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  1. Tumurbel

    Klippeneck - Wegweiser Katzenbrunnen

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Der Wegweiser vor der schönen Grillstelle, wenn man das Klippeneck wieder Richtung Dreifaltigkeitsberg verläßt. Der grüne Wegweiser mit dem gelben Kreis zeigt zum Katzenbrunnen. Der Weg führt rechts zwischen den Bäumen (sehr steinig, sieht man sofort), nach unten Richtung Denkingen (Südwest) Nach guten 100m (warum ist es mir deutlich länger vorgekommen ?) immer geradeaus, erreicht man den Katzenbrunnen. Was für eine Wohltat. Bild: 23.05.2015

    © Tumurbel

  2. Tumurbel

    Klippeneck - Kirche Dreifaltigkeitsberg

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Die Kirche auf dem Dreifaltigkeitsberg

    © Tumurbel

  3. Tumurbel

    Klippeneck - Katzenbrunnen

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Der Katzenbrunnen, wenige Meter unterhalb der Hangkante des Klippenecks von Denkingen kommend. Letztes Jahr auf dem HW 1 erreichte ich bei 33 Grad Hitze das Klippeneck, nur um festzustellen, dass die geplante Wasseraufnahme in der Gaststätte Klippeneck nicht möglich war, da die Gaststätte geschlossen wurde. Was hätte ich gegeben, wenn ich gewußt hätte, dass knapp 200m unterhalb der Hangkante des Klippenecks, der Katzenbrunnen mit hervorragendem, kühlem Wasser aufwartete ? Da im Schwabenland natürlich nichts umsonst ist, muss man sich das Wasser mit dem sehr steilen Ab- und wieder Aufstieg teuer erkaufen. Wo ist der Katzenbrunnen ? Wenn man am Aussichtspunkt Klippeneck weiter auf dem HW 1 geht, erreicht man am Ende des Flugfeldes am Waldrand eine schöne Grillstelle, an der vorbei der HW 1 und der Donau-Bergland-Weg in den Wald, Richtung Dreifaltigkeitsberg, weiterführt. An der Grillstelle steht ein Wegweiser, der mit einem grünen Wegweiser zum Katzenbrunnen (gelber Kreis) zeigt. Man geht rechts zwischen den Bäumen etwa 200 m den steinigen, dann steilen Weg nach untern und kann das begehrte Nass aufnehmen. Bild: 23.05.2015

    © Tumurbel

  4. Tumurbel

    Klippeneck - Dreifaltigkeitsberg

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Auf der letzten Etappe des Hauptwanderweges 1 - Keine 20 km mehr nach Tuttlingen. Vom Klippeneck kommend sollte man unbedingt einen Abstecher zum Dreifaltigkeitsberg machen. Sind nur ein paar hundert Meter. Wenn man Glück hat, kann man die Gleitschirmflieger am Startplatz Dreifaltigkeitsberg beobachten. Der Startplatz liegt direkt neben dem Wanderweg. Aus Wanderersicht ist aber eher der Waschraum mit Toilette neben der Gaststätte auf dem Dreifaltigkeitsberg interessant. Sehr sauber und ideal für eine Morgentoilette mit Waschen und Zähneputzen. Natürlich wird hier auch der Wasservorrat wieder aufgefüllt. Bild: 23.05.2015

    © Tumurbel

  5. Tumurbel

    "Burg" Hohenberg - Auf der Hängebrücke

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Über die Hängebrücke bei der Burg Hohenberg, auf dem Weg zum Lemberg. Gottseidank sind solche Ideen, stählerne Hängebrücken über kleine Bergfalten zu legen, sehr selten. Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  6. Tumurbel

    "Burg" Hohenberg - Hängebrücke

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Es sollte noch besser kommen. Geht man vom Burgberg den Hang abwärts Richtung Lemberg, erreicht man eine etwa 30m lange, stählerne Hängebrücke (!), die über eine kleine, na ja, Schlucht führt. Diese Brücke soll ebenfalls mit Mitteln des Leader-Programmes errichtet worden sein, um Jugendliche für die Natur zu motivieren. Das hat mir eine kleine Gruppe Wanderer erklärt, die wohl mein fassungsloses Gesicht richtig interpretiert haben. Wie Jugendliche mit Stahlkonstruktionen für die Natur motiviert werden können, ist mir ehrlich gesagt, etwas zu hoch. Ich bin nur froh, dass nicht noch mehr Ideen mit dem Leader-Programm verwirklicht worden sind. Allerhand ! Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  7. Tumurbel

    "Burg" Hohenberg die Zweite

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Hier mal die ganze Burg aus der Nähe. Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  8. Tumurbel

    "Burg" Hohenberg

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Auf dem Weg zum Lemberg erreicht man die "Burg" Hohenberg. Die Übertreibung des Jahrhunderts. Mit Mitteln des Leader-Programmes wurde auf den wenigen Steinen, die noch zu sehen sind, eine Stahlkonstruktion mit Beschreibungstafeln der ehemaligen Burg errichtet. Meiner bescheidenen Meinung nach, das Unnötigste, was ich bisher auf dem HW 1 gesehen habe. Aber es sollte noch besser kommen..... Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  9. Tumurbel

    "Burg" Hohenberg - Blick vom Burgberg

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Kurz vor dem Lemberg erreichen wir auf dem Hauptwanderweg 1 die "Burg" Hohenberg. Wobei "Burg" eine mehr als optimistische Beschreibung der wenigen Steine ist, die noch zu sehen sind. Der Blick vom "Burg"-Berg ist jedoch grandios. Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  10. Tumurbel

    Lembergturm mit Blick auf Wilflingen

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Der Blick vom Lembergturm, hier unterhalb der obersten Plattform, ist einfach Klasse. Obwohl der Turm eine stabile Stahlkonstruktion ist, schwingt er oben deutlich. Nichts für Leute, die leicht schwindelig werden. Sowieso wenn der Wind bläst... Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  11. Tumurbel

    Lembergturm auch mal bei schönem Wetter

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Der Lembergturm mal bei schönem Wetter betrachtet Bild: 16.05.2015

    © Tumurbel

  12. Tumurbel

    Hirschkopf Schutzhuette

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Die Schutzhütte am Hirschkopf. Ich würde diese Hütte nur im Notfall benutzen, da sie wenig einladend wirkt. Lieber noch die 2 km bis zum Dreifürstenstein anhängen und in der dortigen Schutzhütte nächtigen (oder das Tarp auf dem großen Platz hinter der Schutzhütte am Dreifürstenstein aufbauen). Bild: 04.05.2015

    © Tumurbel

  13. Tumurbel

    Hirschkopf Bergrutsch - Beschreibung

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Beschreibung des Bergrutsches am Hirschkopf

    © Tumurbel

  14. Tumurbel

    Hauptwanderweg 1 - Liebe fürs Leben

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Ich liebe "meinen" Hauptwanderweg 1. Aber wie in jeder Beziehung, gibt es manchmal ein paar Mißtöne für kurze Zeit. So auch heute........ Bild: 04.05.2015

    © Tumurbel

  15. Tumurbel

    Dreifuerstenstein Schutzhuette

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Die Schutzhütte am Dreifürstenstein. Glasfenster und schöne Holzbänke im Inneren. Der Betonboden momentan garniert mit leeren Flaschen, angebrannten Zeitungen und weiteren undefinierbaren Hinterlassenschaften der lieben Mitwanderer. Bild: 04.05.2015

    © Tumurbel

  16. Tumurbel

    Dreifuerstenstein Beschreibung

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Beschreibung des Dreifürstenstein auf der Tafel in der Schutzhütte

    © Tumurbel

  17. Tumurbel

    Raichbergturm - Eingang

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Habe mich heute wieder ein paar Kilometerchen auf dem HW1 der Etappe Jungingen-Burgfelden herumgetrieben. Dabei bin ich am wohl frisch renovierten Raichbergturm vorbeigekommen. Mein erster Gedanke: "Die haben am Turm eine schönere Haustür als ich zu Hause"

    © Tumurbel

  18. Tumurbel

    Lembergturm

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Der Lembergturm des schwäbischen Albvereins. Aufnahme: 18.07.2014

    © Tumurbel

  19. Tumurbel

    Lembergturm - Blick

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Blick vom Lembergturm Aufnahme: 18.07.2014

    © Tumurbel

  20. Tumurbel

    Klippeneck - Nachruhe

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    19:38 Uhr. Fertig zur verdienten Nachtruhe nach einem schweißtreibenden Tag vom Plettenberg zum Klippeneck Aufnahme: 18.07.2014

    © Tumurbel

  21. Tumurbel

    Klippeneck - Abendstimmung auf dem HW 1

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Abendstimmung auf dem Hauptwanderweg 1 im Wald beim Klippeneck Da sich hier auch mehrere Radwege kreuzen und ziemlich der Bär los war, hatte ich mich in den Wald verzogen. Aufnahme: 18.07.2014

    © Tumurbel 2014

  22. OT: Diesen Tourenbericht habe ich aus meiner Anfänger-Perspektive verfasst und all meine Gedanken und Erfahrungen zum Trekking im Allgemeinen und zum Ultraleicht-Trekking im Besonderen hinein gepackt. Die Profis unter euch wird das wahrscheinlich eher langweilen - aber vielleicht findet sich doch jemand, den es interessiert? 08:00 VERSCHLAFEN! Mist. Eigentlich wollte ich jetzt gerade das Haus verlassen und zum Bahnhof düsen. Naja, nehmen wir halt den Zug eine Stunde später Als ich dann tatsächlich abmarschbereit bin, noch schnell ein Foto von mir mit Rucksack und auf zur Bushaltestelle. 09:30 Ich stehe am Hauptbahnhof und ziehe erst mal die Windjacke drüber. Ganz schön frisch heute morgen, der Herbstnebel hängt noch in der Luft und von der Sonne ist nichts zu sehen. Soll sich aber ändern bis zum Mittag, sagt der Wetter-Heini im Radio. Jedenfalls freue ich mich auf die Tour und ganz besonders darüber, nicht nach München zu müssen wie die geschätzten 183.829 Leute, die sich am Bahnsteig gegenüber tummeln: Es ist Wiesn-Zeit… 09:58 Endlich kommt der Zug! Ich hab extra einen Bus früher genommen, um noch genug Zeit zum Geld Abheben und Fahrkarte Kaufen zu haben, aber ne Viertel Stunde später loszufahren wär auch locker möglich gewesen. Langsam schwindet die Morgenmüdigkeit und die Aufregung nimmt überhand: Dies hier ist nicht nur die erste Testtour für meinen MYOG-Rucksack, sondern auch für meinen neuen Schlafsack, die neue Therm-A-Rest, den neuen Biwacksack, den neuen Catstove… Und es wird das erste Mal sein, dass ich im Wald biwakiere. Mutterseelenallein! Hui - Klein Pip auf großer Abenteuerfahrt! 10:34 Bahnhof Donauwörth - endlich! Ganz schön spät geworden. Also nix wie los! Ich folge den Wegmarkierungen in die entgegengesetzte Richtung bis zum offiziellen „nullten Kilometer“. Also bin ich auf den ersten Kilometern tatsächlich auf dem Süd- statt auf dem Nordrandweg unterwegs. Fast verlaufe ich mich gleich am Anfang einmal - gut, dass ich aus den Augenwinkeln noch den roten Pfeil am gegenüberliegenden Straßenrand gesehen habe! Am Rathaus das obligatorische Startfoto und dann bin ich tatsächlich unterwegs auf dem Albsteig! Die erste halbe Stunde geht es auf asphaltierten Spazierwegen durch einen Park, einen ehemaligen Eisenbahntunnel und an einem Supermarkt vorbei bis zu einer Pferdekoppel, auf der ein falsches Zebra steht. Danach geht es weiter auf einem ebenen Schotterweg in Sichtweite der Wörnitz zusammen mit etlichen Feiertags-Spaziergängern und auch einigen Radfahrern. Niemand hat einen Wanderrucksack dabei. Okay, es ist schon Anfang Oktober, aber angesichts der schier unfassbaren Anzahl an Fernwanderwegen, die sich diese Strecke teilen (Nordrandweg, Main-Donau-Weg, Romantische Straße, Bayerisch-Schwäbischer Jakobuspilgerweg, Frankenweg), hätte ich doch den einen oder anderen Kollegen erwartet. Wahrscheinlich bin ich einfach zu spät dran. Egal, ich freue mich jedenfalls, endlich wieder zu Fuß unterwegs zu sein. Seit dem Jakobsweg vor einem Jahr hab ich kaum noch Bewegung gehabt. Hinter Felsheim bietet ein Maisfeld den perfekten Sichtschutz „für kleine Ultraleichttrekker“ und ich muss auch meine kleine 0,5l-Flasche schon aus dem großen Wasserbeutel im Rucksack nachfüllen, nach gerade mal 6km. Immerhin ist die Sonne mittlerweile herausgekommen und ich setze gleich mal das Visor-Buff auf: Will mir nicht die vorderen Dreadlock-Ansätze verbrennen, das gibt immer so ein doofes rotes Schachbrettmuster auf der Kopfhaut. Der Rucksack sitzt übrigens sehr bequem und ich komme sogar, ohne ihn abzusetzen mit einer Hand an die seitlichen Netztaschen, in denen die Karte bzw. die Flasche stecken, ein Umstand, den ich bei gekauften Rucksäcken bisher immer vermisst habe. Hinter Wörnitzstein beobachte ich vier Milane, die die Thermik über dem sonnenbeschienen Hang genießen, und dann beginnt die Alb: Die erste Strecke im Wald und auch der erste nennenswerte Anstieg. Doch bevor man so richtig ins Schnaufen kommt, ist man auch schon oben. Alle paar Meter steht hier ein Hochsitz, einmal komme ich sogar direkt an einer Anfütterungsstelle vorbei. Scheint, als würde der Weg tatsächlich nicht sehr viel begangen, sonst müsste man die wohl etwas weiter abseits aufbauen? Die goldene Oktobersonne malt tolle Effekte auf die Waldkulisse. Auf dem Eichbühl haben die hiesigen Wanderfreunde einen tollen Rastplatz installiert: Es gibt Getränke zum Selbstbedienen, ein Wanderbuch, in das ich mich natürlich gleich eintrage - bei der Gelegenheit stelle ich fest, dass heute genau eine Person vor mir hier vorbei gekommen ist, die auch auf dem HW1 Nordrandweg unterwegs ist - etliche Rastbänke, einen Mülleimer (ich leere meine Taschen und freue mich, dass ich die rotzigen Tempos und leeren Müsliriegelpapierl nicht heute Abend in den mitgenommenen Müllsack stopfen muss) und eine Mahnung an alle Wanderer. Belustigt über diesen drolligen Rastplatz marschiere ich weiter und mampfe unterwegs immer wieder aus meiner Snacktüte. Die ist schon ganz schön geschrumpft seit dem Start. Ich glaube, ich hätte mehr frühstücken sollen. Die eine Apfeltasche hat leider nicht sehr lange vorgehalten, sonst wären noch mehr M&Ms und Studentenfutter in der Tüte Irgendwann führt der Weg aus dem Wald raus, auf Asphalt durch einen kleinen Weiler hindurch und dann wieder durch einen Wald, wo man den Weg auf keinen Fall verlassen darf, sagt ein Warnschild, um nicht von den Steinbrucharbeiten erschlagen zu werden. Dann geht es auf einem Wiesenweg am Waldrand entlang. Genauer gesagt ist das einfach nur ein breiter Streifen Gras, auf dem man läuft, was das Gehen ganz schön anstrengend macht. Vor allem die Trekkingstöcke verheddern sich dauernd in den Halmen. Also klemme ich sie mir unter den Arm und marschiere ungestützt weiter. Bisschen mühsam, das. Anschließend geht es auf einem breiten Schotterweg über sanfte Grashügel in Richtung Harburg. Laut Karte müsste ich demnächst an einem kleinen Bachlauf vorbei kommen, der ganz in der Nähe entspringt. Ich halte angestrengt danach Ausschau, da meine Wasservorräte langsam aufgebraucht sind und ich außerdem den Sawyer Wasserfilter testen möchte. Aber Fehlanzeige: kein Bach weit und breit. Entweder ist der zu dieser Jahreszeit ausgetrocknet oder so von Pflanzen zugewuchert, dass man ihn nicht findet. Plätschern höre ich es jedenfalls nirgends. Also laufe ich weiter bis zum Rand des Harburger Ortsteils Stadelhof, wo ich eine nette Dame, die auf ihrer Terrasse die Sonne genießt, ganz lieb frage, ob sie mir wohl meine Flaschen auffüllen könnte. Das macht sie tatsächlich gerne und erzählt mir von einem Aussichtspunkt kurz hinter Harburg, von dem man einen tollen Blick über das Ries haben soll. Ich bedanke mich und bin gespannt, ob ich die Stelle finde. Doch zunächst verlaufe ich mich erst mal: Laut meiner Karte - die mich bis dahin wirklich sehr gut gelotst hat - muss ich am Fuße der Burg entlang den Hügel hinunter bis zur Hauptstraße. Unten angekommen ist aber nirgendwo mehr eine Wegmarkierung zu sehen und die Wegbeschreibung, die ich mir heute morgen noch schnell ausgedruckt habe, verrät mir, dass die Streckenführung vor kurzem geändert wurde. Also den Hügel wieder rauf. Bei der Gelegenheit biege ich schnell noch in den Burghof ab und benutze das dortige Besucherklo. Hier hätte ich auch eine Möglichkeit zum Flaschenauffüllen gehabt - zu spät Auf einem asphaltierten Wiesenweg geht es den nächsten Hügel hinauf, wo sich unter einem Kastanienbaum eine Bank befindet. Ich beschließe, hier etwas zu essen zu kochen. Immerhin ist es schon kurz vor 18 Uhr und mein Snackbeutel schon eine ganze Weile leer, weswegen ich im Moment in einem kleinen Energieloch stecke. Und dann des Umweges, den mir die nicht mehr aktuelle Karte beschert hat, auch in einem Motivationsloch. Also Catstove ausgepackt, befüllt angefeuert und den Topf mit Wasser aufgesetzt. Leider ist es hier auf dem Hügel ganz schön windig, sodass die Flamme gleich mal erlischt und ich mich nach dem erneuten Anzünden in den Wind setze, um meinem Kocher als zusätzlicher, lebender Windschutz zu dienen. Danach funktioniert alles super: Als das Wasser kocht, rühre ich es in den Beutel, in den ich die beiden 5-Minuten-Terrinen umgefüllt habe und genieße kurz darauf Kartoffelbrei mit Erbsen und Möhren. Kein Gourmet-Menü, aber wenn man Hunger hat, gar nicht so schlecht. Von der Bank aus habe ich nicht nur einen tollen Blick zurück auf die Harburg, die in der Abendsonne regelrecht leuchtet, sondern kann auch eine Schafsherde beobachten, die gemächlich daran vorüber zieht. Outdoor-Fernsehen vom Feinsten Nach dem Essen packe ich meine sieben Sachen wieder in den Rucksack zurück und marschiere über die nächste Hügelkuppe - das Energietief habe ich hinter mir gelassen! - und erhasche einen ersten Blick auf das Gipfelkreuz des Bockbergs. Naja, die Bezeichnung „Berg“ ist bei 570m ü.N.N. ein bisschen übertrieben, aber er ist immerhin die höchste Erhebung hier in der Gegend und man hat eine tolle Aussicht über das Ries. Ob das die Stelle ist, von der die Dame vorhin gesprochen hat? Die Sonne ist mittlerweile hinterm Horizont verschwunden und es wird nicht nur merklich kühler, sondern auch sehr schnell dunkler. Obwohl es erst kurz nach Sieben ist, beschließe ich, mich auf die Suche nach einem Lagerplatz zu machen und finde ihn, als ich den Bocks“hügel" zu etwa einem Drittel umrundet habe in einem kleinen Wäldchen außer Sichtweite vom Weg. Ich packe den Bivi, die Them-A-Rest und den Schlafsack aus, ziehe Fleecepulli und Mütze über, wechsle von meiner Wanderhose, die unten an den Beinen etwas schmuddelig geworden ist, in die Unterzieh-Leggins und tausche die schwitzigen Wandersocken gegen Omas handgestrickte. Das alles geschieht nahezu ohne Licht. Irgendwie traue ich mich nicht, die Stirnlampe anzuschalten aus Angst vom Jäger oder sonst wem entdeckt zu werden. Zwar sind nirgendwo Hochstände oder ähnliches zu sehen, aber man weiß ja nie… Ich bilde mir ein, von irgendwo her leise Stimmen zu hören und einmal fährt oben auf dem Waldweg sogar ein Auto vorbei. Aber wahrscheinlich spielen mir meine Nerven einen Streich und es kann mich hier überhaupt niemand sehen oder hören. Jedenfalls ist es wirklich stockdunkel, als ich um 20:11 eine Sms nach Hause schicke, dass es mir gut geht, und so krieche ich vollständig in den Biwaksack, schließe das Moskitonetz und lausche in die Dunkelheit. Es dauert über zwei Stunden, bis ich einschlafen kann, was zum einen daran liegt, dass ich mir immer wieder einbilde, menschliche Geräusche in der Nähe zu hören - vor Tieren habe ich im Moment irgendwie gar keine Angst - und zum anderen daran, dass ich bald dringend auf’s Klo muss. Also Stirnlampe nun doch angeschaltet, aus dem warmen Schlafsack gekrochen und ein paar Meter weiter ein stilles Örtchen gesucht. Ganz schön kalt mittlerweile! Merkt man gar nicht, wenn man unter 300g Daunen liegt. Anschließend lausche ich wieder in die Nacht. Ich glaube, meine Einschlafprobleme rühren vor allem daher, dass nach über zwei Monaten Semesterferien mein Schlafrhythmus ein wenig durcheinander geraten ist, und für meinen Kopf noch überhaupt keine Schlafenszeit ist. Mein Körper könnte die Ruhe übrigens ganz gut gebrauchen, ich spüre die Tageskilometer ziemlich in den Beinen, auch wenn es gar nicht soooo viele waren, jedenfalls nicht, wenn man sie mit den anderen Tourenberichten hier im Forum vergleicht. Wie viele es genau waren, kann ich gar nicht sagen: Die Wanderkarte behauptet, es wären etwa 18, das GPS (das ich allerdings zuhause gelassen habe) hat mir für die Route 23 angezeigt. 23 klingt besser Für mich ist das aber mehr als genug, bin ich doch von Natur aus etwas kurz geraten und habe entsprechend eine kürzere Schrittlänge, außerdem bin ich ziemlich unsportlich und hab mich schon länger nicht mehr ausreichend bewegt… Irgendwann schlafe ich dann doch ein. Um kurz nach Eins schrecke ich hoch: Vom gegenüberliegenden Waldrand, etwa 200m entfernt, höre ich immer wieder etwas knacken und rascheln. Schleicht da ein Tier entlang? Irgendwie scheint das immer näher zu kommen. Eine Weile ist es wieder still, dann, plötzlich, knackt es ziemlich laut ganz bei mir in der Nähe. Ich fahre wie von der Tarantel gestochen in die Höhe und schalte meine Stirnlampe an. Nichts zu sehen, aber anscheinend habe ich irgend etwas genau so erschreckt wie es mich, denn ich höre ein lautes Fauchen, nur einen Steinwurf von mir entfernt und etwas trappelt davon. Aus einiger Entfernung kann ich kurz darauf das gleiche Fauchen noch einmal hören, dann ist wieder Ruhe. War das ein Fuchs? Kann sein. Vielleicht wollte der nachsehen, was sich da so einfach in seinem Revier einquartiert hat? Jedenfalls stehe ich so unter Adrenalin, dass an Einschlafen erst einmal nicht zu denken ist. Über eine Stunde liege ich hellwach im Schlafsack, lausche auf jedes noch so kleine Geräusch und versuche, mein Herzklopfen wieder etwas unter Kontrolle zu bringen. Stell dich nicht so an, Mensch, Füchse fressen Mäuse, keine Pips! Irgendwann traue ich mich, mein Lager zu verlassen, da ich noch mal pieseln muss, und als mein Hintern anschließend wieder einigermaßen aufgewärmt ist, schaffe ich es tatsächlich, wieder einzuschlummern. Einmal wache ich noch auf in dieser Nacht, entdecke eine Nacktschnecke unmittelbar neben dem Kopfteil des Biwaksacks (igitt!), schnippe sie mit einem Stöckchen weg und schlafe schnell wieder ein. Als ich das nächste Mal aufwache, ist es bereits 06:45 Uhr und das Morgengrauen hat längst eingesetzt. Offizieller Sonnenaufgang ist laut meinem Kalender um 07:20, also krabble ich aus meinem Lager, ziehe die Wanderhose wieder an, außerdem noch die Handschuhe, denn es ist verdammt kalt heute morgen. Ich denke dran, noch ein Erinnerungsfoto vom Lager zu schießen, bevor ich alles einpacke und mich auf den Rückweg mache. Bei Tageslicht ist der Trampelpfad auf den Gipfel des Bocksberg, über den auch der Albsteig führt, sehr einfach zu finden. Oben angekommen gibt es das obligatorische Gipfel-Beweisfoto mit Rucksack und Wanderstöcken drauf, dann suche ich mir ein windgeschütztes Plätzchen, mache Wasser heiß und frühstücke erst mal: Porridge mit Äpfeln, Rosinen und Zimt. Jummy! Die Stimmung hier oben ist wirklich magisch: Auf der einen Seite die Morgensonne, die sich mühsam einen Weg durch den Nebel bahnt, auf der anderen ein dicker Nebelteppich im Ries, aus dem nur die Hügel und eine einsame Kirchturmspitze herausragen (letztere ist auf dem Foto leider nicht zu sehen). Außer mir ist noch niemand zu sehen. Erst als ich mich weit nach acht Uhr auf den Rückweg zur Harburg bzw. zum Bahnhof mache, kommen mir die ersten Gassigeher entgegen. Beim Abstieg vom Burgberg in den Ort hinunter zickt mein linkes Knie etwas herum. Letztes Jahr hatte ich dort eine Verletzung - so wie es aussieht, ist das Knie seither eine Schwachstelle in meinem Körper. Eine von vielen. Was soll’s: immer schön weiter gehen. Gut, dass es mir nicht pressiert. Der Harburger Bahnhof liegt zwischen den Gebäuden der Merker-Werke, die u.a. den steinbruch betreiben, an dem ich gestern vorbei gekommen bin. Das Bahnhofsgebäude ist mindestens genauso hässlich wie die Umgebung, in der es liegt, sodass es mir kein Foto wert ist. Ich löse eine Fahrkarte, setze mich etwas abseits auf einen gefällten Baumstamm und telefoniere mit meinen Eltern: Ja, es geht mir gut, ich habe einigermaßen schlafen können und hatte nur ein ganz, ganz kleines bisschen Angst in der Nacht. Um 10:34 kommt dann endlich der Zug (der leider nicht nur nach Augsburg, sondern noch weiter Richtung München fährt), ich zwänge mich zwischen die ganzen feierwütigen Wiesn-Fahrer und stopfe mir meinen Ipod in die Ohren. Am liebsten hätte ich mir auch noch irgendwas in die Nase gestopft, denn manch einer hat bereits eine ordentliche Bierfahne. Ich hoffe, mein durchgeschwitztes T-Shirt stinkt ebenbürtig zurück! In Gedanken bin ich immer noch auf dem Weg, in all den magischen Momenten, die ich erleben durfte. Mir fällt auf, dass zwischen meiner Ankunft in Donauwörth und meiner Abfahrt in Harburg ziemlich exakt 24 Stunden liegen. Was man in dieser Zeit nicht alles erleben kann!
  23. Tumurbel

    Innerer Zugangsweg zum Hauptwanderweg

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Wenn ihr auf einen Wegweiser mit einem gelben Pfeil trefft, so bedeutet dies "Innerer Zugang zum Hauptwanderweg". Ihr befindet euch in diesem Falle zwischen zwei Hauptwanderwegen. Folgt ihr diesem Pfeil trefft ihr auf jeden Fall wieder auf einen Hauptwanderweg. Beispiel: Von Donauwörth - Ulm - Sigmaringen führt der Hauptwanderweg 2 durch das Donautal nach Tuttlingen (Südrandweg). Gleichzeitig kommt nur wenige Kilometer entfernt der Hauptwanderweg 1 (Nordrandweg) nach Tuttlingen. Beschreibung des schwäbischen Albvereins: "Die »inneren Zugangswege« führen aus der Schwäbischen Alb Richtung Albrand. Gelbes Dreieck, die Spitze des Dreiecks zeigt zum HW 1 oder HW 2"

    © Tumurbel

  24. Tumurbel

    Aussichtspunkt Bolberg mit Bolberghuette

    Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Der Aussichtspunkt Bolberg (880m) mit Bolberghütte Aufnahme 17.11.2014 Etappe Genkingen-Willmandingen

    © Tumurbel

  25. Vom Album Hauptwanderweg 1 - Albsteig

    Die "Hirschhäussle" - Hütte ist wohl in privater Hand und fest verschlossen. Ich vermute eine Jagdhütte. Theoretisch könnte man evtl. im Vorbau nächtigen, aber ich empfehle, besser den Anstieg zum Bolberg noch zu bewältigen und die dortige Bolberg-Hütte zu benutzen. Aufnahme 17.11.2014 Etappe Genkingen - Willmandingen

    © Tumurbel

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