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Ultraleicht Trekking

Saale-Horizontale Anfang März - in vier Tagen rund um Jena


cafeconleche

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So, heute zurückgekehrt von einer spätwinterlichen bis vorfrühlingshaften Umrundung von Jena, einer Empfehlung von @Anhalterund @lampenschirm, mit ortskundigen Empfehlungen von @Zippi.

 

Gut erreichbar mit der Bahn: Jena Paradies (RE von Halle) 3km, Jena West (2km) und Jena Göschwitz (RE von Erfurt, nichts für empfindlichen Magen, da pendelnder Zug)

Offizieller Einsatzpunkt laut offiziellem Flyer: Jena Göschwitz gegen den Uhrzeigersinn; würde ich nicht unbedingt so machen, weil man dann die schönste Etappe gleich am Anfang hat.

Ich treffe @einar46am Westbahnhof und wir steigen zum Forsttum auf, auf der Westseite, um dann im Uhrzeigersinn zu laufen. Es ist zunächst noch etwas sonniger als vorhergesagt, aber nicht wärmer. Es eröffnen sich immer wieder schöne Blicke auf die Stadt im Tal.

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Der Forsttum ist leider abgeschlossen. Wir wandern auf schönen Waldwegen entlang, erreichen den Bismarckturm, auch zu. Scheint Methode zu haben.

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@Anhalterstößt an der ebenso geschlossenen Gaststätte Landgrafen zu uns. Im Wald erste Frühlingsboten: Das sollen Himmelsschlüsselchen werden (wilde Primeln)

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Und hier ein Meer von Winterlingen:

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Gegen Abend erreichen wir die von @Zippiempfohlene Unterkunft, die innen viel ordentlicher ist als ich es von außen vermutet habe. (Bild leider unscharf). In Anbetracht der erwarteten Minusgrade schlafen wir drinnen. Vielleicht bringt das ja ein Grad. Und ich stelle sogar noch mein Zelt auf, weil ich darin so gut schlafe:rolleyes:. Das klappt sogar - elf Stunden! Ich liebe mein Zelt! Zwischendurch träume ich von Seelöwen:mrgreen:.

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Geschrieben (bearbeitet)

Am nächsten Morgen wachen wir gegen sieben, halb acht endgültig auf; @einar46ist superfix beim Zusammenpacken. Ich eigentlich auch. Frühstück verschieben wir und wandern erst einmal los. Nach einigen Minuten treffen wir einen Mann, der seine Hunde ausführt. Ob wir die Leute seien, die in der Hütte übernachtet hätten? Dann sei er beruhigt; er habe immer ein Auge drauf, halte die Hütte auch immer ein bisschen in Ordnung, weil sie manchmal "von jungen Leuten" nicht so hinterlassen werde, wie das schön wäre. Aber bei unserem Alter sei er beruhigt. Er fragt, ob wir aus Jena seien, und ist sehr erstaunt und positiv überrascht, dass wir von ganz woanders herkommen.

Zwischen neun und halb 10 stößt @Zippi in Dornburg dazu und @Anhalterübt sich in Trailmagic: fährt Zippi zum Trail und bringt Leckereien mit - hochwillkommen! Wenn man wollte, könnte man hier viel Geschichte und Kultur studieren, Zippi erzählt von der Kaiserpfalz, Wikipedia ergänzt im Nachgang, besonders zur Zeit der Ottonen so um 900 / 1000.

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Das Städtchen sieht trotz des grauen Himmels ganz entzückend aus; drei verschiedene Schlösser aus unterschiedlichen Zeiten ("Altes", "Renaissance" und "Rokoko"); Barock- und englischer Landschaftsgarten, Rosengarten sind etwas für eine andere Jahreszeit und etwas mehr Wärme - wir laufen weiter. Die Autorin versucht ein Foto von den drei Schlössern, das leider so sehr misslingt, dass es hier nicht gepostet wird. Vielleicht ergänzt ja jemand.

Auf besonderen Wunsch eben jener Teilnehmerin weichen wir vom Wege ab, um das Observatorium Tautenburg zu besuchen - man sieht aber nicht viel. Nun, ein Abstieg und Aufstieg gespart.

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Mal mäandert der Weg auf einer Höhenlinie um die Hügel, mal geht es ins Tal und wieder hinauf, mal laufen wir durch Buchenwald, mal über offenes Gelände mit schönen Blicken, und nach paarundzwanzig km und schätzungsweise 600 Höhenmetern (addiert) erreichen wir am Jenzig Zippis Garten mit Zeltwiese, nein: -wies:chen, ofenbeheizbarer Hütte. Auch Anhalter kommt mit Weinchen und Knabberzeug wieder dazu - ein gemütlicher Abend.

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Der dritte Tag ist ein Montag, kein Feiertag. Blauer Himmel, Sonnenschein - was wollen wir mehr? Essensnachschub! Also, nach dem frischgebrühten Kaffe bei Zippi nichts wie zum  Einkauf in den Rewe, der praktischerweise quasi am Wegesrand im nächsten Tal in Jenzig liegt. Es ist zwar keine (Auf)bäckerei angeschlossen, aber es gibt Automatenkaffee und an der Wursttheke kann man sich Brötchen richten lassen. Ich nehme lieber ein Puddingteilchen und eine Pizzazunge.

Es folgen zunächst ein Aufstieg mit Höhle - wer war C.W von Knebel, 1858?

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der Fuchsturm, unterhalten von der gleichnamigen Gesellschaft,

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eine von der gleichen Gesellschaft 1936 angelegte "Weihestätte"

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bei der der "Erklärtafel" nach meinem Geschmack möglicherweise etwas mehr geschichtliche Einordnung gut getan hätte:

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Direkt danach ältere und neuere Behausungen unterschiedlicher Qualität, aber durchaus vergleichbaren Erhaltungszustandes

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und schließlich, südöstlich von Jena, bei Ziegenhain, das absolute Highlight des ganzen Wanderwegs, die Kernberghorizontale. Eine wunderschöne, zum Teil recht schmale (<1m) Balkonstrecke immer auf der gleichen Höhenlinie. Links geht es steil hoch, rechts sehr oft sehr steil bis fast senkrecht runter, meist ohne Geländer. Uns leuchtet nun absolut ein, weshalb Anhalter und Zippi sich einig waren, dass es sinnvoll ist, diese Strecke nicht am Wochenende zu laufen: Gegenverkehr ist an vielen Stellen ein bisschen kniffelig. Es ist gut machbar, aber man möchte es nicht unbedingt andauernd haben. Besonders mit großen Hunden nicht, die nicht stillhalten.

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Eine späte Mittagspause legen wir am Fürstenbrunnen ein, einer verlässlichen Wasserquelle; hier schöpfen wir auch Wasser für den Abend. Sogar ich verzichte aufs Filtern.

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Wir wandern weiter und erreichen noch vor Sonnenuntergang die Ruine der Lobdeburg, in deren von der Sonne angewärmten Mauern wir zu Abend speisen. Bestes Fern-Sehprogramm inklusive: ein grandioser Sonnenuntergang.

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Die Temperatur fällt rapide; in der Nähe gibt es nette Plätzchen, wir treffen unsere Auswahl rasch und liegen minusgradzelsiusbedingt wieder früh in den Schlafsäcken. Ich bin heilfroh in meinem EE Revelation Quilt, dass mein wattierter Überrock Nieren und Hintern warmhalten und warme Wollstulpen über weiten Wollsocken die Füße OT: (oje, jetzt auch noch Stabreime. Der Thingnachbau färbt ab.) Der Quilt hatte zwar ein 20F / -6C rate auf deren Webseite - aber das in europäische Normen übersetzt ist das, wie ich später lernen musste, mitnichten die Comforttemperatur; die liegt wohl eher um den Gefrierpunkt.
Bei Windstille hört man die Autobahn recht deutlich - ich denke sie mir zum Einschlafen um in das Blätterrascheln bei Wind, das Geräusch ist ähnlich genug. Nachts streife ich am Zelt lang: gibts Kondens, den ich abwischen sollte? Nee, prima, alles trocken, weiterschlafen.
Und das tue ich dann auch, tief und fest, bis kurz nach sieben.

 

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Tag 4 - Finale

Gegen 7 Uhr habe ich Sonne auf dem Zelt - genauso, wie die Peakfinder-App es mir vorhergesagt hat. Hell ist es. Warm nicht. Die Wetterapp sagt minus6 in Jena. Eine Hand traut sich aus dem warmen Quilt hinaus - ja, die Zeltinnenwand fühlt sich trocken an. Aber was rieselt da auf mich drauf? Ich setze mich auf, auch auf dem Quilt Gefrorenes. Aber immer noch schön geloftet. Wollte ich eine weitere Nacht draußen verbringen, würde ich im Laufe des Tages den Daunen ein bisschen Frischluft in der Sonne gönnen und auch das Solplex ein wenig trocknen lassen. Aber so pack ich alles rasch ein. Auch der Wandergenosse hat sein Open-Air-Setup bereits zusammengepackt, ich gebe ihm (herzlichen Dank nochmal) seine noble selbstgeklebte DCF-Medikamententüte zurück mit dem restlichen Voltaren. Meine Archillessehne hat sich wieder beruhigt. Wir laufen noch vor acht los.

Offiziell endet der Weg unten in Göschwitz am Bahnhof, der perfekt vorbereitete Wandergenosse hat aber längst eine Route durch Lobeda und Göschwitz zum offiziellen Anfangspunkt gesucht, damit wir unseren Kreis auch schließen können. In Lobeda frühstücken wir in einem Einkaufszentrum in der Karl-Marx-Allee beim Bäcker, Milchkaffee als Refill, Schokocroissant - Luxus! Es gibt auch eine Toilette zum Frischmachen. Naja, frisch... todo es relativo. Wir überqueren die Saale, die Bahngleise und nehmen einen Wanderweg ins Leutratal. Irgendwann zeigen die Markierungen an, dass wir uns wieder auf der Saale-Horizontale befinden. Mapy CZ, meine App, hat das noch nicht mitbekommen; auf deren Karte ist der Weg zwar drauf, aber namenlos. Hier, im Leutratal, geht die große laute Autobahn in den Jagdbergtunnel, und die alte Route der kurvenreichen Transitautobahn Berlin-Herleshausen (aus Kindheitstagen berühmt-berüchtigt) ist beim besten Willen nicht mehr zu erkennen in der renaturierten Landschaft. Ein Hundespaziergänger erzählt uns von den Aushubarbeiten für den Tunnel und der Saatgewinnung für die zu renaturierenden Flächen vor einigen Jahren.

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Wir laufen über die noch winterlich bräunlichen Grashänge, Küchenschelle und Veilchen wagen sich aber bereits hervor.

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Wären wir zwei Monate später dran, würden wir hier im Leutratal 25 verschiedene Orchideen finden können, wird uns erzählt.

Vor Oßmaritz wenden wir uns, artig unserer Markierung folgend, nach Norden und wandern über den Ziegenberg, den Vogelsberg, verlieren uns bedauerlicherweise ein bisschen in politische Diskussionen, schaffen es aber glaube ich einigermaßen fair zu bleiben, finden zurück zu Erquicklicherem wie Jakobsweg und Torres del Paine und der aktuell genossenen Landschaft.

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Am Forstturm schließen wir unsere Viertagesrunde, und kurz vor dem Westbahnhof bekommen unsere Rucksäcke dann noch einen Abschiedskaffee...

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... mit dem auch wir Rucksackträger mal kurz noch anstoßen dürfen:IMG_5505.jpeg.673aa57e2dd8e2db507845cc320382f4.jpeg

Mein Fazit zum Weg: Absolut empfehlenswert! Als Vier-Tagestour in unseren Trainingsständen gut machbar, je nach Anreise sicher auch in drei Tagen möglich. Der Wanderwege-Anteil ist sehr hoch, Mit @Zippiund @Anhalterals ortskundigen Teilzeitbegleitern und Trailangels war es klasse, und @lampenschirm ist vielleicht das nächste Mal auch dabei.

Als post scriptum noch zwei caveat-s:

1. Zippi warnt: Es gibt viele Zecken inkl. Borreliose und FSME, momentan war es denen aber noch zu frisch. Aber irgendwie scheint es in der Gegend üblich zu sein, Bänke zu sponsern, sodass man fast immer, wenn man eine Pause einlegen möchte, nicht auf zeckenverseuchtem Boden sitzen muss.

2. Bei und nach entsprechenden Wetterlagen kann es wohl ziemlich matschig sein - wir hatten Glück.

Bearbeitet von cafeconleche
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War sehr schön mit euch und mir tut es immer noch ein bisschen Leid, dass es Sonntag mit mir nicht wie geplant geklappt hat.

Es freut mich aber sehr, dass euch die Strecke um Jena gefallen hat, auch wenns natürlich in einer grüneren Jahreszeit nochmal was anderes ist.

Gerne mal wieder :)

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Ich kann den Bericht von @cafeconleche nur bestätigen. Die SaaleHorizontale ist ein wunderbarer Wanderweg. Auch zu dieser Jahreszeit.

Zur Vervollständigung will ich noch einige statistische Details nachliefern.

Da ich nie ohne Tracks aus dem Haus gehe, besorgte ich mir in Vorbereitung auf die Wandertour einen Track aus dem Internet. Bei der Betrachtung des Tracks musste ich feststellen, dass der Track im Bereich des Bahnhofs Jena-Göschwitz nicht ganz geschlossen ist. Da fehlten einige Kilometer, um aus dem Internet-Track einen Rundweg zu machen. Also bearbeitete ich den Track so, dass er im Bereich des genannten Bahnhofs geschlossen wird. Dadurch ist ein Einstieg in den Rundwanderweg an jeder Stelle möglich. Zusätzlich verlegte ich den Startpunkt des Tracks an den Bahnhof Jena-West. Der Startpunkt war dem Umstand geschuldet, dass @cafeconleche (aus Berlin am Bahnhof Jena-Paradies ankommend) und ich (am Bahnhof Jena-West aus Halle über Erfurt ankommend) uns ja irgendwie treffen mussten. Die beiden Bahnhöfe liegen ca. 1 km auseinander. Allgemein halte ich den Bahnhof in Erfurt wegen seines ICE-Anschlusses für einen geeigneten Zielbahnhof für "alle Ecken" von Deutschland. Von Erfurt sind es dann nur wenige Bahnstationen zum Bahnhof Jena-West.

Vom Bahnhof Jena-West ist es nicht weit zum Forstturm, der direkt auf der SaaleHorizentale liegt. Auf dem Weg vom Bahnhof zum Forstturm liegt auch noch ein Edeka, wo eine Erstversorgung mit Lebensmitteln möglich wäre. Die nächste gute Versorgungsmöglichkeit wäre dann im Bereich des Bahnhofs Jena-Göschwitz (Kaufland).

Wir entschieden uns den Rundweg in Uhrzeigerrichtung zu laufen. Wir benötigten für die Wandertour insgesamt 4 Tage. Das geht sicherlich auch in 3 oder sogar 2 Tagen. Aber mein Fitnesszustand (Winterschlaf?, Winterspeck?) ließ an dem Wochenende nicht mehr zu. Den 4.Tag ließen wir in aller Ruhe ausklingen, so dass wir über die Bahnhöfe Jena-West und Erfurt nach Halle und Berlin reisen konnten.

Wettermäßig wurde uns auch einiges abverlangt. In den Nächten herrschten teilweise Temperaturen von bis zu -7°C. Tagesüber schien zwar fast immer die Sonne, so dass die Temperaturen auf maximal 7°C am frühen Nachmittag stiegen. Aber im Schatten merkte man sofort, dass es eigentlich noch Winter war.

Der Wanderweg ist hervorragend markiert. Da gibt es nichts zu bemängeln.

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Bild 1: Markierung SaaleHorizontale

Bis auf eine Gaststätte (am Jenzig) waren um diese Jahreszeit alle Gaststätten geschlossen, die auf dem Wanderweg lagen.

Das Highlight des Wanderweges ist zweifellos die KernbergHorizontale. Kilometerlang (und damit auch stundenlang) ging es auf schmalen Trampelpfaden an steilen Abhängen entlang. Auf diesem Abschnitt wurde mir auch klar, warum der Wanderweg Horizontale heißt. Es gab in diesem Bereich kaum Höhenmeter zu bewältigen. Das Ende der KernbergHorizontale ist der Fürstenbrunnen, wo man sich mit köstlichem Quellwasser erfrischen kann.

Von den 3 Übernachtungen machte ich 2 im Cowboy-Stil. Trotz der Minus-Nachttemperaturen hat mich dabei die Schaumstoffmatte von Exped (FlexMat Plus) erneut überrascht. Mit der Bodenkühle hatte ich zu keiner Zeit Probleme. Aber das Packmaß...

Bei den Cowboy-Übernachtungen schlief ich mit folgendem "Schichtsystem":

     (1) Tyvek-Unterlage
     (2) Exped-Matte
     (3) Funktionsunterwäsche von LIOD (Polypropylen)
     (4) KuFa-Isojacke (Cumulus, Apex 67), KuFa-Isohose (AsTucas, Apex 100), Wollsocken, Wollmütze
     (5) Sommer-Quilt (AsTucas, Apex 133, Komfortbereich ca. 10°C)
     (6) Biwack-Sack (AsTucas) mit (2) bis (5) im Biwacksack

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Bild 2: Cowboy-Camping

Auf dieser Wandertour probierte ich auch den neunen Wasserfilter von Grayl aus.

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Bild 3: Wasserfilter Grayl

Mit dem rechten Gefäß wird das Wasser bis zu einem Strich geschöpft. Das linke Gefäß mit dem unten sitzenden Filter wird dann mit Kraftanstrengung in das mit Wasser gefüllte Gefäß gedrückt. Innerhalb von Sekunden ist der Filtervorgang beendet.

Der nachfolgende Link enthält, wie zuvor dargelegt, den Track zur SaaleHorizontale mit Start- und Zielpunkt Bahnhof Jena-West.

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Der Link zur PDF-Datei enthält eine POI-Liste der markantesten Punkte dieses Rundwanderweges. Die Kilometerangaben orientieren sich dabei an dem Track.

SaaleHorizontale_POI.pdf

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  • 2 Wochen später...

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