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Ultraleicht Trekking

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Am 15.9.2017 um 11:56 schrieb roli:

Wie ist es Euch mit der durchschnittlichen Tagesdistanz von ca. 20 km ergangen? Das kommt mir sehr gemütlich vor. Würdet Ihr das wieder so machen oder z.B. eher 25 km anpeilen. Prinzipiell vermute ich, dass man mit Freundin wohl gern gemütlicher unterwegs ist (macht ja auch Sinn). Bei einer reinen Männergruppe kommt oft der (übertriebene) Ehrgeiz durch und damit werden die Tagesetappen im Laufe der Tour immer länger (z.B. 40 km weil die Pizza in Kilpsijärvi schon beim Aufstehen in realistischer Reichweite erschien ;)).

Wenn man zu zweit unterwegs ist, muss man sich natürlich immer ein wenig entgegenkommen und wir haben auch dieses Mal ganz klar gesagt: Hey, wir haben Urlaub, ist ja keine Expedition und kein Wettrennen. Insofern waren wir mit unseren 20km genau richtig unterwegs. Man hat noch was vom Tag, hat Zeit zu reden, am Feuer zu sitzen usw. Es ging uns in erster Linie um Erholung und nicht um sportlichen Ehrgeiz. Ich selbst muss mich da manchmal ganzschön zusammenreißen, ich neige sehr dazu, mich zu pushen und zu sehen, was geht und es war eine schöne Erfahrung, davon mal Abstand zu nehmen und sich mehr Zeit zum genießen zu lassen.

Eigentlich zeigt sich das ja schon beim Packen... wir hatten ein Backgammon-Spiel und eine Mundharmonika mit, ne dicke Kamera und haufenweise Essen, das seine Zeit braucht (Rührei, Pfannkuchen, Milchreis). Wir haben nicht selten morgens zwei Kaffee getrunken und gemütlich gefrühstückt, bevor es losging. Das war super!

Auch wenn ich zugeben muss, dass mich der "Wie-weit-komme-ich-in-14-Tagen"-Modus auch mal wieder reizen würde...

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vor 20 Minuten schrieb jdb:

Ja, das hatte mir auch erst die STF-Zentrale geschrieben. Ritsem selbst sagte dann, einfach mit der Post, kein Problem.

Wir haben jeweils mit den Empfängern vorher gesprochen und die Pakete dann einfach mit DHL abgeschickt, Kosten sind so 30-35 EUR, je nach Land. Ich vermute, dass es in Abisko Standard ist, die Pakete nicht anzunehmen, kann mir nicht erklären, wie das sonst an einem Werktags-Vormittag nicht zugestellt werden kann, so dass man hier den Umweg nach Abisko Östra einplanen sollte.

Danke für die ganzen Infos!!

Wenn Abisko nichts annimmt, könnte man ja direkt an das Postamt poste restante schicken und es innerhalb 30Tagen abholen.

Und zur Not gäb es in Kilpisjärvi, Abisko und Ritsem was zu kaufen...

Gute Nachrichten! :-D

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vor 24 Minuten schrieb Jeha:

Und zur Not gäb es in Kilpisjärvi, Abisko und Ritsem was zu kaufen...:-D

Also nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Der "Shop" in Ritsem ist ein kleiner Raum von vielleicht 20qm, echte Trekkingnahrung ist nur ein einziges kleines Regal, die Auswahl also sehr eingeschränkt, vegetarisches so gut wie gar nix. Sonst nur Tiefkühl und schwere Konserven. Bisschen Knäckebrot und so noch. In Abisko und Kilpisjärvi ist das sicher auch nicht besser. Teuer ist es auch, aber nicht so viel, als dass man über die 30€ Porto käme.

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vor 1 Minute schrieb zeank:

Also nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Der "Shop" in Ritsem ist ein kleiner Raum von vielleicht 20qm, echte Trekkingnahrung ist nur ein einziges kleines Regal, die Auswahl also sehr eingeschränkt, vegetarisches so gut wie gar nix. Sonst nur Tiefkühl und schwere Konserven. Bisschen Knäckebrot und so noch. In Abisko und Kilpisjärvi ist das sicher auch nicht besser. Teuer ist es auch, aber nicht so viel, als dass man über die 30€ Porto käme.

Ich hatte gedacht es gäb zumindest Nudeln oder so wie in anderen STF-Hütten? Aber klar, ist kein Supermarkt.

In Abisko (Östra) und Kilpisjärvi gibt es aber richtige Geschäfte, oder nicht?!

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vor 3 Minuten schrieb Jeha:

In Abisko (Östra) und Kilpisjärvi gibt es aber richtige Geschäfte, oder nicht?!

Genau, in Östra und Kilpisjärvi gibt es richtige Lebensmittelläden (in Deutschland würde man es einen Supermarkt nennen, die Schweden meinen damit eher die riesigen Ica-Malls). In Kautokeino ebenso.

In Ritsem ist nur ein kleiner Laden, aber das nötigste gibt es, auch Nudeln und Reis. Aber wenn man sich da für 10 Tage ausstatten müsste, würde es wohl entweder einseitig oder teuer.

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vor 3 Minuten schrieb Jeha:

Ich hatte gedacht es gäb zumindest Nudeln oder so wie in anderen STF-Hütten? Aber klar, ist kein Supermarkt.

Hab ich zwar keine gesehen, aber ich denke, dass die sich alle aneinander orientieren. Also "ja". Kann ja sein, dass die mal aus waren.

vor 3 Minuten schrieb Jeha:

In Abisko (Östra) und Kilpisjärvi gibt es aber richtige Geschäfte, oder nicht?!

Ich war da noch nie, in Abisko scheint es nur https://goo.gl/maps/f2Lp3R1MrLF2 zu geben :-D

 

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vor 11 Minuten schrieb zeank:

Teuer ist es auch, aber nicht so viel, als dass man über die 30€ Porto käme.

Naja... wir hatten noch vor dem Abendessen für mehr als 100 Eur eingekauft. Wir hatten aber auch Appetit mitgebracht und da war Bier dabei ;)

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vor 1 Minute schrieb jdb:

Naja... wir hatten noch vor dem Abendessen für mehr als 100 Eur eingekauft. Wir hatten aber auch Appetit mitgebracht und da war Bier dabei ;)

*hust*

Also gut, ich meinte 30€ über dem was man sonst für was-auch-immer bezahlen würde.

Aber alle Achtung, ein paar Bier hatten wir auch, aber nicht für den Trail :-D :-D :-D

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vor 11 Minuten schrieb zeank:

Ich war da noch nie, in Abisko scheint es nur https://goo.gl/maps/f2Lp3R1MrLF2 zu geben :-D

Genau der ist es. Ja, die Süßigkeitenabteilung ist nicht von schlechten Eltern... Es gibt aber auch normale Lebensmittel. Ich vermute, der Name ist witzig gemeint, weil der Süßkram 1/3 des Ladens einnimmt :)

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vor 2 Stunden schrieb Jeha:

innerhalb 30Tagen abholen.

Fällt mir gerade noch ein: Ich habe in Schweden immer eine Aufbewahrungsfrist von 14 Tagen genannt bekommen. Ob man dahin postlagernd schicken kann, und es dann länger aufbewahrt wird? Falls du dazu was herausbekommst, würde mich das auch interessieren!

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vor 13 Minuten schrieb jdb:

Fällt mir gerade noch ein: Ich habe in Schweden immer eine Aufbewahrungsfrist von 14 Tagen genannt bekommen. Ob man dahin postlagernd schicken kann, und es dann länger aufbewahrt wird? Falls du dazu was herausbekommst, würde mich das auch interessieren!

14 Tage wird es normalerweise aufbewahrt; 30 Tage bei poste restante.

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88439-Poste-restante-in-Stockholm?p=1432586&viewfull=1#post1432586

ABER: Es gibt wohl aktuell nur noch 7 Postämter in Schweden, die dafür genutzt werden können (Stockholm, Göteborg, Malmö, Östersund, Gävle und Borås). Also nix mit Abisko, sorry, ich hatte gedacht es ginge mit jedem Postamt.

https://sv.wikipedia.org/wiki/Poste_restante#Poste_restante_i_Sverige_2017-08-22

Aber dann muss man wohl mit der Variante "Abisko Fjällstation-nicht angenommen- ab zum Postamt" auskommen...

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@jdb Kannst Du bitte noch ein Paar Fragen zu Eurem schönen Tarp beantworten?

  1. Hat es eine einfache Rechtecksform? Mit welchen Maßen?
  2. Ist das Teil, um die Rückseite zu verschließen, fest angebracht oder wird das irgendwie optional befestigt?
  3. Wenn Ihr das Tarp, wie auf den Kamtschatka Fotos, bis ganz runter zieht, wie hoch ist das Tarp dann am Eingang (Stock) und wie hoch im Fußteil (bevor die "Rückwand" kommt)?
  4. Ist Euer Moskitonetz komplett geschlossen, mit Boden?
  5. Wird das Moskitonetz über Aufhängungspunkte und Schnur am Tarp befestigt oder direkt am Tarp (z.B. mit Klett)?

Vielen Dank schon mal für die Antworten!

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Am 18.9.2017 um 22:07 schrieb leichtwanderer:

Kannst Du bitte noch ein Paar Fragen zu Eurem schönen Tarp beantworten?

Hi Leichtwanderer! Sorry, dass die Antwort so lange auf sich warten liess, ich hoffe, ich habe die ganzen Maße richtig im Kopf. Ich wollte eigentlich gestern Abend nochmal im CAD nachgucken, aber habs dann verpennt.

Am 18.9.2017 um 22:07 schrieb leichtwanderer:

Hat es eine einfache Rechtecksform? Mit welchen Maßen?

Das Tarp ist trapezförmig, 3,50m lang, vorne 3,00m breit und hinten 2,00m breit. Die Länge von 3,50m haben wir gewählt, um ohne viel Verlust an Innenraum Front und Heck schließen zu können und trotzdem noch Stauraum zu haben. Das klappt ganz gut, man kann z.B. bei Regen ohne Wind im Schneidersitz zu zweit unter dem Vordach sitzen, wenn man im Innenzelt sitzt unterm Dach kochen usw.

Am 18.9.2017 um 22:07 schrieb leichtwanderer:

Ist das Teil, um die Rückseite zu verschließen, fest angebracht oder wird das irgendwie optional befestigt?

Das ist einfach nur ein Abspannpunkt, einfach ein Leinenspanner an einer Schlaufe auf der Mittelnaht, ca. 50cm vom hinteren Rand. Wenn man dort zieht, klappt sich das Tarp am Fußende von selbst in diese Giebelform. An den Leinenspannern kann man mit wenigen Handgriffen die Leine anbringen oder entfernen, so dass man leicht zwischen offen und geschlossen umbauen kann. Die Leine kommt dann immer an den Abspannpunkt, an dem sie gerade gebraucht wird, so dass man nur eine benötigt.

Am 18.9.2017 um 22:07 schrieb leichtwanderer:

Wenn Ihr das Tarp, wie auf den Kamtschatka Fotos, bis ganz runter zieht, wie hoch ist das Tarp dann am Eingang (Stock) und wie hoch im Fußteil (bevor die "Rückwand" kommt)?

Das kann ich gar nicht so genau beantworten, weil wir das je nach Bedingungen und Gelände immer etwas anders machen. Geschätzte 50cm Innenhöhe in der Mitte erreicht man am Fußende aber eigentlich immer. Vorne Stellen wir die Stange selten kürzer als 110cm ein, meistens sind gerade vorne die Ecken des Tarps etwas in der Luft. Alles zwischen 100cm und 135cm geht, ist halt mehr oder weniger flach/steil/luftig/geschlossen, je nachdem, wo man die Ecken hinpinnt.

Am 18.9.2017 um 22:07 schrieb leichtwanderer:

Ist Euer Moskitonetz komplett geschlossen, mit Boden?

Ja, es ist komplett zu. wir haben uns in der Breite auf eine Stoffbahn beschränkt, wenn wir es nochmal machen würden, würden wir es wohl etwas breiter machen, für etwas mehr nutzbaren Innenraum.

Am 18.9.2017 um 22:07 schrieb leichtwanderer:

Wird das Moskitonetz über Aufhängungspunkte und Schnur am Tarp befestigt oder direkt am Tarp (z.B. mit Klett)?

Am Tarp sind kleine Schlaufen angebracht, in die Plastikhaken eingehängt werden. An diesen ist eine Gummischnur angeknotet, wie durch ein mit Bodenmaterial verstärktes Knopfloch ins innere des Mückennetzes reicht, wo ein Tanka die Spannung reguliert. Ist etwas overengineered, die Gummischnur an einer Schlaufe o.ä. am Netz anzuknoten hätte auch funktioniert. Wir verpacken das Mückennetz oft getrennt vom Tarp, um keinen Nassen Boden zu haben.

bearbeitet von jdb

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Am 18.9.2017 um 16:45 schrieb jdb:

Wir haben jeweils mit den Empfängern vorher gesprochen und die Pakete dann einfach mit DHL abgeschickt, Kosten sind so 30-35 EUR, je nach Land. Ich vermute, dass es in Abisko Standard ist, die Pakete nicht anzunehmen, kann mir nicht erklären, wie das sonst an einem Werktags-Vormittag nicht zugestellt werden kann, so dass man hier den Umweg nach Abisko Östra einplanen sollte.

Wir sind insgesamt sehr zufrieden damit, wie es geklappt hat!

Ich habe nur das wichtigste verschickt und versucht unter 5 KG zu bleiben. Da halten sich die Versandkosten im Rahmen. Nüsse und Schoki haben dann natürlich nichtmehr ins Paket gepasst - auch war ich allein.

Aber:

Kilpis war ich zu früh. Zwischen 1-3 Wochen dauert der Versand sagte man mir dort. Inzwischen ist es angekommen - konnte aber nicht zugestellt werden und liegt auf der Post.

Abisko musst ich zur Post. Ich denke auch, das ist das gängige Prozedere.

Ritsem, nicht zugestellt. Somit habe ich in Abisko Proviant bis Sulis gekauft und Ritsem links liegen lassen. Fähre ging ja eh nichtmehr. Heli unverhältnismäßig ;)

Also sind meine Erfahrungen eher gemischt. Wer seine Mahlzeiten nicht selber zusammenstellt kann gut mit den 3 Supermärkten arbeiten.

 

PS: Ich hab unterwegs immer mal einen Blick bei euch reingeworfen. Ganz so dizipliniert war ich nicht und habe öfters eine DNT Hütte aufgesucht. Die waren aber auch zu verlockend.

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vor 15 Stunden schrieb Maximilian:

Ritsem, nicht zugestellt. Somit habe ich in Abisko Proviant bis Sulis gekauft und Ritsem links liegen lassen. Fähre ging ja eh nichtmehr. Heli unverhältnismäßig ;)

War die Info aus dem DHL-Portal, oder hat Ritsem gesagt, dass nichts angekommen ist? Bei uns stand ja auch einmal "Nicht zugestellt, erneuter Zustellversuch" und dann tagelang nichts mehr, obwohl das Paket längst am Postamt lag.

Kannst du ggf. in Ritsem nochmal nachfragen? Würde mich interessieren, ob das wirklich verlorengegangen ist oder nur die Anzeige falsch war...

Danke fürs berichten!

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Die nette Unterhaltung sowie die hilfreichen Infos haben mir Lust auf den Reisebericht gemacht - wie stehen denn meine Chancen, dass der in den nächsten 2 Wochen (also bevor es für mich Richtung Flughafen geht) wieder online kommt? :-)

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    • Von zeank
      Hab zu viele Fotos, drum nicht nur unter Impressionen (unüblich für mich).
      Nach der Tour über die Pyrenäen (GR11) und dem kurzen Abstecher auf die Brauereitour hat es mich im September noch für circa drei Wochen auf den Kungsleden verschlagen.
      Eigentlich war die Idee folgende: für die erste Woche nehme ich ein paar Freunde mit, wir starten in Nikkaluokta, gehen via Kaffedalen rauf zum Keb, dann Durlings väg zum Kungsleden und ich verabschiede sie in Kvikkjokk und laufe den Rest alleine. Dann war das aber so, dass eine Freundin die Idee aufbrachte, dass doch öffentlich als Event unserer Wandergruppe auszuschreiben. Ich war dagegen aber wurde überstimmt und durfte dann auch noch die Einladung schreiben. Folge war - wie erwartet -, dass sich mehrere Leute mit wenig bis zu wenig Erfahrung angemeldet haben. Und so nahm dann das Übel seinen Lauf. Da ich ja in den Pyrenäen mit Rumschimpfen beschäftigt war, gab es für mich zu dem Zeitpunkt auch wenig Möglichkeit Einfluss auf das drohende Debakel zu nehmen. Letzten Endes hatte mehr als die Hälfte der Leute zu schwere Rucksäcke dabei, so dass an die Durchführung der geplanten Tour eigentlich nicht mehr zu denken war. Letztlich waren wir nach vier Tagen immer noch dort wo wir eigentlich am zweiten Tag schon hätten sein sollen. Zu allem Übel hat sich noch jemand den Knöchel verstaucht und musste mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden. Change of plans, anstatt nach Süden zu laufen, sind wir dann nach Abisko. Ich dachte, ich würde dort einfach dann mit den Öffentlichen zurück nach Saltoluokta oder Kvikkjokk. Das ging aber nicht so einfach ohne sehr viel Zeit zu verlieren. Also bin ich einfach den ganzen Weg wieder zu Fuss zurück, allerdings über eine alternative Route.
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      Los geht's!

      Aussicht vom Kebnekaise, man sieht schon bisschen was.

      Ich war wirklich oben! Und bin auch wie es sich gehört auf dem Arsch runter.

      Die Begeisterung hält sich in Grenzen ("Rucksack zu schwer")

      Alesjaure, die Saune muss sagenhaft sein, haben sie aber nicht getestet.

    • Von Freierfall
      Prolog:
      Ende des Urlaubs in Schottland, 2016. Meine Freundin G.:"Das nächste Mal möchte ich in irgend eine trockenere Gegend, aber so Skandinavien wäre auch echt cool."
      Ende des Urlaubs im Lakedistrict, 2017: G.: "Das nächste Mal trockene Gegend, du warst ja ohne mich auf Mallorca, und jetzt waren wir schon wieder im Nassen. Aber Skandinavien wäre auch mal spanend."
      Ende des Urlaubs auf Mallorca 2018: Ich: "Wo solls im Herbst hingehen?" G.: "Wir wollten doch immer mal nach Skandinavien..."
      Das ist eigentlich ein Bericht, der besser zu den Outdoorseiten passt (*Da werde ich ihn auch nochmal posten...). Auf der Rückfahrt aus dem Urlaub nach Deutschland habe ich die aktuellen Packlisten hier so angesehen, Schottland im Oktober mit <4kg und solche Sachen, da wird's mir fast schon peinlich. Meine Urlaubsreisen werden eher immer schwerer. Diesmal hatte ich ein Baseweight das höher war als je zu vor bei mir. Außer vllt bei meiner allerersten Tour in der Eifel... aber man ist ja zu zweit Unterwegs und hat Urlaub. Da ich dabei dennoch zumindest viel mit UL-Ausrüstung hantiere und gerne Reiseberichte schreibe (und das hier "mein Forum ist") könnt ihrs ja trotzdem lesen. Trotz einem BW von ca. 8-9kg (geschätzt nur deshalb, weil unterschiedliche Teile der Ausrüstung mal von mir, mal von G. getragen wurden). Hier gibts ne Packliste, wenn auch nix besonders spannendes: https://lighterpack.com/r/fr4dez OT: - die von G. gibts nicht digital, sie trägt neben dem in der liste "gelb" markiertem einen Berghaus Hyper 37, eine Neoair x-lite Womans; einen EE 20F Quilt sowie einen Satz Wander+Schlafkleidung. Und die ganzen Schokoriegel. Nix besonderes, dürfte am Anfang auch ca. 10kg gewesen sein, BW so im Bereich von 4-5kg oder so.
      Es wurde viel überlegt, und schließlich gab der Wanderführer "Traumtreks Norwegen" den Ausschlag, dass es zwei Wochen lang Ost-West durch die Hardangervidda, östlich um den Hardangerjøkulen und dann schließlich durchs Aurlandsdalen bis zum Fjörd gehen sollte, also die Touren 3+4+5 aus dem Buch. Ein Großteil der Planung basierte ebenfalls darauf + auf ut.no, ich gebe zu, die ganze Planungsarbeit macht mir keinen Spaß; ich will laufen und nicht Berichte & Karten wälzen.
      OT: Die Anreise war wohl meinem von der vorherigen Jobphase gestresstem und ausgelaugtem Gehirn geschuldet etwas umständlich, Flug Düsseldorf->München->Oslo, Übernachtung dort und von da an mit der Bergen-Bahn nach Geilo wo der Start sein sollte. Rückfahrt ebenfalls mit der Bahn über Oslo -> Frankfurt -> Düsseldorf... habe die Flüge gebucht ohne mir die Umstiege genau anzusehen... Beim nächsten mal würde ich es wohl xx->Bergen->Schiffsfähre machen, da wäre man potentiell am Abend der Abreise schon im Zelt. 
      Unsere schließlich gelaufene Strecke:

      Tag 1, Anreise: Um 4 Uhr klingelte der Wecker und wurde erstmal weggedrückt, draußen noch dunkel, bis G. und mir klar wurde, dass wir uns ja eigentlich beeilen müssen, dürfen unseren Flieger nicht verpassen. Extra 2h+Sicherheitspuffer vor Abflug um 9:30 in Düsseldorf war mächtig früh an einem Sonntag. Dass ich am Tag davor aus einem Nachtdienst völlig gerädert nach Hause gekommen war trug ihr übriges dazu bei, dass das Packen hektisch und unsere Wohnung nach Abflug ein absolutes Chaos war. Wo waren doch gleich nochmal die STS-Klappschalen? Die Kreditkarte?? Die Heringe???
      Die weitere Anreise verlief jedoch zum Glück ohne Komplikationen, auch wenn das sehnsuchtsvolle Erwarten des Aufgegebenen Rucksacks nach Flug mit Umstieg jedesmal dermaßen nervenaufreibend ist, dass wir ständig überlegen nur noch mit Handgepäck zu fliegen. Wäre nur diesmal bei dem prallgefüllten ULA OHM mit nun sicher 60l und ca. 16kg Last sowie dem Rucksack meiner Freundin nicht gegangen. Haben schließlich Essen für nahezu die ganze Reise dabei. Aber wie gesagt, keine Komplikationen, konnten uns noch ein bisschen Oslo ansehen und Burger essen, bis es schließlich am Folgetag mit der Bergenbahn nach Geilo ging. 
      Tag 2: Die Bahnfahrt nach Geilo war angenehm, man konnte die abwechslungsreiche Landschaft aus dem Fenster genießen und sogar Steckdosen an den Sitzen bot unser Abteil. Aber richtig entspannen konnten wir nicht, zu aufgeregt waren wir davor, was uns im Fjell erwarten würde. Um ca. 16 Uhr in Geilo (sprich: "Jeilo") begrüßte uns erstmal herrlicher Sonnenschein, Sommerwetter und ein wunderbar Büllerbü-artiger Ort. Von der Tourismus-Hölle, wie ich mir den Skiort vom lesen vorgestellt hatte, keine Spur. Also erstmal den unangenehm schweren Rucksack geschultert und über schattige Wege vorbei an idyllischen Ferienhäusern dem endlos scheinenden Ustedalsfjörden bis zur Tuftebrui gefolgt, wo schließlich die Wanderwege begannen.


      Dann ging es zunächst durch Birken und Dickicht auf steinigem Weg immer höher hinauf auf das Plateau der Hardangervidda, immer dem roten T folgend, dass uns von nun an täglich begleiten sollte.

      Schließlich auf dem Hochplateau angelangt, wurden die Bäume zunehmend weniger und wir konnten einen ersten Eindruck von der Weite der Landschaft, in der wir uns in den nächsten Tagen bewegen sollten, erhaschen. 

       
      Vor dem Anblick des Harlingskarvets(?*Es könnte auch ein anderer sichtbarer Gebirgszug gewesen sein, bsp. ein Ausläufer des Hardangerjøkul, so sicher waren wir da nicht) schließlich, mit den ersten zu sehenden Schneefeldern, richteten wir unser erstes Lager ein.

    • Von hikedev
      Im letzten Winter bin ich in Portugal die Via Algarviana gewandert, dieses Jahr war ich auf der suche nach einer ähnlichen Winterflucht und habe mich entschieden nach der Forum Empfehlung von German Tourist den kompletten GR249 zu laufen.
      Track Information:
      Typ: Rundwanderweg
      Länge: 650 Km
      Höhenmeter: 23068 m
      Etappen: 35
      Markierungen: Neuwertig 2015 fertiggestellt, Route wird weiterhin verbessert.
      Offizieller Ratgeber: http://www.gransendademalaga.es/en/4992/topoghraphical-guide-great-malaga-path

      Hinweise:
      Essen: Täglich Möglichkeiten, in den meisten kleinen Dörfern ist der Supermarkt über die Mittagszeit geschlossen und öffnet um 17 Uhr wieder. Im Hinterland servieren die Restaurants meist erst ab 20/21 Uhr Abendessen, Tapas gibt es auch vorher. Ich habe die meiste Zeit nur Wurst, Käse, Brot und Donuts gegessen.
      Koordination: GPS empfohlen, da die Städte oft keinerlei Markierungen oder Hinweise auf den Streckenverlauf bieten. Im Oliven Wald kann man sich auch mal verlaufen, vor allem wenn die Farmer neue Weggablungen anlegen und bestehende Markierungen verschwinden. Von Ojen nach Mijas wurde die Route geändert, diese verläuft nun über Coin. In dem offiziellen Ratgeber und der veralteten gpx Datei die ich hatte bin ich dadurch die alte Route gelaufen was nicht wirklich zu empfehlen ist da diese über eine Motocross Strecke führt.
      Unterkunft: Wild Zelten ist zu 60 % ausgezeichnet möglich, es gibt aber in dieser Region sehr viel privat Land gekennzeichnet mit einem schwarz/weißen Schild. Am Strand ist es ebenfalls verboten aber man kann sich auf einer der vielen Bänke legen, wenn es nicht regnet, dort gibt es auch Toiletten und Duschen. In den Olivenfeldern war es schwer für mich was zu finden da sehr viele Farmer und Traktoren zu dieser Zeit unterwegs waren, von so einem Traktor will ich nicht versehentlich im Zelt überrollt werden. Unterkünfte sind zu dieser Jahreszeit sehr billig 25-70€, oftmals bekommt man auch ein ganzes Apartment mit Waschmaschine. Der GR7 kreuzt in einigen Dörfern den GR249 und es gab dort günstige Herbergen. Meine NeoAir Lite ohne Thermo Isolierung hat total versagt bei Bodenfrost, ich hätte meine andere Matte mit Isolierung mitnehmen sollen.
      Bericht:
      Angereist bin ich in Malaga am 3 Februar der Flug kostet um diese Jahreszeit zwischen 25-60€. Es ist möglich den Trail direkt vom Flughafen zu starten oder mit dem Bus für ca. 3 € am eigentlichen Startpunkt an der Strand Promenade zu beginnen. Leider ist zu Beginn meiner Wanderung eine Kältewelle über Europa weggerollt und es war nachts in Spanien sehr sehr sehr kalt(Bodenfrost). Tagsüber konnte ich mit Shirt und kurzer Hose bei 15-18 Grad laufen. Landschaftlich ist der Weg sehr dramatisch und eingeteilt in Küsten-, Berg- und Agrarkultur. Besonders hervorheben kann ich die Abschnitte von Nerja nach Alcaucin, Campillos nach Ronda, Mijas nach Ahaurin de la Torre, dieses sind auch für Wochen oder Tagestouren sehenswert. Der Weg ist größtenteils gut begehbar mit Trailrunning Schuhe. Es gibt genug Möglichkeiten bei Bedarf Schuhe und Socken in einem Geschäft mal auszutauschen. In manchen Abschnitten habe ich die Kopfhörer mit Musik reingemacht da die bellenden Hunde und vielen Traktoren mir den Seelenfrieden geraubt haben. Wer den Caminito del Rey(Höhenweg) laufen möchte und den GR249 nach El Chorro verkürzen will, ist für den ist dieses am Staudamm beschildert. Wenn man nach rechts geht kommt man in einen kleinen Ort, im Hotel ist es möglich für 11€ oder im Internet 10€ eine Lizenz zu kaufen damit man den Weg wandern darf. Der Caminito del Rey hat eine tägliche maximale Begrenzung an Touristen. In den letzten 2 Wochen meiner Reise hatte ich fast durchgehend Regen und aus ehemals kleinen Flüssen wurden Hindernisse. Meistens waren meine Schuhe schon so Nass das ich einfach durchgelaufen bin. Das Stück von Estepona nach Marbella war ziemlich nerven aufreibend da ich ständig vom Strand in die Innenstadt oder auf die Schnellstraße ausweichen musste da am Strand das Wasser von den Bergen in unüberwindbare Zuflüsse endete. Ich habe während meiner Zeit in Spanien keine anderen langstrecken Wanderer auf dem Gr249 getroffen. Auf zwei bis drei Etappen sieht man auch mal ein paar Tagestouristen. Bei Etappe 34-35 hatte ich nochmal einen belohnenden Blick auf so ziemlich alle Berge die ich überwunden hatte. Abgereist bin ich letztendlich am 10 März 2018.
      Fazit:
      Tolle Winterflucht mit abwechslungsreicher Landschaft, schneller Anreise, gutem Essen und bezahlbare Unterkünfte. Ich denke der GR249 wird noch einiges an Popularität über die nächsten Jahre gewinnen. Meine Empfehlung hat er.
      Mehr Bilder gibt es hier: Bilder


      Grüße HikeDev
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