Lolaine Geschrieben 28. April Geschrieben 28. April Hallo zusammen, ich bin den Weg letzte Woche klassisch NoBo gelaufen und kann somit aktuelles berichten. Dabei hatte ich perfektes Wetter und somit immer glasklare Sicht - das machte den Weg für mich zu eines der besten Kurzausflüge der letzten Jahre - auch, weil ich ziemlich wenig erwartet hatte. Übernachtung: Um mal mit einem Mythos aufzuräumen: Der Weg ist Wildcampers Paradise. Ich kann mich nicht erinnern, auf einer Insel jemals so viele Camp-Möglichkeiten pro km entdeckt zu haben. Das kommt nicht zuletzt auch dadurch zustande, dass es viele historische Kohlemeiler-Plätze gibt, die in den (ehemaligen) Wäldern topfeben angelegt wurden. Somit trampelt man auch nichts kaputt, wenn man sein Zelt dort platziert. Man sieht auch morgens einige Zelter, die direkt am Wegesrand aufgebaut haben. Anscheinend juckt es dort keinen trotz allgemeinem Verbot, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich selbst habe sieben Nächte im Zelt verbracht und das war auch am An-und Abreisetag kein Problem. Einen Hinweis möchte ich hierzu geben: Der Abschnitt Sant Elm bis zur Vogelwarte/Mühle hoch würde ich wegen der Verbotsschilder und dem angeblich unangenehmen Besitzer der Warte nicht als Zeltrevier einplanen. Verpflegung: Hier war ich das erste Mal ohne Kocher unterwegs. Grund dafür ist, dass es so wenige natürliche Quellen gibt. Um nicht literweise Wasser mitzuschleppen, habe ich jedes Dorf angesteuert, um welches zu kaufen. Somit kann man auch gleich für den Tag einkaufen gehen bzw. ein Resto besuchen. Preise in kleinen Läden höher, sonst ca. 1/1 wie in D. Da die Läden auch Sonntags geöffnet sind, war das logistisch kein Problem. Wegführung: Der GR ist weitestgehend gut ausgeschildert, man muss sehr wenig aufs Navi schauen. Bei ein paar Bergpassagen war es dennoch hilfreich. Ein paar Berge habe ich am Wegesrand mitgenommen. Man muss sich nicht stur an den Weg klammern. Mein Weg ging strenggenommen von Peguera bis kurz vor Pollenca mit einem Abstecher zum Deia Strand. Warum man den Abschnitt Pollenca zum Meer laufen will, erschließt sich mir nicht. Würde ich nicht machen. Der berüchtigte Abstieg vor Lluc war für mich machbar, obwohl ich ein ziemlicher Angsthase bin. Von der Zeit her hätte auch die Route über den Puig Tomir gepasst, aber für mich mit meiner Höhenangst nicht machbar, bin wieder abgestiegen. Einsam ist man nicht auf den Wegen, aber überlaufen ist er ebenfalls nicht. Anfangs habe ich sechs Tage angepeilt, aber es ging sehr gut in fünf Tagen in jeweis ca 27km-Abschnitten. Ausrüstung: Mir hat mein 35L Atom locker gereicht. War mit einem Schlafsack bis -2 Grad unterwegs, den es niemals gebraucht hat. Kocher blieb zuhause und den habe ich nicht vermisst. Da ich keinen Wind hatte, konnte ich mein Trekker-Zelt auch exponiert aufbauen. Öffis: Sehr gutes Bussystem auf der Insel. Man zahlt einfachsterweise mit Karte vorn am Busfahrer und beim aussteigen hält man die Karte wieder an einen Leser. Somit wird die Strecke automatisch ermittelt. Die Verbindungen sind hier einsehbar, aber die Zeiten stimmen nicht. Lokal an der Haltestelle sind die Zeiten dann korrekt ausgezeichnet. Man braucht kein Taxi vom Flughafen in die Stadt, es geht alles mit dem Bus. Selbst bei Abbruch entlang des Weges ist die Chance hoch, dass es eine Busverbindung vom nächsten Kaff nach Palma gibt. Andere Berichte von mir gibt es hier: Korsika La Gomera Norwegen Blickpunkt, Fluwer, dee_gee und 8 Weitere reagierten darauf 8 3
Albwanderer Geschrieben 29. April Geschrieben 29. April Danke für Deinen Bericht Bei uns geht es am 11.05.2026 los auf den GR 221! Ich freue mich nach Deinen Ausführungen jetzt noch mehr auf den Weg
notenblog Geschrieben 1. Mai Geschrieben 1. Mai Ich finde es nicht in Ordnung, Wildcampen auf einem Trail als Wildcamper-Paradies zu bezeichnen, wo es ausdrücklich verboten ist. Klar geht es, aber wenn man mal mit Einheimischen ins Gespräch kommt, kriegt man schnell mit, wie unbeliebt diese Form des Wanderns auf Mallorca ist. Klar, wenn man campt, bekommt man das nicht mit, aber Analogien findet man bei Drohnen und WiIdtieren, Naturschutzreservaten und Wildcampen, … Und bitte jetzt keine LNT Diskussion! https://leichtenfusses.wordpress.com
MarcG Geschrieben 1. Mai Geschrieben 1. Mai Ich war erstaunt wie viele der Plätze, die offensichtlich zum Campen benutzt werden, eine Feuerstelle hatten. Und das auf einer so trockenen Insel.
Lolaine Geschrieben 4. Mai Autor Geschrieben 4. Mai An einigen Stellen war das offene Feuer nicht das ganze Jahr verboten. Laut den Schildern. Vielleicht liegt es daran?
MarcG Geschrieben 4. Mai Geschrieben 4. Mai Kann ich nicht ausschließen. Aber wenn sich die Leute nicht ans Campingverbot halten, dann habe ich so meine Zweifel, dass sie die Feuerregularien geflissentlich befolgen.
Albwanderer Geschrieben 4. Mai Geschrieben 4. Mai Wir haben alles mit festen Unterkünften durchgebucht (Hotels, Hütten, Finca)! Lolaine reagierte darauf 1
khyal Geschrieben 5. Mai Geschrieben 5. Mai ich habe mal zu diesem Diskussionsthema einen neuen Thread aufgemacht... Terranonna.de
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