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Ultraleicht Trekking

Trailrunner statt Wanderschuhe


kuenrunner

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vor 2 Minuten schrieb Brilo:

Ich finde es zu schmal. Deine äußeren Zehen stehen schon drüber und berühren vermutlich den Rand im Schuh und werden dadurch wiederum eingeengt.

das sieht glaube ich nur so aus, ich belaste auch extra dabei den Vorfuss... beim Gehen macht das in den Schuhen kein Problem, das Obermaterial ist auch dehnfähig und weich... noch breiter vorne und ich würde schwimmen...

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Die Noene ultraleicht sind ganz dünn & flach und vom Hersteller dafür gedacht unter die Einlegesohle gelegt zu werden. Es gibt von Noene auch Einlagen mit dem Zweck die Hersteller-Einlage zu ersetzen. Die sind dann geformt und Gewölbe-stützend. Das wollte ich nicht. Solche Modelle gibt es z.B. auch von Superfeet und sicherlich anderen Anbietern. Da lohnt es sich sicher zu vergleichen. Ich habe jedoch keine Erfahrung in dem Bereich. 

Ich habe übrigens ca. 2 Jahre gebraucht, um ohne gewölbestützende Einlagen schmerzfrei länger gehen zu können. Dafür habe ich während der Tour für immer längere Strecken oder herausfordernde Strecken oder mit mehr Gewicht im Rucksack die orthopädischen Einlagen getauscht gegen die Hersteller Einlagen. Bis ich irgendwann kein Bedarf mehr hatte zu den geformten Einlagen zurückzukehren, auch nach 35km mit 4-8 kg Rucksack und langen, steilen Bergab-Passagen.

Vielleicht braucht dein Fuß etwas mehr Übergangszeit zum Muskel aufbauen und zur neurologischen Adaption? Dann kannst du mal damit experimentieren, eine stützende und weniger stützende Einlagen zu wechseln. Kann man auch gut auf Tagestouren testen. 

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Geschrieben (bearbeitet)

Habe irgendwie nicht das Gefühl eine Gewölbeunterstützung zu benötigen...  Orthopädische Einlagen hatte ich früher mal... und eine zusätzliche Dämpfung in den neuen MT-4 auch irgendwie nicht... sind schon, im Vergleich zu barfuss-Schuhen ohne Dämpfung, ziemlich weich...

Kann so etwas, wie z.B. zu weiche Dämpfung, in anderen Körperbereichen zu Problemen führen? Fusschmerzen in dem Sinne hatte ich eigentlich bei längeren Touren noch nicht...

2-3 Dinge noch:
- einige fragen sich bestimmt, was ist das den für ein Bekloppter: Fragt sich hier im Forum durch anstatt in einem "Fachgeschäft" Beratung zu nehmen...
Meine Erfahrung mit Fachgeschäften in Bezug auf Laufschuhe ist lang... am Ende hatten mir die Schuhe nie gepasst... Ich bin sogar mal mit gestützen Schuhen und Einlagen, nach Empfehlung gelaufen... nie wieder!
Mittlerweile laufe (jogge) ich mit fast nur topo-Schuhen und im Alltag fast nur barfuss Schuhe...
Bin in der Hinsicht quasi mein eigener Berater und komme ganz gut klar...
Beim Wandern bin ich halt noch nicht so erfahren und frage deshalb hier im Forum, bei Leuten, die nichts verkaufen wollen... Meine letzter Wanderschuh-Fachgeschäft-Kauf, ein Meindl "Brocken" macht mir nur Blasen...
Aber wie gesagt, das Gefühl eine längere Tour mit einem Topo-Schuh zu machen... da frage ich mal besser bei Leuten die dort Erfahrung haben

- Wenn einem nur eine Marke passt und alle anderen nicht, fragt man sich halt, bin ich richtig oder alle anderen falsch... ist mein Fuss wirklich nur für ein oder zwei Marken passgenau?

- Ist es grundsätzlich gut beim langen Wandern, seinen Fuss zu "trainieren" mit z.B. einer breiten Zehenbox oder doch besser in einen geführten, stabilen Schuh... und im Alltag halt "trainieren"...

Oder sogar komplett immer ohne Dämpfung und Sprengung auch beim langen Wandern...???

Bearbeitet von kuenrunner
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Ich weiß nicht ob das Thema hier schon angesprochen worden ist. Ich beschäftige mich auch gerade mit der Frage ob ich auf Trailrunner umsteigen soll und habe da noch einen weiteren Denkanstoss für euch. Ich war diese Woche bei einem Orthopäden, da sich mein rechtes Fußgelenk teilweise instabil anfühlt (alter Bänderriss) und ich wollte daher abklären ob das mit den Trailrunnern dann in Neuseeland so eine gute Idee ist.

Ich war Ostern 3 Tage mit denen im Harz wandern und hatte gerade auf schrägen Flächen ein ungutes Gefühl in diesem Fuß. 

Da ich letztes Jahr mit den knöchelhohen Wanderschuhen von Lowa von München nach Venedig gewandert bin und da überhaupt keine Probleme mit dem Fuß hatte, sollte man die Vorteile der Trailrumnet mit den eigenen körperlichen Voraussetzungen überprüfen. War ein Hinweis meines Orthopäden. Ganz aus ist der Traum von den Trailrunnern noch nicht, er hat mir eine Aircast 60 Orthese verschrieben, ich werde Mal damit testen ob es ein adäquater Ersatz sein könnte. Denn bevorzugen würde ich Trailrunner in NZ schon. Weniger wegen dem Gewicht, sondern eher um mir keine Gedanken beim Durchwandern von Flüssen und dem Trocknen der Schuhe dann machen zu müssen.

 

 

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Am 17.6.2022 um 03:59 schrieb kuenrunner:

nur zur Sicherheit, dass wir über den selben Schuh reden:
https://www.topoathletic.com/mens-mt-4?color=171

hat noch jemand einen Tipp für meine Partnerin, leichte Überpronation, breite Zehenbox?
Ich habe mal an den Ultraventure Pro von Topo gedacht, erster Eindruck super.

Vielleicht hat jemand dazu ja Langzeiterfahrung?

Mir als ebenfalls leichter Überpronierer hat der Ultraventure Pro kürzlich fast den PCT-Hike kaputt gemacht, nach 60 Meilen hatte ich die ersten stechenden Schmerzen im Mittelfuß beim Abrollen und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Ein „falsches“ Aufsetzen verzeiht der Schuh nicht gern. Die Dämpfung ist in denen nach zwei Tagen in der Wüste gleich null gewesen und die schlabbrigen Innensohlen sind, mit Verlaub gessgt, ein Witz. Von der angeblichen Rock Plate habe ich nichts gespürt (dafür jeden Kieselstein). Bin jetzt wieder zurück bei Hoka Speedgoat (jetzt in wide) und laufe im Vergleich wie auf Wolken. Die Sprengung bei den Speedgoat ist 4 oder 5mm, habs gerade nicht im Kopf, also nicht viel anders, nur die Dämpfung ist ist deutlich mehr. Das erste Paar hat etwa 1000km mitgemacht, mit teils elendiglich schwerem Rucksack wegen der langen Water Carries. Sind natürlich nur subjektive Erfahrungen und Eindrücke.

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vor 12 Stunden schrieb Kay:

Es gibt von Noene auch Einlagen mit dem Zweck die Hersteller-Einlage zu ersetzen. Die sind dann geformt und Gewölbe-stützend. Das wollte ich nicht. Solche Modelle gibt es z.B. auch von Superfeet und sicherlich anderen Anbietern

Solche Teile, wie auch orthopädische Einlagen sind das absolute Gegenteil von barfuß und verschieben nur die Symptome auf später, lösen aber das Problem nicht und verstärken das Problem ist nur, was man aber nicht merkt, da sie Symptome verhindert werden.... 

 

vor 12 Stunden schrieb Kay:

Ich habe übrigens ca. 2 Jahre gebraucht, um ohne gewölbestützende Einlagen schmerzfrei länger gehen zu können. Dafür habe ich während der Tour für immer längere Strecken oder herausfordernde Strecken oder mit mehr Gewicht im Rucksack die orthopädischen Einlagen getauscht gegen die Hersteller Einlagen. Bis ich irgendwann kein Bedarf mehr hatte zu den geformten Einlagen zurückzukehren, auch nach 35km mit 4-8 kg Rucksack und langen, steilen Bergab-Passagen.

Genau so geht das

 

vor 11 Stunden schrieb kuenrunner:

Wenn einem nur eine Marke passt und alle anderen nicht, fragt man sich halt, bin ich richtig oder alle anderen falsch... ist mein Fuss wirklich nur für ein oder zwei Marken passgenau?

Wir sind halt individuell, wir können nur unserer eigener Maßstab sein. 

 

 

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vor einer Stunde schrieb zopiclon:

Genau so geht das

und wäre es dann auch folgerichtig mit der Reduzierung der Dämpfung genauso vorzugehen? Und irgendwann dann auch bei längeren Wanderungen ohne Dämpfung auszukommen und nur noch mit einer dünnen, schützenden Sohle wie in barfuss-Schuhen?

 

vor 9 Stunden schrieb BitPoet:

Mir als ebenfalls leichter Überpronierer hat der Ultraventure Pro kürzlich fast den PCT-Hike kaputt gemacht, nach 60 Meilen hatte ich die ersten stechenden Schmerzen im Mittelfuß beim Abrollen und es wurde von Tag zu Tag schlimmer.

du hattest aber auch einen schweren Rucksack dabei, oder?

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vor 13 Stunden schrieb kuenrunner:


Beim Wandern bin ich halt noch nicht so erfahren und frage deshalb hier im Forum, bei Leuten, die nichts verkaufen wollen... Meine letzter Wanderschuh-Fachgeschäft-Kauf, ein Meindl "Brocken" macht mir nur Blasen...
[...]

- Wenn einem nur eine Marke passt und alle anderen nicht, fragt man sich halt, bin ich richtig oder alle anderen falsch... ist mein Fuss wirklich nur für ein oder zwei Marken passgenau?

- Ist es grundsätzlich gut beim langen Wandern, seinen Fuss zu "trainieren" mit z.B. einer breiten Zehenbox oder doch besser in einen geführten, stabilen Schuh... und im Alltag halt "trainieren"...

Oder sogar komplett immer ohne Dämpfung und Sprengung auch beim langen Wandern...???

Auf alle Punkte kann man nur antworten: ausprobieren. Wenn ein Schuh nicht passt, passt er eben nicht und es nutzt nix, wenn User X davon schwärmt. Mir passen La Sportiva, ich kann deren ganzes Schuhsortiment zum Wamdern ohne Voprobe im Laden blind kaufen. Kenn aber genug Leute, die mit den Schuhen Probleme haben.

Meine Wanderschuhe und Trailrunner passen von Tag 1 an, ohne Eingehen oder ähnliches, ohne Blasen, und auf Dämpfung verzichte ich nicht. Auf Dauer hält es kein Fuss aus, wenn man damit auf Teer Strecke macht oder mit Gepäck vom Berg runter muss. Meine Trailrunner sind von Haus aus genug gedämpft, bei Wanderschuhen kommen eben Sporteinlagen anstelle der dünnen Pappplatten rein, die sonst so mitgeliefert werden.

 

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Hallo @kuenrunner, ich habe mir für felsigere Gebiete die Adidas Free Hiker geholt, die als Trailrunner gelten, aber einen höheren, gut gepolsterten Schaft haben und bin extrem zufrieden mit denen. 

Ich besitze auch noch Altra Lonepeaks, die sich super bequem finde, aber aber zumindest mental geben mir die Free Hiker mehr Sicherheit, wenn die Trails "natürlicher" sind, also mehr Möglichkeiten des Umknickens bieten, deswegen greife ich meistens zu diesen. 

Bearbeitet von moyashi
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Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb moyashi:

ch besitze auch noch Altra Lonepeaks, die sich super bequem finde, aber aber zumindest mental geben mir die Free Hiker mehr Sicherheit,

haben die denn auch so eine schön breite Zehenbox wie die Altras?
Meine Erinnerung an Adidas-Laufschuhe ist eher schmal, eng und vorne spitz...

und was kannst du über die "Weichheit" der Mittelsohle von Adidas im Vergleich zu Altra sagen? Kommst du mit beidem klar oder sind die Adidas deutlich besser? (Mir wurde wie gesagt, von topo und altra abgeraten, wegen der "Weichheit" und dem Einsinken ins Fussbett...)

Bearbeitet von kuenrunner
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Am 17.6.2022 um 21:20 schrieb zweirad:

Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts schreiben, da ich die ewige Diskussion nicht mehr führen mag. Wie oft habe ich unterwegs schon schlaue Sprüche wegen meiner Trailrunner gehört.

[...]

Ich verwende nun seit rund 8 Jahren ausschliesslich Trailrunningschuhe und mache damit normale Bergwanderungen, Alpinwanderungen bis ca. T6. Eben alles, was nicht mehr Ausrüstung als gegebenenfalls einen Helm erfordert. Auch Klettersteige (ca. T3-T4, ich bin kein KS-Profi) waren bisher immer problemlos.
Natürlich ist @Jever noch etwas Alpiner unterwegs, aber der Fragesteller bezieht sich hier auch nicht auf Touren auf die Dufourspitze sondern auf "längere Strecken (auch in Mittelgebirgen)".

[...]
Einzig für Hochtouren mit Steigeisen scheinen mir die Trailrunner ungeeignet. Wobei ich mir habe sagen lassen das selbst Ueli Steck (Nein, ich vergleich mich nicht mit ihm) seine Rekore mit Steigeisen an den Trailrunnern gemacht haben soll. Habe das aber nicht überprüft und Hochtouren, Steigeisen usw. sind nicht mein Fachgebiet. Für meine Bedürfnisse reichten bisher die Microspikes und mein Pickel. Ansonsten kann ich auch einfach umdrehen, da fällt mir kein Zacken aus dem Krönchen. 
Stufen schlagen geht mit den Trailrunnern sehr wohl, auch wenn natürlich nicht so komfortabel wie mit festen Stiefeln.

[...]

Wer mit seinen Trailrunnern auf Geröll oder sonstwo ständig abrutscht, hat schlicht die falschen Schuhe. Punkt. Ich habe solche Probleme nicht. Klar fehlt der Schutz an den Knöcheln, welche die Stiefel bieten. Auch bin ich schon das eine oder andere Mal abgeknickt. Daran hat sich mein Bewegungsapparat gewohnt und ich habe mich dabei nie verletzt.

Um da noch einmal Senf rein zu rühren - auch wenn es den TO nicht betrifft.

Ich halte es für sehr kritisch, zunächst einmal zu erklären, dass man in einem gewissen Bereich keine Erfahrung besitzt, dann aber Tipps zu eben genau hierfür abzugeben und das Ganze auch noch sinnfrei zu untermauern.

Der Hinweis auf Ueli (der nebenbei wohl auch ausgerutscht und runter gefallen ist) ist so sinnfrei, wie wenn ich einem 50kg schweren Asthmatiker empfehle, sich an Mike Tyson zu orientieren - bevor ich ihn in eine Kneipenschlägerei schicke. Der Verweis auf die Dufour als "etwas alpiner", als dass was Du machst, ist ebenso nur Unwissenheit geschuldet. Ich kenne den Berg, ich habe mir 3x bis jetzt an ihm den hintern abgefroren und würde da noch ganz anderes Material empfehlen als für eine simple Hochalpenwanderung im Sommer an der 3000er Grenze.

Entsprechend werte ich die Einschätzung zu Trailrunner und Schnee im Gebirge als unnötige Anekdote, nicht jedoch als sinnvollen Tipp für Anfänger hier im Forum. Die Aussage, dass Trailrunner für alles ausser für Hochtouren mit Steigeisen geeignet seien, fällt auch unter Anekdote ohne passendes Fachwissen. Dein Hinweis auf die T-Skala in der Hinsicht ist für die Tonne. Ich kenne genügend T6-Routen, die Trailrunner tauglich sind, aber auch so manche T5, wo man mit solchen Schlappen ernsthafte Schwierigkeiten bekommt. Das ist nicht an die T-Skala gekoppelt, sondern an den Untergrund. Eine Schutt T6 geht, sobald ich auf kleinen Leisten und Kanten antreten muss, wird es mit solchen weichen Schlappen ungemütlich.

Last but not least finde ich es "spannend", jemandem zu erklären dass er nur oft genug im Geröll oder sonst wo umknicken muss, damit sich die Fussgelenke daran gewöhnen und dass die empfohlenen Schuhe letztendlich tauglich werden. Kann ein 20-jähreiger schon machen, aber Leute im älteren Semester und welche mit vorgeschädigten Gelenken können darüber nur den Kopf schütteln. Ich habe schon auf Madeira im zahmen Gelände eine Woche lang am eigenen Körper auf Tour studiert, wie mies die Dinger im Vergleich zu Trekkingstiefel hinsichtlich Umknicken sind - auch ohne Geröll. 

 

Mag ja sein, dass Du einer der Cracks bist, die ich so unterwegs sehe. Aber auf einen Crack treffe ich zum Ausgleich dann sicher 10-20 Leute, die in der gewählten Route und mit der Ausrüstung eher auf gut Glück als basierend auf Können unterwegs sind. 

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Auf nicht mal 2000m, Mitte Juni, bei bestem Wetter und nicht mal im harten Firn, sondern nur etwas Schnee. Zwei Tage später gab es an der Stelle einen tödlichen Unfall. Ausgerutscht, runter gefallen, weg. Wir waren an dem Tag ganz und gar nicht UL-mässig unterwegs - mit steigeisenfesten Bergstiefeln, Eisgerät und Steigeisen.

 

Bearbeitet von Jever
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Am 17.6.2022 um 11:19 schrieb icefreak:

Für die kalte Jahreszeit, bei Matsch und Schnee, habe ich jetzt Speed Hiking Schuhe am Start. Schließt für mich die Lücke zwischen turnschuhartigen Trailrunnern und schweren klassischen knöchelhohen Wanderschuhen. Die Sohle hat da einen Millimeter mehr Profilhöhe und ist kompakter, der Schuh hat eine Membran und eine Neoprenmanschette. 

und im Sommer von Decathlon den MT2 Trail.

Pros: breite Zehenbox, hammer Grip

Cons: sehr offenes Profil am Vorderfuß, nicht sehr verschleißfest (aber auch nicht schlimmer als Salomon Speedcross, den ich vor vielen Jahren vor meiner UL-Zeit hatte).

Bearbeitet von icefreak
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vor 5 Stunden schrieb Jever:

Kann ein 20-jähreiger schon machen, aber Leute im älteren Semester und welche mit vorgeschädigten Gelenken können darüber nur den Kopf schütteln. 

Kann ich so nur unterschreiben.

Auf der Jagd nach Kilometer- und Gewichtsrekorden kommt man schnell in einen Sturmodus und läßt jede Sicherheitsbetrachtung beiseite.

Ich liebe meine Trailrunner, aber für die größere Sommertour mit Hochgebirgseinlage werden es die etwas stabileren, die ich bereits erwähnt habe. Dann werden es eben 5 km weniger am Tag oder ich trinke eine Kofola mehr in CZ, mein Gott. Das Ego bleibt da zu Hause. 

Wenn ich auf dem Forststeig wieder mal den PB-Egotripp mache, habe ich kaum Sicherheitsreserven. Da kenne ich aber auch jeden Meter und die S-Bahn ist nicht weit.

Einmal bin ich tatsächlich am Tag 2 auf dem Forststeig in Trailrunnern umgeknickt. Da wurde aus Laufen leichtes Joggen, dafür war ich aber nicht trainiert. Das ist bei mir nicht schlimm, nach zwei Minuten ging es weiter. Richtung Tal und straight zur S-Bahn! Schön sachte, weil ein zweites Mal umknicken dann fatal gewesen wäre.

Also an der Stelle ruhig mal rechts und links schauen. Nicht zu zeitig auf eine ganz spezielle Nische einengen. Trailrunner sind irgendwo doch Spezialisten.

 

Edit: EINZELNE Extremleistungen, die ein topfitter Athlet gerade so überlebt hat, laufen ja wohl mal außer Konkurrenz. Also wirklich.

Da erinnere ich an die Sache bei so einem alpinen Ultratrail-Event, wo diese Art Schuh ja zuhause ist. Mehrere Tote meine ich, nach Wetterumschwung.

Jetzt gibt es da ganz straffe Regeln für die Mindestausrüstung, u. A. Regenjacke mit mind. 10 000 mm Wassersäule, Wechselsachen, Wassermenge je nach Strecke, Biwaksack, bei geplantem Nachtlauf ZWEI Stirnlampen incl. Ersatzbatterien usw.

Bearbeitet von icefreak
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vor 54 Minuten schrieb icefreak:

Trailrunner sind irgendwo doch Spezialisten

Schon, aber mir haben sie geholfen!

Ich war viele Jahre in Wanderstiefeln (Hanwag Alaska GTX in Wide-Ausführung) unterwegs. Blasen und brennende Fußsohlen waren meine ständigen Begleiter. Teilweise war das extrem schlimm. Eine Lösung war jahrelang nicht in Sicht. 

Auf dem Jakobsweg Via de la Plata in Spanien unterhielt ich mich in einer Herberge mit einer Amerikanerin. Worüber unterhält man sich da? Natürlich über die Ausrüstung, Probleme usw. Als wir uns über Wanderschuhe unterhielten, zeigte sie mir ihre ALTRA Lone Peak-Trailrunner.

Zuhause bestellt und ausprobiert. Probieren bedeutet ja auch immer kaufen, so dass ich nicht wusste auf was ich mich da einlasse. Ich hatte nie wieder irgendwelche Probleme, egal auf welchen Wegen ich unterwegs war. Ich fühlte mich wie neu geboren.

Ein weiterer Aspekt spielt bei mir auch noch eine Rolle, der bisher in diesem Thread nicht so im Fokus stand. Mit den Wanderstiefeln hatte ich trotz der Benutzung von Stöcken teilweise schlimme Umknick-Verletzungen. Oft genug musste ich Tagesetappen auf längeren Wandertouren deswegen abbrechen.

Mit den Trailrunnern (ebenfalls mit Stöcken) bin ich auch umgeknickt, aber nie so schlimm, wie mit dem Wanderstiefeln.

Ich habe festgestellt, dass ich mit den Trailrunnern viel bewusster durch die Gegend laufe. Ständig prüfe ich, wo ich meinen Fuß hinsetzen kann. Wer mich beim Wandern beobachtet, könnte meinen, dass ich Pilze sammle. Mit den Wanderstiefeln war das nicht so. Ich habe mich beim Wandern, egal auf welchem Untergrund, zu sehr auf die Wanderstiefel verlassen. Die Wanderstiefel werden es schon richten bzw. "ausbügeln". Das war meine Vorgehensweise, die zu den genannten Umknick-Problemen führten.

Deshalb: Nie wieder Wanderstiefel. Auch im Hochgebirge bin ich mt Trailrunnern unterwegs.

Irgendwo hier im Forum habe ich mal eine Berechnung angestellt, wenn man bei einer durchschnittlichen Schrittweite von ca. 70 cm auf eine Schrittzahl von 50000 am Tag kommt. Das sind 35 km. Nicht schlecht für eine Tagesetappe. Bei einem Hanwag-Wanderstiefel, der ca. 1 kg wiegt und einem Trailrunner, der auf ca. 250 g kommt, sind das für den Hanwag-Wanderstiefel 50 Tonnen, die jeden Tag bewegt werden müssen. Für den Trailrunner sind das 12,5 Tonnen. In der Landwirtschaft gibt es Hänger, die 10 Tonnen Last befördern können. Jeder kann sich jetzt einen Traktor mit 5 Hängern vor seinem geistigen Auge vorstellen, der an ihm vorbeifährt. Und das jeden Tag auf einer längeren Wandertour. Das ist ein gewaltiger Unterschied zu den Trailrunnern.

 

Bearbeitet von einar46
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vor 22 Stunden schrieb kuenrunner:

Mittlerweile laufe (jogge) ich mit fast nur topo-Schuhen und im Alltag fast nur barfuss Schuhe...
Bin in der Hinsicht quasi mein eigener Berater und komme ganz gut klar...
Beim Wandern bin ich halt noch nicht so erfahren und frage deshalb hier im Forum

Wenn du mit den Schuhen beim Trailrunning klar kommst, würde ich sie auch beim Wandern nehmen. 

In der Regel macht bei mir ein und dasselbe Paar immer ein ähnliches Leben durch: Laufen (Langstrecke) - - > Wandern - - > Gassigehen - - > Mülltonne :mrgreen:

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vor 2 Stunden schrieb einar46:

Schon, aber mir haben sie geholfen!

Mir auch!

Der TE meinte ja, ob Trailrunner prinzipiell in Frage kommen. Daran gibt es wohl keinen Zweifel.

vor 2 Stunden schrieb einar46:

Blasen und brennende Fußsohlen waren meine ständigen Begleiter. Teilweise war das extrem schlimm. Eine Lösung war jahrelang nicht in Sicht. 

Metoo. Trailrunner waren der Durchbruch für mich. Reine Turnschuhe gehen nicht mehr, da macht das Querfußgewölbe nicht mehr mit. Trailrunner, also die, die ich kenne, haben im Sohlenaufbau eine höhere „Festigkeit“, vor allem mehr Schutz gegen Punktbelastung, als ein Straßenturnschuh. Genügend Feedback vom Untergrund, wichtig für das sensitive Gehen, und Flexibilität sind vorhanden. Überdies mag ich Beweglichkeit im Knöchelbereich sogar, bin aber durch andere Sportarten dort recht gut stabilisiert.

vor 2 Stunden schrieb einar46:

einem Trailrunner, der auf ca. 250 g kommt

Wow. Grade gewogen:

  • MT2 Trailrunner 715 g
  • FH500 Speed Hiking Schuhe 1006 g

Alle von Decathlon, in Gr. 46, paarweise gewogen. Meine Tonnage beträgt ca. 80 kg.

Die MT2 waren der Hammer bei der Hohen Tour, eine 60 km Tagestour.

Die doch recht schweren Speed Hiking Schuhe haben es mit UL-Gepäck am Wochenende am ersten Tag auf 50 km Tagesdistanz geschafft. Davor zahlose kleinere Trips im Winter, bei Schnee und Matsch. 

Das Ultralight-Prinzip war für mich ein echter Befreiungsschlag, und der Tipp mit den Trailrunningschuhen Gold wert.

Aber ich möchte nicht aus Verbissenheit neue Dogmen aufbauen, sondern flexibel im Kopf bleiben. Es heißt ja, immer das Leichteste im Verhältnis zu den objektiven Anforderungen (Geländeform, Untergrund, Jahreszeit, …) UND den individuellen Fähigkeiten auszuwählen. Das ist für mich das PRINZIP.

Trailrunner gehen immer und überall, und wer was anderes sagt, verwässert den UL-Gedanken, wird für mich dann schon eher dogmatisch.

OT: … und hey, wenn es um's Weglassen geht: an Wim Hof kommt hier bestimmt keiner ran :eek:

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Geschrieben (bearbeitet)

Danke für die rege Diskussion und die Anregungen.
 

Für mein Zwecke wird ein Trailrunner, im Speziellen der topo-Athletic MT-4, wohl absolut ausreichen...

Ich frage mich sogar eher, ob die von den Schuhen gegebene Dämpfung, (sollte ja ähnlich des Lone Peak von Altra sein)
nicht auch noch zuviel ist, und einen natürlichen, gesunden Bewegungsablauf, verhindert... ???
 

Aber für lange Strecken sind mir barfuss-Schuhe dann doch zu krass... das macht meine Achilles-Sehne und die Waden nicht mit... Bin mir nur unsicher ob das an der Dämpfung oder der minimalen Sprengung in den Topo's liegt, dass die Waden und Achillessehnen ruhig bleiben...

Mir spukt halt noch der Ratschlag eines "Experten" im Kopf, der meinte, die topo's seien so "fussgesund" auch nicht, wegen der Zehensprengung (toe spring) also der erhöhten Zehenbox, und der zu weichen Dämpfung...

Was denkt ihr darüber?

Bearbeitet von kuenrunner
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vor 21 Stunden schrieb kuenrunner:

Mir spukt halt noch der Ratschlag eines "Experten" im Kopf, der meinte, die topo's seien so "fussgesund" auch nicht, wegen der Zehensprengung (toe spring) also der erhöhten Zehenbox, und der zu weichen Dämpfung...

was denkt ihr darüber?

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vor 22 Stunden schrieb kuenrunner:

wegen der Zehensprengung (toe spring) also der erhöhten Zehenbox

Welcher Schuh hat denn keinen toe spring? Oder geht es da um die Höhe und den Widerstand? Ich hab grad meine Schuhe angeschaut: Einen toe spring haben: Altra LP6, Topo, sogar meine fivefingers ascent. Wenig toe spring haben: Vivobarefoot Primus Trail SG. Sogar meine Sandalen haben einen leichten, wobei ich nicht weiß ob das immer schon so war oder durch das Gehen damit erst entsteht und der Widerstand ist natürlich sehr gering (Shamma Sandalen Mountain Goats, Xero Sandalen Genesis)

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