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Ultraleicht Trekking

Kaufberatung Bikepacking-Cross-Renner-Dings


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Hi Leute,

ich weiß zwar, dass es für Fahrräder Spezialthemen gibt, nach Suchfunktions-Suche beim Rad-Forum (ultreaheavy), Radforum (auch wenig hilfreiches) und mtb-news (ich will kein mtb sondern was mit Dropbar und 28") dachte ich, erstelle ich mal einen Thread hier.

Ich möchte mir gerne ein "Rennrad mit Geländereifen" / eher "Tourengeometrie" / "Gravel-Bike" o.ä. kaufen für die sportliche Feierabendrunde sowie Mehrtägige UL-Radtouren (viel Schotter-Radwanderwege) kaufen. Allerdings möchte ich das zuvor gerne Probefahren, sodass 99% der Versender-Bikes und Dinge die auf US-Sites empfohlen werden nicht in Frage kommen... bin aber breit (etwas) mit dem Zug rumzufahren aus NRW, ums auszuprobieren.

... Weiter weiß ich aber auch nicht wirklich, habe das mit dem Fahrrad-Einkaufen nicht so richtig raus. Für die "üblichen" Hersteller (Kona, Specialised etc.) finde ich entweder in der Nähe keine Händler, oder aber welche die die interessanten Modelle nicht führen (und die werden ja sicher keine Lust haben mir was zu bestellen, damit ichs einmal 30min Probefahre um es dann nicht zu kaufen)

Interessant wären für mich (mechanische? wegen leichterer Reparatur) Scheibenbremsen, halbwegs hochwertige Komponenten ohne große Kompromisse (ob Shimano oder SRAM ist egal, bin bisher an Rennkomponenten sowieso fast nur Shimano 105er gefahren) und die Möglichkeit, Schutzbleche zu montieren. Nabendynamo wäre sicher auch Nett, ggf. sogar mit der Option, USB-Geräte zu laden. Gibts das überhaupt zusammen mit Scheibenbremsen?

Wenns einen guten Thread/Kaufberatung wo anders gibt, bin ich auch gerne daran interessiert, habe selbst jedenfalls nichts gefunden.

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Das mit dem einfachen beheben eines Rahmenbruchs gilt vll. noch für dickwandige Hollandräder oder Opel Doppelrohr von vor dem Krieg. Das sind Tourenfahrerlegenden aus dem letzten Jahrtausend.

Kettenführung aus dem DH Bereich kann ich für den Einsatzbereich nicht empfehlen, stört mehr als das es nutzt. Springt die Kette bei dem Rad und der Strecke hier, dann hat dies andere Gründe. Sch

statt ersatzkette reicht ja wohl ein kettennieter aus. defektes glied raus und zu das ding. etwas kürzere kette geht zur not. crestfallen

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Hi,

ich fahre seit einigen Jahren ein Stevens X7 Crossbike, die bauen auch gute Cyclocrosser, vielleicht ist das etwas für dich. Die Räder stehen auch nicht bei jedem Händler, wenn man bereit ist ein wenig zu fahren findet man aber einen Händler. Ich bin mit dem Rad sehr zufrieden, sehr schnell, robust, je nach Ausstattung einigermaßen leicht und einfach zu pflegen. Die Räder kannst du dir unter www.stevensbikes.de anschauen.

Gruß,

Seb

Bearbeitet von DerSeb
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Wenn dir ein paar Runden um das "Versandhaus" reichen, dann kannst du in NRW auch mal nach Rose oder zu Radon.

Rose kann ich empfehlen, die bieten auch Konfigurierbarkeit! Ein Tubus Fly + Schutzbleche an einem Cyclocrosser hatten die vor 2 Jahren noch im Sortiment gehabt, bzw. dir das Zeug einfach dran geschraubt. Ebenso kannst du auf Schaltung, Bremsen, usw. Einfluss nehmen. Die sind soweit ich das erlebt habe bei Problemen auch extrem Kulant.

 

Habe gerade festgestellt, die haben das immernoch:

https://www.rosebikes.de/bike/rose-team-dx-cross-randonneur-3000/aid:855446

Alternativ kannst du folgendes nehmen und mal nachfragen was alles noch so konfigurierbar ist.

https://www.rosebikes.de/bike/rose-pro-dx-cross-2000-889050/aid:889066

Edit: Im Gespräch mit denen ist auch wesentlich mehr konfigurierbar, als online. Die wollen nur nicht jeden irgendwas unlogisches zusammen basteln lassen.

 

Bist du schon mal Cyclocross oder Rennrad gefahren?

Bearbeitet von Paul
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Ich fahre seit zwei Jahren ein Pelago Bicycles Stavanger für genau die Sachen die Du auch machen möchtest. Hier ein paar Impressionen:

Pelago Bicycles StavangerPortrait SessionsTurku CastleCycling with the Thule Chariot CX2Gravel roads <3

Es ist echt super für alles - Gravel, Asphalt, mit Anhänger & Kindern drin oder als Strava Rennmaschine - und macht auch im Winter eine gute Figur. 

Zudem gibt es fünf Pelago Händler zwischen Bonn und Münster die sicher beim Probefahren helfen können.

Bearbeitet von skullmonkey
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Du könntest dir mal die Räder von Patria anschauen, da kannst du auch individuell aufbauen lassen. Sowas wie das Falcon mit Dropbar? Du hast in Aachen auch einen Händler. Falls du die Fahrt nicht scheust, ich kenn da einen guten in Bonn *hust Eigenwerbung, husthust*. Pelago kannst du dir in Bonn übrigens auch anschauen.

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vor 2 Stunden schrieb skullmonkey:

@FrankyX Genaue Daten: Rahmen & Gabel 3,6 kg; Komplett 12,3 kg; beide in Größe 59. 

Ist das die Herstellerangabe oder selbst gewogen? Weil auf der Webseite ist 12,3kg bei Größe 53 angegeben.

Mit dem üblichen Realitätsbonus, dem Gepäckträger und Pedalen schätze ich die kleinste Größe dann auf die ~ 13 kg. 

Grundsätzlich scheint das eine recht lange Kettenstrebe zu haben und man hat dadurch bei Radtaschen mehr Freiraum zur Ferse. Finde ich gut, ist etwas tourentauglicher. Nur durch das lange Oberrohr wird man wahrscheinlich etwas gestreckter sitzen.

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Das Pelago ist halt Stahl. Mit Alu- oder Carbonrahmen kommt man leichter und heutzutage auch günstiger unter die 10kg. Scheibenbremsen machen das Rad auch schwerer und wären für mich auch eher zweite Wahl. Ich bin Fan der Mini-Vs. Aber den "Fortschritt" kann man leider nicht aufhalten, sodass Mini-V etc wohl mittelfristig bei neuen Fahrrädern aussterben werden.

Bearbeitet von fettewalze
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vor 23 Stunden schrieb Freierfall:

Nabendynamo wäre sicher auch Nett, ggf. sogar mit der Option, USB-Geräte zu laden. Gibts das überhaupt zusammen mit Scheibenbremsen?

Den Son Nabendynamo hab ich in 2 Rädern in der Scheibenbremsversion. Nicht wirklich ul aber aufgeräumt und praktisch. Die anderen Hersteller haben sowas sicher auch im Programm.

Gruß, Martin

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Danke schon mal für die vielen Rückmeldungen :)
Ich bin zwar schon einige Male RR gefahren, aber nie ein eigenes, kann daher nur schwer anhand von Online-Abmessungen sagen ob eine bestimmte Rahmengeometrie mir zusagt.
Daher auch das mit der Probefahrt.
Vor 'echten' CCs scheut es mich etwas, da diese ja eher einen kürzeren Radabstand haben, zwecks Wendigkeit, was aber auf Langstrecke aber eher unbequem sein soll. Zudem eher kurze Kettenstrebe (?) Was es auch noch schwerer macht, wenn man doch mal mit Gepäckträger und Taschen fahren will (Schuhgröße 47...)
Stahlrahmen sagen mir zumindest von der Optik her zu, kann aber nicht beurteilen ob die geringere Steifigkeit ein Problem für mich wäre. Das bisschen Mehrgewicht ist verschmerzbar auf dem Rad, da wären mir leichtere Laufräder wichtiger.
Ich werde mir die erwähnten Marken mal ansehen. Möchte gerne preislich nicht weit über 1500€ hinaus, definitiv deutlich unter 2000€, was patria schwierig macht :D
@nando bist du Fahrradhändler?

Gesendet von meinem MotoG3 mit Tapatalk

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Frag mal den Llurk, der hat sowas, was Du suchst.

Mich verwirrt die Aussage zur Rahmengeometrie. Gravel und Cyclocrossräder sind selten länger als 425mm bei den Kettenstreben - kombiniert mit einem Tubus Disco passt das aber. Einen extra Zentimeter bekommst Du beim All City Macho Man Disc. Bikepacking hat ja aber selten was mit Hinterradgepäckträgern zu tun.

Einen wirklich kurzen Radstand bzw. eine allzu wendige Geo haben Crosser meist auch nicht - kipplig wird da ganz selten was. Sag ein Modell und ich kann Dir wahrscheinlich sagen (Geoangaben vorausgesetzt) ob es nicht gepäcktauglich ist.

Genesis macht tolle Allrounder: Croix de Fer oder Tour de Fer - ersteres ist ein Crosser mit Hang zum Randonneur und zweiteres ist eher ein Randonneur (ich nehme auch an, dass Du ein solchen suchst und kein Querfeldein-/Kiesrad). Bei Randonneuren ist auch Velo Orange vorn dabei. Achso, bin ein Freund von Stahlrahmen - zu Coladosen- und Plasterahmen kann ich nix sagen. Komfortabel geht mit allen drei Materialien - Du musst schauen, welcher Hersteller wie Wert auf Komfort (=Dämpfung) legt. Das Kona Rove fällt mir auch noch ein als feines Rad von der Stange.

 

Bearbeitet von derYeti
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Bleibt für mich die Frage, wie das jetzt funktioniert mit dem Radhändler. Es gibt zwar viele, die als Händler einer bestimmten Marke angegeben sind, dort werden idR aber nur die Rahmen vertrieben.

Ich traue mir aber nicht wirklich zu, abschätzen zu können, ob ein bestimmter Rahmen mir gut passen wird. Da wäre ein Rad nach Wunsch bauen zu lassen ein hohes Finanzielles Risiko (Rahmen wäre dann nicht neu, selbst wenn man die Anbauteile behält + Arbeitszeit um das ganze um-zu-montieren)

Ein "Komplettrad" in meiner Rahmengröße zu bestellen (durch den Händler) nur damit ich's mal Probefahren kann ist aber ja sicherlich auch keine Option?! 

Vielleicht mache ich mir da auch viel zu sehr einen Kopf drum...?

OT: Ansonsten scheint die Kategorie die mir gefällt wirklich "Gravel-Bike" (bzw "Adventure-Bike") zu heißen (wird so auf US-Sites bezeichnet), ein Cyclocross mit tieferem Tretlager, etwas längerem Oberrohr, der Möglichkeit auf breite Reifen (35mm oder so), Scheibenbremsen und evt. Gepäckträgerösen etc.

Mir gefallen so Sachen wie Kona Rove ST, Surly Crosscheck, Genesis Croix de Fer, sowas. Wobei ich mich nicht auf Stahl eingeschossen habe, mir gefällt lediglich die Optik mit den schmaleren Rohren. Scheint nur, dass in dieser Kategorie Stahl beliebt ist, sodass ich oft an den Rädern hängen bleibe.

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Für mich klingt das alles so, als solltest Du besser ganz von vorne anfangen, und zwar erstmal herausfinden welche Abstände auf dem Radl Du brauchst; ich meine, Fahrrad ist Fahrrad, und wenn man eine Sitzposition auf dem einen Rad gut findet, findet man sie auf dem anderen auch nicht schlecht.

Wenn ich die fünf Räder mit denen ich hauptsächlich fahre nachmesse (Abstand Tretlager/Sattel, Abstand Sattelende/Lenkergriffe, Relation Sattelhöhe/Lenkerhöhe) so ist das bei allen sehr ähnlich wenn nicht gar identisch. Downhill mach ich nicht, da wäre es wahrscheinlich anders, aber so ist es immer moderat gestreckt, eher speedmässig aber nie unbequem, immer langstreckentauglich. Egal ob Trekking, Renner, X-Country oder Stadtgurke.

D.h., ein vorhandenes Fahrrad, das einem 100% passt ausmessen und dann auf das zu kaufende übertragen, ausgehend von vernünftig dimensionierten Anbauteilen: Vorbau nicht zu lang/kurz, Sattelstützenauszug dito, passende Kurbellänge.

Wenn das alles gegeben ist und die oben genannten Abstände bekannt sind, ergibt sich die Rahmenlänge/höhe quasi automatisch; und an kleine Abweichungen beim Fahrverhalten gewöhnt man sich ruckzuck, wenn man keine Profianforderungen hat. Sowieso wirken sich Details wie Reifenbreite/profil auf das Fahrverhalten mehr aus.

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Dass man in der Fahrradkategorie gerne bei Stahl hängen bleibt hängt wahrscheinlich eher damit zusammen, dass Carbon einmal knackt und dann Schrott ist, Alu schwer schweißbar ist und man einen Rahmenbruch an einem Stahlrahmen überall auf der Welt beheben kann. Meinem Carbon-Crosser habe ich so wenig vertraut, dass ich zum Reisen mein Gepäck auf dem Rücken hatte - nicht empfehlenswert. Stahl bietet im Zweifelsfall mehr Komfort als Alu. Bei den Stahlrädern könntest du dich bei entsprechender Risikobereitschaft (oder ausreichender Probefahrt entsprechnder Geometrien) auch bei Osteuropäischen Rahmenbauern informieren - habe da schon tolles und bezahlbares Zeug gesehen. Ansonsten hast du oben viele tolle Tips bekommen. Beim Rad von der Stange achte im Zweifelsfall auf Anlötsockel für Gepäckträger, auch wenn der Tubus ggf. ginge.

Ich bin leider nicht im NRW-Einzugsgebiet, sonst könntest du mal einen meiner Crosser probefahren.

 

Gruß

Jörn

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Es ist halt so dass man mit einem stahlrahmen einen Rahmenbruch reparieren kann den man mit einem gut konstruierten Carbonrahmen gar nicht hätte :)

Alu würde ich hier tatsächlich außen vor lassen, da es da bei entsprechender Belastung gerne zu Ermüdungsbrüchen kommt. Kommt aber natürlich immer auf Auslegung, Gewicht, Wege etc an (und natürlich persönliche Vorlieben).
Aber gerade hier im UL trekking muss ich über den Hang zu stahlrahmen schon schmunzeln ;)

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Am 11.9.2016 at 19:58 schrieb Freierfall:

 die sportliche Feierabendrunde sowie Mehrtägige UL-Radtouren (viel Schotter-Radwanderwege) 

da dürften vor dem Ermüdungsbruch doch einige Jahre vergehen, Material-und Produktionsmängel mal aussen vor; und auf den Rahmen geben renommierte Hersteller in der Regel auch ne längere Garantie.

Und was ist eine "entsprechende Belastung"? Auf den gleichen Rädern sitzen oftmals Leute mit 30 kg oder mehr Differenz im Körpergewicht, dass verkraften die Rahmen doch problemlos; die Kompensation findet dann höchstens bei den stabileren Komponenten statt.

Alu ist billig, leicht und die Modellvielfalt ist mit Abstand am grössten.

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      https://www.komoot.de/tour/46619585?ref=wtd
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      Feldwege sind nicht gleich Feldwege, zumindest in Deutschland nicht. Die Größe der Steine, die den Belag darstellen, nehmen in südlicher Richtung stetig zu. Die tiefen sandigen Wege in Berlin und Brandenburg weichen allmählich den Geröllstraßen Sachsen-Anhalts und werden in Thüringen zu Mondoberflächen ähnlichen Passagen. Erleichterung bringen dann die in Bayern und Baden-Württemberg vorwiegenden fest komprimierten Schotterpisten, über die sich es so herrlich rasen lässt.
       
       

       
       
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    • Von QuasiNitro
      Tach auch,

      da hier auch Bikepacker unterwegs sind - biete also eine Specialized Burra Burra Drypack 23L Lenkertasche / Rolle fürs Bikepacking an. Den Burra Burra Drypack habe ich ich im Dezember 2017 bei BIKE24 (de) für 44,90€ gekauft (Rechnungen ist vorhanden). Der Drypack kam aber erstmals dieses Jahr und auch nur für 10 Tage zum Einsatz. Der Zustand ist entsprechend gut ohne irgend welche Beschädigungen dergleichen (siehe Fotos) und absolut dicht bei voller Funktion! Auf der Frontseite ist ein praktischer Zipper angebracht und über die durch den doppelten Boden vorhandene Extratasche läßt sich einiges an Kleinkram oder größere und flache Sachen, wie zum Beispiel eine zusammen gefaltete Zeltunterlage verstauen. Über die Druckknöpfe an den Rollverschlüßen kann man den Drybag mal schnell verschließen, wenn man ihn später wieder befüllen und per Rollverschluß richtig zu rollen möchte. Sehr durchdacht und gut in der Handhabung! Mir ist er allerdings etwas zu groß, weswegen ich ihn hier anbiete.

      Preis: 28€ incl. kostenlosem Versand in D per DHL Großbrief. Den Preis halte ich für absolut fair - bitte keine Verhandlungsangebote!

    • Von Lowtec
      Ende Juli war ich zum Bikepacken für ca. zwei Wochen auf Island. Zur Vorbereitung hatte ich mich in diesem Faden von euch Beraten lassen:(
       
      Gefahren bin ich letztendlich mit diesen Setup: (Den megaschweren und zurecht kritisierten Exped Rucksack habe ich vorsichtshalber nicht mit auf dem Bild)

      Geplant hatte ich von Keflavik aus südlich entlang der Halbinsel Reykanes in Richtung Selfoss zu fahren und von da aus in Richtung Geysir Gullfoss auf der 35 und dann später auf der F35 (Köjurroute) ins Hochland zu fahren, dort einen Abstecher zum Keringijaföl zu machen und dann weiter durch das Hochland in den Norden zu fahren. Auf der Ringstraße wollte ich dann weiter nach Osten auf der Ringstraße nach Akureri fahren. Von da aus dann weiter nach Husavik zum Walewatching und dann zurück auf die Ringstraße und zum Myvatn, von da aus wollte ich dann auf der 88 zur Askia. Ab da war der Weg noch nicht weiter geplant, entweder sollte es wieder zurück zur Ringstraße gehen und dann über die Ringstraße zum Jarkusalon (den wollte ich unbedingt sehen) oder die schwere Piste 910 zur Sprengisandur und dann durchs Hochland zu Landmanalaugar und von da aus die 208 zur Ringstraße und zum Jarkusaljon.- Soweit der Plan, gefahren bin ich dann doch etwas anders.
       
      Mit etwas Verspätung bin ich am 16.6 um 1:15 in Keflavik gelandet. Der Flug war für mich, der seit der Schulzeit nicht mehr geflogen ist schon spannend.Dank zweier Kinder, die auf dem Flug neben mir saßen konnte ich auf dem Flug kaum schlafen, so dass ich ziemlich müde war und mir nur mein Gepäck geschnappt habe und mir eine ruhige Ecke zum schlafen suchte. Hr bin ich dann aufgestanden. Erstmal wollte ich mein Rad zusammenbauen, dafür habe ich mich in den Vorraum des Flughafens gestellt. Als ich das Rad halb zusammengebaut hatte kam ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens und wies mich darauf hin, dass ich mein Rad dort nicht aufbauen dürfe.
      Super, jetzt musste ich erst einmal mein in dem Raum verteiltes Gepäck und Werkzeug zusammensammeln und draußen im Nieselregen mein Rad fertig montieren. Im Internet Hatte ich gelesen, dass es auf dem Flughafen Schließfächer gibt, hier wollte ich meine Radtasche einschließen. Nach dem ich mehrmals im Flughafen auf und ab gegangen war habe ich an der Info nachgefragt, wo ich denn mein Gepäck lassen könne. Sie wies mir den Weg zum BikePit, wo ich mein Rad wunderbar hätte zusammenbauen können, aber Schließfächer waren auch hier keine zu finden. Nach weiterer ergebnisloser Suche am und im Flughafen habe ich mich dazu durchgerungen meine Tasche unter dem BikePit zwischen den Fahrradkartons zu verstecken und darauf zu hoffen dass die Tasche auch in zwei Wochen noch da wäre.
      Dann ging es endlich los. Im großen Bogen um den Flughafen, dann auf die Hauptstraße nach Reykjavik, der ich nur kurz folgte um dann auf eine Nebenstraße nach Süden abzubiegen. Hier bekam ich einen ersten Eindruck von der Weite Islands, die Rauchfahnen der Blauen Lagune konnte ich schon von weitem sehen, es dauerte jedoch noch eine ganze Weile, biss ich dort war.
       
      Erste Bilder von Island

       

       
      Weiter ging es nach Grindavik und dann nach Eyrarbakki, wo ich die Erste Pause beim Bäcker machte. Zwar wusste ich vorher, dass die Preise in Island hoch sind, aber staunen musste ich trotzdem(aber refill macht es erträglicher).
      Ein kurzer Blick auf die Karte und weiter nach Selfos. Vorbei an blühenden Wiesen fahrend, mit leichtem Rückenwind kamen die ersten Ausläufer des Hochlandes ins Blickfeld.
       
      In Selfos habe ich dann etwas Proviant eingekauft (nochmals wundern über die Preise). Das kleine Stück Ringstraße zur 35 war ernüchternd, viel Verkehr und Lärm (Wie zuhause) die 35 war auch nicht viel besser, egal, ich wollte es heute noch zum Geysir schaffen und habe stoisch weiter getreten. Irgendwann sah ich dann von Ferne den Stokkur spucken, das hat mir für die letzten Kilometer dann noch einmal etwas Schwung gegeben. Am Geysir war Highlife angesagt, Busladungen von Touristen stapften die Wege entlang, ein Hotel, Schwimmbad und Campingplatz gibt es dort. Trotz der Menschenmassen war ich schwer beeindruckt von dem allgegenwärtigem Brodeln, dem Schwefelgeruch und natürlich vom Stokkur, des in unregelmäßigen Abständen ausbricht. Übernachtet habe ich auf dem wirklich schönem Campingplatz. Nach Dusche, Plausch mit anderen Radfahrern und Nudeln mit Tunfisch fing es an zu tröpfeln und ich habe mich ins Zelt verkrochen, wo ich dank Oropax schnell einschlief.
       
       

      Am nächsten Morgen machte ich mich gegen halb Acht auf in Richtung Gullfos, natürlich machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Stokkur. Es war jetzt deutlich ruhiger aber etliche Fotografen waren schon auf der Lauer. Das Wetter war trocken, meine Wetterapp kündigte jedoch Regen und Wind für den Vormittag an. Ich ärgerte mich ein klein wenig, dass ich nicht früher los gekommen bin, aber im Urlaub stelle ich mir keinen Wecker. Nach 10 Kilometern erreichte ich den Gullfos, noch war ich fast ganz alleine am Wasserfall, man sieht aber an dem Parklatz und den Souvenirläden, dass das nicht immer so ist.

       
       
      Nachdem ich ordentlich Fotos geschossen hatte, ging es auf der 35 weiter nach Norden. Irgendwie kam ich heute nicht richtig in die Gänge. Als die 35 zu F 35 wurde, kamen immer wieder mal Schauer herunter und der Wind hatte merklich aufgefrischt. Der Wind kam zwar schräg von Hinten, jedoch so stark von der Seite, dass er nicht wirklich eine Hilfe war. Kurz vor der ersten Brücke machte ich eine Pause, kochte mir im Schutz eines Felsens einen Tee und verdrückte einen ganzen abgepackten Kuchen. Das hatte mir gefehlt. Mit neuer Energie ging es weiter hinein ins Hochland. Des Wetter wurde zunehmend schlechter, der Regen kam jetzt teilweise von der Seite, die Schotterstraße hatte etliche Schlaglöcher und die Steigungen wurden steiler. Beeindruckt war ich von den smaragdgrünen Moos streifen entlang der Bachläufe. Beim Anstieg aus dem zweiten Flusstal wurde mir aus einem überholendem Superjeep „Good luck“ zugerufen. Nach dem Anstieg gab ein Berggipfel Windschutz und ich kam besser voran. Ab und an schlich sich aber eine Böe um den Berg und ich musste von den höchsten Gängen in die kleinsten Gänge schalten. Die Landschaft gefiel mir jetzt ausgesprochen gut, es ging stetig bergab und ich hatte mich auch langsam an das Wetter gewöhnt. An einer Hütte am Hvitarvatn gönnte ich mir eines Kaffee und ein Stück Kuchen. Beim bezahlen fragte mich die Hüttenwirtin, ob ich den Wetterbericht gelesen hätte. „Klar, es soll recht kräftig regnen und etwas windig werden.“ meinte ich, schließlich hatte das meine Wetterapp morgens am Geysier so gesagt. „A storm is rising up.“ gab sie mir noch mit auf den Weg. Na ja, mit Wind und Regen komme ich als Norddeutscher schon zurecht, dachte ich mir. Der Weg stieg nun kontinuierlich an und die Landschaft wurde weiter, trotz der schlechten Sicht konnte ich die Gletscher Langjökull und Hofsjökull sehen. Der Wind wurde immer heftiger. Wenn die Straße einen Knick zur Windrichtung machte, war nur noch schiebend voran zu kommen. Auch sonst war das fahren schwierig. An der Kreuzung zum Kerlinarfjöll traf der Wind die Entscheidung. Zum Kerlinarfjöll zu fahren hätte 10 km gegen den Wind bergauf schieben bedeutet. Also weiter auf der 35 zum Hotpot Hveravellir. Was zumindest zeitweise Rückenwind bedeutete. (Warum Islandfahrer immer Floskeln wie „das Wetter trifft die Entscheidung“ oder „das hängt vom Wind ab“ verwenden zeigt sich hier). Der Wind wurde immer stärker, selbst den Isländern schien es jetzt zu bunt zu werden, der Verkehr wurde immer weniger. (Die Straße soll wohl teilweise gesperrt gewesen sein, sagte man mir am nächsten morgen) Das Vorankommen wurde immer schwieriger, zwar kam der Wind weiterhin schräg von hinten, ich musste jedoch immer einen Punkt neben der Straße anpeilen um das seitliche Driften auf dem losen Schotter auszugleichen. Kam der Wind wirklich mal von der Seite oder von vorne, war schieben angesagt. Manchmal hoben dann sogar die Räder ab und ich konnte mein Rad wie eine Flagge im Wind halten... Wenn der Wind richtig von hinten kam, dann bin ich mit 40 oder 50 Sachen über die Wellblechpiste gefegt, wohlgemerkt ohne zu treten. Ziemlich fertig erreichte ich dann Hveravellir, wo ich mir wieder einmal einen Kaffee gönnte. Mit etwas mulmigem Gefühl stellte ich mein Zelt auf dem Campingplatz auf. Auch wenn das Zelt ganz ordentlich flattert, war ich doch erstaunt, wie angenehm es drinnen war. Die obligatorische Nudelsuppe mit Tunfisch und Parmesan war schnell gekocht. Dann ging es die Sehenswürdigkeiten angucken (ein ständig fauchender Schlot und etliche blubbernde heiße Quellen) und ab in den Hotpot. Einfach unglaublich, nach einem harten Tag, mitten im nirgendwo, in einem heiße Pool, vor sich hin zu garen, um einen herum grüne Wiesen, Schafe, den Wind im Gesicht und das röhren der vulkanischen Quelle im Hintergrund.

       
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