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Ultraleicht Trekking

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Aufgrund meines doch arg lädierten Rückens bin ich mittlerweile auf etwas mehr Komfort beim Schlafen angewiesen wie früher. Neben einer entsprechenden Isomatte, spielt dabei auch ein bequemes Kissen eine entscheidende Rolle, will ich nicht am nächsten Tag mit einem Knick im Rücken herumlaufen...

Versucht hatte ich schon einiges:

Überschüssige Kleidung ist ein Klassiker, der jedoch nur solange funktioniert, solange man nicht alles bereits zum Schlafen angezogen hat.

Schuhe (bei Bedarf verpackt in einer Plastiktüte wegen evtl. Schmutz) funktionieren je nach Modell mehr oder weniger gut. Waren mir aber in der Regel zu flach.

Der Verpflegungsbeutel klappt zu Beginn einer längeren Tour auch. Nur schrumpft der mit der Zeit gegen null.

Eine oder mehrere Platybus Faltflaschen, für den Komfort evtl. noch zusätzlich in ein Buff gesteckt funktionieren recht gut. Sind die Flaschen jedoch noch halbwegs voll und die Umgebungstemperatur unter dem zweistelligen Bereich, wirds doch arg frisch. Auf diese Weise ist mir mal mein Kissen unterm Kopf halb eingefroren! Macht dann auch keinen Spaß mehr.

Günstige und leichte Kissen zum Aufpusten (wie etwa die bekannten Nackenstützen) halten mal mehr, mal weniger lange die Luft. Nachdem drei davon den Geist aufgegeben hatten bin ich auf ein 125 Gramm schweres, selbstaufblasendes Kissen umgestiegen.

Schlafkomfort und Robustheit sind überragend. Nur gibt es Isomatten die leichter sind... :-(

Lange Rede, kurzer Sinn:

Jetzt hab ich etwas neues ausprobiert, dass nach einem ersten Test recht vielversprechend ist!

Inspiriert durch Mike Cleeland habe ich mehrere Ziplockbeutel (die robusten mit doppeltem Verschlussfalz) locker mit Luft befüllt und anschließend in einen Packbeutel gestopft.

Dadurch, dass das Gewicht vom Kopf nicht auf einem Ziplockbeutel, sondern verteilt auf mehreren lastet, halten sie dem Druck erstaunlich gut stand. Zudem gibt es so einzelne Luftkammern, die nicht nur bei einem evtl. Deffekt unabhängig voneinander weiter funktionieren, sondern auch für eine recht ebene Auflagefläche sorgen.

Wichtig dafür ist, dass die Beutel wirklich nur wenig mit Luft gefüllt sind!

Je mehr Beutel und je weniger Luft in jedem einzelnen, umso formschöner und bequemer das Kissen!

Mit vier Ziplockbeuteln und einem Packbeutel aus Netzgewebe liegt das Gewicht bei 28 Gramm!

Die Ziplockbeutel und der Netzbeutel lassen sich dabei natürlich noch anderweitig nutzen.

Im Netzbeutel befinden sich sonst evtl. ungenutzte Kleidung, wie Schlafsocken und Weste. Die Ziplockbeutel können ebensogut für portioniertes Müsli genutzt werden. Nur darf man sie dann nach dem Frühstück nicht wegwerfen ;-)

Selbst ein oder zwei Ersatzziplockbeutel fallen nicht arg ins Gewicht.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder.

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Super,danke dir für den Link und deinen informativen Blogbeitrag.

Ich muß gestehen, ich habe nur die ersten vier Seiten in deinem Blog gelesen, wo unter anderem auch dieser Satz steht:

Ansonsten aber hat uns diesmal unser frisch gebackener Daunenquilt begleitet. Über diesen werde ich zwar noch einen eigenen kurzen Bericht schreiben (Versprochen!)

und nicht auch die älteren, wo du den Quilt schon einmal vorgestellt hast.

Superprojekt, danke dir!

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@Ingwer Da hat wohl mein Blog Murks gemacht. Der Artikel über unsere Alpen-Ausrüstung war nämlich von 2010!!! Wieso der jetzt auf einmal wieder ganz vorne gelandet war kann ich nicht sagen. Hab's aber korrigiert.

@heilaender Ich knautsch mir mein Kissen meist auf so 'ne Handbreite (als Höhe/ Dicke ) zusammen. Mehr sollte aber auch gehen, wobei ich dann wohl mehr Ziplocks nutzen würde, statt diese stärker zu befüllen.

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Hallo

Das mit den Ziplocks hatte ich auch probiert, ich hatte die einfachen genommen und die haben Luft gelassen.

Der zweite Versuch war(ist) ein Folienluftballon, allerdings macht das Ding krach, es raschelt unheimlich am Ohr, das Material des Luftballons ist ähnlich dem der Rettungsdecke.

Derzeit benutze ich ein aufblasbares Reisekissen mit rund 100g.

PS. Die doppelten Ziplocks werde ich mal ausprobieren.

Wallfahrer

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  • 3 Monate später...

Hallo,

ich habe bei der letzten "Tour" für uns beide eine Gabel eingesteckt (wir waren ja in Frankreich und wollte ja auch lecker essen). Leider habe ich nicht daran gedacht das diese etwas spitze Zinken hatte...

Nach einiger Zeit hatten alle Ziploc-beutel irgendwie ein Loch (gut, ich hatte auch nur 6 Stück dabei), und das weiche Kissen war damit passe. Was dann leider in einer Nacht auch zu diabolischen Rückenschmerzen führte. Da ich nicht genug Kleidung dabei hatte um mir ein neues Kissen zu formen, mußte dann der Rucksack mit seinem Rahmen bzw Versteifung herhalten. Das hat dann zwar funktioniert, aber es war schon nervig jeden Abend den ganzen Inhalt bis auf ein zwei Sachen herauszuholen und im Zelt zu verteilen und am nächsten Tag selbige Sachen wieder einzupacken. Dadurch ging jeden Morgen ein bißchen extra Zeit flöten.

Wenn ich nächsten Mal eine Gabel mitnehme, dann spendiere ich dieser vorher ein schönes Stück Wellpappe.

Noch als kleine Ergänzung zu deinem Ziploc-Kopfkissen:

Eine Marmot Driclime Windjacke eignet sich super als Kopfkissenbezug wenn man sie auf links dreht. Das Driclime-Material ist schön flauschig und leitet den Schweiß super weiter.

Grüße

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  • 11 Monate später...
  • 3 Wochen später...

Super!

Hab es ausprobiert, und weiterübelegt was noch geht.

Auf 2 nicht/geeichten Küchenwagen wiegt mein"s 18 Gramm.

Blase 4 kleine Luftballoon"s auf ,verflächte die 4 Zipfel miteinander und stecke nen Clips darauf.

Im Zipbeutel sieht das aus wie ein vierblättriges Kleeblatt,man rutscht mit dem Kopf automatisch in die Mitte.

Vielen Dank daß es euch gibt.

P.s. Ich hab keinen Überzug,weil ich eh immer mit Kaputze Schlafe.

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  • 3 Wochen später...

24 g Cuben Packbeutel "Pillow Dry Bag" mit Fleece beschichtet:

http://www.zpacks.com/accessories/dry_bags.shtml

Packe meine Daunenjacke rein, schön gross und sehr bequem.

Dazu gibts nette Klettstreifen um das Kissen falls gewünscht fest an der Matte zu arretieren.

Superdurchdacht, Multi Use, superleicht, ich liebe es :)

mfg

cane

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Ich hatte mal ein Kissen gefüllt mit Styropor. Das wiegt fast nichts und stützt trotzdem. Das Kissen war nicht als UL-Projekt vorgesehen sondern als Bastelarbeit in der Unterstufe, als erste Nähmaschinenübung. Es ist also kinderleicht herzustellen selbst für ungeübte. Denke deine gewünschten 30gramm sollten so erreichbar sein.

Anleitung für ein Kissen 19x14 cm

Aus leichtem aber strapazierfähigem Stoff ein ca. A4-grosses Rechteck schneiden (21x30cm), entweder mit Zickzackschere schneiden oder alle Ränder mit Zickzackstich umnähen.

Halbieren, mit geradem Stich alle drei Kanten 1cm vom Rand weg nähen. 4-5cm grosse Öffnung lassen. Alle Fäden vernähen.

Stoff umdrehen, mit kleinen Styroporkügelchen füllen. Sehr gut stopfen sonst stützt das Kissen kaum.

Am Schluss noch die Öffnung mit sehr feinen Stichen zunähen, fertig.

Tipp: Naht doppelt nähen, so hält sie besser. Sehr fein arbeiten, die Kügelchen suchen sich ihren Weg gerne durch eine undichte Stelle.

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  • 4 Wochen später...

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