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Ultraleicht Trekking
Monkeybomb

Faire Produktion bei Outdoor-Ausrüstung

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vor 11 Minuten schrieb schrenz:

Bei aller Tierliebe denke ich bei fairer Produktion zuallererst mal an die Menschen, die es herstellen...

...oder andersrum? Was ausser Sadismus kann einen Menschen in Mitteleuropa bewegen so eine fiese Arbeit zu machen (s. Danis Peta-Post)? In ärmeren Ländern könnte ich mir als Beweggrund vielleicht noch "schiere Not" vorstellen.

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So, hier die Antwort von Cumulus:

 

(...) thank you for translation.

I am very sad hearing that. In Poland thare is no companies that we heard plucking alive. For sure down we use to fill our products is not plucked alive. It is 100% plucked dead animals. It is a by-product of meat production.

Please find two certificates attached.

Kind regards
Rafał Buczek
CUMULUS   

Darauf folgten zwei Zertifikate als PDF-Dateien. Hatte ja auch nichts anderes erwartet. Naja, ich bleibe vorerst bei meinem alten Schlafsack, da mir die Sache zu unsicher ist...

Die Sache mit der chemischen Herstellung der KuFas ist halt auch ein Killerargument :( Wenn es doch nur einfacher wäre...

Ich danke euch allen für den spannenden Austausch! Hätte nicht gedacht, dass das Thema so einschlägt:) Freut mich aber enorm zu erfahren, wie ihr euch alle Gedanken drüber macht.

 

LG Monkeybomb

bearbeitet von Monkeybomb

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vor 2 Stunden schrieb paddelpaul:

...oder andersrum? Was ausser Sadismus kann einen Menschen in Mitteleuropa bewegen so eine fiese Arbeit zu machen (s. Danis Peta-Post)? In ärmeren Ländern könnte ich mir als Beweggrund vielleicht noch "schiere Not" vorstellen.

Das ist aber auch eine ganz schön abgehobene Vorstellung, klar in der ostpolnischen Pampa wohnen lauter Sadisten.

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vor einer Stunde schrieb Monkeybomb:

 Naja, ich bleibe vorerst bei meinem alten Schlafsack, da mir die Sache zu unsicher ist...

Kauf doch dem Janobert seinen z-packs ab; der wird dann wenigstens nicht für Dich hergestellt.

Naiv???

Ach ja, kannst Du uns die certificates von Cumulus zugänglich machen? Nur interessehalber.

bearbeitet von paddelpaul

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vor 23 Minuten schrieb schrenz:

Das ist aber auch eine ganz schön abgehobene Vorstellung, klar in der ostpolnischen Pampa wohnen lauter Sadisten.

na ja, ich wollte einfach den Zusammenhang zwischen fairer Bezahlung und Tierquälerei ad absurdum führen; sollte es in Polen live-plucking geben machts eine faire Bezahlung keinesfalls besser.

Aber vielleicht gibts das ja in Polen wirklich nicht ...:? 

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Ich hatte das hinsichtlich fairer Produktion jenseits der Daunenproblematik gemeint, die ganz Großen der Branche werfen einen dann immer mit Hochglanzbildern ihrer Fabriken in Vietnam oder China zu -- glaube ich persönlich nichts von.

Geht mir bei der Daune genauso, wirklich nachprüfen kann man es nicht.

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Apropos Hochglanz: man muss sich wirklich mal vor Augen führen, was Hersteller einem zumuten; zum einen WM (s. Dingos Post), die ja quasi jeder Daune hinterherjagen die die Gans zufällig liegen lässt, zum anderen Valandre: 

In den letzten vier Wochen der Entwicklung macht diese Federschicht Platz für eine vierte und letzte Schicht. Diese entsteht, wenn die Gans ihre volle Größe jedoch noch nicht ihr endgültiges Gewicht erreicht hat. Während dieser vier Wochen kann die Gans problemlos so viel wie möglich in sich hinein futtern wie sie will, denn sie benötigt ja viel Energie für den langen Migrationsflug. Sie bekommt so viel fetthaltigen Mais wie sie will und je mehr sie isst, desto besser fühlt sie sich – sie muss ja schließlich eine „Supergröße“ erreichen.

Will sie wirklich? Im Land der fetten Gänsestopfleberpastete? Alles die reinste Idylle! Wenn mans doch nur glauben könnte...

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vor 2 Stunden schrieb paddelpaul:

Während dieser vier Wochen kann die Gans problemlos so viel wie möglich in sich hinein futtern wie sie will, denn sie benötigt ja viel Energie für den langen Migrationsflug

Naja, von "wollen" kann hier keine Rede sein. Die Gans ist ein Tier und sie folgt ihrer Natur. Solange ein Futterangebot besteht wird sie fressen. Man kennt das u.A. von Hunden.

...Und von ULanen. Stichwort "Schwalltrinken" ;)

bearbeitet von Andreas K.

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Ein Argument, das noch für Daunenisolation spricht:

Produkte mit Daunenfüllung klimatisieren deutlich besser als Kunstfaserprodukte.
Um konkret zu werden - mit Daunenfüllung kann man ein weitaus breiteres Temperaturspektrum als mit Kunstfaser abdecken.
Im Umkehrschluss - mit Kunstfaser ist man auf einen wesentlich kleineren Temperaturbereich begrenzt. Darüber schwitzt man, darunter friert man.
Ergo werden bei Kunstfaserfüllung über ein ganzes Jahr gesehen deutlich mehr Schlafsäcke gebraucht als bei Daune. Somit, und auch wegen der längeren Haltbarkeit, ist Daune sogar ressourcenschonender als Kunstfaser.

bearbeitet von Andreas K.

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vor 2 Stunden schrieb dani:

schliesslich und endlich: uns geht's nur so gut, weil's den anderen so schlecht geht. also geniessen wir es, solange wir es noch können.

OT:

Da fällt mir glatt Nico Semsroth ein:

"Im Schnitt sind wir Europäer humanistische Kapitalisten ... das bedeutet: Wir beuten andere aus, fühlen uns aber schlecht dabei"

Deiner Aussage fehlt es jetzt nur irgendwie am humanistischen ;)

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Darf ich diesen alten Thread wieder aus der Versenkung holen? Hab ihn gerade erst entdeckt und noch etwas beizutragen, weil es mir im Februar genauso erging wie monkeybomb.

Kurzfassung meiner intensiven Recherche: es gibt keine tierleidfreie Hochleistungsdaune! Ausgerecht jene Daunen, die besonders viel Loft aufweisen (was ja das Geschäftsmodell der meisten Schlafsack-Hersteller ist), sind Daunen, die im Lebendrupf gewonnen werden. Das ist wissenschaftlicher Konsens, siehe hierzu die Masterarbeit von Maren Uhde: klick.

Lasst euch bitte nicht von Herstellern mit (selbstbeauftragten) Zertifikaten einlullen, das ist nur Papier! Was fehlt, ist eine ernsthaft unabhängige Kontrollinstanz, die bei Verstößen die Läden auch tatsächlich dicht macht, z.B. eine (effektive) Behörde.

Ich habe mich dann übrigens für den Dynamic Zip von Cumulus entschieden. Wenn ich einen ähnlich guten Schlafsack bei einem Hersteller gefunden hätte, der gleich ganz auf Daune in seinem Angebot verzichtet, dann hätte ich dort gekauft. Wir müssen wohl der Wahrheit ins Auge sehen: die netten Outdoor-Ausrüster sind nicht so naturverbunden, wie sie immer tun.

 

Sorry für die schlechten Nachrichten, bitte handelt verantwortungsvoll.

Viele Grüße.

bearbeitet von Techster

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vor 5 Stunden schrieb Fabian.:

Leider war ich dort in letzter Zeit auch zu inkonsequent.

Ich meide Decathlon aus diesen Gründen irgendwie instinktiv, genau so wie Kik und Co. Aber irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl: Produzieren "die anderen" (Markenhersteller) nicht in den gleichen Fabriken, verdienen nur noch mehr daran? Transparente Kontrollen müssen her!

Einen Daunenschlafsack oder -quilt würde ich im Moment sowieso nicht mehr kaufen. Apex ist einfach zu attraktiv!

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vor 40 Minuten schrieb FlorianHomeier:

Southwest: Kauf doch einfach dort, wo Du weißt, dass alles OK ist. Anders gehts imo nicht.

Meinst du: "...wo du nicht von irgendwelchen Hässlichkeiten weißt"? Oder wirklich: "... wo du genau weißt, dass es keine Hässlichkeiten gibt"?

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    • Von bieber1
      Daunenärmel - Beinlinge
      Ich habe schon Jahre etwas Daune Zuhause ,die verwendet werden will.
      Angeregt von Andreas "Daunenhose" , und einem Jou Tube vom "Hängemattenguru " Schuck ,
      Habe ich nun meiner Daune einen Nutzen zugeteilt.
      Mit zwei einigermaßen leichten "Stöffchen" von Extrem - Textiel . habe ich mich ans Werk gemacht .
      Gute Planung ist die halbe Miete "sagt man".
      Das musste ich beim "lerning by duing " feststellen .
      Der Druckknopfband-Verschluss an den Seiten , wurde durch die Daune so weit aufgezogen ,
      das ein Wärmekragen nötig wahr.
      So kahm es , das ich einige Nähte mit kurzem Stich wieder auftrennen und ändern musste ( grzdmpfeieiei ).
      Das Fertige Produkt , hat mit 162 g /Stück etwas mehr Gewicht als gewünscht ,
      aber dennoch sehe ich das Projekt als gelungen.
      Nutzen :
      In erster Linie ,  sollten die Beinlinge die kalten Oberschenkel in der Hängematte warm halten.
      Zweitens , zusammen mit einer Weste , einen schnellen , flexiblen , Temperaturwechsel am Oberkörper ermöglichen.
      Drittens , das einziehen der Hände in die Ärmel , hier ist (mit dem kleinen Lappen ) ein Verschluss  entstanden ,
      der mit einfachen einführen der Hand , das Ärmelloch schleißt . Kein zu klämmen  mit den Fingern mehr .
      Viertens , am Zeltofen  , oder Lagerfeuer ist es bekanntermaßen vorn heiß und hinten kalt .
      Hier kann ein oder zwei geöffnete Teile  am Rücken eingelegt werden.
      Fünftens , Die geöffneten Teile als Weste zu tragen geht bedingt , weil das Schließen der Seiten
      eine passende Figur erfordert.    Mit was drüber geht .
      Sechstens , die beiden Teile lassen sich Seitenversetzt zu einem "rechteckigem Degchen" knöpfen . 
      Siebtens , Das herausklappen des "Handlappens" ermöglicht es diesen , als Handschuh-Verstärkung zu nutzen .
      Achtens , Gummischlaufen an den Ecken ermöglichen diverse Befestigung , z .b . Fuß box  Schafsack , an Hängematte....
      Neuntens , fällt mir noch nicht ein .
      Daten :
      Gesamtgewicht / Stück                        162 g
      Der Stoff pro teil.                                      41 g
      Ein Handlappen mit (Primalofft)             7 g
      Daune ca . nicht hochwertig                  76 g
      Ein Wärmekragen (Primalofft)              11 g
      Der Rest errechnet sich aus Snapplibändern , Gummieinfassung , Faden .
       
      Wer sie sehen will muss zum Treffen kommen. 
       
       





    • Von Southern Flyer
      Hallo zusammen,
      nach der Bauanleitung von @micha90 für einen APEX-Quilt hier nun eine Anleitung für die Daunen-Variante mit geschlossener Fußbox im Karo Step, als eine der zwei grundlegenden Kammerdesign-Möglichkeiten für Daunen-Quilts. Bei der Auslegung des Quilts habe ich mich an den YT-Videos von Joe Brewer und dubber zum Quiltdesign, zur Berechnung der Daunenmenge und zum eigentlichen Bau orientiert, habe aber viele Details anders umgesetzt. Zudem helfen einem bei der Abschätzung des Temperaturbereichs und der entsprechenden Daunenmenge Vergleichsangaben/-tabellen von z.B. Enlightened Equipment und ZPacks (Achtung: bei gleicher Daune sind die amerikanischen cuin-Werte höher als die europäischen!). Von den darin verwendeten Daunenmengen und -qualitäten lässt sich dann auf die Höhe der Baffles (nicht zu verwechseln mit dem Loft!) zurückrechnen. Soll der Daunen-Quilt ultraleicht werden, sollte man bei der Daune nicht unter 850cuin gehen und beim Stoff nicht über 35g/m², besser 27g/m².
      Mein Quilt sollte für einen Temperaturbereich von ungefähr -5 bis -7°C ausgelegt sein. Dazu ist anzumerken, dass ich eher wenig friere. Bei einer Hüllenlänge von 201cm (79in) und einer Hüllenbreite von 146cm (57.5in) habe ich dafür eine Bafflehöhe von 5,5cm (2.2in) vorgesehen, bei einer EU-Daunenqualität von 860cuin. Oft wird auch 6,2cm (2.5in) Bafflehöhe für diesen Temperaturbereich (bei ähnlicher Daunenqualität) angegeben. Für das Hüllenvolumen und einem overfill von 20% (weniger sollte es nicht sein) waren somit 400g 860er Daune nötig.
      Bei der Größendimensionierung sollte man bei der Länge zur Körpergröße 15-20cm zurechnen (hier 15cm), ebenso sollten Seitenschläfer bei der Breite etwas großzügiger sein als Rückenschläfer. In der Regel wird die Breite jedoch eher durch die Rollenbreite des Stoffes begrenzt. Da hatte ich etwas Bauchschmerzen bei der Bestellung, da das 27g/m² daunendichte Ripstop Nylon von Extex (nachgewogen 28g/m²) mit 145cm angegeben war, mit der Unsicherheit nicht zu wissen, wieviel des Webrandes noch abgeschnitten werden muss. Umso erfreulicher, dass der Stoff in 152cm Breite kam und nach Bereinigung der Längskanten noch echte 150cm übrig blieben. Klasse!
      Die Karos habe ich entsprechend einem 5:7 Muster (5 Karos quer, 7 Karos längs) dimensioniert. Viele wählen ein 4:5 Muster, was einiges an Baffles erspart, aber auch zu stärkerem Verrutschen der Daunen führt. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung der Saumzugaben eine Karogröße von 29cm (quer) x 28cm (längs), bei einer Bafflelänge von 17 bzw. 16cm. Insgesamt mussten 62 Baffles vernäht werden.
       
      Arbeitsschritte
      Säubern des Webrandes an der Längsseite des Stoffes. Am besten dafür, und für die weiteren nächsten Schritte, den Stoff mit Malerband glatt auf dem Fußboden fixieren. Auf Länge schneiden (hier 207cm, davon 2x2cm für den Saum am Kopf- und Fußende, sowie 2cm für den Kordelkanal). Der Rest (hier 43cm) wird später für das Fußboxende benötigt. Eine mikroverzahnte Schere leistet hier gute Dienste. Da die Fußbox sich zum Ende hin leicht verjüngt (hier von 146cm Breite auf 104cm Umfang (=33cm Durchmesser) diese Ecken rechts und links auch noch abschneiden (hier von 0-70cm Länge). Mittellinie anzeichnen. Karo-Schablone aus Pappe mit Position der Baffles erstellen. Ausgehend von der Mittellinie die Position der Baffles jedes einzelnen Karos mit Malerband (17 bzw. 16cm lang) entsprechend der Schablone aufkleben. Einen Kreidestrich sieht man bei dem glänzenden Stoff nur sehr schlecht, daher das Malerband. Wichtig dabei, auch auf dem Malerband die jeweilige Längskante an der der Baffle anliegen muss zu kennzeichnen. Ab und an Symmetrie und Maße kontrollieren. Nach jedem genähten Baffle kann der entsprechende Malerbandstreifen entfernt werden.
      Baffles schneiden. Darauf achten, dass die elastische Richtung der Bafflelängskante entspricht. Am einfachsten macht man es sich, wenn man den Bafflestoff aufrollt und die Stoffrolle dann entsprechend abschneidet. Hier waren es 7,5cm, da der Bafflestoff im Bereich der Nähte gedoppelt wurde. Ca. 0,7cm umschlagen und auf der Hälfte annähen, macht pro Naht 1cm Verlust. So kommt man dann auf 5,5cm Bafflehöhe. Da das 25g/m² Mosquitonetz von Extex (nachgewogen 22g/m²) ziemlich sperrig ist, habe ich den umgeschlagenen Teil mit Nadeln fixiert (nur im Netz selber, nicht am Stoff!). Um Löcher in dem sehr dünnen Stoff zu vermeiden habe ich immer dann, wenn Nähte/Stoff fixiert werden mussten, Malerband benutzt. Ging super und kann man für diese Stoffe nur weiter empfehlen. Längskanten von Innen- und Außenstoff jeweils doppelt einschlagen und säumen. Hier habe ich für das erste Einschlagen einen Prittstift zur Hilfe genommen (Tipp von @moritz). Auch das hat sich bei dem dünnen und rutschigen Stoff absolut bewährt. Nach dem Säumen hat man ringsherum einen 1cm breiten Saum mit dreifacher Stofflage auf dem später alle wichtigen Nähte genäht werden können. Baffles zunächst an Innen- oder Außenstoff annähen. Nahtenden verriegeln. Zusätzlich habe ich die Garnenden noch gegeneinander stramm gezogen.
      Baffles an die andere Stoffseite annähen. Dabei immer wieder mal kontrollieren, ob die Baffles auch da sitzen wo sie sitzen sollen. Nach einer Weile hat man sich an die 6qm Stoff und das Baffle-Wirrwarr gewöhnt. Wenn das erledigt ist, hat man auch schon den ‚schlimmsten‘ Teil hinter sich. Innen- und Außenstoff an der Kopfseite mit einer doppelten Naht zusammen nähen. Die elastische Kordel (hier 3mm) an einem Ende mit Garn zu einer Schlaufe knoten (das habe ich bei den Seitentaschen von meinem Rucksack auch so gemacht, hat sich bewährt). Die Schlaufe habe ich dann in eine Stofffahne (hier aus Diamond-Ripstop) eingenäht. Dadurch vermeidet man unschöne Knubbel in der seitlichen Saumnaht. Stofffahne an den Seiten einkürzen. Die Höhe der Stofffahne entspricht der späteren Höhe des Kordelkanals (hier 2cm incl. 1cm Saumnaht).
      Saumnaht des Kopfendes 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Da hier später noch 2 Nähte drauf kommen reicht ein zwei- bis dreifaches Verriegeln der Naht. Auf ¼ der Länge (37cm) der Stoffbreite am Kopfende mit 2,5cm Abstand zum Saumrand 2 Ösen (4mm) einschlagen. Hier geht die Kordel für den Tanka durch. Die meisten Hersteller machen die Ösen mittig, wodurch die Kordel im zugezogenen Zustand immer im Gesicht hängt. Die Variante mit offenem Kordelzug, die man auch oft sieht, hat mir nicht zugesagt, da man dann immer die langen Kordelenden mit zwei Tankas irgendwo unter sich liegen hat. Kordel mit Tanka und Zeltring durch die Ösen durchfädeln. Kordellänge möglichst knapp bemessen und am anderen Ende ebenfalls mit Garn zu einer Schlaufe knoten. Die Schlaufe wieder in eine Stofffahne einnähen. Saumnaht des Kopfendes auch hier 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne wieder in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Nun kann die umgeschlagene Saumnaht auf ganzer Länge mit einer doppelten Naht mit dem darunter liegenden Innen- und Außenstoff vernäht werden. Der Kordelkanal ist nun fertig. Seitliche Saumnähte von Innen- und Außenstoff am Kopfende beginnend miteinander vernähen. Bis zum Beginn der Fußbox mit einer Doppelnaht, danach reicht eine einfache Naht, da hier später beim Schließen der Fußbox noch zwei weitere Nähte hinzu kommen. An den entsprechenden Positionen werden in die Seitennähte noch drei 3,5mm flache Steckschließen mit 20mm des elastischen Bandes eingenäht. Mit den Steckschließen lässt sich der Quilt an der Isomatte fixieren oder notfalls auf der Unterseite verschließen.
      Wenige cm vor Beginn der Fußbox wird zunächst nur an einer Seite ein ca. 5cm langes Stück des elastischen 20mm Bandes eingenäht und später, beim Nähen der 2. Seitennaht, das andere Endes dort mit eingenäht. Das elastische Band entlastet später das Nahtende der Fußbox. Bei anderen Quilts ist dort häufig ein kleines Stoffdreieck eingenäht, was ich aber eher suboptimal fand. Jetzt kann die Längsnaht der Fußbox vernäht werden. Dazu die beiden Saumnähte links auf rechts (!) übereinander legen und mit doppelter Naht vernähen (könnte man auch als falsche Kappnaht bezeichnen). Auch wenn hier 12 Stofflagen übereinander liegen ist das ganze immer noch SEHR dünn. Die Variante recht auf rechts schien mir für die Fußbox als nicht so stabil, da letztendlich eine Naht die komplette Querbelastung auffangen muss und Kältebrücken an dieser Stelle keine Rolle spielen. Der Quilt wird an der noch offenen Saumnaht des Fußendes mit den Daunen befüllt. Da die Daunen zu je 100g (nachgewogen alle je 103g) in kleinen handlichen Kissen geliefert werden, kann man die Kissen in eines der letzten Karos legen, vorsichtig ein Ende mit einer kleinen Schere aufschneiden und die stark komprimierten Daunen in die dahinter liegenden Karos verteilen. Das geht erstaunlich gut, da die Zwischenräume den Baffles mit 12cm so ausreichend groß sind, dass eine Faust durch passt. Damit kein Daunen entweichen, die Naht rechts und links der Unterarme mit Wäscheklammern provisorisch schließen. Zudem hatte ich einen Staubsauger griffbereit daneben liegen, bei dem das Rohr vorne mit dem Mosquitonetz verschlossen war. So konnte jede frei umherfliegende Daune eingefangen werden. Auch das hat sich sehr bewährt. Von den Daunen müssen 12g für das runde Fußboxende aufbewahrt werden. Die untere Saumnaht nun vernähen (Innen- mit dem Außenstoff). Der Quilt ist jetzt bis auf das runde Fußboxende fertig. Bevor das runde Fußboxende angefertigt wird muss nochmal der Umfang am unteren Ende der Fußbox nach dem Zunähen kontrolliert werden. Zu dem errechneten Fußboxradius müssen für den Stoff 3cm addiert werden, 2cm für den doppelt umgeschlagenen Saum und 1cm für die Saumnaht (für das Vernähen mit dem Rest des Quilts). Vier Baffles (8cm lang) über Kreuz mit 4cm Abstand von der Mitte einnähen, dann den gemeinsamen Rand (in diesem Fall also nicht einzeln) doppelt umgeschlagen säumen. Auch hier half der Prittstift wieder sehr. Einen ca. 10cm breiten Spalt für das Füllen mit den Daunen offen lassen.
      Rundes Fußboxende mit den restlichen Daunen füllen und anschließend den Saum schließen. Fußboxende und den Rest des Quilts an der unteren Saumnaht rechts auf rechts vernähen. Hier war es mir wichtig, keine Kältebrücke zu haben. Daher keine überlappende Naht wie bei der Fußboxlängsnaht. Hinter der äußeren Naht noch eine zweite zur Sicherheit setzen. Zusätzlich habe ich noch eine 10mm Gurtbandschlaufe mit eingenäht an der man den Quilt kopfüber aufhängen kann. Quilt in alle Richtungen gut ausschütteln, damit die Daunen sich gut verteilen und aufbauschen können. Fertig!!!!  
      Genäht habe ich das gute Stück mit einer alten Pfaff 260, einer frischen Microtex 70er Nadel und Gütermann Allesnähergarn (die Farbe 68 entspricht dabei dem dunkelgraublau des Außenstoffes). Stichlänge für die Baffles war 2mm, sonst 2,7mm. Mit der Fadenspannung (tendenziell niedriger) muss man so lange probieren bis es passt. Alle Materialien von Extex bis auf die Steckschließen (1,7g nachgewogen), die kamen vom Thal-Versand.
    • Von Nature-Base
      Hi Leute,
      ich habe durch einen Zufall einen Wingace Schlafsack günstig bekommen. Nachdem ich sie mir bei Aliexpress angeschaut hatte, konnten sie ja nicht so schlecht sein...
      Es handelt sich um diesen Doppelschlafsack mit 3500g(!) Füllung!
      Ich kann nicht sagen auf welcher Zeit der bei mir nun Vorhandene stammt, aber wenn sich die Daunenqualität nicht gravierend geändert hat, sind die ihr Geld absolut nicht wert!
      Keine Ahnung wie die auf 800+ cuin kommen. Die Daunen ähneln kleinen Stäbchen mit 1-2mm kurzen Härchen. Allein das Packmaß macht ihn schon untauglich. Mein Modell lässt sich kaum in den Packsack mit ca. 50l(!) rein stopfen weil die Daunen kaum zu komprimieren sind.
      Ich habe glücklicherweise noch gute Daunen hier rum liegen und werde mal schauen was das OST dazu sagt- ob sie mir meine Daunen in de Sack packen können. Dann kann ich mir vorstellen das es ein recht akzeptables Produkt wird.
       
       
    • Von backpackersimon
      Hallo zusammen, 
      der Sommer neigt sich allmählich dem Ende zu. Zeit für mich das Sammelsurium an Ausrüstung einer weiteren Prüfung zu unterziehen und unbenutztes auszusortieren. 
      Da ich unlängst auch noch den Einstieg ins MYOGen gewagt habe, sind auch ein paar Teile übrig, die ich prinzipiell gerne benutzt habe (oder hätte), jetzt aber vor allem auf meine Marke Eigenbau setze. 
      Die Teile sind allesamt neu oder neuwertig mit höchstens minimalen Gebrauchsspuren. 
      Preise incl. Versand. 
      Konkret handelt es sich um folgendes: 
       
      1. MountainLaurelDesigns Cuben Fiber Poncho Tarp - weiß
      Das Tarp ist naturgemäß recht klein bemaßt aber gerade für kleinere Personen dürfte es ausreichend groß sein. Für meine 1,93m ist es minimal zu klein. 
      inclusive Packsack und original MLD Spannleinen (gelb - noch am Stück, d.h. ~15m) Das Cuben ist 0.74 oz/sqyd. 
      Zustand: neu (1x aufgebaut)
      Gewicht: 145g (ohne Spannleinen, ohne Packsack)
      Preis: 165€ 

      2. Cumulus Comforter L500 - custom
      Eine Seite aus blauem Pertex Endurance, die andere Seite aus schwarzem Pertex Quantum. Je nach Bedarf kann die eine oder andere Seite nach innen bzw. außen gelegt werden. 
      gefüllt mit 500g hydrophober Daune (850+cuin nach EU Norm)
      inclusive Packsack (recht knapp bemessen) und Lagerungsbeutel
      Zu diesem Comforter auch interessant: @Stromfahrers Mod mit der Knopflochgummimethode 
      Zustand: neu (0 Nächte) 
      Gewicht: 820g 
      Preis: 285€ (incl. vers. Versand)

      3. Gossamer Gear Murmur 36 Hyperlite (2016er Version) 
      Zustand: sehr gut bis neuwertig (1 Woche benutzt)
      Gewicht: ohne Hüftgurt 240g mit Hüftgurt ~270g. mit Rückenpolster~300g
      Preis: 155€

      4. TrailDesigns Caldera Cone F-Keg 
      Bekanntes UL Kochsystem hier inclusive Cuben Fiber Stuff Sack (so kann z.B. der ultraschwere Candy zuhause bleiben)
      Zustand: neuwertig (abgesehen von ein paar Verfärbungen am Boden der Dose)
      Gewicht: ohne Caddy ~100g
      Preis: 50€

       
       
    • Von immermüde
      Hallo zusammen,
      biete einen nur eine Nacht benutzten, immer sehr gut gelagerten Schlafsack an.
      Der Schlafsack hat eine zusätzliche Füllung von 150g.? (ich weiss es nicht mehr ganz genau)
      Damals bei -17C° getestet, null Problem. Sehr bequemer und angenehmer Schlafsack.
      Packsack hab ich leider nicht mehr gefunden.
      https://www.bergfreunde.de/marmot-couloir-daunenschlafsack/
      https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/3031-Schlafsackvergleich-Joutsen-Ruka-vs-Marmot-Couloir
      http://www.draussen.de/app/store.pl?pro=843&kat=&lang=DE&wgr=&s_k_w=1__&shop=1&

      Ich hätte gerne noch 220€ incl. Paketversand DHL.




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