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Ultraleicht Trekking
mawi

Regenjacke für nordischen Sommer gesucht

Empfohlene Beiträge

vor 21 Minuten schrieb khyal:

viele sind bei Regen zu warm angezogen, schwitzen dann und wenn dann 100% Luftfeuchtigkeit ist, hilft die beste Membran nix, da die Luft keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Sagen wir mal, 18°C, Dauerregen und Du wanderst im Gebirge. Da kannst Du unter der Pertexjacke nackt sein und Du schwitzt immer noch. Meiner Meinung nach kannst du dann nur für Ventilation sorgen oder eine andere Lösung als wasserdichte Kleidung suchen. Für mich hat sich in dieser Situation der Regenschirm (207 g) bewährt.

Ich habe viele Jacken ausprobiert, bei der Atmungsaktivität hat mich kein (wasserdichter) Stoff überzeugt. Wenn Jacke, dann helfen bedingt nur große Ventilationsöffnungen und Unterarmzips oder eben viel Luft wie bei Ponchos oder Frogg Toggs.

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Stimme Dir zu, natuerlich gibt es Bedingungen, da oelst Du immer, wenn ich z.B. an Indien im Monsun denke usw

Viele machen es halt so, dass sie der Temp usw entsprechend angezogen sind, nun faengt es an zu regnen und sie ziehen das Regenzeug drueber, damit haben sie aber jetzt eine zusaetzliche Schicht an und sind damit zu dick angezogen und schwitzen dadurch...

Mit den Unterarm-Zips habe ich auch mal gedacht, als ich Regenjacken mit schlechten Membranen hatte, bei der Minimus vermisse ich sie ueberhaupt nicht...

Uebliche Ponchos aus nicht atmungsaktiven Material empfinde ich als deutlich schwitziger und fuer´s Gebirge u.A. als viel zu windanfaellig, aber mit kleinem Rucksack, der gut drunter geht und in nicht windanfaelligem Gelaende z.B. Wald ist natuerlich so etwas wie der STS Nano Poncho ein echt nettes Teil, haben wir frueher gerne verwendet, um auch nicht-regenfeste Eingaenge von Zelten (ja ja das gute alte Shangri La 3 :-D)  abzudecken, oder einen gemeinsamen Kochplatz zu haben, natuerlich mit dem systembedingten Nachteil, dass Du dann kein Regenzeug mehr hast, um z.B. Pinkeln zu gehen...

Regenschirm, auch ausprobiert, erstaunlich, was viele gute Regenschirme aushalten, aber bei etwas mehr Wind nach meinen Erfahrungen kein richtiger Regenschutz mehr und auf unebenen Terrain fehlt mir da auch einfach mindestens ein Arm, wenn ich mit Trekkingstoecken oder Staff unterwegs bin, auch mal nach GPS oder Karte greifen, mal Fotos machen will, aber da sucht sich jeder das raus, was zu seinen Vorhaben passt...

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Schon mal gut zu wissen, dass die "heavy duty" Variante 2 Tage am Stück hält, denke das müsste meine auch hinbekommen (mehr wie vier Stunden Dauerregen hatte ich noch nicht), bzw. im Prinzip ja auch mehr. Das Problem mit dem Schweiß haben die Membranen ja immer.

Da ich absehbar aber vielleicht noch dieses oder nächstes Jahr eine Jacke ersetzen muss/kann, interessiert mich mehr wie es bei leich teren Sachen aussieht. Was mich zu Pertext Shield+ positv stimmt ist neben @khyal noch @roli  und seine Einschätzung der Minimus nach dem CWT, die ich gerade noch gefunden habe.

bearbeitet von kwolf

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@kwolf Ich war mit der Montane Minimus tatsächlich schon sehr oft im Regen mit Rucksack unterwegs und mir hat alles gepasst. Inklusive solche Geschichten wie 4 Tage durchgehend Regen ;) In Schottland bzw. Skandinavien auch mit einem Rucksackgewicht >10 kg. Somit würde ich diese Regenjacke als sehr gut bezeichnen. Mittlerweile verwende ich die Montane 777 einfach weil sie leichter ist. Da war ich aber noch nicht mit mehr als 8 kg (im Regen) unterwegs und kann somit nicht aus Erfahrung sprechen. Vom Eindruck her macht das aber auch die 777 mit.

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Klärt mich mal auf! Was ich bei Membranjacken nicht verstehe: Wenn die wirklich nass sind, der Stoff also getränkt, wie soll da noch Wasserdampf von innen nach aussen dringen? Der müsste ja praktisch durch den im Grunde geschlossenen Wasserfilm, bzw die durch das Wasser geschlossene äussere Schicht gehen. Wie soll das gehen?

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Gerade eben schrieb wilbo:

Ohne funktionierende Imprägnierung, gar nicht. :mrgreen:

Gut, aber wenn eine funktionierende Imprägnierung (meist nicht der Fall...) eh Voraussetzung ist, was brauch ich dann noch die Membran?

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vor 2 Minuten schrieb zeank:

Oder mit anderen Worten: die Membran geht nur so lange wie die Jacke nicht nass ist? Was dem Sinn einer Regenjacke ja total zuwiderläuft.

Genau, und da man in den Dingern bei Regen von innen eh nass wird, kann man sich auch gleich eine wirklich dichte und leichtere und dazu noch günstigere Regenjacke kaufen ... 

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vor 3 Minuten schrieb vonLieven:

Ich habe noch bei keinen der Berichte der Thruhiker auf PCT, AT usw. gelesen, dass die mehrlagige  Goretex-Jacken anhaben. Die tragen alle ein windshirt und bei starken Regen entweder Schirm und/oder die leichteste Einfachst-Regenkleidung. Frag @German Tourist

Ich auch nicht. Geht mir auch gerade gar nicht um eine Kaufempfehlung, das Thema ist für mich gegessen. Will das nur technologisch verstehen. 

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vor 55 Minuten schrieb zeank:

Oder mit anderen Worten: die Membran geht nur so lange wie die Jacke nicht nass ist? Was dem Sinn einer Regenjacke ja total zuwiderläuft.

OT: In Schuhen verbaut, wird das Ganze noch absurder...

bearbeitet von wilbo

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vor 12 Minuten schrieb wilbo:

OT: In Schuhen verbaut, wird das Ganze noch absurder...

OT: Kann man so und so sehen. Schuhe wechsle ich nicht mal eben je nach Wetterlage. Die hab ich die ganze Zeit an. Und je nach Einsatzort sind sie ja vielleicht doch die meiste Zeit trocken und schützen meine Füße vorm Nasswerden durch kleinere Pfützen. Dabei werden sie auch selten komplett nass und so bleibt genug "atmende" Fläche. Andererseits ist die Membran meist nach drei Schritten an zig Stellen kaputt. Und hält dann das Wasser eher drinnen als draussen.

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vor 2 Stunden schrieb zeank:

Die Membran geht nur so lange wie die Jacke nicht nass ist? Was dem Sinn einer Regenjacke ja total zuwiderläuft.

Das ist der alte Elefant in der Messehalle der Regenjackenindustrie. Falls wer noch mehr Infos möchte, Andrew Skurka hat einen schönen kurzen Artikel hier und Mark Verber's Website ist wie sonst auch top.

OT: @vonLieven Skurka hat mal diese Handschuhe empfohlen, ich hab mir die daraufhin gekauft, aber noch nicht testen können. Machen aber einen vernünftigen Eindruck. @mawi Dann wurde die Velez inzwischen deutlich abgespeckt, früher war da ein größerer Unterschied (~200g).

bearbeitet von sedot

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Danke für den Link, Surka ist definitiv der Experte. Bei dem ganzen Jacken Thema ist sehr viel MarketingSprech im Spiel Surka formuliert das sehr treffend:

 I think we expect too much of our gear. Every piece of gear has limitations, and nothing is a complete panacea for Nature’s challenges. Gear manufactures seem less willing to acknowledge this reality, either because it’s better for business to ignore them, or because they are oblivious to them (which is an understandable but sad result when non-users design, market and sell gear).

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Skurka sagt aber nirgendwo, dass eine Membranjacke (soweit die Imprägnierung noch ihren Job macht) überhaupt nicht "atmet", sondern nur dass man von dieser Atmungsaktivität nicht so viel erwarten sollte, wie einem "die Industrie" vorgaukelt, besonders unter bestimmten Bedingungen.

Zitat

The bottom line is this: when it’s wet outside, expect to get wet. Some fabrics may be more waterproof or more breathable than others — and certainly compared to their ancestors — but they are not “magic” and they ultimately will not keep you dry when it’s wet.

 

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vor 6 Minuten schrieb Dr. Seltsam:

Skurka sagt aber nirgendwo, dass eine Membranjacke (soweit die Imprägnierung noch ihren Job macht) überhaupt nicht "atmet", sondern nur dass man von dieser Atmungsaktivität nicht so viel erwarten sollte, wie einem "die Industrie" vorgaukelt, besonders unter bestimmten Bedingungen.

 

Wenn es draußen nass ist, wirst du nass! 

Das kann man bedeutend günstiger haben als mit einer membran-jacke ... Die atmet eben nur einigermaßen wenn es trocken draußen ist.

Da atmet eine Windjacke aber eben noch besser! Und wenn es draußen nass ist, geht die atmungsaktivität gegen null (bei regen hat man nunmal ganz schnell 100% luftfeuchtigkeit, da ist der motor zum Dampftransport (der Dampfdruckgradient) ausgeschaltet. Da kannst du dann auch ne einfache (komplett dichte) Regenjacke haben. Wenn man ein wenig schaut bekommt man eine gute Regen- und eine gute Windjacke für kleineres Geld und kleineres Gewicht als ne Membranjacke (mein 2-jacken-system wiegt zusammen 142g). Und wenn es kalt wird hat man 2 Jacken zum anziehen, die isolieren dann auch noch mehr.

Aber schlussendlich muss jeder selber wissen was er kauft. 

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vor 7 Minuten schrieb basti78:

Wenn es draußen nass ist, wirst du nass!  

Ja ... Genau das habe ich oben zitiert.

Ich würde immer noch behaupten, dass man sich in einer Membranjacke in vielen Situationen wohler fühlt als in einer gleich geschnittenen Jacke aus Gummi. Die Alternative ist eben Ventilation durch Öffnungen oder einen weiten Schnitt.

Deine Berghaus Hyper ist übrigens auch eine Membranjacke und nicht unbedingt für nen Zehner bei Aldi erhältlich.

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vor 11 Minuten schrieb Dr. Seltsam:

Deine Berghaus Hyper ist übrigens auch eine Membranjacke und nicht unbedingt für nen Zehner bei Aldi erhältlich.

Ich hab die Berghaus Vapourlight, nix mit Membran, kostet nen hunni anstatt 300 wie die hyper 100.

Edit: 

Besser gesagt "kostete" ... leider gibt es diese tolle Jacke nicht mehr, sieht vermutlich doof aus wenn neben der 300euro jacke die für 100€ hängt und noch leichter ist ;-)

bearbeitet von basti78

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Stimmt, ich meinte die Vapourlight, ändert aber nichts. Siehe der Link aus deiner Packliste: https://www.sackundpack.de/product_info.php?products_id=6025

Zitat

wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Jacke

wasserdicht/wasserdampfdurchlässig durch Hydroshell(R)Hyper. WS 15.000mm, Wasserdampfdurchlass 10.000g/m2/24h

Auch die Beschreibung von Hydroshell auf der Berghaus-Seite riecht nach Membran:

https://int.berghaus.com/technology-hydroshell.html

 

 

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vor 8 Minuten schrieb Dr. Seltsam:

Auch die Beschreibung von Hydroshell auf der Berghaus-Seite riecht nach Membran:

Nein, das riecht einfach nur nach Marketing. Das ist eine PU beschichtete Nylon-Jacke ... dem ganzen einen fancy Namen zu geben wird nur gemacht weil es sich dann besser verkauft. Machen alle und deswegen passiert auch nichts, und man findet bestimmt immer einen Versuchsaufbau der irgendwelche absurden Messwerte ausspuckt. 

Ich weiß dass ist eine sehr kritische Meinung, aber bei meiner Jacke kann ich es einschätzen, die ist dicht wie es nur geht. Da kannst du nicht durch atmen, klar findet da trotzdem ein minimaler Austausch statt, der ist evtl messbar, aber meiner Meinung nach nicht spürbar. Die üblichen Outdoor-Hersteller würden einer Mülltüte vermutlich auch noch eine Atmungsfähigkeit andichten ;-)

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Die Hyper Smock ist definitiv nicht atmungsaktiv. Da stimme ich @basti78 voll zu. Ich habe keine Ahnung von Stoffen, für mich fühlt sich jedenfalls die Innenseite nach einer gummiartigen Beschichtung an.

bearbeitet von mawi

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vor 6 Stunden schrieb wilbo:

Ohne funktionierende Imprägnierung, ... gar nicht. :mrgreen:

So ähnlich wollte ich auch erst anfangen. Die Imprägnierung sollte meiner Meinung nach dafür sorgen, dass es eben keinen Wasserfilm auf der Außenhülle gibt. Dann hat sich mir aber die Frage gestellt, wie der Wasserdampf denn durch diese imprägnierte Außenhülle soll. Diese ist ja keine Membran und dürfte daher auch keinen Wasserdampf durchlassen. Wenn das Wasser nicht bis zur Membran käme könnte man sich diese ja sparen. Dachte dann schon der Wasserdampf würde an der Innenseite der Außenfläche irgendwie abtransportiert werden, was aber auch nicht überzeugend ist. Also noch einmal nachgeschlagen wie denn das mit Membranen funktioniert undauf folgende Abbildung gestoßen: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Goretex_schema-en.png

Das Wasser scheint also durchaus bis zur Membran durchzugehen. Die Frage wie der Dampf dann durchs Wasser gehen soll ist damit allerdings nicht beantwortet. Beim Überfliegen der Artikel habe ich auch auf die schnelle auch keine befriedigende Erklärung gefunden.

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