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Ultraleicht Trekking
Monkeybomb

Faire Produktion bei Outdoor-Ausrüstung

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WM hat soweit ich weiß schon ohne all diese Herstellerlabels eine Art Verantwortung für die Herkunft der Daune übernommen. Ich wiederhole mich mal, aber ein großer Schritt wäre es schon, Daunenprodukte nicht für Halde zu produzieren und einfach zu limitieren.

Aber solange in diesem Forum über den Aegis Quilt aus China als Alternative diskutiert wird, braucht man echt nicht über Responsible Downstandard diskutieren.

bearbeitet von Dingo

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vor 31 Minuten schrieb Dingo:

Aber solange in diesem Forum über den Aegis Quilt aus China als Alternative diskutiert wird, braucht man echt nicht über Responsible Downstandard diskutieren.

Nicht jeder hat halt das Geld um einen ethisch gut hergestellten Schlafsack, Quilt, Jacke oder ähnlich zu kaufen. Das sollte nicht ausschliessen das man sich über den RDS + ähnliche Standards und Daunen Kleidung Gedanken macht und dieses Thema nach oben bringt, den nur so werden mehr Menschen darauf aufmerksam, denken drüber nach und überlegen ob Sie wirklich einen billigen China Schlafsack brauchen oder ob man evtl. besser mit einem günstigen Synthetik quilt läuft oder auf einen Quilt spart der Daune aus etwas transparenteren Herkunft hergestellt wird.

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vor 22 Minuten schrieb skullmonkey:

Nicht jeder hat halt das Geld

leider sagt ein hoher preis gar nix über die herstellungsbedingungen aus.

schlussendlich ist es eine frage des vertrauens, das man entweder hat oder eben nicht. selber kontrollieren kann mans eh nicht. sich auf standards und labels zu verlassen ist das selbe, denn auch hier wird immer mal wieder betrogen.

auch bei WM hat man ausser einer sehr unspezifischen, nicht kontrollierbaren aussage nichts handfestes. man muss ihnen vertrauen oder eben nicht.

bearbeitet von dani

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vor 19 Stunden schrieb Monkeybomb:

So, ich hab eine Antwort von Cumulus erhalten. Obwohl die HP und das Feedbackformular auf deutsch war, konnte man mit meiner in deutsch geschriebenen Anfrage nichts anfangen und bat mich, nochmals auf englisch zu schreiben :-P

Mal schauen ob sie mit der Google-Übersetzung was anfangen können ;-)

...mal schauen ob Du mit Ihrer Antwort was anfangen kannst! Man kann es dann glauben oder auch nicht.

Was sich hier immer mehr rauskristallisiert ist, das die Chance, dass billige Daunenprodukte tierschonend produziert werden, gegen 0 geht; während man bei manchen teureren wenigstens eingeredet bekommt, dass der höhere Preis auch auf den höheren Aufwand bei der tierschonenden Produktion zurückzuführen ist. Obs dann stimmt, oder ob die Hersteller ihrerseits zwar guten Willens sind, aber selbst von den Produzenten und Zwischenhändlern an der Nase herumgeführt werden...

@Dingo danke! gesucht aber nicht gefunden. Da muss ich wegen meiner 3 WM-Schlafsäcke kein ganz so schlechtes Gewissen haben. Aber wenn man sich das durchliest, fallen einem doch schon wieder X Wege ein, auf denen WM selbst möglicherweise verarscht werden könnte.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich in diesem Leben keine Daunenschlafsäcke mehr kaufen muss; ich hab mich in Zeiten glücklicher Ignoranz ( also bis zur Eröffnung dieses Threads :oops:) für alle Bereiche ausreichend ausgestattet, von Kreta im Sommer bis Lappland im Winter.

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vor 5 Stunden schrieb skullmonkey:

Nicht jeder hat halt das Geld um einen ethisch gut hergestellten Schlafsack, Quilt, Jacke oder ähnlich zu kaufen. 

Liegt das nicht gerade daran, dass wir als Menscheit nicht den vernünftigen Schritt machen uns gegenseitig fair zu entlohnen? Wenn jede/r fair bezahlt wird, sollte jede/r so viel haben, dass alle auch wieder fair kaufen können.

bearbeitet von derYeti

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vor einer Stunde schrieb dani:

womit wir bei marx (und seiner kommunistischen utopie) wären und sehr, sehr, sehr weit OT.

Utopie eben; sie unterschlägt die natürliche, zweifelsfrei durch Marktmechanismen geboostete, Gier nach allem was neuer, schöner (und leichter) ist; und weil Mensch ALLES haben will, kann/will Mensch evtl. tatsächlich den Aufpreis für EINEN verantwortungsvoll hergestellten Schlafsack nicht zahlen.

Das dadurch enstehende Preisdumping wird logischerweise auf dem Rücken der Viecher ausgetragen. Und wenn auch alle Outdoorer in Zukunft lebendgerupfte Daunen boykottieren sollten: das merken die chinesischen Farmen wahrscheinlich nicht mal, weil der weitaus grössere Teil sowieso bei der Bettwarenindustrie landet.

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Bei dem spannenden Thema frage ich mich auch schon mal, weshalb eigentlich Leute, die nahezu täglich Fleisch konsumieren, beim Thema Daune auf einmal die große Moralkeule schwingen. Konsequent ist es nicht. Ich schließe mich da nicht aus. Ich bin selbst zwar Vegetarier, aber habe einen Daunensack und eine -jacke. Und Lederschuhe etc... Deshalb halte ich mich mit der Keule zurück.

Gesendet von meinem SM-G903F mit Tapatalk

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Schade, dass es so schwer ist Daunen selbst zu gewinnen und zu sortieren. Ich kenne durchaus den ein oder anderen, der freilaufende glückliche Gänse hält, aber jetzt in der Mauser hinter den Viechern herlaufen geht nur bei eigenen Tieren glaube ich. Weiß zufällig jemand wie es mit dem Federkleid von waidmännisch korrekt geschossenen Wildgänsen steht? Kommt man da dran und taugt das was? Vielleicht kann man sich ja auf diesem Wege Daunen für myog Projekte organisieren. Vielleicht eine Frage für ods. 

Was die Arbeitsverhältnisse angeht, ist man wohl bei den cottages schon ganz gut aufgehoben.

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die Diskussion bei Daune enden zu lassen ist mMn etwas kurz gedacht.
Auch und gerade die "Kunststoffe" schädigen Mensch, Tier und Natur.
Der Transport, die Lagerung,...eben die gesamte Vertriebskette sollte
ebenfalls stärker in den Fokus rücken, nicht nur die geschundenen
Kreaturen die man medienwirksam präsentieren kann. Es gibt auch viel
Leid das man nicht sieht, oder nicht sehen will.
Und Fleischkonsum = schlecht ist auch zu allgemein. Es muss ja nicht
zwingend aus industrieller Tierhaltung kommen.

 

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Immermüde: Bitte nimm das jetzt nicht persönlich, aber was Du da schreibst isteines der üblichen totschlag "Argumente", welches ich echt nicht mehr leiden kann. An irgendeiner Stelle muss man anfangen, und dass es an einer anderen Stelle auch kacke ist, tut dabei idR überhaupt nix zur Sache, außer von Thema abzulenken. Es geht darum bei irgendwas ein Bisschen besser zu werden, und nicht zu sagen: Perfekt geht ja garnicht, also sind alle diese Überlegungen dumm.

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vor 52 Minuten schrieb immermüde:

Und Fleischkonsum = schlecht ist auch zu allgemein. Es muss ja nicht
zwingend aus industrieller Tierhaltung kommen.

aber sterben müssen die tiere dafür ja trotzdem. nichts beeinträchtigt das leben so sehr wie der tod.

ps: egal ob nun waidmännisch oder industriell.

bearbeitet von dani

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tja Florian,
bitte nimm's mir nicht persönlich, aber erstens hab ich nicht vom Thema
abgelenkt sondern die eigentliche Tragweite mit in die Diskussion
gebracht auch wenn dir das nicht passt.

Zum Fleischkonsum hat paul meine Antwort schon vorweggenommen.

Wer sich über Daunenproduktion echauffiert, aber industrielle Nahrung
isst, Sprit verbrennt, munter vor sich hin konsumiert, halte
ich für scheinheilig.

 

und gerade gesehen:

@dani

deinen letzten Post halte ich für hochgradig lebensverachtend.

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Also habe ich nur die Wahl morgen perfekt zu sein, ohne Auto auszukommen und ausschließlich zu Fuß gehen, meinen Lebensunterhalt auf 100% ethisch vertretbare Weise zu bestreiten, 100% Bio und vegan zu leben und so weiter, was Du sicherlich alles schon tust, oder nicht laut darüber nachzudenken, wo ich "ethisch bessere" Daune herbekomme, da das ja scheinheilig ist. Da ich nicht morgen perfekt sein kann, kann ich mich nach deiner Logik also getrost verabschieden wenigstens einmal an irgendeiner Ecke was richtig machen zu wollen, in meiner die Tragweite nicht erkennenden Beschränktheit.

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Man muss ganz klar sagen, dass es sich um domeszitierte Tiere handelt. Die würden vermutlich in freier Wildbahn nicht lange überleben. Das gilt zumindest für die Pflanzenfresser unter ihnen. Bei den Carnivoren, aber auch bei Allesfressern, sieht das wieder anders aus, die können sogar zum Problem für diejenigen die sie domeszitiert haben werden. Beispiele hierfür verwilderte Haushunde, Dingos, oder verwilderte Hausschweine. Keine natürliche Scheu mehr vor dem Menschen. 

Ich für meinen Teil würde immer wieder zu Daune greifen. Mein ältester und am meisten genutzter Schlafsack, ein Yeti Pound, hat mittlerweile gut fünfzehn Jahre auf dem Buckel und loftet immernoch sehr gut! Eine Kunstfasertüte ist da deutlich schneller platt und die Herstellung geht aufgrund der chemischen Zusammensetzung zu Lasten von allen Lebewesen, und nicht wie bei Daune zu Lasten nur einer Zuchtrasse. 

Am wichtigsten finde ich, das ganze Thema betreffend, bewusst zu konsumieren. Sprich alles in Maßen und von Anfang an hochwertig und langlebig. Außerdem finde ich es wichtig, neben der "artgerechten" Haltung, dass alle Teile eines Tieres sinnvoll verwertet werden, wenn es denn schon sterben muss.

Aber auch ich muss mich da immer wieder daran erinnern, denn ich habe auch etliche Leichen im Keller. 

bearbeitet von Andreas K.

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in der schweiz können wir dieses wochenende darüber abstimmen, ob der folgende satz in die bundesverfassung aufgenommen wird: 

"Bis ins Jahr 2050 wird der «ökologische Fussabdruck» der Schweiz so reduziert, dass er auf die Weltbevölkerung hochgerechnet eine Erde nicht überschreitet."

ich habe mal JA gestummen.

hier noch die details: Volksinitiative "Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)"

aber ich kann euch beruhigen, die initiative wird abgelehnt werden. alles andere wäre eine sensation.

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In Equador hat die Natur "Naturrechte" in der Verfassung ähnlich den Menschenrechten, und es soll wohl Rechtvertretungen geben, welche von Amts wegen diese Rechte auf den Üblichen Wegen einklagen... wenn ich das alles richtig erinnere, klang auf jeden Fall sehr interessant.

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    • Von bieber1
      Daunenärmel - Beinlinge
      Ich habe schon Jahre etwas Daune Zuhause ,die verwendet werden will.
      Angeregt von Andreas "Daunenhose" , und einem Jou Tube vom "Hängemattenguru " Schuck ,
      Habe ich nun meiner Daune einen Nutzen zugeteilt.
      Mit zwei einigermaßen leichten "Stöffchen" von Extrem - Textiel . habe ich mich ans Werk gemacht .
      Gute Planung ist die halbe Miete "sagt man".
      Das musste ich beim "lerning by duing " feststellen .
      Der Druckknopfband-Verschluss an den Seiten , wurde durch die Daune so weit aufgezogen ,
      das ein Wärmekragen nötig wahr.
      So kahm es , das ich einige Nähte mit kurzem Stich wieder auftrennen und ändern musste ( grzdmpfeieiei ).
      Das Fertige Produkt , hat mit 162 g /Stück etwas mehr Gewicht als gewünscht ,
      aber dennoch sehe ich das Projekt als gelungen.
      Nutzen :
      In erster Linie ,  sollten die Beinlinge die kalten Oberschenkel in der Hängematte warm halten.
      Zweitens , zusammen mit einer Weste , einen schnellen , flexiblen , Temperaturwechsel am Oberkörper ermöglichen.
      Drittens , das einziehen der Hände in die Ärmel , hier ist (mit dem kleinen Lappen ) ein Verschluss  entstanden ,
      der mit einfachen einführen der Hand , das Ärmelloch schleißt . Kein zu klämmen  mit den Fingern mehr .
      Viertens , am Zeltofen  , oder Lagerfeuer ist es bekanntermaßen vorn heiß und hinten kalt .
      Hier kann ein oder zwei geöffnete Teile  am Rücken eingelegt werden.
      Fünftens , Die geöffneten Teile als Weste zu tragen geht bedingt , weil das Schließen der Seiten
      eine passende Figur erfordert.    Mit was drüber geht .
      Sechstens , die beiden Teile lassen sich Seitenversetzt zu einem "rechteckigem Degchen" knöpfen . 
      Siebtens , Das herausklappen des "Handlappens" ermöglicht es diesen , als Handschuh-Verstärkung zu nutzen .
      Achtens , Gummischlaufen an den Ecken ermöglichen diverse Befestigung , z .b . Fuß box  Schafsack , an Hängematte....
      Neuntens , fällt mir noch nicht ein .
      Daten :
      Gesamtgewicht / Stück                        162 g
      Der Stoff pro teil.                                      41 g
      Ein Handlappen mit (Primalofft)             7 g
      Daune ca . nicht hochwertig                  76 g
      Ein Wärmekragen (Primalofft)              11 g
      Der Rest errechnet sich aus Snapplibändern , Gummieinfassung , Faden .
       
      Wer sie sehen will muss zum Treffen kommen. 
       
       





    • Von Southern Flyer
      Hallo zusammen,
      nach der Bauanleitung von @micha90 für einen APEX-Quilt hier nun eine Anleitung für die Daunen-Variante mit geschlossener Fußbox im Karo Step, als eine der zwei grundlegenden Kammerdesign-Möglichkeiten für Daunen-Quilts. Bei der Auslegung des Quilts habe ich mich an den YT-Videos von Joe Brewer und dubber zum Quiltdesign, zur Berechnung der Daunenmenge und zum eigentlichen Bau orientiert, habe aber viele Details anders umgesetzt. Zudem helfen einem bei der Abschätzung des Temperaturbereichs und der entsprechenden Daunenmenge Vergleichsangaben/-tabellen von z.B. Enlightened Equipment und ZPacks (Achtung: bei gleicher Daune sind die amerikanischen cuin-Werte höher als die europäischen!). Von den darin verwendeten Daunenmengen und -qualitäten lässt sich dann auf die Höhe der Baffles (nicht zu verwechseln mit dem Loft!) zurückrechnen. Soll der Daunen-Quilt ultraleicht werden, sollte man bei der Daune nicht unter 850cuin gehen und beim Stoff nicht über 35g/m², besser 27g/m².
      Mein Quilt sollte für einen Temperaturbereich von ungefähr -5 bis -7°C ausgelegt sein. Dazu ist anzumerken, dass ich eher wenig friere. Bei einer Hüllenlänge von 201cm (79in) und einer Hüllenbreite von 146cm (57.5in) habe ich dafür eine Bafflehöhe von 5,5cm (2.2in) vorgesehen, bei einer EU-Daunenqualität von 860cuin. Oft wird auch 6,2cm (2.5in) Bafflehöhe für diesen Temperaturbereich (bei ähnlicher Daunenqualität) angegeben. Für das Hüllenvolumen und einem overfill von 20% (weniger sollte es nicht sein) waren somit 400g 860er Daune nötig.
      Bei der Größendimensionierung sollte man bei der Länge zur Körpergröße 15-20cm zurechnen (hier 15cm), ebenso sollten Seitenschläfer bei der Breite etwas großzügiger sein als Rückenschläfer. In der Regel wird die Breite jedoch eher durch die Rollenbreite des Stoffes begrenzt. Da hatte ich etwas Bauchschmerzen bei der Bestellung, da das 27g/m² daunendichte Ripstop Nylon von Extex (nachgewogen 28g/m²) mit 145cm angegeben war, mit der Unsicherheit nicht zu wissen, wieviel des Webrandes noch abgeschnitten werden muss. Umso erfreulicher, dass der Stoff in 152cm Breite kam und nach Bereinigung der Längskanten noch echte 150cm übrig blieben. Klasse!
      Die Karos habe ich entsprechend einem 5:7 Muster (5 Karos quer, 7 Karos längs) dimensioniert. Viele wählen ein 4:5 Muster, was einiges an Baffles erspart, aber auch zu stärkerem Verrutschen der Daunen führt. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung der Saumzugaben eine Karogröße von 29cm (quer) x 28cm (längs), bei einer Bafflelänge von 17 bzw. 16cm. Insgesamt mussten 62 Baffles vernäht werden.
       
      Arbeitsschritte
      Säubern des Webrandes an der Längsseite des Stoffes. Am besten dafür, und für die weiteren nächsten Schritte, den Stoff mit Malerband glatt auf dem Fußboden fixieren. Auf Länge schneiden (hier 207cm, davon 2x2cm für den Saum am Kopf- und Fußende, sowie 2cm für den Kordelkanal). Der Rest (hier 43cm) wird später für das Fußboxende benötigt. Eine mikroverzahnte Schere leistet hier gute Dienste. Da die Fußbox sich zum Ende hin leicht verjüngt (hier von 146cm Breite auf 104cm Umfang (=33cm Durchmesser) diese Ecken rechts und links auch noch abschneiden (hier von 0-70cm Länge). Mittellinie anzeichnen. Karo-Schablone aus Pappe mit Position der Baffles erstellen. Ausgehend von der Mittellinie die Position der Baffles jedes einzelnen Karos mit Malerband (17 bzw. 16cm lang) entsprechend der Schablone aufkleben. Einen Kreidestrich sieht man bei dem glänzenden Stoff nur sehr schlecht, daher das Malerband. Wichtig dabei, auch auf dem Malerband die jeweilige Längskante an der der Baffle anliegen muss zu kennzeichnen. Ab und an Symmetrie und Maße kontrollieren. Nach jedem genähten Baffle kann der entsprechende Malerbandstreifen entfernt werden.
      Baffles schneiden. Darauf achten, dass die elastische Richtung der Bafflelängskante entspricht. Am einfachsten macht man es sich, wenn man den Bafflestoff aufrollt und die Stoffrolle dann entsprechend abschneidet. Hier waren es 7,5cm, da der Bafflestoff im Bereich der Nähte gedoppelt wurde. Ca. 0,7cm umschlagen und auf der Hälfte annähen, macht pro Naht 1cm Verlust. So kommt man dann auf 5,5cm Bafflehöhe. Da das 25g/m² Mosquitonetz von Extex (nachgewogen 22g/m²) ziemlich sperrig ist, habe ich den umgeschlagenen Teil mit Nadeln fixiert (nur im Netz selber, nicht am Stoff!). Um Löcher in dem sehr dünnen Stoff zu vermeiden habe ich immer dann, wenn Nähte/Stoff fixiert werden mussten, Malerband benutzt. Ging super und kann man für diese Stoffe nur weiter empfehlen. Längskanten von Innen- und Außenstoff jeweils doppelt einschlagen und säumen. Hier habe ich für das erste Einschlagen einen Prittstift zur Hilfe genommen (Tipp von @moritz). Auch das hat sich bei dem dünnen und rutschigen Stoff absolut bewährt. Nach dem Säumen hat man ringsherum einen 1cm breiten Saum mit dreifacher Stofflage auf dem später alle wichtigen Nähte genäht werden können. Baffles zunächst an Innen- oder Außenstoff annähen. Nahtenden verriegeln. Zusätzlich habe ich die Garnenden noch gegeneinander stramm gezogen.
      Baffles an die andere Stoffseite annähen. Dabei immer wieder mal kontrollieren, ob die Baffles auch da sitzen wo sie sitzen sollen. Nach einer Weile hat man sich an die 6qm Stoff und das Baffle-Wirrwarr gewöhnt. Wenn das erledigt ist, hat man auch schon den ‚schlimmsten‘ Teil hinter sich. Innen- und Außenstoff an der Kopfseite mit einer doppelten Naht zusammen nähen. Die elastische Kordel (hier 3mm) an einem Ende mit Garn zu einer Schlaufe knoten (das habe ich bei den Seitentaschen von meinem Rucksack auch so gemacht, hat sich bewährt). Die Schlaufe habe ich dann in eine Stofffahne (hier aus Diamond-Ripstop) eingenäht. Dadurch vermeidet man unschöne Knubbel in der seitlichen Saumnaht. Stofffahne an den Seiten einkürzen. Die Höhe der Stofffahne entspricht der späteren Höhe des Kordelkanals (hier 2cm incl. 1cm Saumnaht).
      Saumnaht des Kopfendes 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Da hier später noch 2 Nähte drauf kommen reicht ein zwei- bis dreifaches Verriegeln der Naht. Auf ¼ der Länge (37cm) der Stoffbreite am Kopfende mit 2,5cm Abstand zum Saumrand 2 Ösen (4mm) einschlagen. Hier geht die Kordel für den Tanka durch. Die meisten Hersteller machen die Ösen mittig, wodurch die Kordel im zugezogenen Zustand immer im Gesicht hängt. Die Variante mit offenem Kordelzug, die man auch oft sieht, hat mir nicht zugesagt, da man dann immer die langen Kordelenden mit zwei Tankas irgendwo unter sich liegen hat. Kordel mit Tanka und Zeltring durch die Ösen durchfädeln. Kordellänge möglichst knapp bemessen und am anderen Ende ebenfalls mit Garn zu einer Schlaufe knoten. Die Schlaufe wieder in eine Stofffahne einnähen. Saumnaht des Kopfendes auch hier 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne wieder in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Nun kann die umgeschlagene Saumnaht auf ganzer Länge mit einer doppelten Naht mit dem darunter liegenden Innen- und Außenstoff vernäht werden. Der Kordelkanal ist nun fertig. Seitliche Saumnähte von Innen- und Außenstoff am Kopfende beginnend miteinander vernähen. Bis zum Beginn der Fußbox mit einer Doppelnaht, danach reicht eine einfache Naht, da hier später beim Schließen der Fußbox noch zwei weitere Nähte hinzu kommen. An den entsprechenden Positionen werden in die Seitennähte noch drei 3,5mm flache Steckschließen mit 20mm des elastischen Bandes eingenäht. Mit den Steckschließen lässt sich der Quilt an der Isomatte fixieren oder notfalls auf der Unterseite verschließen.
      Wenige cm vor Beginn der Fußbox wird zunächst nur an einer Seite ein ca. 5cm langes Stück des elastischen 20mm Bandes eingenäht und später, beim Nähen der 2. Seitennaht, das andere Endes dort mit eingenäht. Das elastische Band entlastet später das Nahtende der Fußbox. Bei anderen Quilts ist dort häufig ein kleines Stoffdreieck eingenäht, was ich aber eher suboptimal fand. Jetzt kann die Längsnaht der Fußbox vernäht werden. Dazu die beiden Saumnähte links auf rechts (!) übereinander legen und mit doppelter Naht vernähen (könnte man auch als falsche Kappnaht bezeichnen). Auch wenn hier 12 Stofflagen übereinander liegen ist das ganze immer noch SEHR dünn. Die Variante recht auf rechts schien mir für die Fußbox als nicht so stabil, da letztendlich eine Naht die komplette Querbelastung auffangen muss und Kältebrücken an dieser Stelle keine Rolle spielen. Der Quilt wird an der noch offenen Saumnaht des Fußendes mit den Daunen befüllt. Da die Daunen zu je 100g (nachgewogen alle je 103g) in kleinen handlichen Kissen geliefert werden, kann man die Kissen in eines der letzten Karos legen, vorsichtig ein Ende mit einer kleinen Schere aufschneiden und die stark komprimierten Daunen in die dahinter liegenden Karos verteilen. Das geht erstaunlich gut, da die Zwischenräume den Baffles mit 12cm so ausreichend groß sind, dass eine Faust durch passt. Damit kein Daunen entweichen, die Naht rechts und links der Unterarme mit Wäscheklammern provisorisch schließen. Zudem hatte ich einen Staubsauger griffbereit daneben liegen, bei dem das Rohr vorne mit dem Mosquitonetz verschlossen war. So konnte jede frei umherfliegende Daune eingefangen werden. Auch das hat sich sehr bewährt. Von den Daunen müssen 12g für das runde Fußboxende aufbewahrt werden. Die untere Saumnaht nun vernähen (Innen- mit dem Außenstoff). Der Quilt ist jetzt bis auf das runde Fußboxende fertig. Bevor das runde Fußboxende angefertigt wird muss nochmal der Umfang am unteren Ende der Fußbox nach dem Zunähen kontrolliert werden. Zu dem errechneten Fußboxradius müssen für den Stoff 3cm addiert werden, 2cm für den doppelt umgeschlagenen Saum und 1cm für die Saumnaht (für das Vernähen mit dem Rest des Quilts). Vier Baffles (8cm lang) über Kreuz mit 4cm Abstand von der Mitte einnähen, dann den gemeinsamen Rand (in diesem Fall also nicht einzeln) doppelt umgeschlagen säumen. Auch hier half der Prittstift wieder sehr. Einen ca. 10cm breiten Spalt für das Füllen mit den Daunen offen lassen.
      Rundes Fußboxende mit den restlichen Daunen füllen und anschließend den Saum schließen. Fußboxende und den Rest des Quilts an der unteren Saumnaht rechts auf rechts vernähen. Hier war es mir wichtig, keine Kältebrücke zu haben. Daher keine überlappende Naht wie bei der Fußboxlängsnaht. Hinter der äußeren Naht noch eine zweite zur Sicherheit setzen. Zusätzlich habe ich noch eine 10mm Gurtbandschlaufe mit eingenäht an der man den Quilt kopfüber aufhängen kann. Quilt in alle Richtungen gut ausschütteln, damit die Daunen sich gut verteilen und aufbauschen können. Fertig!!!!  
      Genäht habe ich das gute Stück mit einer alten Pfaff 260, einer frischen Microtex 70er Nadel und Gütermann Allesnähergarn (die Farbe 68 entspricht dabei dem dunkelgraublau des Außenstoffes). Stichlänge für die Baffles war 2mm, sonst 2,7mm. Mit der Fadenspannung (tendenziell niedriger) muss man so lange probieren bis es passt. Alle Materialien von Extex bis auf die Steckschließen (1,7g nachgewogen), die kamen vom Thal-Versand.
    • Von Nature-Base
      Hi Leute,
      ich habe durch einen Zufall einen Wingace Schlafsack günstig bekommen. Nachdem ich sie mir bei Aliexpress angeschaut hatte, konnten sie ja nicht so schlecht sein...
      Es handelt sich um diesen Doppelschlafsack mit 3500g(!) Füllung!
      Ich kann nicht sagen auf welcher Zeit der bei mir nun Vorhandene stammt, aber wenn sich die Daunenqualität nicht gravierend geändert hat, sind die ihr Geld absolut nicht wert!
      Keine Ahnung wie die auf 800+ cuin kommen. Die Daunen ähneln kleinen Stäbchen mit 1-2mm kurzen Härchen. Allein das Packmaß macht ihn schon untauglich. Mein Modell lässt sich kaum in den Packsack mit ca. 50l(!) rein stopfen weil die Daunen kaum zu komprimieren sind.
      Ich habe glücklicherweise noch gute Daunen hier rum liegen und werde mal schauen was das OST dazu sagt- ob sie mir meine Daunen in de Sack packen können. Dann kann ich mir vorstellen das es ein recht akzeptables Produkt wird.
       
       
    • Von backpackersimon
      Hallo zusammen, 
      der Sommer neigt sich allmählich dem Ende zu. Zeit für mich das Sammelsurium an Ausrüstung einer weiteren Prüfung zu unterziehen und unbenutztes auszusortieren. 
      Da ich unlängst auch noch den Einstieg ins MYOGen gewagt habe, sind auch ein paar Teile übrig, die ich prinzipiell gerne benutzt habe (oder hätte), jetzt aber vor allem auf meine Marke Eigenbau setze. 
      Die Teile sind allesamt neu oder neuwertig mit höchstens minimalen Gebrauchsspuren. 
      Preise incl. Versand. 
      Konkret handelt es sich um folgendes: 
       
      1. MountainLaurelDesigns Cuben Fiber Poncho Tarp - weiß
      Das Tarp ist naturgemäß recht klein bemaßt aber gerade für kleinere Personen dürfte es ausreichend groß sein. Für meine 1,93m ist es minimal zu klein. 
      inclusive Packsack und original MLD Spannleinen (gelb - noch am Stück, d.h. ~15m) Das Cuben ist 0.74 oz/sqyd. 
      Zustand: neu (1x aufgebaut)
      Gewicht: 145g (ohne Spannleinen, ohne Packsack)
      Preis: 165€ 

      2. Cumulus Comforter L500 - custom
      Eine Seite aus blauem Pertex Endurance, die andere Seite aus schwarzem Pertex Quantum. Je nach Bedarf kann die eine oder andere Seite nach innen bzw. außen gelegt werden. 
      gefüllt mit 500g hydrophober Daune (850+cuin nach EU Norm)
      inclusive Packsack (recht knapp bemessen) und Lagerungsbeutel
      Zu diesem Comforter auch interessant: @Stromfahrers Mod mit der Knopflochgummimethode 
      Zustand: neu (0 Nächte) 
      Gewicht: 820g 
      Preis: 285€ (incl. vers. Versand)

      3. Gossamer Gear Murmur 36 Hyperlite (2016er Version) 
      Zustand: sehr gut bis neuwertig (1 Woche benutzt)
      Gewicht: ohne Hüftgurt 240g mit Hüftgurt ~270g. mit Rückenpolster~300g
      Preis: 155€

      4. TrailDesigns Caldera Cone F-Keg 
      Bekanntes UL Kochsystem hier inclusive Cuben Fiber Stuff Sack (so kann z.B. der ultraschwere Candy zuhause bleiben)
      Zustand: neuwertig (abgesehen von ein paar Verfärbungen am Boden der Dose)
      Gewicht: ohne Caddy ~100g
      Preis: 50€

       
       
    • Von immermüde
      Hallo zusammen,
      biete einen nur eine Nacht benutzten, immer sehr gut gelagerten Schlafsack an.
      Der Schlafsack hat eine zusätzliche Füllung von 150g.? (ich weiss es nicht mehr ganz genau)
      Damals bei -17C° getestet, null Problem. Sehr bequemer und angenehmer Schlafsack.
      Packsack hab ich leider nicht mehr gefunden.
      https://www.bergfreunde.de/marmot-couloir-daunenschlafsack/
      https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/3031-Schlafsackvergleich-Joutsen-Ruka-vs-Marmot-Couloir
      http://www.draussen.de/app/store.pl?pro=843&kat=&lang=DE&wgr=&s_k_w=1__&shop=1&

      Ich hätte gerne noch 220€ incl. Paketversand DHL.




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