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Kleines Notfall-Handy - Vorstellung und Test

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Hallo,

habe seit fast 2 Jahren mein kleines Telefon in Gebrauch draußen. Ich nutze es nur für Notfälle und ab und zu für eine SMS oder einen Anruf.

Es handelt sich um das Cyrus CM1. Das Handy hat mich ca. 50 Euro gekostet und ist auch heute noch gut erhältlich. Es gibt optisch gleiche Handys aus China, da kosten diese unter 20 Euro. Aber bitte beachten: Diese Chinateile haben zwar dieselben Funktionen, aber bei weitem nicht dieselben Eigenschaften!

Das Handy ist 89x52x10mm klein, wiegt 52 Gramm. Das Anzeigenfenster hat eine Größe von ca. 22x12mm. Mein Test ergab eine StandBy-Zeit von knapp 6 Wochen, ohne das ich nachladen muß. Ich habe ab und zu eine SMS geschickt oder kurz telefoniert, mehr nicht. Die Anzeige ist eine winzige OLED-Anzeige, obere Zeile gelb, andere Zeilen blau. Diese Anzeige ist auch bei Sonnenlicht gut zu sehen. Nachts leuchtet die Anzeige dezent, also relativ unauffällig. Es gibt paar fest eingestellte auswählbare Klingeltöne und die bekannte Vibrationsfunktion. Die Sprache Deutsch ist einstellbar. Verschiedene Benachrichtigungsmodi können programmiert werden, von vollständig lautlos über nur Vibrieren bis ordentlich laut bimmeln. Das Handy ist nur für Sprachanrufe und SMS zu verwenden, mehr Funktionen hat es nicht. An einen Rechner ist es nicht anschließbar (außer zum Laden). Der Akku ist fest eingebaut, nicht austauschbar. Der Anschluß zum Laden ist die übliche kleine USB-Buchse, Ladegerät und Kabel ist im Lieferumfang. Soweit zur Statistik.

Nun meine Erfahrungen:

Der Hersteller verspricht ein tauchwasserdichtes Telefon, Fallverträglichkeit und Zuverlässigkeit. Klar das ich das auch teste. So hat das Telefon ohne Probleme 12 Stunden Dauerregen ausgehalten. Zum Test habe ich es 5 Meter tief ins Wasser versenkt und eine Stunde dort unten "schmoren" lassen, Test anstandslos bestanden. Aus Versehen ist mir das Handy 12 Meter in die Tiefe gefallen und dort auf harten Felsen gekracht. Außer einer kleinen Schramme ist nichts passiert. Ich habe das Handy (eingeschaltet) für 12 Stunden in den Tiefkühlschrank bei -22°C gelegt. Danach funktionierte es noch so einigermaßen (Akku war ziemlich runter, also eingefroren). Nach dem "Auftauen" war alles wieder ok.  Die Staubdichtigkeit testete ich, indem ich das Handy in den Beutel eines Staubsaugers verfrachtete für eine Woche. Der Staubsauger wurde täglich in einem vielbegangenen Büro genutzt. Das Handy war danach ordentlich dreckig, einmal unter Wasser abspülen und gut war, Test bestanden.

Die Empfindlichkeit (Empfang) ist sehr gut. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig und erinnert an die ersten Handys. Also keine automatische Textvervollständigung, keine Rechtschreibkontrolle und so weiter. Für ein Notfallhandy jedoch völlig ausreichend. Die Sprachqualität ist beim Empfang deutlich und sehr gut, Kopfhörer sind übrigens nicht anschließbar, auch gibts keine Freisprechfunktion (vielleicht über Bluetooth, nicht getestet). Beim Gesprächspartner ist ein kleines Echo hörbar, was aber nicht stört. Durch die Winzigkeit des Handys ist das Mikrofon drinnen nicht sehr gut mechanisch abgeschirmt, so das es zum akustischen Echo kommt. Die Bedienung ist mit großen Fingern fummelig, die Beschriftung der Tasten durch die "Designerschrift" etwas schwieriger lesbar. Hätte man besser lösen können. Die Tasten haben jedoch einen deutlich fühlbaren Druckpunkt, sehr gut.

Insgesamt bin ich mit dem Handy sehr zufrieden. Ich würde es fast als unzerstörbar definieren (im Rahmen was man für ein Handy darunter versteht). Natürlich würde ich mir für den Alltag so ein Handy nicht zulegen, dafür war es auch nie gedacht. Noch ein Wort zu dem China-Nachbau. Bei den Geräten ist ein Akku mit etwa der halben Kapazität verbaut, die Tasten sind klappriger, es ist kein Nässeschutz vorhanden, keine Stoßfestigkeit, manchmal ist die Systemsprache nur Englisch, dafür kosten die Handys weniger als die Hälfte.

Fazit:

Volle Empfehlung für den Outdoorbereich als kleines und sehr leichtes Notfallhandy!

 

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bearbeitet von Schwerlastregal

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Hallo

...ich weiß nicht ob ein separates "Notfall-Handy" noch zeitgemäß ist. Klugtelefone gibt es auch unter 100g und haben Funktionen die noch Ausrüstung sparen (Karte , Kompass , Buch zum lesen, Musik hören).

Ich bin mit einem Smartphone unterwegs und zur Not kann man auch telefonieren....

 

Wallfahrer

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vor 1 Minute schrieb Wallfahrer:

Klugtelefone gibt es auch unter 100g...

Das würde mich interessieren... Das leichteste vom Funktionsumfang und Qualität der Ausstattung her akzeptable Teil das ich kenne ist das iPhone SE mit 113g. nutze ich persönlich aber (noch) nicht - mal sehen was der Nachfolger so kann und wiegt...

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Ob das noch zeitgemäß ist, hängt doch vor allem davon ab, wie lange ich bis zur nächsten Auflademöglichkeit unterwegs bin und wie intensiv ich die verschiedenen Funktionen nutze. Ich kann mir jedenfalls jede Menge Touren vorstellen, in denen ein Smartphone ohne Powerbank nicht reicht, um damit zu navigieren, gelegentlich zu kommunizieren und noch für Unterhaltung zu sorgen.

Ich nutze das gleiche Handy, bei mir hat es den Kältetest aber leider nicht bestanden. Hatte es auf einer Wintertour die Nacht über bei ca. -20 Grad außerhalb des Schlafsacks und es am Morgen angestellt, danach reagierten die Tasten nicht mehr richtig und ich hab die Tastensperre nicht mehr rausbekommen - auch nicht nach einer warmen Nacht in der Hütte. Hat dann erst, nachdem ich es 3 Tage zu Hause liegen hatte, wieder einwandfrei funktioniert. Ansonsten bin ich aber zufrieden - und auf der nächsten Wintertour kommt es dann mit in den Schlafsack, bevor es eingeschaltet wird.

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Ich hab das auch seit knapp 1 1/2 Jahren (siehe hier)und nehme es ab und an auf Tour mit oder auch mal als Backup-Handy, wenn beim Smartphone mal wieder der Akku versagt. In letzter Zeit aber immer weniger, weil ich einfach zu gern mit dem Smartphone navigiere.

Aber als Backup-Handy und für lange Touren, bei denen ich keine Auflademöglichkeit habe und es ein reines Notfallhandy braucht, ist es super.

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vor 7 Stunden schrieb Wallfahrer:

...ich weiß nicht ob ein separates "Notfall-Handy" noch zeitgemäß ist. Klugtelefone gibt es auch unter 100g und haben Funktionen die noch Ausrüstung sparen (Karte , Kompass , Buch zum lesen, Musik hören).

Ich bin mit einem Smartphone unterwegs und zur Not kann man auch telefonieren....

Zeitgemäß... Ich habe mein Smartphone gar nicht mit, wenn ich draußen bin! Ich will gar nicht erreichbar sein, ich bin draußen! Ich brauche kein Buch zum Lesen, ich habe drumrum die Natur. Musik hören? Nee, draußen sind so viele atemberaubende und interessante Geräusche: Tiere, Wind, Pflanzen die sich im Wind bewegen... Wozu dann Musik? Karte und Kompass? Genauere Karten sind die auf Papier (ok, kann von Region zu Region unterschiedlich sein) auf denen ich sogar rummalen kann, Kompass wiegt für den Orientierungsfall ausreichend unter 10 Gramm. Oder null Gramm, die Natur bietet schon viele Möglichkeiten die Himmelsrichtung ungefähr zu bestimmen. GPS? Ok, wer das braucht. Mir reicht eine Karte und bissel Nachdenken.

Das nur mal so als Anstoß :-)

LG Schwerlastregal

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vor 4 Stunden schrieb Dr. Seltsam:

Hatte es auf einer Wintertour die Nacht über bei ca. -20 Grad außerhalb des Schlafsacks und es am Morgen angestellt, danach reagierten die Tasten nicht mehr richtig und ich hab die Tastensperre nicht mehr rausbekommen - auch nicht nach einer warmen Nacht in der Hütte. Hat dann erst, nachdem ich es 3 Tage zu Hause liegen hatte, wieder einwandfrei funktioniert.

Ich stecke das Handy nachts in die kleine Wertsachentasche im Schlafsack. Dort ist es gut aufgehoben. Wozu die Tasche sonst gut sein soll weiß ich nicht, passt eh nix rein.

LG Schwerlastregal

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Hallo

vor 30 Minuten schrieb Schwerlastregal:

ich bin draußen! Ich brauche kein Buch zum Lesen, ich habe drumrum die Natur. Musik hören? Nee, draußen sind so viele atemberaubende und interessante Geräusche: Tiere, Wind, Pflanzen die sich im Wind bewegen... Wozu dann Musik? Karte und Kompass? Genauere Karten sind die auf Papier (ok, kann von Region zu Region unterschiedlich sein) auf denen ich sogar rummalen kann, Kompass wiegt für den Orientierungsfall ausreichend unter 10 Gramm.

nun Gut wer dass eine will muss das andere Mögen....

 

Wallfahrer

 

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vor 36 Minuten schrieb Schwerlastregal:

Zeitgemäß... Ich habe mein Smartphone gar nicht mit, wenn ich draußen bin! Ich will gar nicht erreichbar sein, ich bin draußen! Ich brauche kein Buch zum Lesen, ich habe drumrum die Natur. Musik hören? Nee, draußen sind so viele atemberaubende und interessante Geräusche: Tiere, Wind, Pflanzen die sich im Wind bewegen... Wozu dann Musik? Karte und Kompass? Genauere Karten sind die auf Papier (ok, kann von Region zu Region unterschiedlich sein) auf denen ich sogar rummalen kann, Kompass wiegt für den Orientierungsfall ausreichend unter 10 Gramm. Oder null Gramm, die Natur bietet schon viele Möglichkeiten die Himmelsrichtung ungefähr zu bestimmen. GPS? Ok, wer das braucht. Mir reicht eine Karte und bissel Nachdenken.

Das nur mal so als Anstoß :-)

LG Schwerlastregal

Smartphone ist gleichbedeutend mit ständig erreichbar sein...? :shock:   "Offline Smartpone = nicht erreichbar" entspricht "Offline Nottelefon = unerreichbar"

Das 50g Handy + 200g "veraltete" Wanderkarte (digitale, kostenlose OpenStreetMap-Karte ist tagesaktuell)+ 10 g Kompass wieen das doppelte wie ein Handy mit der ganzen Welt drauf. Musik höre ich keine. Buch lesen ist das, was ich zur Zeit einführen möchte -> Kindle eBook reader. Jetzt in der kälteren Jahreszeit wirst du wohl nicht Abends im dunkeln im Zelt hocken und den Eulen zuhören ;)    Viele meinen, dass weil es "Smartphone" heißt man auch alle Funtionen nutzen muss die das Gerät bietet.  Einige hier im Forum übrigens viele das Smartphone als alleine Kamera - sogar ich, weil ich oft zu faul bin für ein Foto den Rucksack vom Rücken zu nehmen um die Kamera auszupacken.

Und GPS braucht man wohl:  wie willst du mit deinem Notfallhandy denn einen Notfall melden? "Ich bin irgendwo im Wald..in der Nähe von...richtung Westen..denke ich". Das hilft niemanden. Auf 5-10 m genaue GPS Koordinaten dann schon eher. Es bringt nichts ein "Nofallhandy" mitzuschleppen, wenn es im echten Notfall dann überhaupt nichts hilft.

Das Handy und diverse andere "Notfallhandys" wurden hier mal im Thread vorgestellt. Da wurden die noch untereinander verglichen. Ich meine letztes Jahr irgendwann.

Gruß
Paul

bearbeitet von AlphaRay

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Jo @Erbswurst! :-)

Eine Karte nimmt man nur für das genaue Gebiet mit. Also das Ding in Teilbereichen einscannen, ausdrucken. Kostet ein bis drei Blatt A4, wiegt fast nix. Ich schleppe keinen Weltatlas mit, wenn ich +/- 10km rumlaufe. GPS gibts nicht überall, ebensowenig Empfang.

Bitte mal dran denken beim Antworten @AlphaRay. Da reicht ein friedliches, recht abgeschiedenes Tal und du kannst dein Handy oder GPS in die Tonne kloppen. Tagesaktuelle Karten gibt es nirgendwo. Onlinekarten siehe Empfangsproblem. Es gibt aber auch Gegenden, wo eine Onlinekarte zwecklos ist (weil die Wege zwar manchmal drin sind, aber jede Orientierung danach unmöglich ist, teste mal Elbsandsteingebirge).

Wenns unbedingt das Buch lesen sein muß, ok da stimme ich dir zu. Auch eine Kamera ist mit im Smartphone, stimmt. Kann man ja sogar ein kurzes Video machen, auch gut, zur Not paar Speicherkarten mitnehmen wenns ein Film werden soll. Nach paar Stunden Buch lesen oder Video drehen dann aber ganz schnell an die Ladestation, findet man meistens bei Meister Fuchs rechts neben seiner Wohnhöhle, die Steckdose ;-)

Was mache ich wenns dunkel ist? Ich lieg in der Penntüte, mache die Augen zu und schlafe. Im Winter auch gerne mal paar Stunden mehr, hat was! Na gut, das kann nicht jeder. Aber ich bin draußen, weg von möglichst aller Technik, weg von Streß und Zeitnot. Das ist Genuß pur!

Muß noch was anfügen. Ein eingeschaltetes Handy (nicht im Flugzeugmodus) kann sehr genau geortet werden, sogar wenn in diesem Gebiet keinerlei Funkempfang besteht. Das Handy versucht selbstständig einen Sendemast zu finden und ist damit selbst ein aktiver Sender. Das könnte in der Not eine Lebensversicherung sein. Denk mal an Lawinenunglücke in Gebirge (krasses Beispiel, ja). Da ist es gut wenns (Notfall)Handy was aushält, ein zerklopptes Smartphone kann so kaputt sein, das nix mehr sendet.

Ich habe nix gegen Smartphone, ist ja gut so ein Teil. Ich wollte nur Alternativen aufzeigen.

LG Schwerlastregal

bearbeitet von Schwerlastregal

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Ich finde beides, Nothandy und Smartphone hat sein Für und Wider. Das mit dem „nicht erreichbar sein“ versteh ich aber nur, wenn derjenige das Ding einfach nicht einfach auslassen kann. Geht übrigens schon immer -auch im Alltag. Ich hatte z.B. bei der letzten Tour mein Telefon die ganze Zeit aus, weil ich einfach keine Notsituation hatte oder den Weg nicht fand.

crestfallen

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Bei Kickstarter wird ein Notfall-Telefon beworben, dass nur 13 Gramm wiegen soll.

https://www.kickstarter.com/projects/1500916193/the-worlds-smallest-phone-introducing-the-zanco-ti?ref=category&ref=discovery

 

bearbeitet von Magic

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