Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Musik die euch auf den Wanderungen begleitet


Jones

Empfohlene Beiträge

Ich hab bereits vor Jahren irgendwo im mittleren vierstelligen Bereich den Überblick über die Größe meine Plattensammlung verloren  und bin ja jemand der eigentlich ständig Musik auf den Ohren hat. Wandern ist so ziemlich die einzige Situation in der ich so gut wie nie Musik höre. Tatsächlich hab ich es bereits öfter erlebt dass ich unterwegs gedacht hab "könntest eigentlich was Musik hören" und dann nach zwei Minuten die Kopfhörer wieder weggepackt hab weil es ohne "besser" war.

Trotzdem gibt es definitiv Situation in denen ich auch unterwegs Musik höre. Die Auswahl fällt je nach Stimmung aber auch nach Wetter und Landschaft relativ unterschiedlich aus.

Für mich eins der meist gehörten Alben unterwegs ist das erste Allah-Las Album https://www.youtube.com/watch?v=BA3sErkpxPw

Im letzten Jahr hab ich unterwegs häufig RF Shannon gehört 

In Nepal hab ich mich in Anbetracht der unfassbar beeindrucken Landschaft selbst als eigentlich ziemlich unreligiöser und unspiritueller Mensch auf eine sehr auf eine sehr befreiende Weise klein und unbedeutend gefühlt. Dort habe ich viel Spiritual Jazz gehört. Vor allem Pharoah Sanders "The Creator has a Master Plan" war der perfekte Song um mit diesen Eindrücken zusammen zu wirken.

Ich weiß auch noch wie ich auf dem GR11 nach über 40km und über 35Grad durch die Pralle Sonne die gefühlt endlosen Kurven unter den Skiliften durch nach Candachu gegangen bin (das mit Abstand wohl häßlichste aber zum Glück recht kurze Teilstück des GR11). Da hat mir der hypnotische Afrobeat von Pax Nicholas sehr geholfen (insbesondere https://www.youtube.com/watch?v=EPrM7PbGBX8)

 

Ach ja und mein persönlicher Wander-Ohrwurm der schon vom Titel perfekt ins Forum passt

Travellin' Light von J.J. Cale

Bearbeitet von AudioHitchhiking
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Mir fällt ein Lied ein, das mir in Skandinavien bei Wanderungen immer im Kopf rumspukt:

Keimzeit: So (Irrenhaus 1990)

"Lass es laufen den Berg hinunter / Lass es laufen durch's Tal / Gott hat dem Fluss diesen Weg gegeben / Sicher tut er's nicht noch mal / Bitte lass ihn ungestört / Das Wasser weiß selbst, wo es hingehört / Bitte lass ihn ungestört / Das Wasser weiß selbst, wo es hingehört..."
 
Bearbeitet von Klaetterhaexa
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich höre in der Natur grundsätzlich nur Musik wenn ich sie brauche um mich zu pushen, beispielsweise bei harten und schnellen Aufstiegen im Gebirge. Beim TMB da schon auch mal ne Gruppe Trail Runner abgehängt ohne darauf abzuzielen, weils halt einfach so gut abging und motivierte. Ich schwöre auf Spotify, die Favoritenliste und wöchentliche „Discover weekly“ Playlisten, ohne jetzt spezifisch zu werden. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Auf Wanderungen höre ich relativ selten Musik an. Wenn doch, dann kann es in minimalmusic-artige Musik gehen - etwa Canto Ostinato von Simeon Ten Holt.

Den Ten Holt (in einer gut einstündigen Privataufnahme) hatte ich in Colorado ganz gern so für die letzte Laufstunde, die letzten 5km, die letzten 3 Meilen auf den Ohren, wenn ich doch schon ein bisschen müde wurde, dazu ein Zitronenlutschbonbon (das aber im Mund, nicht auf den Ohren).  Mit dem Stück kann ich mich auch sehr schnell gedanklich wieder auf den Trail beamen, wenn es mir hier zu viel wird.

 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 18 Minuten schrieb martinfarrent:

Erklären kann ich das nicht. 

Wie wäre es mit:

Natur ist Musik.
Keine „künstliche“ Reizüberflutung im Gehirn zu haben kann entspannende Effekte haben, erinnert mich spontan an Achtsamkeit, Meditation und bspw. auch floating rooms.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 2 Stunden schrieb Skisocke:

Natur ist Musik.
Keine „künstliche“ Reizüberflutung im Gehirn...

Es ist mehr so, als fände eine 'Unterflutung' statt, wenn man bestimmte starke und (normalerweise) umhüllende Eindrücke gegeneinander antreten lässt. Sie neutralisieren sich gegenseitig. Es bleibt von beiden sehr wenig. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Am 19.2.2022 um 22:16 schrieb Jones:

Ich hab bei ner kurzen Suche hier im Forum nichts gefunden zu dem Thema. Hatte schon ne längere Weile die Idee, Musik mit euch auszutauschen. Wenn ich nicht gerade dem Vogelgezwitscher, das Rauschen des Grases oder einfach nur dem Wind lausche, was auch schonmal 2-3 Tage komplett ohne Medien sein kann, is Musik nen ziemlich essentieller Bestandteil meiner Wanderungen.

Dabei denk ich generell an Musik, die mich auch von Zuhause aus wieder zurück auf den Trail bringt, mich während dem Laufen motiviert oder nur irgendwie sonst wie durch manchmal langweilige Tage (ja, die gibt es auch zu Fuß) trägt.

Ich muss da speziell an einen Song von ner Band denken, welche ich nach drei Tagen flach liegen auf meiner Pyrenäenwanderung gehört habe, als ich endlich aus dem öden Hotelzimmer kam und wieder laufen konnte.

All Them Witches - Blood and Sand/ Milk and Endless Waters. Beste Motivation!

Für die letzten km. Meute live

Im Camp Agnes Opel.

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 12 Stunden schrieb martinfarrent:

Es ist mehr so, als fände eine 'Unterflutung' statt, wenn man bestimmte starke und (normalerweise) umhüllende Eindrücke gegeneinander antreten lässt. Sie neutralisieren sich gegenseitig. Es bleibt von beiden sehr wenig. 

Total subjektive Wahrnehmung. Musik kann genau so gut stimmungsverstärkend sein, siehe Soundtracks o.ä.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 42 Minuten schrieb ChrisS:

Total subjektive Wahrnehmung.

Sorry... ja, klar. Gilt für mich persönlich. 

Aber ich zitiere dann doch Keith Jarrett, der bei einem Konzert mal die Zugabe mit den Worten verweigerte, dass Musik wie eine Mahlzeit sei. Man könne sich eben überfressen. 

Und für mich ist Musik in manchen Situationen  halt so, als säße ich auf einem Drehstuhl zwischen zwei Tischen... auf dem einen Tisch ein indisches und auf dem anderen ein französisches Gericht. Ich soll dann beide gleichzeitig vertilgen. 

Im geschlossenen Zeit in der Dunkelheit mag das mal anders sein. Bei Tageslicht nicht. 

Sind hier im Thread übrigens andere Leute, die über eine längere Zeit selbst Musik gemacht haben? Ich finde, durch diese Erfahrung intensiviert sich das Hören. Man stellt sich immer ein Stück weit vor, man wäre in der Band oder im Orchester dabei. Vielleicht ist dies das Gefühl, das keine Konkurrenz durch gleichzeitige Erlebnisse zulassen will. 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor einer Stunde schrieb Jones:

is zwar nich alt, aber schon auch wieder uffta uffta. Auch @ChrisS: tut euch mal Rat Cage, vorallem die Alben "blood on your boots" und "caged like rats rein". Das dürft euch auch gut antreiben:)

Dann noch Slant - Enemy.

Slant ist ja mal richtig geiler Shize!  Mit etwas mehr Melodie noch das Fidlar-Debut. Und wenn die Laune kräftig nach oben soll, wäre Winter "Into darkness" ne hervorragende Geschichte.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...