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Ultraleicht Trekking
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    • Von zeank
      Hab zu viele Fotos, drum nicht nur unter Impressionen (unüblich für mich).
      Nach der Tour über die Pyrenäen (GR11) und dem kurzen Abstecher auf die Brauereitour hat es mich im September noch für circa drei Wochen auf den Kungsleden verschlagen.
      Eigentlich war die Idee folgende: für die erste Woche nehme ich ein paar Freunde mit, wir starten in Nikkaluokta, gehen via Kaffedalen rauf zum Keb, dann Durlings väg zum Kungsleden und ich verabschiede sie in Kvikkjokk und laufe den Rest alleine. Dann war das aber so, dass eine Freundin die Idee aufbrachte, dass doch öffentlich als Event unserer Wandergruppe auszuschreiben. Ich war dagegen aber wurde überstimmt und durfte dann auch noch die Einladung schreiben. Folge war - wie erwartet -, dass sich mehrere Leute mit wenig bis zu wenig Erfahrung angemeldet haben. Und so nahm dann das Übel seinen Lauf. Da ich ja in den Pyrenäen mit Rumschimpfen beschäftigt war, gab es für mich zu dem Zeitpunkt auch wenig Möglichkeit Einfluss auf das drohende Debakel zu nehmen. Letzten Endes hatte mehr als die Hälfte der Leute zu schwere Rucksäcke dabei, so dass an die Durchführung der geplanten Tour eigentlich nicht mehr zu denken war. Letztlich waren wir nach vier Tagen immer noch dort wo wir eigentlich am zweiten Tag schon hätten sein sollen. Zu allem Übel hat sich noch jemand den Knöchel verstaucht und musste mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden. Change of plans, anstatt nach Süden zu laufen, sind wir dann nach Abisko. Ich dachte, ich würde dort einfach dann mit den Öffentlichen zurück nach Saltoluokta oder Kvikkjokk. Das ging aber nicht so einfach ohne sehr viel Zeit zu verlieren. Also bin ich einfach den ganzen Weg wieder zu Fuss zurück, allerdings über eine alternative Route.
      Mein Packliste sah ob der späteren Jahreszeit so aus: https://lighterpack.com/r/6xuyaz - nicht 100% UL, steinigt mich!
      Gear in der Einzelkritik (da wo es erwähnenswert ist):
      Pumpsack: Hab ich mir nach @Stromfahrers Anleitung aufgebohrt, so dass er mit der Xlite funktioniert. Ich liebe dieses Teil! Hab ihn auch als (einzigen) Drybag für Schlafsack, Matte, Bivy und Schlaf- bzw Ersatzklamotten genutzt (einfach alles reinstopfen) und nachts dann als Kissen. Bin eigentlich kein Freund von aufblasbaren Matten, hatte aber Angst mit nur einer China-CCF wird es mir zu kalt. Und mit Pumpsack ist so ne aufblasbare ja um Welten besser zu ertragen. Das China-Trailstar: ich liebe es. Bis auf den Umstand, dass es bei richtigem Mistwetter angefangen hat reinzuregnen (siehe anderer Thread). Es war jetzt nicht so arg, weil ich erstens den Bivy hatte und zweitens konnte man den Stellen, an denen es reingeregnet hat, ja gut ausweichen, dank dem gigantischen Platzangebot darunter. Ich lag also eh trocken. Polycro: Ich hatte bislang so eins von Tesa, das ich mal geschenkt bekommen habe. Das hab ich ein ganzes Jahr lang mit mir rumgezerrt bis es endlich kaputt war. Jetzt hab ich eins von Gossamer und hab es geschafft gleich nach ein paar Tagen Risse reinzubekommen. ¯\_(ツ)_/¯  Hose: ich hab in den Pyrenäen 7kg abgenommen. Hatte die Hose vorher nochmal probiert aber fand sie ok. Es hat sich aber herausgestellt, dass sie viel zu weit war. Mangels Gürtel (stupid light? aber ich krieg immer Druckstellen) eine echt nervige Angelegenheit. Hab sie mir dann mit dem Bandana enger gebunden. Und dann natürlich erst recht Druckstellen bekommen. Habe dann die Stelle täglich geändert, damit es nicht nur an einer Stelle weh tut. Schuhe (Merrell All Out): Katastrophe, haben sich während der Tour in alle Einzelteile aufgelöst. Die Löcher waren so gross, dass sie schon ein eigenes Gravitationsfeld erzeugten und Wasser von Pfützen aus über 2m Entfernung angezogen haben. GTX rain gear: Was war ich da froh drum! Hatte kurzzeitig überlegt nur einen Poncho mitzunehmen... Handschuhe: Ich hatte erst nur Liner dabei. Wie dumm! Hab mir gleich am zweiten Tag dicke, warme gekauft. Generell hab ich da aber ein Problem. Ich hätte gern ein Setup mit dünnen, die aber stabil genug sind um auch mit Stock etc zu wandern, was warmes zum drüberziehen, und wasserdicht sollte das ganze dann auch noch irgendwie werden (können). Wie macht ihr das? Über Empfehlungen würde ich mich sehr freuen. Jetzt aber endlich zu den Fotos!

      Los geht's!

      Aussicht vom Kebnekaise, man sieht schon bisschen was.

      Ich war wirklich oben! Und bin auch wie es sich gehört auf dem Arsch runter.

      Die Begeisterung hält sich in Grenzen ("Rucksack zu schwer")

      Alesjaure, die Saune muss sagenhaft sein, haben sie aber nicht getestet.

    • Von zeank
      Hey liebes Forum, lese hier schon ne Weile mit und bin sehr glücklich über all die guten Ratschläge und Inspirationen. Jetzt aber endlich meine erste eigene Frage.
      Ich plane Anfang August für knapp 2 Wochen auf dem Padjelantaleden (mit Abstecher ins Sarek?) unterwegs zu sein. Da der ja größtenteils oberhalb der Baumlinie verläuft, frage ich mich, ob es denn trotzdem Sinn macht einen wood gas stove mitzunehmen (MYOG alco stove hätte ich dann als Backup dabei).
      Danke schon mal, Stefan
    • Von ULgeher
      Meine Frage an Euch hier dreht sich um Materialwahl und Moskitotauglichkeit...
      Das Ganze soll kein Tourvorbereitungsthread werden, der Rahmen ist aber folgender: Ich werde möglicherweise im Zeitraum Mitte August in der Region des nördlichen Kungsleden unterwegs sein. Der Zeitpunkt ist leider nicht verschiebbar. Bisher habe ich noch keine Lappland-Erfahrung, aber ich vermute mal, dass Moskitos dann noch ein leidiges Thema sein werden.
      Da bis dann noch einige MYOG-Projekte anstehen, interessiert mich, welche Materialien vernünftig "moskitodicht" sind und für dieses Klima geeignet. Auch interessiert mich, wie ich am besten mit Schuhen/Socken umgehe. Ich nehme an, die Viecher pieksen bei "luftigeren" Schuhen dauernd  durch die Socken... Empfiehlt es sich, da eine Gamasche zu nähen? Welches Material und wie befestige ich die am besten an den Schuhen ?
    • Von Roiber
      Ich bin vergangene Woche Montag von einer autarken 6-Tagestour (23.-28.8.) aus Lappland zurückgekommen. Start/Ende war Nikkaluokta, 140 km gesamt.
      Es war meine erste gewichtsoptimierte Tour (11,9 kg gesamt, davon 6,4 kg baseweight, 3,9 kg Verbrauch, 1,6 kg am Mann) - nach 23 kg im vergangenen Jahr. Die zweite Neuerung war, dass ich alles bis auf einen halben Tag weglos gelaufen bin. Getroffen hab ich nur einen anderen Wanderer - ebenfalls Deutscher. So schön meine bisherigen Touren auch waren, bin ich noch immer ganz überwältigt von den diesmal gewonnenen Eindrücken. Insbesondere das weglose Gehen gibt mir ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit, wie es die frühen Touren nicht vermochten.
      Meine nahezu komplett ausgetauschte Ausrüstung hat fast perfekt funktioniert. Etwas ins Schleudern kam ich am vorletzten Wandertag, als es einen kleinen Temperatursturz gab. Die Temperaturen lagen bei ca. 5 - 17 Grad (tagsüber) und etwa -2 - +6 Grad (nachts). Tagsüber war ich noch immer gut gerüstet, aber in den beiden letzten Nächten hab ich ganz schön gefroren. Und irgendwo im Nichts zu liegen und zu wissen, dass man einen Tagesmarsch von der nächsten bewirtschafteten Hütte entfernt ist, zu der man sich mitten in der Nacht ohnehin nicht aufmachen könnte und somit nur bleibt, weiter zu frieren und auf den Sonnenaufgang zu hoffen, ist... gelinde gesagt: blöd!
      Ich wollte eigentlich erst im "Impressionen"-Faden posten, jetzt haben sich aber doch noch so viele Fragen aufgetan, dass ich einen eigenen aufmache.
      Aber vor der Arbeit das Vergnügen
       
      Blick in Richtung Kebnekaise-Massiv, im Vordergrund das Vistastal.

       
      Blick zurück in Richtung Nikkaluokta.

       
      Mein 2. Schlafplatz im Leavasvaggi.

       
      Blick vom Alip Vealevarri in Richtung Westen.

       
      Blick auf den verhangenen Siellacohkka.

       
      Blick zurück.

       
      Blick entlang des Siellajohka von der Rentierhüterhütte am Fuße von Siellanjunni, Ballinbogicohkka u. Tjamuhas Coamohas.

       
      Blick vom Ballinvaggi in Richtung Rentierhüterhütte.

       
      Ballinvaggi, Blick nach Norden.

       
      Blick in Richtung Abisko und auf den Torneträsk.

       
      Nissonvaggi, Blick in Richtung Süden.

       
      Auf dem markierten Pfad entlang des Vierrojohka ein Stück vor der Marmastugan. Blick auf den Vassacohkka.

       
      Blick in Richtung Rassebavttascohkka.

       
      Blick vom Hang des Beahccarcohkka nach Norden in Richtung Bealzzacorru und Sarvvesbakti.

       
      Hier eine Karte mit den Trackingpoints. Nikkaluokta ist knapp außerhalb des unteren Bildrands. Der in der unteren rechten Ecke beginnende grüne Streifen ist das Vistastal. Unten mittig ist das Kebnekaise-Massiv.


      Positiv war:
      angenehmes Tragen des GG G4 mit Burrito Style
      Golite Shangri La-1 mit Wanderstöcken und Poligro-Unterlage (mein erstes bodenloses Einwandzelt, hier im Forum ergattert)
      Wärmereflektion der Neoair X-Therm
      Backpackinglight Kufa Insulator Hose (ebenfalls hier aus dem Forum)
      Frogg Toggs Jacke (ebenfalls Forums-Kauf)
      Inov8 Trailrunner (erstaunlicher Grip, keine Notwendigkeit auf trockene Schuhe achten zu müssen, Trocknungsverhalten im Nässefall) 
      2-Wege-Kommunikation mit Inreach SE (Nachrichten direkt auf's Handy meiner Frau und zurück)
      Ronhill Trackster Laufhose als Trekkinghose
      AZ-Blaster (Popo- und Topfreinigung)

      Nicht so gut war / generelle Fragen:
      Kälteschutz Füße
      Insbesondere der nächtliche für die Füße (Fleecesocken) war ungenügend. Zukünftig werde ich Montane Fireball Footies oder EE Sidekick Sleeping Booties mit einpacken. 
      Alternativvorschläge (keine Daune)?
      Fleecehandschuhe
      Meine einfachen waren bei Windchill überfordert, im Nässefall bei niedrigen Temperaturen hat das Trocknen zu lange gedauert. 
      Was für Handschuhe nutzt Ihr bei solchen Verhältnissen?
      Kufa-Jacke
      Meine Mountain Hardwear Thermostatic Kufa-Jacke (60g ThermalQ Füllung) hätte etwas wärmer ausfallen können. Über eine Kapuze hätte ich mich auch gefreut. 
      Welche Alternativen könnt Ihr empfehlen?
      Montane Minimus Pants
      Als Windschutz war sie erste Klasse. Prinzipiell auch als Regenschutz. 
      Manko: Sie hat unten Gummibündchen. Bei/nach Regen wird die Feuchtigkeit an Pflanzen im Vorbeilaufen abgestreift und läuft direkt in die Schuhe ab. Sprich: selbst wenn die Füße vom Regen selbst nicht nass würden, sorgt am Ende die abgestreifte Nässe dafür. 
      Lässt sich das irgendwie verhindern? Gibt es andere Regenhosen, mit denen dies nicht der Fall ist? Wie verhält sich das z.B. bei der Frogg Toggs?
      Edelstahlständer Toaks Titanium Siphon Alcohol Stove
      In Verbindung mit meinem Toaks Titanium Pot 900 fand ich das eine doch recht wacklige Angelegenheit. 
      Welche alternativen Ständer nutzt Ihr?
      Astucas Sestral Blanket
      Marco meinte beim Kauf, es sei nicht nötig, die Matte in den geformten Quilt zu legen. Nachdem ich so aber gefroren habe, hab ich festgestellt, dass die Wärme bei der Variante Matte in Quilt besser gehalten wird. Da das so nicht vorgesehen ist, war der Quilt dann teilweise zu eng (oben rum, unten ging). Die Decke wird am unteren Ende lediglich mit einem Gummizug verschlossen, so dass die Füße unbedingt zusätzlich gewärmt werden müssen (Footies). Es ist auch nicht vorgesehen, den Quilt oben verschließen zu können, wodurch bei mir auch hier Kälte eindrang. Um das Teil zukünftig bei niedrigen Temperaturen als Quilt in der Anordnung Matte in Quilt einsetzen zu können, werde ich es etwas modifizieren müssen: mit Verlängerungen für die unten liegenden Druckknopfverbindungen an denen der Quilt zu eng ist, mit einem Gummizug am Kopfende. 
      Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit der Sestral Blanket gemacht und wie wurden die Probleme gelöst?
      Inov8 Roclite 295
      Wie oben bereits erwähnt, hat mich der Grip des Schuhs positiv überrascht. Socken hatte ich Kufa-Socken von Runnerspoint. Bereits am 2. Tag hat sich eine erste Blase gebildet. An diesem Tag bin ich zum ersten Mal durch Sumpf marschiert und habe Schuhe u. Socken danach trockengelaufen. Am letzten Tag kamen nochmals drei Blasen hinzu. Diesen Tag bin ich fast komplett mit Neoprensocken gelaufen.
      Da die Blasenbildung stets mit nassen Schuhen/Füßen einherging, gehe ich davon aus, dass dieser Zusammenhang kein Zufall ist. Könnt Ihr das bestätigen? Gibt es eine Möglichkeit dem entgegen zu wirken? Etwa höherwertigere Socken?
      Labu UL-Mat
      Prima Matte und mit etwas Übung gut für den Burrito Style nutzbar. In Kombination mit meiner X-Therm komme ich auf knapp 600gr Unterlagengewicht. Da schon die X-Therm einen ausreichenden R-Wert aufweist, könnte die UL-Mat mE auch dünner sein - Schutz für die X-Therm sollte auch dann noch gegeben sein und der Burrito Style ist mit einer etwas dünneren Matte sicher auch noch möglich.
      Welche alternativen Matten nutzt Ihr?
      Thermometer-, Uhrzeiteinheit
      Meine alte Suunto Altimax lass ich nächstes Mal zuhause (Höhenmesser u. Uhrzeit bietet auch das Inreach SE). Was dann fehlt ist ein Thermometer und ein Wecker.
      Welche Thermometer-, Uhrzeiteinheiten (inkl. Alarmfunktion) nutzt Ihr (bestenfalls etwas, was sich vorne am Schultergurt befestigen lässt)?
      Tourenplanung
      Bislang hab ich mir immer eine Fjällkartan gekauft und mitgeschleift. Diesmal hab ich sie zuhause gelassen und nur die benötigten Bereiche als Kopie mitgenommen. Noch lieber würd ich mir den Kauf der Fjällkartan sparen und nur online planen (z.B. https://kso.etjanster.lantmateriet.se/?lang=en# für Schweden oder http://www.ut.no/kart/ für Norwegen). 
      Ist das so praktikabel? Wie handhabt Ihr das?
      NeoAir X-Therm
      Ich hatte den original Pumpsack dabei (52gr).
      Hat jemand eine Idee für eine leichtere Alternative, im besten Fall mit Mehrfachnutzen?
      GG G4
      Wozu ist diese Schlaufe gedacht?


      Oben ist der Brustgurt zu sehen. Die Enden der unten am Sack befestigten Riemen mit denen ich die Gesamtlänge der Schulterriemen regulieren kann, sind ebenfalls mit Schnallen versehen. Das kann doch kein Bauchgurt sein, also wozu?


      Ein solches Loch gibt es auch auf der anderen Seite des Rückenteils als Gegenstück. Welchen Sinn haben diese beiden Löcher?

       
      Das war's. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim Lesen. Falls es noch Fragen zur Tour und/oder Ausrüstung gibt, immer her damit.
      Für Eure Antworten schonmal ein dickes Dankeschön im Voraus!
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