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Ultraleicht Trekking
zeank

80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

Wie würdest Du entscheiden?  

57 Stimmen

  1. 1. Wenn Du selbst ein Kind IM ALTER VON 15 BIS 17 JAHREN hast/hattest: Würdest Du ihm die Teilnahme erlauben?

    • Nein
      10
    • Ja (dem Kind überlassen)
      43
    • Nicht zutreffend
      4
  2. 2. Als Du selbst 15 bis 17 Jahre warst: Hättest Du teilnehmen wollen?

    • Keinesfalls
      11
    • Weiß nicht
      10
    • Vermutlich ja
      27
    • Ganz sicher
      9


Empfohlene Beiträge

Abstimmen ist sowieso immer besser als sich mit Argumenten auseinandersetzen.

Besonders dann, wenn man es in der Hand hat, worüber genau eigentlich abgestimmt werden darf.

bearbeitet von zeank

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vor 2 Stunden schrieb SouthWest:

Sehr interessant das Abstimmungsergebnis bisher. Spricht fuer sich selbst.

Ein Problem ist der Gruppendruck. Ich habe hier mit Nein (nicht erlauben) gestimmt... obwohl ich weiß, dass ich seinerzeit sehr viele Sachen erlaubt und dennoch missbilligt habe. Oft geschah das mit Rücksicht darauf, den Anschluss an die 'peer group' nicht zu beeinträchtigen. 

Meine eigentliche Antwort: Ich hätte mir gewünscht, dass kein Angebot dieser Art (und mit diesem Lehrer) gemacht worden wäre. Sicherlich hätte ich es auch über die Elternvertretung zu verhindern versucht. Ob ich im Realisierungsfall tatsächlich ein Verbot ausgesprochen hätte, weiß ich aber nicht. Bei hartnäckigem Widerspruch meines Sohnes vielleicht nicht.

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Ich hätte (bzw. habe ) mir den Lehrer angesehen. DAS ist neben der Begeisterung des Kindes das Wichtige für mich. Wenn ich da kein Vertrauen zu ihm/ihr habe - no way. Wenn ich Vertrauen habe - aber gerne!

Und die Kinder sind soweit selbstständig, das ich ab 16 davon ausgehen kann, das sie sich selber (natürlich im Rahmen) einschätzen können und nichts machen, was ihnen bewußt schadet - und ne große Blase, Muskelkater und völlig ko ankommen gehört für mich nicht dazu.

My2ct

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vor 4 Stunden schrieb Idgie:

Bleibe dennoch dabei, es ist freiwillig, und die Schüler die sich das antun scheinen Bock drauf zu haben.

Schließe mich an! Ich weiß ja nicht wie ihr aufgewachsen seid, aber in meinem Umfeld mit 15 - 17 hätte jeder, der keine Lust oder zu große Schmerzen gehabt hätte, einfach abgebrochen. In diesem Alter bin ich ja nicht im hier heraufbeschwörten Gruppenzwang gefangen. Trotzdem erscheinen mir 80km an einem Tag sehr viel für Schüler. (für mich waren die 100km/24h vor 2 Jahren schon rech grenzwertig).

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vor 1 Minute schrieb SouthWest:
vor 3 Minuten schrieb roli:

... hätte jeder, der keine Lust oder zu große Schmerzen gehabt hätte, einfach abgebrochen.

Aus dem 20 Minuten Artikel:

Zitat

Aussteigen ist aber bei der Nachtwanderung im kommenden Sommer nicht möglich.

Scheinbar bezog sich die Sanitätstrage auch auf die kommende Wanderung (laut 20 Minuten Artikel). Vielleicht hatten sie sie diesmal nur dabei, um zu checken, ob das funktioniert sie mitzunehmen.

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vor 17 Minuten schrieb kra:

Ich hätte (bzw. habe ) mir den Lehrer angesehen. DAS ist neben der Begeisterung des Kindes das Wichtige für mich. Wenn ich da kein Vertrauen zu ihm/ihr habe - no way. Wenn ich Vertrauen habe - aber gerne!

Genau darum geht es mir doch. So wie dieser Typ dargestellt wird und wie er sich scheinbar auch selber darstellt und inszeniert, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass ich den in höchstem Maße problematisch finde. Aus verschiedensten Perspektiven (alles schon dreimal erläutert).

vor 17 Minuten schrieb kra:

nichts machen, was ihnen bewußt schadet - und ne große Blase, Muskelkater und völlig ko ankommen gehört für mich nicht dazu.

Die gezeigten Verletzungen auf den Bildern gehören aber eben nicht zur Gruppe "große Blase und Muskelkater". Der Sonnenbrand ist eine Verbrennung dritten Grades und hinterlässt bleibende Schäden, die Blutblasen und offenen Fleischwunden an den Fersen brauchen Wochen wenn nicht Monate zum abheilen und gehören ärztlich begleitet, damit nicht noch was schlimmeres draus wird.

Woher kommt dieser Drang zur Verharmlosung? Warum wird auf das - letzten Endes politische Programm - des Lehrers nicht eingegangen? Nochmal, es geht mir nicht um die Form. Ich kann mir sehr gut einen Rahmen vorstellen, indem man ähnliche Touren, auch für Kinder, anbietet. Aber wenn das von jemand ausgeht, der ein - aus meiner Sicht - mehr als zweifelhaftes Weltbild im Kopf hat und entsprechend Werte vermitteln will, finde ich das in höchstem Maße problematisch.

Es wird sich hier wieder und wieder nur an der Form abgearbeitet, obwohl diese doch überhaupt nicht strittig ist. Keiner hat bislang gesagt, dass er es generell nicht möchte, das Kinder rauskommen, Grenzerfahrungen ermöglicht werden etc. Niemand will irgendwem irgendwas wegnehmen. Im Gegenteil!

Trotzdem wird so getan als wäre das der Streitpunkt, wenn es in Wirklichkeit um die Motivation dieses Typen geht, warum er sowas anbietet und das wie er es umsetzt. Mit der Scheindebatte um die Form "solange es freiwillig" ist, entgeht man dem Urteil, dass man eben scheinbar doch das alles mit dem Gerede von "Verweichlichung" usw ganz richtig und ok findet. Und darin besteht für mich der eigentliche Dissens.

Ich will keine Gesellschaft in der Menschen immer jung, stark, gesund, leidensfähig, konstruktiv und leistungswillig zu sein haben. Ich halte es für eines der Grundübel dieser Welt, dass wir alle diesem Idealbild von einem Mensch (der so praktisch nicht existiert) hinterherzurennen haben und Vorstellungen zu erfüllen haben, wonach wir möglichst stromlinienförmig reinzupassen haben (bloß nicht anecken!), möglichst viel leisten und dabei bloß niemand zur Last fallen. Wird man alt und gebrechlich sollte man als anständiger Mensch am besten zu der Einsicht gelangen, dass dann das Leben eh nicht mehr lebenswert wäre und sich ohne großes Aufsehen und Getue verabschieden.

Aber genau darum geht es bei dieser Veranstaltung. Und deswegen lehne ich sie ab.

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vor 8 Stunden schrieb zeank:

Trotzdem wird so getan als wäre das der Streitpunkt, wenn es in Wirklichkeit um die Motivation dieses Typen geht, warum er sowas anbietet und das wie er es umsetzt. Mit der Scheindebatte um die Form "solange es freiwillig" ist, entgeht man dem Urteil, dass man eben scheinbar doch das alles mit dem Gerede von "Verweichlichung" usw ganz richtig und ok findet. Und darin besteht für mich der eigentliche Dissens.

Die Kritik seiner Motivation ist deshalb vielleicht schwierig, weil er nur kurze (für mich allesamt indes sehr bedenkliche und deutliche) Hinweise darauf gibt. Da springen bei mir zwar alle Alarmleuchten an... aber ich bin diesbezüglich heutzutage sowieso ein bisschen im Daueralarmmodus. Ich glaube, diese spezielle (politische) Sensibilität ist individuumsabhängig. Aus der Tatsache, dass Andere da erst einmal nichts erkennen, ziehe ich auf ihre eigene Weltanschauung nicht sofort Rückschlüsse. Ich glaube, viele haben dieses entsetzliche Gelaber von der "Verweichlichung" erst einmal weitgehend überlesen... und schauen sich nur die Aktion selbst an. Das Vokabular, das du und ich sehr verräterisch finden, weckt bei Anderen eben nicht umgehend die entsprechenden Assoziationen. Das heißt aber nicht, dass sie das von uns vermutete Weltbild hinter den Begriffen toll fänden. 

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Erfahrene Eltern wissen übrigens, dass ihre Kinder mit 16 sowieso am Smartphone kleben (egal, was man ihnen vorher geboten hat).

Fünf Jahre später sieht's dann anders aus. Da blüht unter anderem eine früh vermittelte Liebe zur Natur gern auf.

Warum es dieser Lehrer nicht weiß und warum er nicht gelassen bleibt? Weil es ihm darum wohl gar nicht geht. 

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lol

Ihr seid vermutlich Menschen, die hinter jedem Busch einen Bären vermuten bzw. zu sehen glauben.

Da gibt es mal einen engagierten Lehrer, der vermutlich in seiner Freizeit einen zugegebenermaßen anspruchsvollen Marsch plant, selbst begleitet, den Weg über die Eltern geht, seinen Schülern eigene Entscheidungsfähigkeit gewährt, sowie Erfolg zutraut und er wird wegen ein paar zusammengestutzter Aussagen in einem etwas reißerischen, kurzgeratenen Artikel mit für Medizinern lächerlichen Bildern gleich auf eine Stufe mit Ron Jones/Ben Ross gestellt.

Der Mensch ist der beste, effizienteste Langstreckenläufer der Welt und deshalb auch ohne langes Training dazu befähigt. 14 bis 15-Jährige stehen zudem in der Blüte Ihrer Schaffenskraft, da die Hormone sie mit Energie und Regenerationsfähigkeit überversorgen.

Von einem Betreuungsverhältnis von fast 1 zu 2 kann auch jeder Lehrer, Pfleger, Erzieher, etc. nur träumen.

Die angesprochene Trage kommt auch erst beim nächsten Lauf mit, da dann aufgrund der Streckenplanung ein Abbruch bzw. ein Abholen durch Rettungskräfte schwerer möglich ist. Solange der besagte Lehrer also die grundsätzlichen Gefahren einer solchen Wanderung kennt und dann im Notfall auch entsprechend handelt (im Gegensatz zu den Bundeswehroffizieren, die sehenden Auges Menschen trotz eindeutiger Symptome in den Tod bzw. in Lebensgefahr haben laufen lassen), kann man ihm auf bisheriger Faktenlage (mehrere erfolgreich absolvierte Läufe) keinerlei Vorwurf machen.

Verweichlichung wird hier zudem zu sehr im Kontext von Extremismus und weniger im Zusammenhang mit Helikoptereltern, die durch ständige Begleitung und Bevormundung jede Entwicklung Ihres Kindes nachweislich hemmen, gesehen. Aber dass der Mensch lieber schwarzsieht ist halt ein evolutionärer Atavismus, den man hoffentlich auch irgendann etwas mehr durch die Arbeit von Leuten wie der Familie Rosling u.a. abfedern kann.

 

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vor 12 Minuten schrieb fettewalze:

Verweichlichung wird hier zudem zu sehr im Kontext von Extremismus und weniger im Zusammenhang mit Helikoptereltern, die durch ständige Begleitung und Bevormundung jede Entwicklung Ihres Kindes nachweislich hemmen, gesehen. Aber dass der Mensch lieber schwarzsieht ist halt ein evolutionärer Atavismus, den man hoffentlich auch irgendann etwas mehr durch die Arbeit von Leuten wie der Familie Rosling u.a. abfedern kann.

 

Der arme Rosling dreht vermutlich grad ein paar Runden im Grab. Das mit den Helikoptereltern erklär ich Dir ein andermal. Bringt eh nix, wird ja eh alles ignoriert was man schreibt.

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vor 23 Stunden schrieb Einzelkämpfer:

Ich glaub es geht los :-(

Ich wäre heilfroh gewesen wenn es sowas in der Schule gegeben hätte, endlich mal raus aus dem muffligen Klassenraum. Was das mit Machotum zu tun erschließt sich mir nicht. In der Schweiz ist es scheinbar noch möglich dass man der allgemeinen Verweichlichung entgegentritt. Außerdem wird keiner gezwungen mitzumarschieren, aber die die sowas geschafft haben können stolz auf die erbrachte Leistung sein und noch lange davon zehren. Das sind dann die zukünftigen Outdoorer und vielleicht kommt der eine oder andere drauf dass es besser ist sich draußen aufzuhalten als ständig aufs Handy zu glotzen. Wer hier der Idiot ist ....

Auch wenn ich ne Verwarnung riskiere: Was für ein Bullshit. Man kann wohl schwer bei Jugendlichen Naturerlebnisse nachholen, wenn das in der Kindheit versäumt wurde. Und wenn man das tut, dann nicht mit der Brechstange. 

Und ob jemand lieber aufs Handy glotzt oder in den Wald geht sei ihm selbst überlassen. Wir leben ja nicht in einem totalitärem Regime.

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OT:

@Dingo: Warum eine Verwarnung riskieren? Du hast Deine Meinung zwar sehr "emotional" dargebracht, es war aber keine Beleidigung oder ein anderer Verstoß gegen die Netiquette oder die Nutzungsbedingungen dabei.

So totalitär ist das Regime hier nun auch nicht ;)

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vor 6 Stunden schrieb zeank:

Besonders dann, wenn man es in der Hand hat, worüber genau eigentlich abgestimmt werden darf.

Eine Abstimmung über das Verhalten des Lehrers verbietet sich, weil wir nicht mehr als Vermutungen haben und auch keine moralische Gerichtsbarkeit sind. Vielmehr zeigt die Abstimmung, dass eine solche Veranstaltung, wären unsere Kinder alle an dieser Schule, wohl auch in gleichem Umfang zu Stande kommen würde.

Immerhin: Unsere Kinder wären dann von langstrecken- und UL-erfahrenen Eltern gebrieft, kämen in Trailrunnern und mit DayPack zum Overnighter und müssten am Ende wohl den Lehrer tragen. :-D

In den Memoiren meiner Mutter findet sich die Geschichte, wie der Erdkundelehrer die Schülergruppe (Nachkriegszeit, Hunger, schlechte Schuhe, Notabi) 40 Kilomenter in strengem Tempo durch das Sauerland trieb. Nach 15 km beschloss die Gruppe, die drei stärksten Schülerinnen stramm vorauslaufen zu lassen, um den Lehrer zu schnellerer Gangart zu treiben. Die Geschichte endet so: „Als er uns nach zwei Stunden eingeholt hatte, wollte er nur noch auf der Wiese liegen und eine lange lange Pause machen.“ :-D

vor 1 Stunde schrieb zeank:

Bringt eh nix, wird ja eh alles ignoriert was man schreibt.

Es zu lesen heißt, es nicht zu ignorieren. Aber man muss nicht immer auf alles antworten. ;-)

vor 9 Stunden schrieb Ziz:

Könnte eigentlich jemand der Fraktion "Freiwiliig" spaßeshalber auch mal auf die beiden Gegenargumente

  • minderjährige Schüler_innen, die weder wählen noch Alkohol trinken dürfen und nicht voll entscheidfähig sind
  • Gruppenzwang, der einen daran hindert bei Schmerzen abzubrechen

eingehen? <_<

Minderjährige Schüler sind minderjährig, nicht minderbemittelt. Voll entscheidungsfähige Eltern (gesetzliche Vertreter) haben zuvor entschieden, dass sie ihren Kindern diese Entscheidung zutrauen und anvertrauen. Darum erschließt sich mir das Argument nicht.

Gruppenzwang kann negativ wirken, insbesondere auf betroffene Einzelne. Da hat man schnell den Wunsch, dem vermeintlich von der Gruppe unterdrückten beizustehen. Ungeachtet des negativ klingenden Wortes hat Gruppenzwang evolutionär aber die sinnvolle Funktion, die Chancen der Gruppe als ganzes zu erhöhen. (Der Löwe will das Gnu von der Herde trennen, um es erlegen zu können. Die Havaristen überleben den antarktischen Winter nur durch Zusammenhalt.)

Damit will ich nicht sagen, dass jegliche Kritik an der Veranstaltung per se unberechtigt wäre. Aber ich finde: Wir müssen nicht lernen, Gruppenzwang als Übel zu meiden, sondern uns des empfundenen oder real ausgeübten Zwangs im Leben bewusst zu werden und damit umzugehen üben. Letzteres kann die kritisierte Veranstaltung durchaus fördern.

Übrigens ergibt sich aus dem Kontext beider Artikel, dass eine Übernachtung von einer Wanderung von 40 km gefolgt wird. D. h. im Umkehrschluss, dass 2 × 40 km gewandert werden, wobei die Annahme, dass nach 24 h alles geschafft sein muss, m. E. nicht belegt ist.

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vor einer Stunde schrieb fettewalze:

Verweichlichung wird hier zudem zu sehr im Kontext von Extremismus und weniger im Zusammenhang mit Helikoptereltern, die durch ständige Begleitung und Bevormundung jede Entwicklung Ihres Kindes nachweislich hemmen, gesehen.

Versuch das mal, das mit dem Hemmen - ob nachweislich oder nicht. :-)  Da brauchst du eine mordsmäßige Willenskraft!

Aber glaubst du ernsthaft, dass überbesorgte 'Helikoptereltern' versuchen, Naturliebe zu unterdrücken und Smartphone-Fixierung zu fördern? Oder ist das für dich der zwangsläufig entstehende Kollateralschaden einer übermäßigen Bevormundung, das mit der 'Verweichlichung'? Ich weiß sogar ansatzweise, was du meinst, aber die Erscheinung bräuchte dringend einen anderen und weniger reaktionär anmutenden Namen. Das Resultat einer autoritären Erziehung sieht nämlich meist anders aus: tief verunsichert oder aggressiv. 

Du meinst doch mit Bevormundung eine autoritäre Erziehung, oder? ;-) Oder meinst du - ganz umgekehrt - eine fürsorgliche? Die du dann nicht gut findest?

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OT: Ich finde es ziemlich befremdlich, dass Einzelkämpfer jeder ihm konträren Meinung ein Weinesmiley verpasst. Man könnte der Meinung sein, das so jemand so differenziert ist, einfach auch gut ausgeführte Gegenargumente mit Respekt zu akzeptieren. Da sind mir die kiffenden Smartphone Jugendlichen lieber, als dieses Altherren CSU Sprüchegeklopfe, die Jugend verweichliche. Das hört man nämlich wirklich zu jeder Generation. Bei uns waren es die Videospiele und siehe da, ich bin trotzdem ein produktives Mitglied der Gesellschaft und auch ohne Taufe sehr nächstenlieb und hilfsbereit, mehr als mancher reaktionärer Katholik.

bearbeitet von Stromfahrer
Userseitig gesetzte OT-Markierung vervollständigt.

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vor 56 Minuten schrieb Dingo:

Man kann wohl schwer bei Jugendlichen Naturerlebnisse nachholen, wenn das in der Kindheit versäumt wurde.

Um Naturerlebnisse scheint es ja gar nicht zu gehen. Den Artikeln zufolge stehen sie jedenfalls nicht im Vordergrund. Das Konzept ist anders, aus meiner Sicht ziemlich dunkel.

 

vor 56 Minuten schrieb Dingo:

Und ob jemand lieber aufs Handy glotzt oder in den Wald geht sei ihm selbst überlassen. Wir leben ja nicht in einem totalitärem Regime.

Mir wäre damals schon lieber gewesen, mein Sohn und seine Freunde hätten mehr im Wald und weniger mit Handys gemacht... seinerzeit wusste ich allerdings nicht, wie schnell diese Phase auch gegessen ist. Übertriebene Maßnahmen gegen die Digitalisierung der Pubertät zu ergreifen, wäre im Nachhinein aber auch eine verheerende Erziehungsstrategie gewesen. Heute weiß ich, dass ganz viele wichtige Dinge über dieses Medium abliefen - und dass wirksame Gegenschritte wahrscheinlich einen sozial abgeschnittenen Außenseiter produziert hätten.  

OT: Unter anderem deshalb darf Erziehung eben nicht 'totalitär' sein, auch nicht im 'gutgemeinten Sinne'... weil man so viele Variablen erst im Nachhinein richtig einordnen kann. Weil Eltern das eben auch nur zum ersten Mal machen und keine Experten sind. Weil sie's lernen, während sie es anwenden... und es nur anschließend in der Rückschau ein bisschen besser könnten (und nicht mehr müssen). Und auch weil sie zwangsläufig ein wenig mit vergangenen Zielbildern und Erlebnissen arbeiten, so sehr sie sich um Verstehen der Gegenwart bemühen mögen. 

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Elvis, die Stones, Die Ramones und die Beatles sah man ja auch als Untergang der Jugend.Jetzt sind sie Musikgeschichtlich nicht wegzudenken. 

Ich persönlich bin froh, wenn mein Kind sich mit gegenwärtiger Technologie auseinandersetzt, denn ohne wird das Kind Berührungsängste entwickeln und nicht mithalten können. Stellt das Kind dann fest, das ist nix mit der Technik, so fällt die Entscheidung wenigstens kompetent auf Wissen denn auf Stammtischniveau. 

Was mir bei den wenigen Zitaten des Lehreres auffällt. Lauter Plattitüden und kein Gespür für Jugendliche. Da meint einer seine Midlife Crisis aus alten Grenadierzeiten abarbeiten zu müssen. Jugend verändert sich und macht ihr Ding und das ist auch gut so. Wichtig sind Famile und Freunde, die das Kind prägen, vielfältig interessiert machen und ihm genug Selbstbewußtsein und Neugier verpassen. Dann tut auch das Smartphone nicht weh.

bearbeitet von Dingo
Rechtschreibung

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