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Ultraleicht Trekking

[Biete] Rucksäcke: grams-gear Kleinserie


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Ein leichtes Hallo zusammen!

Es ist endlich so weit. Nach unzähligen Anfragen verschiedenster Leute, hatte ich mich entschlossen eine (sehr) kleine Rucksack Serie zu nähen und zum Verkauf zu stellen. Die entstandenen Rucksäcke beinhalten über 9000km Wandererfahrung und 2 Jahre Entwicklungszeit meinerseits.

Bevor sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, dass ich hier im Forum "kommerzielle" Angebote mache, möchte ich klarstellen, dass sich das wohl um eine einmalige Sache handeln wird und von @Dennis abgesegnet wurde. In Zukuft plane ich erstmal keine weiteren Serienproduktionen.

 

Mir ist es nicht all zu leicht gefallen die Rucksäcke so zu erstellen, dass sie auch anderen Leuten, als nur mir selbst, passen und gefallen, es ist einfach noch mal eine ganz andere Angelegenheit Ausrüstung nur für sich selbst zu schneidern. Letzten Endes kam ich darauf zwei Versionen zu erstellen, eine mit kürzerem Rücken (von mir persönlich bevorzugt) und eine mit längerem Rücken, für all diejenigen, die nicht darauf verzichten möchten ihre Matte oder die Sitzmatte außen als Rückenpolster zu nutzen.
Das Modell das ihr hier seht ist nahezu identisch mit dem Rucksack den ich auf dem CDT getragen habe. Änderungen sind lediglich das Material  (damals noch 55g Nylon & Zeltboden), der Verschluss (einfacher Rolltop, statt Kompressionsrolltop, da einfacher & schneller zu bedienen) und Seitentaschen aus festem Material statt Mesh.

Die Rucksäcke wiegen (ohne Bungees, Trekkingstockschlaufen etc) alle ca 255g.

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          linkes Bild: lange vs kurze Variante

 

  • Die Variante "Lang" hat eine Rückenlänge von 52cm und kleine Schlaufen für Gummizüge um eine Standart Isomatte aufnehmen zu können.
  • Die Variante "Kurz" hat eine Rückenlänge von 45cm und entsprechend keine Schlaufen. (Rückenlänge ist hier die Distanz vom Trägeransatz bis zur Unterkante des Packs)
  • Korpus und Seitentaschen aus DxG
  • Träger aus 3mm 3D-Mesh und DxG
  • Seitentaschen haben kleine Mesheinsätze um ggf Wasser ablaufen lassen zu können
  • Daisychains auf beiden Trägern um zB Kompass, Trinkflaschen oder Brusttaschen zu befestigen

 

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  • Jeder Rucksack hat seitlich (wenn man Ihn trägt links) eine Befestigung um zB Tarpgestänge, Schirm oder andere längere Objekte in der Tasche zu halten
  • auf der Frontseite sind 4 Schlaufen um das Mesh angebracht, die sich optional mit Bungee verbinden lassen um zB eine Isomatte oÄ transportieren zu können
  • ebenfalls optional: Schlaufen für Trekkingstöcke oder Eisäxte (zwei pro Rucksack). Diese lassen sich jederzeit auch entfernen bzw ersetzen.

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  • Alle Rucksäcke sind mit einfachem Rolltop ausgestattet
  • 15mm Gurtband über dem Verschluss (lang genug um auch eine Matte oben drauf schnallen zu können, lässt sich natürlich kürzen)
  • Beide Versionen sind vom Volumen identisch: Hauptfach ca 30L + ca 10L im Kragen (grob geschätzt!!)
  • Alle Bungees in den Taschen sind austauschbar und durch Tankas auch während dem Gehen verstellbar. Sollten die Bungees ausleiern kann man jeder Zeit neue einziehen.
  • Schulterträger sind über Linelocs verstelltbar, die Schnur hierzu ist ebenfalls auswechselbar (Egal ob wegen Verschleiß, oder weil man Neongelb geiler findet.. :mrgreen: )
  • Persönliche Empfehlung: Rucksack auf angenehme Höhe bringen, Knoten in die Schnur und den überflüssigen Rest einfach abschneiden

Obere Komfortgrenze würde ich mit ca 7-8kg angeben, bis 11kg noch funktionell aber nicht mehr bequem.
Tendenziell sind die Träger für normale bis breite Schultern ausgelegt.
 

Es gibt insgesamt 6 Rucksäcke zu kaufen:  3 lange und 3 kurze (wobei ein kurzer die Daisychains aus Gurtband statt Reflexband hat..)

Bestellungen bitte per PN an mich.
Da der Kauf von Rucksäcken online schwierig ist, biete ich es jedem Käufer an den Rucksack bei nicht gefallen/ passen an mich zurück zu senden. Geld gibts entsprechend natürlich zurück. Wer einen dieser Packs von mir kauft, darf sich im Falle eines Defektes an mich wenden, falls die eigenen Nähskills nicht ausreichen sollten.
Alle Einnahmen werden für die Finanzierung weiterer Thruhikes genutzt.

Wer weitere Fragen zu den Packs hat, einfach hier posten.

 

Schöne Grüße
Micha

 

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    • Von sambucus
      Ich verkaufe mein Flamescreed (3fUL) Lanshan 2 in grün mit Mesh Innenzelt. Es ist in einem guten gebrauchten Zustand. Nähte habe ich nicht versiegelt. Zwei Heringe sind leicht verbogen. Ein Top-Zelt, nur die Farbe gefällt mir nicht so, weshalb ich es jetzt in einer anderen bestellt habe. Falls es draußen nochmal trockener wird, kann ich es auch noch für ein Foto aufbauen, falls gewünscht. VB: 85€
    • Von izaax
      Moin zusammen,
      ich bin auf der Suche nach einem neuen, leichten Rucksack und bin daraufhin auf dieses Forum gestoßen. Ich habe fleißig Beiträge gelesen und dabei bin ich auf die Rucksäcke von Huckepacks sowie Weitläufer gestoßen. Ich suche einen Rucksack für Mehrtagestouren (aktuell ist nur eine Hüttentour geplant, wobei ich nächstes Jahr auch mit dem Zelt unterwegs sein werde). Zusätzlich würde ich den Rucksack gerne auch zum normalen Reisen/Backpacken benutzen, dementsprechend wäre es super wenn der Rucksack Handgepäckmaße (55x40x23) bzw. man ihn so packen könnte, damit er den Maßen entspricht.
       
      Weitläufer Agilist: https://www.weitlaeufer.de/produkt/ultraleicht-rucksack-agilist/
      Hauptmaterial: X-Pac VX21 / Alternative Materialien: Dyneema Gridstop und Dyneema Composite Fabric
      Rucksack (430g) + Rückenpolsterung (37g) +kl. Reißverschluss-Frontfach beim Agilist (15€/ ?g) + Load Lifters (10€/ 10g) + Hüftgurttasche (20€/ 21g) + Brustgurt (enthalten/ 15g) + Hüftgurt (enthalten/ 77g )
      Gesamt=234€ / ca. 589g
      -Contra: Hüftgurte nicht gepolstert.
       
      HUCKEPACKS Phönix: https://www.huckepacks.de/store/packs/phoenix/
      Hauptmaterial: Dyneema X Gridstop  
      Gesamt= 299,85€/  636g (inkl. Seitenkompression, 5g • Fronttaschenkompression, 8g • Innenbefestigung für Backpanel, 10g • Außenbefestigung für Backpanel, 8g • Brustgurt, 13g • Hipbelt Plus, 65g (29,95€) • Rückenpolsterung, 113g +  Hipbelt Pocket, 44g (29,95€))
      -Contra: Ich mag Mesh nicht so gerne/ Schultergurte weniger gepolstert?
       
      Alternativ gibt es noch die Lite Variante: https://www.huckepacks.de/store/packs/phoenix-lite/
       
      Beide Rucksäcke gefallen mir sehr gut. Mein Problem besteht darin, dass ich nicht weiß welches Material ich wählen soll (Erklärungen habe ich mir durchgelesen). Es wäre super wenn mir dazu jemand dazu eine Einschätzung geben könnte. Hat jemand bereits Erfahrungen mit den Rucksäcken gesammelt? Macht es Sinn für meine Zwecke die Lite Version in Betracht zu ziehen?
      Hat jemand noch gute Alternativen die ich in Betracht ziehen sollte? Ich habe des öfteren noch von den Rucksäcken von Atompacks und HMG gelesen, wie schneiden diese im Vergleich ab?
       
      Schon einmal vielen Dank für eure Anregungen.
      Liebe Grüße
      Patrick
       
       
    • Von backpackersimon
      Um Platz für neue Projekte zu machen sind ein paar Dinge übrig… Vielleicht ist ja was für euch dabei. Als Anhaltspunkt ob euch das Zeug passen könnte - ich bin 194cm groß und eher schlank.
       
      Flat Tarp
      Maße: ~1,5*3m
      Material: SilNylon 55g/qm
      Gewicht: ca. 260g.
      Farbe: Grün
      Abspannpunkte an allen Ecken und Kanten —> 12Stück. Verstärkungen aus gleichem Material aufgeklebt.
      Zustand: Sehr gut - auf ein paar kürzeren Trips im Einsatz.
      Spannleinen sind nicht dabei. Da hat ja jeder seine eigenen Vorlieben… Und ich keine Passenden zur Hand
      Preis: 40€ inklusive Versand

       
      DIY Pack - Rolltop Style
      Volumen: ca. 45Liter
      Material: XPac VX03
      Rückenlänge ~50cm - Da kein Hüftgurt existiert ist dieser Wert weniger bedeutsam.
      Gewicht: ca. 350g
      Ich würde 10kg als Komfortgrenze sehen. 
      Features: Frontmesh Tasche, Shoulder Strap Tasche, Boden-Netztasche, Seitentasche. Austauschbare Kordelzüge. Gurthaken-Top Kompressionsriemen, Befestigung für Stöcke oder Trekkingschirm.
      Kein Hüftgurt
      Zustand: Neuwertig - Abgesehen von ein paar Proben ungetragen - ich hab zu viele Packs
      Preis: 130€ inklusive Versand

       
      DIY 266er APEX Quilt
      Temperaturrating: -6°C
      Gewicht: ca. 900g
      Länge: 2,05m
      Maße Schulterbereich: 135cm
      Style: geschlossene Fußbox
      Befestigung: Elastic Clips
      Zustand: Sehr gut - war unter 10 Nächte im Einsatz und ist perfekt für die ungemütlichen nass-kalten Bedingungen. Inzwischen haben sich auch mehr als genug Quilts angesammelt. Er darf deshalb gehen.
      Preis: 100€ inklusive Versand

      Windjacke Cumulus „WindyWendy“
      Gewicht: ca 55g
      Größe L
      Zustand: gut - Etiketten entfernt - bewähter Begleiter - wird aber inzwischen nicht mehr benutzt. Darf deshalb einem neuen Besitzer dienen.
      Preis: 45€ inkl. Versand

    • Von micha90
      Ein leichtes Hallo!
      Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür - Zeit sich warme Gedanken zu machen und Bastelprojekte zu planen.
      Was mir im Moment vorschwebt ist ein Quilt für zwei Personen, womit ich aber noch absolut Null Erfahrungswerte habe, besonders was die Maße angeht.
      Bisherige Gedanken:
      Als Füllung würde ich gerne Apex verwenden, da es einfach zu verarbeiten, extrem angenehm in der Handhabung und ethisch vertretbarer als Daune ist das Teil soll für Touren im Sommer in den Alpen genutzt werden können, ansonsten auch mal Frühjahr/ Herbst in gemäßigteren Gegenden, Komforttemperatur sollte ca 0°C sein Innen- und Außenstoff wird wohl wieder Membrane 0.66 von RBTR, da es sich bei meinem AT Quilt bereits wunderbar bewährt hat.  
      Fragen:
      Welche Apex Dicke würdet ihr anraten? Ich tendiere zu 167g/m², wobei ich mit meinem 133er schon bis ca 4°C klarkomme dazu: wie viel "Wärme-Bonus" kann man erwarten, wenn der Quilt zu zweit genutzt wird? Reicht evtl 133er Apex für ein Pärchen doch bis 0°C? Welche Breite ist sinnvoll? EE und ZPacks haben beide 220cm Breite, was mir aber ehrlich gesagt sehr viel erscheint -> beide Nutzer sind recht schmal gebaut und schlafen bequem zusammen unter einer 130cm breiten Bettdecke -> reichen 180cm Breite nicht aus? haltet ihr es für Sinnvoll den Quilt teilbar zu machen (für einfacheren Transport/ aufteilen des Gewichts und vA Volumens) falls ja, wie stelle ich das am besten an ohne, dass es an der Schnittstelle rein zieht? Teilbare RVs finde ich nur bis 150cm..  
      Ich würde mich freuen, wenn Leute mit entsprechender Erfahrung ein paar der Fragen beantworten können ( @ys76 ?) Pärchen Trekking ist für mich bisher Neuland und ich kann hierbei viele Faktoren nicht so recht einschätzen.
       
      schöne Grüße
      Micha
    • Von micha90
      Ein leichtes Hallo alle zusammen!
      Seit einiger Zeit bin ich wieder im nasskalten Deutschland gelandet und habe mich schon halbwegs wieder akklimatisiert. Da das beim letzten Mal den Eindruck machte, dass es doch recht viele von euch interessiert, kommt hiermit wieder ein kleiner Überblick darüber, was ich so dabei hatte, was sich bewährt hat und was nicht.
      Die Rahmenbedingungen: Der CDT verläuft durch verschiedene Klimazonen, von nasskalt bis heiß und trocken, von etwa 1200m bis 4300mNN. Ich hatte kein Thermometer dabei, kann also keine akkuraten Angaben über Temperaturen machen, nur schätzen. Ich startete am 21.06.16 an der kanadischen Grenze (Chief Mtn. Trailhead) und kam nach etwa 4500km/ 2800mi am 19.10.16 an der mexikanischen Grenze am Crazy Cook Monument an.

       
      Shelter:
      Tarp: Da ich vor meiner Abfahrt aus Deutschland sehr viel Stress hatte, kam ich leider nicht mehr dazu an irgendwelchen Prototypen zu feilen oder gar ein komplettes Shelter zu nähen, weshalb ich kurzer Hand einfach mit meinem sub100 Tarp losgezogen bin. Genauer genommen dem Nachfolger des vorgestellten Tarps, mit identischen Abmaßen, aber leider ein paar Gramm mehr (Materialschwankungen..  ). Das Tarp ist nicht gerade riesig und man muss doch aufpassen wo und wie man es aufstellt, aber ansonsten war es eine gute Wahl! Ein zusätzlicher Beak wäre schön gewesen, aber so ist das eben. Ich hatte einige Nächte mit ziemlich ungemütlichem Wetter, aber nur zwei in denen ich mir ein etwas geschlosseneres Tarp gewünscht hätte. Bei miesem Wetter kam der Schirm vor die offene Seite um das gröbste abzublocken.
      Das beste an dem Tarp, abgesehen vom winzigen Packmaß und angenehmen Gewicht, war, dass man es in etwa 30-60 Sekunden aufbauen kann. Es benötigt eigentich nur 5 Heringe um stehen zu können, 8Stk wenn es straff sein soll. Ganz anders als auf dem PCT schlief ich die Mehrzahl der Nächte unter meinem Shelter, da es nachts gerne mal kurz nieselte, trotz klarem Himmel am Abend plötzlich zuzog und schüttete und das Wetter schlicht nicht so berechenbar war.
      Würde ich wieder nehmen (wenn auch mit Beak oÄ)!
      Aufstellstange: Die meiste Zeit habe ich tatsächlich einen Trekkingstock mit mir herum getragen. Meine Easton Alu Aufstellstange war viel zu flexibel um das Tarp bei Wind in Form zu halten. Alternativ wäre eine Carbon Stange von MLD eine gute Wahl gewesen (die hatte ich bestellt, dann aber doch nicht genutzt, da ich für den Gila-River den Trekkingstock behalten wollte und es mir zu doof war für die Paar Tage noch meine Ausrüstung zu ändern)
      Heringe: Für den Hauptabspannpunkt nutzte ich einen Easton Nano (der kurze mit ca 15cm). Die Easton Heringe sind deutlich stabiler als die klassischen V-Profile (daovn habe ich schon meherere verboben) und wiegen auch noch weniger. Für die anderen Punkte waren es 8 Titanheringe (3mm dick, ca 15cm lang) wovon einer als Backup gedacht war und bei Wind dazu diente meinen Schirm ebenfalls zu fixieren. In den ersten Wochen habe ich tatsächlich zwei oder drei verloren, so dass ich guten Gewissens den einen Extrahering mit herum trug.
      Würde ich genau so wieder nehmen.
      Unterlage: Klassisches Polycro. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht ganz genau erinnern ob ich zwei oder drei durchgelegen habe. Etwa zwei Wochen vor Schluss musste ich nochmal ein frisches aus der Bouncebox holen, da jemand mein (noch gutes) Poloycro für Müll gehalten und entsorgt hatte...
      Würde ich wieder nehmen, außer in New Mexico (hier wäre Tyvek oder sowas praktischer)
      Mückenschutz: Eigentlich nur ein riesiges Kopfnetz, dass sich auch über den Regenschirm spannen lässt. mit ca 100g durchaus tragbar, wurde nur für Montana genutzt. Die Mücken waren eigentlich echt moderat, bis auf einen Abschnitt (Leadore -> Lima) wo wir zwei oder drei Tage von beißenden Fliegen heimgesucht wurden. Das war der einzige Abschnitt, in dem das Mückennetz auch beim laufen genutzt wurde (und mich definitiv vor dem Wahnsinn gerettet hat!). Das Gute Stück wurde nach kurzer Zeit "BugDome" getauft.

      links: überraschender Schneesturm über Nacht; rechts: der BugDome im Einsatz
      Schlafen:
      Quilt: Custom Cumulus auf Basis des 450. Extralang und mit 30g Overfill in der Beingegend wiegt das Teil geschlagene 720g, wobei ich aber kein Gramm Daune missen wollte (Insgesamt sind es ca 510g Daune!). Die Nächte waren deutlich öfter kalt und definitiv auch kälter als auf dem PCT. In Colorado hatte ich einige Nächte in denen es ganz schön frisch war und ich trotz voller Bekleidung ein wenig frieren musste. Genaue Temperaturen kann ich nicht nennen, geschätzt aber minimal -10°C.
      Isomatte: Das leidige Thema für mich, denn ein Optimum habe ich noch nicht gefunden. Losgezogen bin ich mit einer 5mm EVA (120cm lang, 124g) die an sich OK ist, aber von der Isolationsleistung einfach bald an ihre Grenzen stößt. Nach einiger Zeit wurde diese gegen eine Nunataak Schaummatte ausgetauscht, die zumindest von den Daten & Optik identisch mit der GG Nightlight zu sein scheint, aber im Gegensatz dazu in voller Länge zu kaufen war (die GG ist mir mit 78cm zu kurz, ich bin 1,88cm groß). Gekürzt auf ca 90cm war sie ausreichend lang, musste allerdings als Burrito gepackt werden. Leider ist der Schaum wesentlich schlechter als der von GG, so dass die Matte im Laufe der Tour sehr stark komprimierte. Ab Pie Town hatte ich dann wieder meine 5mm EVA.
      Die EVA würde ich wieder nehmen und nur für Colorado was wärmeres (zB eine Ridgerest). Hier habe ich noch keine Optimallösung gefunden..
      Kissen: meine 11g Kissenhülle erfüllte Ihren Zweck und hielt tagsüber meine Sachen als Packbeutel-Ersatz zusammen.
      Würde beim nächsten mal zu Hause bleiben (siehe Bekleidung).

      Rucksack: Natürlich ein MYOG Pack! Seit Anfang 2016 auch bei mir mit Rolltop, was sich sehr bewährt hat. Ursprünglich hatte ich insgesamt drei Rucksäcke dabei (zwei in der Bouncebox) um zu testen, wie das Materialmäßig hin haut: Der erste aus billigem 50g/m² TPU Nylon und 90g/m² Zeltboden machte eigentlich einen recht fragilen Eindruck, besonders das TPU Nylon hatte ich noch nicht zuvor getestet und habe nicht viel davon erwartet. Die anderen beiden waren einmal komplett DxG bzw X-Pac. Zu meiner eigenen Überraschung hielt der Nylon Pack jedoch den kompletten Trail ohne irgendwelche Defekte durch (Ok zwei Tage vorm Schluss bin ich an einem Stacheldrahtzaun hängen geblieben und riss mir eine 5x5mm Dreiangel in den Boden..). Das TPU Nylon delaminierte sichtbar am Rollverschluss, aber die Beschichtung ist noch nicht abgebröselt.
      Gefunden! Das Geweih konnte ich nicht einfach liegen lassen.. sau schwer aber ziemlich cool
      Küche:
      Ansich nicht vorhanden, ich war den kompletten Weg "no cook" Unterwegs (sprich kein Kocher oder Gefäß zum rehydrieren/ "cold-soaking"). Das ging wunderbar und wurde nur am aller ersten Abend vermisst, danach lief es super!
      Würde ich definitiv wieder so machen!
      Wasser: Die meiste Zeit hatte ich zwei ganz billige 0,5L Plastikflaschen, für New Mexico dann eine 0,7L und eine 0,6L Flasche für mehr Volumen. Zudem eine 2L Platypus (in die eigentlich eher 2,3L passen..). Maximales Volumen waren somit etwas ca 3,6L, was nur wenige Male komplett genutzt wurde.
      Beutel für Essen: einfacher Beutel mit Zugschnur aus Gleitschirmnylon. Tat seinen Zweck, ist noch gut in Schuss. (Der ZPacks Cubenbeutel meines Mitwanderers fiel am Ende dagegen völlig auseinander..)
      Löffel: Titanlöffel von Toaks. Alu versuche ich zu vermeiden und mit einem Plastiklöffel ist es echt kein Spaß sich durch Eiscreme zu arbeiten. Super Teil, ich bin nach wie vor zufrieden damit.
      Am Körper getragenes:
      Schuhe: Los ging es mit meinen geliebten Merrell Trail Gloves. Gute Schuhe, halten ca 900-1000mi/ 1500-1600km bei mir. In Breckenridge hatte ich noch ein Paar Saucony Peregrine liegen, die bei mir allerdings für ziemlich üble Fußschmerzen gesorgt haben! Da es sowieso in Richtung New Mexico ging wurden kurzerhand ein Paar Luna "Leadville Pacer" bestellt, in denen ich zufrieden die letzten 850mi/ 1370km zurück gelegt habe. Für Touren in wärmeren Gefilden werde ich absolut wieder in Lunas gehen, ansonsten bleibe ich den Trail Gloves treu. Lediglich bei Matsch sind die Luna Sandalen nervig.
      Trekkingstock: Fizan Compakt, mit GG Griff. Beim Wechsel der Griffe sollte man die neuen definitiv ankleben, da diese ansonsten langsam runter Rutschen und das Rohr irgendwann oben durchsticht. Als das bei mir passierte zog ich den Griff komplett ab um ihn mit Sekundenkleber wieder anzubringen: Leider wurde der Kleber fest, bevor ich den Griff komplett drauf stecken konnte, so dass ich das überstehende Stück kurzerhand abgeschnitten hatte. Der Griff war weiterhin super ergonomisch und machte keine Mucken mehr! Tatsächlich gelaufen bin ich nicht all zu viel mit dem Stock, bei sehr steilen Passagen war er praktisch, und im Gila River absolut Gold wert. Ansonsten auch öfter mal im Rucksack gelandet.
      Für Colorado und den Gila gut, ansonsten eben nur als Tarpstange.
      Hemd: Kurzarm Synthetikhemd zum Knöpfen. Ich war super zufrieden damit! Solange kein Elasthan im Materialmix ist stinken auch Synthetiksachen nicht so schlimm (aus irgendeinem Grund scheint flexibler/ stretchiger Stoff Gestank zu binden). Das Material trocknet wesentlich schneller als meine Merinoshirts und hielt den kompletten Thruhike durch! Einziger Defekt sind ein paar kleine Löcher (2-3mm) die sich am Rücken gebildet haben, wo der Rucksack über der Hüfte aufsetzt.
      Werde ich auf jeden Fall weiter nutzen!
      Shorts: Klassische kurze Laufshorts, Liner entfernt. Gibt es nichts dran auszusetzen, nach 1,5 Thruhikes sind die langsam durchgescheuert, aber das ist auch ok (Das sind immerhin ca 6000km)
      Socken: Darn Tough sind wie üblich super, ich habe ab und zu zwischen DT und Injinji Run gewechselt, einfach um den Füßen mal was anderes zu gönnen. Die Injinji bekommen relativ schnell löcher, aber sind ansonten auch ganz gut. Später dann Barfuß in den Sandalen und die Injinji waren nur als Backup für besonders kalte morgende noch dabei.
      45Meilen/  72km für einen Milchshake
      Zusätzliche Bekleidung:
      Warme Schicht: Los ging es mit einem Cumulus Climalite Pullover, der allerdings an der ersten Station in die Bouncebox wanderte. Ohne Kapuze und Taschen ist das Teil für mich wertlos, das sind die einzigen beiden Features, die ich Abends im Camp haben möchte! Zum Laufen sind Puffy Jacken mMn ungeeignet, da man zu schnell anfängt zu schwitzen, die Jacke ausziehen muss und dann doch wieder friert.. Zwischenlösung war für mich dann die Kombination aus einem Patagonia Cap4 Hoody und einer Decathlon Daunenweste. Das funktionierte eigentlich ganz gut so, die Weste hat Taschen, in dem Fleeceteil kann man laufen ohne sofort zu überhitzen. In Wyoming hatte ich nur das Patagonia Teil, es war nicht all zu kalt.
      Als ich dann jedoch durch Leadville, CO kam, konnte ich nicht widerstehen und kaufte mir ein Melanzana Microgrid Hoodie, welcher von da an meine einzige Isoschicht war. Insgesamt natürlich nicht ganz so warm wie eine Puffy, aber wesentlich flexibler. Ich kann darin noch laufen ohne zu überhitzen, in Kombination mit meiner Windjacke war die Temperatur super zu regulieren. Außerdem ist das Ding einfach tausendmal kuscheliger und gemütlicher als eine Puffy. Bonusfeature: in den Nächten, in denen es nicht all zu kalt ist, ist die Fleecejacke das beste Kissen überhaupt!
      Nächstesmal von Anfang an den Fleecepullover, evtl für Colorado noch die Daunenweste zusätzlich. Außerdem den Fleecepulli ein wenig anpassen und nochmal 30g sparen (ist vom Werk relativ weit..)
      Regenjacke: Driducks! Die billigste Variante, die bisher am besten für mich funktioniert hat. In allen Membranjacken ist es irgendwie schwitzig und der Plastikartige Stoff klebt an der Haut.. Für nur 20$ kann die Driducks da mehr! Innnenseite ist fleeceartig, scheint unglaublich atmungsaktiv zu sein und wiegt sehr wenig. Einzige Nachteile: Passform (extrem kurz und weit geschnitten) die sich aber leicht ändern lässt. Ich hatte eine XXL gekauft und einfach schmaler genäht. Außerdem sind die Jacken nicht all zu robust, so dass man in Gestrüpp etc aufpassen muss; lassen sich aber super mit Duct Tape flicken. Und ganz ehrlich: Welche Jacke sieht nach einem kompletten Thruhike noch gut aus?
      Windjacke: Ebenfalls aus Zeitmangel (wie beim Shelter) wurde eine eigentlich nicht dafür angedachte Jacke eingepackt, aus dem ExTex 27g/m² Stöffchen (ursprünglich wollte ich noch eine aus 35g/m² Pertex machen). Die Jacke hielt aber erstaunlich gut und hat trotz intensiver Nutzung kein einziges Loch und sieht noch fast aus wie neu! Kein Kleidungsteil habe ich so oft tagsüber an- und ausgezogen, die Wärmeregulierung damit ist einfach zu praktisch und man kann sie aufgrund des Packmaßes (ca so groß wie eine Mandarine) immer griffbereit in der Außentasche haben. Auf dem CDT, der häufig sehr ausgesetzt über der Baumgrenze verläuft würde ich das Teil nicht missen wollen!
      Windhose: Ich bin ebenfalls sehr zufrieden damit. Die Wärmeleistung ist erstaunlich gut, dabei ist aber das Packmaß und Gewicht wesentlich besser als eine ähnlich warme lange Unterhose. Gerade an frostigen Morgen war es doch ganz nett die erste halbe Stunde noch was an den Beinen zu haben... Kommt auf Touren mit kühleren Temperaturen auf jeden Fall wieder mit.
      Buff: Tolles Multifunktionsteil, wärmt den Hals, den Kopf und bedeckt Nase und Mund beim Schlafen, wenn es zu kalt wird nachts. Gelegentlich auch um die Hände gewickelt wenn ich meinen Schirm gehalten habe.
      Fleecemütze: mag für manch einen redundant scheinen, aber ich hatte genügend Nächte in denen ich Buff, Fleecemütze und Kapuze an hatte und nichts davon missen wollen würde. Die Fleecemütze war aus dem Fahrradbereich (eigentlich für unter den Helm) aus winddichtem Material auf dem Kopf, aber nicht an den Ohren (so dass man noch gut hört). Sieht bescheuert aus, aber funktionierte prima.
       
      Verschiedenes:
      Schirm: Das war mein erster langer Trail mit Schirm und ich muss sagen, er ist jedes Gramm für mich wert. Bei Regen hat man den Kopf frei, der ganze Oberkörper und der größte Teil des Rucksacks bleibt trocken, bei Hitze läuft man die ganze Zeit im Schatten (so dass sich das Gewicht des Schirms innerhalb weniger Kilometer durch das zu tragende Wasser amortisiert).
      Lampe: Thrunite TI3. Tolle Lampe, ich bin absolut zufrieden damit. Lediglich für das südlichste Stück des CDTs wäre irgend ein dicker Scheinwerfer praktischer gewesen, da es um 18:00 bereits dunkel wurde und kein Trail vorhanden war, ansonsten war die TI3 perfekt.
      Taschentuch: Eigentlich nur ein Stück eines alten Seideninletts, ca 15x15cm, 4g. Ich hatte öfters mal Nasenbluten und finde es ganz angenehm die Nase mal schnäuzen zu können. Reiner Luxusartikel, aber bei dem Gewicht durchaus tragbar.
      Handy: LG G4. Sehr gutes Handy! Die GPS Ortung geht schnell, das Display ist gut lesbar und die Kamera ordentlich. Super praktisch war der auswechselbare Akku, wodurch man sich die Powerbank (und den damit einhergehenden Verlust) spart. Der Akkuwechsel dauert vielleicht eine Minute und man hat wieder volle 100%. Nächstes mal nehme ich nur das Handy mit und lasse die Kamera ganz zu Hause. Für den CDT wollte ich aber auf jeden Fall Fotos von einer richtigen Kamera und habe es auch nicht bereut (Sony RX100, machte geniale Bilder)
       
      Das wars schon! Im Anhang ist noch die komplette Liste (vom Ende) mit Gewichten etc. Falls noch Fragen aufkommen, immer her damit.
      Schöne Grüße
      Micha

      Gearliste CDT 16.pdf
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