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Ultraleicht Trekking

UL Bikepacking: Eure Ausrüstung (und unterschiede zum Wandern)


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vor 9 Minuten schrieb Wallfahrer:

....insbesondere die Beinkleider.....

Ich habe eine Regenshorts von Vaude. Sie reicht ab April meistens aus - und wenn nicht, habe ich halt Pech. Die Shorts erfüllen einen Nebenzweck: Man kann sie im Sommer auf Campingplätzen gerade noch ertragen, wenn alles andere in der Waschmaschine ist (meist überhaupt der Grund, einen Campingplatz anzusteuern). Zur Not könnte man sie vielleicht sogar als Badehose benutzen.

... nur der Vollständigkeiten halber zu den Gepäckoptionen:

http://www.bike-discount.de/de/kaufen/thule-pack-n-pedal-tour-rack-76487?delivery_country=48&gclid=CMy0t_eGh9ACFeYK0wodkX4GIg

(Ich besitze das Ding selbst nicht und hatte es nur einmal unmontiert in der Hand. Manche MTB-Fahrer finden es aber gut, weil es sich schnell wieder abmontieren lässt.)

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Hallo! Erfahrungen im Wandern habe ich zwar nicht, aber da ich gerade von meinem ersten Bikepackingabenteuer zurückkomme schreibe ich natürlich gerne etwas dazu. Gestartet am 23 November '17

Dann möchte auch ich mal mein Setup vorstellen, welches ich Ende April/Anfang Mai in Schottland benutzt habe. Ich muss dazu sagen ich bin noch blutiger Anfänger, was die UL Geschichte angeht, abe

Mein Setup für 70 Tage Neuseeland (mit einer Freundin). Ein Mix aus klassischen Panniers und Bikepacking-Taschen. Ziel war die größtmögliche Flexibilität. Genug Platz und Nahrung für die Langstrecke z

Veröffentlichte Bilder

Eine weitere (MYOG) Perspektive ist vielleicht eher MTB-geeignet und beruht auf dem Denken, dass man bergauf oft gerne einen Gepäckträger hätte, im Trail bergab aber lieber einen Rucksack, um die Last dynamischer einsetzen zu konnen:

http://www.mtb-news.de/forum/t/live-euromax-von-sizilien-nach-muenchen.276199/page-12

 

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Bei den Pedalen habe ich mich vorerst für große Plattformpedale entschieden, die kann ich auch mit vorhandenen Schuhen erstmal gut fahren. Sind die Shimano Saint (PD-MX 80) geworden. Und erstmal Stecklichter, das mit einem dezidierten Dynamo LR für längere Touren kann ich mir noch überlegen. Der Rahmen würde jedenfalls interne kabelführung erlauben.

Hab jetzt jedenfalls für hinten eine Sigma Hero und für Vorne eine DuraNova Vega, letztere da sid auch am Stadtrand im.Winter taugt, da werde ich noch schauen müssen was für eine etwas wertigere, ggf. Leichtere noch in Frage kommt.

Gesendet von meinem MotoG3 mit Tapatalk

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  • 1 Monat später...

Zum Thema Taschen:

Ich habe mir jetzt von bikepacking.pl die Repack X (346g) https://bikepack.pl/pl/podsiodlowe/8-repack-x.html sowie den DT Evo Harness (271g) und die DT Evo Fronttasche (166g) gegönnt. Benutze ich zusammen mit einem bereits vorhandenen Ultraheavy-duty Ortlieb Packsack. Sind gut verarbeitet und funktional, praxistest steht noch aus da ich dieses WE zwar zeit gehabt hätte aber krank zuhause bin. Mache aber gerne Bilder o.ä. falls interesse besteht. DIe besonderheit des o.g. Herstellers ist der vergleichsweise günstige Preis & dass das ganze "made in europe" ist.

Mit dem 10l Packsack vorne, der Aufsatztasche und dem Seatbag bekomme ich theoretisch alles für kurze touren im Herbst (bzw. Wetter wie jetzt in NRW) unter, es ist aber sehr eng & proviant ist sehr begrenzt, mit 5-8l mehr müsste ich alles weniger komprimieren und hätte etwas platz für trockene Wechselsachen.

Überlege nur noch, was für einen Framebag ich möchte, schwanke noch zwischen Apidura und der burgfyr Rahmentasche. Aber erst für nach Weihnachten....

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ja, aber teilweise ernüchterndes über deren Qualität gelesen, (bzw. die der Alpkit Taschen) und einige der andern BP Taschen finde ich nicht durchdacht genug, also wollte ich erstmal keine da bestellen. Und rein Preislich tut sich das nicht viel, wenn man den Versand mit einrechnet.

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Ich mag gerade im Gelaende auch keinen Rucksack auf dem Ruecken, viel zu schwitzig und Risiko bei evtl Sturz.
Ausserdem finde ich einen Rucksack nervig, wenn zwischendurch mal Passagen sind, auf denen man das Rad tragen muss, daneben dass ich die ungefederte Masse am Vorderrad nicht erhoehen will, ist das auch mit ein Grund, weswegen ich kein Gepaeck am Vorderrad habe...

Tarptent ist mit 2 10 mm Riemen unter den Lenker geschnallt.
Karte auf Vorbau bis mittigen Part Lenker.
Rahmentasche mit Werkzeug, 2 Ersatzschlaeuchen, Fllickzeug, guter Pumpe und Manometer.
Am Gepaecktraeger 2 Ortlieb Backroller (die tun schon ueber 20 Jahre ihren Dienst, aber da waere mit Sicherheit Einspar-Potential), da ich nicht unbedingt nur ueber das We unterwegs bin und nicht so haeufig in Gegenden fahre, wo ich durch Orte komme, brauche ich gut Platz fuer Lebensmittel, oben drauf Evazote-Matte & Schlafsack.

Mit viel Lebensmitteln fuer etliche Tage und Wintersetting bei Schlafsack & Matte sieht das dann so aus...

mtb_gepaeck.jpg

 

 

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Am 17.12.2016 at 23:47 schrieb khyal:

Ich mag gerade im Gelaende auch keinen Rucksack auf dem Ruecken, viel zu schwitzig und Risiko bei evtl Sturz.

Trinkrucksäcke mit noch gefüllter Blase wurden getestet und sogar als Sinnvoll befunden, wenn's um Stürze geht. Schützt den Rücken bzw. die Wirbelsäule fast so gut wie ein Rückenskelett bei z.B. Downhill  :)  Da man ja Taschen am Rad hat, kann man einen reinen Trinkrucksack an Rücken schnallen, wodurch das Hantieren mit Flaschen während der Fahrt entfällt, was zusätzlich zur SIcherheit beiträgt, da man hier immer beide Hände am Lenker und in Bremsennähe behält.

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Am ‎30‎.‎10‎.‎2016 at 14:34 schrieb Freierfall:

Um mal viele Dinge die in anderen Threads besprochen werden, aber da eigentlich OT sind (generell eine Krankheit in unserem Forum...), hier jetzt der Thread zu euren Bikepacking-Gearlists und den Unterschieden, die diese zu den Wander-Gearlists aufweisen (falls man denn beides macht)

Ich persönlich war bisher nur zu Fuß unterwegs, habe aber Lust aufs Bikepacking. Das Fahrrad ist fast da, die Taschen zwar ein "spannendes Problem" aber ein gut lösbares, bleibt aber "der ganze Rest".

Was für ein Problem?

Ich habe mit Rahmentaschen vor vielen Jahren mit MYOG begonnen. Geht ganz gut und gibt auch tolle Anleitungen auf Youtube rsp. MTB News und anderen Bikepacking Foren.

Falls Du auf Trails/single tracks rumfahren willst sind Lenker-/Rahmen-/Satteltasche (sagen wir dem mal Bikepacking Setup) am praktischsten. Wenn Du aber auf Waldwegen, Uferwegen etc. unterwegs sein willst kannst Du Dir diese Art des Packens sparen. Zwei Lowrider vorne und ein Sack auf dem Gepäckträger hinten.

Viele vergessen sich, wenn sie Bikepacking hören, auf das wesentliche zu besinnen: Was für Gelände fahre ich? Ich seh' die Vorteile von einem Bikepacking Setup nur auf kleinen Wegen, die Hindernisse aufweisen, wo panniers (klassische Tourenrad-Setup) im Weg sind. Mittlerweile findet man beim Bikepacking Taschenlösungen die schwerer sind als leichte Tourenrad-Taschen. Hier fand in den letzten Jahren eine Durchmischung statt, wie es sie vor 10 Jahren klar noch nicht gegeben hat. Zum Packen sind panniers einiges einfacher als Bikepackingtaschen. Auch bei minimaler Ausrüstung.

 

Am ‎30‎.‎10‎.‎2016 at 14:34 schrieb Freierfall:

Zum einen: Volumen? Zu Fuß komme ich mit 30l bei 3-Jahreszeiten hin, solange Wasser gut erreichbar bleibt. Aufm Radl kommt das Wasser sowieso nicht in die Taschen, dafür muss aber ggf. einiges an Zeugs mehr mit. (Pumpe, Werkzeug (Multitool + Reifenheber), Ersatzschlauch (bei längeren Touren 2?), ggf. Ersatzschuhe (falls man mit Fahrradschuhen fährt)) - vergesse ich was? OT: Vorausgesetzt das sind jetzt Zivilisationsnahe Touren, sonst müsste man vermutlich noch ein bisschen Ersatzteile (Schrauben, Ventile, Reifen, Speichen etc.?) mitnehmen)

Viel ist das nicht. das Effektiv zusätzliche Material findet bei mir im unteren Abschnitt der Rahmentasche Platz. Das sind vielleicht 0.8 - 1.2 L Volumen max.

Je nach Tourcharakter kann es sein, dass Du z.B. eine lange Unterhose UND Beinlinge dabei hast. Oder Ersatzunterhosen, die Du sonst nicht einpacken würdest. Bikepacking ist in der Regel dreckiger.

Ersatzschuhe kommen bei mir nur auf Touren mit, bei denen ich auch Wandern will und/oder über einen Monat unterwegs bin und auch Städte etc. besuche. Für den Grossteil meiner Bikepacking Touren belasse ich es bei den Bikeschuhen (Mavic Crossride Elite). Da ich gerne richtig biken gehe, ist viel Stossen/Tragen dabei. Die Schuhe sind was vom bequemsten hierfür. Steifigkeit und Gehbarkeit sind gut ausbalanciert.

Wie lange kommst Du mit 30 L hin, rsp. wie viele Kilometer? Wie weit will ich autark mit dem Bike fahren? Trage ich Essen für 3 oder 10 Tage? Wie ist mein Radius? Stelle Dir selber diese Fragen. Ein geräumiges, aber überhaupt nicht sperriges Bikepacking Setup fasst meist so um 35 L, wenn mit einem Diamantrahmen und Rahmen füllender Tasche unterwegs. Durch die vielen Taschen ist es in der Praxis aber wohl eher mit dem 30 L Rucksack zu vergleichen. Jedoch; der Radius ist beim Bikepacking völlig anders, also mit weniger Kalorien kommst Du weiter (selbst auf einer HRP oder HR Cham-Zermatt).

 

Am ‎30‎.‎10‎.‎2016 at 14:34 schrieb Freierfall:

Zur Zeit fahre ich immer in Turnschuhen o.ä. Rad, möchte mir aber ggf. Fahrradschuhe mit Steifer sohle kaufen. Oder gibts gute Trailrunner o.ä. mit denen man auch gut Radfahren kann? Vllt. welche ausm Bergsport, die mit extra Steifer Sohle beworben werden (Scrapa Mojito oder so?) - und als Ersatz- und Campschuhe sowas wie Huaraches?

Bei der Kleidung muss ich sowieso mal Schauen, gerade was die Windjacken etc. angeht ist auf einem RR aufgrund der anderen Körperhaltung vllt. auch eine andere Jacke angebracht, so mit langem Rücken +Ärmeln. Empfehlungen für eine leichte, bezahlbare Windjacke dafür?

Ich würde es mal so formulieren; Bikeschuhe eignen sich besser zum Wandern, als Trailrunner sich zum Biken. Schade ist nur, dass bei den wirklich guten, klebrigen Plattformpedal-Schuhen (5.10 ist nach wie vor die Referenz) das Fussbett ganz schön fett ist. Aber da man ja eher mehr auf dem Bike ist, ist dass dann untergeordnet.

Was beim Wandern von der Ärmellänge ausreicht ist zum Klettern ein wenig zu kurz. Dies empfinde ich auch beim Biken so.

Bei den Hosen ist's extrem. Die zum Biken bequemen Hosen, sind zum Wandern wenig ideal. Die bequemen Wanderhosen sind zum Biken für die Kurztour gut, aber wer richtige Bikehosen benutzt, weiss, dass der Unterschied gross ist. Zudem kann ich >2000 km in einer leichten Regenhose wandern. Dieselbe Hose ist nach 400 km Bikepacking (für mich klar single tracks/Trails/Schotter/Schnee, sicher kein Teer) am Hintern kaputt.

Zum Anfang geht eine Wanderausrüstung, aber ich würde nicht gleich die Lieblings UL-Trekking Ausrüstung verwenden, sondern jene, die langsam hinüber ist.

Bikepacking ist rauher, dreckiger, nasser als Trekking. Es ist wie konstantes bushwhacking. Tourenrad-fahren ist dann eher wie Trekking. Aber eben, jeder zieht da eine andere Linie.

Wenn man dann am Bikepacking Freude gefunden hat, steigert man sich langsam hinein und dabei gibt sich alles mit der Zeit von selber.

 

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Am 19.12.2016 at 12:11 schrieb AlphaRay:

Trinkrucksäcke mit noch gefüllter Blase wurden getestet und sogar als Sinnvoll befunden, wenn's um Stürze geht. Schützt den Rücken bzw. die Wirbelsäule fast so gut wie ein Rückenskelett bei z.B. Downhill  :)  Da man ja Taschen am Rad hat, kann man einen reinen Trinkrucksack an Rücken schnallen, wodurch das Hantieren mit Flaschen während der Fahrt entfällt, was zusätzlich zur SIcherheit beiträgt, da man hier immer beide Hände am Lenker und in Bremsennähe behält.

Tja, wie bei so vielen, kann man da natuerlich eine unterschiedliche Ansicht zu haben :-D

Ich sehe es eher so, dass das vielleicht bei jemand, der einfach nur runterfaellt, wie ein gefaellter Baum, vielleicht eine leichte Schutz-Wirkung haben kann, wobei ich mir ja nicht vorstellen kann, dass es selbst dann in der Praxis fast so viel wie ein Ruecken-Protektor bringt, wenn der Rucksack nicht mit Schulterriemen und Hueftgurt hart angezogen ist, fliegt der doch einfach zur Seite...

Wenn man halt Kampfsport o.A. gemacht hat, wo man Fall-Training hatte, hat man doch automatisch das Abrollen drin, wenn man mal einen Abflug macht und da ist auch ein Rucksack, in dem nur ein paar L Wasser sind, imho hinderlich.

OT: Womit ich jetzt absolut nichts gegen entsprechende Protektoren sagen will, ich bin selber mal mit der Enduro in den italieaenischen Alpen bei einem kleinen Erdrutsch ca 30 m den fast senkrechten, mit grossen Felsbrocken durchsetzten Hang runter, mich immer wieder samt Motorrad ueberschlagend runtergestuerzt, mehrfach mit dem Ruecken auf Felsen aufgeschlagen. Haette ich da keinen Rueckenprotektor angehabt, saesse ich heute wohl im AOK-Chopper...


Hmm warum sollte ich mit Flaschen waehrend der Fahrt hantieren, mir reicht das voelllig waehrend der Pausen zu trinken bzw umgekehrt ausgedrueckt, wenn ich mal Lust auf Wasser habe, ist das ein prima Anlass, mal Pause zu machen :-D
So sehr bin ich "draussen" nicht auf der Flucht, dass ich mir das nicht goennen koennte...

Aber natuerlich jeder wie er will und wie es ihn gluecklich macht :-D

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  • 1 Jahr später...

Hallo!

Erfahrungen im Wandern habe ich zwar nicht, aber da ich gerade von meinem ersten Bikepackingabenteuer zurückkomme schreibe ich natürlich gerne etwas dazu.

Gestartet am 23 November '17 in Freiburg ging es die Rhone runter ans Meer der Camargue, wunderschön, die gesamte spanische Mittelmeerküste nach Tarifa, den Atlantik wieder hoch (von Huelva aus war ich noch ein wenig auf den Kanaren) nach Lissabon, der Reisekasse wegen mit dem Bus zurück nach Barcelona und dann eben wieder zurück mit dem Fahrrad, am 22 Februar war ich wieder daheim. Daß das mein schönstes Reiseerlebnis war versteht sich natürlich von selbst!

Zum Material, Daunenschlafsack und Tarp waren völlig ausreichend! Regenhose und -Jacke sind natürlich Pflicht, auch wenn ich großes Glück mit dem Wetter hatte. Da ich keine große Lust hatte, ständig meine Isomatte zu flicken, hatte ich eine ganz normale dabei (Decathlon). Die ist zwar etwas sperrig aber pflegeleicht und hat überraschend gut performt.

Malerfolie, sehr empfehlenswert, schützt den Schlafplatz vor Dreck,Sand, Staub etc. Die ist zwar nach 2-3 Wochen so zerrissen und gammlig gewesen, daß ich sie wegschmiss, aber für kleinere Touren doch sehr empfehlenswert, kostet und wiegt ja fast nichts und kleines Packmaß.

Ein Paar regendichte Winterschuhe und ein Paar luftige Sommerradschuhe, in Malaga kam noch ein Paar normale Schuhe dazu, habe ich im Helmfach meines Rucksackes transportiert.

In Barcelona habe ich mir auf dem Hinweg außerdem eine Jogginghose zugelegt, bei allem Minimalismus, nur Radklamotten waren mir dann doch zu unbequem für Sightseeing und zum Chillen.

Selbstklebende Flicken für Fahrradschlauch habe ich auch für den Schlafsack verwendet, einen Mysterious Traveller 500 von Cumulus.

Ersatzschlauch und Reifen habe ich mit wiederverschließbarem Kabelbinder an der Gabel befestigt. Diese Kabelbinder, für ein paar € bei Pollin erhältlich, habe ich geliebt, ich habe sie für alles mögliche verwendet! Auch zB für die gebrochenen Schnallen meiner 16,5 LiterSatteltasche von Ortlieb. Die ist zwar eigentlich ganz gut, allerdings muss ich auch sagen, daß ich kaum einen Radreisenden getroffen habe, dessen Schnallen nicht gebrochen waren, wenn er eine Tasche von Ortlieb verwendete, ganz gleich welche.

Mein Rücklicht und meine beiden Frontscheinwerfer sind per micro-USB ladbar. Neben Smartphone hatte ich außerdem eine Powerbank mit (angeblich) 22400mah von EC dabei, die den Vorteil hat, daß sie 2 Eingänge mit je 2400ma hat, was auf eine Ladezeit von knapp 5h rausläuft, sowie ein Ladegerät mit 3 USB-Slots mit ordentlich Power (1x USB3, 2x2400ma). Und eine echt geniale Digitalcamera von Sony, für ca. 150€, erstaunlich, was sich da in den letzten Jahren getan hat.

1 Paar Winterfahrradhandschuhe und ein paar aus Latex oder Nylon oder so, eine Kurze ohne & eine lange Radhose mit Trägern.

Ein langes, leichtes Thermounterhemd, leider aus Plastik aber immerhin sehr nützlich. Am besten performt allerdings Merrinowolle, es ist unglaublich, ich hatte ein Paar uralte, sehr abgenutzte Merinosocken dabei, alle anderen habe ich nur benutzt wenn die gerade nass waren, wenn überhaupt. Ein leichter Merrinopulli von Icebreaker, unglaublich das Teil, einmal 7 oder 8 Wochen nicht gewaschen und immer angehabt, stinkt nicht und hört nicht auf zu wärmen, athmet super. Die ganzen Funktionsklamotten aus Plastik, darauf werde ich nächstes mal verzichten, von der Radhose abgesehen, das taugt so garnicht! Merino ist wirklich ganz erstaunlich, da lohnt sich jeder Cent!

Ansonsten einen Campingkocher, Topf und Tasse, im Großen und Ganzen war's das eigentlich schon. Im gegensatz zu den anderen Radreisenden die ich so getroffen habe, liegt für mich der Vorteil in der Freiheit, die der Minimalismus zwingend mit sich bringt, als auch in der Tatsache, daß ich mein ganzes Zeug ohne Probleme zB. Treppen hoch und runter tragen konnte. Die meisten Reiseräder konnte ich nichtmal einen Zentimeter anheben!

Wenn jemand Fragen hat natürlich gerne!

 

Hier noch 3 Bilder von meinem Setup, am Anfang an der Doubs, aus Valencia und bei meiner Rückkehr aus dem Süden Okzitaniens:

N2thOjc.jpg

LdC7m6W.jpg

shxMLcH.jpg

Bearbeitet von toujourlamour
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vor 2 Stunden schrieb toujourlamour:

Ein Paar regendichte Winterschuhe und ein Paar luftige Sommerradschuhe, in Malaga kam noch ein Paar normale Schuhe dazu, habe ich im Helmfach meines Rucksackes transportiert.

In Barcelona habe ich mir auf dem Hinweg außerdem eine Jogginghose zugelegt, bei allem Minimalismus, nur Radklamotten waren mir dann doch zu unbequem für Sightseeing und zum Chillen.

Eventuell mit Überschuhen und/oder Sealskinz operieren?

Der Drang zur Normalo-Kleidung für Städtebesichtigungen entsteht eigentlich nur bei straßengeprägten Touren und/oder durch die Verwendung enger Radhosen. Unter Shorts kann man tagsüber Rad- und abends normale Unterhosen tragen. Beinlinge kämen dann bei kühlerem Wetter dazu. Auf MTB-Touren reicht mir das völlig. In den Dörfern werden schmuddelige Bikeshorts und -schuhe auch nicht mit Stigmatisierung bestraft. In größeren Städten (so man sie überhaupt häufiger aufsuchen will) mag das ein bisschen anders sein. Auf meinem Reiserad nehme ich daher gelegentlich eine leichte Jeans und Stoffschuhe mit - auf dem MTB natürlich nie (allerhöchstens noch superleichte Wegwerfpantoffeln aus einem Hotel für den Abend). 

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Mit Überschuhen hatte ich keine guten Erfahrungen, und der Temperaturunterschiede (Deutschland vs. Kanaren) hatte das schon auch Sinn gemacht mit den beiden paaren. Beinlinge hatte ich auch dabei!

Normalokleidung macht bei 3 Monaten schon auch Sinn, wie ich finde. Ich hatte anfangs n icht auf Regeneration geachtet und irgendwann ist das ziemlich nach hinten losgegangen. Stichwort Übertraining ( https://de.wikipedia.org/wiki/Übertraining ), Sport wirkt dann paradox. Wenn man dann nicht die Möglichkeit hat, darauf zu verzichten, helfen nur ungebremste Fressorgien, langsamere Geschwindigkeiten (wenn schon nicht weniger Strecke) und eben hier und da mal wirklich gemütlich zu chillen.

Es ist auch mit der Hygiene so eine Sache. Ist der Körper ersteinmal daran gewohnt, habe ich kein Problem damit, 4 Wochen auf eine Dusche oder sonstiges zu verzichten, WENN für ausreichend Belüftung und Sonne gesorgt ist. Problematischer ist es bei meinem Hintern. Bei 150km täglich und seltener Waschgelegenheit, im Schnitt weit weniger als wöchentlich, bekomme ich richtig fiese Sitzpickel, daß ist mir 2x passiert, und dann brauche ich wirklich 3-4 Tage ganz ohne Sattel oder nur wenige Kilometer und vor allem nicht am Stück sondern gestaffelt mit regelmäßigen Pausen.

Stigmatisierung war jetzt weniger mein Thema, als Traveller ist mir das ziemlich gleichgültig, eher der Gemütlichkeit wegen und auch der Hygiene ein wenig zuträglich.

Bearbeitet von toujourlamour
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vor 2 Stunden schrieb toujourlamour:

Bei 150km täglich und seltener Waschgelegenheit, im Schnitt weit weniger als wöchentlich, bekomme ich richtig fiese Sitzpickel, daß ist mir 2x passiert, und dann brauche ich wirklich 3-4 Tage ganz ohne Sattel oder nur wenige Kilometer und vor allem nicht am Stück sondern gestaffelt mit regelmäßigen Pausen.

Wäre da nicht eine zweite Radunterhose die 'Redundanz' der Wahl? ;-) Darüber dann - deinen Chill-Bedürfnissen gemäß - eine leichte Zip-off-Hose (etwa von Vaude). Jahreszeitlich bedingt bräuchtest du aber immer noch die Beinlinge. 

Im Sommer geht's natürlich leichter. Wenn man einen (dann ja offenen) Campingplatz mit Trockner aufsucht, kann man für eine Stunde oder zwei halt die Regenshorts tragen, während man auf seine Wäsche wartet. Dann kommt man ggf. mit einer einzigen Radunterhose aus und braucht auch sicher keine Dopplung bei den langen Beinen. 

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  • 1 Monat später...

Kurze 65km Bikepacking Runde, diesmal ohne Übernachtung.

Die Ortlieb Rahmentasche wiegt sehr wenig und ist wasserdicht. Die Revelate Designs Satteltasche ist auch eine der leichtesten auf den Markt und kann ich nur empfehlen da sie fest hält an der Sattelstütze. Und die Laufbursche Hüftgurt Tasche passt perfekt dazu :-P

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Die crank brothers double shot Pedale kann ich auch sehr empfehlen! Auf der einen Seite das genial funktionierende click System von cb, auf der anderen Seite das Plattform Pedal um mit normalen Schuhen auch sonst unterwegs zu sein.

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Und die Revelate Designs Cockpit Taschen halten Wasserflaschen griffbereit oder kleine Snacks die man dringend braucht beim biken ;-). Außerdem stecke ich in die kleinen Netztaschen meinen Müll rein oder ein Biketool.

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Mit solchen Taschen beschwert man das Bike wesentlich weniger als mit Gepäckträger plus Satteltaschen, ist auch dadurch agiler unterwegs und hat somit mehr Spaß! Ich befürworte also ganz stark ein Setup mit Bikepacking Taschen um tendenziell UL auch auf den Fahrrad unterwegs zu sein ;-)

Warum habe ich soviel dabei bei einer solch kurzen Runde fragt ihr euch vielleicht? Bin zur Arbeit geradelt plus Übernachtung dort. Hatte also noch Ersatzklamotten und Schlafsachen etc. die.

Bearbeitet von Jan
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vor 1 Stunde schrieb Jan:

Die crank brothers double shot Pedale kann ich auch sehr empfehlen! Auf der einen Seite das genial funktionierende click System von cb, auf der anderen Seite das Plattform Pedal um mit normalen Schuhen auch sonst unterwegs zu sein.

Solche Kombipedale habe ich am (Straßen-) Reiserad. Im Trail ist mir der Wiedereinstieg in die Clicks aber damit nicht schnell genug, weil erst die richtige Seite gefunden werden muss - am Bikepacking-MTB befinden sich bei mir also reine Klickpedale.
 

vor 1 Stunde schrieb Jan:

Mit solchen Taschen beschwert man das Bike wesentlich weniger als mit Gepäckträger plus Satteltaschen, ist auch dadurch agiler unterwegs und hat somit mehr Spaß! Ich befürworte also ganz stark ein Setup mit Bikepacking Taschen um tendenziell UL auch auf den Fahrrad unterwegs zu sein ;-)

Gewichtsmäßig lassen sich die kommerziellen Taschen z.T. durch Improvisation unterbieten. Aber wie auch immer: Ein solches Setup macht beim Bikepacking nicht nur UL-Sinn, sondern schafft die im Gelände erforderliche Agilität, wie du ja sagst.

Beim Radreisen auf der Straße ist hingegen weniger Agilität als Stabilität im Fahrgefühl gefragt - die beiden Eigenschaften schließen sich weitgehend gegenseitig aus. Stabilität wie auf Schienen fühlt sich im Gelände zuweilen regelrecht gefährlich an, auf der Straße aber meist eher beruhigend. Am Straßenreiserad machen deshalb Gepäckträger (vorn und hinten) und klassische Packtaschen schon Sinn - so jedenfalls meine Erfahrung. Darin kann trotzdem die UL-Ausrüstung Platz finden, so dass man gleichwohl relativ leicht durch die Gegend rollt.

 

vor 1 Stunde schrieb Jan:

Die Ortlieb Rahmentasche wiegt sehr wenig und ist wasserdicht. Die Revelate Designs Satteltasche ist auch eine der leichtesten auf den Markt und kann ich nur empfehlen da sie fest hält an der Sattelstütze. Und die Laufbursche Hüftgurt Tasche passt perfekt dazu :-P

Diese (größeren) Rahmentaschen im Dreieck erschließen sich mir nicht ganz - denn im Gegenzug verliert man wenigstens einen angestammten Trinkflaschenplatz. Dazu aber die Anmerkung: Ich finde es (im Gegensatz zum Trend) beim Bikepacking im anspruchsvolleren Gelände noch heute sinnvoll, einen Teil des Gepäcks in einem Rucksack zu befördern (20 bis 30l). So gelingt das Ausbalancieren in einer spaßigen Abfahrt besser.

Dazu kommt bei mir eine mechanische Variostütze (Gravity Dropper Turbo, weil praktisch wartungsfrei). Damit entfallen größere Satteltaschen. Ich mag darauf aber nicht verzichten, weil der Spaßgewinn so riesig sein kann.

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Tasche Ja/Nein - Ausrüstung am Bike fixieren

Ich wollte Bike-Packing auch erstmal testen ohne große Neuanschaffungen, deshalb hab ich mir keine speziellen Taschen dafür angeschafft und werde mir wohl auch künftig keine kaufen.

Ich packe mein Zeugs in 2 Drybags von Ortlieb oder Sea to Summit (Volumen ca. 13l, nicht die ultraleichten, die sind dafür zu unstabil) und befestige die direkt am MTB unter dem Sattel und direkt an der Starr-Carbon-Gabel. An den noch freien Gabelschaft kommt das Tarp/Heringe direkt im Packsack. Unter das Oberrohr kommt die gerollte Isomatte (Evazote 4mm, Torsolänge). Der Rest ist in einem 25 l Rucksack.

Damit Drybags und Tarp auch direkt am MTB halten wird das Ganze mit rutschfesten Gurten wie z.B. diesen hier http://myfixplus.de/shop, fixiert. Hält bisher auch bei ruppigem Untergrund. Mit gängigen Packgurten ohne Gummierung ist mir das Ganze Geraffel im Gelände immer verrutscht.


 

 

 

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vor 4 Stunden schrieb PaulPullover:

Tasche Ja/Nein - Ausrüstung am Bike fixieren

Ich wollte Bike-Packing auch erstmal testen ohne große Neuanschaffungen, deshalb hab ich mir keine speziellen Taschen dafür angeschafft und werde mir wohl auch künftig keine kaufen.

Die nützlichste Spezialtasche ist aus meiner Sicht die Lenkerrolle. Darin bringt man ein UL-Zelt unter, zusätzlich gegen Abend vielleicht auch größere Wasservorräte, vielleicht noch die eine oder andere Kleinigkeit... und kommt unterwegs noch immer gut an den Inhalt dran. Zwingend ist sie aber nicht. Ich brauche sie nur manchmal.

Außerdem nützlich finde ich ganz normale Rahmentäschchen wie die Fuel Tank, zudem normale (kleinere) Satteltaschen etc. (also Teile, die gar nicht für das Bikepacking gedacht sind).

Zu viel des Gesamtgewichts am Rahmen macht für mein Gefühl aus dem Mountainbike ein Moped. Wie du - aber ich habe es ja schon gesagt - finde ich Rucksäcke beim trail-orientierten Bikepacking wesentlich. 

 

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vor einer Stunde schrieb martinfarrent:

Diese (größeren) Rahmentaschen im Dreieck erschließen sich mir nicht ganz - denn im Gegenzug verliert man wenigstens einen angestammten Trinkflaschenplatz. Dazu aber die Anmerkung: Ich finde es (im Gegensatz zum Trend) beim Bikepacking im anspruchsvolleren Gelände noch heute sinnvoll, einen Teil des Gepäcks in einem Rucksack zu befördern (20 bis 30l). So gelingt das Ausbalancieren in einer spaßigen Abfahrt besser. 

Ich bin da etwas anderer Meinung. In die größeren Rahmentasche passen idealerweise Trinkblasen. Auf dem Rücken mag ich ungern bei einer längeren Tour etwas tragen. Bin aber auch schon bald 50...;-).

Eine wasserdichte Rahmentasche ist meiner Meinung nach perfekt da man dort regenfest Elektronik verpacken kann.

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vor 3 Stunden schrieb Jan:

 Bin aber auch schon bald 50...;-).

Ich bin 57 und halte den Rucksack noch ganz gut aus - mach' mal Klimmzüge ;-) . Natürlich verflucht man ihn zuweilen... aber so viel Gewicht ist bei mir auch wieder nicht drin. Grundsätzlich habe ich das Ziel, auch auf Tour fast alle Trails zu fahren, die ich unbepackt technisch schaffen könnte. Das geht m.E. nur mit Rucksack entsprechend sicher und agil.
 

Am 20.12.2016 um 17:08 schrieb ibex:

Bikepacking ist rauher, dreckiger, nasser als Trekking. Es ist wie konstantes bushwhacking. 

Das ist einer der wichtigsten Sätze im ganzen Thread. Beim Bikepacking ist davon auszugehen, dass deine Klamotten abends nass und (außen) dreckig sein werden. Wer vom UL-Wandern kommt, wird sich hier etwas umstellen müssen. Bei der Kleidung kann man als Bikepacker nicht ganz so radikal streichen - zumindest minimale, dedizierte Nachtkleidung ist meist praktisch zwingend. (Außerdem noch eine eigentliche Selbstverständlichkeit: Ponchos taugen auf dem Bike gar nicht... somit sind entsprechende Poncho-Tarp/Bivy-Lösungen noch suboptimaler, als ich sie ohnehin schon finde. Und man braucht daher richtige Regenkleidung - wenngleich Jacke und Shorts reichen können. Probiert habe ich es mit einem Poncho-Tarp früher dennoch. War Mist.)

Eine Einschränkung: Fast alles, was ich zum Thema sage, betrifft das Bikepacking mit einem Mountainbike und mit Freude an etwas anspruchsvolleren Abfahrten. (Inzwischen gibt es ja auch Rennrad-Bikepacking... eine völlig andere und mir unbekannte Welt.)

@Jan - Zur Trinkblase in der Rahmentasche... entsteht da kein Wabbelfaktor, den du beim Fahren merkst?

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Ne, einen solchen Faktor habe ich mit meiner 2 Liter Blase nicht gespürt ;-).

Eben, man kann unterscheiden zwischen dem Bikepacking auf Trails mit technischen Passagen und Bikepacking als Langdistanz Touren auf Schotter, Trails, Waldwegen und zum Teil Asphalt. Als Beispiel nehme ich Mal den Westweg im Schwarzwald. Entweder man fährt den Westweg komplett nach oder man fährt parallel, auf den eher größeren Forstwegen und macht somit natürlich wesentlich längere Strecken. Dementsprechend sollte man also auch seine Ausrüstung auswählen.

Da ich gerne einen Mix aus beidem fahre bin ich sehr zufrieden mit der leichten und agilen Variante ohne Gepäckträger und Satteltaschen.

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vor 12 Minuten schrieb Jan:

Eben, man kann unterscheiden zwischen dem Bikepacking auf Trails mit technischen Passagen und Bikepacking als Langdistanz Touren auf Schotter, Trails, Waldwegen und zum Teil Asphalt. Als Beispiel nehme ich Mal den Westweg im Schwarzwald. Entweder man fährt den Westweg komplett nach oder man fährt parallel, auf den eher größeren Forstwegen und macht somit natürlich wesentlich längere Strecken. Dementsprechend sollte man also auch seine Ausrüstung auswählen.

Da ich gerne einen Mix aus beidem fahre bin ich sehr zufrieden mit der leichten und agilen Variante ohne Gepäckträger und Satteltaschen.

Ich weiche ja auch auf längeren Fahrten zwischendrin mal auf Straßen und Forstwege aus - Distanztage, sozusagen (gewissermaßen aber auch Regenerationstage). Das geht mit meiner Trail-fokussierten Ausrüstung inkl. Rucksack schon. Man beneidet halt einen Tag lang die Leute, die anders packen. Ich bin aber auch der Typ, der das für nur zwei richtig scharfe Abfahrten pro Woche hinnehmen würde!

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Hier noch ein fast blödsinnig simpler Tipp für Leute, die beim Bikepacking mal die Agilitätsvorzüge eines Rucksacks (für einen Teil des Gepäcks) halbwegs qualfrei erleben wollen: Man fährt daheim einfach immer mit Rucksack, wenn die Ausfahrt länger als drei Stunden dauern soll. Dabei optimiert man das Gewicht auch nicht sonderlich. Ich tue da Werkzeug, Pumpe und Regensachen rein, die ich als zu schwer für richtige Touren ausgesondert habe. Außerdem schwere Stullen statt Riegel und Gel. Der Rucksack selbst wiegt zudem auch schon leer 850g (mein Tourenrucksack keine 400g). Das stählt ein bisschen - vielleicht auch nur mental. Dazu kommen Klimmzüge und Liegestütze usw.. 

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      Die Flüge verliefen problemlos und ich kam dank der Zeitverschiebung am nächsten Vormittag recht gur ausgeschlafen am Interationalen Airport von La Paz an.(Bei dem Namen hätte ich ihn mir deutlich größer vorgestellt). Leider war mein Hinterbau vom Transport verbogen, so dass ich Mühe hatte das Hinterrad einzubauen, aber letztlich habe ich doch alles zusammen geschraubt bekommen.
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      Mit dem Kartenprogramm Kommot, plante ich eine Route, die viel Natur mit einschließt, Dörfer und Städte meidet und aus möglichst viel nicht asphaltiertem Untergrund besteht. Mit einem Abstecher durch den Harz sowie nach Würzburg, kommt die Strecke auf insgesamt 700km, die ich an sechs Tagen abfahren wollte.
      https://www.komoot.de/tour/46619585?ref=wtd
      Die Reise war für Fahrrad, Equipment und mich eine Premiere in Sachen Bikepacking. Bislang hatte ich nur kleinere, ein bis zwei Tagestouren unternommen. Dementsprechend aufgeregt war ich, als ich mit Profilreifen und für sechs Tagen Proviant in den selbstgenähten Taschen, mich früh morgens auf mein Gravelbike schwang. Bei strahlendem Sonnenschein rollte ich auf bekannten Wegen durch den Grunewald in Richtung Süden.
       
      Ich hatte versucht mir die Strecke der ersten Tagesetappe so gut wie möglich ins Gedächtnis zu prägen, denn die Herausforderung dieser Tour würde dieses Mal nicht das Unbekannte eines fernen Landes sein, sondern eher mein Smartphone immer mit genügend Strom versorgt zu wissen. Ich hatte mir nur eine grobe Übersichtskarte ausgedruckt. Diese sollte mich davor bewahren nicht völlig zu verzweifeln sollte mein Handy dann doch unerwartet den Geist aufgeben.
       

       
      Schnell musste ich feststellen, dass das Vorankommen stark vom Untergrund abhängig ist. Ich liebe Kiefernwälder. Jedoch bedeuten Kiefern auch meist sandigen Boden und so quälte ich mich in weiten Teilen Brandenburgs entweder im kleinsten Gang oder zu Fuß über kerzengerade Forstwege. Mir war nicht bewusst dass man trotz null Prozent Steigung und ohne Gegenwind so langsam sein kann !
      Als die Sonne unterzugehen begann und ich den Hilferufe meiner Oberschenkel endlich Beachtung schenken musste, baute ich mein Lager auf einer kleinen Waldlichtung auf uns ließ es für heute gut sein.
       

       
       
      Meine Tagesetappe hatte ich zwar nicht ganz erreicht, was den grandiosen Sonnenuntergang aber in keinster Weise unatraktiver machte. Die Bäume zogen lange Schatten in der violetten Abendluft und im abnehmenden Kreis der Sonne zogen die Silhouetten zweier Reiter vorbei.
      In den darauffolgenden Tagen sollte ich an jeden Morgen und Abend in den Genuss eines nahezu perfekten Sonnenauf-, beziehungsweise Untergang kommen.
      In der Frühe noch in Handschuhe, Balaklava und Schichtsystem gehüllt, fuhr ich weiter bis ich mittags trotz kurzer Hose und Trikot, schwitzend, eine Pause einlegte und mit dem Kopf, gut gebettet auf einem Packsack, ein Schläfchen machte. Was kann man sich schöneres vorstellen, als durchs Land zu ziehen,  wann immer man will die Seele baumeln zu lassen oder es auf Singeltrails ordentlich krachen zu lassen und in die wunderschöne Herbstlandschaft einzutauchen. Kurzum, ich kam mir vor wie ein Landstreicher aus alten Tagen.
       
       

       

       
       
      Die Pausen hatte ich allerdings auch nötig. Meine penible Streckenplanung stellte sich dann doch als ungenügend heraus, da mich die Route oft auf Waldarbeiterwegen führte die wahrscheinlich zuletzt vor zwanzig Jahren benutzt wurden. Ultraleicht macht auf jeden Fall auch im Fahrradtourenbereich Sinn, im Gegensatz zu vielen Meinungen; zumindest wenn man vor hat oder gezwungen ist sein Bike des öfteren zu schieben.
      Feldwege sind nicht gleich Feldwege, zumindest in Deutschland nicht. Die Größe der Steine, die den Belag darstellen, nehmen in südlicher Richtung stetig zu. Die tiefen sandigen Wege in Berlin und Brandenburg weichen allmählich den Geröllstraßen Sachsen-Anhalts und werden in Thüringen zu Mondoberflächen ähnlichen Passagen. Erleichterung bringen dann die in Bayern und Baden-Württemberg vorwiegenden fest komprimierten Schotterpisten, über die sich es so herrlich rasen lässt.
       
       

       
       
      In welchen Bundesland ich mich gerade befand gab mir nicht nur meine Beobachtungen über den Bodenbelag Auskunft, sondern auch Ihre Bewohner selbst. Wechselnde Akzente und Begrüßungsfloskeln verrieten mir schnell wo ich mich gerade befand. Als ich nur noch statt "servus" das mir vertraute "Grüß Gottle" vernahm, wusste ich, dass mein Ziel nicht mehr weit sein konnte.
      Dennoch entschied ich mich dafür noch eine Nacht im freien zu verbringen anstatt erschöpft und im Dunkeln zu Hause anzukommen. Ein weiteres mal den Biwaksack ausrollen, den Spiritusbrenner anzünden und die harten Muskeln dehnen.
       
       

       
       
      In wenigen Minuten hatte ich meine Freezerbagnudeln vertilgt und zufrieden schaute ich dem Landwirt zu, wie er auf seiner riesigen Maschine, wie auf einem Tron sitzend, seine ernte einholte. Am nächsten Morgen ging es auf abermals bekannten Wegen Richtung Heimat und mein kleines Abenteuer damit zu Ende.
    • Von micha90
      Ein leichtes Hallo alle zusammen!
      Seit einiger Zeit bin ich wieder im nasskalten Deutschland gelandet und habe mich schon halbwegs wieder akklimatisiert. Da das beim letzten Mal den Eindruck machte, dass es doch recht viele von euch interessiert, kommt hiermit wieder ein kleiner Überblick darüber, was ich so dabei hatte, was sich bewährt hat und was nicht.
      Die Rahmenbedingungen: Der CDT verläuft durch verschiedene Klimazonen, von nasskalt bis heiß und trocken, von etwa 1200m bis 4300mNN. Ich hatte kein Thermometer dabei, kann also keine akkuraten Angaben über Temperaturen machen, nur schätzen. Ich startete am 21.06.16 an der kanadischen Grenze (Chief Mtn. Trailhead) und kam nach etwa 4500km/ 2800mi am 19.10.16 an der mexikanischen Grenze am Crazy Cook Monument an.

       
      Shelter:
      Tarp: Da ich vor meiner Abfahrt aus Deutschland sehr viel Stress hatte, kam ich leider nicht mehr dazu an irgendwelchen Prototypen zu feilen oder gar ein komplettes Shelter zu nähen, weshalb ich kurzer Hand einfach mit meinem sub100 Tarp losgezogen bin. Genauer genommen dem Nachfolger des vorgestellten Tarps, mit identischen Abmaßen, aber leider ein paar Gramm mehr (Materialschwankungen..  ). Das Tarp ist nicht gerade riesig und man muss doch aufpassen wo und wie man es aufstellt, aber ansonsten war es eine gute Wahl! Ein zusätzlicher Beak wäre schön gewesen, aber so ist das eben. Ich hatte einige Nächte mit ziemlich ungemütlichem Wetter, aber nur zwei in denen ich mir ein etwas geschlosseneres Tarp gewünscht hätte. Bei miesem Wetter kam der Schirm vor die offene Seite um das gröbste abzublocken.
      Das beste an dem Tarp, abgesehen vom winzigen Packmaß und angenehmen Gewicht, war, dass man es in etwa 30-60 Sekunden aufbauen kann. Es benötigt eigentich nur 5 Heringe um stehen zu können, 8Stk wenn es straff sein soll. Ganz anders als auf dem PCT schlief ich die Mehrzahl der Nächte unter meinem Shelter, da es nachts gerne mal kurz nieselte, trotz klarem Himmel am Abend plötzlich zuzog und schüttete und das Wetter schlicht nicht so berechenbar war.
      Würde ich wieder nehmen (wenn auch mit Beak oÄ)!
      Aufstellstange: Die meiste Zeit habe ich tatsächlich einen Trekkingstock mit mir herum getragen. Meine Easton Alu Aufstellstange war viel zu flexibel um das Tarp bei Wind in Form zu halten. Alternativ wäre eine Carbon Stange von MLD eine gute Wahl gewesen (die hatte ich bestellt, dann aber doch nicht genutzt, da ich für den Gila-River den Trekkingstock behalten wollte und es mir zu doof war für die Paar Tage noch meine Ausrüstung zu ändern)
      Heringe: Für den Hauptabspannpunkt nutzte ich einen Easton Nano (der kurze mit ca 15cm). Die Easton Heringe sind deutlich stabiler als die klassischen V-Profile (daovn habe ich schon meherere verboben) und wiegen auch noch weniger. Für die anderen Punkte waren es 8 Titanheringe (3mm dick, ca 15cm lang) wovon einer als Backup gedacht war und bei Wind dazu diente meinen Schirm ebenfalls zu fixieren. In den ersten Wochen habe ich tatsächlich zwei oder drei verloren, so dass ich guten Gewissens den einen Extrahering mit herum trug.
      Würde ich genau so wieder nehmen.
      Unterlage: Klassisches Polycro. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht ganz genau erinnern ob ich zwei oder drei durchgelegen habe. Etwa zwei Wochen vor Schluss musste ich nochmal ein frisches aus der Bouncebox holen, da jemand mein (noch gutes) Poloycro für Müll gehalten und entsorgt hatte...
      Würde ich wieder nehmen, außer in New Mexico (hier wäre Tyvek oder sowas praktischer)
      Mückenschutz: Eigentlich nur ein riesiges Kopfnetz, dass sich auch über den Regenschirm spannen lässt. mit ca 100g durchaus tragbar, wurde nur für Montana genutzt. Die Mücken waren eigentlich echt moderat, bis auf einen Abschnitt (Leadore -> Lima) wo wir zwei oder drei Tage von beißenden Fliegen heimgesucht wurden. Das war der einzige Abschnitt, in dem das Mückennetz auch beim laufen genutzt wurde (und mich definitiv vor dem Wahnsinn gerettet hat!). Das Gute Stück wurde nach kurzer Zeit "BugDome" getauft.

      links: überraschender Schneesturm über Nacht; rechts: der BugDome im Einsatz
      Schlafen:
      Quilt: Custom Cumulus auf Basis des 450. Extralang und mit 30g Overfill in der Beingegend wiegt das Teil geschlagene 720g, wobei ich aber kein Gramm Daune missen wollte (Insgesamt sind es ca 510g Daune!). Die Nächte waren deutlich öfter kalt und definitiv auch kälter als auf dem PCT. In Colorado hatte ich einige Nächte in denen es ganz schön frisch war und ich trotz voller Bekleidung ein wenig frieren musste. Genaue Temperaturen kann ich nicht nennen, geschätzt aber minimal -10°C.
      Isomatte: Das leidige Thema für mich, denn ein Optimum habe ich noch nicht gefunden. Losgezogen bin ich mit einer 5mm EVA (120cm lang, 124g) die an sich OK ist, aber von der Isolationsleistung einfach bald an ihre Grenzen stößt. Nach einiger Zeit wurde diese gegen eine Nunataak Schaummatte ausgetauscht, die zumindest von den Daten & Optik identisch mit der GG Nightlight zu sein scheint, aber im Gegensatz dazu in voller Länge zu kaufen war (die GG ist mir mit 78cm zu kurz, ich bin 1,88cm groß). Gekürzt auf ca 90cm war sie ausreichend lang, musste allerdings als Burrito gepackt werden. Leider ist der Schaum wesentlich schlechter als der von GG, so dass die Matte im Laufe der Tour sehr stark komprimierte. Ab Pie Town hatte ich dann wieder meine 5mm EVA.
      Die EVA würde ich wieder nehmen und nur für Colorado was wärmeres (zB eine Ridgerest). Hier habe ich noch keine Optimallösung gefunden..
      Kissen: meine 11g Kissenhülle erfüllte Ihren Zweck und hielt tagsüber meine Sachen als Packbeutel-Ersatz zusammen.
      Würde beim nächsten mal zu Hause bleiben (siehe Bekleidung).

      Rucksack: Natürlich ein MYOG Pack! Seit Anfang 2016 auch bei mir mit Rolltop, was sich sehr bewährt hat. Ursprünglich hatte ich insgesamt drei Rucksäcke dabei (zwei in der Bouncebox) um zu testen, wie das Materialmäßig hin haut: Der erste aus billigem 50g/m² TPU Nylon und 90g/m² Zeltboden machte eigentlich einen recht fragilen Eindruck, besonders das TPU Nylon hatte ich noch nicht zuvor getestet und habe nicht viel davon erwartet. Die anderen beiden waren einmal komplett DxG bzw X-Pac. Zu meiner eigenen Überraschung hielt der Nylon Pack jedoch den kompletten Trail ohne irgendwelche Defekte durch (Ok zwei Tage vorm Schluss bin ich an einem Stacheldrahtzaun hängen geblieben und riss mir eine 5x5mm Dreiangel in den Boden..). Das TPU Nylon delaminierte sichtbar am Rollverschluss, aber die Beschichtung ist noch nicht abgebröselt.
      Gefunden! Das Geweih konnte ich nicht einfach liegen lassen.. sau schwer aber ziemlich cool
      Küche:
      Ansich nicht vorhanden, ich war den kompletten Weg "no cook" Unterwegs (sprich kein Kocher oder Gefäß zum rehydrieren/ "cold-soaking"). Das ging wunderbar und wurde nur am aller ersten Abend vermisst, danach lief es super!
      Würde ich definitiv wieder so machen!
      Wasser: Die meiste Zeit hatte ich zwei ganz billige 0,5L Plastikflaschen, für New Mexico dann eine 0,7L und eine 0,6L Flasche für mehr Volumen. Zudem eine 2L Platypus (in die eigentlich eher 2,3L passen..). Maximales Volumen waren somit etwas ca 3,6L, was nur wenige Male komplett genutzt wurde.
      Beutel für Essen: einfacher Beutel mit Zugschnur aus Gleitschirmnylon. Tat seinen Zweck, ist noch gut in Schuss. (Der ZPacks Cubenbeutel meines Mitwanderers fiel am Ende dagegen völlig auseinander..)
      Löffel: Titanlöffel von Toaks. Alu versuche ich zu vermeiden und mit einem Plastiklöffel ist es echt kein Spaß sich durch Eiscreme zu arbeiten. Super Teil, ich bin nach wie vor zufrieden damit.
      Am Körper getragenes:
      Schuhe: Los ging es mit meinen geliebten Merrell Trail Gloves. Gute Schuhe, halten ca 900-1000mi/ 1500-1600km bei mir. In Breckenridge hatte ich noch ein Paar Saucony Peregrine liegen, die bei mir allerdings für ziemlich üble Fußschmerzen gesorgt haben! Da es sowieso in Richtung New Mexico ging wurden kurzerhand ein Paar Luna "Leadville Pacer" bestellt, in denen ich zufrieden die letzten 850mi/ 1370km zurück gelegt habe. Für Touren in wärmeren Gefilden werde ich absolut wieder in Lunas gehen, ansonsten bleibe ich den Trail Gloves treu. Lediglich bei Matsch sind die Luna Sandalen nervig.
      Trekkingstock: Fizan Compakt, mit GG Griff. Beim Wechsel der Griffe sollte man die neuen definitiv ankleben, da diese ansonsten langsam runter Rutschen und das Rohr irgendwann oben durchsticht. Als das bei mir passierte zog ich den Griff komplett ab um ihn mit Sekundenkleber wieder anzubringen: Leider wurde der Kleber fest, bevor ich den Griff komplett drauf stecken konnte, so dass ich das überstehende Stück kurzerhand abgeschnitten hatte. Der Griff war weiterhin super ergonomisch und machte keine Mucken mehr! Tatsächlich gelaufen bin ich nicht all zu viel mit dem Stock, bei sehr steilen Passagen war er praktisch, und im Gila River absolut Gold wert. Ansonsten auch öfter mal im Rucksack gelandet.
      Für Colorado und den Gila gut, ansonsten eben nur als Tarpstange.
      Hemd: Kurzarm Synthetikhemd zum Knöpfen. Ich war super zufrieden damit! Solange kein Elasthan im Materialmix ist stinken auch Synthetiksachen nicht so schlimm (aus irgendeinem Grund scheint flexibler/ stretchiger Stoff Gestank zu binden). Das Material trocknet wesentlich schneller als meine Merinoshirts und hielt den kompletten Thruhike durch! Einziger Defekt sind ein paar kleine Löcher (2-3mm) die sich am Rücken gebildet haben, wo der Rucksack über der Hüfte aufsetzt.
      Werde ich auf jeden Fall weiter nutzen!
      Shorts: Klassische kurze Laufshorts, Liner entfernt. Gibt es nichts dran auszusetzen, nach 1,5 Thruhikes sind die langsam durchgescheuert, aber das ist auch ok (Das sind immerhin ca 6000km)
      Socken: Darn Tough sind wie üblich super, ich habe ab und zu zwischen DT und Injinji Run gewechselt, einfach um den Füßen mal was anderes zu gönnen. Die Injinji bekommen relativ schnell löcher, aber sind ansonten auch ganz gut. Später dann Barfuß in den Sandalen und die Injinji waren nur als Backup für besonders kalte morgende noch dabei.
      45Meilen/  72km für einen Milchshake
      Zusätzliche Bekleidung:
      Warme Schicht: Los ging es mit einem Cumulus Climalite Pullover, der allerdings an der ersten Station in die Bouncebox wanderte. Ohne Kapuze und Taschen ist das Teil für mich wertlos, das sind die einzigen beiden Features, die ich Abends im Camp haben möchte! Zum Laufen sind Puffy Jacken mMn ungeeignet, da man zu schnell anfängt zu schwitzen, die Jacke ausziehen muss und dann doch wieder friert.. Zwischenlösung war für mich dann die Kombination aus einem Patagonia Cap4 Hoody und einer Decathlon Daunenweste. Das funktionierte eigentlich ganz gut so, die Weste hat Taschen, in dem Fleeceteil kann man laufen ohne sofort zu überhitzen. In Wyoming hatte ich nur das Patagonia Teil, es war nicht all zu kalt.
      Als ich dann jedoch durch Leadville, CO kam, konnte ich nicht widerstehen und kaufte mir ein Melanzana Microgrid Hoodie, welcher von da an meine einzige Isoschicht war. Insgesamt natürlich nicht ganz so warm wie eine Puffy, aber wesentlich flexibler. Ich kann darin noch laufen ohne zu überhitzen, in Kombination mit meiner Windjacke war die Temperatur super zu regulieren. Außerdem ist das Ding einfach tausendmal kuscheliger und gemütlicher als eine Puffy. Bonusfeature: in den Nächten, in denen es nicht all zu kalt ist, ist die Fleecejacke das beste Kissen überhaupt!
      Nächstesmal von Anfang an den Fleecepullover, evtl für Colorado noch die Daunenweste zusätzlich. Außerdem den Fleecepulli ein wenig anpassen und nochmal 30g sparen (ist vom Werk relativ weit..)
      Regenjacke: Driducks! Die billigste Variante, die bisher am besten für mich funktioniert hat. In allen Membranjacken ist es irgendwie schwitzig und der Plastikartige Stoff klebt an der Haut.. Für nur 20$ kann die Driducks da mehr! Innnenseite ist fleeceartig, scheint unglaublich atmungsaktiv zu sein und wiegt sehr wenig. Einzige Nachteile: Passform (extrem kurz und weit geschnitten) die sich aber leicht ändern lässt. Ich hatte eine XXL gekauft und einfach schmaler genäht. Außerdem sind die Jacken nicht all zu robust, so dass man in Gestrüpp etc aufpassen muss; lassen sich aber super mit Duct Tape flicken. Und ganz ehrlich: Welche Jacke sieht nach einem kompletten Thruhike noch gut aus?
      Windjacke: Ebenfalls aus Zeitmangel (wie beim Shelter) wurde eine eigentlich nicht dafür angedachte Jacke eingepackt, aus dem ExTex 27g/m² Stöffchen (ursprünglich wollte ich noch eine aus 35g/m² Pertex machen). Die Jacke hielt aber erstaunlich gut und hat trotz intensiver Nutzung kein einziges Loch und sieht noch fast aus wie neu! Kein Kleidungsteil habe ich so oft tagsüber an- und ausgezogen, die Wärmeregulierung damit ist einfach zu praktisch und man kann sie aufgrund des Packmaßes (ca so groß wie eine Mandarine) immer griffbereit in der Außentasche haben. Auf dem CDT, der häufig sehr ausgesetzt über der Baumgrenze verläuft würde ich das Teil nicht missen wollen!
      Windhose: Ich bin ebenfalls sehr zufrieden damit. Die Wärmeleistung ist erstaunlich gut, dabei ist aber das Packmaß und Gewicht wesentlich besser als eine ähnlich warme lange Unterhose. Gerade an frostigen Morgen war es doch ganz nett die erste halbe Stunde noch was an den Beinen zu haben... Kommt auf Touren mit kühleren Temperaturen auf jeden Fall wieder mit.
      Buff: Tolles Multifunktionsteil, wärmt den Hals, den Kopf und bedeckt Nase und Mund beim Schlafen, wenn es zu kalt wird nachts. Gelegentlich auch um die Hände gewickelt wenn ich meinen Schirm gehalten habe.
      Fleecemütze: mag für manch einen redundant scheinen, aber ich hatte genügend Nächte in denen ich Buff, Fleecemütze und Kapuze an hatte und nichts davon missen wollen würde. Die Fleecemütze war aus dem Fahrradbereich (eigentlich für unter den Helm) aus winddichtem Material auf dem Kopf, aber nicht an den Ohren (so dass man noch gut hört). Sieht bescheuert aus, aber funktionierte prima.
       
      Verschiedenes:
      Schirm: Das war mein erster langer Trail mit Schirm und ich muss sagen, er ist jedes Gramm für mich wert. Bei Regen hat man den Kopf frei, der ganze Oberkörper und der größte Teil des Rucksacks bleibt trocken, bei Hitze läuft man die ganze Zeit im Schatten (so dass sich das Gewicht des Schirms innerhalb weniger Kilometer durch das zu tragende Wasser amortisiert).
      Lampe: Thrunite TI3. Tolle Lampe, ich bin absolut zufrieden damit. Lediglich für das südlichste Stück des CDTs wäre irgend ein dicker Scheinwerfer praktischer gewesen, da es um 18:00 bereits dunkel wurde und kein Trail vorhanden war, ansonsten war die TI3 perfekt.
      Taschentuch: Eigentlich nur ein Stück eines alten Seideninletts, ca 15x15cm, 4g. Ich hatte öfters mal Nasenbluten und finde es ganz angenehm die Nase mal schnäuzen zu können. Reiner Luxusartikel, aber bei dem Gewicht durchaus tragbar.
      Handy: LG G4. Sehr gutes Handy! Die GPS Ortung geht schnell, das Display ist gut lesbar und die Kamera ordentlich. Super praktisch war der auswechselbare Akku, wodurch man sich die Powerbank (und den damit einhergehenden Verlust) spart. Der Akkuwechsel dauert vielleicht eine Minute und man hat wieder volle 100%. Nächstes mal nehme ich nur das Handy mit und lasse die Kamera ganz zu Hause. Für den CDT wollte ich aber auf jeden Fall Fotos von einer richtigen Kamera und habe es auch nicht bereut (Sony RX100, machte geniale Bilder)
       
      Das wars schon! Im Anhang ist noch die komplette Liste (vom Ende) mit Gewichten etc. Falls noch Fragen aufkommen, immer her damit.
      Schöne Grüße
      Micha

      Gearliste CDT 16.pdf
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