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Ultraleicht Trekking

Südlicher Kungsleden im August


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Hallo zusammen,

Anfang August habe ich zwei Woche Urlaub und möchte den südlichen Kungsleden laufen. 14 ganze Tage habe ich für die ca. 360km Zeit und hoffe ich schaffe die gesamte Strecke von Storlien bis Sälen. Die Anreise habe ich bereits komplett organisiert, die Route ist auch geplant, doch die ein oder andere Frage ist noch offen. Vielleicht kann jemand die ein oder andere beantworten.

a) Ich bin extrem allergisch gegen Gräser- und Roggenpollen. Weiß irgendjemand ob die zu dort im August fliegen? Falls ja muss ich nämlich entsprechende Medikamente einpacken. 

b) Für den Fall, dass ich die es nicht ganz bis Sälen schaffe, bin ich noch auf der Suche nach Bushaltestellen, wo ich für den Fall der Fälle problemlos wegkomme. Bisher gefunden habe ich: Grövelsjön, Flötningen und Gördalen. Gibt es noch mehr im südlicheren Bereich des Weges?

c) Resupply: Leider hat der Gränsbua Supermarkt in Flötningen wegen Corona immer noch nicht normal geöffnet. Laut Facebook gibt es evtl. die Möglichkeit mit Termin einzukaufen. Für den Fall, dass dies nicht klappt brauche ich eine Alternative. Hat jemand eine Idee? Oder Erfahrungen damit, wie gut das mit der Terminvereinbarung im Gränsbua Supermarkt funktioniert?

d) Weiß jemand ob man in den kleinen Shops, die manche der schwedischen Hütten betreiben AA-Batterien bekommt?

e) Für mein Smartphone mit 5000er Akku werde ich eine 10000er Powerbank dabei haben. Der Akku hält an sich ziemlich lange, doch wenn ich zwischendurch auch mal das Smartphone irgendwo aufladen kann, wäre das natürlich super. Weiß jemand dazu wie häufig des auf der Tour dazu eine Möglichkeit gibt?

Hier übrigens meine Packliste: https://lighterpack.com/r/n6qcvy

Vielen Dank und liebe Grüße

Mia

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vor 32 Minuten schrieb Mia im Zelt:

Anfang August habe ich zwei Woche Urlaub und möchte den südlichen Kungsleden laufen. 14 ganze Tage habe ich für die ca. 360km Zeit und hoffe ich schaffe die gesamte Strecke von Storlien bis Sälen. Die Anreise habe ich bereits komplett organisiert, die Route ist auch geplant, doch die ein oder andere Frage ist noch offen. Vielleicht kann jemand die ein oder andere beantworten.

Abend! Da ich vor wenigen Tagen den halben Weg gelaufen bin, kann ich vielleicht bei ein paar Punkten helfen. 
 

vor 35 Minuten schrieb Mia im Zelt:

a) Ich bin extrem allergisch gegen Gräser- und Roggenpollen. Weiß irgendjemand ob die zu dort im August fliegen? Falls ja muss ich nämlich entsprechende Medikamente einpacken.

Wenn du ernsthafte Konsequenzen zu befürchten hast, falls auch nur ein paar Partikel durch die Luft fliegen, ist es auf praktisch jedem Weg eine ganz schlechte Idee, auf die Medikamente zu verzichten. Und wenn es auch nur Probleme bei der Anreise geben sollte... :-(
 

vor 36 Minuten schrieb Mia im Zelt:

b) Für den Fall, dass ich die es nicht ganz bis Sälen schaffe, bin ich noch auf der Suche nach Bushaltestellen, wo ich für den Fall der Fälle problemlos wegkomme. Bisher gefunden habe ich: Grövelsjön, Flötningen und Gördalen. Gibt es noch mehr im südlicheren Bereich des Weges?

Theoretisch ginge es noch ein paar Kilometer hinter Grövelsjön, aber das wird wohl irrelevant sein. Später kreuzt man auch noch einmal die Straße. Generell lohnt es sich in der Gegend oftmals sehr, Anhalter zu fahren. Aktuell bin ich mit jemandem in Kontakt, der von Grövelsjön bis Fjällnäs in kürzester Zeit mit drei Leuten gemeinsam per Anhalter gefahren ist, und das dürfte komplizierter sein, als von Grövelsjön bis Idre oder so zu kommen. Zu direkten Busverbindungen kann ich dir nicht so viel sagen, aber die Busse sind generell sehr verlässlich, die Fahrer freundlich und die Fahrten günstig. Bei Problemen lassen die Fahrer mit sich reden und halten oft auch gerne an besonderen Stellen, falls Bedarf besteht und man nett fragt.
 

vor 39 Minuten schrieb Mia im Zelt:

c) Resupply: Leider hat der Gränsbua Supermarkt in Flötningen wegen Corona immer noch nicht normal geöffnet. Laut Facebook gibt es evtl. die Möglichkeit mit Termin einzukaufen. Für den Fall, dass dies nicht klappt brauche ich eine Alternative. Hat jemand eine Idee? Oder Erfahrungen damit, wie gut das mit der Terminvereinbarung im Gränsbua Supermarkt funktioniert?

Ich bin das Stück nicht gelaufen, allerdings sollte die Terminvereinbarung per Facebook Messenger gut funktionieren, etwas gegenteiliges habe ich von niemandem gehört. Der Markt lebt sonst von den Norwegern, die dort günstig klassische schwedische Produkte einkaufen wollen und da aktuell die Grenzübertritte nicht ganz regulär möglich sind, wird das bei dem Laden erst einmal so bleiben. An deiner Stelle würde ich dort aber sowieso nicht einkaufen, sondern einfach ein paar Kilometer per Anhalter oä. fahren und dich günstig in einem der größeren Orte in der Nähe eindecken. So spart man unglaublich viel Geld - das könnten schnell mal über 50€ sein. Ob du es glaubst oder nicht, es lohnt sich sogar vom Geld her, aus Grövelsjön heraus ein paar Stunden bis nach Mora zu fahren und zurück zu kommen, wenn man auch nur für vier oder fünf Tage Nahrung besorgen will (und umweltschädlich ist das auch nicht per se, weil sowieso immer große Busse fahren und die Strecke ist sehr, sehr schön - Dalarna von seiner besten Seite)... Die Busfahrt müsste jeweils ca. 155 SEK kosten und das sind drei Chipstüten in den Fjällstationen, Strom kannst du auch im Bus laden usw. :?

In Fjällnäs lohnt es sich übrigens auch, ein paar Kilometer die Straße Richtung Osten zu Fuß zu laufen und dort einzukaufen, anstatt sich auf das Minisortiment des Campingplatzes zu verlassen, wenn es um Essen geht. Allerdings ist der eine Host auf dem Campingplatz der deutschen Sprache mächtig und sehr nett, ich habe dort Strom geladen. Der Umweg in den Nachbarort kostet nur wenige Kilometer und hat den Vorteil, dass von dort aus der Einstieg auf den richtigen Weg einfacher ist, als über die Straße zu dem Skigebiet bei Fjällnäs. Dort ist es nämlich alles andere als leicht, den richtigen Weg zu finden, weil sich dort über ein halbes dutzend Pfade in ähnliche Richtungen trennt und es keinerlei Schilder gibt. Es kostet wahrscheinlich zwar nur 10-15 Minuten, den richtigen Weg zu finden - nervig ist es trotzdem und das nächste Mal wäre ich einen Ort weiter gelaufen und wäre dort aufgestiegen, auch wenn das Stück ab den Aussichtspunkt an der Straße bis zum Rogen Naturreservat-Schild unglaublich schön ist.

Wichtig sei übrigens zu erwähnen, wenn es um Nahrungsmittelbeschaffung geht: Als ich an der Skedbrostugan war, hätte ich noch die Chance gehabt, praktisch das letzte bisschen Essen zu kaufen, was halbwegs leicht war. Im Rogengebiet wird es zukünftig wohl nur noch an der Rogenhütte Nahrung zu kaufen geben. Aber dort ist das Sortiment wirklich toll - besser und marginal günstiger als in den großen Fjällstationen, die man im Norden mitnehmen kann.

An einigen der Hütten ist wahrscheinlich nur Barzahlung möglich und das besser mit kleinen Scheinen! Mit manchen Hosts kann man reden, andere verkaufen einem aber ggf. nichts, wenn man nicht kleine, passende Scheine dabei hat. 500 Kronen zählt in den Hütten wohl als sehr großer Schein, habe ich mehrmals erlebt. :-)
 

vor 45 Minuten schrieb Mia im Zelt:

d) Weiß jemand ob man in den kleinen Shops, die manche der schwedischen Hütten betreiben AA-Batterien bekommt?

Ich meine schon, allerdings brauche ich persönlich keine und habe daher nie genau geschaut. In Grövelsjön wird es das garantiert geben (dort gibt es sogar einen vollwertigen Outdoorbekleidungsladen in der Fjällstation) und ich meine, dass es in der Rogenstugan auch die Möglichkeit gab. Zur Not kannst du jederzeit zu einem der Supermärkte nahe der Straßen trampen. Sorgen machen würde ich mir definitiv keine, aber es kann generell nie schaden, für längere Zeit Batterien einzupacken. Die paar Gramm verschaffen unglaublich viel Sicherheit. Ich kann nur für mich sprechen, aber mir geben die 150g Luxusgewicht einer dicken Powerbank ein unglaubliches Sicherheitsgefühl, und bei Batterien wird es nicht anders sein. Dein Basisgewicht ist ja niedrig. Aber warte mal ab, vielleicht weiß jemand mehr. Zur Not wird das definitiv jemand auf ODS sagen können.
 

vor 52 Minuten schrieb Mia im Zelt:

e) Für mein Smartphone mit 5000er Akku werde ich eine 10000er Powerbank dabei haben. Der Akku hält an sich ziemlich lange, doch wenn ich zwischendurch auch mal das Smartphone irgendwo aufladen kann, wäre das natürlich super. Weiß jemand dazu wie häufig des auf der Tour dazu eine Möglichkeit gibt?

Anfangs geht das noch ohne Probleme, aber im Süden könnte das eng werden. Ohne GPS-Gerät, Karten oder Handy kann man sich auf dem Weg böse verlaufen und das würde ich nicht riskieren wollen, daher habe ich eine 26800mAh-Powerbank dabei gehabt und es auch nicht bereut. Aber nötig ist das eindeutig nicht!

An folgenden Stationen kann man definitiv Strom tanken: Sylarna FS, Helags FS, Fjällnäs Campingplatz, Grövelsjön FS. In Grövelsjön durfte ich ohne irgendeine Gegenleistung ca. 10 Stunden warten und Strom laden, allerdings dauert dort das Aufladen auch wesentlich länger als normal. Blahammaren müsste die Möglichkeit auch bieten, allerdings habe ich das nicht getestet (ist ja nur 16km von Storlien entfernt). Und der Host in der Fältjägarstugan ist sehr nett und würde dich im Notfall auch die Geräte laden lassen, da bin ich mir sicher, auch wenn man dort regulär definitiv nicht Strom tanken kann und der Shop auch am Schließen ist bzw. schon fast nichts mehr hatte, als ich da war.
 

vor 57 Minuten schrieb Mia im Zelt:

Hier übrigens meine Packliste: https://lighterpack.com/r/n6qcvy

- Ich kann dir nur stark von dem Regenrock abraten! Mein Experiment damit ist glorreich gescheitert. Bei starkem Wind schützt dich das Ding höchstens vor Unterkühlung und das wars. Wahrscheinlich habe ich sogar das gleiche Modell wie du.
- Meiner Ansicht nach wird eine Apex-Mütze viel viel viel zu warm sein. Ein Daunenschal ebenfalls, meistens sogar nachts. Vorausgesetzt, du bist nicht sehr temperaturempfindlich. Aber lass das besser mal drinnen, Reserven schaden nie, genau wie ein zusätzliches Schlachtuch, mehr Socken uä. Das ist ja nicht der Heidschnuckenweg, sondern hoch gelegene Tundra mit Permafrostböden.
- Ein Kopfnetz wirst du nicht brauchen, im August schon gar nicht. Reichlich Mückenspray ist angenehmer, am besten eine Kombination aus mehreren Mitteln. Und so arg mückenbelastet war es für mich jetzt Anfang/Mitte Juli nie, wobei es natürlich immer darauf ankommt, was du schon so erlebt hast. 
- Wahrscheinlich brauchst du keine Stirnlampe. Ich nehme zumindest nie eine nach Nordskandinavien im Sommer mit, wobei es ja durchaus etwas Nacht geben wird. 
- Ladekabel und Stecker sind noch nicht gewogen und sind oftmals recht schwer.
- Klopapier kannst du dir am Anfang etwas sparen, indem du es von den Fjällstationen mitnimmst.
- Schere, Pinzette usw. lassen sich gut in einem kleinen Taschenmesser vereinen.
- Eventuell kannst du dir den Hut sparen, wenn du kein Mückennetz mitnimmst. Du hast ja Sonnencreme. Andere Kopfbedeckungen sind leichter und besser bei Wind.
- Deine Wanderhose ist sehr schwer, genau wie die Stöcke.
- Ich wage es mal die Behauptung aufzustellen, dass 40g-Windjacken für Nordschweden eher ungeeignet sind bzw. dafür zu schade sind, vor allem mit einem 60l-Rucksack. Auch wenn es nur 40g sind, würde ich sie einfach weglassen.
- Ansonsten halte ich eine Xlite mit einer 3mm EVA-Matte für unnötig warm. R-Wert von 1,5 würde vermutlich sogar reichen, da man praktisch durchweg auf weichem Boden schläft, der einen warm hält. Sollte es kalt werden, kann man einfach die Schlafplatzwahl überdenken. Auf die EVA-Matte würde ich auf jeden Fall verzichten, da der Untergrund meistens sehr nett ist und viel verzeiht. 
- Was hast du eigentlich an den Füßen an? Wenn du auf Trailrunner oä. setzt, retten dir Sealskinz vielleicht die Wanderung. Für mich ist das das der beste Ausrüstungsgegenstand überhaupt. Es gibt mehrere Furten auf der Strecke. Wenn es länger regnen sollte, ist das nicht groß anders, als weglos zu wandern. Eine Flussdurchquerung zwischen Sylarna und Helags ist unter Umständen deutlich über 10m breit. Dafür brauchst du auch eine Lösung: Entweder richtig dicke Treter, Schuhe speziell zum Furten oder Trailrunner mit wasserdichten Socken, die du nach der Furt überziehst. (Ich persönlich würde die Wanderung übrigens nicht wieder mit Trailrunnern machen wollen, im Rogengebiet war das schon unschön.)
- Antireibungscreme ist eventuell hilfreich, bspw. Hirschtalg oder andere Cremes. Deine Füße werden wahrscheinlich des Öfteren für längere Zeit nass sein.
- Leukoplast darf nicht fehlen, Blasenpflaster auch nicht (fallen die bei dir unter "Pflaster"?).
- Wasserdichte Handschuhe sind äußerst ratsam. Die regendichten Forclaz-Fäustlinge harmonieren bestens mit den Fleecehandschuhen, falls es mal richtig unbequem wird. 

Eine kleine Anregung: Falls du dein Zeitfenster etwas ausweiten kannst, nimm dir vielleicht drei Tage mehr und besteige entweder gemütlich einen Berg im Sylmassiv oder den Helags und schau dir den Wasserfall Njupeskär am Fulufjäll an, das ist die Extratage definitiv wert. 

Entschuldige, falls ich etwas überlesen habe. Hoffentlich konnte ich helfen. Viele Verbesserungsvorschläge sind natürlich nur meine Meinung. Deine Packliste ist ganz gut und einige Dinge werden wohl nur Geschmackssache sein. Die anderen Nutzer werden dir bestimmt auch noch viel sagen können, bestimmt liege ich mit ein paar Sachen ein bisschen daneben.

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Das mit der Bushaltestelle in Gördalen ist so eine Sache. Nach meiner Information des dortigen Campingplatz-Betreibers, fährt der nur noch an einem Tag in der Woche Gördalen an. Die Info ist zwar zwei Jahre alt, aber ich glaube nicht, dass sich daran etwas geändert hat. Wir sind dann per Anhalter in die nächstgrößere Stadt gefahren. Bis uns jemand mitgenommen hat, ist aber eine ganze Weile vergangen (aber das kommt halt immer drauf an, wie viel Glück man da hat).

Am Campingplatz in Gördalen kann man auch Strom tanken. Dort hatten wir auch ein resupply-Paket hinterlegt.
Nette Leute dort. Eine Übernachtung lohnt sich und ist günstig. Wir hatten da im Juli aber nachts Temperaturen nur knapp über null. 

Vielleicht findest du hier noch den ein oder anderen Tipp ;)

Ansonsten viel Spaß. Ist echt ne tolle Gegend dort.

Bearbeitet von Daune
Rechtschreibung
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Am 23.7.2021 um 22:51 schrieb Harakiri:


In Fjällnäs lohnt es sich übrigens auch, ein paar Kilometer die Straße Richtung Osten zu Fuß zu laufen und dort einzukaufen, anstatt sich auf das Minisortiment des Campingplatzes zu verlassen, wenn es um Essen geht.

Weil ich gerade hier in Hamra kurz vor Fjällnas sitze... es sind nicht einmal extra Kilometer wenn du in Hamra die Piste hoch zum Trail läufst.

An die Fjällstationen kannst du übrigens immer Resupply Pakete schicken. Vielleicht eine Alternative wenn du nicht mit dem Bus fahren oder trampen willst. 

30 km vor Ende des Kungsleden im Tal beim Fluss Görälven ist übrigens ein tolles Hostel. Marc holt einen nach Rücksprache direkt vom Trail ab. Also keine extra Kilometer 

Edit: mir ist noch was eingefallen. Das Mittagsbuffet in Grövelsjön kostet nur 12 € als STF Mitglied. Hat sich voll gelohnt.

Ansonsten wurde glaub ich schon alles gesagt. Es ist einfach wunderschön hier! 
 

Für die Vorfreude:

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Bearbeitet von cozy
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Geschrieben (bearbeitet)

Vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen!! Das sind eine Menge Anregungen, die ich mir morgen in Ruhe durchdenken werde. 

Ein paar Sachen habe ich schon in meiner Packliste schon überarbeitet. Regenrock, Kopfnetz und Windjacke raus, Regenhose rein. Die Gewichte von Ladekabel + Stecker musste ich noch wiegen, da  ich diese erst neu gekauft habe. Apexmütze und Daunenschal sind mir übrigens nicht zu warm. Bin bei Inaktivität sehr verfroren. Genauso geht es mir mit der Schlafunterlage. Die Kombi aus Xlite short und 3mm Eva finde ich bei 0 Grad schon grenzwertig (Habe gelesen auf dem südl. Kungsleden kann es nachts auch manchmal 0 Grad haben). Andere sind da wahrscheinlich weniger empfindlich. 

Laufen werde ich mit den Hoka one one Speedgoat 3. Bin damit gerade erst von einer Bergtour in Südtirol (Weißwandspitze und Schneespitze) zurück. Für mich funktionieren die in steinigem Gelände super. Auf alles andere gehe ich dann morgen ein. :) Gute Nacht

 

Bearbeitet von Mia im Zelt
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Habe nun Zeit gehabt mir eure Ratschläge in Ruhe durchzulesen und mir darüber Gedanken zu machen. :)

 

@Harakiri

Dann nehme ich vorsichtshalber mal ein paar Medis mit. Zum Pollenflug im Fjell habe ich bisher nämlich leider gar keine Info bekommen. 

Bei meiner Frage nach den Busverbindungen ging es mir primär darum rechtzeitig nach Stockholm zu kommen um die Rückreise anzutreten. Leider kann ich nämlich keine extra Tage dranhängen und muss pünktlich wieder in der Arbeit erscheinen...

Der Tipp mit der Busfahrt zum Supermarkt klingt sehr gut. Nach Mora dauert es von Grövelsjön wohl 3h und nach Idre nur 45min. Dann werde ich da eine Fahrt einplanen, auch wenn dabei ein paar Stunden draufgehen. Und wenn ich im Bus aufladen kann, umso besser! Von der Etappenplanung wäre mir Grövelsjön als Resupply ohnehin lieber, da es auf der Hälfte des Weges liegt. 

Die Zeitplanung ist so meine Unsicherheit, weil ich schlecht einschätzen kann, wie viele km ich pro Tag schaffe. Bisher war ich immer nur in den Alpen und da komme ich aufgrund der vielen hm und der begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten nicht so weit.

Welchen Laden meinst du auf der Straße östlich von Fjällnäs? :huh: Bei google maps konnte ich nur "Bybua" in Tänndalen finden, der ist aber mit 10km nicht mehr ganz so nah dran.

Die Batterienfrage habe ich nun klären können. In der Liste der STF-Shops sind die aufgeführt. Dann kann ich da ruhig knapper planen. Wenn ich mein Smartphone hin und wieder laden kann, sollte ich ja mit der 10000er Powerbank auskommen. Eine größere besitze ich eh nicht. Naja und ich habe mir nicht ohne Hintergedanken den Akkutestsieger bei Stiftungwarentest geleistet. ;)

Wie viel Kronen ich abheben soll, weiß ich ohnehin noch nicht. Gut zu wissen, dass 500 Scheine zu groß sind. Mal schauen, was die Geldautomaten mir geben wollen. 

Zur Packliste: 

- Ich werde statt des Regenrocks eine Regenhose einpacken, auch wenn diese zwar deutlich schwerer ist. Gestern habe ich in den Stubaier Alpen selber gemerkt, dass Wind und Regenrock zusammen nicht so gut harmonisieren. War bis auf die Unterhose nass. 

- Bin tatsächlich bei Inaktivität ziemlich kälteempfindlich. In den Alpen im Sommer fand ich Apexmütze und Daunenschal angenehm. 

- Stirnlampe lass ich drin, aber die Ersatzbatterien dafür habe ich gestrichen

- Windjacke und Mückennetz habe ich rausgeschmissen, aber etwas Wundsalbe für Mückenstiche hinzugefügt. Erfahrungsgemäß stechen sie mich diese Mistviecher sehr gerne. 

- Ladekabel und Stecker habe ich nun gewogen. 

- Stimmt, meine Wanderhose und die Trekkingstöcke sind tatsächlich schwer. Das ist mir bewusst. Dafür ist die Hose super bequem, lässt sich ganz einfach kürzen und hat 4 Taschen. :mrgreen: So kann ich etwas Gewicht aus dem Rucksack rausholen und am Körper verteilen. 

- Blasenpflaster sind 4 Stück dabei. Zusammen mit den Medikamenten hat sich das Gewicht leicht erhöht. Dafür habe ich nun weniger Gesichtscreme und Lippenschutz dabei. 

- Statt Schere könnte ich auch ein 5g Messer mitnehmen?

- Habe mir vor einiger Zeit mal Fäuslinge aus DCF selber genäht. Die könnte ich mitnehmen. Wiegen 7g. 

- Die Schuhe habe ich nun auch ergänzt. Mit denen komme ich sehr gut zurecht. Bin mir unsicher, ob ich wegen Nässe extra Socken brauche. Christine Thürmer furtet mit ihren Trailrunnern, da diese ja ohnehin schnell wieder trocknen (sofern es nicht regnet). Nach etwas Creme für die Füße werde ich in der Drogier Ausschau halten.

- Bei der Leggins konnte ich sparen, habe im Kleiderschrank tatsächlich noch eine deutlich leichtere gefunden. :) 

@Daune

Deinen Thread habe ich natürlich schon längst gelesen :) 

@cozy

Ein traumhaftes Bild!

Gut zu wissen. Lustig! Die Adresse von diesem Hostel hatte ich mir tatsächlich auch schon aufgeschrieben! Ein Grund mehr es zu nutzen.

Bin (bisher) kein STF-Mitglied. Hatte hin und herüberlegt, doch die Regelungen wegen Corona sind so nervig, dass ich die Hütten nach Möglichkeit nicht zum übernachten nutzen möchte. Das geht ja nur mit Voranmeldung, Vorauszahlung und somit ist keine Spontanität möglich. Und die Saunen haben auch geschlossen... Die Shops möchte ich schon nutzen um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, wenn was ausgeht. Oder mal einen Kaffee trinken und das Handy laden. 

___

Nun habe ich aber ein neues Gewichtsproblem:

Im Internet hatte ich recherchiert, dass man in der Fjällstation in Storlien 230er Kartuschen kaufen kann. Nun habe ich gerade per Mail erfahren, dass sie nur die großen haben. :-? Hat jemand noch eine Idee? Sonst muss ich tatsächlich in den sauren Apfel beißen und unnötig viel Gewicht schleppen. :shock:

Viele Grüße

Mia

 

 

 

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In der Helags Fjällstation gibt es alle Größen. Bisschen teuer vielleicht. 

In den Hostels gibt es übrigens keine Bettwäsche. Also vielleicht einen Schlafsack Liner oder Hüttenschlafsack mitbringen wenn man nicht extra zahlen will. 
 

Es gibt auch Hütten ohne Hüttenwart, da kannst du schlafen und nachträglich überweisen. Ich würde einfach spontan entscheiden wenn du Lust darauf hast.

 

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@cozy

Danke, du hast mir echt den Tag gerettet! Ein paar km ohne warmes Essen geht auch schon. 

Meinst du mit den Hostels "nur" die STF-Hütten? Habe auch gelesen, dass sie neben einem normalen Schlafsack noch ein Bettlaken und Kopfkissen erfordern. Meinst du die würden auch die EVA-Matte als Bettlaken akzeptieren. Einen 72g Hüttenschlafsack habe ich zwar, weiß aber nicht, ob das denen tatsächlich ausreichen würden, wenn ein Schlafsack schon nicht reicht. 

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Du hast Glück dass ich hier gerade beim Kaffee sitze! :-D
 

Puh ich weiß nicht ob sie das kontrollieren. Die Schweden sind recht freundlich und kulant. Ich denke mit dem Hüttenschlafsack bist du auf der sicheren Seite. In den unbewirtschafteten Hütten habe ich einfach mit dem Quilt und meinem „Schlafanzug“ geschlafen. 

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Welch ein Glück! Hoffentlich konntest du deinen Kaffee genießen und dein Smartphone für deinen Blog genügend aufladen. 

Habe gerade noch von der Fjellstation Blahammaren erfahren, dass sie 100er (die 230er nicht) Kartuschen verkaufen. Dann kann ich auch diese nehmen und noch ein paar Gramm sparen. :-D

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@Mia im ZeltHast du keine Papierkarte mit? Ich nehme an die Nord-Süd Richtung ist absichtlich gewählt und fix? Ich bin damals Richtung Norden gegangen und finde das günstiger weil 

a) die Verpflegungsmöglichkeiten gegen Ende der Tour zunehmen

b) du noch Gipfel machen kannst wenn du magst, weil es leichter einzuschätzen ist ob es sich zeitlich ausgeht

c) Ich lieber die Sonne im Rücken habe

Es ist in diesem Forum natürlich ein NoGo aber ich habe die gesamte Verpflegung mitgenommen und Brennstoff aber mir dafür Umwege und evtl. Wartezeiten erspart ( Navi und Powerbank hatte ich nicht mit ); war aber natürlich viel zu schwer unterwegs (zu meiner Verteidigung: es ist etwa 16Jahre her ;-)) ist sich aber alles knapp in einem Lowe Outback 50+15 ausgegangen.

Aber egal wie, du wirst sicher eine tolle Zeit haben, mir hat es damals jedenfalls sehr gut gefallen.

Schöne Grüße

Alex

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Nein, habe keine Papierkarte. Wöre schließlich ziemlich schwer :P

Ja, die Richtung ist fix. Der Grund dafür sind die besseren Zug- bzw. Busverbindungen am Starttag. Ansonsten wäre mir die Richtung egal gewesen. 

Werde wohl Verpflegung für etwa eine Woche mitnehmen und dann in Idre einen Resupply-Stop einlegen. Für zwei Wochen Verpflegung wäre mir ohnehin zu schwer. 

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Am 26.7.2021 um 13:57 schrieb Mia im Zelt:

- Bin tatsächlich bei Inaktivität ziemlich kälteempfindlich. In den Alpen im Sommer fand ich Apexmütze und Daunenschal angenehm. 

- Stirnlampe lass ich drin, aber die Ersatzbatterien dafür habe ich gestrichen

- Windjacke und Mückennetz habe ich rausgeschmissen, aber etwas Wundsalbe für Mückenstiche hinzugefügt. Erfahrungsgemäß stechen sie mich diese Mistviecher sehr gerne. 

Ich war zwar nicht im südlichen Teil, Mitte August aber von Kvikkjock aus nordwärts auf dem Kungsleden unterwegs.

Ohne Hut und Moskitonetz hätte ich nicht unterwegs sein wollen. In Bewegung und bei Wind waren die Moskitos kein Problem, aber bei jedem Rast waren sie sofort da.

Kälteprobleme hatte ich an den Füssen. Diese werden dauern nass, von oben und unten. Ich hatte zwar Reed Aquatherm Übersocken für im Camp dabei (damit die Schlafsocken nicht nass werden), und auch Neoprensocken. Die Aquatherm-Socken waren gut, aber mit den Neoprensocken konnte ich nicht gehen, und wenn die Füsse mal richtig kalt waren, halfen die Neoprensocken auch während einer Rast nicht, diese wieder Aufzuwärmen. Mit Buff und allenfalls Kapuze der Regenjacke hatte ich am Kopf aber warm genug.

Das nächste Mal würde ich irgendeine Form wasserdichter Socken mitnehmen. Von Gore gibt es dünne Übersocken zum Fahrradfahren, und dann auch die Sealskinz und Dexshells. Die Sealskinz sind allerdings ziemlich dick, damit komme ich nicht in meine Schuhe rein. Reichlich Hirschtalg für die Füsse ist auch wichtig, und ev. eine Salbe gegen Fusspilz.

Viel Spass auf dem Kungsleden !

 

Bearbeitet von ULgeher
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