack Präsentation
     
    Lange habe ich an einem sinnvollen Schnitt für einen Rucksack getüftelt. Nach einem Prototypen kann ich nun den ausgereiften Rucksack vorzeigen.
     
    Aber erst einmal die Details:
    Der Rucksack zeichnet sich durch ein minimalistisches Design, also eine cleane Optik aus und ist auf wesentliche Merkmale und Funktionen reduziert. Mit einer Rückenlänge von 55 cm ist ein guter Kompromiss gefunden, so dass der Rucksack von mittel- bis hochgewachsenen Personen bequem getragen werden kann. Die Grundfläche des Rucksacks beträgt 28x22 cm. Mittels Rollverschluss lässt sich die Höhe zwischen 55 und 65 cm variieren. Dadurch kann auch das Volumen des Hauptfaches von 38 auf 44 l erweitert werden. Zwei seitliche Außentaschen zu je 4 l und eine auf der Vorderseite befindliche Tasche mit 8 l bieten zusätzlichen Stauraum. Die mit 3mm 3D-Netzt gepolsterten, ergonomisch geschnittenen Trageriemen schmiegen sich perfekt den Körperrundungen des Trägers an. Der einfach gehaltene Brustgurt und der ebenfalls einfache Hüftgurt verhindern effektiv das Hin- und Herwackeln des Rucksacks bei schneller Fortbewegung. Mit Chikara und Nylon Zeltbodenstoff besteht der Rucksack aus einem Mix aus leichten und widerstandsfähigen Materialien. Der Rucksack ist mit Rasant Corespun Garn genäht. Dennoch ist der Rucksack nicht komplett wasserdicht, sondern nur stark wasserabweisend. Das ist den Französischen Nähten geschuldet, mit denen der Hauptsack genäht ist. Das Gesamtgewicht des Rucksacks beträgt 210 g. Und hier ein paar Bilder:
     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     
     
    Nachdem ich definitiv nicht vor habe Rucksäcke professionell zu fertigen und ich außerdem der Forengemeinschaft etwas für die vielen Anregungen zurückgeben möchte, stelle ich die Bauanleitung für diesen Rucksack in Teil 2 der Öffentlichkeit zur Verfügung.
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    Andreas K. hat eine Reaktion von yellowmug erhalten in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    In erster Linie Ästhetik.
    Aber auch wegen der Belüftung. Ich wollte die Löcher an der Seite haben wegen dem Windschutz nach vorne, entgegen der Windrichtung. Die Lüftungslöcher nehmen jeweils ein Viertel des Umfangs des Windschutzes ein. Da ich einen ertesteten Gesamtquerschnitt der Lüftungslöcher brauche um ausreichend Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten, und dabei das Viertel Umfang pro Seite einhalten will, bleiben nur zwei Möglichkeiten: einfache Löcher aber größer und dadurch zweireihig versetzt oder eben die 45° geneigten Langlöcher. Bei einfachen Löchern, versetzt, würden die Lüftungslöcher über den Brennerrand hinausragen, das ist ungünstig wegen dem Luftzug. Mit den Langlöchern kann ich unter dem Rand des Brenners bleiben und zudem ist diese Konstruktion auch druckstabiler, bzgl Gewichtseinwirkung durch den Topf. 
    Verständlich? 
  4. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von yellowmug erhalten in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    Für @d4r0 und alle anderen hier ein veränderliches 2D Modell für AutoCad sowie Berechnungsgrundlage für die Abänderung der Windschutzmaße:
     

    X1 = U
    X2 = U / 2
    X3 = r ⁎ π ⁎ α / 180; → α = sin-1 (s / 2 ⁎ r)
    X4 = X3 / 2
    Y1 = h1 + h2 – (D / 2)
    Y2 = h1 + h2 + h3
     
    U = Umfang Windschutz
    r = Radius Windschutz
    s = Sehne (Abstand Topfauflagen)
    h1 = Höhe Brenner
    h2 = Abstand Brenner zu Topf
    h3 = Abstand Topfboden zu Henkeln
    D = Durchmesser Bohrloch Topfauflage
     
    2D Modell.dwg
  5. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von yellowmug erhalten in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    Modulor.de
    https://www.modulor.de/aluminium-band.html
  6. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von strathor erhalten in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Laufbursche verfolgt genau diesen Ansatz und das ist in den meisten Fällen auch gut. Aber seine Rucksäcke haben auch noch die Seitliche Schnürung, wo man die Stöcke durchfädeln kann, dass sie nicht aus den schräg geschnittenen Taschen fallen.
    Mein Rucksack hat das wegen dem Minimalismusgedanken eben nicht.
     
    Ansonsten habe ich ja schon geschrieben, dass ich die Taschen wegen dem gewollten Zwang zur Pause so geschnitten habe.
     
    Den Rucksack könnte ein Nachbauer aber ohne großen Aufwand dahingehen ändern.
     
     
     
    Nein. Wie gesagt, der Rucksack ist aufs Nötigste reduziert. 
     
    Ich sehe es so, dass ma n den Rucksack genauso gut an beiden Schultergurten heben kann. Da brauchts keinen zusätzlichen Griff.
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    Andreas K. hat eine Reaktion von andygogo erhalten in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    Ein jeder Topf braucht einen Ständer...
    In den letzten Jahren hatte ich viele Topfstand- / Windschutzkombinationen ausprobiert, doch nie hatte mich eine der Möglichkeiten vollends überzeugt:
    Drahtgestelle waren zwar leicht, aber wackelig. Der zugehörige Windschutz war flattrig.
    Konen gewährten da schon einen deutlich stabileren Stand, waren aber natürlich auch schwerer. Wirklich störend aber war das Packmaß: Zusammengerollt zu lang, um es in der Tasse zu transportieren. Da die dünnen Folien aber wirklich empfindlich bzgl. Deformation waren, brauchten die Konen zwingend eine stabile Transporthülle, was erhebliches Mehrgewicht bedeutete.
    Meine faltbaren Topfstand- / Windschutzkombinationen aus drei zusammen zu steckenden Seitenteilen ermöglichten einen wirklich sicheren Stand der Töpfe und waren dabei nur geringfügig schwerer als ein Konus ohne Transporthülle. Außerdem waren diese durch das relativ dicke Blech sehr robust. Aber das Packmaß war auch hier ungünstig: die Teile passten formbedingt leidlich in die Topftasse, was in den Rucksack gepackt bei Bewegung unangenehmes Klappern erzeugte.
    Kurzum, ich hatte Bedarf an einer neuen Konstruktion. Aus meinen Überlegungen entstand der „Feuerstuhl“. Ein einfacher im Querschnitt runder Windschutz mit zwei eingeschobenen Stäben (z.B. Häringen) als Topfstand. Zusammengerollt schmiegt dieser sich an die innere Topfwand an und ragt nicht über den Rand hinaus. Das Material, 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie, ermöglicht ein sehr geringes Gewicht des daraus gebauten Objektes. Es ist aber zugegebener Maßen nicht für die Ewigkeit gebaut, da das Aluminium durch die Hitzeeinwirkung im Brennraum weich wird. Aber ich habe so einen Topfstand seit immerhin knapp zwei Jahren in Betrieb, und der funktioniert noch. Den Verschluss für den Windschutz habe ich mir bei den Chinesen abgeschaut – ja, kopieren geht auch andersherum . Aber wie ich erst kürzlich gelernt habe, ist in der chinesischen Kultur das Nachahmen und ggf. Verbessern eines bestehenden Produktes Ausdruck größter Bewunderung und Wertschätzung an einer Erfindung. Es ist also eine Ehrerbietung gegenüber dem ursprünglichen Erschaffer des kopierten Objektes.
    Aber nun zu den Details:
    Im Betriebszustand hat der Windschutz die Maße von 110 mm Durchmesser bei einer Höhe von 86,5 mm. Das Packmaß ist limitiert durch die Höhe von 86,5 mm. Der Durchmesser ist durch das Zusammenrollen variabel. Zwei Stäbe quer durch den Windschutz gesteckt bilden die Topfauflage. Der Abstand vom Brenner zum Topfboden beträgt festgelegt durch die Höhe der Einschublöcher für die Topfauflage 30mm (gilt für Brenner mit einer Höhe von 28mm!). Der Abstand von der Topfauflage zum oberen Rand des Windschutzes ist so gewählt, dass der Windschutz knapp unter den Henkeln der Tasse endet. Die beidseitigen Lüftungslöcher gewähren ausreichend Sauerstoffzufuhr für den Brenner. Die Löcher enden im oberen Bereich 3 mm unter dem Brennerring. Dadurch wird Luftbewegung reduziert, die sich negativ auf das Flammbild des Brenners auswirkt. Der Abstand von der Topfwand zum Windschutz beträgt umseitig 7,5 mm. Dadurch kann die Luft im Inneren des Windschutzes ungehindert zirkulieren (Sauerstoffzufuhr/ Abluft). Als Material für den Windschutz wurde 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie verwendet. Das Gewicht des Windschutzes beträgt knappe 15g.  
    Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

    Doch nun endlich zu den Bildern:









     
     
    Für die Bastelfreunde:
    Druckvorlage/ Schablone:
    Druckvorlage 01.pdf
    Druckvorlage 02.pdf
     
    Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
    Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
      Arbeitsschritte:
    Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
    Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
    Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
    Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
     
    Viel Erfolg beim Nachbauen!
  8. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Tao erhalten in Ein Kuppelzelt   
    Ich war bzw. bin immer noch ein großer Freund von Kuppelzelten mit einem Gestängebogen in Längsrichtung, der sich ab dem Kopfbereich zu den vorderen zwei Ecken hin teilt. Beispiele hierfür wären das Vaude Hogan UL 1, das Big Agnes Seedhouse SL 1 und das Terra Nova Solar Photon 1.
    Bei den genannten Zelten handelt es sich um klassische Überwurfkonstruktionen. Das heißt, das Innenzelt mit Gestänge wird zuerst aufgebaut und anschließend das Außenzelt darüber gespannt. Kritiker der genannten Aufbauart monieren, dass bei Regen der Innenraum nicht trocken bleibt. Ich behaupte aber, dass man Innen- und Außenzelt sehr wohl miteinander aufbauen kann, also nicht nacheinander, so dass es im Inneren trocken bleibt. Allerdings bedarf das ein wenig Übung.
    Klare Vorteile dieser Konstruktion gegenüber Zelten, bei denen die Teile fix miteinander verbunden sind, sehe ich in der Tatsache, dass man das Innenzelt einzeln aufbauen kann, dass man das Außenzelt nach einer nassen Nacht separat verpacken kann und, dass die Windstabilität der gesamten Konstruktion, aufgrund des nicht vorhandenen Windfangs, wie z.B. einem Gestängekanal, besser ist.
    Leider sind alle genannten Modelle für meine Ansprüche nicht ganz perfekt:
    Das Vaude Hogan UL 1 ist mit 1370 g (ohne Heringe) natürlich recht schwer. Außerdem ist es für mich um einige Zentimeter zu kurz. Die Aufstellstangen im Fußbereich, die beim aktuellen Modell, dem Hogan Argon UL, Abhilfe schaffen sollen, bringen meinem Empfinden nach kaum den gewünschten Effekt, verschlechtern aber den sauberen Aufbau des Zeltes immens. Der Fronteingang, der zudem recht klein ausfällt, ist natürlich auch wenig komfortabel.
    Das Big Agnes Seedhouse SL 1 (älteres Modell) ist mit 1050 g (ohne Heringe) schon leichter, aber auch dieses Zelt ist zu kurz, und es hat wieder einen Fronteingang. Außerdem ist die Kondensationsbildung durch einen fehlenden Topplüfter recht hoch, das Innenzelt aus feinem Moskitonetz ist sehr empfindlich, und das Zelt insgesamt ist nicht sehr windstabil.
    Das Terra Nova Solar Photon 1 ist da schon sehr nahe an meinem Optimum - es ist mit 805 g (ohne Heringe) schön leicht, hat einen Seiteneingang, und die Innenzeltlänge reicht für mich (wenn auch knapp) aus. Aber auch hier gibt es Wermutstropfen: Es fehlt wieder ein Topplüfter. Außerdem ist der Seiteneingang in meinen Augen auf der falschen Seite angebracht, nämlich Rechts aus dem Liegen heraus betrachtet. Das hat zur Folge, dass ein Schlafsack mit Linksreißverschluss zur offenen Tür hin aufgeschlagen werden muss, wodurch der aufgeklappte Teil des Schlafsacks evtl. draußen im Feuchten aufliegt. Soll der Schlafsack sauber und trocken bleiben, gestaltet sich der Einstieg recht umständlich. Das Kochen aus dem Liegen heraus ist zum Beispiel für Rechtshänder auch eher schwierig, da man sich auf den rechten Arm abstützen und mit links hantieren muss.
    Kurzum, ich musste mir selbst ein Zelt nach meinen Ansprüchen nähen:
    Aufbau
    Kuppelzelt in Überwurfkonstruktion min. 5/ max. 13 Heringe nötig Außenzelt
    Maße (L x B x H): 246 x 134/ 70 x 102 cm Material: Nylon 10 DEN, Doppel Ripstop, beidseitig silikonisiert, 2000 mmWs YKK Aquaguard 3C, wasserabweisender Zwei-Wege-Reißverschluss Steckschließe als Zugentlastung für den Reißverschluss Tür zu einem Drittel oder komplett zu öffnen verschließbarer Topplüfter 9 Bodenabspannpunkte 5 Abspannpunkte für Sturmleinen insgesamt 4 Klettstreifen auf Innenseite zur Fixierung des Gestänges entlang der Firststange und an den zwei Seitenarmen. Gewicht: 212 g Innenzelt
    Maße (L x B x H): 231 x 87/ 57 x 94 cm Material: Wände aus 10 DEN Nylon, Super WR (DWR) behandelt; Netzfenster aus Polyamid mit 155 Maschen/ cm²; Bodenwanne aus Silpoly PU4000, Si/ PU beschichtet, 3500 mmWS YKK 3C Zwei-Wege-Reißverschluss auf voller Länge. Eingangsseite lässt sich nahezu komplett öffnen. C-Clips (Zelthaken) zum Einhängen des Innenzeltes am Gestänge Gewicht 285 g Apside
    Maße (L x B 246 x 39 cm, spitz zulaufend. Gestänge
    Easton Nanolite 18" Aluminium Gestängehub Gewicht 233 g  
    Gesamtgewicht (Innenzelt, Außenzelt, Gestänge):
    730 g Genug geschrieben. Jetzt lasse ich Bilder sprechen:





























     
     
    Natürlich geht es auch noch leichter: Mit einem Innenzelt aus 17 g/m² Moskitonetz anstatt des Nylons und dem Gestänge aus Easton Fly Poles wiegt das komplette Zelt nur noch 685 g:




     
     
    Bevor die Frage aufkommt: In diesem Zelt stecken fünf Jahre Entwicklungsarbeit. Das sind mehr als 500 Arbeitsstunden und natürlich mehrere Prototypen die ich genäht habe.
     
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    Andreas K. hat eine Reaktion von Tao erhalten in Myog Bivy - Hilfe erbeten   
    Hallo Ben, 
    ein Bivy mit der Austattung und einem Gewicht unter 200g wird schwer umzusetzen sein und teuer! Ich kann da mit einigen Erfahrungen aufwarten.
    Wo fange ich an... Die von Dir genannten Materialien:
    Das 26g/m² Innenzeltnylon ist mist. Etex schreibt selbst, dass die Webung zu locker ausgefallen ist und ich habe auch einige negative Meinungen von MYOGlern zu dem Stoff gelesen, weiß aber nicht mehr wo. Die wasserabweisenden Eigenschaften dieses Materials zweifel ich deshalb an. Das Tyvek hat eine Wassersäule von nur 750mm. Das Silnylon ist auf Druck nicht wasserdicht! Laut EN Norm brauchts eine Wassersäule von mindestens 3000mm damit ein Material für einen Zeltboden als dicht bezeichnet werden kann. Um auf das von Dir angepeilte Gewicht zu kommen musst Du tatsächlich auf sehr leichte, hochwertige und damit hochpreisige Materialien zurückgreifen. Meine Gedanken hierzu:
    Als Obermaterial des Bivys empfehle ich Dir das 10 DEN oder gar 7 DEN Nylon von Etex. Das 7 DEN Nylon ist leichter, lässt sich aber auch um einiges schwerer verarbeiten. Zu dem Material habe ich ja bereits etwas in dem Thread zu meinen Bivys geschrieben. Alternativ könntest Du sicherlich auch Pertex Quantum nehmen. Das wäre günstiger, aber auch schwerer. Für das wasserdichte und dampfdurchlässige Kopf- bzw. Fußteil, kommt mit Augenmerk auf das angestrebte Gewicht, eigentlich nur ein Membranstoff unter 100g/m², oder qualitativ hochwertige beschichtete Materialien in Frage. Die Ezanagi Membran mit 90g/m² schaut mit von den Werten für Wasserdichtigkeit und Dampfdurchlässigkeit her sehr gut aus! Ich hab das Material nicht verarbeitet, habe aber ein Stoffmuster hier liegen (hatte mir überlegt einen Schlupfanorak daraus zu nähen) und vom Griff her fühlt es sich sehr gut an. Auch hier gibt es wieder Alternativen: Das 2,5 Lagen Laminat hört sich von den Werten her auch gut an. Ansonsten stelle ich mir die Frage ob Du überhaupt so eine hohe Wassersäule brauchst? Es wird ja kein Druck, wie von Rucksackträgern auf das Material ausgeübt. Da sollten meinem Empfinden nach 1000mm Wassersäule ausreichen! Das Eröffnet Dir auch eine weitere Alternative: Pertex Endurance. Das Leichteste und günstigste der genannten Gewebe. Ich würde das nehmen. Für den Boden wirst Du bei Extremtextil kein wirklich leichtes Material finden, das wirklich dicht ist. Mein Rat, bestell Dir bei Ripstopbytheroll.com aus den USA das Silpoly PU4000. Das ist günstig (außer der Versand), mit einer Wassersäule von 4000mm wirklich dicht und mit einem Gewicht von 48g/m² sehr leicht! Mit den obigen Materialien rückt ein Gewicht von unter 200g in greifbare Nähe. Aber auch zum Schnitt gibt es noch einige Anmerkungen von mir:
    Bei meinen Bivys habe ich die Bodenwanne 15cm hoch konstruiert. In Anbetracht dessen, dass Du wo es nur geht Gewicht einsparen musst, könntest Du diese 5-10cm hoch machen. Das reicht. Nachdem Du die NeoAir und einen Dreijahreszeiten-Schlafsack mit ins Bivy nehmen möchtest, solltes Du schauen, dass Der Umfang im Schulterbereich 190cm und 160cm im Fußbereich beträgt. Das Bivy sollte etwa 25cm länger sein als Du selbst Das wars von meiner Seite. Ich hoffe das hilft Dir weiter.
     
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    Andreas K. reagierte auf Tao in Erste Unterkunft, Lavvu (2.8m × 2.8m) mit SilPoly 30den bei ~800g   
    Werte Gemeinde,
    seitdem ich dieses Lavvu von @Andreas K. gesehen habe, bekam ich die Idee der selbstgenähten Unterkunft nicht mehre aus dem Kopf. Ein Tarp mit 3m×3m hatte ich schon genäht und fühlte mich bereit für den nächsten logischen Schritt.
    Schnittmuster wie vom Vorbild, nur die Hutze ist unten 20cm breiter Hauptmaterial ist 45g/m² SilPoly 30den, Verstärkungen aus Recycling Polyester 150g/m² kein Catenary Cut, ich habe schlichtweg nicht ausreichend Platz/Möglichkeiten/Erfahrung, um den anzuzeichnen und gut genug zu nähen 20cm Bodenfreiheit bei 180cm Aufstellstange Aquaguard 5C Zipper eine recht großzügige Hutze Linelocks an allen Abspannpunkten, vorn zum clippen Türen sind mit den Clips auch an Linelocks an den beiden Seiten zu befestigen Insgesamt ein spaßiges Projekt, das mir aber durch die fehlende Erfahrung viel Denkzeit und Nerven geraubt hat. Das ging schon beim Zuschnitt los, da meine Markierungen auf dem Dielenboden zwar geholfen haben, mein Dielenboden aber offensichtlich nicht ganz parallel ist und das Zimmer nicht rechteckig. Im Endeffekt war's dann aber nicht so schlimm, da irgendwie immer zwei Teile gut genug zusammengepasst haben.
    Die Vorderseite ging gut von der Hand, aber beim Abschluss vom RV unten war ich spontan überfragt und habe dann einfach von einem anderen Zelt kopiert. Die Hutze vom Vorbild musste breiter gemacht werden, da sonst kein Bogen entstanden wäre (glaube ich). Auch beim Kanal für die Aufstellung habe ich einfach "irgendwie" gemacht, sodass es jetzt fünf Durchführungen mit 8cm×2cm geworden sind. Der 80cm×2cm Streifen dafür ist noch nicht fertig, da das HDPE von ExTex nicht lang und Steif genug ist. Einen Streifen PVC habe ich mittlerweile und werden das bei Gelegenheit testen.
    Dann war es Zeit für 18m französische Naht. Meine Idee mit Klebestift/Clips/Nadeln vorzubereiten habe ich schnell verworfen, das hätte mir alles viel zu lang gedauert. Stattdessen wurde die erste Naht freihand von oben nach unten mit 2cm Überstand gemacht und dann geclippt und mittels zweiter Naht fertig gestellt. Bei der Ausrichtung der Naht und der Reihenfolge der Verbindungen der Teile habe ich mir zwar Gedanken gemacht, aber eher drauf geachtet, dass ich gut rankomme und entsprechend gute Nähte setze. Am einfachsten war es, erst zwei Teile zu verbinden und dann sukzessive die 4 Paare zusammenzunähen. Das hatte zur Folge, dass man an der Spitze sieht, dass alles nicht gleichmäßig oben zu läuft. Außerdem habe ich dadurch auch der Hutze etwas von ihrer Größe genommen, was aber noch ok sein sollte. Auf Verstärkungen oben habe ich verzichtet, weil meines Eindruckes nach dort genügend Stoff ist und viele Nähte aufeinander treffen.
    Damit war das Lavvu so gut wie fertig. Nur schnell die 9 Verstärkungen zugeschnitten, teilweise umgenäht und mittels ZickZack zur Spitzenrichtung befestigt. Den unteren Abschluss habe ich zwei mal umgeschlagen auf jeweils 1cm. Die Linelocks sind mit 12mm Einfassband  befestigt, da es mEn ausreichend stabil ist und schön flach, sodass die Naht etwas besser halten sollte. Als Leine kommt diese 2.5mm Polyester/Dyneema Kordel zum Einsatz.
    Zum Aufstellen kommt eine 180cm lange Stange aus 13.3mm Alu zum Einsatz. Dazu kommt oben ein aufsteckbarer Aufsatz mit Evazote zum Einsatz, der aber auch noch WIP ist.
    Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Größe, Gewicht und Optik sind so, wie ich es mir erhofft hatte. Lediglich die französischen Nähte sind manchmal nicht 100%tig geworden. So gibt es einen leichten Faltenwurf und leichte Wölbungen, wo ich den Stoff bei der zweiten Naht nicht weit genug gezogen hatte. Zwar sorgen diese Wölbungen für eine nicht so gut Kraftverteilung, aber das Zelt soll gar nicht unbedingt bei starken Winden genutzt werden. Der Erfahrungsgewinn und Spaß war natürlich riesig, aber um es wirklich besser machen zu können bräuchte ich einen richtigen Zuschneidetisch und einen bedeutend größeren Anschiebetisch. In nächster Zeitplane ich also mit keinem ähnlichen Projekt, bis auf ein passendes 2P Innenzelt natürlich. Vielleicht auch noch ein Minitarp, das man als Vorzelt für dieses Lavvu nutzen könnte. Ohje.
    Ein paar Fragen mit bitte um Anregungen hätte ich aber auch noch an euch:
    Welche Kordeln könnte ich noch nutzen für die Abspannungen? Ist etwas mit mehr Dehnung sinnvoll? Etwas reflektierendes fände ich gut. Hat jemand noch eine Idee, was (mit 20mm Breite und 1-3mm Dicke) ich für die Aufstellung der Hutze noch testen könnte? Beim ersten Aufbauen hatte ich die Stange etwas versetzt platziert und gesehen, wie sich auf einer Seite die Nähte etwas stark aufzogen. Sollte ich vielleicht doch nochmal über Verstärkungen in der Spitze nachdenken? Cheerio!








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    Andreas K. hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Ultraleicht im Winter   
    Einige Kommentare dazu:
     
    Dieses Setup funktioniert bis ca. -20°C. Im deutschen Mittelgebirge und Alpen bis ca. 2000m getestet. 
     
    Zelt und Ofennutzung sind für zwei Personen ausgelegt.
     
    Einige Teile wurden, bzw. werden ausgetauscht: Der Yeti ist einem Western Mountaineering Versalite gewichen, der Huckepack wird durch einen MYOG-Sack ausgetauscht und es kommt noch MYOG-VBL-Unterwäsche hinzu.
  12. Witzig!
    Andreas K. hat eine Reaktion von trekkingBär erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ... wenn Dir Dein neu geborenes Kind zu schwer erscheint.   
  13. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Nero_161 erhalten in Und noch ein Rucksack...   
    Bei dem nachfolgend vorgestellten Rucksack handelt es sich um einen Hybriden aus "Ein Rucksack mit Rollverschluss" und "Ein robuster Rucksack für Wintertouren".
    Man kann den Rucksack als sehr gelungenen Prototypen beschreiben. Prototyp nur deshalb, weil ich beim Rollkragen ein Aufmaß vergessen habe, durch das das Volumen des Rucksacks um ein paar Liter regulierbar werden würde. So hat der Rucksack nun ein fixes Volumen.
    Die Details:
    Das Design ist auf wesentliche Merkmale reduziert. Der Rucksack wirkt hierdurch minimalistisch und clean. Abgerundete Ecken vermeiden ohnehin nicht ausfüllbaren Raum. Mit einer Rückenlänge von 55 cm ist ein guter Kompromiss gefunden, so dass der Rucksack von mittel- bis hochgewachsenen Personen bequem getragen werden kann. Der Umfang des Rucksacks beträgt 95 cm (Grundfläche 28 x 22 cm mit abgerundeten Ecken auf der Vorderseite). Daraus ergibt sich ein Volumen von 30 l. Mittels Rollverschluss wird der Rucksack geschlossen. Auf beiden Seiten befinden sich je eine schräg geschnittene Außentasche die jeweils ca. 2 l fasst. Versteckt in den Falten befinden sich Drainageöffnungen, damit Wasser aus den Taschen ablaufen kann. Die elastische Schnürung auf der Vorderseite des Rucksacks ist durch Kordelhaken an zwei Punkten optisch gekreuzt. Diese Verbindung lässt sich leicht lösen bzw. schließen und bietet sich dadurch zum unkomplizierten Anbringen der Isomatte auf der Außenseite des Rucksacks an. Mittels Tanka lässt sich diese Schnürung noch straffen. Das Tragesystem besteht aus ergonomisch geformten Schulterträgern, die sich angenehm den Rundungen des Trägers anpassen. Die Polsterung aus 3 mm 3D-Netz ist hierbei mehr als ausreichend. Komplettiert wird das Ensemble durch einen einfach gehaltenen Brust- bzw. Hüftgurt, welche das Herumrutschen des Rucksacks mindern. Mit Ripstop Nylon 40 DEN und Silpoly PU4000 besteht der Rucksack aus einem Mix aus robusten und leichten Geweben. Der Rucksack ist mit Rasant Corespun Garn genäht. Dennoch ist der Rucksack nicht komplett wasserdicht sondern nur stark wasserabweisend. Das ist den Französischen Nähten geschuldet, mit denen der Hauptsack genäht ist. Das Gesamtgewicht des Rucksacks beträgt 185 g. Doch nun ein paar Bilder:











     
    Und zu guter Letzt noch der Schnitt des Rucksackkorpus:
     

     
    Den Schnitt für Schulterträger und Gurtaufnahmen kann man von meinen zuvor vorgestellten Rucksäcken übernehmen.
  14. Danke!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Sören erhalten in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Teil 2 - Bauanleitung
     
    Einleitung
     
    Diese Anleitung setzt grundlegende Nähkenntnisse voraus und beschreibt die wesentlichen Arbeitsschritte zur Herstellung des Rucksacks.
    Basiswissen, wie z.B. die Herstellung französischer Nähte, vermitteln diverse Nähforen und -wikis im Internet.
     
    Die gewählten Materialien sind natürlich als Vorschlag zu verstehen. Änderungen hierbei wirken sich natürlich nicht nur auf die Stoffeigenschaften, sondern auch aufs Gewicht aus.
     
    Die Teile des Schnittmusters beinhalten, sofern nicht explizit gekennzeichnet, eine Nahtzugabe von 2 cm.
     
    Alle im Schnittmuster angegebenen Maße sind in cm.
     
     
    Materialliste:
    1,3 lfm Stoff für Hauptfach, Taschen usw. (z.B. Chikara) 0,4 lfm Stoff für Rücken-/Bodenteil und Decklage an Trageriemen (z.B. Nylon Zeltbodenstoff) 0,3 lfm 3D-Netz, 3 mm, für Trageriemen 2,5 m Gurtband, 15 mm, für Trageriemen und Verschlusssystem 1,0 m Gurtband, 25 mm, für Hüftgurt 0,8 m Gummiband, 7-8 mm, starker Zug, für Taschen 0,7 m Polyesterkordel, 3 mm, für Brustgurt 0,2 m Ripsband, 12mm, für Brustgurt 1 x 12x500 mm PE-HD Streifen, für Rollverschluss 1 x Steckschließe zum beidseitigen Fädeln, für Hüftgurt 2 x Steckschließe zum einseitigen Fädeln, Rollverschluss 2 x Leiterschnalle, 15 mm, für Trageriemen 2 x D-Ring, 12 mm, für Brustgurt 2 x Handschuhhaken, für Brustgurt 1 x Tanka, 3 mm, für Brustgurt  
     
    Zuschnitt - Maße und Anordnung auf Stoffbahn
     
    Alle Teile nach Zeichnung, inklusive aller Markierungen, auf Stoff übertragen. Anschließend Teile aus- bzw. einschneiden.
     
    (gestrichelte Linie = Falzkante; Strichzweipunktlinie = Markierung Taschenansatz; Pfeil = Schnittmarke)
     

     

     

     

     
     
    Eigentliche Herstellung - Vorbereitungen und Zusammenfügen der Teile
     
    Trageriemen:
    3D-Netz und Decklage Rechts auf Rechts aufeinander legen, fixieren und entlang dreier Kanten, unter Berücksichtigung der Nahtzugabe von 1 cm mittels eines Geradstichs miteinander verbinden. (Die obere Kante bleibt offen zum Wenden)
    Anschließend die unteren Ecken beschneiden und die Trageriemen auf die rechte Seite nach außen wenden.
    Nun die Trageriemen entlang der geschlossenen Seiten kantennah absteppen.
    Danach einen Geradstich über die gedachte Mittellinie zwischen den zwei Außenkanten nähen.
    Nun pro Trageriemen ein Gurtband, in 10 cm Länge, durch eine Leiterschnalle fädeln, dem Riemen zugewandt G-förmig falten (siehe Skizze), darauf fixieren und mit einem in Form eines Oben und Unten geschlossenen X verlaufenden Geradstich aufnähen.
     

     
     
    Rückenteil:
    Träger am unteren Teil der Rucksackhinterseite ansetzen, fixieren und mit einem Geradstich daran festnähen.
    Träger inklusive Nahtzugabe nach innen umklappen und fixieren.
    Am Oberteil des Rückens Nahtzugabe in Richtung außen umklappen und fixieren.
    Oberteil der Rucksackhinterseite auf das Unterteil auflegen und fixieren. Die umgeschlagene Kante des Oberteils muss hierbei mit der Markierungslinie am Unterteil abschließen.
    Nun die zwei Teile mittels Geradstichs miteinander verbinden.
    Die Nähte befinden sich kantennah am unteren Abschluss des Oberteils und kantennah am oberen Abschluss des Unterteils und zusätzlich 5 mm parallel davon versetzt.
     

     

     

     
     
    Verbindungsstücke Gurtbänder:
    Schnittteile entlang der Markierungen falten. Dabei beachten, dass die umgeklappte Nahtzugabe nach Innen zeigt.
    Dann Gurtband einlegen und fixieren.
    Anschließend offene Seiten, die dem Rucksack abgewandten, kantennah absteppen.
    Danach Gurtband und Schnittteil entlang der Markierung, in Form eines nach oben, unten und zu den Seiten hin geschlossenen X absteppen.
    Abschließend überstehenden Stoff abschneiden.
    (Siehe Skizze)
     
    Verbindungsstücke Gurtband zu Rollverschluss bzw. Trageriemen:
     

     

     

     

     
     
    Verbindungsstücke zu Hüftgurt:
     

     

     

     

     

     
     
    Taschen:
    Oberen Abschluss entlang der Falzlinien umschlagen (2 x), fixieren und mit knappem Abstand der inneren Kante entlang absteppen.
    Gummiband (seitlich 22 cm, vorne 28 cm lang) durch den entstanden Saum fädeln und beidseitig fixieren.
    Taschen am unteren Rand entlang der Markierungen in Falten legen und fixieren. (siehe Skizze)
     

     
    Nun Taschen auf den Seitenteilen bzw. dem Vorderteil positionieren und fixieren.
     
     
    Hauptnäharbeiten:
    Seitenteile mit Taschen und Rückenteil links auf links legen und fixieren (stecken oder kleben).
    Riemen für Rollverschluss und Schultergurte an den Markierungen auf Seitenteilen positionieren und fixieren.
    Hüftgurt an den Markierungen des Rückenteils positionieren und fixieren.
    Anschließend Teile mit französischer Naht zusammenfügen.
    Stoffüberstand zum Rückenteil hin umklappen und kantennah darauf feststeppen.
     

     
    Seitenteile mit Taschen und Vorderteil links auf links legen, abstecken und mittels französischer Nähte miteinander verbinden.
     
    Vorderteil mit Tasche und Bodenteil an langer Seite fixieren und mit französischer Naht verbinden.
     
    Nun auch die Teile entlang der breiten Seite am Boden abstecken und mit französischen Nähten verbinden.
     
    Saum der Rucksacköffnung entlang der Falzmarkierungen nach innen umschlagen (2 x).
    Dann den Saum an der inneren Kante kantennah feststeppen.
    Nun den Saum auf der Rückseite mittig von Kante zu Naht aufschlitzen (Nur eine Stofflage!), dann PE HD Streifen einschieben und hinten mittig positionieren.
    Weibliche Teile der zwei kleinen Steckschließen auf Gurtband (ca. 60 cm) fädeln und die Gurtbandenden auf einer Länge von ca. 3 cm ein Mal falten. Die Steckschließen sitzen an den Faltkanten.
    Gurtband mittig auf Saum mit PE HD Streifen positionieren, gefaltete Gurtbandenden zeigen zum Saum hin, fixieren und dann den zwei Längsseiten entlang festnähen. Dann noch über die Gurtbandenden in Form eines oben und unten geschlossenen X nähen.
     
     
    Abschließende Arbeiten:
    Alle losen Gurtbänder auf Steckschließen fädeln, ggf. kürzen, dann die Enden zwei Mal einschlagen und darüber nähen.
     
    Zum Schluss den Rucksack probepacken und im getragen Zustand die Position des Brustgurtes auf Schulterträgern markieren.
    Nun D-Ringe auf Ripsbänder (ca. 6 cm lang) fädeln, Bänder G-förmig falten (s.o.) und mit Zick-zack-Stich auf Schulterträger nähen.
    Jetzt muss nur noch ein Tanka auf die Polyesterkordel gefädelt und die Handschuhhaken angeknotet werden, dann kann der Brustgurt einseitig eingehängt und das lose Ende durch denselben Ring gefädelt werden, dann ist der Rucksack fertig.
  15. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Antonia2020 erhalten in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Teil 2 - Bauanleitung
     
    Einleitung
     
    Diese Anleitung setzt grundlegende Nähkenntnisse voraus und beschreibt die wesentlichen Arbeitsschritte zur Herstellung des Rucksacks.
    Basiswissen, wie z.B. die Herstellung französischer Nähte, vermitteln diverse Nähforen und -wikis im Internet.
     
    Die gewählten Materialien sind natürlich als Vorschlag zu verstehen. Änderungen hierbei wirken sich natürlich nicht nur auf die Stoffeigenschaften, sondern auch aufs Gewicht aus.
     
    Die Teile des Schnittmusters beinhalten, sofern nicht explizit gekennzeichnet, eine Nahtzugabe von 2 cm.
     
    Alle im Schnittmuster angegebenen Maße sind in cm.
     
     
    Materialliste:
    1,3 lfm Stoff für Hauptfach, Taschen usw. (z.B. Chikara) 0,4 lfm Stoff für Rücken-/Bodenteil und Decklage an Trageriemen (z.B. Nylon Zeltbodenstoff) 0,3 lfm 3D-Netz, 3 mm, für Trageriemen 2,5 m Gurtband, 15 mm, für Trageriemen und Verschlusssystem 1,0 m Gurtband, 25 mm, für Hüftgurt 0,8 m Gummiband, 7-8 mm, starker Zug, für Taschen 0,7 m Polyesterkordel, 3 mm, für Brustgurt 0,2 m Ripsband, 12mm, für Brustgurt 1 x 12x500 mm PE-HD Streifen, für Rollverschluss 1 x Steckschließe zum beidseitigen Fädeln, für Hüftgurt 2 x Steckschließe zum einseitigen Fädeln, Rollverschluss 2 x Leiterschnalle, 15 mm, für Trageriemen 2 x D-Ring, 12 mm, für Brustgurt 2 x Handschuhhaken, für Brustgurt 1 x Tanka, 3 mm, für Brustgurt  
     
    Zuschnitt - Maße und Anordnung auf Stoffbahn
     
    Alle Teile nach Zeichnung, inklusive aller Markierungen, auf Stoff übertragen. Anschließend Teile aus- bzw. einschneiden.
     
    (gestrichelte Linie = Falzkante; Strichzweipunktlinie = Markierung Taschenansatz; Pfeil = Schnittmarke)
     

     

     

     

     
     
    Eigentliche Herstellung - Vorbereitungen und Zusammenfügen der Teile
     
    Trageriemen:
    3D-Netz und Decklage Rechts auf Rechts aufeinander legen, fixieren und entlang dreier Kanten, unter Berücksichtigung der Nahtzugabe von 1 cm mittels eines Geradstichs miteinander verbinden. (Die obere Kante bleibt offen zum Wenden)
    Anschließend die unteren Ecken beschneiden und die Trageriemen auf die rechte Seite nach außen wenden.
    Nun die Trageriemen entlang der geschlossenen Seiten kantennah absteppen.
    Danach einen Geradstich über die gedachte Mittellinie zwischen den zwei Außenkanten nähen.
    Nun pro Trageriemen ein Gurtband, in 10 cm Länge, durch eine Leiterschnalle fädeln, dem Riemen zugewandt G-förmig falten (siehe Skizze), darauf fixieren und mit einem in Form eines Oben und Unten geschlossenen X verlaufenden Geradstich aufnähen.
     

     
     
    Rückenteil:
    Träger am unteren Teil der Rucksackhinterseite ansetzen, fixieren und mit einem Geradstich daran festnähen.
    Träger inklusive Nahtzugabe nach innen umklappen und fixieren.
    Am Oberteil des Rückens Nahtzugabe in Richtung außen umklappen und fixieren.
    Oberteil der Rucksackhinterseite auf das Unterteil auflegen und fixieren. Die umgeschlagene Kante des Oberteils muss hierbei mit der Markierungslinie am Unterteil abschließen.
    Nun die zwei Teile mittels Geradstichs miteinander verbinden.
    Die Nähte befinden sich kantennah am unteren Abschluss des Oberteils und kantennah am oberen Abschluss des Unterteils und zusätzlich 5 mm parallel davon versetzt.
     

     

     

     
     
    Verbindungsstücke Gurtbänder:
    Schnittteile entlang der Markierungen falten. Dabei beachten, dass die umgeklappte Nahtzugabe nach Innen zeigt.
    Dann Gurtband einlegen und fixieren.
    Anschließend offene Seiten, die dem Rucksack abgewandten, kantennah absteppen.
    Danach Gurtband und Schnittteil entlang der Markierung, in Form eines nach oben, unten und zu den Seiten hin geschlossenen X absteppen.
    Abschließend überstehenden Stoff abschneiden.
    (Siehe Skizze)
     
    Verbindungsstücke Gurtband zu Rollverschluss bzw. Trageriemen:
     

     

     

     

     
     
    Verbindungsstücke zu Hüftgurt:
     

     

     

     

     

     
     
    Taschen:
    Oberen Abschluss entlang der Falzlinien umschlagen (2 x), fixieren und mit knappem Abstand der inneren Kante entlang absteppen.
    Gummiband (seitlich 22 cm, vorne 28 cm lang) durch den entstanden Saum fädeln und beidseitig fixieren.
    Taschen am unteren Rand entlang der Markierungen in Falten legen und fixieren. (siehe Skizze)
     

     
    Nun Taschen auf den Seitenteilen bzw. dem Vorderteil positionieren und fixieren.
     
     
    Hauptnäharbeiten:
    Seitenteile mit Taschen und Rückenteil links auf links legen und fixieren (stecken oder kleben).
    Riemen für Rollverschluss und Schultergurte an den Markierungen auf Seitenteilen positionieren und fixieren.
    Hüftgurt an den Markierungen des Rückenteils positionieren und fixieren.
    Anschließend Teile mit französischer Naht zusammenfügen.
    Stoffüberstand zum Rückenteil hin umklappen und kantennah darauf feststeppen.
     

     
    Seitenteile mit Taschen und Vorderteil links auf links legen, abstecken und mittels französischer Nähte miteinander verbinden.
     
    Vorderteil mit Tasche und Bodenteil an langer Seite fixieren und mit französischer Naht verbinden.
     
    Nun auch die Teile entlang der breiten Seite am Boden abstecken und mit französischen Nähten verbinden.
     
    Saum der Rucksacköffnung entlang der Falzmarkierungen nach innen umschlagen (2 x).
    Dann den Saum an der inneren Kante kantennah feststeppen.
    Nun den Saum auf der Rückseite mittig von Kante zu Naht aufschlitzen (Nur eine Stofflage!), dann PE HD Streifen einschieben und hinten mittig positionieren.
    Weibliche Teile der zwei kleinen Steckschließen auf Gurtband (ca. 60 cm) fädeln und die Gurtbandenden auf einer Länge von ca. 3 cm ein Mal falten. Die Steckschließen sitzen an den Faltkanten.
    Gurtband mittig auf Saum mit PE HD Streifen positionieren, gefaltete Gurtbandenden zeigen zum Saum hin, fixieren und dann den zwei Längsseiten entlang festnähen. Dann noch über die Gurtbandenden in Form eines oben und unten geschlossenen X nähen.
     
     
    Abschließende Arbeiten:
    Alle losen Gurtbänder auf Steckschließen fädeln, ggf. kürzen, dann die Enden zwei Mal einschlagen und darüber nähen.
     
    Zum Schluss den Rucksack probepacken und im getragen Zustand die Position des Brustgurtes auf Schulterträgern markieren.
    Nun D-Ringe auf Ripsbänder (ca. 6 cm lang) fädeln, Bänder G-förmig falten (s.o.) und mit Zick-zack-Stich auf Schulterträger nähen.
    Jetzt muss nur noch ein Tanka auf die Polyesterkordel gefädelt und die Handschuhhaken angeknotet werden, dann kann der Brustgurt einseitig eingehängt und das lose Ende durch denselben Ring gefädelt werden, dann ist der Rucksack fertig.
  16. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Antonia2020 erhalten in Ein Rucksack mit Rollverschluss   
    Teil 1 - Rucksack Präsentation
     
    Lange habe ich an einem sinnvollen Schnitt für einen Rucksack getüftelt. Nach einem Prototypen kann ich nun den ausgereiften Rucksack vorzeigen.
     
    Aber erst einmal die Details:
    Der Rucksack zeichnet sich durch ein minimalistisches Design, also eine cleane Optik aus und ist auf wesentliche Merkmale und Funktionen reduziert. Mit einer Rückenlänge von 55 cm ist ein guter Kompromiss gefunden, so dass der Rucksack von mittel- bis hochgewachsenen Personen bequem getragen werden kann. Die Grundfläche des Rucksacks beträgt 28x22 cm. Mittels Rollverschluss lässt sich die Höhe zwischen 55 und 65 cm variieren. Dadurch kann auch das Volumen des Hauptfaches von 38 auf 44 l erweitert werden. Zwei seitliche Außentaschen zu je 4 l und eine auf der Vorderseite befindliche Tasche mit 8 l bieten zusätzlichen Stauraum. Die mit 3mm 3D-Netzt gepolsterten, ergonomisch geschnittenen Trageriemen schmiegen sich perfekt den Körperrundungen des Trägers an. Der einfach gehaltene Brustgurt und der ebenfalls einfache Hüftgurt verhindern effektiv das Hin- und Herwackeln des Rucksacks bei schneller Fortbewegung. Mit Chikara und Nylon Zeltbodenstoff besteht der Rucksack aus einem Mix aus leichten und widerstandsfähigen Materialien. Der Rucksack ist mit Rasant Corespun Garn genäht. Dennoch ist der Rucksack nicht komplett wasserdicht, sondern nur stark wasserabweisend. Das ist den Französischen Nähten geschuldet, mit denen der Hauptsack genäht ist. Das Gesamtgewicht des Rucksacks beträgt 210 g. Und hier ein paar Bilder:
     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     
     
    Nachdem ich definitiv nicht vor habe Rucksäcke professionell zu fertigen und ich außerdem der Forengemeinschaft etwas für die vielen Anregungen zurückgeben möchte, stelle ich die Bauanleitung für diesen Rucksack in Teil 2 der Öffentlichkeit zur Verfügung.
  17. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von momper erhalten in Luftmatte kürzen   
    Nachdem @Fabian. danach gefragt hat, folgt nun eine Anleitung von mir, wie man eine Luftmatte kürzen kann - Ich hatte es bereits bei einer Klymit Static V erfolgreich gemacht und nun noch einmal an einer anderen Matte für erklärende Bilder wiederholt.
    Zur Info: bei der Matte handelt es sich um eine von Outoorsmanlab. Die Matte ist die gleiche wie z.b. die Robens Vapour, die Alpkit Cloud Base, und viele mehr. Alle stammen als OEM aus der selben chinesischen Fabrik.
    Nun zur eigentlichen Anleitung:
    1) Leere Matte messen = l max (Beispiel: 227cm)

     
    2) Volle Matte messen = l min (Beispiel: 185cm)

     
    3) Schrumpffaktor errechnen = x = l max/ l min (Beispiel: 227cm/ 185cm = 1,23)
     
    4) l max für gewünschte Mattenlänge (Beispiel: l min = 120cm) errechnen. Formel: l max/ l min = x => l max = x * l min (Beispiel l max = 1,23 * 120cm = 147,6cm)
     
    5) Schnittkante und Schweißrand anzeichnen (Beispiel: Schnittkante auf 147,6cm ab Mattenende; Kanten abgerundet, Breite Schweißkante entspricht dem Original) -

     
    6) Mattenüberschuß entlang der Schnittkantenmarkierung abtrennen. Ein Rollschneider empfiehlt sich hierzu, da sich dadurch Ober- und Unterseite der Matte nicht gegeneinander verschieben können.Eine Schere geht aber natürlich auch, das erfordert aber etwas mehr Sorgfalt. -

     
    7) Schweißtemperatur ermitteln: Auf Stufe 1 des Bügeleisens beginnend, an der Schnittkante des Mattenabschnitts Schweißtemperatur testen. Temperatur vorsichtig erhöhen. Sobald Ober- und Unterseite miteinander verkleben ist optimale Schweißtemperatur ereicht. Verschmoren die Teile, dann war es zu heiß  
     
    8) Matte entlang der markierten Kante verschweißen: Hierzu unter mäßigem Druck das Bügeleisen entlang der Schnittkante schieben. Damit sich Ober- und Unterseite nicht gegeneinander verschieben (Gefahr einer luftdurchlässigen Falte!) , ist es besser von der Kantenmitte nach Außen hin zu schweißen. 
     
    9) Andrücken der Schweißnaht mittels Andrückrolle. Die noch warme Matte sollte hierbei auf einem festen Untergrund liegen.
     
    10) Abschließend Matte auskühlen lassen. Et voilá! -

     
     
    Vor dem Kürzen wog die Matte 415g - jetzt nur noch 270g
  18. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von sakura erhalten in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    Ein jeder Topf braucht einen Ständer...
    In den letzten Jahren hatte ich viele Topfstand- / Windschutzkombinationen ausprobiert, doch nie hatte mich eine der Möglichkeiten vollends überzeugt:
    Drahtgestelle waren zwar leicht, aber wackelig. Der zugehörige Windschutz war flattrig.
    Konen gewährten da schon einen deutlich stabileren Stand, waren aber natürlich auch schwerer. Wirklich störend aber war das Packmaß: Zusammengerollt zu lang, um es in der Tasse zu transportieren. Da die dünnen Folien aber wirklich empfindlich bzgl. Deformation waren, brauchten die Konen zwingend eine stabile Transporthülle, was erhebliches Mehrgewicht bedeutete.
    Meine faltbaren Topfstand- / Windschutzkombinationen aus drei zusammen zu steckenden Seitenteilen ermöglichten einen wirklich sicheren Stand der Töpfe und waren dabei nur geringfügig schwerer als ein Konus ohne Transporthülle. Außerdem waren diese durch das relativ dicke Blech sehr robust. Aber das Packmaß war auch hier ungünstig: die Teile passten formbedingt leidlich in die Topftasse, was in den Rucksack gepackt bei Bewegung unangenehmes Klappern erzeugte.
    Kurzum, ich hatte Bedarf an einer neuen Konstruktion. Aus meinen Überlegungen entstand der „Feuerstuhl“. Ein einfacher im Querschnitt runder Windschutz mit zwei eingeschobenen Stäben (z.B. Häringen) als Topfstand. Zusammengerollt schmiegt dieser sich an die innere Topfwand an und ragt nicht über den Rand hinaus. Das Material, 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie, ermöglicht ein sehr geringes Gewicht des daraus gebauten Objektes. Es ist aber zugegebener Maßen nicht für die Ewigkeit gebaut, da das Aluminium durch die Hitzeeinwirkung im Brennraum weich wird. Aber ich habe so einen Topfstand seit immerhin knapp zwei Jahren in Betrieb, und der funktioniert noch. Den Verschluss für den Windschutz habe ich mir bei den Chinesen abgeschaut – ja, kopieren geht auch andersherum . Aber wie ich erst kürzlich gelernt habe, ist in der chinesischen Kultur das Nachahmen und ggf. Verbessern eines bestehenden Produktes Ausdruck größter Bewunderung und Wertschätzung an einer Erfindung. Es ist also eine Ehrerbietung gegenüber dem ursprünglichen Erschaffer des kopierten Objektes.
    Aber nun zu den Details:
    Im Betriebszustand hat der Windschutz die Maße von 110 mm Durchmesser bei einer Höhe von 86,5 mm. Das Packmaß ist limitiert durch die Höhe von 86,5 mm. Der Durchmesser ist durch das Zusammenrollen variabel. Zwei Stäbe quer durch den Windschutz gesteckt bilden die Topfauflage. Der Abstand vom Brenner zum Topfboden beträgt festgelegt durch die Höhe der Einschublöcher für die Topfauflage 30mm (gilt für Brenner mit einer Höhe von 28mm!). Der Abstand von der Topfauflage zum oberen Rand des Windschutzes ist so gewählt, dass der Windschutz knapp unter den Henkeln der Tasse endet. Die beidseitigen Lüftungslöcher gewähren ausreichend Sauerstoffzufuhr für den Brenner. Die Löcher enden im oberen Bereich 3 mm unter dem Brennerring. Dadurch wird Luftbewegung reduziert, die sich negativ auf das Flammbild des Brenners auswirkt. Der Abstand von der Topfwand zum Windschutz beträgt umseitig 7,5 mm. Dadurch kann die Luft im Inneren des Windschutzes ungehindert zirkulieren (Sauerstoffzufuhr/ Abluft). Als Material für den Windschutz wurde 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie verwendet. Das Gewicht des Windschutzes beträgt knappe 15g.  
    Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

    Doch nun endlich zu den Bildern:









     
     
    Für die Bastelfreunde:
    Druckvorlage/ Schablone:
    Druckvorlage 01.pdf
    Druckvorlage 02.pdf
     
    Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
    Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
      Arbeitsschritte:
    Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
    Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
    Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
    Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
     
    Viel Erfolg beim Nachbauen!
  19. Witzig!
    Andreas K. hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...wenn Du nur noch Liebesromane und sonstige Schmonzetten liest, weil Dir Literatur von Kafka, Tolstoi, u.A. zu "schwer" ist.
  20. Witzig!
    Andreas K. hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ... wenn Dir Dein neu geborenes Kind zu schwer erscheint.   
  21. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von Nero_161 erhalten in Nur eine Mütze...   
    Nachdem ich mich bereits an Zelten, Rucksäcken, Stöcken, etc. verausgabt habe, wurde es Zeit, dass ich mich mal an Bekleidung wage. Den Anfang hierbei stellt eine Mütze dar. Weil es mir der Ehrgeiz verbietet auf fremde Vorlagen zurückzugreifen, habe ich kurzerhand den Schnitt selber entwickelt.
    Das erste Mützenmodell, das ich im folgenden zeigen werde, ist aus einem Fellfleece genäht. Die Mütze ist mit 58g recht schwer, dafür aber kuschelig warm (Die Beule am Hinterkopf ist frisurbedingt):





     
    Aus einem Fleece mit softshellartiger Außenseite wiegt die Mütze nur noch 42g. Dabei ist die Mütze auch recht warm und nahezu winddicht:







     
    Als letztes musste noch ein Microfleece herhalten. Die Mütze daraus ist schon sehr luftig, also eher für mildere Temperaturen, wiegt aber auch nur 24g!
     
     
    Mit einer langen Nähanleitung möchte ich mich dieses Mal nicht aufhalten, sondern nur den Schnitt bereitstellen und ein paar wenige Worte dazu schreiben. Mehr wird aber auch nicht nötig sein, da der Herstellungsprozess der Mütze wirklich sehr einfach ist!
    Der Schnitt beinhaltet eine Nahtzugabe von 1 cm:

    Die Verbindungsnähte der Einzelteile habe ich mit einer Overlocknähmaschine, die die Einzelteile verbindet und gleichzeitig die Kanten beschneidet und versäubert, hergestellt. Die Saumkante ist ebenfalls mit der Overlock beschnitten und versäubert. Selbstverständlich kann man die Mütze aber auch auf jeder Haushaltsnähmaschine mit einfachen Stichen (vorzugsweise Stretchstich) nähen.



    Der Herstellungsprozess im wesentlichen:
    Teile nach Zeichnung zuschneiden. Abnäher an den Seitenteilen herstellen (Auf Links). Seitenteile und Mittelteil Rechts auf Rechts miteinander verbinden. Saum nach Innen umfalten und entlang der Schnittkante festnähen.
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    Andreas K. hat eine Reaktion von schwyzi erhalten in Nur eine Mütze...   
    Nachdem ich mich bereits an Zelten, Rucksäcken, Stöcken, etc. verausgabt habe, wurde es Zeit, dass ich mich mal an Bekleidung wage. Den Anfang hierbei stellt eine Mütze dar. Weil es mir der Ehrgeiz verbietet auf fremde Vorlagen zurückzugreifen, habe ich kurzerhand den Schnitt selber entwickelt.
    Das erste Mützenmodell, das ich im folgenden zeigen werde, ist aus einem Fellfleece genäht. Die Mütze ist mit 58g recht schwer, dafür aber kuschelig warm (Die Beule am Hinterkopf ist frisurbedingt):





     
    Aus einem Fleece mit softshellartiger Außenseite wiegt die Mütze nur noch 42g. Dabei ist die Mütze auch recht warm und nahezu winddicht:







     
    Als letztes musste noch ein Microfleece herhalten. Die Mütze daraus ist schon sehr luftig, also eher für mildere Temperaturen, wiegt aber auch nur 24g!
     
     
    Mit einer langen Nähanleitung möchte ich mich dieses Mal nicht aufhalten, sondern nur den Schnitt bereitstellen und ein paar wenige Worte dazu schreiben. Mehr wird aber auch nicht nötig sein, da der Herstellungsprozess der Mütze wirklich sehr einfach ist!
    Der Schnitt beinhaltet eine Nahtzugabe von 1 cm:

    Die Verbindungsnähte der Einzelteile habe ich mit einer Overlocknähmaschine, die die Einzelteile verbindet und gleichzeitig die Kanten beschneidet und versäubert, hergestellt. Die Saumkante ist ebenfalls mit der Overlock beschnitten und versäubert. Selbstverständlich kann man die Mütze aber auch auf jeder Haushaltsnähmaschine mit einfachen Stichen (vorzugsweise Stretchstich) nähen.



    Der Herstellungsprozess im wesentlichen:
    Teile nach Zeichnung zuschneiden. Abnäher an den Seitenteilen herstellen (Auf Links). Seitenteile und Mittelteil Rechts auf Rechts miteinander verbinden. Saum nach Innen umfalten und entlang der Schnittkante festnähen.
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    Andreas K. hat eine Reaktion von Namie erhalten in Ein robuster Rucksack für Wintertouren   
    Ich war über die Feiertage nicht untätig und habe eine Variation des zuvor vorgestellten Winterrucksacks mit kleinen Verbesserungen am Schnitt genäht.
    Hier die Abweichungen im Detail:
    Die Verbindung von Rücken- und Seitenteilen erfolgte aktuell mittels Kappnähten. Die Hüftflossen sind nun länger und höher geschnitten und zudem mittels 1 mm dickem HDPE versteift. Der Hüftgurt selbst ist bei dieser Variante 40 mm breit. Alle Steckschließen sind nun hochwertige Blitzverschlüsse, Modell Apex SR, von ITW Nexus. Die Schnürung auf der Vorderseite erfolgt jetzt mit einer 3 mm Gummikordel mit starkem Zug. Die offenen Kordelhaken wurden hierbei durch geschlossene ersetzt. Als Hauptmaterial wurde bei diesem Rucksack das DxG Pendant von Extremtextil verarbeitet. Das Gesamtgewicht (ohne Rückenplatte) hat sich aufgrund des breiteren Hüftgurtes, der Versteifungen für die Hüftflossen, der stärkeren Gummikordel und des schwereren Hauptmaterials auf 485 g erhöht.  
    Hier ein paar Bilder:













     
    Ergänzungen zur Bauanleitung:
    Durch die o.g. Änderungen haben sich die Maße geringfügig geändert. Die rote Linie bei den Einzelteilen für die Rucksackrückseite beschreibt die Kante, die abgetrennt werden muss, wenn man Rückenteil und Seitenteile mittels Kappnaht miteinander verbinden möchte.

    Nachdem es mir unmöglich erschien, die Einzelteile des Rucksacks so miteinander zu verbinden, dass die auffällige weiße Dyneemawebung der Teile an den Verbindungskanten horizontal aufeinander trifft, habe ich mich der Ästhetik wegen dazu entschlossen die Schnittteile diagonal auf dem Stoff anzuordnen. Die eingewebten Dyneemafäden treffen nun indirekt aufeinander. Das sieht meinem Empfinden nach besser aus.

    Die Maße der optionalen Rückenplatte und der Versteifungen der Hüftflossen habe ich hier zusammengefasst:

    Die Versteifungen der Hüftflossen aus 1 mm HDPE lassen sich problemlos zusammen mit den Hüftflossen selbst vernähen.
    Zuerst wird das Rückenpolster mit Decklage und Gurtbändern, wie in der Bauanleitung, rechts auf rechts miteinander verbunden. Nach dem Wenden der Teile nach außen werden die Versteifungen in die Hüftflossen mit eingeschoben und dann alle Teile wie beschrieben weiterverarbeitet.

     
    Mögliche Verbesserungen:
    Nachdem ich nun auch über Skier mit Stahlkante verfüge, denke ich darüber nach die seitliche Schnürung, die als Befestigungsmöglichkeit hierfür dient, mit einem Silikonschlauch zu überziehen.
    Der Silikonschlauch wäre meiner Überlegung nach relativ robust, dabei recht leicht und bei Verschleiß einfach austauschbar.
     
     
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    Andreas K. hat eine Reaktion von Namie erhalten in Ein robuster Rucksack für Wintertouren   
    Teil 2 - Die Herstellung
    Einleitung
    Diese Anleitung setzt grundlegende Nähkenntnisse voraus und beschreibt die wesentlichen Arbeitsschritte zur Herstellung des Rucksacks. Basiswissen, wie z.B. die Herstellung französischer Nähte, vermitteln diverse Nähforen und -wikis im Internet.
    Aufgrund der Komplexität des Schnittes und der Verwendung von dicken bzw. festen Materialien ist Näherfahrung sowie der Einsatz einer guten Nähmaschine mit starkem Motor, ggf. noch mit IDT oder einem Obertransportfuß, ratsam.
    Die gewählten Materialien sind natürlich als Vorschlag zu verstehen. Änderungen hierbei wirken sich selbstverständlich nicht nur auf die Stoffeigenschaften sondern auch aufs Gewicht aus.
    Die Teile des Schnittmusters beinhalten, sofern nicht explizit gekennzeichnet, eine Nahtzugabe von 2 cm.
    Alle im Schnittmuster angegebenen Maße sind in cm.
     
    Materialien
    1,4 lfm Stoff für Hauptfach, Taschen, Decklagen usw. (z.B. HyperD 300) 0,4 lfm Stoff für Vorderteil (z.B. Nylon Zeltbodenstoff) 0,8 lfm 3D-Netz, 3 mm, für Trageriemen und Rückenpolster mit Hüftflossen 2,5 m Gurtband, 15 mm, für Trageriemen, Rollverschluss, Schnallen- und Brustgurtbefestigung 1,0 m Gurtband, 25 mm, für Hüftgurt 0,7 m Gummiband, 10 mm, starker Zug, für Taschen 2,0 m Polyesterkordel, 3 mm, für Brustgurt, seitliche Schnürung 1,5 m Gummikordel, 2 mm für vordere Schnürung 0,7 m Ripsband, 10 mm, für Befestigung Haken und Laschen der vorderen Schnürung 0,4 m Ripsband, 12 mm, für Befestigung LineLocs und D-Ringe der seitlichen Schnüren 1 x 15 x 470 mm HDPE Streifen, für Rollverschluss 1 x Steckschließe, 25 mm, zum beidseitigen Fädeln, für Hüftgurt 2 x Steckschließe, 15 mm zum einseitigen Fädeln, Rollverschluss 2 x Leiterschnalle, 15 mm, für Trageriemen 4 x D-Ring, 12 mm, für Brustgurt, seitliche Schnürung 2 x Handschuhhaken, für Brustgurt 2 x Kordelhaken, geschlossen, für seitliche Schnürung 2 x Kordelhaken, offen, für vordere Schnürung 2 x Tanka, 3 mm, für Brustgurt, vordere Schnürung 2 x LineLoc für seitlich Schnürung  
    Zuschnitt - Maße und Anordnung auf Stoffbahn
    Alle Teile nach Zeichnung inklusive aller Markierungen auf Stoff übertragen. Anschließend Teile aus- bzw. einschneiden.
    (gestrichelte Linie = Falzkante; Strichzweipunktlinie = Markierung Taschenansatz; Pfeil = Schnittmarke; rote Linie = Ausschnitt nur an Decklage des Rückenpolsters)




     
    Eigentliche Herstellung - Vorbereitung und Zusammenfügen der Teile
    Verbindungsstücke Gurtbänder:
    Schnittteile entlang der Markierungen falten. Dabei beachten, dass die umgeklappte Nahtzugabe nach innen zeigt.



    Dann Gurtband einlegen und fixieren. Anschließend offene Seiten, die dem Rucksack abgewandten, kantennah absteppen. Danach Gurtband und Schnittteil entlang der Markierung in Form eines nach oben, unten und zu den Seiten hin geschlossenen X absteppen. Abschließend überstehenden Stoff abschneiden.

     
    Taschen:
    Die oberen Abschlüsse aller Taschen entlang der Falzlinien umschlagen (2 x), fixieren und mit knappem Abstand der inneren Kante entlang absteppen. (Achtung: Beim Rollkragen / Innentasche wird der Saum zur rechten Seite hin gefaltet!)
    Bei den Seitentaschen Gummiband (35 cm) durch den entstanden Saum fädeln und beidseitig fixieren. Anschließend Seitentaschen am unteren Rand entlang der Markierungen in Falten legen und auf den Seitenteilen fixieren.

     
    Trageriemen:
    3D-Netz und Decklage rechts auf rechts aufeinander legen, fixieren und entlang dreier Kanten, unter Berücksichtigung der Nahtzugabe von 1 cm, mittels eines Geradstichs miteinander verbinden. (Die obere Kante bleibt offen zum wenden). Danach die unteren Ecken beschneiden.

    Anschließend die Trageriemen auf die rechte Seite nach außen wenden und entlang der geschlossenen Seiten kantennah absteppen. Außerdem noch einen Geradstich über die gedachte Mittellinie zwischen den zwei Außenkanten nähen.

    Nun pro Trageriemen ein Gurtband in 10 cm Länge durch eine Leiterschnalle fädeln, dem Riemen zugewandt G-förmig falten (siehe Skizze), darauf fixieren und mit einem in Form eines oben und unten geschlossenen X verlaufenden Geradstich aufnähen.

     
    Rückenpolster:
    3D-Netz und Decklage rechts auf rechts legen und fixieren. Zuerst die Teile nur entlang der unteren Kante mittels Geradstich und unter Berücksichtigung der Nahtzugabe von 1 cm verbinden. Anschließend Gurtband zwischen Polster und Decklage an dieser Naht anlegen und fixieren. Das Gurtbandende, das später innerhalb der Hüftflosse liegen soll, ragt um 4 cm über die seitliche Kante der Hüftflosse hinaus. Dann werden die Teile auch an den übrigen Kanten mit einem Geradstich verbunden.

    Nun das Rückenpolster auf rechts wenden und kantenah zwischen den Markierungen (rote Linie) absteppen. Abschließend mit einem Geradstich, der Form eines zu allen Seiten geschlossenen X folgend, über die innen liegenden Gurtbandenden nähen.

     
    Rückenteil:
    Träger an der Rucksackhinterseite ansetzen, fixieren und mit einem Geradstich daran festnähen.

    Dann Träger inklusive Nahtzugabe nach innen umklappen und fixieren.

    Anschließend Rollkragen/ Innentasche auf Rucksackhinterseite auflegen und entlang der Seiten fixieren. Der Saum der Innentasche schließt hierbei mit der Markierungslinie auf der Rucksackhinterseite ab, und die rechten Seiten beider Teile zeigen nach außen.

    Als nächstes die untere Innentasche mit rechter Seite auf linke Seite des Rucksackhinterteils positionieren und fixieren. Die Markierungen von Tasche und Rucksackhinterteil liegen hierbei übereinander, und der Saum der Tasche zeigt in Richtung Rucksackunterseite. Danach mittels eines der Markierungslinie folgenden Geradstichs beide Teile miteinander verbinden.

    Nun die Tasche zum Rucksackrückteil hin umklappen und an den Seiten fixieren.

     
    Zusammenfügen der Einzelteile:
    Seitenteile mit Taschen und Rückenteil entlang der hinteren Ecken links auf links legen und fixieren. Riemen für Rollverschluss bzw. Schultergurte und Bänder mit eingefädelten LineLocs bzw. D-Ringen an den Markierungen auf den Seitenteilen positionieren und fixieren. Anschließend Teile mit französischer Naht zusammenfügen. Stoffüberstand zum Rückenteil hin umklappen und kantennah darauf feststeppen.

    Nun das Rückenpolster in Längsrichtung mittig und oben mit den Tragegurten, unten mit der Markierungslinie bündig abschließend auf dem Rückenpolster positionieren und fixieren. Anschließend Rückenpolster und Rucksack mit einem Geradstich nahe der Polsterkanten und entlang der zwei diagonalen Markierungslinien miteinander verbinden (rote Linie).

    Danach die bisher verbundenen Teile mit dem Vorderteil entlang der Querkante der Bodenwanne links auf links fixieren und mittels Französischer Naht miteinander verbinden. Nun den Stoffüberstand zur Bodenwanne hin umklappen und kantennah darauf feststeppen.

    Im Folgenden den Rucksack links auf links entlang der offenen Seitenkanten abstecken. Dann die als Laschen gefalteten Bänder für die vordere Schnürung und die auf die Bänder gefädelten Kordelhaken für die seitliche Schnürung an den Markierungen der Kanten fixieren und den Rucksack an den offenen Kanten mit einer Französischen Naht schließen.
     
    Rollverschluss:
    Im nächsten Schritt den Saum der Rucksacköffnung entlang der Falzmarkierungen nach innen umschlagen (2 x). Dann den Saum an der inneren Kante kantennah feststeppen. Nun den Saum auf der Rückseite mittig von Kante zu Naht aufschlitzen (nur eine Stofflage!) und HDPE Streifen hinten mittig positioniert einschieben. Anschließend weibliche Teile der zwei kleinen Steckschließen auf Gurtband (ca. 60 cm) fädeln und die Gurtbandenden auf einer Länge von ca. 4 cm ein Mal falten. Die Steckschließen sitzen dann an den Faltkanten. Gurtband mittig auf Saum mit HDPE Streifen positionieren, gefaltete Gurtbandenden zeigen zum Saum hin, fixieren und an den zwei Längsseiten entlang festnähen. Dann noch über die Gurtbandenden in Form eines oben und unten geschlossenen X nähen.
     
    Brustgurt
    Im vorletzten Arbeitsschritt den Rucksack probepacken und im getragenen Zustand die Position des Brustgurtes auf den Schulterträgern markieren. Dann D-Ringe auf Gurtbänder (ca. 10 cm lang) fädeln, Bänder G-förmig falten (s.o.) und mit einem Geradstich der Linie eines oben und unten geschlossen X folgend auf Schulterträger nähen. Jetzt müssen nur noch ein Tanka auf die Polyesterkordel gefädelt und die Handschuhhaken angeknotet werden, dann kann der Brustgurt einseitig eingehängt und das lose Ende durch denselben Ring gefädelt werden.
     
    Abschließende Arbeiten:
    Zum Schluss alle losen Gurtbänder auf Steckschließen fädeln, ggf. kürzen, die Enden zwei Mal einschlagen und darüber nähen.
     
    Der Rucksack ist fertig und bereit zum Einsatz.
  25. Gefällt mir!
    Andreas K. hat eine Reaktion von tritziii erhalten in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    Für @d4r0 und alle anderen hier ein veränderliches 2D Modell für AutoCad sowie Berechnungsgrundlage für die Abänderung der Windschutzmaße:
     

    X1 = U
    X2 = U / 2
    X3 = r ⁎ π ⁎ α / 180; → α = sin-1 (s / 2 ⁎ r)
    X4 = X3 / 2
    Y1 = h1 + h2 – (D / 2)
    Y2 = h1 + h2 + h3
     
    U = Umfang Windschutz
    r = Radius Windschutz
    s = Sehne (Abstand Topfauflagen)
    h1 = Höhe Brenner
    h2 = Abstand Brenner zu Topf
    h3 = Abstand Topfboden zu Henkeln
    D = Durchmesser Bohrloch Topfauflage
     
    2D Modell.dwg
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