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Ultraleicht Trekking

Wer kommt überhaupt von Heavy?


Wie war Dein Weg zum Ultraleicht Trekking?  

171 Benutzer abgestimmt

  1. 1. Wie war Dein Weg zum Ultraleicht Trekking?

    • Ich war zuerst mit schwerem Gepäck unterwegs und bin erst danach auf UL umgestiegen.
    • Ich war von Anfang an ultraleicht unterwegs.


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  • 2 Monate später...
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Ich bin 2x zu UL gekommen. Das erste Mal eigentlich unfreiwillig. In der DDR der 80iger gab es kaum brauchbare Ausrüstung. Overnighter wurden mit Plastikplane, Wolldecke und Matten aus der KFZ-We

Es fällt mir schwer exakt zu präzisieren wie ich den letzten Absatz meine, weil es eine Verallgemeinerung von kleineren Beobachtungen ist. Ein Beispiel fängt damit an, dass einige meinten, ein Ra

Was dagegen wenn ich den Startpost durch eine Umfrage erweitere?! Ich mach das einfach mal

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´n Abend zusammen! War lang nimmer hier und hab offenbar einige interessante Diskussionen verpasst... Tschulligung! :?

Ich komm ja vom Jakobswegpilgern, wo Neulingen grundsätzlich schon immer der Rat gegeben wird, nur das Nötigste mitzunehmen und auf das Rucksackgewicht zu achten. Daher war meine erste Camino-Packliste durchaus nicht allzu lang (ein bisserl Krempel war zugegebenermaßen schon dabei, mangels Erfahrung) und ich habe versucht, möglichst leichte Ausrüstung zu kaufen. Viel braucht es ja auch nicht, da man in Herbergen schläft.

“Möglichst“ heißt in diesem Zusammenhang allerdings: was man beim Globi bekommt. Denn mir fehlte lange Zeit schlicht das Know-How, wo man leichtere Ausrüstung bekommt und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, mir nen Rucksack selber zu nähen — irgendwie war da immer die Vorstellung, sowas müsse von Profis gemacht werden, wenn es nicht den Rücken ruinieren soll. Schließlich „braucht“ man ja zuhause auch einen Bürostuhl mit ergonomischer Rückenlehne (dass evtl. „gar keine Rückenlehne“ am allersinnvollsten wäre, darüber denke ich auch erst in letzter Zeit nach) und hervorragend gepufferte Sportschuhe... 

Zwar hatte ich zu der Zeit mal das Dapprich-Buch in der Hand und fand es ganz interessant, allerdings hat der ja von völlig anderen und viel extremeren Touren gesprochen, die mit ner Pilgerherbergstour nicht zu vergleichen waren blablabla... daher wär ich ja gar nicht die Zielgruppe des Buches, dachte ich. Und wo man die vorgeschlagenen (und z.T. damals bereits veralteten) Sachen kaufen könnte, wusste ich ja dadurch immer noch nicht.

Kurzum: Dass ich trotz umsichtigen Packens damals mit fast dreimal soviel Gewicht unterwegs war wie diesen Sommer auf dem Camino Primitivo, lag einerseits am fehlenden Wissen um Bezugsquellen, andererseits an mangelnder Erfahrung und der daraus resultierenden Angst, Fehler zu machen.

Erst durch dieses Forum und die Clelland- und Ladigin-Bücher hab ich mich getraut, Sachen auszuprobieren und klein anzufangen (der Begriff „Overnighter“ ist ja den wenigsten Nicht-ULern bekannt, denke ich), sodass ich ohne großes Risiko leichte Erfahrung sammeln konnte.

Ich denke, das Problem mancher UHianer ist, dass sie gleich von den „ganz großen Touren“ träumen, die einem keinen Spielraum für Fehler oder Ausrüstungsausfälle lassen, daher suchen sie nach idiotensicherem Zeug. Wer aber durch nen „Overnighter“ hinterm Haus oder im Wald hinter der nächsten Scheune erst einmal austesten kann, ob er sein Equipment auch bedienen kann, der hat viel mehr Spielraum für (evtl. misslingende) Experimente und verrückte Ideen. Das gibt wiederum die Möglichkeit, Vertrauen in auf den ersten Blick empfindlichere Ausrüstung und in die eigenen Fähigkeiten zu fassen. Und auch in die eigenen Bedürfnisse ( „Wie viel Komfort bist du bereit aufzugeben“ etc.).

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  • 2 Jahre später...

Wie war Dein Weg zu UL ? da der andere wichtige philosophie-thread wegen zu viel reverse-beiträgen zu ist, will ich mal antworten:

eh, laaaang.

wasserstandsmeldung ausm home office, shoevolution:

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2009 nochmal 3 wochen am stück spazierengetragen (am fuss). wegen wetter aber statt über den jostedalsbreen aussen drumrum. anschliessend zum besohlen geschickt und nie wieder mitgenommen. liefen sich aber gut (insbesondere im vergleich zu den steigeisenfesten, die es vorher gab) und ich bin immer gerne drin unterwegs gewesen. und blasenfrei.

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alaska top. der standard-stapfer für auskenner, die sich die richtig teuren schuhe nicht leisten konnten oder wollten. hier das exemplar von 2008, vorgänger war nach mehrmaliger neubesohlung durch. 2008 hatte ich zusätzlich zu denen noch äh trekkinggummistiefel dabei (und auch mal an). die landeten dann im garten. die schuhe hatte ich benutzt bis diese kamen:

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wow! volltauglicher, alpiner bergstiefel. weiss nicht mehr, ob seit 2011 oder 2010. voller umknick- und knöchelschutz. - 2012?

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hab dann festgestellt, dass ich umknicken auch ohne schutz ausgleichen kann. dass man auf seine knöchel achten kann. dass ein einfaches geröllfeld schmerzhaft ist, wenn das achtgeben mal nicht gelingt (=glück gehabt, nix geknackst). umknicken und knöchel kommen selten vor bei mir.

aber ich trete mit dem vorderfuss schon häufig mal unter vorstehendes gestein.

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alpinhalbschuh mit vollschutz. siebenmeilenstiefelgefühl. liegt das am drop? auf der letzten tour (friaul, 3 wochen) wieder ein knöcheltreffer. nix passiert. geiler schuh.

dann doch wieder schwach geworden. einer geht noch, auch wenn das budget schon erschöpft ist:

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ganz mein leisten! schubbelt bißchen hinten oben an der ferse, aber stört nicht. letzten samstag beim spazierengehen in brandenburg eingetragen. lange nicht mehr so nass geworden. toller schuh. der ginge eigentlich auch im friaul, wenn ich wüsste, wie ich hinkäme.

an gartenwerkzeugen kann ich immer noch nicht vorbeigehen.

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aber die kommen in den garten.

(alle schuhe in 46; acrux in 46,5).

 

Bearbeitet von hans im glueck
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Zitat

 

Am 3.11.2017 um 10:32 schrieb SouthWest:

In der Umfrage fehlt meine Kategorie

 

Zitat

Am 3.11.2017 um 12:08 schrieb ALF:

Ich bin ja noch im letzten Jahrtausend zu zu Radtouren, Trekking, Paddeln und Segeln gekommen und hab halt gekauft, was es damals in Kaufhäusern und bei Globetrotter gab

 

 

Zitat

 

Am 8.11.2017 um 18:03 schrieb Backpackerin:

Also ich befinde mich da auch irgendwo dazwischen, kann daher leider nichts anklicken.

Habe auch fleißig meine Excel-Tabelle angelegt und optimiere nach wie vor.

 

Zitat

 

Am 13.11.2017 um 20:04 schrieb FlorianHomeier:

Ich wüsste garnicht, wie ich mich in der Umfrage einordnen sollte. Ganz am Anfang habe ich ja nicht bewusst am Gewicht der Ausrüstung gefeilt. Bei meinen ersten längeren Wanderungen hatte ich wenig und relativ leichtes Zeug mit, weil es sich einfach so ergeben hat. 

Es hat ein paar Tage gebraucht, bis ich geschnallt habe, dass es meiner Faulheit und Bequemlichkeit sehr zupass kommt, wenn ich mal etwas Gehirnschmalz in Optimierung investiere.

Was mich von da an verblüfft hat, ist, dass viele der anderen, mit denen ich gewandert bin, sich Tag für Tag mit mehr und unsinnig schwerem Gerödel abgeschleppt haben, ohne etwas zu ändern. Dürfte der eine oder andere hier kennen.

 

Geht mir genauso, Kategorie fehlt. Nie richtig Schwer unterwegs. Ultraleicht und Basisgewicht gab es damals nicht. So leicht wie möglich mit den damaligen Mitteln und recht günstig. Die Neoair gab es noch nicht. Meine TaR wog leichte 800g.

Ich habe schon immer gerne optimiert, da ich bequem bin.
Excel-Listen und Packlisten gab´s am Anfang auch. Als unerfahrener Anfänger war ich schnell überfordert, was ich mitnehmen soll.
Aber ich wollte mir nie den Puckel krum schleppen.
Richtig viel habe ich auf einer Jugendwanderung auf Korsika als Betreuer/Gast gelernt. Das war vor ca 20 Jahren. Der Hauptverantwortliche hatte richtig Ahnung von Mehrtagestouren in der Gruppe.
Es gab eine gute Vorbereitung, Treffen vor der Tour, vorab Packlisten mit Empfehlungen, welche Gegenstände mit sollten und wie viel davon. Nur das persönliche Zeugs.
Das Gruppen-Zeugs, wie große Zeltplane und Gestänge, Heringe (Nur die Plane/Aussenzelt. Boden und Innenzelt blieb daheim), gemeinsame Kocher und Töpfe, Essen, Erste-Hilfe, wurde auf alle aufgeteilt und vom Veranstalter gestellt.

Ich hatte eine abzippbare Hose, 1 -2 T-Shirts, 1 Fleece-Pulli, eine Wander/Regen-Jacke, Kulturbeutel, Outdoor-Handtuch, dünnes Strandtuch (Bettlaken, Sonnenschutz, Kleid,...) 2 Paar Socken, Wanderstöcke (wurden sehr empfohlen für die Wanderung, Neukauf für die Tour), selbstaufblasbare Therm-a-Rest in L mit gestanztem Schaumkern (weil breiter als die Normale und Seitenschläfe, leider viel zu lang, damals das neuste am Markt, wollte bequem schlafen), 4mm EVA-Matte, damit die TaR nicht kaputt geht als Unterlage, Schlafsack war so´n schwerer Kunstfaser oder sogar noch Baumwollding, Wanderstiefel. Rucksack weiß ich nicht mehr. Bestimmt 2-3 kg. Wanderrucksack mit dick gepolstertem Hüftgurt, bequem. Den Badeanzug habe ich im Lager vergessen, ging auch ohne.

Ich wusste, dass einige Höhenmeter auf uns zu kommen. Darum habe ich auf die 2. Hose, das 3. T-Shirt, das 3. Paar Socken, usw. verzichtet.

Von Ultraleicht und Basisgewicht wurde damals noch nicht gesprochen. Der gepackte Rucksack sollte am Ende bei 8-12 kg liegen, was meiner auch tat.

Da das Wetter mit spielte haben wir draußen, neben der Hütte, auf den Isomatten geschlafen, unter dem Sternenzelt.
Die 2 Nacht war windig, dafür wurde das Aussenzelt aufgebaut.

....

Auch Wissen wurde vermittelt. Wie gehe ich richtig bergauf und bergab (Becken kippen, Watschelgang), Stockeinsatz, ausdauernd wandern, langsamer den Berg rauf, gleichmäßig, wer sich hetzt ist am Ende am Ende der Gruppe....
Was ist leicht und Nahrhaft, Outdoorküche, Wanderalltag,...

 

Zitat

 

Am 3.11.2017 um 12:21 schrieb micha90:

doch ich hatte die Rechnung nicht mit meiner damaligen Freundin gemacht, die unbedingt mit wollte, aber auf absolut nichts verzichten konnte. So stiefelten wir mit je 25kg los - und mussten die Tour an Tag zwei abbrechen, weil ihr alles weh tat.

 

Kenn ich!

Wir wollten eine längere Wanderung machen mit dem Motto: "Jeder Weg fängt an deiner Haustür an"
Rucksack gepackt, Tour ausgeguckt (Wir wohnten damals an der Mosel), 18 km mit knackigem, steilem Abstieg zum Campingplatz an der Mosel. Mein damaliger Freund hatte einen 25 kg Rucksack mit. Er hatte viel schweren Luxuskram dabei und wollte keine Hilfe beim packen.
Wir haben noch am Campingplatz übernachtet. Vielleicht geht´s ja doch morgen weiter....
Seine Hüfte hat schon am Abend ein klares NEIN geschrieen.

Ich war auch platt abends. Aber kein Ausfall. Mein Rucksack hat 12 kg gewogen.


 
Zitat

 

Am 16.2.2018 um 22:11 schrieb Pip:

Denn mir fehlte lange Zeit schlicht das Know-How, wo man leichtere Ausrüstung bekommt und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, mir nen Rucksack selber zu nähen — irgendwie war da immer die Vorstellung, sowas müsse von Profis gemacht werden, wenn es nicht den Rücken ruinieren soll.

Ich denke, das Problem mancher UHianer ist, dass sie gleich von den „ganz großen Touren“ träumen, die einem keinen Spielraum für Fehler oder Ausrüstungsausfälle lassen, daher suchen sie nach idiotensicherem Zeug. Wer aber durch nen „Overnighter“ hinterm Haus oder im Wald hinter der nächsten Scheune erst einmal austesten kann, ob er sein Equipment auch bedienen kann, der hat viel mehr Spielraum für (evtl. misslingende) Experimente und verrückte Ideen. Das gibt wiederum die Möglichkeit, Vertrauen in auf den ersten Blick empfindlichere Ausrüstung und in die eigenen Fähigkeiten zu fassen. Und auch in die eigenen Bedürfnisse ( „Wie viel Komfort bist du bereit aufzugeben“ etc.).

 

Ja. Genau so.

Ich sehe mich nicht als Ultraleichte.
Mhh, vielleicht bin ich´s schon und weiß es nicht. Bin zu faul meinen ganzen Kram mal aufzulisten.
Auch bin ich nicht soooo weit wie einige/viele hier im Forum, die im Winter auf einer Folie und Neoair unter einem kleinem Tarp schlafen. Ich sehe UL als einen Entwicklungsweg. Einige Pfade möchte ich zur Zeit nicht beschreiten, ander probiere ich aus.
Mir macht es sehr viel Spaß den Mehrfachnutzen von Gegenständen auszutüfteln und andere dafür daheim zu lassen. Z.B. mein Regenrock, der u.a. auch als Tarp-Tür genutzt wird.

 Mein Rucksackgewicht (alles inklusive + ich hatte den großen Gruppenkocher) bei meiner 3-Tage - 65 km - Hängematten-Test-Wanderung rund um die Heimatstadt letzte Woche war 10,4 kg. Essen für 2 Tage (Feiertag), 2 l Trinken. Damit bin ich vorerst zufrieden.


Sobald der Stoff und die Isolierung ankommt, wird´s nochmal 1 kg leichter.
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Also ich komme ursprünglich vom Kanuwandern. Von 45 Kilo Booten als Jugendlicher und  mit Ausrüstung jenseits der 100 Kilo Marke habe ich angefangen. Beim Wandern anfangs mit Wanderstiefeln und 20 Kilo Rucksack ginge es auch dort weiter. Erst durch die Reduzierung des Gewichtes meiner Kanus (auf 19 bzw. 24 Kilo) und der Ausrüstung dort bin ich durch auf den Gedanken gekommen alles zu reduzieren. Ein Artikel vor zig Jahren im Trekking Magazin brachte mich auf Ultraleicht. Dazu das Heft aus dem Conrad Stein Verlag und zack Verweis aufs Forum. Super Sache, statt wie Quasimodo nach einem Wandertag von 20 km durch die Gegend zu humpeln, bin ích jetzt nach 40 km Tagen nicht platt. Trotzdem bin ich ab und zu noch Heavy unterwegs, aber nur im Kanu.....mit Bratpfanne, Stuhl, Tisch und fetten Hobo....

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Witziger Faden, danke fürs rauskramen :) auch für mich zu wenig Antwortoptionen. Mir war immer klar, dass Trekking nix für mich ist, ich schlepp doch nicht 20 Kilo durch den Wald. :blink: Entsprechend immer Camping und Tagestouren oder Hüttentour. Erst durch die Entdeckung von UL Trekking kam ich überhaupt erst auf den Gedanken, dass das sinnvoll sein könnte :grin:

Dann hab ich das exakt zweimal mit meinem Camping-Equipment für kurze Touren ausprobiert, ob ich wirklich auf den Campingplatz verzichten kann. Für gut befunden und UL geworden :razz: Wenn man so will vielleicht doch über UH gekommen, wenn die zwei Testtouren zählen, obwohl mir klar war, dass das nur für Testzwecke sinnvoll ist (Fun-Fact: Kufa-Schlafsack mit 2,2 kg und gefühlten 15 Liter Volumen :ph34r:). Waren auch kurze Etappen und lange Lagerzeiten :D

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Hallo Leute,

ich komme von 8,5 kg Trockengewicht im Rucksack! 2013. Bin jetzt im Laufe der Evolution auf 5.1 kg skin out / 3.329 g im Rucksack. (Keine Küche, kein Schlafzimmer auf dem Rücken), nur Wanderungen

2013 Schränke auf, alles wiegen und das leichteste Zeug genommen, zu viel, zu schwere Sachen = 8,5 kg

Evolution von 2013 -> bis 2020:

Erster Rucksack: 1,8 kg -> Gossamer Gear G 4 ~ 500 g

Schuhe: Lowa Leichtwanderstiefel 950 g -> INOV 8 Roclite 312 GTX 312 g -> ... INOV 8 Trailtalon 235 g

Stöcke: Lidl/Aldi? 580 g -> Exed Explorer Poles 130 SA 491 g -> Fizan compact getunt mit GG Korkgriffen und Schnüren und Walkingpads 320 g

Schlafsack: Deuter Two faces 740 g -> As Tucas Sestrals 559 g -> Cumulus X-Lite 200 Zip 400 g -> Cumulus Magic Zip 125 272 g

Camel Trinkblase 2 l ~ 180 g -> Source Trinkschlauch 91 g -> Flasche 0,5 l mit Trägerclip 17 g + Flasche 1,5 l, 30 g

Regenzeug: über Poncho mit Ärmeln und Zipper (330 g) -> Regenjacke und Regenhose -> zu HandsFreeSchirm 469 oder light trek mit 3 drinking tube clips je 5 g = 270 g + Wind-/Regenjacke 201 g + Kilt 57 g

Danke für die vielen, vielen guten Tipps über die ganzen Jahre hier!

So long

DonCamino

 

Bearbeitet von DonCamino
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  • 8 Monate später...

Ich bin 2x zu UL gekommen.

Das erste Mal eigentlich unfreiwillig. In der DDR der 80iger gab es kaum brauchbare Ausrüstung. Overnighter wurden mit Plastikplane, Wolldecke und Matten aus der KFZ-Werkstatt improvisiert. War trotzdem lustig. Kletterer, die ins Hochgebirge gefahren sind, haben sich mit immensen Aufwand und guten Beziehungen die seltenen Daunenschlafsäcke und Bergzelte besorgt, von denen man als Normalo aber nur träumen konnte. Ich war glücklich, aus dem Westen ein einfaches, nicht ganz dichtes A-Frame-Zelt von Quelle für 49,99 DM und einen dünnen KuFa-Deckenschlafsack geschenkt bekommen zu haben. Das war schon mal super, war ja aus dem Westen! und wog wenig.

Jetzt die erste UL-Erfahrung: Freunde hatten sich mehr oder weniger spontan zu einer Tour durch Rumänien und Bulgarien entschlossen und ich wollte mit, Start war morgen. Also: 49,99-DM-Zelt, Schlafsackdecke, Isomatte, Regenjacke und Plasikflasche in einen sackartigen Rucksack, dazu noch ein weißes Hemd zum Trampen (wegen der seriösen Optik), Zahnbürste und los. Mit dabei war die Tüte mit Westzigaretten und Kaugummi aus dem Intershop als Zahlungs- und Bestechungsmittel. Die anderen waren besser vorbereitet und ausgestattet, meist mit vielen Klamotten, Benzinkocher, (Stahl-)Töpfen, Reiseführern in Buchform, extra Bergwanderstiefel usw. Die meisten waren mit Ihrem Rucksack deutlich über 20kg. Unterwegs fühlte ich mich etwas ungenügend ausgerüstet, es gab auch leichten Spott. Bei den Wanderungen im Făgăraș- und Rilagebirge konnte ich dann aber entspannt von Stein zu Stein hüpfen, bei den anderen wurde erst geflucht, später gehumpelt und irgendwann konnten einzelne nicht mehr und wollten aufgeben. Ich habe zwar in meinem dünnen Schlafsack gefroren, war aber tagsüber ziemlich froh, wenig schleppen zu müssen. Zum Teil habe ich das Zeug der anderen mit getragen.

Der zur Gewichtsreduzierung führende Verzicht war zwar erst unfreiwillig. Das Ganze brachte mir dann aber die wichtige Erkenntnis für kommende Touren: nur das absolut Nötigste mitnehmen, alles andere findet sich. Das hat dann später auch gut funktioniert wenn die Bedingungen nicht allzu extrem waren.

Das zweite Mal kam so:

Mit der Wiedervereinigung war plötzlich alles kaufbar, was das Herz begehrte. Wenn Geld übrig war, habe ich das sofort zu Globetrotter getragen. Jetzt wurde gekauft, was das Zeug hielt, natürlich alles super robust und expeditionstauglich, mit anderen Worten: schöne, teure, aber nicht wirklich notwendige Sachen und alles viel zu schwer. Trotzdem war es cool. Einfach loswandern ging dann plötzlich nicht mehr, also Umstieg aufs Fahrrad, Paddelboot und Auto.

Irgendwann wollte ich dann aber wieder mal länger zu Fuß in die Berge (Lappland, LakeDistrict, Schottland) und Kinder mitnehmen. Der erste Versuch mit der vorhandenen Ausrüstung im Mittelgebirge scheiterte kläglich. Die Rucksäcke drückten, waren unbequem und viel zu schwer. Zum Schluss musste ich fast alles selber schleppen. Die Plagen hatten keinerlei Lust mehr, schwer zu schleppen, es mussten also Lösungen her. Ich habe dann einen kompletten Winter erst mit der Lektüre diverser Bücher vorn Derek Hansen, Mike Clelland, Jorgen Johansson, Andrew Skurka, Don Ladigan, Ray Jardine und Stefan Dapprich, mit YouTube- Reviews und Reiseberichten und dann mit dem Kauf und Import leichter Ausrüstung verbracht. Bei der ersten Lapplandtour hatten die Kinder so zwischen 3 und 5 kg auf dem Rücken, es wurde nicht gemeckert und die Kungsleden-Tour war super. Seitdem bin ich weiter am Optimieren und meine Informationsquelle ist in inzwischen fast ausschließlich das Forum.

Bearbeitet von noodles
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Ich oute mich auch mal als ehemaliges "Schwergewicht". Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das studentische Budget schmal war und die Reisen trotzdem lang. Anfangs bestimmt mit zweistelligem Gewicht ohne Verpflegung... Alleine das Zelt wog 3,5kg. Und immer irgendetwas Unnötiges spazieren getragen oder gefahren.

Ich sehe mich aber noch nicht ganz im UL-Spektrum angekommen. Aber immerhin bin ich schon bei "leicht" angekommen.

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Böse behaupten könnte man, ich tarne mich als Ultraleichter, weil ich gerne hier im Forum bin. Sagen wir mal so. Ich bin da wenig dogmatisch, genieße aber die Reduktion. Trotzdem bin ich dann für manches zu eitel und starrsinnig. Z.B werde ich immer eine 3L Hardshell haben, alles andere fühlt sich nicht nach Jacke für mich an. In dem Fall bleibt die Schere im Kopf stumpf. ;-)

Generell fühle ich mich wohl Midweight am Wohlsten. Allerdings bin ich ja auch kein Spitzensportler, der sein fragiles Material missbraucht um Höchstleistungen zu erzielen und es dann eben bei Bedarf ersetzt. Also bei mir muss etwas reasonable light sein, damit es auch ein wenig Historie in meiner Ausrüstungskammer generieren kann.

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