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Ultraleicht Trekking

Neues Forum Fahrradtrekking-Ultraleicht-?


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Und das bei Fahrradfahrern die sich mittlerweile eine Materialschlcht bieten wer das leichteste Rad fährt, kann ich nicht verstehen warum die sich nicht mit UL beschäftigen. Aber kann ich verstehen das ein eigenes Forum Sinn macht. Ich hatte mal einen Bekannten der meine Idee den Bohusleden zu wandern mit möglichst wenig Gepäck zu wandern, niedergemacht hat ohne sich konkret damit zu beschäftigen.

Aber trotzdem zur Frage, gibt es nicht hier den eigens genannten Unterblock UL in anderen Sportarten. Die meisten gehen ja hier zu Fuß...

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Ich halte das für eine gute Idee. Ich bin zu Fuss, mit dem Rad und Kajak unterwegs. In allen drei Kategorien find ich es sinnvoll aufs Gewicht zu achten denn alle Bewegung mit Muskelkraft braucht eben Kraft.
In einem anderen Forum habe ich mal entsprechende Vorschläge gemacht, bin dort aber auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen. Häufigste Argumente: Bei Fahrrad/Kajak nicht so wichtig, tragen die ja. Habs dann aufgegeben und halt mein Ding gemacht.

Ich glaube schon, dass hier auch einige mit dem Rad unterwegs sind - wie ich z.B..

HAL

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Auch wenn ich selber mit dem Fahrrad unterwegs bin, glaube ich nicht, dass ein Unterforum notwendig ist. Im "UL in anderen Outdoor-Sportarten" Bereich sind pro Monat 2 bis 3 Threads aktiv. Eine weitere Differenzierung würde meiner Meinung nach nur leere Unterforen entstehen lassen. Übersichtlicher wäre das jetzt nicht.

Vielleicht würde ein MYOG Unteforum in dem "UL in andere..." Forum Sinn ergeben, damit der MYOG Bereich übersichtlicher wird. (Oder auch ein Ausrüstungs Unterforum.) Aber speziell für einen Anwendungsfall finde ich das zu übertrieben.

 

Dazu existiert eigentlich kaum eine Richtung von "UL Fahrrad Trekking". Das definiert sich jeder fröhlich selber und Bikepacking ist auch nur eine Art der Befestigung, ohne irgendeinen Zusammenhang zu UL und häufig auch sackschwer. Beispielsweise kann man ja mal das Volumen/Gewicht Verhältnis einer Rahmentasche berechnen und mit einer einfachen UL Drybag 300g Gepäckträger Lösung vergleichen. Die Bikepacking Variante ist garantiert nicht leichter. Daher bin ich auch gegen den Begriff "Bikepacking UL", sonst bräuchten wir noch ein Forum Radreisen UL, etc.

 

Btw.: Im mtb-news Forum existiert so eine kleine Community und eigentlich sind ein paar extrem leichte auch im rad-forum zu sehen. Hier differenziert es sich aber schon etwas nach Reiseorientierung und MTB-Sport mit Übernachtungen.

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Die Diskussion hatten wir auf jeden Fall auch mal und hatten dann wie ja schon beschrieben das Forum UL in anderen Sportarten eingerichtet um den Fokus nicht zu sehr vom klassischen Trekking abzulenken. Die Frage ist tatsächlich, ob es Sinn macht das wirklich nochmal zu unterteilen und ob diese Unterteilung die Diskussion zu dem Thema beflügelt?!

Man wird wohl um einen Test nicht herumkommen. Ich bin aber für Pro und Kontra zu dem Thema dankbar!

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Von mir kamen ja einige Bikepacking Themen und ich wäre gegen ein eigenes Unterforum, sofern die Threads dazu nicht explodieren. Ich bin irgendwie kein Freund von zu viel Gliederung und ohne eigenes Unterforum hat man wohl breiteres Publikum und damit einen besseren Austausch.

Ich glaube auch nicht, dass Non-Radfahrer genervt sind von den radspezifischen Threads (solang diese nicht überhand nehmen). Grundsätzlich kann ja jeder davon profitieren bzw. sich Inspiration holen.

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UL Radreisen und Bikepacking kann man schon schön im UL in anderen Sportarten Forum diskutieren, dazu braucht es mMn nicht ein eigenes Unterforum mit drei weiteren Foren. Die Radreisen/ Bikepacking Sachen finden sicher mehr Leser & Zuspruch im Reiseberichte Forum wie in einem separaten Unterforum. Auch MYOG Sachen fürs Rad kann man toll mit anderen MYOGlern im Allgemeinen MYOG Forum besprechen, und auch die Ausrüstung kann im allgemeinen Ausrüstungsforum besprochen werden.

Der Vorteil mMn es Allgemeiner zu lassen ist das man a) Andere Wanderer dazu inspiriert auch mal UL mit dem Rad unterwegs zu sein und B) auch andere Meinungen von den UL Wanderern hört, die man in einem eigenen Sub-forum nicht bekommen würde.

Bearbeitet von skullmonkey
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  • 2 Wochen später...

Der Status Quo wird der Sache absolut gerecht. Schließlich ist dieses UL-Trekking-Forum, wenn ich die Einleitungssätze vieler Vorstellungsposts so lese, gerade durch seinen engen Focus so beliebt. Keine thematische Verzettelung. Es ist eben nicht das Ultraleicht-Forum, auch nicht das Ultraleichtsport-Forum, sondern das Ultraleicht-Trekking-Forum.

Das diskriminiert andere Themen/Sportarten nicht, aber es ist ok, sich zu konzentrieren.

Der Titel „UL in anderen Sportarten” verdeutlicht ja schon, dass in dem Unterforum einer der beiden Kernbereiche nicht mehr greift. Als Querschluss zu anderen UL-Anwendungen ist das doch sehr angemessen.

Weiter sollte es m. E. nicht gehen, wenn dieses Forum sich eindeutig von anderen Verzettelungsforen unterscheiden will.

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  • 1 Jahr später...
Am 25.7.2016 um 17:24 schrieb Tipple:

Aber bitte lass es uns dann wenigstens "Bikepacking UL" nennen. :)

Leichtes radfahren auf bikepacking zu reduzieren finde ich nicht gut und auch nicht umfassend.

Er mag noch so uncool und "out" sein, aber ich benutze Gepäckträger an meinen Fahrrädern. Man muss ja keine Ortlieb Tacshen zu je 800g da dran hängen, auch da gibt es ultraleichten Kram.

Ich sag nicht, dass bikepacking generell blöd ist, aber meinen Kram beim Radfahren auf ein halbes Dutzend Mini-Täschchen zu verteilen, die ich dann ständig an- und abtüdeln muss ist einfach nicht mein Ding. Rucksack kommt mir beim Radfahren auch nicht auf den Rücken.

---

Leichte Fahrräder haben im handling sicher Vorteile (wenn man nicht fährt), oder auch in schwierigem Gelände, bei Touren auf der Straße muss man aber hinterfragen, ob eine Gewichtsoptimierung im Sinne von Karftaufwand minimieren wirklich eine kluge Idee ist oder ob es nicht weitaus schlauer wäre, stattdessen die Aerodynamik zu optimieren, ganz besonders dann, wenn man nicht mit 15km/h dahin zuckelt...

Dazu aus meiner Sicht interessante Links:

https://www.cyclingabout.com/how-much-does-bike-and-gear-weight-slow-you-down/

https://www.cyclingabout.com/speed-difference-between-panniers-bikepacking-bags-aerodynamic-testing-results/

https://www.cyclingabout.com/touring-tyres-rolling-resistance-testing/

Das Gewicht ist halt am einfachsten zu optimieren. Eine schnöde Waage genügt. Wirklich gut wäre aber das Gesamtkonzept zu optimieren, also Gewicht, einfaches handling, Rollwiderstand und Luftwiderstand und dann auch noch die Ergonomie und für längere Touren auch die Haltbarkeit.

Das bietet weit mehr Herausforderung und Diskussionsgrundlagen :-)

MfG

 

 

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@Cephalotus

Du postest in einer Diskussion, in der sich schon fast zwei Jahre nichts getan hat.

Bist du einverstanden, wenn wir mit deinem Beitrag einen neuen Thread im Unterforum 'UL in anderen Sportarten' aufmachen?

Ich würde ihn dann dahin verschieben und als Thread-Titel so etwas wie 'Gepäckträger oder Bikepacking?' wählen. 

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vor 1 Stunde schrieb Cephalotus:

Leichtes radfahren auf bikepacking zu reduzieren finde ich nicht gut und auch nicht umfassend.

Ich sag nicht, dass bikepacking generell blöd ist, aber meinen Kram beim Radfahren auf ein halbes Dutzend Mini-Täschchen zu verteilen, die ich dann ständig an- und abtüdeln muss ist einfach nicht mein Ding. Rucksack kommt mir beim Radfahren auch nicht auf den Rücken.

---

Leichte Fahrräder haben im handling sicher Vorteile (wenn man nicht fährt), oder auch in schwierigem Gelände, bei Touren auf der Straße muss man aber hinterfragen, ob eine Gewichtsoptimierung im Sinne von Karftaufwand minimieren wirklich eine kluge Idee ist oder ob es nicht weitaus schlauer wäre, stattdessen die Aerodynamik zu optimieren, ganz besonders dann, wenn man nicht mit 15km/h dahin zuckelt...

Ich antworte schon mal hier - und verschiebe meine Antwort notfalls mit.

1) Klar geht Gepäckträgernutzung auch halbwegs UL. Hier sind Taschen dafür: https://www.arkel-od.com/en/dry-lites.html

2) Warum sollte ein Rad mit Gepäckträgern nicht trotzdem halbwegs leicht sein? Mein Straßenreiserad wiegt nicht viel mehr als 12 Kilo mit allem Drum und Dran - mein MTB für das Bikepacking knapp 11kg.

3) Die Entscheidung für bestimmte Taschentypen orientiert sich m.E. an einer Stabilitäts-/Agilitätsachse:

  • Stabilität macht sich auf der Straße sehr gut. Das Gepäck sollte vorn und hinten tief hängen = Panniers und Gepäckträger.
  • Auf unbefestigten, aber technisch nicht allzu schwierigen Wegen braucht man ein bisschen mehr Agilität - hier ist ein voller Satz Bikepacking-Taschen von Vorteil. Ein zu stabiles Erlebnis (wie auf Schienen) macht nun eher Angst.
  • Bei Bikepacking mit einem hohen Anteil technischer Trails sollte man m.E. zumindest auf die große Sattelstangentasche verzichten und dafür einen Teil des Gewichts im Rucksack transportieren. Das macht noch agiler, weil die Gewichtsverlagerung mit dem Körper dann besser funktioniert. Außerdem lässt sich eine Variostütze in dieser Konstellation leichter verwenden und Tragepassagen sind leichter zu bewältigen.

 

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vor einer Stunde schrieb Tipple:

Konnte  mich gar nicht mehr dran erinnern. ;-)

Passiert mir oft. Ich recherchiere im Web, finde einen Text oder Beitrag. Anfangs liest er sich ganz gut, aber mehr und mehr frage ich mich, welcher Idiot das geschrieben hat... bis ich meinen Namen sehe. :-( 

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  • 4 Wochen später...

Ich bin strickt gegen eine UL Fahrradtrekking Bevorzugung.

Das hat mit der reinen Dogmatik des UL Trekkings nichts zu tun.

Und dass fast jeder von uns ein Fahrrad hat und gerne Radtouren macht, dass das gesund und umweltfreundlich ist und allgemein sinnvoll wäre, ändert daran nichts!

 

Das Thematisieren von ultra leichter Bushcraft Ausrüstung und Bushcraft im allgemeinen wird hier ja auch unterbunden, obwohl einige der fähigsten Mitglieder des Forums sich damit beschäftigen und der gesamte Trekking Sport daraus entstanden ist.

Hier werden ja sogar Material Empfehlungen aus Fäden gelöscht, die auch nur irgendwie danach riechen.

Und ich finde das inzwischen richtig so.

 

Ich finde, wenn man schon dogmatisch ist, dann muss man das auch gnadenlos konsequent durchziehen!

 

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vor 1 Stunde schrieb Erbswurst:

Ich bin strickt gegen eine UL Fahrradtrekking Bevorzugung.

Ich bin ja selber vor allem Bikepacker, vermute aber, dass ein eigenständiges Forum nicht wirklich viel hergäbe und relativ leblos bleiben würde.

Das liegt daran, dass wir unser Material zu 90% aus dem allgemeinen UL-Fundus auswählen. Es blieben eigentlich nur Taschen- und Werkzeugdiskussionen für ein eigenes Unterforum übrig.

Außerdem dürfte sich die Routenplanung dann im eigenen Bike-Unterforum abspielen. Das fände ich eher nachteilig; denn damit entgingen mir als Bikepacker die entsprechenden Erfahrungen und Empfehlungen der vielen Wanderer hier (von denen wiederum nicht wenige die Bike-Eignung einer Strecke beurteilen könnten).

Bleiben noch die Reiseberichte der Bikepacker, die im vorhandenen Unterforum für solche Berichte bislang prima aufgehoben scheinen.

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Na, Spaß beiseite:

 

Wenn das Bikepacking ein eigenes Unterforum bekommen würde, würde es vielleicht mehr Leute anziehen. Das würde das Forum beleben und vielleicht auch zu spezialisierten Entwicklungen wie die Tarpstangenluftpumpe oder die Bowdenzugwäscheleine führen.

Ich denke, so was einzurichten wäre sinnvoll.

Bearbeitet von Erbswurst
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Ich halte es auch für sinnvoll.

Empfehlungen und Diskussionen über z.B. leichte Rad-/Bikepacking-Taschen, Gepäckträger und Zubehör sollte in einem zentralen Unterforum gesammelt werden und nicht im Trekking-Bereich oder unter "sonstiges" verstreut sein, wo es für den Großteil der Aktiven auch wohl weniger interessant sein dürfte, da die Meisten zu Fuß unterwegs sind.

Wenn sich nach einem Jahr herausstellt, dass das Fahrradtrekking-UL Forum kaum Beiträge hat, könnte man es ggfs. wieder schließen und den Inhalt nach Sonstiges verschieben.

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Liebe User,

wir haben die Frage, ob wir für Bikepacking ein eigenes Unterforum einrichten, seinerzeit im großen Team ausführlich besprochen und gestern erneut einmal in kürzerer Form aufgerollt – mit unverändertem und einstimmigem Ergebnis von fünf beteiligten Moderatoren. Die Überlegungen und Argumente sind in diesem Faden ja zu finden.

Dieses Forum ist das Ultraleicht-Trekking-Forum. Den Fokus auf eben diese Kombination wollen wir beibehalten. Themen, die mit dem namensgebenden Hauptthema „Ultraleicht-Trekking“ nur den UL-Teil teilen, bleiben natürlich willkommen und finden Raum in bestehenden Bereichen, z. B. dem Faden Minimalismus im Alltag oder im Forum „UL in anderen Sportarten“.

Nachdem wir das im Team mehrfach diskutiert und bewusst entschieden haben, haben wir beschlossen, diesen Faden zu schließen. Dies soll deutlich machen, dass das Thema organisatorisch abgeschlossen ist und wir nun erst einmal längerfristig mit der getroffenen Entscheidung arbeiten wollen.

Wir bitten alle, die sich das anders gewünscht haben, dafür um Verständnis.

Im Namen des Moderatoren-Teams,
Stromfahrer

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Gast
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    • Von skullmonkey
      Ich habe gerade auf meinem Blog eine gesponserte Rezension zu WRIGHTSOCK Socken online gestellt. Es sind doppellagige Socken, und die Marke behauptet das man keine Schweissfüsse mehr bekommt und das Blasen keine Chance haben. Das habe ich anders erfahren, beim Skifahren hatte ich an den Schienenbeinen (!) Blasen bekommen, und Schweissfüsse hatte ich auch noch, wenn auch nicht so schlimm wie normal. Zum wandern fand ich die Socken trotzdem ganz in Ordnung, bin aber nicht sicher ob Sie andere Socken (Darn Tough, Bridgedale, Lorpen) ersetzen würden. 
      Mich würden eure Erfahrungen, sofern vorhanden, mit WRIGHTSOCK Socken interessieren. Hattet Ihr noch Probleme mit Schweissfüssen oder Blasen?
       
    • Von einar46
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      Idee
      Bei meinen Recherchen im Internet über Langstreckenwanderungen bin ich immer wieder über eine bestimmte Kategorie von Langstreckenwanderungen gestolpert.
      Das sind die frei geplanten Langstreckenwanderungen.
      Was sind frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Sprachgebrauch?
      Das werde ich am Beispiel der NPL-Wandertour (Norge pa langs, Norwegen der Länge nach, ca. 2500 km) in Norwegen erläutern.

      Das ist die klassische norwegische Langstreckenwanderung, die sowohl im Sommer als auch im Winter begangen wird. Die Idee ist es, vom südlichsten Punkt Norwegens, dem Leuchtturm am Kap Lindesnes, bis hinauf zum nördlichsten Punkt Norwegens, dem Nordkap, oder auch umgekehrt, zu laufen. Es gibt keine fest definierten Regeln und auch keine Stempel (Jakobswege), die man sich abholen kann. Es gibt keine feste und markierte Route und es gibt keinen Wanderführer. Wer sich an diese Langstreckenwanderung wagt, muss sich alle Informationen selbst besorgen. Informationen auf Deutsch sind nur sehr schwer zu finden. Im Internet, bei den Veteranen der NPL-Wandertour, kann man sich evtl. Informationen beschaffen, welchen Weg sie gegangen sind. Tracks habe ich keine gefunden. So muss sich jeder seine eigene NPL-Wandertour zusammenstellen.

      Eine inoffizielle norwegische Internetseite zum Thema NPL wird vom Norweger Odd Vinje gepflegt und findet sich unter www.norgepaalangs.info. Auf der Liste stehen derzeit (Stand Juli 2019) etwa 425 Wanderer, die bisher NPL geplant bzw. absolviert haben und von denen man weiß. Einige Deutsche sind auch dabei, aber um die zu zählen reichen zwei Hände aus.

      Bei der Planung meiner Wandertouren für das Jahr 2019 bin ich auf eine weitere frei geplante Langstreckenwanderung gestoßen.

      Im Herbst 2018 habe ich mit den Planungen für eine Langstreckenwanderung im Sommer 2019 in Schweden begonnen. Schweden? Da fällt jedem Wanderfreund sicherlich sofort das Stichwort Kungsleden ein. Meine Idee war es zuerst den südlichen Kungsleden (von Sälen nach Storlien) zu laufen und anschließend den nördlichen Kungsleden (von Hemavan nach Abisko).

      Was ist mit dem Zwischenstück, dem Abschnitt von Storlien nach Hemavan? Das wollte ich auch unbedingt zu Fuß bewältigen.

      Dafür existiert aber im Moment kein markierter Wanderweg. Meine Recherchen im Internet haben ergeben, dass einige Wanderer für dieses Zwischenstück auf den Europäischen Fernwanderweg E1 ausweichen. Der verläuft zwischen Storlien und Hemavan hauptsächlich auf der norwegischen Seite, weitestgehend in der Nähe der Grenze zu Schweden. Mich hat das nicht so begeistert und ich habe mich gefragt, ob es nicht doch eine andere Möglichkeit gibt, dieses Zwischenstück auf der schwedischen Seite zu wandern.

      Nach einer intensiven Recherche im Internet bin ich auf eine sehr interessante frei geplante Langstreckenwanderung in Schweden gestoßen. Das Gröna Bandet (Das grüne Band, ca. 1300-1400 km, je nach Streckenverlauf). Ähnlich, wie die NPL-Wandertour in Norwegen, gibt es auch hier nur die beiden Endpunkte Grövelsjön, der auf dem südlichen Kungsleden liegt, und Treriksröset, der auf dem Nordkalottleden liegt. Die Langstreckenwanderung kann in beide Richtungen begangen werden, sowohl im Sommer als auch im Winter. Einzige Randbedingung für die Bewältigung dieser Langstreckenwanderung sind die beiden Endpunkte und der Wunsch, dass man sich möglichst auf der schwedischen Seite der Grenze zu Norwegen aufhält.

      Auf der Internetseite www.vitagronabandet.se gibt es eine Liste der Wanderer, die die Langstreckenwanderung schon gegangen sind bzw. die das in den nächsten Jahren geplant haben. Auch hier gibt es wieder einige deutsche Wanderer, die diese Langstreckenwanderung schon bewältigt haben.

      Für mich sind frei geplante Langstreckenwanderungen die Königsdisziplin im Langstreckenwandern. Neben der Länge einer solchen Wanderung kommt erschwerend hinzu, dass sich jeder seinen Weg selbst suchen muss.

      Ich bin der Meinung, dass jeder Langstreckenwanderer, der etwas auf sich hält, einmal solch eine frei geplante Langstreckenwanderung unter seine Füße nehmen sollte.

      Bei meinen intensiven Recherchen im Internet bin auch auf die Internetseite des australischen Wanderers Cam „Swami“ Honan (www.thehikinglife.com) aufmerksam geworden. Er ist einer der meistgewanderten Menschen der Welt und hat bisher ca. 100000 km zu Fuß zurückgelegt. Im Jahr 2011 und 2012 hat er ein Wanderprojekt in Nordamerika realisiert, das bei ihm unter dem Namen „12 Long Walks“ geführt wird. Innerhalb von 18 Monaten hat er 12 Langstreckenwanderungen (23012 km, 545 Tage, Tagesdurchschnitt 42,3 km) absolviert. Darunter auch die drei berühmten amerikanischen Trails AT (73 Tage), CDT (74 Tage) und PCT (85 Tage) innerhalb von 12 Monaten.

      Für mich ist dass eine unfassbare Leistung.

      Als ich das gelesen habe, schoss ein Gedanke durch meinen Kopf…

      Was wäre, wenn man auch in Deutschland eine Sammlung mehrerer  Langstreckenwanderungen hätte, die zusätzlich auch noch frei geplante Langstreckenwanderungen nach dem Motto von NPL (Norge pa langs) in Norwegen und GB (Gröna Bandet) in Schweden wären?

      Was in Norwegen und Schweden funktioniert, warum soll das nicht auch in Deutschland gehen?

      Wer sich zB auf der Internetseite www.waymarkedtrails.org die Wanderwege von Deutschland anzeigen lässt, wird feststellen, dass das wie ein „Spinnennetz“ aussieht. So zahlreich sind die Wanderwege.

      Wo ist da noch Platz für weitere Wanderwege?

      Der Gedanke ließ mich trotzdem nicht mehr los. Wochenlang habe ich darüber nachgedacht.

      Wegen zwei familiären Terminen (Mitte Mai und Mitte Juli), die ich nicht verschieben konnte, musste ich mein Kungsleden-Projekt (Start Anfang Juni 2019) erstmal auf Eis legen. Der Zeitraum für die Realisierung erschien mir zu kurz.

      Dann habe ich über ein Ersatzprojekt nachgedacht, das ich in ca. 45 Tagen (ab Mitte Mai oder ab Mitte September 2019) erledigen könnte. Da ist mir wieder meine Wanderung an der Ostsee eingefallen, wo ich schon einmal ca. 200 km mit meiner Frau unterwegs war.

      Immer an der Ostseeküste entlang, von Bansin bis Flensburg. Dann entlang der dänischen Grenze rüber zur Nordseeküste und an der Nordseeküste entlang bis nach Emden.

      Meine erste frei geplante Langstreckenwanderung in Deutschland nahm langsam in meinem Kopf Gestalt an. Sofort hatte ich noch weitere Ideen für frei geplante Langstreckenwanderungen innerhalb von Deutschland.

      Namensgebung
      Insgesamt hatten sich vorerst 5 frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Kopf „angesammelt“. Es musste etwas Ordnung her in meinem Kopf.

      Als Mathematiker und freiberuflicher Softwareentwickler (ABAP in SAP) habe ich in den letzten 20 Jahren deutschlandweit in vielen großen Software-Projekten gearbeitet. In diesen Projekten ist eine gewisse Ordnung und Organisation für den Erfolg unabdingbar.

      Für mein Wander-Projekt wollte ich das auch so halten. Also habe ich mir erstmal einen Namen für mein Wander-Projekt gesucht. Als Softwareentwickler habe ich in Englisch programmiert. Trotzdem habe ich eine gewisse Abneigung gegen Anglizismen in der deutschen Sprache. Aber viele englische Begriffe, wie zB Trekking, Trail und Tracks, haben sich in der deutschsprachigen Wanderwelt etabliert und sind dort nicht mehr wegzudenken.

      Außerdem wollte ich keine Zahl in meinem Projektnamen haben, wie Cam „Swami“ Honan in seinem Wander-Projekt „12 Long Walks“. Dadurch wollte ich mir die Möglichkeit für spätere Erweiterungen offen halten.

      Zusätzlich sollte der Bezug zu Deutschland auch im Namen des Wander-Projekts sofort sichtbar sein.

      So habe ich mich mit etwas „Bauchgrummeln“ für den Namen

           German Long Walks

      entschieden. Abgekürzt also:

           GLW

      Trails

      In alphabetischer Reihenfolge werde ich jetzt die 5 Trails aufzählen und kurz erläutern, die aktuell in meinem GLW-Wander-Projekt zu finden sind. Für alle Trails habe ich Start- und Endpunkte definiert, die mit der Bahn gut zu erreichen sind. Eine Ausnahme bei der Erreichbarkeit gibt es dennoch, aber später mehr dazu.

      Das Bild im Anhang zeigt farblich hervorgehoben die Lage der 5 Trails. Bei der Beschreibung der Trails verweise ich gelegentlich auf diese Farben.

      GBT - German Border Trail - Deutscher Grenzweg 
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 2600 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              blau

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der Landesgrenzen zu unseren Nachbarländern zu bewegen. Ausgenommen von diesem Trail sind die Küsten der Nord- und Ostsee, sowie die Grenze zu Dänemark. Diese Bereiche gehören zu einem anderen Trail.

      Immer an der Landesgrenze entlang? Das hört sich erstmal überhaupt nicht spektakulär an. Wer sich aber einmal die Landkarte von Deutschland, zusammen mit Teilen der Nachbarländer, anschaut, wird überrascht sein.

      Wenn man zB vom östlichen Punkt (Campingplatz Nandalee) zum westlichen Punkt (Bahnhof Emden) wandert, trifft man auf atemberaubende Landschaften, die ich einfach mal so hintereinander aufzählen will:

      -Flusslandschaft an Oder und Neiße
      -Elbsandsteingebirge
      -Erzgebirge
      -Fichtelgebirge
      -Oberpfälzer Wald
      -Bayerischer Wald
      -Alpenvorland
      -Alpen
      -Bodensee
      -Rheinebene in BW
      -Schwarzwald
      -Pfälzer Wald
      -Hunsrück
      -Eifel
      -Rheinebene in NRW
      -Münsterland
      -Emsland

      Muss ich noch mehr aufführen? Da ist fast alles vertreten, was in der Kategorie der deutschen Mittelgebirgslandschaften Rang und Namen hat.

      GCC - German Coast To Coast Trail - Deutscher Küstenweg
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 1200 km (mit!!! der Insel Rügen)
      Länge Feinplanung:    1183 km (ohne!!! die Insel Rügen)

      Farbe im Bild:              rot

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der deutschen Küsten (Ost- und Nordsee) zu bewegen. Um zB von der Ostsee an die Nordsee zu kommen, versuche ich eine Route in der Nähe der dänischen Grenze zu finden.

      GCT - German Cross Traverse - Quer durch Deutschland
      Östlicher Punkt:           Bahnhof in Frankfurt/Oder
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Bad Bentheim

      Länge Grobplanung:    ca. 750 km
      Länge Feinplanung:     noch offen

      Farbe im Bild:              gelb

      Der östliche Punkt ist der Bahnhof in Frankfurt/Oder.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Bad Bentheim.

      Bei diesem Trail habe ich mich etwas vom Europäischen Fernwanderweg E11 inspirieren lassen. Der E11 betritt in Frankfurt/Oder deutschen Boden und verlässt bei Bad Bentheim deutschen Boden. Beide Orte sind gut mit der Bahn zu erreichen.

      Das Bild zeigt im Raum Berlin 2 Varianten dieses Trails. Die erste Variante (Nordvariante) verläuft mitten durch Berlin. Die zweite Variante (Südvariante) umgeht den Großraum Berlin. Mein Favorit für die Feinplanung im Großraum Berlin ist aktuell die Südvariante. Zusätzlich werde ich bei meiner Route noch meinen Heimatort Schochwitz (Salzatal), den Lutherweg bei Eisleben und den Harz einplanen.

      GGB - German Green Band - Deutsches Grünes Band
      Nördlicher Punkt:        Campingplatz Priwall bei Lübeck
      Südlicher Punkt:          Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern)

      Länge Grobplanung:   ca. 900 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              grün

      Der nördliche Punkt ist der Campingplatz Priwall (Naturfreundehaus Priwall) am Pötenitzer Wiek. Zu erreichen ist der Campingplatz entweder vom Bahnhof Travemünde (ca. 2,8 km Fußweg) oder vom Bahnhof Lübeck (ca. 21,7 km Fußweg).

      Der südliche Punkt ist das Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern oder ehemals DDR, BRD, CSSR). Dieser Punkt ist nicht so einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Im 3 km entfernten Ort Nentschau befindet sich eine Bushaltestelle. Die nächste größere Stadt ist Hof. Bis dahin sind es ca. 17 km Fußweg.

      Die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen der BRD und der DDR ist der Namensgeber für diesen Trail. Umgangssprachlich (Volksmund) wurde diese Grenze auch die „grüne Grenze“ genannt.

      Außerdem wollte ich, so wie in Schweden, auch ein Grünes Band in meinem Wander-Projekt haben.

      In über 40 Jahren (1949 - 1989) hat kaum ein Mensch diesen streng bewachten Grenzbereich betreten. Dadurch ist ein einzigartiges Biotop entstanden. Der Rennsteig im Thüringer Wald kreuzt mehrmals die ehemalige Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Bei meiner letzten Wanderung über den Rennsteig habe ich genau bei einer dieser Kreuzungen während einer Rastpause zwei Radfahrer getroffen. Sie berichteten mir, dass in Thüringen noch große Teile des ehemaligen Grenzweges (Kolonnenweg) intakt sind und dass man dort sehr gut mit dem Fahrrad entlang fahren kann. Im Bereich des Brockens (Harz) gibt es diesen Grenzweg ebenfalls noch. Da bin ich schon zu Fuß unterwegs gewesen.

      GLT - German Length Traverse - Deutschland der Länge nach

      Nördlicher Punkt:        Bahnhof in Flensburg
      Südlicher Punkt:         Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen

      Länge Grobplanung:   ca. 850 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              violett

      Der nördliche Punkt ist der Bahnhof in Flensburg.

      Der südliche Punkt ist der Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

      Wenn es eine Quer-Traverse in Deutschland gibt, dann soll es auch eine Längs-Traverse geben.

      Außerdem wollte ich, so wie in Norwegen, auch eine Längs-Traverse für Deutschland in meinem Wander-Projekt haben.

      Grob- und Feinplanung

      In der Phase der Grobplanung habe ich mit Hilfe des Luftlinien-Routings (siehe Trails im Bild) den ungefähren Verlauf der einzelnen Trails festgelegt. Dadurch wollte ich auch ein Gefühl für die zu erwartende Länge der Trails erhalten.

      In der Phase der Feinplanung suche ich nach Routen (Wege, Straßen usw) entlang der festgelegten Luftlinien-Routen. Ich rechne damit, dass sich die Länge der Trails gegenüber der Grobplanung um ca. 1/5 vergrößert. Das bedeutet, dass zB der GBT-Trail, wenn er "ausgelaufen" wird, d.h. "immer an der Grenze entlang", über 3000 km lang sein wird.

      Den GCC-Trail habe ich als ersten Trail aus meinem Wander-Projekt schon feingeplant. Dabei habe ich die Insel Rügen ausgelassen. Die Gesamtlänge des Trails beträgt ohne die Insel Rügen genau 1183 km.

      Im allgemeinen führe ich die Feinplanung von Wandertouren so durch, dass ich mir Tracks aus dem Internet besorge. Diese Tracks prüfe ich dann in meiner Routenplanungssoftware BaseCamp auf ihre Qualität. Wichtig sind für mich dabei die Anzahl der Trackpunkte. Besitzt ein Track zu wenig Trackpunkte, verläuft ein Track manchmal mitten durch die Landschaft und es ist nicht genau zu erkennen, wo der Wanderer entlang gelaufen ist. Trotzdem lasse ich mir den Track aus dem Internet in der Routenplanungssoftware anzeigen und plane dann meinen eigenen Track mit Hilfe des Internet-Tracks.

      Bei meinem Wander-Projekt mache ich das anders. Ich lasse mir keine Tracks aus dem Internet anzeigen. Lediglich die Luftlinien-Routen verwende ich zur groben Orientierung.

      Ich war ja schon einmal an der Ostseeküste unterwegs (ca. 200 km vom Campingplatz Nandalee bis zum Campingplatz Zingst). Von daher weiß ich, dass es da einen Europäischen Fernwanderweg E9 entlang der Küste gibt. Zusätzlich die Radwege Euroroute R1 und EuroVelo 10. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich öfters auf diesen Wegen bewegen werde. Bei der Planung musste ich mich zwingen diese Tracks aus dem Internet nicht zu verwenden.

      Ich bin gespannt welche Wege ich mir für den GCC-Trail ausgesucht habe und wie hoch der Anteil an Radwegen und Straßen ist.

      Wer in Deutschland wandert, weiß, dass die nächste Ortschaft nicht weit entfernt ist. In Deutschland ist man also fast immer „zivilisationsnah“ unterwegs. Man kann das mögen oder auch nicht. Das ist Ansichtssache.

      Ich freue mich jedenfalls auf die Realisierung meines Wander-Projekts.

      Werde ich Tracks meiner realisierten Trails in meinem Blog veröffentlichen?

      Da bin ich zwiegespalten. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich für die Planung meiner eigenen Wandertouren Tracks im Internet gefunden habe. Wenn die Tracks aus dem Internet dann noch qualitätsmäßig gut waren, hat mich das besonders gefreut.

      Für die NPL-Wandertour in Norwegen habe ich, trotz intensiver Recherche im Internet, keine Tracks gefunden.

      Für die GB-Wandertour in Schweden war das schon anders. Einige Wanderer haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit ihren Tracks veröffentlicht, so dass man erahnen konnte, wo sie entlang gelaufen sind. Andere haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit Luftlinien-Routen auf ihren Webseiten angezeigt.

      Aber nirgendwo waren saubere Tracks (GPX-Dateien) für eine der Wandertouren (NPL oder GB) zu finden.

      Vorerst werde ich die Tracks meiner realisierten Trails ebenfalls nicht veröffentlichen. Das letzte Wort über dieses Thema ist aber noch nicht gesprochen.

      Darüber muss ich noch abschließend nachdenken…

      Randbedingungen

      Randbedingungen für die Planung der Trails gibt es fast nicht.

      Einzig die Endpunkte der einzelnen Trails habe ich vorgegeben. Entscheidend für die Vorgabe der Endpunkte war für mich die Erreichbarkeit mit der Bahn, wobei es auch hier leider eine Ausnahme gibt. Das ist das Drei-Länder-Eck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern, ein Endpunkt des GGB-Trails.

      Den GBT-Trail habe ich noch nicht feingeplant. Für mich ist wichtig, dass ich mich immer „irgendwie“ in der Nähe der deutschen Grenze bewege. Dabei ist es mir egal, ob ich zB im Erzgebirge auf der deutschen oder tschechischen Seite unterwegs bin. Maßgebend ist für mich die Grenznähe.

      Ähnlich verhält es sich zB in der Rhein-Ebene in Baden-Württemberg. Dort könnte ich auf der deutschen Seite durch den Schwarzwald gehen oder auf der französischen Seite durch die Vogesen. 
      Ganz verrückt könnte es im Bereich der Alpen werden. Dort kann ich mich nahe an der Grenze zu Österreich bewegen, wenn das die Wege hergeben. Damit sind sicherlich einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich könnte es aber auch etwas "softer" angehen lassen und durch das Alpenvorland wandern. Da ich ganz klar keine "Bergziege" bin, bevorzuge ich erstmal das Alpenvorland.
      Ein km-Limit für die Grenznähe soll es aber nicht geben.

      Teilnehmerliste

      Über diesen Punkt habe ich sehr lange nachgedacht.

      Warum eine Teilnehmerliste?

      In meinem Blog werde ich über die Realisierung meines Wander-Projekts berichten. Dadurch ist das Wander-Projekt in gewisser Weise öffentlich zugänglich. Dann habe ich mir gedacht, dass evtl. auch andere Wanderer den einen oder anderen Trail planen und realisieren wollen.

      Wenn Interesse besteht, wäre aus statistischen Gründen eine Teilnehmerliste, analog dem NPL in Norwegen und dem GB in Schweden, sinnvoll. So kann jeder sehen, wer die Trails gegangen ist bzw. wer das in der Zukunft plant.

      Verwalten werde ich die Teilnehmerliste vorerst in meinem Blog unter dem neuen Menüpunkt Projekte.

      Wer sich für das Wander-Projekt interessiert und sich für eine Realisierung eintragen lassen will, kann sich einfach per Mail (info@reinhard-kanther.de) bei mir melden und die wichtigsten Daten für einen Anfangseintrag (Jahr, vollständiger Name, Land, Trail-Kürzel, Saison, zu Fuß oder mit dem Rad, evtl. Startdatum) angeben. Alle anderen Angaben können später nachgeholt werden. Nach Beendigung des aktuellen Trails würde ich mich über eine Erfolgsmeldung freuen und das auch so in der Teilnehmerliste festhalten.

      Als Startdatum für eine Aufnahme in die Teilnehmerliste würde ich das Datum Anfang Januar 2019 nehmen. Damit möchte ich verhindern, dass Trails aus der Vergangenheit in der Teilnehmerliste auftauchen.
      Zukunft
      Was stelle ich mir für die Zukunft meines Wander-Projekts vor?

      Das werde ich in loser Folge einfach mal aufführen, ohne das die Reihenfolge eine Wertung darstellen soll.
      Ich werde ab Mitte Mai den GCC-Trail wandern und hoffentlich als ThruHike beenden. In einem Forum werde ich mein Wander-Projekt ebenfalls vorstellen. Das Forum und den Zeitpunkt habe ich mit diesem Beitrag festgelegt. Für meinen Blog, damit auch für die Projekte, will ich noch mehrere Fremdsprachen (Englisch, evtl. noch Spanisch und Französisch) anbieten. Anregungen und Kritik nehme ich gerne entgegen und werde ich auch beantworten, wenn ich nicht gerade selbst unterwegs bin. In den nächsten Monaten werde ich die Resonanz für mein Wander-Projekt prüfen. Sollte die Resonanz vielversprechend sein, prüfe ich die Erstellung einer eigenen Webseite für das Wanderprojekt (analog NPL in Norwegen und GB in Schweden). Vielleicht findet sich dann noch der eine oder andere Mitstreiter für die Datenpflege. Realisierung
      Den 1.Teil meines Wander-Projekts habe ich im Mai/Juni 2019 realisert. Vom 22.5. bis 28.06.2019 bin ich den GCC-Trail in 38 Tagen (2 Ruhetage) in einem ThruHike gelaufen. Die geplante Länge war 1183 km. Welche Strecke ich tatsächlich gelaufen bin, muss ich noch abschließend feststellen. In meinem Bericht zu dieser Wandertour, an dem ich gerade arbeite, werde ich die genaue Länge der zurückgelegten Strecke nachreichen.
       

    • Von rentoo
      Ende Mai, Anfang Juni 2019 bin ich den Soonwaldsteig mit einem Freund gegangen. Die ca. 85 km sind wir in 5 Etappen, mit 4 Übernachtungen gegangen. Da es offizielle Übernachtungsplätze gibt, die erste Nacht sogar auf einer prächtigen Burgruine, gab es absolut keinen Grund für Stealth Camping, zumal ich den Trend, offizielle Trekkingplätze zur Verfügung zu stellen, absolut unterstütze.
      Ich bin sehr glücklich, den Hunsrück, dessen Landschaftsbild stets zwischen schroffer und liebreizender Schönheit wechselt, kenngelernt zu haben. Auf- und Abstiege können teilweise ganz schön heftig sein, aber wie so oft, wird jede Anstrengung mit bezaubernder Landschaft und Aussichten belohnt.
      Viel Spaß beim Lesen dieses Reiseberichts.
      Lieber Gruß
      Rentoo
       Anreise
      Nach der Anreise mit dem Auto, das in Bingen am Rhein geparkt wurde, ging es mit der Bahn nach Kirn, wo der Startpunkt liegt. Die Zugfahrt dauert eine gute Stunde. Da es mittlerweile bereits gegen Nachmittag ging, sind wir nicht sofort auf den Trail gegangen, sondern haben in Kirn auf einem Campingplatz übernachtet, der ca. 3 km vom Beginn der ersten Etappe entfernt liegt.
       
      1. Etappe
      Frisch gestärkt und bestens gelaunt konnten wir uns auf die erste Etappe stürzen. Da alle Übernachtungsplätze vorab gebucht und bestätigt waren, hatten wir keinen zeitlichen Spielraum und mussten uns an die vorgegebenen Etappen halten. Dies war aber selbstverständlich kein Problem, da die Tagesetappen bei der 5-Tages-Variante so zwischen 15 und 20 km liegen.  Leider hat man bei der ersten Etappe noch nicht so richtig das Gefühl in der Natur zu sein, da man immer wieder Zivilisationsgeräusche, meist Motorräder und Autos wahrnimmt. Dennoch gibt es selbstverständlich sehr schöne Ecken.
       
       
      Das Tages-Highlight für mich war allerdings die Übernachtung auf der Schmidtburg. Dort hat übrigens auch der Schinderhannes gelebt. Den Übernachtungsplatz muss man gesondert von den Trekkingplätzen buchen. Der Burgvogt, ein netter älterer Herr verlangt 2,50 Euro pro Person. Mehrere Toiletten und Wasserstellen sind auf der Burg verteilt. Übrigens habe ich so einige nette Menschen dort kennengelernt.
        
      2. Etappe
      Der 2. Tag auf dem Steig hat mich dann wieder richtig versöhnt. Endlich hatte ich das Gefühl so mitten in der Natur und ganz weit weg von der Zivilisation zu sein. Interessant ist, dass man auf dieser Etappe längere Strecken über Wege läuft, auf denen unzählige Steinbrocken liegen. Auch einige Geröllfelder sind zu überqueren. Der Tag hat echt Spaß gemacht. Ich weiß nicht, welche Hormone da bei mir ausgeschüttet wurden, aber ich hätte vor Begeisterung platzen können, so großartig war der Weg.

       
      Am Trekkingplatz angekommen, wurde aufgebaut und dann haben wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen.
       

       
      3. Etappe
      Am 3. Tag wechselte die Landschaft von ihrer schroffen Schönheit in eine doch eher sanfte und liebreizende Seite. Ich habe mich mit dem Filmen und Fotografieren kaum bremsen können.
        
      Hier stelle ich einen typischen Trekkingplatz vor. Gut versteckt findet man ihn nur durch Zufall, oder wenn man ihn gebucht und gezahlt hat, denn dann erhält man die Koordinaten.
       
       
      Selbst Trail Magic gab es. Auf beiden Plätzen hatten die Verantwortlichen Wasserflaschen bereitgestellt, die man für einen Euro pro Flasche kaufen konnte. Da Wasser wirklich Mangelware ist, haben wir uns doch sehr darüber gefreut.
       
       
      4. Etappe
      Der 4. Tag der Etappe war ziemlich darauf ausgelegt, Strecke zu machen. Selbstverständlich sind wir auch an diesem Tag durch eine atemberaubende Landschaft gegangen, doch leider waren große Teile davon mit Windrädern „verschandelt“. Nicht dass hier der Eindruck entsteht, dass ich nicht auf alternative Energiegewinnung stehe, aber Windräder zeigen einem eindeutig, dass die Zivilisation nicht weit entfernt ist.

       
      Die letzte Übernachtung fand nicht auf einem Trekkingplatz statt, sondern an der Lauschhütte, einem bewirtschafteten Wald-Ausflugslokal mit Klettergarten, Bogenschießen und einem Zeltplatz.
        
      5. Etappe
      Die nun letzte Etappe führte uns wieder nach Bingen am Rhein. Zuerst dachte ich, dass hier die Landschaft in den Hintergrund tritt und stattdessen Strecke machen angesagt ist, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Denn noch bevor man den Rhein zum ersten Mal sieht erinnert der Soonwaldsteig noch einmal ganz deutlich daran, dass es sich lohnt, ihn zu laufen.

       
       
      Da ausgerechnet an diesem Tag Vatertag war, waren selbstverständlich viele Menschen unterwegs. So einige Einladungen auf ein Bier konnte ich nicht ablehnen, was dazu führte, dass ich die letzten Kilometer bis zum Bahnhof ziemlich getorkelt bin. Das war eine sehr interessante Erfahrung für mich. 
       
       
       
       
      Fazit
      Ich bin richtig glücklich, den Soonwaldsteig gegangen zu sein. Der Mangel an natürlichen Wasserstellen wird durch das Netz offener Wasserhähne ausgeglichen. Wer plant, den Steig zu gehen sollte sich unbedingt auch die GPX-Datei mit den angebotenen Wasserstellen herunterladen. Ich empfehle dafür zu sorgen, dass man mindestens immer 3 liter Wasser dabei hat.
      Alle Infos zum Steig findet man unter www.soonwaldsteig.de.
       
      LG
      rentoo
    • Von Xdust132
      Servus zusammen,
      ich würde gerne im Juni für 3-4 Tage eine Hüttentour in den Dolomiten starten. Da ich noch nie dort war und die Informationen
      im Netz vielfältig sind wollte ich mich hier mal umhören. Wer kann eine Route empfehlen, Schwierigkeitsgrad -mittel-, Alpine
      Klettererfahrung habe ich keine, lediglich mittlere Aufstiege an einem Seil entlang. Die länge der einzelnen Etappen darf anspruchs-
      voll sein, sollte aber kein extremmaß annehmen.
      Gibt es Routen die Ihr empfehlen könnt, würde mich freuen von euch zu hören.
      LG Timo 
    • Von Blitzer
      Hallo Leute,
      ich habe leider kein passendes Thema mit der SuFu gefunden, deswegen starte ich mal diesen Thread. Ich bin noch recht frisch im Thema Trekking, zumindest was das Fernreisen angeht. Bis jetzt bin ich nur mit Auto/Bus/Bahn gereist. Geflogen selber nur anderweitig ein-, zweimal. Ich möchte nächstes Jahr nach Kanada und habe z.B. große Sorge, dass das Gepäck verloren geht. Was natürlich beim Trekking der Supergau wäre. Über die gängigen Tipps, wie man was verpackt etc., was man für Ansprüche und Möglichkeiten im Fall der Fälle hätte, bin ich schon hinaus. Ich wollte hier nur gern von Euren Erfahrungen hören, ist Euch schon einmal Gepäck beim Fliegen verloren gegangen?
      Ein anderes Thema wäre, was mir besonders bei UL interessiert, nur mit Handgepäck zu reisen. Oft gelesen habe ich schon, dass neben Brennstoff (sowieso) auch keine nackten Gaskocher, Zeltheringe und Trekkingstöcker mit ins Handgepäck dürfen. Wie ist es mit den flexiblen dünnen UL-Zeltstangen, die man zusammensteckt?? Sonst noch irgendetwas?
      Wenn ich mit Handgepäck reisen wollen würde, welchen ca. 70l Rucksack kann man auf Handgepackgröße komprimieren? Dieser dürfte kein Gestell haben, oder eines welches man entfernen und auseinanderbauen kann, wenn es sowas überhaupt gibt?? Gelesen habe ich das zumindest bei dem Sea To Summit Hydraulic Dry Pack. Jemand Erfahrung mit dem Model? Das Gewicht des Rucksacks wäre mir nur sekundär, wenn er die genannten Bedingungen erfüllt. Wenn er dazu noch wasserdicht ist, umso besser. Nebst Ausrüstung würde ich das dann in eine Handgepäckgroße Tasche, Koffer stopfen, welchen ich dann im Hotel lasse. Ich buche meist den ersten und letzten Tag mit Unterkunft, da darf man dann eigentlich immer Ausrüstung bunkern, die man nicht braucht. Den Rest würde ich dann vor Ort kaufen. In Kanada gibt es ja Outdoor Shops fast so oft wie Supermärkte.
      Vielen Dank für Eure Mühen im Voraus .
      LG,
      Bliter
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