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Ultraleicht Trekking

Ultralight bei Mehrwochentour?


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vor 3 Minuten schrieb kra:

B: Nahrung mit höchstem Kaloriengehalt mitnehmen: --> ergo Fett, Fett und Eiweiß und etwas Kohlenhydrate. Wasser bei Bedarf vor Ort.

Dafür braucht es aber vorher eine Umgewöhnung des Stoffwechsels. Meiner ist es gewohnt, viele Kohlenhydrate zu bekommen. Wenn ich dann plötzlich umschwenke auf wenig Kohlenhydrate und viel Fett & Eiweiß, werde ich super träge und habe keinen Spaß.

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OT: geht mir genauso, aber bei näherer Betrachtung betrifft das so ziemlich jedes Thema in diesem Forum. 

Ich bin da genau anders. Ich hasse es Essen für mehr als 5 Tage mitzuschleppen und suche mir lieber eine Möglichkeit, doch noch an einem Supermarkt vorbei zu kommen. Nix geht über frisches Essen und e

Wir sind aber hier auch im UL-Forum, hier geht es fast ausschließlich darum, leichter und effektiver unterwegs zu sein. Ein fundamentaler Teil von UL ist halt einfach, sich der vorhandenen Ressourcen

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Zu den Lebenmittelpreisen in Norwegische Hütten. Stimmt, ist nicht billig. Aber rechne doch mal:

Wenn ich zB. 15 Tagen unterwegs bin, und dan nach 5 und 10 Tagen fertig Haverflocken zum Früstück kaufe (60 g) für jeweils 5 Tagen kostet mir das 10 euro und ich trage durchschnitlich 300 gram weinig mit. Wenn ich das jedes Jahr, 10 Jahren hinereinander so mache kostet mit das als 100 euro für 300 gram weniger im Rucksack, 0,35 euro pro gram. Es gibt Menge Leute die mehr spendieren an UL Sachen um leichter unterwegs zu sein...

Preisliste Hütte: https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/turistforeningen/files/cbcb36a8453c66a605b9435b8be074559750d49d.pdf

Bearbeitet von marieke333
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vor 40 Minuten schrieb kra:

Ich sehe 2 (gekoppelte) Optionen, um Gewicht für Essen einzusparen:

A: Sich vorher so viel wie möglich Reserven anfressen 

B: Nahrung mit höchstem Kaloriengehalt mitnehmen: --> ergo Fett, Fett und Eiweiß und etwas Kohlenhydrate. Wasser bei Bedarf vor Ort.

Zu B: Nüsse und Ölsaaten sind hier ne gute Quelle, auch als kompakte Masse wie Halva... . Oder selbstgemachtes Pemmikan, eingeschweißt in 250gr Portionspacken. Ob es allerdings Sinn macht, sich von lokal landestypischen Spezialitäten "unabhängig" zu machen stelle ich mal in Frage... 

zu A: Wer nicht eh kurz vor Exitus ist, hat sowieso einiges an Fettreserven. Die wenigsten dürften sich für eine Tour extra was anfressen müssen.

zu B: Funktioniert so meiner Erfahrung und meines Theoriewissens nach nicht, zumindest solange man nicht vollständig auf Ketonkörper umgestellt ist - und die Umstellung würde ich auf Tour eher vermeiden wollen. Bis dahin wird der Körper vor allem Glucose aus Aminosäuren (Muskeln) herstellen. Ich habe vor einigen Jahren auch vor allem auf Kalorien geachtet und entsprechend sehr fettreich gegessen, mittlerweile habe ich eher ein 1:1-Verhältnis von Fett und Kohlenhydraten, das funktioniert für mich deutlich besser - trotz weniger Kalorien.

zu Halva als "viel Fett und wenig Kohlenhydrate": Vielleicht noch mal auf die Nährwertangaben schauen ...

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60g Haferflocken - niedlich :) 

Also ich plane das doppelte :D, Außerdem 800-900 kcal fürs Abendessen. Die restlichen 1000 -1500 kcal sind dann Brotzeit für Mittags (z.B. Tortillas, Snadwiches, Baguette mit Käse, Chips oder so) und Riegel.  

Und noch eine Erfahrung die wir gerade auf dem HRP gemacht haben- ist du zu wenig Kohlehydrate kommst du nur mit viel Leid auf die Berge. Fettreiche Nahrung ist was für Abends und als Teil des Frühstücks, nicht für zwischendurch. 

 

Bearbeitet von Martin
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vor 30 Minuten schrieb Martin:

60g Haferflocken - niedlich :) 

Tja, ich wiege eben 54 kg...mit Nüsse dazu reicht das mir zum Früstück ;-)  

Es geht aber ums Prinzip! Wenn ich die gleiche Berechnung mache mit einer 200 g Packung Bixit Sjokolade Kekse  pro Tag komme ich auch auf 0,35 euro pro Gramm.

Bearbeitet von marieke333
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OT: Sicher ist das Essen auf den norwegischen Hütten - wie auch im Rest des Landes - nicht billig, aber bei 750 g Haferflocken für 3 €, 200 g Keksen für 3,50 € etc. ja dann doch noch bezahlbar. Für 10-15 € pro Tag kann man sich sicherlich in den Hütten eindecken.

 

Bearbeitet von JanF
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vor 8 Stunden schrieb Jens:

"Können" kan man schon, aber nur, wenn man auch auf artfremde Zusatzstoffe im späteren Essen interessiert ist. Hier gab's mal einen interessierten Faden dazu:

https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5791-flasche-für-olivenöl/?tab=comments#comment-87613

OT: Wenn ich es auf dem ersten Blick richtig sehe greift Olivenöl normale PET Flaschen nicht mehr an als "andere" Inhalte (etwa das Wasser, Cola etc was vorher drin war). Von daher ist das dann eher eine generelle Frage, was für Flaschen man verwendet. Wenn jemand auch PET Flaschen für die Trinkwasserversorgung nimmt (wird ja oftmals als leichteste Variante empfohlen, gab ja sogar Gewichtsvergleiche zwischen den verschiedenen Flaschen dazu) sollte es nicht stören, wenn man sowas auch für das Olivenöl nimmt. Ansonsten gibt es die von mir genannten BPA-freien Flaschen (dazu hat ja auch jemand ein Bild gepostet), mit denen habe ich auch ordentliche Erfahrungen gemacht. Dichtigkeitsprobleme hatte ich mit beiden nicht (beim Ausschütten bleibt aber gerne etwas Öl am Rand hängen und frisst sich dann beim Öffnen und Schließen nach unten durch, ist zwar mengenmäßig nicht viel, kann man aber evtl bemerken). Wenn man ganz auf Nummer sicher gehen möchte muss man wohl auf Glas, Edelstahl oder ähnliches zurückgreifen, dann sind wir aber durchaus im heavy Bereich angesiedelt.

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Ohne das Verhältnis von Baseweight zu Verpflegung zu wissen, ist es müßig zu versuchen das Rucksackgewicht zu reduzieren. Dann wäre es sinnvoll deinen Kalorienbedarf und etwaige Vorlieben oder Allergien etc zu erfahren. 

OT: Zu den Hütten: ich sehe das auch als Beitrag zur Unterstützung der Region an. Wenn ich dort schon Infrastrukturen etc nutze, dann ist es für mich selbstverständlich etwas Geld dort zu lassen. Wenn ich dafür noch Lebensmittel bekomme und dadurch das Rucksackgewicht reduzieren kann, umso besser. 

Bearbeitet von Fabian.
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Ich bin üblicherweise für ~ 14 Tage autark unterwegs, wobei ich Kocher und Brennstoff mitnehme und nix von kaltem Essen halte.

An Lebensmitteln packe ich pro Tag 500g ein. Morgens Müsli, fertig gemischt mit Milchpulver. Mittags Riegel, Nüsse o.Ä. Abends Tütensuppe mit Couscous oder Kartoffelpü. Dazu viele Teebeutel.

Für 2 Wochen autarke Tour starte ich mit ~ 14-15 kg. Dabei sind sogar noch meine 1,5 kg schwere Fotoausrüstung, aber kein Wasser (kein Wüstentrekking). 

Alle 2 Wochen muss ich also mal in einen Ort mit Laden, schlage mir den Bauch voll, dusche ausgiebig und fülle meine Vorräte auf.

 

Um dein Gewicht zu reduzieren, wäre eine Aufstellung deiner Ausrüstung hilfreich, incl. Verpflegung. Da geht noch was!

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Klingt jetzt vielleicht hart, aber wenn man unbedingt 2 Wochen autark unterwegs sein will hat man halt Pech gehabt und muss schleppen, als wirklich notwendig sehe ich es in Europa allerhöchstens in der ein oder anderen Ecke in Skandinaviens an. Im Rest des Kontinents dürfte sich ein Abstecher zumindest in der Mitte der Tour durchaus lohnen, weil man durch das gesparte Gewicht einfach schneller ist und länger laufen kann. 

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Wenn man 2 Wochen autark unterwegs sein will oder muss, hat man Glück! Denn man hat sich eine ganz besonders schöne, einsame Gegend ausgesucht. :-) Da kenne ich einige, auch in Europa, wo es ziemlich aufwändig ist, jede Woche eine Tour vom Trail aus in den nächsten Ort mit Versorgungsmöglichkeit zu machen. Lappland, Pyrenäen/HRP, Nordschottland, Island, ... Ist natürlich Geschmacksache, ob man es lieber einsam oder komfortabel haben mag.

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vor 20 Stunden schrieb kra:

B: Nahrung mit höchstem Kaloriengehalt mitnehmen: --> ergo Fett, Fett und Eiweiß und etwas Kohlenhydrate. Wasser bei Bedarf vor Ort.

vor 20 Stunden schrieb kra:

Diese Umgewöhnung hat sich nach 2 bis 4 Tagen, und für diese Zeit, wenn man da schon auf Tour ist, hat man ja die angefressenen Reserven und ist gezwungen, sinnvollerweise langsam loszulegen :mrgreen: 

Also so pauschal kannste das echt nicht sagen, da gibt es absolut individuelle Unterschiede. Bei Dir vielleicht, Dein Körper scheint voll auf Fleisch ausgelegt zu sein - Glückwunsch zur guten Fettverwertung. Mein Körper wandelt überflüssiges Fett und Eiweiß konsequent in Gase um oder das ganze wird sogar direkt wieder ausgeleitet :ph34r: Nix mit Umstellung, auch über viele Jahre nicht ;-) Ballaststoffreiches, Kohlenhydrate und viel Gemüse wird bevorzugt. Insofern ist für mich die Nahrung mit dem höchsten Energiewert definitiv eine andere als nur Fett und Eiweiß. Das scheint auch recht effizient zu sein, ich komme mit ziemlich wenig Essen aus (auch mal bis abends ohne), solange es nicht nur Fett und Eiweiß ist... die Mischung machts. Ich hab mich aber schon immer gewundert, welche Ernährung manche Menschen so vertragen. Beim üblichen Imbissbudenangebot zB finde ich höchst erstaunlich, dass das für manche als Nahrung in Frage kommt :shock:

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vor 23 Stunden schrieb grmbl:

Also so pauschal kannste das echt nicht sagen, da gibt es absolut individuelle Unterschiede. Bei Dir vielleicht, Dein Körper scheint voll auf Fleisch ausgelegt zu sein - Glückwunsch zur guten Fettverwertung. Mein Körper wandelt überflüssiges Fett und Eiweiß konsequent in Gase um oder das ganze wird sogar direkt wieder ausgeleitet :ph34r: Nix mit Umstellung, auch über viele Jahre nicht ;-) Ballaststoffreiches, Kohlenhydrate und viel Gemüse wird bevorzugt. Insofern ist für mich die Nahrung mit dem höchsten Energiewert definitiv eine andere als nur Fett und Eiweiß. Das scheint auch recht effizient zu sein, ich komme mit ziemlich wenig Essen aus (auch mal bis abends ohne), solange es nicht nur Fett und Eiweiß ist... die Mischung machts. Ich hab mich aber schon immer gewundert, welche Ernährung manche Menschen so vertragen. Beim üblichen Imbissbudenangebot zB finde ich höchst erstaunlich, dass das für manche als Nahrung in Frage kommt :shock:

Na ja, da ich weder Arzt noch Ökotrophologe bin kann ich nur von mir ausgehen. Sollte aber nachvollziehbar sein... so wie du, unter den genannten Voraussetzungen, die ich jetzt mal annehme, ebenfalls nur für dich antworten kannst...

Jedesmal einen Disclaimer anzuhängen

"die genannten Informationen gelten nur und ausschließlich unter den für den Author zutreffenden Bedingungen und Erfahrungen und geben ausschließlich den Kenntnistand des Autors wieder" 

sollte jeder bei jedem Beitrag (mindestens wenn er von mir ist ;-)) selbstständig hinzudenken.:twisted:

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Also ich weiß nicht so recht.

UL quar gebräuchlicher Definition bezieht sich eben auf das BW. wir sind hier im Bereich Küche, aber wie @Fabian.

schon schrieb - wenn das nicht diskutiert werden soll kommt man mmn. nicht weiter.

Die Korrelation aus längerer Autarkie und entsprechendem Mehrgewicht der consumables ist nun mal nicht wegzudiskutieren. Ratschläge zum 'finetuning' (stoveless, Energiedichte) würden bereits gegeben, aber irgendwann ist das Ende der Fahnenstange eben erreicht, wenn man sich nicht von Luft und Liebe ernährt.

Und grundsätzlich lässt sich das Thema Gewicht - und damit auch essen eben auch nicht lösen, sondern immer tourspezifisch - Jahreszeit, Infrastruktur etc.

Wenn ich dann lese, dass Du 20+kg über den Kom Emine geschleppt hast, fällt mir tatsächlich nicht mehr viel ein und ich kann mich @schrenz
Eindruck der etwas masochistischen Veranlagung im Sinne von selbst gewähltes Schicksal auch nicht ganz erwehren...
Eines der UL Prinzipien ist es eben, vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

Ich bin von den 650km und 15Tagen gerade zurück, habe bis auf drei Nächte stets draußen geschlafen, mich aber komplett über die Dorfläden, Imbisse und Hütten verpflegt, die dir natürlich auch etwas mitgeben können. Und ich hatte meist eher zu viel Essen dabei, da auch in mir ein kleiner, panischer, dauerhungriger Gremlin sitzt.
Das Hüttennetzwerk ist üppig (je nach km-Leistung am Tag, vielleicht kommt man mit dem Gewicht einfach nicht so weit?), Ich bin oft sogar an mehreren Hütten am Tag vorbei gekommen. Und auch die Wasserlage war selbst jetzt im Hochsommer und im dürren Osten, wo Leitungswasser in den Dörfern bereits zeitlich reglementiert war auf der Route trotzdem noch so üppig, dass ich selten mehr als 1-1,5l bei mir hatte - und auch das war meist weit mehr als nötig bis zur nächsten Quelle - der Gremlin hat nämlich auch Wasserpanik...

 

Bearbeitet von questor
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Am 28.8.2020 um 15:29 schrieb kra:

B: Nahrung mit höchstem Kaloriengehalt mitnehmen: --> ergo Fett, Fett und Eiweiß und etwas Kohlenhydrate. Wasser bei Bedarf vor Ort.

Zu B: Nüsse und Ölsaaten sind hier ne gute Quelle, auch als kompakte Masse wie Halva... . Oder selbstgemachtes Pemmikan, eingeschweißt in 250gr Portionspacken. Ob es allerdings Sinn macht, sich von lokal landestypischen Spezialitäten "unabhängig" zu machen stelle ich mal in Frage... 

Also aus eigener Erfahrung von einer einzigen (bislang) 14-Tages-Tour in Lapland autark zu zweit kann ich sagen, dass ja, man kann erstaunlich gut relativ leicht kg reduzieren, indem man mehr auf Fett und Kohlenhydrate setzt, Eiweiss hat ja eine etwas geringere Energiedichte (dachte ich, stimmt wohl nicht)

Aber: Nach ca. 7 Tagen fettigem Kohlenhydrat-Schleim abends (ansonsten morgens Muesli mit Milchpulver schon fertig, und Nuesse als Snacks) hatten wir beide hm Verdauungsprobleme -- und haetten fuer irgendetwas nicht-fettiges nicht-kohlenhydratiges getoetet.  An Tag 10 wars wieder besser. Also ... es gibt ne Umgewoehnungsmoeglichkeit, aber... ich weiss nicht ob ichs wieder machen wuerde.

Bearbeitet von joe
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vor 19 Minuten schrieb Fabian.:

Eiweiß und Kohlenhydrate haben mWn dieselbe Kaloriendichte von ca. 4,1kcal/g.

Man muss nur bedenken, es geht nicht nur um die Kaloriendichte sondern die Nahrung macht ja auch Unterschiedliches im Körper, um es mal ganz allgmein auszudrücken. Eiweißhaltige Nahrung hält z.B. länger satt, ist gut für den Aufbau der Muskulatur etc.

Dennoch muss man aufpassen. Viel tierisches Einweiß (und Fette) sind meiner Ansicht nach kontraproduktiv (gesundheitlich) und was die Tierhaltung angeht sowieso.

Genauso ist es mit den Kohlenhydraten. Auch die machen Sinn, bspw für die mentale Leistung. Ich könnte mir für mich nicht vorstellen, da extrem runterzufahren. Werde dann fahrig, unkonzentriert, unfallgefahr steigt. Bezweifle, ob sich der Körper soo schnell umstellt.

Dazu kommt, dass der Stoffwechsel von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist. Hängt z.T. glaube ich auch vom Trainingszustand ab, wie lange jemand mit seinem Kohlenhydratspeicher auskommt etc.

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vor 22 Stunden schrieb questor:

650km und 15Tagen

650:15 = .... uiui, wow. da sind doch berge? wann kommt dein bericht?

@norwegische hütten mit vorratskammer: plus, die packmasse der vorräte sind da nicht immer ideal und nicht jeder ist so verfressen, dass er gleich ne 5liter-dose buletten aufmacht und einen tag länger bleibt :-). mit etwas schlenkerfreiheit in der planung (paar leere zusatztage) kommt man aber auch immer an nen supermarkt; manche sind auch da, wo weit und breit nicht wirklich ein ort ist, vor der tour mal googeln)

@ca. 12 kg rahmenlos gut tragbar: für mich an der grenze. im siebten jahr ul-ausbildung ist das so das maximum, was ich mit meinem grossen ks tragen möchte. und geht auch (für mich) nur, weil der anatomic hipbelt ohne rahmen gut funzt.

ansonsten vermute ich auch, da geht noch was am restlichen equipment:-)

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Am 29.8.2020 um 11:05 schrieb Meer Berge:

Wenn man 2 Wochen autark unterwegs sein will oder muss, hat man Glück! Denn man hat sich eine ganz besonders schöne, einsame Gegend ausgesucht. :-) Da kenne ich einige, auch in Europa, wo es ziemlich aufwändig ist, jede Woche eine Tour vom Trail aus in den nächsten Ort mit Versorgungsmöglichkeit zu machen. Lappland, Pyrenäen/HRP, Nordschottland, Island, ... Ist natürlich Geschmacksache, ob man es lieber einsam oder komfortabel haben mag.

Danke, das sehe ich genau so! :-)

Am 30.8.2020 um 13:27 schrieb questor:

 

Also ich weiß nicht so recht.

UL quar gebräuchlicher Definition bezieht sich eben auf das BW. wir sind hier im Bereich Küche, aber wie @Fabian.

schon schrieb - wenn das nicht diskutiert werden soll kommt man mmn. nicht weiter.

Die Korrelation aus längerer Autarkie und entsprechendem Mehrgewicht der consumables ist nun mal nicht wegzudiskutieren. Ratschläge zum 'finetuning' (stoveless, Energiedichte) würden bereits gegeben, aber irgendwann ist das Ende der Fahnenstange eben erreicht, wenn man sich nicht von Luft und Liebe ernährt.

Und grundsätzlich lässt sich das Thema Gewicht - und damit auch essen eben auch nicht lösen, sondern immer tourspezifisch - Jahreszeit, Infrastruktur etc.

Wenn ich dann lese, dass Du 20+kg über den Kom Emine geschleppt hast, fällt mir tatsächlich nicht mehr viel ein und ich kann mich @schrenz
Eindruck der etwas masochistischen Veranlagung im Sinne von selbst gewähltes Schicksal auch nicht ganz erwehren...
Eines der UL Prinzipien ist es eben, vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

Ich bin von den 650km und 15Tagen gerade zurück, habe bis auf drei Nächte stets draußen geschlafen, mich aber komplett über die Dorfläden, Imbisse und Hütten verpflegt, die dir natürlich auch etwas mitgeben können. Und ich hatte meist eher zu viel Essen dabei, da auch in mir ein kleiner, panischer, dauerhungriger Gremlin sitzt.
Das Hüttennetzwerk ist üppig (je nach km-Leistung am Tag, vielleicht kommt man mit dem Gewicht einfach nicht so weit?), Ich bin oft sogar an mehreren Hütten am Tag vorbei gekommen. Und auch die Wasserlage war selbst jetzt im Hochsommer und im dürren Osten, wo Leitungswasser in den Dörfern bereits zeitlich reglementiert war auf der Route trotzdem noch so üppig, dass ich selten mehr als 1-1,5l bei mir hatte - und auch das war meist weit mehr als nötig bis zur nächsten Quelle - der Gremlin hat nämlich auch Wasserpanik...

 

^^ masochistische Veranlagung ist ziemlich relativ oder? =)

Ich schrieb ja eingangs auch:

Zitat

Nun zurück zur Frage: Ich kann mir wirklich ultra-light bisher nur bei Hütten Touren (kein Essen, kein Zelt, kein Schlafsack) oder Thru-Hikes mit Zwischen-Versorgung usw. vorstellen.

Das Konzept ist mir ja total klar und ich weiss ja auch wie ein echter ultra lighter normalerweise unterwegs ist.. ;)

Ich wollte halt nur mal nachfragen ob ich beim Thema Essen einfach was noch nicht verstanden habe oder ob eine mehrwöchige autark Tour einfach nicht mit unter 20 kg machbar ist..

Hätte ja auch sein können, dass ihr jetzt mit ner super Astronauten Nahrung um die Ecke kommt oder alle Nahrung selber dehydriert und dann mit 200g pro Tag gut zurecht kommt. :-)

 

Ich möchte auf jeden Fall schon mal allen für den Input und die wie immer rege Diskussion danken!

Bearbeitet von janphilip
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Ich weiß nicht ob der Kanal hier schon kursiert, aber ich kann allen empfehlen, bei Youtube die Videos von "GearSkeptic" anzuschauen. Eine Reihe von Videos zu Ernährung auf Long Distance Trails, er wertet u.a. wissenschaftliche Studien aus und nimmt die Ergebnisse als Grundlagen. 

1. Aussage: UL-Essen hat einen höchstmöglichen Fettanteil (das hatten wir bereits und basiert hauptsächlich auf der Kaloriendichte

2. Aussage: Ideale Trailnahrung (ausgenommen Recovery-Drink und Abendessen) haben neben einem hohen Fettanteil Kohlenhydrate im Verhältnis 4:1 zu Protein. 

Er spricht noch über andere Themen (z.B. den Sinn eines Recovery-Drinks und ausreichender Flüssigkeitszufuhr), aber eine wichtige Studie die er zitiert sagt im Ergebnis dass je geringer die Intensität der Aktivität, desto höhere ist die Energieaufnahme von Fett. Kohlenhydrate wirken am besten bei Sportarten wie Laufen, beim wandern können wir so viele Kohlenhydrate gar nicht verwerten.

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