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Ultraleicht Trekking

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hi

Dieses Thema gab es zwar schon, aber laut meiner Suche ist es schon 3 Jahre alt. Daher würde ich die Frage gerne neu stellen bevor der nächste Winter kommt.

Könnt ihr leichte wasserfeste Winterstiefel empfehlen? (kein Leder)

Bis jetzt habe ich im Winter immer meine "normalen" alten Wanderschuhe angezogen. Zum Wandern reichen sie mir auch nach wie vor. Aber seit ich fotografiere und teilweise irgendwo im Schnee auf den Sonnenaufgang warte, geht das nicht mehr. Letzten Winter habe ich oft sehr stark an den Füssen gefroren. Dieses Jahr muss also definitiv aufgerüstet werden.

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Ich habe es anfang des Jahres augemekerht gemacht. Nach etwa 10 Jahren Chucks mit Einlegesohlen und Socken im Winter (null Schnee), habe ich mir endlich WInterschuhe bestellen wollen. Angekommen sind zwei verschiedene - das zweite Paar waren Wanderschuhe von The North Face.

Alles mit "normaldicken" Wollsocken:  Bei -4 und kniehoch Schnee nix gemerkt. Letztens bei 4..5 Grad Plus direkt aus Zelt da rein - innerhalb einer Minute riichtig warm. Beim längeren Gehen am Stück (>2h) ging es sogar Problemlos bei 15 Grad. Viel mehr wärmer sollte es dann aber nicht mehr sein.


In dem Schuh läuft es sich besser als in um die Hälfte teureren Mammut Wanderschuhen (halbhoch), die ich die letzten drei Jahre hatte. Insgesamt mein bequemster Schuh. 

Lederschuhe mit PU-Membran (15000 / 20000 mm Wassersäule). Habe die zusätzlich natürlich noch geölt und gewachst - nicht imprägniert (zum Glück)

Bei Amazon in der Bestellung heißt der "The North Face Herren M Storm Strike Wp Schneestiefel"

Liegt immer noch bei 80 € - bei z.B. Zalando:
https://www.zalando.de/the-north-face-storm-strike-wp-trekkingboot-th341a02p-q11.html

 

 

bearbeitet von AlphaRay

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Ich laufe seit über 10 Jahren mit ALPI-Stiefeln mit ausklappbaren Spikes durch den Schwarzwaltwinter. Meine sind (für wadenhohe Stiefel) mit 1,37 kg/Paar sehr leicht, aus Nylon und haben drei Klettverschlüsse. Das Modell finde ich leider auf die Schnelle nicht. Habe ich damals in einem Schuhdiscount für 70 Euro erworben. Es gibt die aber auch in Leder mit Schnürung (nicht lieferbarer Link als Beispiel).

Das Spikes-System hält bei mir nach wie vor sehr gut und viel länger, als ich es dem System zugetraut hätte.

In den Schuhen trage ich BAMA Aktivkohlesohlen („Deo Activ Extra“ mit Pronationsunterstützung) und unter –5° dickere Merinosocken.

EDIT: Hier die Suche zum OC-System (Ausklappspikes).

Mein Modell entspricht recht genau diesem hier.

bearbeitet von Stromfahrer
Gewichtsangabe ergänzt

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Schau dir mal diese hier an. 

http://www.exxpozed.de/salomon-m-toundra-pro-cswp.html?s=916619&pup_e=1&pup_cid=2325&pup_id=17A-2991010953333&gclid=CjwKCAjw3_HOBRBaEiwAvLBbon6vcjPgyFhrlSw2srHGkHl0ywIqQw1rls997-iWRaI4zYqgC_0O7xoC9twQAvD_BwE

Tragen sich sehr angenehm für mein Empfinden. 

Kalte Füße hatte ich darin bislang nicht. Einmal wars im Harz eher zu warm. :mrgreen: 

Das lag aber an 2 Paar 400er Socken. Das war wohl ein bisschen Overkill in Verbindung mit der Aerogel Isolation. :rolleyes:

Hier mal ein paar Actionshots der Stiefel. :P

 

Auf dem Rörsjön. Die Schuhe passen richtig geil zu den Tubbs. 

PICT0151.thumb.JPG.c0195d9ba12d94a879c3ddbd6e4b4cb2.JPG

Auf dem Grövelsjön. 

SAM_6605.thumb.JPG.e37fa76ef6972a493c82ef0f7c1212a2.JPG

PICT0229.thumb.JPG.cc3ee105e8fcb212610e8be8c4e384d6.JPG

Würde die Stiefel jeder Zeit wieder kaufen. Bislang machen sie aber noch keine Anstalten kaputt zu gehen. ;-)

 

LG

 

 

 

bearbeitet von Tipple

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Nicht ewig haltbar und aus Leder aber völlig Wasserdicht ist der durch die Schaumsohle gut isolierende Kampfstiefel der Bundeswehr.

Er ist auch schön hoch.

Ich bin mit den Dingern zwischen 1. November und 15.April sehr zu frieden, und finde den Preis von 130 € äußerst günstig.

Ich laufe sie allerdings innerhalb von drei Jahren irreparabel kaputt.

Ich weiß nicht, ob ich eher 3000 oder 5000 Kilometer in den  Wintern dreier Jahren laufe, vermutlich irgend etwas dazwischen.

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Die EtaProof Boots von Nature Base - Jonas ist auch hier im Forum aktiv und kann Fragen zu den Stiefeln beantworten. Ich habe meine seit circa 5 Jahren im Einsatz, eher als Camp Boots da ich vorwiegend mit Skiern im Winter unterwegs bin, aber im Camp sind Sie Klasse und ich möchte Sie nicht vermissen. 

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Ich hatte mal die Salomon Nytro GTX. Die sind etwas leichter als die Toundra, aber immer noch ausreichend isoliert und auch bei -20°C auf Eis noch mollig warm. Man sollte ihn allerdings 2 Größen größer kaufen, da er sehr klein ausfällt. Zumindest war das früher so.

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Leder taugt im Winter nix. Einmal naß (egal ob von außen oder innen) und die bleiben naß bzw. gefroren. Mag bei Kurztouren und gemäßigten Temperaturen noch verschmerzbar sein.Wenn man dem Kollegen mal 10 Minuten zugeschaut hat, wie er morgens den Zehenspitzentanz ums Zelt herum aufgeführt hat, bis die Ledereisklumpen wenigstens so mürbe sind, damit man mit den Füßen ganz hinein schlüpfen kann, nur um anschließend weitere meckerige 30 Minuten erdulden zu müssen, bis das Eis in den Schuhen wenigstens halbwegs geschmolzen ist, der kauft Plaste.

Beim Eisklettern und auf Wintertouren mit Unterkunft am Berg nutze ich Plastikstiefel mit herausnehmbaren Innenschuhen, in meinem Fall Scarpa Alpha bzw. Scarpa Maestrale (auf Skitour).

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vor 37 Minuten schrieb Jever:

Leder taugt im Winter nix. Einmal naß (egal ob von außen oder innen) und die bleiben naß bzw. gefroren. Mag bei Kurztouren und gemäßigten Temperaturen noch verschmerzbar sein.Wenn man dem Kollegen mal 10 Minuten zugeschaut hat, wie er morgens den Zehenspitzentanz ums Zelt herum aufgeführt hat, bis die Ledereisklumpen wenigstens so mürbe sind, damit man mit den Füßen ganz hinein schlüpfen kann, nur um anschließend weitere meckerige 30 Minuten erdulden zu müssen, bis das Eis in den Schuhen wenigstens halbwegs geschmolzen ist, der kauft Plaste.

jupp!

das anwendungsprofil vom to ist anders als beim trekking, bei dem man sich die schuhe warmläuft.
bei fotografieren steht man mehr rum als einem lieb ist. da kühle ich ruckzuck aus und dann ist es auf kurzen laufstrecken schwierig die füße wieder warm zu bekommen. auf dauer kommt die fußfeuchtigkeit hinzu und die erträglichen phasen werden immer kürzer.

was bei mir gut funktioniert sind die kamik canuk. die haben zwar einen kunstfaser innenstiefel, der lässt sich aber durch einen von nokian ersetzen. soweit ich mich erinnere hat dieser innenstiefel wenigstens 50% wollanteil.

das setup ist simpel und "relativ" leicht. (ca. 800 g pro stiefel)
als erste schicht nehme ich beliebige linersocken, mal dicker oder dünner.
dann kommen rab vbl socks und als letzte isoschicht die innenstiefel. so bleibt die isolationsschicht immer trocken und ich muss nur ein paar socken trocknen, bzw. wechseln.

btw.
die stiefel passen ebenfalls in die bindungen der tubbs.

vg. -wilbo-

 

 

bearbeitet von wilbo

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vor 3 Stunden schrieb wilbo:

auf dauer kommt die fußfeuchtigkeit hinzu und die erträglichen phasen werden immer kürzer.

deshalb sind ja vorallem bei nicht dauerhafter bewegung VBL-(vapour-barrier-liner)-socken das A und O.

damit kann man massiv an iso und auch an gewicht sparen. für meine schneeschuhwanderungen musste ich wieder auf die salomon XA pro (zurück) umsteigen, nachdem die salomon nytro (oder wie die vor ein paar jahren auch immer hiessen. wechseln ja ständig den namen) viel zu warm waren.

für nur zum rumstehen (z.b. naturexkursionen im winter) sind die nytro aber ideal. sind, wenn ich mich nicht schwer irre, nicht aus leder.

ps: habe mich geirrt. obermaterial ist gemäss website wildleder.

***

pps: wie wäre es mit gummi-stiefeln. gibt so jägerversionen mit iso und profil. manche sind sogar steigeisenfest! keine ahnung, obs da auch ultraleichtmodelle gibt.

bearbeitet von dani

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vor 53 Minuten schrieb dani:

für nur zum rumstehen (z.b. naturexkursionen im winter) sind die nytro aber ideal. sind, wenn ich mich nicht schwer irre, nicht aus leder.

ps: habe mich geirrt. obermaterial ist gemäss website wildleder.

Syntetisches Velour-Leder... also ein Kunstleder. Ich hatte damit auch nie Probleme.

@Jever Ich habe hier noch so alte Scarpa Vega Plastikstiefel rumstehen. Die habe ich mir damals für unseren Ausflug "Silvester auf einem 4000er" geholt :-) Wenn du mal einen kennst, der dafür noch Verwendung hat, dann suche ich die gerne aus meinem Lagerraum aus.

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vor 15 Minuten schrieb Dennis:

Syntetisches Velour-Leder... also ein Kunstleder. Ich hatte damit auch nie Probleme.

aha. ok. meine info stammt von einer website. aber es müsste ja eigentlich auf dem etikett im stiefel angegeben sein. werde mal nachsehen.

plaste-bergstiefel (reichle) stehen bei mir auch noch rum. gabs mal beim militär für zweimal nix. mit zwei paar innenschuhe. hab ich, ausser damals im militär, aber nie mehr getragen. wiegen tonnen. die sohle ist ein brett ohne jeglichen abroll-faktor. ausser in schnee und eis der tod für jeden fuss.

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das problem mit den meisten gummistiefeln ohne innenschuh ist, dass die feuchtigkeit innen am stiefel kondensiert. wenn da keine isolationsschicht plus vbl dazwischen ist, wird mit zeit alles feucht kalt.

bearbeitet von wilbo

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vor 3 Stunden schrieb Jever:

Leder taugt im Winter nix. Einmal naß (egal ob von außen oder innen) und die bleiben naß bzw. gefroren. Mag bei Kurztouren und gemäßigten Temperaturen noch verschmerzbar sein.Wenn man dem Kollegen mal 10 Minuten zugeschaut hat, wie er morgens den Zehenspitzentanz ums Zelt herum aufgeführt hat, bis die Ledereisklumpen wenigstens so mürbe sind, damit man mit den Füßen ganz hinein schlüpfen kann, nur um anschließend weitere meckerige 30 Minuten erdulden zu müssen, bis das Eis in den Schuhen wenigstens halbwegs geschmolzen ist, der kauft Plaste.

Damit meinst du doch aber ultraenge "normale" Rein-Leder Schuhe wie beim Bund..?   Meine sind innen richtig dick Isoliert (=ich komme immer super rein. Nix reinquetschen). Das Leder hat eine PU-Membran und ist bis zur Membran so mit Öl und Wachs zu, dass da 100% nix feucht wird.  Der Unterschied zum Kunstschuh wäre eher der, dass der Kunstschuh ja null Feuchtigkeit raus lässt. Auch Goretex ist irgendwann gesättigt und nur noch dauernass.  Und feuchte Isolation im Schuh gefriert - egal ob aussen nun Leder oder Kunststoff ist. Das sollte doch dem Wasser in der Isolation egal sein..oder nicht?

bearbeitet von AlphaRay

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die Salomon sind mir auch schon aufgefallen und stehen oben auf meiner Liste. Die Namen sind aber jetzt andere. Meint ihr mit "Nytro" jetzt die "QUEST WINTER GTX"?

Wobei ich auch verunsichert bin ob das jetzt Kunstleder oder Echtleder ist. Je nach dem wo man schaut, steht etwas anders. Da werde ich mal nachfragen.

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ich meinte eigentlich, dass der schuh, wenn er nicht mehr hergestellt wird, wohl auch bei anderen händlern im angebot sein müsste. hatte meinen damals auch in einem outlet zur hälfte des vormaligen ladenpreises gekauft.

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Noch eine Idee, die ich selbst aber nicht besitze, aber auch aus Leder:

Der Gebirgsjägerstiefel, den die Bundeswehr von Haix bezieht, gibt es auch im freien Verkauf. 

Warum sollten die gerade bei den Schuhen Schrott anschaffen?

Und ich stelle mir vor, dass so ein Gebirgsjäger auch mal in einem Loch dem Sonnenaufgang entgegen blickt.

 

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    • Von Baden1909
      Hallo zusammen,
      ich biete hier einen Custom Cumulus Quilt 450 an.
      Der Quilt hat ein Segment mehr und ist somit auch für größere Personen (~1,95m) bestens geeignet.
      Fabe schwarz, Gewicht beträgt etwa 760g (kann bei Bedarf nachgereicht werden).
      Bilder kann ich bei Bedarf ebenfalls gerne hinzufügen.
      Der Quilt wurde vor knapp 1 Jahr gekauft und seitdem nur 3 Mal verwendet.
      Mir ist er dann doch etwas zu warm.
       
      Ich hätte dafür  gerne 180€ inkl. Versand innerhalb D.
       
      viele Grüße, Stefan
    • Von immermüde
      Hallo zusammen,
      biete einen nur eine Nacht benutzten, immer sehr gut gelagerten Schlafsack an.
      Der Schlafsack hat eine zusätzliche Füllung von 150g.? (ich weiss es nicht mehr ganz genau)
      Damals bei -17C° getestet, null Problem. Sehr bequemer und angenehmer Schlafsack.
      Packsack hab ich leider nicht mehr gefunden.
      https://www.bergfreunde.de/marmot-couloir-daunenschlafsack/
      https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/3031-Schlafsackvergleich-Joutsen-Ruka-vs-Marmot-Couloir
      http://www.draussen.de/app/store.pl?pro=843&kat=&lang=DE&wgr=&s_k_w=1__&shop=1&

      Ich hätte gerne noch 220€ incl. Paketversand DHL.




    • Von derray
      Auf der Suche nach dem weißen Gold
      oder 
      querfeldein ist unser Weg

       
      Prolog:
      „Nächstes Mal machen wir eine Wintertour.“
      „Auja! Wann?“
      „3. Bis 5.2.“
      „Wo?“
      „Im Thüringer Wald gibt’s ne Menge weißes Gold.“
      „Kai ist auch dabei.“
      „Hat jemand Schneeschuhe für mich?“
      „Roman ist auch dabei“
      „Route…“
      „Benne ist auch dabei“
      „Haben wir ein Zelt in das 8 Leute passen?“
      „Der Menschenfresser ist auch dabei.“
      „Roman ist raus.“
      „Zugtickets…“
      „Bieber ist auch dabei“


       
      3.2.2017 14.30: Ankunft in Oberhof 
      Florian, Wilbert, Andi, Kai, der Menschenfresser, Benne, Bieber und ich.
      Andis Lada Niva wird stilecht auf dem Hubschrauberlandeplatzt geparkt und ausgeladen.
      Schneeschuhe an, warme Jacken aus, Rucksäcke auf und los!
      „Ähhh… Wo geht’s lang?“
      „… Ähhh…da… glaub ich…“
      Nicht steil, aber beständig geht’s hinauf. Allen wird schnell warm. Reisverschlüsse auf, Mützen ab, Jacken aus … Nieselregen.
      Egal, wir sind draußen, frische Luft, Schnee, das macht Bock!
      Und man sieht es uns an:

       
      Andi bildet mit schweißnasser Stirn und hochrotem Kopf den Abschluss unseres Zuges.
      „Mein Magen!“
      „Die Pizza?“
      „Die Pizza!“
      Die Sonne geht ohnehin bald unter und so suchen wir bald nach einem Platz für die Nacht.

       
      Platz gefunden. Schnee verdichten, Octapeak aufbauen, Trollhaus 4 aufbauen, China Copy Copy aufbauen, Mid aufbauen und Tarp aufbauen, Feuerholz sammeln, fachsimpeln.

       
      Bieber hat großes vor!

       
      Benne macht Feuer, Benne vergisst Feuer, Feuer geht aus… „Benne!!!“

       
      Der Abend wird lang. Das Feuer wärmt. Wir kochen, wir quatschen, wir trinken Tee…
      Andi? Andi liegt im Zelt und trinkt heißen Groc vom Titanofen. Gute Besserung Andi!

      Die Nacht ist mild… zu mild. Alles wird feucht.

      Und… Ich musste lernen: Polycro auf Schnee, am Hang, ist doof. In der Nacht werde ich mit Graupel im Gesicht wach… ausserhalb des Tarps…

      Am nächsten Morgen zaubern die aufgehende Sonne und der aufsteigende Nebel eine ganz besondere Stimmung auf der Lichtung.
      Aber wir verschwenden keine Zeit, frühstücken schnell, und sind bald auf den Beinen. Alle wollen sich bewegen um warm zu werden.

       
      „Andi?“
      „Dem Magen geht’s besser, aber Kondition hab ich heute keine.“
      Wir entscheiden uns zu trennen. Andi und der Menschenfresser nehmen die direkteste Route und der Rest sucht was Schönes abseits der Loipen. Treffpunkt: Mittag auf dem Schneekopf.

      Leider ist die von Andi empfohlene Karte nur für Menschen wie Andi geeignet, Menschen mit Rot-Grün-Schwäche, oder Farbenblinde, oder ganz blinde…
      Jedenfalls nicht für Menschen, wie wir, die versuchen anhand von Topographie herauszufinden wo sie eigentlich sind.

       
      Trotz vielem Fluchen finden wir den Schneekopf. Zur Mittagspause verteilt Kai selbstgemachte Cracker und kleine Bonbons. Bei der Diskussion über deren Inhalt fallen Wörter wie "Kot", Pemmikan" und "Fingernageldreck". Ich blieb beim Studentenfutter!

      Für die zweite Hälfte des Tages wurde ein ähnlicher Plan geschmiedet. Andi und der MF leicht, der Rest querfeldein. Karte … Fluchen …
      Wir begannen mit einem steilen Abstieg vom Schneekopf. Unten angekommen flucht Florian mal nicht über die Karte: „Knie… Rheuma… verdammt… Wurst… Kot… #§$%&#!!! Tabletten… Lalalalala…“

       
      Trotzdem machte uns das einen Strich durch die Rechnung. Auch durch die ganze Rumnavigiererei haben wir schon zu viel Zeit verplempert. Wir schafften es abends nicht zum vereinbarten Nachtlager und mussten getrennt von den anderen unsere Zelte aufschlagen. 
      Benne machte ein Feuer aus Holz, dass nicht brannte... Es glühte und glühte und verglühte. Zum Glück hatten wir etwa 3 Liter Spiritus dabei.

      Öfter kreuzten wir heute gespurte Loipen auf denen wir schneller hätten laufen können. Kais Standartreaktion: „Dafür sind Schneeschuhe nicht gemacht!“ Und darin waren wir uns alle einig.

       
      Beim Frühstück am nächsten Morgen wirkte Wilbert schwach und müde. Nachts um 5 wurde er von heftigen Kopfschmerzen geweckt. Der fallende Schnee hat sein Zelt soweit abgedichtet, dass er unter Sauerstoffmangel litt. 

      Zum Glück stand heute nur noch der Rückweg zum Startpunkt auf dem Programm.
      Kurz vor dem Ziel stießen der Menschenfresser und Andi wieder zu uns. Andi war immer noch nicht hundertprozentig fit, aber er wirkte erholter. Muss am Groc liegen.

      Bevor wir uns trennten genehmigten wir uns noch einen Happen zusammen beim Griechen.
      Spaß hat‘s gemacht und das war bestimmt nicht unsere letzte gemeinsame Tour. 
       

       
      (Alle Fotos von Wilbo)
      Wenn Interesse besteht, können wir alle noch ein par UL-spezifische Erfahrungen von dem Wochenende vortragen.
      mfg
      der Ray
    • Von Nature-Base
      Ich bin zwar nicht UL, aber (gerne auch) minimal unterwegs. 
      Sonntag und Montag war ich im Harz (ohne Schneeschuhe, aber mit Rucksack). Trotzdem war mein 70l Rucksack an der Grenze.
      Bei der Bekleidung kommt mir nichts anderes als Wolle und EtaProof mit, u.a. auch weil ich meine Sachen testen möchte und das Potential für Skandinavien-Wintertouren testen will. Daher nimmt die Bekleidung etwas mehr Platz weg. Konkret hatte ich einen Wollwalkpullover zu 80% und die EtaProof Jacke zu 100% auf den Rucksack geschnallt. Sie haben also im Rucksack keinen Platz weg genommen.
      Im Rucksack (alles ca. im Kopf überschlagene Volumen):
      Schlafsack (ME Glacier 1000), SynMat, 1,5x2,5m Tarp. Habe ich nicht übermäßig komprimiert, daher waren das etwa 35l Volumen.
      2l Topf (brauche ich, sonst passen 300g Nudeln oder 1,5l Wasser eben kaum irgendwo rein). Im Topf Gas, Kocher, Spork, etc. 2,5l Volumen
      warme Bekleidung inkl. Daunenweste) weil nicht ab zu schätzen war wie kalt es vor Ort wird , frische Unterhose und T-Shirt für die Rückfahrt 15l
      Essen für 2 Tage 5l
      Wasser für die "Durststrecken" 3l
      Kleinkram, Buch, Elektronik, etc. 5l
       
      Ich habe damals schon bei der Wintertour in Finnland mit Hendrik, Sabi, Knilch, Lafi, etc gestaunt das dort eher 50l der Durchschnitt waren, bei immerhin 3 Tagen draußen.
       
      Nun habe ich mich aber erneut gefragt wie das alles bei euch passt...
      Klar, ich bin 190cm Groß, trage XL und esse sehr viel- das macht sicherlich einen Faktor aus. Aber Sonst könnte ich mir nur vorstellen beim Schlafsack Volumen zu sparen indem es ein Quilt wird.
    • Von leichtwanderer
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      Die Fakten
      Modell: Compressor Pant (reguläre Beinlänge, also nicht die 3/4 Variante)
      Größe: M (EU 50-52 / 32 inch)
      Zustand: neuwertig (ist ca. 1/4 Jahr alt, leider ist mir mit 1,90 m die Hosenlänge doch etwas knapp)
      Gewicht: 318 g (s. Foto)
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      Verkaufspreis incl. DHL Versand als Paket: 120 Euro.
       
      Bei weiteren Fragen oder bei mehr Bilderwünschen könnt ihr mich sehr gerne kontaktieren.
       







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