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Ultraleicht Trekking

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Hallo zusammen,

Dosenkocher die Einhundertundelfte :-P

In Vorbereitung auf Touren, bei denen es vor Ort kein Gas zu kaufen gibt, rücke ich erstmalig von meinem geliebten, weil ja ach so idiotensicheren, schnellen und (fast) geruchslosen Gaskocher ab und habe mir einen ersten Dosenkocher gebaut:

dosenkocher.jpg

Leider bin ich von der Leistung ziemlich enttäuscht, braucht er doch bei Innenbetrieb gut 20 Minuten um einen Liter kaltes Wasser zum Kochen zu bringen.

Ich vermute mal, dass ich mit der Frage in ein Wespennest steche, aber wage es trotzdem mal:

 

Welcher ist nun eurer Empfehlung nach der schnellste Dosenkocher?

 

Es geht mir nicht um 10g mehr oder weniger, sondern einfach um einen schnellen Brenner. Gerne MYOG, aber ich habe auch kein Problem damit, einen zu kaufen, solange er nicht 50€ und mehr kostet.

Bin wirklich sehr gespannt auf eure Empfehlungen!

 

Gruß,

 

Lars

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Ich kann dir da leider keine guten Daten nennen, denn 1L Wasser zum Kochen bringen ist sehr sehr viel. Die meisten nutzen weniger, und eine Temperatur bei der die ersten Blasen vom Topfboden aufsteigen reicht fürs Essen rehydrieren idR. aus. Und für bsp. schwarzen Tee, bei dem die 100°C wirklich wichtig sind, koche ich deutlich kleinere Mengen.

Ich glaube aber auch, dass es sehr viel schneller nicht wird. Mein Maximum (weil größter vorhandener Topf) sind 800ml (Oberkante!) im Trangia HAlu "1l" Topf auf dem Caldera Cone, dauert ca. 15min bis es wirklich sprudelt (im Gelände)

bearbeitet von Freierfall

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Eigenartig, ich habe auch diesen Typ mehrfach gebaut und meine Kocher funzen richtig gut! An Deinem Kocher fällt mir auf, dass das Oberteil ziemlich weit rausschaut und so die Jet-Kanäle sehr groß sind. Das könnte zu Lasten der Effektivität gehen.

Siehe auch hier: http://pluennenkreuzer.de/001_Landgaenger/420_Stove_8/420_stove_8_01.html

HAL

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Danke euch beiden für die Rückmeldung!

@Freierfall Das stimmt wohl. Viele der dehydrierten Gerichte, die ich gern esse (Trek n eat) benötigen leider um die 500 ml, macht bei zwei Personen dann eben einen Liter. Ist auf jeden Fall schon mal ein guter Ansatz, da mal zu schauen und die zu nehmen, die weniger Wasser benötigen. Und ebenfalls ein guter Punkt, dass das Wasser nicht zwingend sprudelnd sieden muss.

@HAL23562 Ich hatte das Oberteil zu Beginn tiefer, allerdings kam dann nicht bei allen Jets Gas durch...so dass ich das Unterteil nach und nach gekürzt habe. Jetzt schauts oben weiter raus und brennt ordentlich und gleichmäßig..kann gut sein, dass das zu Lasten der Effektivität geht. Dann muss ich da noch mal rumbastelnn.

 

Der ultimative Tipp für einen schnelleren Kocher kam noch nicht... gibt es denn überhaupt einen oder ist das nur ein Wunschtraum?  :-)

 

 

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Ich hab bei meinem wesentlich mehr Einkerbungen (=Jets). So etwa im Halb-Zentimeter-Abstand. Bei mir gehen die Einkerbungen auch grad so zur unterkante der äußeren Hülle.
Bei meinen zwei die ich gebaut hatte habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Jets nicht gut gebrannt hatten bzw. mit Topf drauf ausgegangen sind bevor ich ein winzig kleines Loch oben knapp unter die Kante des Innenteils gemacht hatte. Vielleicht zu viel Druck im Inneren?!

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Da es ja auch ein gekaufter Brenner sein darf, wäre meine Empfehlung der Toaks Siphon.
Da klappt 1L Wasser in 15min, draußen, im Hobo getestet:
Das Video ist etwas länger, ist eigentlich ne Videoantwort auf Youtube, kannst etwas vorspulen. Mit allen mir verfügbaren MYOG Brennern und dem Trangia dauert es länger, der Evernew Titan schafft es in ca. 12min, braucht aber mehr Sprit.

 

bearbeitet von TappsiTörtel

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Hehe, hier ein Youtubevideo:

Silver chimney

und noch eins:

Alkohol pocket rocket

Das Prinzip dürfte klar sein, aber riskant!

Think big!

Nimm eine Cremedose mit einem entsprechend grossen Durchmesser und baue damit einen Starlight clone,

Und rechne damit das die Geschichte schwer werden wird, denn grosse schnelle Kocher brauchen mehr Sprit.

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vor 15 Minuten schrieb lutz-berlin:

HA Alutopf nehmen dann geht das schnelleremoji12.png

Richtig ... Alu benutze ich allerdings schon ewig nicht mehr ... mit dem üblichen Argument, bei HA natürlich diskussionswürdig ... gehört aber nicht in diesen Faden rein und dazu gibts ja schon genug Fäden ;-)

bearbeitet von TappsiTörtel

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Also mein Whitebox-Stove in der hier vorgestellten Trangia-Umbau-Variante schafft 0,5 Liter in etwas über drei Minuten. Das liegt u.a. daran, dass er einen regelrechten Flammenschal um den Topf legt. (Das Foto entstand im Winter draußen bei Schnee.)

wbxtrangia-principle.jpg  wbxtrangia-action-dark-full.jpg

In den Topf kann man theoretisch 1 Liter füllen, dann ist er sehr voll. Probiert habe ich die Kochzeit mit 1 Liter nicht. Lässt sich dank des Untertopfs auch im Winter gut starten.

Ich verkaufe dir das Set (Kocher, Windschutztopf, Topf, Alufoliendeckel, Speichen als alternativer Ständer für andere Topfgrößen oder andere Brenner) gerne. Wenn dich das interessiert, kann ich mal einen Test mit mehr Volumen machen.

bearbeitet von Stromfahrer

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vor 4 Minuten schrieb lutz-berlin:

Mit ein Zelph style stove reicht eine Unze und nach 1min kocht der Liter
im Snow peak

Nach EINER Minute? Kannst Du dazu mal ein Video liefern? Das klingt doch mehr als rekordverdächtig...

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Dein Kocher sieht in der Tat etwas merkürdig aus. Ich kann dir raten die kleinen 0,25 ml Dosen Red Bull zu nehmen (oder vergleichbare), die gehen meiner Meinung nach am besten. Der Durchmesser ist gering, dadurch haben die Jets die Maximale Wirkfläche an der Topfunterseite. Mann muss natürlich etwas Vorsichtig sein das es nicht kippt, bzw. am Windschutz zusätzliche Topfhalter anbringen...

Weiterhin empfielht es sich Töpfe mit möglichst großer Bodenfläche zu verwenden, auch hier mit dem Ziel die Wirkfläche der Jets zu vergrößern.

Mit dem kleinen Kocher hab ich schon mit gut 1l Nudeln für 3 Personen gekocht, Zeit bis zum Kochen ca.15 min inklusive einmal Spiritus nachgießen, da ich nur knapp 20ml im Kocher hatte.

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MIt dem gleichen Kocher wie du ihn gebaut hast (allerdings ist meiner aus einer RedBull-Dose) kocht ein knapper Liter kaltes Wasser nach ca. 12 Minuten (im 1 L. Trangia HA-UL Alu Topf, mit Titanfolien-Windschutz und mit 20 ml. Spiritus).

Probiers doch einfach, wie schon geschrieben mit einer RedBull-Dose und kleineren Jets. 4-5 Jets gingen ohne Topf drauf nicht an bzw. sind nach kurzer Zeit ausgegangen. Nachdem der Topf dann drauf kam (höherer Druck im Kocher?) liefen dann aber alle Jets.

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Vielen Dank euch allen für die vielen Antworten und Anregungen!

Werde wohl erstmal die nächsten Tage bis Wochen brauchen, bis ich mich durch die Möglichkeiten durch gearbeitet habe - ich hatte es befürchtet! :-P

Die Mehrheit hier ist ja der Meinung, dass es mit meinem Brenner bzw. evtl. auch einer kleineren Variante aus einer Energydrink-Dose eigentlich deutlich schneller gehen sollte. Vielleicht ist die Zeit auch dem von mir verwendeten Topf geschuldet, der allerdings aus Alu und recht weit ist.

@g0t0 : Das Loch knapp unterm Rand ist drin .. durchstochen mit einer Heftzwecke sollte es eigentlich genau die richtige Größe haben.

@Bluebalu : Beeindruckend, aber wie auch sagst, riskant. Ein bisschen sicherer darfs dann doch sein :)

@Lutz : Welchen Toaks meinst du? Siphon? Oder gibt´s da noch nen anderen?

 

Meine nächsten Schritte sind also folgende:

Kürzen des Innenteils, damit es tiefer sitzt und die Austrittslöcher der Jets wieder kleiner werden. Ausprobieren obs funktionert und wie die Zeit bei einem Liter und dem kleinen Alu-Topf von Trangia aussieht, den ich auch besitze. Die von Daune angegebenen 12 Minuten bei 20ml Verbrauch sind schon ein ziemlicher Benchmark, damit wäre ich voll und ganz zufrieden.

Falls das nichts wird, probiere ich die kleinere Variante mit der Red Bull-Dose.

Falls das nichts wird, denke ich mal über den Whitebox-Stove von Stromfahrer oder den Siphon von Toaks nach.

Ich werde berichten, wenn ich mehr weiß.

 

Gruß,

 

Lars

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@Breaze: Nur mal so am Rande, da der Teufel ja oftmals ein Eichhörnchen ist: Einen Deckel verwendest du schon? Nicht das da die Hälfte der Hitze einfach flöten geht.

OT: Ansonsten Kopf hoch. Mir geht es mit einer 700´er Titantasse ähnlich. Da bekomm ich einfach keinen brauchbaren Kocher hin :(

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Oho ja ... habe die Jets durch das Kürzen des Oberteils wieder etwas verkleinert und den kleinen 25er Trangia UL Alu genommen. Die Flammen sind seitlich recht hoch geschlagen, hatte eine blaue Flammenwand bis fast hoch zum Deckel um den Topf herum - und voilá : 7:40 Minuten bis zum sprudelnden Kochen. Hammer! Vom Durchmesser her ist hier aber wohl wirklich die Redbull-Dose besser, da etwas kleiner ... ich hatte ein bisschen Angst, dass der Deckel anfängt zu brennnen.

Ich habe das Experiment mit dem anderen Topf wiederholt und nach über 12 Minuten abgebrochen, weil wieder nichts kochte und jetzt ist mir auch klar, wieso. Dieser Topf hat einen Wärmetauscher-Ring am Boden, in dessen Mittelpunkt der Brenner steht. Ich dachte eigentlich, dass der Wärmetauscher zusätzlich hilfreich ist, die Wärme der sonst seitlich hochschlagenden Flammen effektiver an den Boden zu leiten (so ist das ja im Prinzip auch gedacht), aber offenbar hat er dazu geführt, dass der Brenner zu wenig Sauerstoff hatte. Er ist nicht ausgegangen, aber hat nicht genug Hitze entwickelt um den ganzen Liter zum Kochen zu bringen. Daher die ewig langen Zeiten. Ich Depp hab mich wohl selbst ausgetrickst :)

Jetzt kann ich mir nur noch überlegen, ob ich den Ring versuche zu entfernen oder nen anderen Topf mitnehme, wenn ich mit meiner Freundin trekke und den Spiritusbrenner mitnehmen will. Oder ich koche den einen Liter im Trangia, das wird allerdings schon ziemlich eng.

Danke nochmal für die schnelle Hilfe hier, das war ja leichter als gedacht!

bearbeitet von Breaze

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7 Minuten passt zu meinen Erwartungen, die ich mit dem o. g. Whitebox-Stove bei einem Liter hätte.

Du könntest – statt den teuren Wäremtauscher-Topf zu zerstören – zunächst einen zweiten Dosenkocher bauen und dessen inneren Teil (den Topfständer) einfach um die Höhe des Wärmetauschers länger machen. Auf diese Weise sitzt der beautiful Spot genau da, wo der Wärmetauscher seine Arbeit tut. Evtl. hast du dann sogar noch bessere Zeiten.

Das ist allemal preiswerter, denn falls der Versuch scheitert, bleibt dir ein verkaufbarer Topf mit Wärmetauscher.

bearbeitet von Stromfahrer

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      Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

      Doch nun endlich zu den Bildern:









       
       
      Für die Bastelfreunde:
      Druckvorlage/ Schablone:
      Druckvorlage 01.pdf
      Druckvorlage 02.pdf
       
      Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
      Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
        Arbeitsschritte:
      Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
      Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
      Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
      Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
       
      Viel Erfolg beim Nachbauen!
    • Von Andreas K.
      In den vergangenen zwei Monaten habe ich mich intensivst mit unterschiedlichen Bauarten von Spiritusbrennern beschäftigt.
      Bei der Konstruktion waren mir neben einer kompakten Bauweise, die Leistung, die Rußbildung, der Verbrauch, aber auch das Gewicht, wenngleich untergeordnet, wichtig.
      Bei meinen Versuchen haben sich vier Kochertypen mit unterschiedlichen Vorzügen herauskristallisiert, die ich dann jeden für sich optimiert habe und die ich in gleichbleibender Qualität reproduzieren kann.
      Im Folgenden möchte ich die Brenner in Wort, Bild und Video vorstellen, und am Schluß untereinander und mit einem Vergleichbaren kommerziell erhältlichen (Toaks Syphon) in einem Test gegenüberstellen:
      (Basis aller Kocher waren jeweils eine Proseccodose (Lidl) und eine Deo-/ Haarspray-/ Rasierschaumdose mit Ø52,9 mm, die von Haus aus perfekt miteinander harmonieren. Die Abmessungen der Kocher sind mit Ø53,1 mm x 28,0 mm klar definiert.)
      Doppelwand Typ 1 - „Fegefeuerle“:
      Einlage Graphitfilz 3 mm 8 Jets á Ø 1,1 mm Neigung (Jets) 15° (Bezug Mitte Querschnittsfläche Brennerring) 17 g










       
       
      Dopelwand Typ 2 - „Beelzebübchen“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12 Jets á Ø 0,7 mm Neigung 15° 21 g





       
      Kapillar offen - „Luzifeuer“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12er Teilung Querschnitt Kapillaren = Ø 3,5 mm 8 g




       
      Kapillar geschlossen - „Satansbräter“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12er Teilung (längs) plus Brennerring geschlossen (quer) 12 Jets á 0,7 mm, auf Brennerring 15° versetzt (Bezug Längskapillaren) Neigung 50° 18 g





       
      Leistungsmerkmale, Vergleich der Kocher und persönliche Wertung im Test:

  • Benutzer online   21 Benutzer, 0 anonyme Benutzer, 82 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







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