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Ultraleicht Trekking

Schottland im Mai


bri

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Moin moin,

ich stecke in der Vor-Vorplanung für Schottland im Mai 2018.
Ausgesucht habe ich mir den Scottish National Trail von Süden nach Norden. Mal sehen, wie weit ich in zwei Wochen komme.

Mir fehlen noch einige grundlegende Ausrüstungsteile, zu denen ich einige Fragen habe, um Fehlkäufe zu vermeiden.
Ich habe hier viel gelesen und daraus meine mögliche Packliste entwickelt. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die ihre Erfahrungen hier teilen.

Grundlage für meine Planung sind wie gesagt zwei Wochen Wandern mit Zelt in Südschottland im Mai.
Berücksichtigen möchte ich aber auch weitere Urlaube (Frühjahr bis Herbst), in denen ich den Rest des Trails nach Norden gehen möchte. Parallel dazu spukt mir auch Lappland im Hinterkopf rum. Da muss ich auch noch hin.
Trekkingstöcke habe ich dabei.
An- und Abfahrt sind diesmal per Fähre geplant. Mein Mann als Nichtzeltschläfer will Schottland auf vier Rädern erobern.

Momentan geht es mir erst mal um das Schlafsystem. Die gesamte Packliste setze ich noch nicht hier rein. Das kommt später. Es sind noch zu viele Dinge in der Schwebe.

So. Nun fang ich endlich mal an:

Zelt
Six Moon Designs Skyscape Trekker (756g). Das gefällt mir, weil man es auf beiden Seiten Sicht hat. OK, vielleicht nicht in Schottland. Aber man könnte ...
Es ist hier im Forum auch schon für Schottland empfohlen worden.
Das Trekkertent Stealth gefiel mir auch, weil man auch das Tarp allein nehmen kann, wenn man kein Inner braucht. Ich bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir lieber ein einzelnes Tarp besorge oder nähe, wenn ich es brauche.
Fragen:

 

  • 1. Ist die Entscheidung für das SMD richtig für Urlaube in Nordeuropa?
  • 2. Brauche ich eine Unterlage, um den Zeltboden zu schützen?

Isomatte
Ich habe bereits eine Therm-a-Rest Z-lite (363g). Die reicht mir auf Gras und Moos, aber auf hartem Boden hatte ich doch etwas Probleme mit den Knochen an Hüfte und Knien.
Empfohlen wird hier ja meist die Therm-A-Rest NeoAir XLite (Women's) (335g). Die gibt es verschiedenen Größen. Ich habe auch gelesen, dass ihr teilweise eine kürzere hiervon mit einer anderen Isomatte zusammen benutzt. Die Technik habe ich aber nicht ganz verstanden.
Dazu noch der Hinweis, dass ich Seiten- und Bauchschläfer mit einer äußeren Größe von 168 cm bin.
Frage:

  • 3. Welches ist die passende Lösung / Kombination?

Schlafsack
Einen Cumulus Lite Line 300 (653g) habe ich schon. Den möchte ich natürlich gerne behalten und benutzen. Die Entscheidung, welche Klamotten ich dann zum Schlafen anziehe, treffe ich später.
Die Diskussionen um Daune und Apex habe ich gelesen, aber ich habe den Schlafsack nun mal.
Fragen:

  • 4. Würdet ihr ihn für völlig ungeeignet halten oder nicht?
  • 5. Brauche ich einen Liner, wenn ich in Klamotten schlafe?

Kopfkissen
Bramble (104g) hab ich auch schon. Die letzten Versuche ohne Kopfkissen waren nicht so prickelnd. Ich habe zwar den Rucksack als Ersatz probiert. Da war aber nichts mehr drin außer Schokoriegel, die am Morgen danach nicht mehr sehr formschön waren.
Frage: Keine. Das muss mit.

Das wären momentan erstmal meine Fragen. Wäre toll, wenn ich ein paar Tipps bekommen könnte. Ich würde mir die Teile gerne jetzt schon kaufen, um sie über Winter (gemeint ist der regenreiche Übergang vom Herbst zum Frühjahr) im Garten ausprobieren zu können.

Liebe Grüße
Inge

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Zelt passt, Unterlage meiner Meinung nach unnötig. Gerade in Nordeuropa findet man meist weiche Böden. Bei starkem Wind würde ich schon zusehen, dass ich einen etwas windgeschützten Platz finde. Ich würde dir Groundhogs als Heringe empfehlen, bei den Heringen jedenfalls nicht beim letzten Gramm sparen!

Ich nutze eine kurze Neoair Xtherm für den Oberkörper und eine Gossamer Gear Nightlight für die Füße. Das hat für mich vor allem die Vorteile, dass ich die Nightlight als Rückenversteifung und -polster im Rucksack nutze und eine (ungemütliche) Notfallmatte habe, falls die Neoair mal kaputt geht.

Der Schlafsack dürfte für Südschottland im Mai reichen, für Nordschottland im April zum Beispiel hätte ich lieber etwas Wärmeres. Der Liner soll neben ein bisschen Wärme vor allem Körperöle und Schmutz vom Schlafsack fernhalten. Klamotten werden das zumindest teilweise auch schaffen, eine gelegentliche Wäsche des Schlafsacks ist aber eh sinnvoll. Man merkt, wenn die Daune nicht mehr so loftet wie anfangs, dann hilft eine Wäsche. Vorher gut informieren, wie man das macht! Ein gut loftender Schlafsack wird aber nicht während einer Zweiwochentour durch Öle unbrauchbar.

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Zelt und Schlafsack macht alles Sinn. Das mit den in Klamotten schlafen versteh ich aber nicht ganz. Meinst du extra Klamotten oder die dreckigen vom Tag? Würde meinen Schlafsack schützen wollen um ihn nicht unnötig waschen zu müssen. Außer du hängst eh nicht sonderlich an ihm.

Ich mag zB keine Liner, weil ich mich viel drehe und dann immer drin verwickle, drum hab ich quasi einen Schlafanzug (lange, sehr dünne Merino-Unterwäsche) dabei, in dem ich dann schlafe. Samt dünne Socken.

Als Isomatte hab ich auch die XLite in S und nutze dann den Rucksack für die Füße. Der hat entweder eh Polster oder wie mein GG Murmur ne Isomatte am Rücken. Normal stopfe ich dann Klamotten in den Rucksack so dass er ungefähr auf dieselbe Höhe kommt wie die Luftmatratze. 

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Danke schon mal für die Antworten.

Es gibt mir Sicherheit, dass ich mit dem Zelt schon mal die richtige Wahl getroffen habe und dass der Schlafsack auch für nächstes Jahr ausreicht.

Die Matten werde ich mir mal demnächst ansehen und dann die Entscheidung treffen.

@zeankBei den Klamotten habe ich extra Klamotten für die Nacht. Zusammenstellung wie deine, nur noch einen Pullover dazu. Ich gehe nicht davon aus, dass ich in Schottland am Ende des Tages noch trockene Klamotten anhabe. Was an Feuchtigkeit nicht von außen kommt, erledige ich von innen.;-) Der Hinweis mit dem Drehen ist gut. Das Problem würde ich auch haben. Ich mag meinen Schlafsack schon sehr, hatte nur inzwischen die Befürchtung, dass ich ihn zu dünn ausgewählt habe. Welche Klamotten stopfst Du in den Rucksack? Die nassen, dreckigen vom Tag? Oder hast Du immer noch was übrig?

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vor 6 Minuten schrieb bri:

@zeank Welche Klamotten stopfst Du in den Rucksack? Die nassen, dreckigen vom Tag? Oder hast Du immer noch was übrig?

Nee, also wenn alles richtig nass ist, stopfe ich das dann da nicht rein. Ist dann halt Pech. Ich war noch nicht in Schottland ... vielleicht ist da dann wirklich immer alles nass?

Ich hab ja normal Regenhose und -Jacke drüber, wenn es wirklich den ganzen Tag regnet. Dann ist das da drunter halbwegs trocken. Kann man nicht pauschal beantworten. Wenn am Ende nix da ist zum füllen ist das ja auch kein Weltuntergang. Bequemer ist es halt aber schon. 

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Ich war diesen Mai in Schottland. Ebenfalls mit einem SMD Skyscape Trekker. Meinen WM Summerlite Schlafsack in Verbindung mit der Neoair XLite fand ich völlig ausrei hend.
Ich hatte allerdings eine Unterlage aus Tyvek dabei. Die habe ich auch gerne in Bothies genutzt. Dort als Schutz der Neoair vor evtl. Splittern der z.T. doch recht rauen Holzböden.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk

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Auf ein Kissen würde ich auch nicht verzichten. 100g sind aber schon recht schwer. 

Das STS Ultralightpillow ist sehr beliebt. Das habe ich auch mittlerweile, da es relativ dick aufblasbar ist. Mir reicht es (wenn es voll aufgeblasen ist)  als Seitenschläfer, so dass die Schulter wie zu Hause im Bett entlastet wird. Andere Lösungen waren mir dafür zu niedrig. Auch das Oberflächenmaterial finde ich angenehm. 

Es ist dafür halt nicht das breiteste Kissen.

Gewicht 55g. Auch nich superleicht, dafür aber noch bequem. ;) 

Bearbeitet von Dr.Matchbox
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vor 12 Stunden schrieb bri:
  • 5. Brauche ich einen Liner, wenn ich in Klamotten schlafe?

Eigentlich nicht, und ich persönlich finde die Dinger auch sehr nervig. 

Du könntest ihn aber bspw. brauchen, wenn du in einer Jugendherberge (die waren zumindest früher in Schottland meist ziemlich nett) eine Austrockungsnacht einlegst. Ich weiß aber nicht, wie es mit Herbergen entlang der Route aussieht... und diese Herbergssäcke lassen sich vor Ort auch für eine Nacht mieten.

Streckensweise brauchst du sicherlich ein Kopfnetz gegen die Midges (alternativ eine riesig große Pfeife, in der ununterbrochen ein ziemlich fieser Tabak namens Condor glimmt).

Bearbeitet von martinfarrent
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Eventuell ein paar Wiederholungen:

  • Mit dem SMD Skyscape Trekker wirst Du Spass haben. Beim Aufbau solltest Du vorallem auf den Hering, der den Kopfbereich des Zeltes sichert, Acht geben. Z.B. bei Sturm mit einem Stein beschweren. Da ist relativ viel Last auf nur EINEM Hering.
  • Falls es mal warm wird, dann kannst Du beide Seiten bei vollem Moskitoschutz öffnen. Darum habe ich meinen Wanderkollegen mit diesem Zelt in Skandinavien beneidet ;)
  • Cumulus 300 passt. Ich hatte am Cape Wrath Trail den 250 Quilt mit. Wobei der südliche Teil vom SNT eher ein Wiesenspazierung ist, anders als dann der CWT Teil im Norden.
  • Als Isomatte hatte ich (auch) eine NeoAir XLite in normaler Länge. Ich bin mit der halbe Länge wegen des Höhenunterschieds nie warm geworden.
  • Kopfposter könnte leichter sein (eventuell Marmot Strato Pillow)?
  • Zeltunterlage sowie Schlafsackliner kannst Du Dir sparen.
  • Zu den Schlafsachen: In Schottland sowie Skandinavien habe ich immer 2 Tshirts, 2 UHosen, 2 Paar Socken, 1 lange Unterhose mit. Sodass ein Set davon immer trocken war zum Schlafen. Wenn irgendwas über die Nacht nicht trocknet, dann muss man halt in der Früh wieder das nasse anziehen (weißt dann aber, dass man am Abend noch etwas trockenes hat). Schuhe und Hose waren am CWT IMMER nass (außer bei einem Stop in einem Hotel mit Whirlpool).

Viel Spass - den Link kennst Du eh, oder? KLICK

IMG_9498.JPG.973df6d38002d73416545b614d9acf4d.JPG

Cape Wrath im Mai bei "etwas" Regen ;)

Bearbeitet von roli
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Danke für Eure Tipps.

Das was @roli schreibt, kommt meinen Plänen ziemlich nache. Ich weiß, dass der erste Teil des SNT noch "Scottland light" ist. Da es aber meine erste längere Tour mit Rucksack und Zelt ist, halte ich ihn für geeignet, um mich "warm zu laufen" und erstmal zu lernen, mit dem Equipment umzugehen. Man muss ja nicht alle Herausforderungen in den ersten Urlaub packen. Think big, start small.

Die Schlafsachen habe ich auch so geplant wie von roli beschrieben. Nachtklamotten, die immer trocken sind und Tagesklamotten, die ich im Notfall morgens eben nass anziehen muss. Das wird nicht das Problem sein. Ich habe es schon Anfang Oktober auf dem Hermann Billung Weg bei teilweisem Sauwetter ausprobiert. Drei Minuten und man ist auf dem Level vom Vortag. Füße in Trailrunnern waren auch immer nass, aber warm dabei.

Schönes Bild. Da habe ich doch mein Langzeitziel vor Augen. :-)

Den Link kenne ich. Ich habe keine Reiseberichte über den südlichen Teil im Internet gefunden. Nur Youtube-Filme, bei denen der Filmer immer seine Birne vor der Landschaft hat. :wacko: Also werde ich selbst gucken gehen.

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Ich halte die Zeltunterlage für auch nicht verkehrt; zum Teil hatte ich in Schottland probleme einen Zeltplatz zu finden der nicht von Heidekraut überwuchert war, mit (stabilem) Footprint wie Tyvek und einer Neoair o.ä. matte kann man das Zelt zur Not auch einfach auf das Zeugs draufstellen, die Unterlage verhindert das durchpieksen, die Aufblasbare Matte gleicht die Unebenheiten aus. Und wenn aufblasbare Matte aus dem o.g. Grund für Bothies (Bodenschutz). (Ich hatte ein SL2 dabei mit eh schon überdimensioniert dickem Boden.). Ich denke der LiteLine reicht aus, wenn du auch bsp. jetzt gerade bei +2° und 100% Luftfeuchtigkeit auskommst (mit reserven! Da müde, kalt, hungrig und der Schalfsack evt. seit 1 Woche nicht richtig trocknen konnte), so ein Wetter kannst du auch in Schottland of antreffen. Ich bin im Quilt 430 gut zurecht gekommen, bin aber auch eine frostbeule. 

Ich empfehle das Exped Kissen in L. Fand das damals am Bequemsten. Auch (ein bisschen) leichter :P

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vor 23 Stunden schrieb roli:

Schuhe und Hose waren am CWT IMMER nass (außer bei einem Stop in einem Hotel mit Whirlpool).

Bin ich der Einzige, der auch mal Sealskinz mitnimmt? In den österreichischen Alpen habe ich die früher recht oft benutzt. Stieg damit morgens in nasse Schuhe ein und hatte dennoch warme Füße. Allerdings funktioniert das natürlich nicht eine ganze Woche lang.

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Das geht schon in Richtung OT, bis Inge beim nächsten Urlaub zum Cape Wrath Trail kommt. Dieser "Trail" ist nämlich kein Weg sondern eine Verbindung von GPS Punkten und schaut z.B. so wie im Foto unten aus. Da sind die Sealskinz in 5 min komplett nass und trocknen auch auf der ganzen Tour NIE mehr ;) Aber sie halten warm, was bei +5 Grad schon fein war.

IMG_9020.JPG.2f37d15ebdd3eeaa62134e7f200699ed.JPG

der Weg

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da in schottland seit 2003 eine art "jedermans-recht" gilt. kann man sich seinen weg, unter der voraussetzung des nötigen navigatorischen wissens und könnens, mittels der ausgezeichneten ordnance survey maps selber suchen, ohne sich an irgendwelche GPS-punkte halten zu müssen.

Bearbeitet von dani
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vor 2 Stunden schrieb dani:

da in schottland seit 2003 eine art "jedermans-recht" gilt. 

"Freedom to roam" klingt doch schön... und auch schön schottisch. Teilweise(!) gibt es zur Sicherheit aber ein ziemlich dichtes Netz der Videoüberwachung. Schon um 1987 herum zeigte mir ein Herbergsvater in Glen Coe an die zwanzig Bildschirme, die er tagsüber in einem Nebenraum im Auge behielt. Allerdings ist Glen Coe (wegen des Massaker-Gedenkens!) auch ein ziemlich beliebter Ort bei Schottland-Touristen.

Bearbeitet von martinfarrent
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OT: Gut nun verstehe ich was ihr gemeint habt. Danke für die Aufklärung. Zur Erklärung: Der CWT ist ein Trail von Fort William zum Cape Wrath (also zwischen zwei Punkten auf der Landkarte). Wie man von A nach B kommt ist nicht definiert, es gibt aber ein paar Vorschläge. Es gibt keine Markierungen und es gibt auch großteils keinen Weg. "There is no officially-sanctioned route for the Trail and one its joys is that every walker can plan the exact route for him or her self." Somit sind die ganzen Highlands "der Weg" und dort ist es wohl meistens sehr nass, wie am Foto gezeigt.

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Jetzt fällt es mir etwas schwer, zu beurteilen, was mich von dem, was ihr schreibt, schon auf dem ersten Teil erwartet.
Vermutlich wird irgendwo zwischen Comrie und Blair Atholl der Urlaub zu Ende sein.
Der "Weg", den @roli zeigt, wird mich wohl erst im nächsten Urlaub erwarten. Da ist die Vorfreude noch etwas länger :-D

Kälte und Nässe können sicherlich kommen. Unebener Boden fürs Zelt wohl auch.

Vier Tage mit nassen Füßen laufen war kein Problem für mich. Hat auch keine Schäden an den Füßen hervorgerufen.
2° und Dauerregen hatte ich auch schon mit einer Nacht unter einer Bauplane im Wald im April (was Besseres hatte ich damals noch nicht, aber ich musste ja unbedingt los). War nicht schön, aber ich hab's überstanden. Ob ich das auch länger aushalte, kann ich erst sagen, wenn ich es probiert habe.

@FreierfallMeinst Du als Footprint das Tyvek softstructure (https://www.extremtextil.de/tyvek-softstructure-1443r-1442r-44g-qm.html)? Einfach 3m bestellen, dann das Zelt raufstellen und umrumschneiden?

Beim Weg werde ich mich an die vorgegebene Strecke halten. Die Campingbereiche im Loch Lomond & The Trossachs National Park schaue ich mir auch noch genauer an.

 

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      Wir haben uns den Weg in 5 Nächte mit 6 Etappen aufgeteilt, um einen guten Kompromiss aus landschaftlichem Genuss und Herausforderung zu bekommen. Unser Startplan sah so aus:
      Tag                    Startort                      Zielort                                   Strecke          Unterkunft                                                                     
      Samstag:        Milngavie               -> Drymen                       [21 KM]          Wild
      Sonntag:         Drymen                 -> Tarbet                          [25 KM]         Wild
      Montag:          Tarbet                   -> Beinglas                       [18 KM]          Campground (Beinglas)  
      Dienstag:        Beinglas                -> Bridge of Orchy          [29 KM]          Wild
      Mittwoch:       Bridge of Orchy    -> Kinlochleven               [33 KM]          Campground (Blackwater)
      Donnerstag:   Kinlochleven         -> Fort William                 [22 KM]          Hotel
      Für meinen Begleiter war es die erste Trekking Tour, sodass wir vorher versucht haben, ihm als Einstieg eine günstige Ultralight Basisausrüstung für die Tour zu besorgen. Da er noch nicht genau wusste, ob es zu 100% was für ihn ist (Spoiler: Es war zu 100% was für ihn), hat er darauf verzichtet ein eigenes Zelt zu kaufen. Wir haben stattdessen mein MSR Elixier V2 mitgenommen, welches mit 2382g für 2 Personen schon deutlich mehr auf das Gewicht geschlagen hat, als mein SMD Gatewood Cape, das ich normal verwende. Dennoch konnten wir alles so aufteilen, dass jeder von uns noch mit einem gleichen Basisgewicht von knapp unter 5kg starten konnte.

      Hier die beiden Packlisten:
      Meine Packliste: https://lighterpack.com/r/dnyoty
      Seine "Einsteiger" Packliste: https://lighterpack.com/r/er95ek
      Ich beantworte gerne Fragen zu den einzelnen Ausrüstungsteilen oder der generellen Funktionsweise der Packlisten, deswegen werde ich in diesem Bericht jetzt nicht alle Teile einzeln ausführen.
       
      Tag 1 - Start in Milngavie (21 km)

      Wir sind am Tag zuvor in Glasgow spät gelandet und haben dort in einem günstigen Hotel die Nacht verbracht. Früh morgens sind wir dann per Uber nach Milngavie gefahren und sind dort zum offiziellen Startpunkt gewandert. Grade nach der Eröffnung des Trails durch Corona, war der Startpunkt früh morgens schon relativ gut besucht und wir haben drei andere kleine und größere Gruppen getroffen, die den Weg ebenfalls starten wollten. Ich hatte vorher gelesen, dass viele Leute die erste Etappe des WHW überspringen, da sie die Landschaft dort nicht so spektakulär finden wie in späteren Abschnitten. Wobei das zum Teil wohl stimmen mag, finde ich nicht, dass es der erste Teil weniger Wert ist zu laufen als spätere Abschnitte. Noch relativ zivilisationsnah sieht man schöne kleine Hütten, Park-ähnliche Waldstücke und einzelne kleinere Seen, die sofort einen guten Ersteindruck hinterlassen. Nach wenigen Kilometern kommt dann auch die erste richtige Weitsicht über das schottische Gelände und man bekommt einen guten Vorgeschmack dafür, was noch kommen wird. Im Verlauf des Weges gab es zwei Möglichkeiten direkt am Weg Getränke, Midges-Schutz und kleine Snacks mit Bargeld (oder zum Teil Paypal) auf Vertrauensbasis zu erwerben. Da die natürlichen Wasserquellen in diesem Bereich, noch nicht so zahlreich sind wie in späteren Abschnitten, haben wir das Angebot gerne wahrgenommen. Gegen ca. 17 Uhr kamen wir schon an unseren Zielpunkt des Tages an: Ein kleines Waldstück etwa 1 km hinter Drymen, welches wir uns vorher über Google Earth rausgesucht hatten. Weiter konnten wir an diesem Tag nicht gehen, da direkt hinter diesem Spot die offizielle "Camping Management Zone" anfängt und dort für die nächsten 25 km Wildcampen strikt verboten ist. Nach kurzer Suche in dem sumpfigen und von Moos geprägten Waldstück haben wir einen geschützten ebenerdigen Platz gefunden, um unser MSR Elixier aufzustellen. Während des Kochens kamen im Verlaufe des Abends viele andere Wanderer dazu und haben sich mit ausreichend Abstand ebenfalls in dem Waldstück niedergelassen, was für eine coole Atmosphäre gesorgt hat. Die Nacht war sehr ruhig und entspannt. Probleme mit Midges gab es (noch) nicht und es flogen nur einzelne Fliegen umher. Die Temperaturen waren mehr als erträglich für unsere Ausrüstung, sodass wir nach gutem Schlaf in den nächsten Tag starten konnten.

       
      Tag 2 - Camping Management Zone Thru-Hike (25 km)

      Das Ziel des Tages war es zumindest den gesamten Abschnitt der Camping Management Zone hinter uns zu bringen, sodass wir guten Gewissens unser Zelt wieder frei aufstellen können. Wir hatten das Glück kurz nach dem ersten Loslaufen an einen (von später vielen) klaren Bach vorbei zu kommen und unser Wasser wieder fürs Frühstück und den gesamten Tag aufzufüllen. Nach wenigen Kilometern war auch schon der große Loch Lomond in der Ferne zu sehen, dem wir den restlichen Tag am Ufer folgen würden. Vorher gab es aber, nach der Durchquerung einer Freilaufenden Highland-Rind Herde, einen längeren Aufstieg auf den Conic Hill. Da es Sonntag und ziemlich gutes Wetter war, trafen wir dort leider auf sehr viele Tageswanderer, die aber den unglaublichen Ausblick auf den Loch nicht beeinträchtigt haben. Wir haben oben sogar zwei andere ULer getroffen, die wohl aufgrund der Schönheit des Spots, ihr Zelt schon gegen Mittag dort oben aufgestellt haben. Nach dem waldreichen Abstieg kamen wir ans Ufer des Loch Lomonds an und folgten dem Wasser weiter in Richtung Norden. Wir waren ziemlich überrascht von den vielen kleinen Buchten und Stränden dort, die teilweise sehr karibisch gewirkt haben. Sowas erwartet man eigentlich im kalten Schottland nicht und vor allem bei diesem wärmeren und sonnigen September Tag war es ein surrealer Anblick. Der Weg am Ufer fing dort auch an etwas "pfadiger" und technisch anspruchsvoller gegenüber den meist festeren Wegen des Vortages zu werden. Gegen ungefähr 17 Uhr trafen wir endlich auf ein Schild, das uns auf das offizielle Ende der Camping Management Zone hinwies. Wenige Meter dahinter begannen schon viele andere Trekker ihre Zelte aufzubauen oder waren bereits schon damit fertig. Um auch noch einen guten Platz zu finden, sind wir noch ein paar Kilometer weiter gelaufen und irgendwann offroad direkt Richtung Wasser gelaufen. Dort hatten wir ziemliches Glück und haben eine kleine Bucht entdeckt an dir wir wenige Meter direkt vorm Wasser unser Zelt aufschlagen konnten. Im Laufe des Abends und mit zunehmender Dunkelheit konnte man von Weitem rund um den See herum viele Lagerfeuer von anderen Wanderern entdecken, was für eine gute Stimmung gesorgt hat. 

       
      Tag 3 - Über Stock und Stein (18 km)

      Nach einem schönen Sonnenaufgang über dem See hat sich die Sonne a uch genau so schnell wieder verzogen, wie sie aufgestiegen ist. Für diesen Tag hatten wir nur eine etwas kürzere Strecke eingeplant, da in etwa 20 km der Beinglas Campground lag. Dieser wurde uns vorher schon von vielen empfohlen und wir haben uns dazu entschlossen dort unser Zelt aufzuschlagen, da wir beide nach den wärmeren letzten Tag Lust auf eine Dusche hatten. Ich hatte ebenfalls den Hinweis bekommen, dass die obere Hälfte der Strecke am Loch Lomond der anspruchsvollste Teil des gesamten West Highland Ways sein soll. Und das war definitiv der Fall. Der sehr schmale Weg besteht dort zum Großteil nur noch aus Gesteinsbrocken und geht konstant auf und ab. Durch den starken Regen, den wir den ganzen Tag über hatten, waren die Steine teils sehr rutschig und der Weg sehr tief schlammig. Wir haben Nicht-ULer getroffen, die wirklich Probleme hatten vernünftig mit ihren großen Rucksäcken voran zu kommen und sich teilweise auch durch Ausrutschen  verletzt haben. Wir waren beide an dem Abschnitt wirklich froh, leichte Ausrüstung und Trekkingstöcke dabei zu haben. Durch die großen Regenmengen waren die vielen schönen Bachläufe und die Inversnaid Wasserfälle wirkliche Highlights, die wahrscheinlich etwas kräftiger als normal dahingeflossen sind. Zum Ende des Lochs hin galt es noch riesige Farn-Felder zu durchqueren, die fast den gesamten Weg bis auf eine kleine dünne Schlammlinie bedeckt hatten. Und obwohl es von der reinen Strecke die wenigstens Kilometer von allen Etappen an diesem Tag waren, haben wir deutlich länger für den Weg gebraucht als die Tage zuvor. Es war also ein guter Tipp und die richtige Entscheidung, für diesen Abschnitt etwas mehr Zeit einzuplanen. Und umso schöner war es, an dem Abend in dem wahnsinnig schönen Beinglas Campground warm duschen zu können und später am Abend noch mit anderen netten Wanderern in dem hunderte Jahre alten schottischem Gasthaus Whiskey zu trinken. Nach solchen Tagen wird einem wieder bewusst, wieso man solche Touren so gerne macht. 

       
      Tag 4 - Über den Orchy River (29 km)

      Wir haben relativ früh unser Zelt aufgebaut, da bereits beim ersten Tageslicht aufgrund der vielen anderen Trekker dort ziemlich laut wurde. Wir sind mit zahlreichen anderen Wanderer fast zeitlich weiter nach Norden in die Hügel aufgebrochen. Je weiter man sich vom Loch Lomond entferne desto klarer wurde, dass nun die "richtigen" Highlands anfingen und zwar so wie man sie sich vorgestellt hat. Grünes Gras, Bachläufe und lange Hügellandschaften soweit man schauen kann. Abenteuerlich wurde es an diesem Tag recht schnell, als wir auf eine eingestürzte Brücke trafen. Aus der Ferne erkannte man schon, dass viele andere Wanderer sich dort versammelt hatten und überlegten wie man besten auf die andere Seite des mittelgroßen Flusses gelangt. Mit unsere luftigen Trailrunnern, der schnelltrocknenden Ausrüstung und den Trekking Poles mussten wir nicht lange überlegen und liefen unbeeindruckt an den anderen Backpackern vorbei mitten durch den Fluss auf die andere Seite. So schnell wie unsere Füße und Socken dann komplett Nass wurden, trockneten sie auch wieder im rauen Wind der Highlands. Etwa bei der hälfte der Tagesetappe kamen wir durch das Dorf Tyndrum, wo wir zum ersten Mal auf der Tour unsere Vorräte aufstockten, da wir zu Anfang nur Proviant für drei Tage mitgenommen haben. Das Angebot am Tankstellen-Supermarkt war dort wirklich vielfältig und wir fanden viele UL Küchengerechte Speisen und Snacks. Die Zweite hälfte des Tages verlief wieder regnerisch und zudem auch noch sehr stürmisch. Wir liefen etwa zwei Stunden entlang zweier Berge durch ein Tal in dem ein kalter und kräftiger Wind herrschte. Trotzdem machten unsere Ponchos einen guten Job und wir blieben zu jeder Zeit trocken. Allerdings gab es nicht einen Baum oder Unterstand unter dem man sich mal für eine kurze Pause Schutz vor Regen und Wind hätte suchen können. Erst kurz vor der Überquerung der Bridge of Orchy konnten wir in einem kleinen zwei Meter langem Eisenbahntunnel halt machen unter dem auch schon zwei andere Hiker standen und sich mit Tee aufwärmten. Als der Regen dann etwas nachließ, überquerten wir die Brücke und bauten unser Zelt ein paar Meter direkt neben den reißenden Orchy River auf und mussten uns nach der ganzen Kälte erstmal eine Stunde in unseren Quilts aufwärmen bevor wir ans kochen denken konnte. Die Nacht dort am Gewässer war durch die Geräuschkulisse wirklich sehr angenehm und beruhigend. Nur die Maus, die die ganze Nacht versucht hat Essen aus dem Vestibule zu klauen, hat tierisch genervt. 

       
      Tag 5 - Durchs tiefste Moor und über den höchsten Berg (33 km)

      Das Wetter morgens war leicht bewölkt und endlich auch mal wieder ein bisschen sonnig. Wir mussten aber schnell feststellen, dass das Aussehen des Himmels etwas getäuscht hat, als wir nach einen schnellen Aufstieg durch den Wald am frühen Morgen auf dem Gipfel eines Hügel ankamen und uns trotz großer Anstrengung, nur im Baselayer bekleidet, durch den Wind oben so unterkühlt waren, dass wir alles an Kleidung inklusive Buff als Mütze anziehen mussten. Durch die zusätzlichen Layer aufgewärmt, folgten wir noch ein paar Kilometer einer Art Bergkamm und hatten eine glorreiche Aussicht auf das bevorstehende Rannoch Moor. Wir hatten befürchtet, dass es durch die vorherigen Regentage eine nasse und schlammige Angelegenheit werden würde, die Ebene zu durchqueren. Aber bis auf einige vereinzelte tiefere Stellen, war der Weg immer befestigt und in einem guten Zustand. Der Weg durch das Moor war etwas eintönig, dennoch mit der Aussicht auf die Berge ringsherum nicht langweilig und sehr lohnenswert. Das Highlight des Tages war das letzte Stück der Ebene kurz vor dem Kingshouse Hotel. Die Sonne kam zu dem Zeitpunkt wieder gut durch und setzte die kommenden Berge, um den Devils Staircase herum, gut in Szene. Da das Kingshouse selbst direkt an der Route liegt, haben wir dort für eine Tasse Kaffee angehalten und konnten uns drinnen am Kamin auf einer bequemen Couch netter Weise kurz vollständig Trocknen. Besser geht Mittagspause nicht. Danach haben nur noch wenige Kilometer gefehlt bis der größte Anstieg dieser Tour, der Devils Staircase, mit seinen steilen 550m auf uns gewartet hat. Wohl ein wenig unterzuckert, fiel mir der Aufstieg schwerer als gedacht und brachte noch eine spontane Snack Pause auf der Hälfte mit sich. Oben angekommen war die Aussicht aber grandios und wir hatten eine nette kleine Foto Session mit anderen ULern (Shoutout to Greg). Der Abstieg, der danach folgte, war lang aber sehr angenehm. Die Landschaft ändert sich dort ein wenig und wird wieder viel waldreicher. Am tiefsten Punkt befindet sich, angrenzend an den Loch Leven, das kleine alte Dorf Kinlochleven, in dem wir auf einem netten kleinen vollständig autonomen Campground unser Zelt aufgeschlagen haben. An diesem Abend hatten wir zum ersten Mal richtige Probleme mit dem Midges und waren sehr froh über unsere Kopfnetze. Damit wir den restlichen Abend nicht nur geschützt im Zelt verbringen mussten, haben wir uns wieder bei netter Gesellschaft dazu entschlossen den kleinen Pub im Dorf zu besuchen. 

       
      Tag 6 - Nach Fort William und der Sore Feet Statue

      Da die Situation mit den Midges sich über Nacht nur noch verschlimmert hatte, sind wir mit Hoffnung auf Besserung noch relativ lange im Zelt geblieben aber dann doch einfach schnell ohne Frühstück aufgebrochen. Es war wirklich schön an einem ruhigen Morgen eines normalen Wochentags durch das kleine idyllische Dorf zu gehen. Ein kleiner steiler Pfad brachte uns wieder weg vom flachen Loch Gelände und zurück hoch in die Highlands. Oben angekommen folgt man eigentlich die gesamte restliche Strecke einem leicht befestigten hinweg durch ein Tal. Die Landschaft dort war zwar nichts mehr Neues, aber dennoch sehr entspannt zu laufen. Wir kamen uns dabei wirklich wie auf einer Zielgraden vor, denn der Weg wirkte wie genau dafür angelegt. Ein Highlight war natürlich die alte Hausruine die man oft auf Bildern in Verbindung mit dem West Highland Way sieht. Nach ein paar Stunden hat sich dieser Weg allerdings etwas in die Länge gezogen und wir waren froh, als sich die Vegetation mal wieder mehr in Richtung Wald orientierte. Zum Schluss wurde es auch nochmal richtig stürmisch, sodass wir von unserer Schönwetterkleidung wieder auf die Poncho-Montur wechseln mussten. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem der hochgelegene Weg endet und man von weit oben in der Ferne sein Ziel sieht: Fort William. Es folgt nochmal ein Abstieg der einem ewig vorkommt, weil man die ganze Zeit das Ziel vor Augen hat und jederzeit denkt, dass es doch nur noch höchstens 10 Minuten sein müssten bis man endlich ankommt. Nach dem letzten Stück Fußweg an der Straße entlang war es dann aber auch endlich soweit und wir kamen an den unspektakulären historischen Endpunkt des Weges an, welcher direkt neben einem vielbefahrenen Kreisverkehr liegt. Zum Glück kam man aber vor etwa 10 Jahren auf die Idee einen neuen Endpunkt im schönen alten Stadtkern zu setzen. Die letzte Meile dahin, ist auch nochmal sehr schön zu laufen, denn Fort William ist eine sehr historische Stadt. Zur Belohnung haben wir dann den Abend über noch, soweit es Corona bedingt ging, die Stadt unsicher gemacht und uns in drei verschiedenen Restaurants den Magen voll geschlagen bevor es dann nach einer wohltuenden Hotelübernachtung mit dem Bus zurück zum Glasgow Flughafen ging.

       
      Ich hoffe dieser Reisebereicht hat euch gefallen und kann einigen Leuten nützlich sein!
      Falls ihr noch mehr von den 1000 Fotos sehen wollt, könnt ihr das hier tun.
    • Von ULgäuer
      Im Schnäppchen-Faden wurde von @Cyco2 ein neues Quilt-System eingebracht.
      Klingt interessant, aber taugt das auch so oder wird der Mund zu voll genommen? Ich hab mal versuch das zu analysieren soweit mir das von meinem Sessel aus möglich ist. Dazu habe ich mal paar Kerndaten vom Bluebolt mit entsprechenden Konkurrenzprodukten gesammelt. Siehe unten. Als Referenz dient der Bluebolt mit -4° Einstufung und eine Größe die für Menschen mit 180cm Körpergröße angeraten wird.
      Die Temperaturangaben sind jeweils die der Herstellerangabe. Bei Astucas und auch Mountain Laurel Designs (MLD) wird klar angegeben, dass hier zusätzliche Ausrüstung mit zu verwenden ist. Bei Bluebolt ist das nicht ganz klar, vermutlich aber ähnlich.
      Der Trick am Bluebolt soll sein, dass innen eine Dampfsperre (Vapor Barrier Liner) verbaut ist. Dazu kommt noch eine Art Kapuze, die man sich über den Kopf ziehen kann und den Innenraum so quasi abschließt. Die Außenhaut soll winddicht und wasserabweisend(-dicht?) sein und einen Biwaksack erübrigen. Diese Kombination soll die Lücke von +2° auf -4° überbrücken. 
      Bluebolt
      Apex 167 5oz
      -4°
      650g
      https://blueboltgear.com/blue-bolt-vbl-solo-quilts/
      Astucas Sestral
      Apex 167 5oz
      +2°
      605g in L
      https://www.astucas.com/en/products/sestrals-quilt/
      GramXpert Elite Quilt
      Apex 167 5oz
      +2°
      612g
      https://www.gramxpert.eu/product/elite-quilt/
      Mountain Laurel Designs Spirit Quilt 38°
      Apex ?
      -4° bis +3°
      538g in L
      https://hikelighter.com/2015/08/29/mountain-laurel-designs-spirit-quilt-28/
      Liteway Sleeper Quilt Apex 167
      Apex 167 5oz

      595g (M) / 780g (L)
      https://liteway.equipment/sleeper-quilt-apex-167
      Cumulus Intense (Schlafsack)
      Apex 233 oben 167 unten
      4° Komfort / 0° Limit / -15° Extrem
      810g
      Cumulus Dynamic (Schlafsack)
      Apex 133
      8° Komfort / 3° Limit / -10° Extrem 
      485g
       
      Mein Senf: Die Kapuze könnte mich stören und ich weiß nicht, ob der VBL so funktionieren kann. Wenn das tatsächlich so klappt wie angepriesen, klänge der Temperaturbereich vielleicht optimistisch, aber nicht unrealistisch.
      Jetzt ist Platz für Euren Senf.
       
       
    • Von Dreizack4
      Hallo!
      Ich bin auf der Suche nach einem wind-und regenfestem 2 Personenzelt welches ich gerne auf meine Wanderungen mit meinem Partner mitnehmen würde und gegebenfalls auch alleine benützen würde. (sollte aber trotzdem für 2P nicht zu kuschlig werden, da wir beide unruhige Schläfer sind.) Da es hauptsächlich beim Wandern in Verwendung käme (evtl. auch bei zukünftigen Radtouren) sollte es trotz Standfestigkeit sehr leicht sein! (unter 2kg) - Und den Elementen, die Gebirge und nördliche Gefilde (wie Schottland) mit sich bringen, trotzen.
      Ich bin auf Tarptent Scarp 2 und auf Stratospire 2 gestoßen, welche mir schon gut gefallen- doch ich bin mir trotz Recherche noch sehr unsicher. Welches davon würdet ihr mir eher empfehlen? Beim Stratospire 2 hab ich zu bedenken, dass es mit 2 Trekking Poles aufgebaut werden muss (welche ich womöglich manchmal extra mitnehmen müsste, da ich bisher immer ohne gewandert bin- doch ich könnte mir es dafür vielleicht angewöhnen), dass es  nicht freistehend ist und ob es genauso windfest ist wie das Scarp 2. Dafür wäre es laut Angaben leichter.  Außerdem wäre alles zusammen schon recht teuer mit dem Import und Zoll nach Österreich und was, wenn etwas kaputt gehen würde?
      Wenn sich allerdings für mich wirklich kristallisiert, dass eines von den beiden der absolute Favorit ist, bin ich bereit die Summe zu zahlen.
      Welche anderen Alternativen könntet ihr mir Empfehlen, welches Zelt wäre unter diesen Umständen Euer Favorit? Freue mich über jede Antwort und Rat!
      (Noch zur Größenorientierung: Wir sind 183cm und 169cm groß.)
      Liebe Grüße
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