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Ultraleicht Trekking

Schlafsystem für kleine schnell frierende Frau


LJSchumi

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

ich suche für unsere nächsten Touren ein neues Schlafsytsem.
Aktuell planen wir im Frühjahr ein Teil des Bohusleden zu wandern.

Auf der letzten Tour im Oktober auf dem Soonwaldsteig hatte ich folgende Kombi mit:

  • Therm-A-Rest Women's NeoAir Xlite Isomatte (R-Wert: 5,4)
  • Sea to Summit Thermolite Reactor Compact Plus Liner
  • Deuter ORBIT +5° - SL - Kunstfaserschlafsack

Zusätzlich dazu habe ich immer folgende Kleidung beim Schlafen getragen:

  • Icebreaker Merino 200 Oasis Leggings
  • Super Natural Damen Base 140 Longsleeve
  • ein Buff
  • ggf. eine Fleecejacke: The North Face 100 Glacier 
  • trockene Merino Socken

Im Großen und ganzen habe ich aufgrund der warmen Kleidungsschicht relativ gut geschlafen.
Für die zukünftigen Touren möchte ich gerne meinen Schlafsack austauschen.

Aktuell versuche ich die Vor- und Nachteile von Schlafsack und Quillt sowie Kunstfaser und Daune abzuwägen.
Grundsätzlich bin ich ein Rückenschläfer, aber wenn ich mich dann doch mal gedreht habe hat mich der Schlafsack reichlich genervt.

Anhand meines bisherigen Schlafsytems und den vielen Kleidungstücken könnt ihr sicherlich erkennen, dass ich relativ schnell friere und ich deshalb total unsicher bin ob ein Quilt dort die richtige Wahl ist.

Noch als Kurze Info zu mir: ich bin 1,60m klein, wiege ca. 60kg und recht gebärfreudig gebaut.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mit mir eure Schlafsystem Erfahrungen teilen würdet und ggf. welche Kleidungskombi ihr bevorzugt.

Bearbeitet von LJSchumi
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Ok, erst der einfache Teil: Die Vor- und Nachteile  der verschiedenen Füllungen kannst Du per Suchfunktion hier im Forum super nachlesen, ist schon etliche Male diskutiert worden.;)

Was dein Temperaturempfinden angeht, kann ich mir auch nur meine Frau ansehen, die auch gerne friert. Ich würde wie von @Wallfahrer empfohlen auch die Isomatte auf den Prüfstand stellen, wobei mir die NeoAir XlLite für den Bohusleden im Frühjahr aber angemessen vorkommen.Evtll. ne dünne Eva-Matte ergänzen, das wäre auch modularer.

Quilt Ja oder Nein ist ne Glaubenssache .Ich mag sie für wärmere Temperaturen bis 8°C meine Quilts (WM und As Tucas). Unter 5°C finde ich meinen Megalite aber effektiver.Meine Frau kriege ich nie aus ihrem Ultralite raus, da kennt sie kein Pardon. Zum Testen würde ich dir diesen empfehlen:

https://www.gramxpert.eu/product/simplite-quilt/  in Größe S mit APEX200. Was die Weite betrifft, müsstest Du vielleicht Dein ...ääähhh...gebärfreudiges Becken  mal ausmessen.8-)

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vor 16 Stunden schrieb Wallfahrer:

Hallo,

nimm eine wärmere Isomatte ne' NeoAir XTherm. Hat bei meiner Frau auch geholfen. Wir haben sie im Winter und auch im Sommer genutzt.

Je wärmer die Matte um so weniger Schlafsack brauchst du.

 

LG

Wallfahrer

Danke für den Tipp. 
Wäre ein Option, aber die 100g mehr für eine zu lange Isomatte ist mir dann doch etwas zu viel.

Schade, dass die nicht auch als Frauen Variante angeboten wird.

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vor 16 Stunden schrieb ChrisS:

Ok, erst der einfache Teil: Die Vor- und Nachteile  der verschiedenen Füllungen kannst Du per Suchfunktion hier im Forum super nachlesen, ist schon etliche Male diskutiert worden.;)

Was dein Temperaturempfinden angeht, kann ich mir auch nur meine Frau ansehen, die auch gerne friert. Ich würde wie von @Wallfahrer empfohlen auch die Isomatte auf den Prüfstand stellen, wobei mir die NeoAir XlLite für den Bohusleden im Frühjahr aber angemessen vorkommen.Evtll. ne dünne Eva-Matte ergänzen, das wäre auch modularer.

Quilt Ja oder Nein ist ne Glaubenssache .Ich mag sie für wärmere Temperaturen bis 8°C meine Quilts (WM und As Tucas). Unter 5°C finde ich meinen Megalite aber effektiver.Meine Frau kriege ich nie aus ihrem Ultralite raus, da kennt sie kein Pardon. Zum Testen würde ich dir diesen empfehlen:

https://www.gramxpert.eu/product/simplite-quilt/  in Größe S mit APEX200. Was die Weite betrifft, müsstest Du vielleicht Dein ...ääähhh...gebärfreudiges Becken  mal ausmessen.8-)

Danke für den Tipp, ich werde mich mal weiter intensiv umschauen.

Ich habe gestern echt noch einige interessante Beiträge gelesen und tendiere schon zu einer Daune.

Wenn ich ans Gewicht denke wäre ein Quilt einfach ein tolles Update, aus anderen Erfahrungsberichten habe ich viel über den Cumulus Quilt 450 gelesen. Dieser soll wohl eine Komforttemperatur von -1 Grad haben.

Der hat standardmäßig aber eine Länge von 195cm für eine Körpergröße bis 185cm. Den müsste ich dann kleiner anfertigten lassen - der hat wohl 15 Kammern also ca. 13cm pro Kammer. 
 

Bei meiner Körpergröße von 160cm sind da mal locker 25cm zu viel. Aus dem Bauchgefühl heraus würde ich dann eine Kammer also 13cm kürzen lassen und die Daune als overfill wieder rein packen lassen.

Hat denn jemand Erfahrung mit den Cumulus Quilt 450 gemacht bzw. sich seinen kürzen lassen?

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Es ist ganz schwierig was zu empfehlen. Ich habe mir den 450er bestellt, eine Nacht testweise drin gelegen und zurückgeschickt. Wenn's kalt ist brauch ich einen Schlafsack. Die Temperaturangaben hauen bei mir überhaupt nicht hin. Auch bei Schlafsäcken nicht. Ich brauche immer mehr Daune als der Durchschnitt hier im Forum ;) . Auch mehr Isomtte.

Falls Du ihn kürzen lässt kannst Du ihn schlecht weiterverkaufen - wenn er Dir nicht zusagt.

Ich denke, Du musst einfach ausprobieren ob ein Quilt was für Dich ist. Kaufen oder ausleihen, testen, weitergeben wenn es nicht das richtige ist.

Ich habe aus meiner Schlafsack-Sammlung einige wieder verkauft. Wenn sie gut gepflegt und gute Marken sind geht das gut.

 

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was ich von meiner freundin gehört habe: nach >20 jahren kufa war daune schlicht eine revolution :-) angenehmer, leichter, viel besseres packmass. schlasa, weil sie den kopf immer eingemummelt hat. statt dem reactor ein ul bivvy aussenrum (zb mld). shelter darf nicht zugig sein. bei dir stört mich der fleece, aber sie trägt den gleichen als weste, den find ich auch immer augenroll und würde nen wool-puffy für vielfältiger verwendbar halten und angenehmer im schlasa. ansonsten ist sie so unterwegs wie du (aber mit weniger R bei der matte). 

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Empfehlen mag ich da auch nicht viel, sehr speziell.

Isomatte mit R 5,4 sollte lange reichen. Zusatzkleidung hast viel, ist modular.

Grundgedanke: Kleidung etc. hält nur Wärme, produziert keine!

Anderer Gedankenansatz: Vorher "scharf" essen, heiß trinken? Wärmflasche in Form von Thermoskanne? Alles um Wärme zu generieren...

 

Grüße

 

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vor 6 Minuten schrieb Jarod71:

Anderer Gedankenansatz:

Das was beim Menschen Wärme produziert: Muskelmasse

Mehr davon bedeutet mehr warm, von innen heraus. Proteinaufnahme deutlich erhöhen

 

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Fettgewebe metabolisch aktiv zu machen, dann verbrennt es sich selbst und erzeugt Wärme: Kältereize erhöhen

Ist man zu gestresst, so ziehen sich die Adern zusammen, Wärme kommt nicht mehr so viel nach außen: evtl ist die Antrengung des Tages zu groß oder noch u gering, um den schon vorhandenen Stress ab zu bauen

Das richtige Mass an Anstrengung (Training) und Essen lässt die Wachstumshormone steigen, Insulin wirkt mehr etc pp.... der Körper adaptiert sich so, an die gesteigerte Last. Da sollte einem automatisch warm werden. (das erhöht auch wieder die Muskelmasse) Dies aber bitte Zuhause testen!

 

Gruss

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Hallo, meine Gedanken dazu:

Xlite ggf mit einer Kanchen Junga (oder einem Stück davon) pimpen, obendrauf wenn es kalt ist...

Sack/ Quilt füllungstechnisch so dimensionieren, dass kein liner nötig ist, nervt imo auch weniger. Sauber bleibts bei der Unterwäsche eh.

Kopf! Kommt leider bei einigen quilt und Comforter-Varianten imo zu kurz, ich friere deutlich schneller am ganzen Körper, wenn nachts der Kopp nicht richtig eingepackt ist. Gute Schlasa Kaputzen und Wärmekragen haben da durchaus was für sich. Geht aber auch mit einem Daunenhut oder entsprechenden Mützen. Comforter gerne lang, damit er um den Kopf gelegt werden kann, geht nicht auf dem Rücken...

+1 für Daune.

+1 für Wim Hof.

+1 für gutes Essen ;)

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Selbst hier, in diesem strengen Forum, habe ich bisher keine Argumente gegen meine Theorie lesen können: Mensch nehme die tiefste zu erwartende Temperatur auf der Tour und besorge sich etwas mit 15 Grad C weniger Komforttemperatur. Schon kann angenehm warm geschlafen werden. Reisverschluss öffnen, Beine oder Arme raushalten etc. geht immer. Mal eben im Camp eine Schicht APEX nachzuladen oder 200 Gramm Daunen nachzufüllen ist schon schwieriger. Wer beispielsweise einen Schwan umbringt, möglicherweise um an Daunen zu kommen, wird zumindest in Zürich verhaftet (so geschehen im Sommer). Dann muss die Tour zumindest unterbrochen werden.

Angst zu viel zu schleppen habe ich nicht. Das Schlafbehältnis am Limit zu planen geht in die Kategorie stupid light. Schläft mensch in der Nacht nicht und wandert am nächsten Tag technische Trails, kann schlimmstenfalls ein Darwin-Award daraus werden. Natürlich gibt es Menschen, die mit dem FKT Quilt von MLD den Eastern Continental Trail wandern. Wenn es kalt ist oder regnet, wandert dieser durchaus sympathische Herr wahrscheinlich einfach sechs Stunden lang weiter. 

Es kann tatsächlich vorkommen, dass sich Temperaturen nicht an Erfahrungswerte halten oder dass aus einer Laune heraus Abends um 19 Uhr Schluss ist, dummerweise findet mensch sich aber auf einem Pass oben, runter ins Tal wären nochmals 2 Stunden. Zumindest beim Schlafbehältnis mag ich gewisse Reserven.

Kommt noch hinzu, dass viele SB für Otto Normalverbraucher ausgelegt werden. Wer mit dem Wagen ins Grüne fährt (soll es geben) hat dann auch eine richtig fette Matte dabei, einen Bunker von einem Zelt und entspannende Getränke. Notfalls holt man einfach eine weitere Decke aus dem Wagen und gut ist. Solche Leute schätzen grosse Logos von angeblich prestigeträchtigen Häusern und zahlen gerne mindestens 500 Franken zu viel. OT: (Ich arbeite ja an meinem Kulturpessimismus, dieser Schlasa ist aber wirklich eine Frechheit, welcher Idiot kauft sowas?!?!) 

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vor 33 Minuten schrieb Mars:

Selbst hier, in diesem strengen Forum, habe ich bisher keine Argumente gegen meine Theorie lesen können: Mensch nehme die tiefste zu erwartende Temperatur auf der Tour und besorge sich etwas mit 15 Grad C weniger Komforttemperatur. Schon kann angenehm warm geschlafen werden. Reisverschluss öffnen, Beine oder Arme raushalten etc. geht immer. 

Da hat sicher jeder seine Herangehensweise. Aber im Hochsommer in Böhmen würde ich einen 15 Grad wärmeren Schlafsack als geplant als stupid heavy oder Schere im Kopf sehen. Bei einer Wintertour, bei der ich in 3 Tagen sieben Munroes besteige kann es natürlich Sinn ergeben.

Die 15 Grad Regel ist pauschal zwar anwendbar, aber nicht zwangsläufig sinnvoll. Es ist ja auch am Sichersten einfach nicht draußen zu schlafen könnte man einwenden.

Und ein zu warmer Schlafsack im besagten böhmischen Hochsommer ist die Pest. Den kann man gar nicht weit genug öffnen.

Zu Bedenken gerade auch im Frühjahr in Schweden ist die Nässe. Da sollte man mit seiner Daune umzugehen wissen und tatsächlich etwas Overfill einplanen, gerade wenn die Tour länger geht.

Was ich aber total wegrationalisieren würde ist der STS Thermolite Reactor. Das Ding wiegt zu viel für das was es leistet und nimmt zu viel Platz weg.

Aus der Hüfte raus würde ich einen 500-600g mit Daune gefüllten Schlafsack wählen. Und zwar einen von WM. Selten haben die Temperaturangaben von WM die darin schlafenden Menschen enttäuscht.

Einen Quilt sehe ich, wie andere auch, gar nicht in diesem Szenario. WM bietet auch breiter geschnittene Schlafsäcke an. 

Und was weiter oben gesagt wurde beherzigen. Ergänzend noch:

Zu gutem Schlaf gehört Entspannung, nicht Erschöpfung.

Man steigt auch nicht frierend in den Schlafsack, denn was Dein Körper nicht abstrahlt, kann der Schlafsack auch nicht halten. Leere Blase und gut gegessen hilft.

Im Zweifel lieber eine breitere Matte, wegen der Bodenkälte, falls mal der Arm über der Mattengrenze liegt usw.

 

Edith ist noch was eingefallen:

Das gebärfreudige Becken kann durchaus ein Ruf nach einer noch dickeren Matte sein. Der r-Wert wird ja nur bei prallster Dicke erreicht, und wenn man seitlich mit dem Beckenknochen aufliegt ist man schnell ein paar Zentimeter tiefer, vor allem wenn man die Matten eher weich aufbläst.

Bearbeitet von Dingo
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Es passiert selten, aber ich gebe @Dingozu 100% recht ! :mrgreen: Schlaf ist nicht die Zeit zwischen zwei Wanderetappen, sondern ein wichtiger Faktor für den Spaß an oder gar das Gelingen einer Tour. Ich will gut schlafen und nicht frieren, also sind das die völlig falsch gesparten 200 g im Konzept. Dann lieber 2 Müsliriegel weniger mitnehmen.

Auch was Western Mountaineering angeht hat er vollkommen recht. Ich habe den Nanolite Quilt und neuerdings auch den Megalite und muss sagen, dass sie genau so gut  funktionieren, wie sie sollen. Bei vielen UL-Klitschen wird man gerne mal ver...scht, ähhhhh sie sind da doch sehr optimistisch, um schön leichte Dinge besser verkaufen zu können. Ausnahme wäre da noch die von mir genannten GramXpert. Die Jungs machen einfach einen schönen, seriösen Job ohne viel Bling-Bling.

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vor 2 Stunden schrieb Jarod71:

Vorher "scharf" essen, heiß trinken?

vor 2 Stunden schrieb zopiclon:

Das was beim Menschen Wärme produziert: Muskelmasse

Auch bei der Verdauung wir Wärme frei (Postprandiale Thermogenese). Von dem was man isst hängt dabei ab, wie viel. Am besten schneiden dabei Proteine ab. Hier werden 20 bis 30% der aufgenommenen Energie direkt in Wärme umgewandelt.
Deshalb hab ich im Winter immer Nüsse in Reichweite. Sollte die Temperatur in den frühen Morgenstunden nochmal fallen und die Wärmflasche ausgekühlt sein, reicht mir davon eine Hand voll bis zum Aufstehen.
Hilft physiologisch und psychisch! :-D

Ansonsten:
- gescheite KuFa-Tüte (oder Quilt, ist Geschmackssache)
- Kopf
- Warm in den Schlafsack - direkt vorher noch einmal den Kreislauf in Schwung bringen, auch wenn der innere Schweinehund dagegen ist!
- Reactor weg
- Wärmflasche
- Isomatte müsste reichen

mfg
der Ray

 

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Am 28.1.2021 um 14:20 schrieb LJSchumi:

Bei meiner Körpergröße von 160cm sind da mal locker 25cm zu viel. Aus dem Bauchgefühl heraus würde ich dann eine Kammer also 13cm kürzen lassen und die Daune als overfill wieder rein packen lassen.

Hat denn jemand Erfahrung mit den Cumulus Quilt 450 gemacht bzw. sich seinen kürzen lassen?

Hier, müssten ein ähnliches Format haben ;)
War allerdings schon 2016 und lief unproblematisch, die Daune der abgenommenen Kammer wurde an einer anderen Stelle wieder rein gegeben. Musste natürlich einen Aufpreis zahlen, war aber nicht die Welt.

Grundsätzlich will ich keinen Schlafsack mehr, da ich unruhig schlafe und ich mir im Schlafsack immer klaustrophobisch vorkam. Die Kapuze hatte für mich oft keinen Mehrwert, bin Bauchschläfer.

Ob Daune oder KuFa: da gibt es bei beiden Vor- und Nachteile. Cumulus bietet ja auch Hydrophobe Daune an. Mein Mann hat einen Custommade mit dieser und nach einer kalten Nacht konnte man den Unterschied deutlich an der Oberfläche sehen. Mein Quilt sah stellenweise feucht aus, bei ihm war gar nichts. Hier würde sich der Mehrpreis also ggf. lohnen.

Seit wann hat denn die TAR NeoAir Women's einen R-Wert von über 5? Als ich meine 2014 gekauft habe, waren es noch 3,9. Habe mir deshalb für kältere Nächte und wegen der anderen Anordnung der Kammern eine StS EtherLite XT Insulated gekauft, da liegt der R Wert über 4 bei 100 gr mehr. Da muss man halt abwägen.

Wenn die Nächte sehr kalt sind, kommt bei mir halt einfach noch die Wanderhose und die Daunenjacke drüber, habe ich eh dabei, dann hat das Ganze noch Mehrwert, Multiuse also.
 

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OT: Kleine Anmerkung. Wird die Daune nicht entfettet beim Reinigen, braucht es die hydrophobe Behandlung nicht (wer kann schon sagen, wie ungiftig das ist?). Valandre, Feathered Friends und auch WM verzichten darauf ja bewußt. Valandre wirbt förmlich mit der guten fetten Entendaune.

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vor 4 Minuten schrieb Dingo:

Valandre, Feathered Friends und auch WM verzichten darauf ja bewußt. Valandre wirbt förmlich mit der guten fetten Entendaune

Wer hat denn hierzu Langzeiterfahrungen. Riecht das nicht?

Natürlich kann man schwer abschätzen, ob die "chemische Behandlung" unbedenklich ist - oder nicht.

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vor 2 Minuten schrieb Backpackerin:

Wer hat denn hierzu Langzeiterfahrungen. Riecht das nicht?

Natürlich kann man schwer abschätzen, ob die "chemische Behandlung" unbedenklich ist - oder nicht.

Ich wollte es hier nur angesprochen wissen, weil ich vermute, dass viele hydrophobe Daune für eine Art KuFa auf Steroiden halten. Hab eine Jacke damit. Nie wieder. Nach dem ersten Waschen ist das Ding leider nicht mehr so prachtvoll draußen. Da setze ich nächstes Mal lieber auf bessere, unbehandelte Daune.

Allerdings, zur Ergänzung, gibt es hier auch die legendäre Testreihe aus dem, ich glaube, wilbo Labor. Das fiel positiver aus.

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vor 5 Minuten schrieb Biker2Hiker:

Der Standard ist einfach neu

Aha, habe das mal gegengeprüft, heißt also für mich (auch ich friere schnell): den Kauf der Ether Light hätte ich mir sparen können. Als ich mir diese gekauft habe, wurder der Wert mit 4,2 angegeben, liegt jetzt aber nur noch bei 3,5. Habe also null komma null dazu gewonnen an wärme, höchstens einen höheren Liegekomfort. Wohingegen meine TAR plötzlich aus heiterem Himmel 1,6 Punkte dazu "gewonnen" hat.

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vor 11 Minuten schrieb Backpackerin:

Wer hat denn hierzu Langzeiterfahrungen. Riecht das nicht?

Natürlich kann man schwer abschätzen, ob die "chemische Behandlung" unbedenklich ist - oder nicht.

Meine Frau nutzt seit 8 Jahren einen Ultralite, nie gewaschen und hat bestimmt 300 Nächte runter. Da riecht nix, loftet noch super und warm ist ihr auch. Für sie gibt es nix anderes, schon gar keinen "bescheuerten Quilt! Was soll der Mist?" :mrgreen:

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vor 2 Stunden schrieb Dingo:

Da hat sicher jeder seine Herangehensweise. Aber im Hochsommer in Böhmen würde ich einen 15 Grad wärmeren Schlafsack als geplant als stupid heavy oder Schere im Kopf sehen. Bei einer Wintertour, bei der ich in 3 Tagen sieben Munroes besteige kann es natürlich Sinn ergeben.

In 2018 war ich im Juli in einer sogenannten Heatwave in Washington, tagsüber wurde es schon mal gegen die 40 Grad, im September 2019 in Israel war es noch wärmer. Logischerweise braucht man da oftmals gar kein Schlafbehältnis oder nur so zwischen 4  und 5 Uhr morgens.

Würde ich da einen Overnighter planen, würde ich zu meinem Quilt einer aus Höflichkeitsgründen nichtgenannten Unternehmung greifen, angeblich 20 F, in der Realität eher 25 C (psychologisch zeitweise auch als Kühlweste verwendbar). Der wiegt tatsächlich fast nix, weil nichtvorhandene Daunen sind noch mal ein ganzes Stück leichter als vorhandene (und EE hat damals zugegeben, bei der Daune gespart zu haben, ein Produktionsfehler).

Nur, wenn ich eine Woche lang unterwegs wäre, steigt eben die Wahrscheinlichkeit, eine Nacht im Regen verbringen zu dürfen oder an einem zugigen Ort etc. Es ist nicht so lustig, auch den letzten Ziplock Beutel über die Hände zu streifen und immer noch zu frieren. Darum auch im höchsten Sommer und im Süden ein realistischer 20 F Quilt, es sei denn, ich kann supported hiking betreiben und mein Schlafbehältnis falls nötig mehrmals in der Nacht wechseln :wacko:

Für Langdistanz-Wanderungen z.B. im nördlichen Europa, USA etc. immer ein 0 F Schlafsack. Und fürs Engadin etc. im November ein Alu-DCF-VRB-Teil, psychologische Gründe geben da grad noch mal mindestens 5 C extra Wärme hinzu :wub:

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    • Von tillkm
      Hallo,
      ich möchte gerne von einem 1500g Daunenschlafsack abspecken und suche daher einen 0°-Komfort Quilt.
      Schöne Grüße,
      Till
    • Von pan
      Hey,
      ich suche einen Schlafsack (mit Quilts komme ich nicht klar) für den Sommer, der mit Inlet auch im Frühling und Herbst genutzt werden kann.
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      Daunen die mit gutem Gewissen gekauft werden können (RDS o.ä.) Komfortbereich zwischen 5 und 10 Grad (lieber noch zwischen 7 und 9) Geringes Gewicht (am liebsten bis 500g) Durchgehender Reißverschluss, sodass der Schlafsack als Decke (Mumienform trotzdem okay) genutzt werden kann und möglichst koppelbar ist Schön wäre auch wenn der Schlafsack nicht extrem Wasserempfindlich wäre (Kondenstropfen von außen sind bei uns immer mal wieder vorgekommen) Meine Körpergröße ist 182 und ich bin eher schmal gebaut Preis-Leistungsverhältnis sollte natürlich möglichst gut sein, der Preis ist aber insgesamt kein Hemmnis.
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      Liebe Grüße
    • Von Roaddog
      Hallo,
      ich suche Booties oder Ähnliches die meine Füße warm halten und eine mehrfache Verwendung erlauben.
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      Dann vielleicht noch wasserabweisend und mit einer Befestigungsmöglichkeit für Fußriemchen. Dann könnte man die Sohle auch separat für Duschen auf Campingplätzen, als Badeschuhe oder Ähnliches verwenden.
      Und dann das Ganze auch noch entsprechend leicht.
      Machbar sollte soetwas doch sein und ich bin doch bestimmt nicht der Erste mit solchen Überlegungen.
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      Deshalb meine Fragen als Einsteiger in UL, gibt es soetwas zu kaufen oder ist es eher etwas für MYOG?
      Hat vielleicht jemand soetwas schon selbst hergestellt?
      Oder gibt es andere/bessere Lösungen dafür?
    • Von micha90
      Hallo zusammen,
      nachdem das Projekt ja schon etliche Jahre ansteht, wurde es endlich realisiert. Naja eigentlich schon vor etwa einem Jahr, aber jetzt habe ich auch mal Fotos für euch machen können und kann Erfahrungswerte zusteuern
      Planungs-Thread: "Projekt: APEX Quilt für Zwei - ein paar Fragen"
      Der Quilt ist für meine Freundin und mich gedacht, sollte also prinzipiell zwar natürlich leicht sein, aber keine Abstriche am Komfort haben, heißt nicht zu knapp geschnitten sein. Daher ist das Teil ca 200cm lang zzgl. 25cm für den Kragenteil. Die obere Hälfte ist 190cm breit, die untere verjüngt sich auf 150cm - die Füllung ist allerdings nicht bis an die Seiten geführt, die äußeren 10cm sind ungefüllt, also nur Draftstopper.
      Die Fußbox ist 25cm hoch, 50cm breit und aus einem Stück mit dem Quilt ausgeschnitten, sodass keine Naht oben auf der Box liegt (gibt kalte Füße..)
      Das Material wurde wie geplant schwarzes Membrane 0.66 von RBTR, als Füllung hatte ich mich für das etwas dickere 167g/m² APEX entschieden. Von der Konstruktion her ist das ganze nicht viel anders als mein (hier schon bekannter) APEX-Quilt den ich seit 2017 nutze, lediglich die Fußbox ist wie gesagt abgeändert und natürlich das ganze doppelt.
       

      Der Plan war es, den Quilt mit Zipper teilbar zu machen, damit das Packmaß nicht all zu schlimm wird und man sich das Volumen teilen kann. Der Versuch den Zipper so zu positionieren, dass auch möglichst beide Teile gleich viel wiegen ist nicht ganz aufgegangen, aber nah genug dran.

      Die Fußbox ist nur ca 30 oder 35cm lang, dadurch kann man entspannt die Füße rausstrecken, wenn es einem zu warm wird.

      Der Zipper bereitete mir anfangs ein bisschen Kopfzerbrechen, da es keine teilbaren 3C Zipper über 150cm gibt und ich auf keinen Fall einen 5C oder etwas zusammengebasteltes haben wollte - die Lösung lag nahe, ich hab einfach nur den 150er Zipper verbaut und außen noch jeweils ein KamSnap dran gepackt, der den Zipper auch gleich noch entlastet. Da die Seiten normalerweise sowieso eingeschlagen sind, fällt das beim Gebrauch nicht auf - daher Bonus Punkte für gespartes Gewicht . Auf der Innenseite ist der RV ca 5cm "nach oben" versetzt um hier keine Kältebrücke zu haben
       

      Die beiden Krägen sind einfache Kordelkanäle und ein normaler 10mm Gurtclip zum um den Hals schließen. Meine Freundin bevorzugt es aber sich einfach komplett unter dem Quilt zu verkriechen, wenns kalt wird

      Hier noch meine Skizze, nach der ich das Teil in etwa gebaut hatte. Das Teil oben in der Mitte bedeckt die Schulter, wenn man nebeneinander liegt und ist mit den angegebenen 40+ cm sehr gut dimensioniert.

      Der Quilt hat jetzt schon ein paar kleinere Touren hinter sich und ich muss sagen: er hat sich absolut bewährt! Das Packmaß erstaunt mich ehrlich gesagt selbst ein wenig, ich bekomme den auch komplett in einen Rucksack, ohne dass es all zu riesig wird, aber wenn jeder nur die Hälfte nimmt ist das Packmaß absolut top! Die Beiden Packsäcke hatte ich nur gerade herumliegen, beide Teile passen auch gut in den etwas kleineren Packsack.
      Ich weiß nicht wie lange der Zipper überleben wird, aber bisher macht er sich gut und verfängt sich auch kaum im Oberstoff.
      Nach denn paar Touren würde ich sagen, dass der Quilt für Frostbeulen bis ca 5°C klar geht, wenn man einen ordentlichen Stoffwechsel hat und nachts selbst heizt ist 0°C kein Problem, evtl sogar leichter Frost (mit entsprechenden Isomatten). Damit ist das erhoffte Ziel auf jeden Fall erreicht!
      Das Wichtigste zuletzt: Der Quilt wiegt 831g - 466 für die obere und 365 für die untere Hälfte.
       
      liebe Grüße
      Micha
      @ys76 @crelm@AlphaRay@ekorn@heilaender
    • Von DickGischt
      Hallo.

      Ich nutze bis jetzt nur Schlafsäcke. Aber da eine Neuanschaffung ansteht, würde ich gerne einen Quilt ausprobieren.
      Mein Set Up besteht aus einer 90 Grad Hängematte (Crosshamock) einer TAR Xtherm/ Xlite/ Uberlite und einem DCF Tarp.
      Ich selbst bin männlich, 170 cm klein, wiege 68 kg und nicht sehr verfroren.
      Der Quilt sollte für Temperaturbereich bis ca. 0 Grad gehen und für hohe Luftfeuchtigkeit/Nebel ausgelegt sein.
      Mit Daunenschlafsäcke (Cumulus Panyan 650 Custom/Lite Line 200) habe gute Erfahrung und daher sollte der Quilt auch Daune sein.
      Nur die Frage welcher Quilt ist der Richtige? Ist ein Quilt überhaupt sinnvoll für meine Anwendung? Worauf muss man bei einem Quilt achten auch auf Bezug auf mein Set Up mit 90 Grad Hängematte, TAR Isomatte, Tarp? Gibt es da besonders gute Befestigungen für an die Luftmatte?
      Ein Auge habe ich auf die Cumulus Quilt. Diese würde ich mit hydrophobe Daune ausstatten.
      Was gefällt mir an diesen Quilt? Ich kann ihn komplett als Decke nutzen und die befestigung sieht für mich als Ahnungsloser recht gut aus.
      Ob es der 350 oder 450 wird habe ich mich nicht entschieden. Auch sind natürlich alle anderen Hersteller interessant für mich. Hier gibt es bestimmt den ein oder anderen mit Innovationen.
      Jetzt seit Ihr an der Reihe mit guten Vorschlägen die Ihr aus Eurer Quil Nutzung gezogen habt.
      Danke!
       


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