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Ultraleicht Trekking

Wie lange hält ein Daunenschlafsack


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Hallo,

ich habe gerade den Thread mit dem falsch gewaschenen Daunenschlafsack gelesen und eine Frage an die Erfahrenen unter Euch.

In meinem Besitz ist ein sehr alter Daunenschlafsack von Mountain Equipment - auf jeden Fall über 20 Jahre alt. War damals nicht billig und wurde zur Zeit der Beschaffung auch einige weinige male benutzt, immer mit Inlett. Die Hülle ist aus Pertex, gefüllt ist er mit Daunen (Label sagt Shell 100% Nylon, Innen und Aussenhülle 100% Polyamid, Füllung Daune). Insgesamt wiegt das Ding 1150g. Ich habe den Schlafsack in einem Baumwoll Sack aufbewahrt, er wurde nicht gedrückt, der Raum war trocken.

Nach der lagen Zeit riecht er etwas aber nicht wirklich unangenehm oder so schlimm, dass man ihn unbedingt waschen müsste.

Ich hatte aufgrund Mangels einer 3-Jahreszeiten-Alternative den Schalfsack am Wochenende im Einsatz, war eigentlich ganz okay und kuschelig.

So generell - gibt es ein "Verfallsdatum" für einen Daunenschlafsack? Verliert die Daune an Funktionalität? Würdet Ihr den Schlafsack noch verwenden? Würdet Ihr den Schlafsack waschen oder sonst irgendwie aufbereiten lassen?

Viele Grüße

Buzz

Bearbeitet von Buzz Lightgear
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Für Daunen gibt es kaum ein „Verfalldatum“. 
Ich hab ne Daunenjacke die ist 30 Jahre alt, und loftet nahezu wie am ersten Tag. 
Zum Geruchsproblem: Dreh den Schlafsack auf Links, und sprühe diese Seite gut mit Febrece ein. Dann wieder umstülpen. Die Feuchtigkeit vom  Innenstoff zieht nun durch die Daune zum Aussenstoff. Nach 1 Tag auslüften, am besten in der Sonne (UV Licht). 
Somit sollte das Geruchsproblem ohne Wäsche beseitigt sein.
Falls nicht...Wiederholen. Oder dann doch mal mit Daunenwaschmittel reinigen. 

Bearbeitet von Michas Pfadfinderei
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Ich würde den lüften, nur waschen wenn Du das Gefühl hast er ist dreckig oder der Geruch geht nicht weg.

Mein ältester Daunenschlafsack ist jetzt 19, wurde sehr oft genutzt, viel biwakiert, er wurde fast jede Nacht feucht oder nass -  und ist immer noch super. In der ganzen Zeit habe ich den nur einmal waschen lassen. Anschließend war er 'wie neu' - tolles loft.

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  • 2 Wochen später...

Ist zwar kein Dauenschlafsack, aber meine Daunenjacke müffelt recht schnell nach Schweiß.
Lüften reicht nicht aus, damit der Geruch vollständig verschwindet. Auch nach mehreren Wochen lüften riecht die Jacke noch schwach nach mir.
Das ist wie bei der restlichen Kunststoff-Kleidung.
Nur das ich die entweder gut und oft waschen kann, oder auf Merino umgestiegen bin.

Eine Idee war, zur besseren Belüftung beim Wandern, Reißverschlüße unter die Arme zu nähen, oder
die Jacke nur bei Pausen anziehen und abends. Tagsüber müsste ich dann aber ne Fleecejacke o.Ä. mitnehmen. Und dann kann ich die Daunenjacke direkt zu Hause lassen.

Beim Schlafsack habe ich keine Geruchsprobleme. Vielleicht ein anderer daunendichter Stoff als bei der Jacke.

Da es hier im Faden um Pflege von Daunenprodukten geht...
Wie handhabt ihr das?

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vor 9 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Mich interessiert die Frage ja auch. Insbesondere seitdem Christine Thürmer in ihrem neusten Buch berichtet hat, dass sie auf Langstreckenwanderungen Probleme mit ihren Daunenschlafsäcken hatte und deshalb auf KuFa umgestiegen ist. 

Das hat aber eher mit der doch sehr exessiven Nutzung zu tun. Insbesondere beim wandern wird die Daune ja schon sehr strapaziert - permanent komprimiert und wieder ausgepackt, mal feucht, dann wieder trocken. Über die Zeit verlieren Daunen so ihren Loft. Ich gehe davon aus, dass Christine ihren Schlafsack durchaus 250 Nächte pro Jahr nutzt, da sind die Daunen halt irgendwann durch. Bzw. nicht wirklich durch, aber vielleicht nur noch bei ca. 50% der Wärmeleistung nach 2 Jahren intensiver Nutzung (Angaben ohne Gewähr). 

Wenn man Daunen aber unkomprimiert und trocken lagert, ab und zu ausschüttelt und vielleicht mal alle 2-3 Jahre im Schongang durch den Trockner wirbelt ist da durchaus eine lebenslange (gelegentliche) Nutzung drin.

Um auf die originale Frage zu antworten: ich würde den nicht waschen, sofern er nicht schmutzig ist. 5 Minuten im Schongang mit zwei Tennisbällen im Trockner kann aber manchmal Wunder wirken, um Dauen wieder ordentlich aufzubauschen nach langer Zeit. 

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vielleicht sollte man das ganze über die darin verbrachten nächte definieren.

ich schlafe ganzjährig mit quilt oder schlafsack, so ca. 360 nächte je jahr. die schauen nach 10 jahren anders aus wie die 2 schlafsäcke aus dem boot meiner eltern. die hatten nach 20 jahren ca. 10 nächte drauf und waren wie neu.

ganz hauruck übern daumen geschätzt:

je nach daune brauch ich bei 1/3 nutzung (also ca 120 nächte je jahr) alle 8-10 jahre ersatz. also so ungefähr alle 1000 nächte. dabei wasche mindestens einmal im jahr, bei bedarf auch 2x oder öfter. ich hatte auch jahrelang den hund auf tour mit drunter.

das ist übrigens die beste option einen schlafsack superleicht zu pimpen. die 45 kilo hund laufen selber und heizen enorm!<_<

 

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Ich schlafe seit über vier Jahren in der Hängematte draussen mit

drei verschiedenen Daunensäcken.

Bisher konnte ich keine Alterserscheinungen feststellen.

Aber sie werden auch nicht am nächsten Morgen eventuell

nass kompremiert, sondern in der Wohnung zum Auslüften

gelegt.

Auf Tour packe ich sie nur in einen 30Ltr. Packsack in den

Rucki.

Bisher sehen sie gut aus. Aber ich habe bei zweien, die für Früjahr/Herbst

und Winter einen Overfill machen lassen.

 

Gruss Konrad

 

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vor 2 Stunden schrieb Fabrice:

Das hat aber eher mit der doch sehr exessiven Nutzung zu tun. Insbesondere beim wandern wird die Daune ja schon sehr strapaziert - permanent komprimiert und wieder ausgepackt, mal feucht, dann wieder trocken. Über die Zeit verlieren Daunen so ihren Loft. Ich gehe davon aus, dass Christine ihren Schlafsack durchaus 250 Nächte pro Jahr nutzt, da sind die Daunen halt irgendwann durch. Bzw. nicht wirklich durch, aber vielleicht nur noch bei ca. 50% der Wärmeleistung nach 2 Jahren intensiver Nutzung (Angaben ohne Gewähr).

Das wäre auch meine Vermutung. Auf längeren Touren wird es dann auch schwierig den Schlafsack immer wieder zu trocknen und dann hat man neben eventuellen Dauerschäden erstmal primär das Problem, dass man eventuell eine Nacht friert aufgrund der nachlassenden Isolierung. Von daher muss man hier wohl eher zwischen der Frage, wie praktisch Daune auf 'extremeren' Touren ist, und der 'theoretischen' Haltbarkeit differenzieren.

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vor 9 Stunden schrieb Fabrice:

Bzw. nicht wirklich durch, aber vielleicht nur noch bei ca. 50% der Wärmeleistung nach 2 Jahren intensiver Nutzung (Angaben ohne Gewähr). 

Jupp, das ohne Gewähr ist wichtig! Ich halte deine Einschätzung nämlich für völlig daneben. Meine Daunensäcke habe ich eigentlich alle noch, bis auf den Zweiten- ein MYOG- Sack mit second Hand Daune aus einer alten Militärdaunenjacke und nicht daunendichtem Bezug. Alle anderen sind noch wie neu bei üblicher Nutzung (3-4 Wochen im Jahr).

 

Eine Anekdote hab ich noch:

Einer meiner Säcke wurde 4 Jahre lang komprimiert auf einem Segelboot gelagert und nur sehr sporadisch Mal zum Wandern rausgeholt. Fazit: Riecht etwas nach Boot, der Loft hat aber nur ca. 1/6 abgenommen. Nach einer Wäsche sollte das wieder passen.

 

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vor einer Stunde schrieb ptrsns:

du pennst in'er butze

bedeutet was genau? ;-)

vor einer Stunde schrieb ptrsns:

zuhause im schlafzimmer in'er hängematte+daunenquilt?

ja bridge selbstgenäht mit neoair und je nachdem quilt oder schlafsack offen. und auf der couch schlafssack, und im gästebett liegen mindestens noch 2 oder 3 schlafsäcke.

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Am 21.10.2020 um 16:40 schrieb Christian Wagner:

Jupp, das ohne Gewähr ist wichtig! Ich halte deine Einschätzung nämlich für völlig daneben. Meine Daunensäcke habe ich eigentlich alle noch, bis auf den Zweiten- ein MYOG- Sack mit second Hand Daune aus einer alten Militärdaunenjacke und nicht daunendichtem Bezug. Alle anderen sind noch wie neu bei üblicher Nutzung (3-4 Wochen im Jahr).

 

3-4 Wochen sind ja noch keine extreme Nutzung... ich denke, bei mehreren Monaten im Jahr ist das ganz anders.

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Am 22.10.2020 um 03:40 schrieb Christian Wagner:

Jupp, das ohne Gewähr ist wichtig! Ich halte deine Einschätzung nämlich für völlig daneben. Meine Daunensäcke habe ich eigentlich alle noch, bis auf den Zweiten- ein MYOG- Sack mit second Hand Daune aus einer alten Militärdaunenjacke und nicht daunendichtem Bezug. Alle anderen sind noch wie neu bei üblicher Nutzung (3-4 Wochen im Jahr).

 

Eine Anekdote hab ich noch:

Einer meiner Säcke wurde 4 Jahre lang komprimiert auf einem Segelboot gelagert und nur sehr sporadisch Mal zum Wandern rausgeholt. Fazit: Riecht etwas nach Boot, der Loft hat aber nur ca. 1/6 abgenommen. Nach einer Wäsche sollte das wieder passen.

 

Der Satz bezog sich auf intensive Nutzung wie bei Christine, d.h. etwa 500 Nächte in zwei Jahren, also wesentlich mehr. Die 50% sind eine Fantasiezahl, um das Prinzip zu verdeutlichen. Danobaja hat ja etwas konkretere Zahlen nachgeliefert. 

Freut mich, dass deine Daunensachen so gut halten, es widerspricht meiner Aussage aber nicht wirklich. 

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  • 3 Wochen später...
Am 21.10.2020 um 06:34 schrieb Fabrice:

Das hat aber eher mit der doch sehr exessiven Nutzung zu tun. Insbesondere beim wandern wird die Daune ja schon sehr strapaziert - permanent komprimiert und wieder ausgepackt, mal feucht, dann wieder trocken. 

Wenn man Daunen aber unkomprimiert und trocken lagert, ab und zu ausschüttelt und vielleicht mal alle 2-3 Jahre im Schongang durch den Trockner wirbelt ist da durchaus eine lebenslange (gelegentliche) Nutzung drin.

 

Glaube ich auch. Aber was ist bei einer Langstreckenwanderung die Alternative? Gerade beim wandern sind Gewicht und Packmaß extrem wichtig - da schneidet Daune am besten ab. KuFa ist halt deutlich schwerer. Für Frostbeulen wie mich ein Störfaktor. 

Mich würden Erfahrungen anderer Langstreckenwanderer interessieren. Denn unkomprimiert lagern ist hier ja nicht möglich. 

Am 21.10.2020 um 08:45 schrieb Konradsky:

 

Auf Tour packe ich sie nur in einen 30Ltr. Packsack in den

Rucki.

 

Ob ein größerer Packsack (also den Quilt oder Schlafsack nicht so sehr komprimieren) Abhilfe schafft?

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Das alte Leid- Daune gegen KuFa :-?

Meine subjektive Meinung und nicht ganz Bierernst zu verstehen bitte:

Wirklich an Leistung verliert ein NORMALER Daunensack (innen PA, Daune, außen PA, keine fancy Membranen und Chemiekeulen) erst dann, wenn er verfettet und versalzen ist, durch die Ausscheidungen des Nutzers. Oder wenn man ihn ins Wasser wirft und eine ganze Weile drauf rumtrampelt...

Ersteres ist genau das, was passiert, wenn man einen Daunensack auf Monatelangen Touren mit wechselnden Gelegenheiten zur Körperpflege nutzt. Abhilfe: Den Sack nicht vollsaften (Schlafkleidung/ Inlet/ Körperpflege) oder ab und an korrekt waschen. Ein versiffter Daunensack zieht Wasser aus der Umgebung wie ein Magnet an... ich vermute aber mal, das gilt auch für KuFa.

Ich habe aberhunderte Male verschiedenste Daunentüten und Comforter morgens von Kondens und meinem Dampf angefeuchtet in den packliner oder ähnliches gestopft (lässt sich suuuper komprimieren!), und des Abends schon fast verwundert festgestellt, dass das Ding ganz passabel loftet. Und dann kommt das tolle: Wenn man nicht schon komplett ausgekühlt ist und über einen Kreislauf verfügt, dann ist ein nicht zu sehr überdimensionierter Sack ziemlich fix (10 -15 Minuten?) trockengeheizt, und die Dämmwirkung wieder da wo sie sein soll. (Wer damit Schwierigkeiten hat -> Wim Hof Methode :mrgreen: und Autogenes Training)

Die Daunen selbst gehen so gut wie nicht kaputt, eine Fettschicht kann man mit Lanolinhaltigen Waschmitteln wieder aufbauen. Was eine Hülle noch kann, hängt davon ab wieviel Licht sie gesehen hat. Man kann Daunen austauschen und nachfüllen (lassen).

Einer meiner besten Schlafsäcke, ein Joutsen, ist nach 20 Jahren intensiver Nutzung von ~100 Nächten per anno in Bestem Zustand bei einem Wohnungsbrand um Leben gekommen...

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vor 9 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Ob ein größerer Packsack (also den Quilt oder Schlafsack nicht so sehr komprimieren) Abhilfe schafft?

Ganz sicher. Es kann nicht gut sein etwas zu Quetschen, drücken oder ähnliches.

Ich gehe da ganz einfach ran. Würde ich wollen, in einen so kleinen Sack gepresst zu werden? Nein!

Davon ab, passt sich der Schlafsack oder Quilt dem Rucksack ungepresst hervorragend an.

Etwas kompremiert wird er ja trotz alledem, aber eben nicht so arg.

Schaden tut es zumindest nicht.

 

Gruss

Konrad

 

 

 

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Also ich bin auch ein Freund der Trocknerkur. Die Schlafsäcke werden nach dem Trocknergang noch ausgelüftet und sind wieder schön "fluffig" und sicher sehr trocken. Bisher habe ich das nur mit Kunstfaser gemacht, mein Daunenschlafsack dürfte heute aber geliefert werden und wird diese "Pflege" auch künftig genießen.

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Was meint ihr denn welche Packsackgröße für welche Menge Daunen sinnvoll ist, um die Daunen zu schonen? Da ich für die Zukunft Langstreckenwanderungen plane, beschäftigt mich dieses Thema

OT: Christine Thürmer verwendet ja seit Jahren nur noch KuFa. Sie scheint aber weniger verfroren zu sein, berichtet z.B. auch bei -10 Grad noch in ihrem Quilt einigermaßen warm genug geschlafen zu haben. Für mich als Frostbeule wäre KuFa wahrscheinlich sowieso einfach zu schwer. 

Bearbeitet von Mia im Zelt
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