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Ultraleicht Trekking
robinausdemwald

Westweg - Mein erstes Mal in ca. 2 Wochen

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Hallo Miteinander,

jetzt habe ich mich auf den Westweg als mein erstes Mal festgelegt. Die Etappenplanung steht und die Zugfahrkarte ist gekauft. Der Vorteil am Westweg für mich ist, dass ich bereits das Nahrungsangebot sehr genau einschätzen und jederzeit einfach aussteigen kann. Ich bin der Landessprache mächtig und im absoluten Notfall könnte mich ein Freund abholen.

So, dann will ich mal die Packliste zur Schau stellen: https://www.geargrams.com/list?id=34915

Dazu ein paar Anmerkungen

Schuhe: Ich mache derzeit Downsizing, bisher hatte ich 1.6kg Stiefel von Meindl (20 Jahre alt und wie neu), mit denen ich ab und an mal in den Alpen unterwegs war. So ganz runter möchte ich noch nicht gehen, da ich selbst 20kg Übergewicht habe und untrainiert bin. Wenn die Adidas aus der Liste runtergelaufen sind, überlege ich erneut.

Trekkingstöcke: Hier auch wegen des Gewichts kein Carbon. Die Leki sind schon recht leichte Alustöcke und sollen mir v.a. bergab mit den Knien helfen.

Hygiene: Auch (aber nicht nur) wegen des Übergewichtes muss ich auf so einiges achten, sonst geht bei mir die Haut sehr schnell noch mehr kaputt. Daher möchte ich einen extra Waschlappen für best. Stellen nutzen und nach Möglichkeit beim Schlafen in sauberen Sachen sein. Sollten die Unterhosen zu dreckig werden, muss ich halt einen Tag in der Schlafunterhose laufen und die aus Merino tagsüber waschen und trocknen, dann am nächsten Tag einmal andersherum. Zähne sind bei mir ein Thema, ich musste dieses Jahr schon eine intensivere Zahnfleischbehandlung durchmachen und kann nicht weiter experimentieren. Sonnencreme ist v.a. fürs Gesicht ein Muss, ist ja zum Glück nicht viel und nimmt rasch ab.

Wasser: Zwar sollte es auch ohne Sawyer gehen, möchte mich aber auch an das System und den Umgang auf Tour gewöhnen. Wer weiß wo es in Zukunft noch so hingeht.

Schlafsystem: Die 20 Jahre alte TaR ist ja ein Traum bzgl. Gewicht. Da hat sich bis heute bei dieser Technik fast nichts mehr getan. Ich bin unruhiger Herumwerfschläfer und wollte erstmal bei einem Schlafsack bleiben. Drinnen dann mit langer Merinowäsche sollte es nicht zu kalt werden. Wenn doch, gibt es ja noch den Fleece und die Daunenjacke. 

Kleidung: Ich hoffe hier richtig zu liegen. Als Baselayer das Merino T-Shirt, dann die Windjacke. Wenn es kälter wird das Fleece drunter. Bei Pausen und Abends die Daunenjacke und wenn es regnet, dann beim Laufen ohne Daunenjacke den Poncho drüber.

Shelter: Gibt es nicht viel zu sagen, ich pitche das Cape auf 125cm (sonst verbiegt sich der Leki irgendwie recht stark) und hänge das Innenzelt etwas tiefer wegen des Abstandes zur Außenhülle. Ansonsten habe ich Schnüre mit Linelocks eingefädelt, was das Abspannen erleichtert. Ich habe das am Wochenende ausgearbeitet und geübt, nur war das halt eine glatte Wiese, Sonnenschein und alles war trocken. Über das Aufbauen bei Regen muss ich mir noch Gedanken machen. Das Reparaturset ist suboptimal und nur ein Zwischenbehelf, das es für Nylon und nicht Silnylon ausgelegt ist. Wenn ich aber ein Flicken nähe und die Stiche nur darauf setze sollte der Nahtbandversiegeler funktionieren. Hoffe ich.

Navigation: Sollte zur Not ohne das Smartphone gehen, ich möchte es aber üben ob ich mit einem Akku je Woche navigieren und fotografieren kann. Das heißt, ich werde das Smartphone nur zur Überprüfung oder für ein Foto einschalten. Ansonsten habe ich selbst gedruckte Karten von Komoot mit Wegpunkten und einer Liste (Wasser und Schlafplätze).

Verbrauchsmaterial: Kommt in der Liste noch nicht vor. Ich koche im Freezerbag und mache mir morgens einen Kaffee. Allerdings nicht am Schlafplatz, da ich gerne schnell auf- und abbauen möchte. Außerdem kann ich so hoffentlich das Wassertragen optimieren. Soweit der Plan. Ich habe also zu beginn 14 Esbit Tabletten dabei und Milchpulver für jeden Tag (für Müsli und Kaffee). Dazu noch 250ml Olivenöl (je ein Schuss ins warme Essen) in einer Plastikflasche. Das alles nimmt mit der Zeit ab. Der Resupply Intervall ist 2 / 4 /  4 / 4 Tage. Also am Anfang sind es 1.5k  Essen, dann nach 4 Tagen 3kg etc. Also ist am 3. Tag der Rucksack max. gefüllt. Da wird es wohl um die 9kg ohne Wasser sein wenn ich Esbit, Milchpulver und Öl mit einbeziehe.

Essen: Pro Tag etwa 750gr. insgesamt. Müsli, Riegel, Nussmix, Kaffee, Freezerbagzeugs und ein Schokiriegel abends. Etwa 3800kcal pro Tag.

Pack: Kein Liner, da ich dichte Packsäcke für Schlaf/Wechselklamotten und den Schlafsack habe. Essen ist im Ziplock und Esbit einzeln verpackt. Das Smartphone funktioniert auch unter Wasser.

Tour: In Pforzheim fahre ich mit dem Bus zum Kupferhammer. Am Ende geht's in Lörrach in den Zug, Eine Stadt zu durchwandern ist ja nicht mein Ziel. Es gibt am Westweg schon genug Teerstraßen. Schlafplätze und Etappen habe ich mir überlegt und bin gespannt wie sehr ich davon abweiche. Es fängt locker an. Später sind Etappen mit vielen Höhenmetern dabei (kurz gehalten) und welche ohne viel Höhenunterschied (länger geplant) Der Nationalpark wird nicht zum Schlafen genutzt. Hoffentlich finde ich immer was, wo ich mich sicher und unentdeckt fühle. Auf- und Abbau in der Dämmerung, am Schlafplatz keine weiteren Aktionen. Nach dem Motto: Laufen, dann wie ein Stein hinlegen und Schlafen, dann Weitergehen. Hütten habe ich gar nichts zum Schlafen etc. geplant. Da lasse ich mich überraschen.

Ich hoffe sehr, dass mir das taugt und ich nicht gleich zum Aufhören gezwungen werde. Mache mir aber auch keinen Stress wenn es dann doch nichts für mich ist. Es wäre halt schön, wenn ich nicht gleich am ersten Tag in stärkeren Regen und Matsch gerate um mich einzugewöhnen. Man wird sehen.

LG,

Robinausdemwald 

 

 

 

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wenn du so anfängst, wirst du bald nix mehr zu verbessern haben :-) deine liste kommt in meine sammlung von kann-ich-was-draus-lernen. 

ich wünsch dir viel freude bei der première und dass einige deiner eigenen kilos unterwegs "wegschmelzen" !

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Hi Robin, Westweg ist eine gute Wahl. Hast du die Kombi aus Merino t-shirt und Windjacke schon mal getestet? Ich persönlich finde es extrem unangenehm wenn ich schwitze und die Windjacke auf der nackten Haut der Arme klebt. Da würde ich lieber auf longsleeve oder noch besser auf ein Hemd setzen, wo du die Ärmel hoch krempeln kannst. Finde ICH viel angenehmer! Gruß, Chobo

Gesendet von meinem SM-G903F mit Tapatalk

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Hi Robin!

Ich finde auch, dass der Westweg eine gute Wahl als erster Westwanderweg ist.

Es gibt übrigens ein recht gutes Wiki zum Westweg in welchem alle Schutzhütten und so ziemlich jeder Brunnen aufgelistet ist: https://www.outdoorseiten.net/wiki/Westweg

Hat mir auf dem Weg recht gut geholfen. Gezeltet habe ich oft direkt an den Schutzhütten. War praktisch. Man konnte sich Abends auch mal hinsetzen, Feuer machen und ich hatte das Gefühl, dass es geduldet wurde. Manchmal habe ich auch in den Hütten geschlafen.

Das Smartphone würde ich nicht immer an- und aus machen. Das saugt viel Akku. Im Flugzeugmodus verbraucht es vermutlich weniger Strom, als wenn es immer wieder hochfahren muss. Ein Handy im Standby braucht eigentlich recht wenig Strom. Was viel Energie benötigt ist, wenn es immer wieder ein Netz sucht. Ab Android 6 hat Google seinem Betriebssystem eine bessere Energieeffizienz im Inaktiven Modus spendiert. Mein Nexus 5X verliert über die Nacht hinweg kaum einen Prozent Akku im Flugzeugmodus. Ab Android 7 soll diese Idle-Enegrieeffizienz nochmals verbessert werden.

Wenn du auf dem Weg Fragen hast oder etwas wichtiges brauchst kannst du dich auch gerne bei mir melden. Komme aus der Nähe (Karlsruhe). Vielleicht kann ich ja irgendwie helfen. Wenn du willst schicke ich dir meine Nummer.

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Hallo,

 

wenn du deine 20 Jahre alten Schuhe aktivierst, kann es sehr gut passieren,

daß du auf den ersten Kilometern die Sohle verlierst.

Wärest nicht der Erste. Also nimm Panzertape mit.

Ich penne im Sommer in meinen Klamotten und brauche keine

lange Unterwäsche.

Ersatzunterhose, Ersatzhose, Ersatz T-shirt Ersatzsocken reicht.

 

Gruss

Konrad

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Hallo Robin

Liste:
Habe auch Merino Wäsche (T-Shirt, Longsleeve) von Decathlon, bin sehr zufrieden damit.
Rucksack: Gewichtsangabe vom Hersteller oder von Dir ? Grösse ?


Werde auch den Westweg gehen, Pforzheim bis zu mir nach Hause (nähe Basel).
Ende August-Anfangs September.

vor 10 Stunden schrieb robinausdemwald:

 Es wäre halt schön, wenn ich nicht gleich am ersten Tag in stärkeren Regen und Matsch gerate um mich einzugewöhnen. Man wird sehen.

Anfang Mai zwischen Bodensee und Genfersee hatte ich zum Einstieg gleich 3 Tage dauerregen, für mich war es ganz gut so, nur Laufen ohne viel Ablenkung.

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Mal eine blöde Frage von einem Neuling: Wenn du bei Handtuch bzw. Spühltuch "Zewa Towel" schreibst, meinst du da wirklich diese (Küchen-) Papiertücher? Die lösen sich doch nach kurzer Zeit auf? 

Ich hatte mir jetzt ein Trekking-Handtuch besorgt, aber das wiegt schon 105g.

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Hallo!

vielen lieben Dank für die Antworten und die Hilfe von Euch allen! Ich gehe mal auf die angesprochenen Punkte ein.

T-Shirt & Windjacke: Ja, ein guter Punkt. Ich bin schon dabei nach etwas zu suchen. Leider wird das aber etwas Gewicht dazu addieren, wegen den zusätzlichen Ärmeln. Jetzt sehe ich umso deutlicher wie luxuriös die lange Unterwäsche für Nachts ist. Zwar sagte ich ja, dass diese auch bei Kälteeinbruch tagsüber hergenommen wird, das ändert jetzt aber nichts daran, dass ich dann zwei langärmlige Merinoshirts dabei hätte. Auf der anderen Seite möchte ich auch auf keinen Fall so im Schlafsack pennen. Ein Seiden Inlett hätte zwar zumindest den hygienischen Aspekt berücksichtigt, wird mir aber nicht das Plus an Wärme bringen (ich friere wirklich sehr schnell) und die lange Unterhose bliebe so oder so für den evtl. kommenden Kälteeinbruch. Ach ja, ursprünglich hatte ich statt der Windjacke ein Trekkinghemd eingeplant. Dieses hat aber keine Windschutzfunktion und wiegt 250gr. Das war mir dann angesichts des Fleece unsinnig und wurde ersetzt durch die Featherlite Trail Jacket.

Schuhe: Ich habe neue dabei, die Adidas mit 922gr und nicht die 1.6kg schweren und 20 Jahre alten Meindl. Danke aber für den Hinweis, dass wenn das Schuhwerk schon älter ist ich an Material für eine Notreparatur denken sollte.

Smartphone: Wenn das mit dem Flugmodus zutrifft umso besser! Ich werde das auch mal noch testen mit dem Stromverbrauch und habe mir den Flugmodus schon mal schnell verfügbar gemacht.

Rucksack: Das Gewicht habe ich selbst ermittelt. Wie auch schon beim Gatewood Cape, leider ein paar gr mehr als angegeben. Größe ist M/L. Ich denke für Dich, skaul bin ich mit dem Rucksack gut zu erkennen wenn Du mich überholst :-D

Isomatte: Ja, das ist wahrscheinlich noch so ein Thema. Wenn ich hier aber etwas weglasse, dann das Tyvek Footprint. Irgendetwas unter dem Innenzelt, das gleichzeitig die TaR vor spitzen Gegenständen schützt möchte ich dabei haben. Beim Testaufbau des Capes hatte ich es zuerst komplett ohne Eva Matte getestet. Trotz ebenem Boden wurde das aber zur Rutschpartie und ich konnte mich eigentlich nicht wirklich auf der Schlafmatte drehen. Erst als die Eva Matte unter dem Zelt und über dem Tyvek war hat sich das alles beruhigt. Andererseits, ohne das Tyvek nur die Eva Matte drunter zu bekommen war eine elendige Fummelei. Die Kombination aus beidem war dann wieder traumhaft. Aber wahrscheinlich werfe ich das Tyvek doch raus und dann wird halt zuerst die Eva Matte in Position gebracht bevor was anderes passiert,

Zewa Towel: Ich ändere das gleich, Das sollten Vileda Geschirrhandtücher aus Microfaser sein. Denen begegnet man hier häufiger. Entschuldige die Verwirrung.

ODS Wiki: Daher habe ich einen Teil meiner Wasserstellen. Das mit den Hütten lasse ich auf mich zukommen. Ein paar sind schon auf der Etappenliste aber eigentlich auch nur, weil es dann in der Nähe Wasser gibt. Aber danke nochmals für den Hinweis mit dem Wiki, das habe ich bis vor kurzen überhaupt nicht gekannt. Wenn Du mir Deine Nummer durchgeben möchtest SebHoliday, gerne speichere ich mir die für den Fall ins Handy ein. Wenn ich dann allerdings anrufe, dann wenn ich komplett verwirrt bin. Wundere Dich also nicht :-P Vielen lieben Dank für Dein Angebot!

Kilos: Oh ja Danke. Ich hoffe auch sehr durch solche Aktionen endlich mal wieder was in Gang zu setzen. Das ist dringend nötig, dass ich etwas Gewicht verliere und den Stoffwechsel ankurble. Freu mich schon drauf 8)

LG,

Robinausdemwald 

 

 

 

  

 

 

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vor 12 Stunden schrieb robinausdemwald:

T-Shirt & Windjacke: Ja, ein guter Punkt. Ich bin schon dabei nach etwas zu suchen. Leider wird das aber etwas Gewicht dazu addieren, wegen den zusätzlichen Ärmeln....

 

 

Ich selbst wandere inzwischen so gut wie immer mit kurzem T-Shirt und den Ärmlingen von OR. Das geht auch hervorragend, um das (für mich!) unangenehme Gefühl von Windjacke auf nackter Haut abzustellen. Nachts dann das langärmelige Shirt und die lange Unterhose zum Schlafen, und gut ist.

Dass Du den Sawyer nicht brauchen wirst und nur zum Üben mitnehmen willst, hast Du ja schon selbst geschrieben. Ist auch so. Ich hatte ihn dabei und kein einziges Mal benutzt.

Ansonsten gibt es nix zu meckern am Gesamt-Konzept, im Grunde hab ich es dieses Jahr am Westweg genauso gemacht.

In wie vielen Etappen wilst Du ihn laufen?

Ich wünsch Dir auf alle Fälle viel Spaß! Ist ein toller Weg!

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Hallo,

es sollen 14 Etappen werden, wobei die letzte entweder sehr kurz ist oder ich in Kandern in den Bus steige. Ich muss am Ende nicht unbedingt durch das wieder stärker bebaute Gebiet latschen. In diesem Fall wären es 13 Etappen.

Noch eine Frage zu einer Alternative zur Daunenjacke: Mir ist da im Ausverkauf eine Kunstfaserjacke aufgefallen und zwar die Berghaus Vapourlight Hypertherm Hoody.

Für die Zukunft wollte ich eigentlich sowieso noch eine KuFa-Jacke statt Daune und dachte erst an sowas wie die Montane Fireball Jacket oder die Patagonia Nano Puff Hoody.

Die Berghaus allerdings gibts gerade sehr günstig und hat eine eigene KuFa Füllung (Hydroloft Elite 40gr/qm), ich finde aber wenig dazu und auch nicht wieviel insgesamt in der Jacke drin ist und wie gut die Aussenhülle der Vapourlight ist (Rucksacktragen!).

Ich weiß es ist schwer, aber wie könnte man die Jacke im Vergleich zu den anderen, oben genannten einschätzen? Und im Vergleich zur Decathlon Daunenjacke in meiner Packliste? Man muss ja berücksichtigen dass die Berghaus Jacke annähernd 100gr weniger wiegt als die anderen beiden KuFa-Jacken...

LG,

robinausdemwald 

 

 

bearbeitet von robinausdemwald

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Ich hab die Berghaus Jacke und bin ziemlich begeistert davon. Das Tragegefühl ist unheimlich angenehm - eher mit einem bequemen Pulli als einer Jacke zu vergleichen. Das Packmaß ist toll und daher habe ich schon angefangen sie auch außerhalb des Trekkings zu nutzen. Und (das wichtigste): Es wird einem auch warm darin. Man merkt aber schon dass es ein ultralight Produkt ist. Die Materialien sind dünn und die Isolationsschicht ist es auch. Die winddichte Außenseite wirkt dabei stabiler als die Seite mit der Füllung. Das ist auch ganz klar, irgendwo muss das Gewicht ja eingespart werden. Ich habe ne Nano-Air zum Vergleich und die bietet rundum mehr Isolation, sollte also auch wärmer sein. Das Außenmaterial der Nano Air würde ich allerdings auch nicht zum Bushwhacking empfehlen. 

Allerdings habe ich beide Jacken auch erst dieses Jahr gekauft und kann daher zur langfristigen Haltbarkeit (noch) nix sagen. 

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      Um ca. halb 12 laufe ich los. Soweit zurück in den Wald, bis ich nichts mehr von der Geräuschkulisse am Grillplatz höre. Dann errichte ich mir im Wald mein Nachtlager.

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      21.04.2018
      Um ca. halb 7 werde ich wach. Als ich aus dem Schlafsack steige, ist es recht kühl, obwohl ich die ganze Nacht geschwitzt habe. Erstmal packe ich alles zusammen, und gehe zurück zur Daur-Hütte. Da sollte ja noch etwas Glut in der Feuerstelle sein zum aufwärmen, und vielleicht sind die Jugendlichen ja weg. Es ist wirklich niemand mehr hier. Die Asche in der Feuerstelle qualmt noch. Leider ist der Platz komplett zugemüllt. Obwohl dort 5 Mülltonnen stehen. Ich sammle den Müll auf und werfe ihn weg. Außer den in der Hütte. Das wird mir dann doch zu blöd.
      Ein wunderschöner Sonnenaufgang versüßt mir meine Stimmung. Ich mache ein paar Fotos. Zähne putzen, Frühstück und weiter geht es. Ich bin etwa bei Kilometer 10. Heute will ich mindestens 25 km schaffen. Recht zügig trete ich den Weg an. Leider fehlen teilweise Beschilderungen. Kurz nach Egisholz gehe ich etwa 1km in die falsche Richtung. Also wieder zurück. Es ist verdammt heiss, und ich schwitze wie blöd. Mein T-Shirt ist total durchnässt.Immer wieder muss ich Rast machen.Nachdem es einige Kilometer über Feldwege ging, komme ich an das erste Portal bei einer Burg. Ich glaube Röttler-Burg. Das gibt mir wieder Motivation. Die brauche ich auch, denn heute wird es noch sehr anstrengend. Es geht auf den Blauen. Also fast durchgehend bergauf. Um mein Ziel zu erreichen gebe ich etwas Gas. An der Sausenburg gehe ich zuerst vorbei, dann sage ich mir: "Da hat man bestimmt ne schöne Aussicht." Und so ist es auch. Die etlichen Treppenstufen zum Turm lohnen sich. In Kandern gehe ich Einkaufen. Morgen ist Sonntag, und ich brauche außerdem dringend Wasser. Als ich aus Kandern herauslaufe, kommt mir Ben Tüxen entgegen (EinMannImWald). Er hat schweres Gepäck dabei. Ich grüße nur kurz, traue mich nicht ihn anzusprechen. Später in der Hütte am Hexenplatz, einer sehr gemütlichen Hütte mit Ofen, Bänken und Tisch, lese ich im Hüttenbuch seinen Eintrag von gestern. Er geht auch den Westweg Richtung Basel.
      Auf einer Bank im Schatten mache ich um ca. 13Uhr eine Pause. Zu Hause anrufen, essen und trinken, und ich gönne mir einen Energydrink. Zu dem Zeitpunkt bin ich eigentlich schon am Ende meiner Kräfte. So kommt es mir zumindest vor. Aber die Pause tut mir gut. Ich muss einfach nur einen Gang runter schalten. Es ist 14 Uhr als ich weiter gehe. Noch 6h bis es dunkel wird. Also eigentlich noch genug Zeit. Ich gehe jetzt viel langsamer bergauf. Immernoch anstrengend, aber auszuhalten. Ab und zu muss ich trotzdem Pausen machen. Ich bin sowas von glücklich, als ich am Parkplatz auf dem Blauen ankomme. Ich gehe in das Restaurant und esse eine Currywurst mit Pommes, dazu eine Cola. Nachdem ich noch auf der Toilette war, wandere ich weiter. Es geht jetzt schön bergab. Bei der Egerten Hütte treffe ich 2 Wanderer, mit denen ich mich kurz unterhalte. Ich bekomme den Tipp, dass in ca. 3km eine schöne Hütte mit Türe und Grillstelle kommt. Im Vergleich zu meinem letzten Nachtquartier ein echter Luxus. Bis dort hin gehe ich noch, mache mir ein Feuer an, und koche ein Süppchen. Um ca. 22Uhr gehe ich schlafen. 
      Heute habe ich ungefähr 28km gemacht. Als ich wieder zuhause in der Karte nachschaue, fällt mir auf, dass es etwas mehr als 1000 Höhenmeter waren.
       
      Tag 3
      22.04.2018
      Heute Nacht bin ich mehrmals wach geworden, weil mir übelst warm war. Ich habe meinen Schlafsack dieses Mal offen gelassen. Immer wenn ich wach wurde, habe ich ihn etwas angehoben. Das half aber nur kurz. Um ca. 7 Uhr stehe ich auf. Es ist schon lange hell. Nach dem Zähneputzen und Frühstücken telefoniere ich lange mit meiner Freundin. Erst um 8 Uhr habe ich alles zusammen gepackt und gehe los. Heute geht es über den Belchen. Durch viele Wiesen und Kuhweiden laufe ich in der prallen Sonne. Endlich wieder im kühleren Wald, geht es steil bergauf. Sehr anstrengend das Ganze. Insgeheim hoffte ich, meine Tageskilometer von gestern noch zu toppen. Aber jetzt glaube ich nicht mehr daran. Irgendwann laufe ich wieder über Wiesen. Der Ausblick ist herrlich. Oben auf dem Belchen angekommen, setze ich mich erstmal in einen Liegestuhl. Aber die Sonne scheint mir zu stark, und ich muss mich in den Schatten setzen. Ich spüre auch schon ein Brennen im Nacken. Hier oben sehe ich das erste Mal Schne auf meiner Tour. Beim Abstieg wird es sogar noch mehr. Immer wieder muss ich über Schnee gehen. Es wird recht steil und felsig. An einem Bach fülle ich meine Wasserflaschen auf, filtere das Wasser aber vorsichtshalber. Auf dem Weg komme ich immer wieder an Stellen vorbei, an denen ich meine Flaschen auffüllen könnte. Deshalb ärgere ich mich, weil ich das Gewicht umsonst mit mir rum schleppe. In Notschrei setze ich mich im Außenbereich eines Restaurants an einen Tisch. So weit wie möglich weg von den anderen Gästen. Ich möchte niemanden mit meinem Geruch belästigen. Badische Käsknöpfle und dazu eine große Cola gibt es. Von hier wären es noch knapp 10km auf den Feldberg, und es ist 16 Uhr. Ich könnte dort einkehren, mal duschen etc. Aber schaffe ich heute noch 10 km? Es wird steil bergauif gehen, und dort liegt sicher einiges an Schnee. Ich bezahle meine Rechnung. Beim Aufstehen bemerke ich, dass meine Beine nicht mehr so wollen. Sie fühlen sich richtig schwer an. Alles klar. Heute gehe ich nicht mehr auf den Feldberg. Die beste Option, vorher noch zu übernachten, ist die Auerhahnhütte. Dort gehe ich hin. Um ca. 17 Uhr komme ich an, nachdem ich durch tiefen Schnee waten musste. Es ist noch früh, aber egal. Ich habe heute ca. 25km gemacht. Das muss reichen. Ich mache mir Holz zurecht für ein kleines Feuer und fülle meine Edelstahlflasche mit Schnee, den ich später am Feuer schmelzen will. Beim Ausziehen der Schuhe bemerke ich eine Blase am Zeigezeh. Sie ist noch zu und tut zum Glück nicht weh. Mit dem geschmlzenen Schnee wasche ich meine Socken und meine Unterhose, hänge sie zum Trocknen ans Feuer. Zum Essen mache ich mir Couscous mit Gemüsebrühe. Mit Wasser muss ich hier nicht sparen. Überall liegt Schnee. Wie gestern schon, gehe ich um 22 Uhr schlafen. Morgen will ich früh raus, um viele Kilometer zu schaffen.
       
      Tag 4
      23.04.2018
      Im Gegensatz zu meinem Plan früh aufzustehn, wache ich erst um 20 nach 7 auf. Ich lasse mir Zeit, und gönne mir heute sogar das erste Mal einen Kaffee zum Frühstück. Es ist bereits halb 9 als ich los gehe. Es geht gar nicht so steil bergauf, wie ich erwartet hatte. Auch der Schnee stört mich wenig. Das Laufen ist sogar richtig angenehm. Endlich ist es auch nicht mehr so heiss. Auf meinem Weg Richtung Gipfel, habe ich auf dem Feldberg eine herrliche Aussicht. Es herrscht zwar nicht ganz so klare Sicht, aber es könnte schlimmer sein. Immerhin sagt meine Wetterapp für heuteRegen an. Durch den Schnee erkennt man den Weg schlecht, und ich schaue ab und zu auf dem Handy nach, ob ich noch richtig bin. Zum Glück entdecke ich auch Fußspuren. Irgendjemand hatte hier wohl Zehenschuhe an. Dieser Spur folge ich in umgekehrter Richtung. Oben auf dem Feldberg gibt es eine kleine Aussichtsplattform. Bis in die Alpen kann man heute leider nicht sehen. Ein Mann mit seiner ca. 3-jährigen Tochter erzählt mir, dass er hier oben einen allinclusiv Urlaub mit seiner hochschwangeren Frau und seiner Tochter macht. Sowas muss auch mal sein. Nach einer kleinen Plauderei beginne ich den Abstieg. Hier wird es mit dem Orientieren immer schwieriger, aber dank der Fußspuren verlaufe ich mich nicht. Den Berg hinab fließen überall Bäche aus geschmolzenem Schnee. Ich breche im Schnee immer wieder ein. Einmal sogar bis zur Hüfte, und stehe dann in einem Bach. Über mehrere gestürzte Bäume muss ich steigen. Irgendwann geht es nicht mehr so steil bergab, und es liegt auch kein Schnee mehr. Jetzt kann ich etwas Gas geben. Als es anfängt zu nieseln, ziehe ich sofort meinen Poncho über. Ich möchte nicht, dass die Sachen in meinem Rucksack nass werden. Die Regenhose lasse ich erstmal weg. Nach einer Weile fängt es an, wie aus Eimern zu schütten. Da komme ich an einer Hütte vorbei. Es ist 12 Uhr. Wenn ich erstmal eine Mittagspause mache, regnet es vielleicht nicht mehr so stark, wenn ich weiter gehe. Also gehe ich in die offene Hütte und lege den nassen Poncho zum Trocknen hin. Dann packe ich mein Kochzeug aus, und bereite mir Couscous zu. Leider nimmt meine Tour hier eine Wendung. Ich erfahre, dass meine Freundin ernsthaft krank ist, und ich muss die Tour abbrechen. Ich laufe noch die 8 km bis Hinterzarten, wo ich um 15 Uhr ankomme, und fahre dann mit Bus und Bahn nach Hause.
       
      Insgesamt bin ich ca. 85 km gewandert.
       
      Fazit
      Ich war gut vorbereitet. Habe mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, und hatte eigentlich zu viele Sorgen. Ich glaube nicht, dass es noch viel kälter geworden wäre, von daher hätte ich die Steppjacke zuhause lassen können. Mein Schlafsack war für knapp 0 Grad ausgelegt. Viel zu viel. Der 10 Euro Rucksack hat sehr gute Dienste geleistet. Ich hatte fast durchgehend meine Daumen in den Daumenschlaufen eingehängt, und so hatte ich kaum Gewicht auf den Schultern. Meine Z-Lite, die ich geteilt und übereinander gelegt habe zum Schlafen, und den Rucksack unter die Füsse, war ausreichend bequem. Ich hatte keine Rückenschmerzen oder sonst was. In meine Schuhe habe ich mich verliebt. Ich hatte vor, meine Lowa Wendelstein anzuziehen für die Tour. Aber diese musste ich an Lowa senden wegen einer Reklamation. Sie haben mir kostenfrei ein komplett neues Paar geschickt. Eine Woche vor dem Westweg...Mit nagelneuen Schuhen wollte ich den Westweg nicht gehen. Die Adidas Trail Running Schuhe haben sich dann sogar als die bessere Wahl herausgestellt. Die Edelstahlflasche ist relativ schwer, aber ich würde sie wieder mitnehmen.
      Von meiner körperlichen Fitness war ich selbst ein wenig positiv überrascht muss ich sagen.
      Wo ich noch sehr dran arbeiten muss ist die Ernährung auf Tour. Mir hat viel gefehlt wie Fette und Kohlenhydrate. ch habe viele Fitnessriegel gegessen, hätte aber mehr richtige Mahlzeiten zu mir nehmen müssen.
      Ich hoffe, dass ich gerade Einsteigern ein wenig die Nervosität nehmen kann, und gebt mir gerne Tipps, was ich bei einem nächsten Reisebericht besser machen könnte.
      Die Bilder sind leider nicht ganz in der richtigen Reihenfolge.
       































    • Von Marko
      Guten Abend zusammen. Morgen geht es bei mir los. Ich fahre mit der Bahn nach Basel und gehe den Westweg Richtung Pforzheim. Nicht komplett sonder nur 9 Tage soweit wie ich komme. Jetzt bin ich gerade am Packen. Gerade nachgewogen mit allem drum und dran bin ich bei 9,5kg. Mein Essen allein sind knapp 1,7kg. Das kommt mir allerdings echt viel vor. Werde das auf jeden Fall abspecken. 
      Bisher hab ich
      200g Cashews 
      65g Couscous
      1Packung Beef Jerky
      6 Energy Riegel
      5x 3in1 Kaffee von Jacobs
      2 Tassensuppen
      2 Energy Kuchen( die sind ähnlich wie Riegel)
      etwas Gemüsebrühe
      1 kleine Dose Fisch
      Was denkt ihr, was ich am besten zu Hause lasse?
      Gruß Marko
    • Von Mina&Ayla
      Hallo ihr lieben!
      Ich möchte mit meinem 30kg-Hund im Mai 12 Tage im Elbsandsteingebirge wandern. Genaue Tour ist erst noch in Planung. Da ich für meinen Hund die Ausrüstung mitschleppe, muss diese so leicht wie möglich sein. Ich lasse auch gern vieles weg und nehme so wenig wie möglich mit, dafür soll neue Ausrüstung, die ich mir beschaffe, relativ qualitativ sein.
      Vorletztes Jahr war ich ohne Hund 3 Wochen in Schweden wandern mit etwa 23 kg Gepäck, bin aber selbst nur 1,60 cm groß und rund 48 kg schwer. Mussten wegen nur einem Zwischenstopp eben das gesamte Essen für 2 Wochen tragen. Auch auf dieser Tour möchte ich aus Kostengründen mein Essen selbst mitnehmen (morgens Porrdige mit Nüssen und Kokoschips, über den Tag Rohkostriegel, abends Tütensuppe).
      Diesmal soll es leichter werden. Habe ein paar Gegenstände, auf die ich halt nicht verzichten mag (Fernglas, Ebook-Reader, Ball für Hund etc.).
      Habt ihr Tipps, wie ich möglichst einfach und leicht meine Schlafstätte gestalten kann? Kann mich nicht entscheiden zwischen leichtem Zelt, Tarp, oder sonst iwelche Ideen. Oder ob ein neuer Schlafsack (oder Inlet) hermuss, ich lieber in einen Biwak-Sack investieren sollte oder eine isolierende Zeltunterlage hermuss. Weiß auch nicht, ob mein Schlafsack für die Temperaturen ausreicht, die waren sehr billig. Am liebsten würde ich ohne Zelt reisen oder mit einem sehr leichten mit geringem Packmaß.
      Meine bisherigen Ausrüstungsgegenstände, die ich habe (und ggf. weglassen oder optimieren würde) sind folgende:
      Schlafen:
      Therma-rest Neoair All Season (519g)
      High Peak lite pak Schlafsack Komforttemperatur 12°C (818g)
      Naturehike Schlafsack Komforttemperatur  9°C (866g)
      (Zelt decathlon, 2 Personen (1800g))
      Küche/Essen/Trinken:
      Plastik-Löffel-Gabel-Messer (9g)
      Gaskartusche (476g)
      Gaskocher (176g)
      Geiggerig Trinksystem 3 liter (268g)
      Geigerrig Wasserfilter (37g)
      Alu-Topf 1 Liter + Plastiktüte (125g) -> vllt. wäre ein Becher besser, dann kann ich gleich Tee draus trinken
      Silikon-Faltschüssel (70g) -> wahrscheinlich unnötig, könnte aus dem Topf/Becher essen
       
      Ich war noch nie mit Hund auf einer Mehrtagestour und weiß nicht, was ich für sie noch zum Schlafen brauche bzw. ob sie es mit Tarp aushalten würde.
       
      Ich freue mich schon auf Antworten!! Danke!!
       
       
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