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Ultraleicht Trekking
martinfarrent

Bivy - wasserdicht oder nicht?

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Gast
vor 27 Minuten schrieb martinfarrent:

Die Tarps wurden immer außenzeltartiger und die Bivys immer innenzeltartiger...

je nachdem wo man so hin will und was man so vor hat...ergeben sich viele möglichkeiten, wenn man erstmal nicht mehr nach "zelt" guckt (und die zeltsammlung kann abgebaut werden).

leichter bivy ist übrigens auch gut in immobilen unterkünften, feucht und zugig ist ja im tendenziell kostenfreien nicht so selten.

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Ich habe mich gerade an einen Test erinnert, den eine Familie mal mit drei verschiedenen Biwaksäcken von Terra Nova unternommen hat. Es ging dabei nur um wasserdichte Bivys im Solo-Betrieb ohne Tarp. 

Interessant: Die größte Beliebtheit genoss bei allen Beteiligten das schwerste Produkt: 840g und ein Gestänge-Bivy.

Allerdings fand der Test stationär statt. Niemand musste die Bivys tragen.

https://www.familyadventureproject.org/2014/02/bivvy-bag-review/

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Martin, Problem ist nur, dass man aus physikalischen Gründen kein Wasser dichtes "Biwakzelt" bauen kann, bei dem man keine Kondes Probleme bekommt. Ist der Abstand zwischen Schlafsack und Biwaksack zu groß, kondensiert die Körperfeuchtigkeit an der Innenseite eines Gestängebogen Biwaksackes. Atmet man in den Biwaksack hinein, so verwandelt er sich in eine Tropfsteinhöhle.

Wer sich so eine Militärkonstruktion kauft, und glaubt, das wäre gemütlich drin, erlebt sein blaues Wunder! Das gilt natürlich auch für die zivilen Fehlkonstruktionen dieser Art. Auch diese mini Doppelwandzelte haben ein enormes Kondensproblem. 

Wilbo, der Snugpack SF Biwaksack ist kein drei Lagen Laminat. Bei dem perlt das Wasser auch im Regen ab, so dass immer größere Flächen eher trocken sind. Vermutlich funktioniert er deshalb so gut, obwohl sein Durchgangswert theoretisch nicht so gut ist. Ob der jetzt genauso gut funktioniert wie Goretex oder besser, vermag ich nicht zu sagen, obwohl ich seit vielen Jahren auch einen Goretex Biwaksack besitze. Ich glaube, die funktionieren gleich gut. Unterschiede beim Feuchtigkeitstransport sind nicht fühlbar. Messen kann ich es nicht. 

Aber eines ist sicher:

Im Gegensatz zum Goretex Biwaksack, dessen Außengewebe sich voll saugt, wie ein Schwamm, saugt sich der Snugpack nicht voll. Er trocknet viel schneller. Wenn man drin liegt, dann trocknet er geradezu blitzartig nachdem es aufgehört hat zu regnen. Darum packt man den meist trocken ein, was natürlich hervorragend gut ist. Ich habe die Zeit nicht gestoppt. Aber ich glaube der Snugpack Biwaksack braucht nur 20% der Trockenzeit meines Goretex Biwaksackes.

Dieser Effekt spielt natürlich eine erhebliche Rolle für die Funktion des Snugpack Sackes. Der ist eben aus einem weit überlegen Material.

 

(Mag ungewöhnlich sein, aber die hier von mir genannten Gewichtsangaben stimmen. Nicht jede Bude hat es nötig, die Kunden zu belügen, um ihren Scheiß zu verkaufen. Es gibt durchaus auch seriöse Hersteller!

Bei Decathlon habe ich fest gestellt, dass die, wenn sie Gewichte nennen, immer ein paar Gramm drauf legen, um die Fertigungs Toleranzen ab zu decken. 

Denen scheint durchaus bewusst zu sein, dass man durch Verbreitung von Lügen die Glaubwürdigkeit verspielt. Und auf ihr Image sind die sehr bedacht! Sonst wären die auch nicht so groß geworden.)

 

 

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vor einer Stunde schrieb Erbswurst:

Martin, Problem ist nur, dass man aus physikalischen Gründen kein Wasser dichtes "Biwakzelt" bauen kann, bei dem man keine Kondes Probleme bekommt. Ist der Abstand zwischen Schlafsack und Biwaksack zu groß, kondensiert die Körperfeuchtigkeit an der Innenseite eines Gestängebogen Biwaksackes. Atmet man in den Biwaksack hinein, so verwandelt er sich in eine Tropfsteinhöhle.

Ich habe ja nicht sagen wollen, dass ich den TN Jupiter selbst attraktiv finde. Ich kenne ihn auch nicht. Sein Aussehen schreckt mich ab.

Die anderen beiden Biwaksäcke im Test habe ich aber beide schon besessen - und hätte das Mehrgewicht des Discovery (bei mir deutlich leichter als im Bericht... ca. 560g iirc) fast jederzeit im Vergleich zum Moonlite in Kauf genommen. Höchstens bei sehr geringer Regengefahr nicht. So unzureichend fand ich also den damaligen Moonlite, dass ich 350g mehr Gewicht vorgezogen hätte... allerdings hatte ich die Säcke nicht gleichzeitig. Zum Moonlite damals: viel zu knapp geschnitten, viel zu umständlich im Einstieg, mit Daune von der Atmungsaktivität her m.E. nicht hinreichend.

Warum der Discovery aber kein Insektenschutznetz aufwies, blieb mir schleierhaft - und außerdem scheint es ihn nicht mehr zu geben, den Jupiter in der alten Fassung auch nicht mehr. Die Terra Nova-Site zeigt nur noch einen Jupiter Lite (550g) und den neuen Moonlite (nunmehr mit Reißverschluss) - sowie den billigeren Survival. Der Stoff des Jupiter Lite ist auch nicht mehr GoreTex-Flo2 - wohl praktisch identisch mit Event - sondern 'TN Moonlite' (wie beim Survival... aber zur Unterhaltung per Verwirrung nicht unbedingt mehr beim Moonlite selbst). 

EDIT:

P.S. @Erbswurst - Ist der SnugPack-Stoff dem Goretex wirklich überlegen, weil das Wasser besser abperlt? Die Wasserdichtigkeit und die für die Atmungsaktivität wichtige wasserabweisende Qualität von Goretex sind ja zwei Paar Schuhe. Vielleicht reicht einfach eine Nachbehandlung, damit's beim Goretex wieder klappt?

 

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Zitat

Beware tall users! This is advertised as 220 cm in length (86.6"); however, this is laying flat (as pictured).

https://www.amazon.de/Snugpak-Special-Forces-Bivvi-Oliv/dp/B001LZ5M7Y/ref=sr_1_1?m=A17CP0K27Z4KKC&s=merchant-items&ie=UTF8&qid=1525089374&sr=1-1&keywords=snugpack#customerReviews

@Erbswurst
Ist es richtig, dass der Snugpak bivi komplett nur 2,2 m lang ist? :blink:

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Zu diesem Snugpack Material sind auf allen deutsch sprachigen Internetseiten irgend welche Fehler in den Angaben.

Man muss unbedingt auf der englisch sprachigen Snugpack Herstellerseite nachsehen, wenn man etwas wissen will.

(Und schaut man nach dem Schlafsack, um den Preis zu sehen, muss man die richtige Farbe anklicken, denn die Tarnmuster Versionen sind deutlich teurer, als die Modelle in schwarz, beige oder olivgrün)

Dort ist der Schlafsack SF1 mit 220cm Länge angegeben, der Biwaksack mit 228cm.

Ich hab das jetzt nicht nach gemessen, aber das stimmt wohl etwa.

Der Biwaksack ist ein maßgeschneiderter wasserdichter zweiter Außenbezug des SF1 Schlafsackes.

(Er ist nur geringfügig weiter, da der Adapter, mit dem der SF2 Schlafsack eingezippt werden kann, den Umfang etwas erweitert. Das ist ja ein vierteiliges Nato-Schlafsacksystem zur Verwendung von subtropischem Klima bis runter auf - 20*C, in dem auch noch zusätzlich ein Kälteschutzanzug getragen werden kann, falls es mal noch kälter werden sollte. Nur die Sommervariante SF1 + Biwaksack ist ultraleicht und sehr kompakt.)

Es gibt dieses Schlafsystem auch für Riesen. Der dazu gehörige Biwaksack ist dann 258cm lang (nach Angabe der Snugpack Homepage).

Man sollte aber nicht nur aus Gewichtsgründen den Biwaksack möglichst in Standardlänge nehmen. (Ich passe mit 185cm Körpergröße genau rein in SF1 und Bivvy. 186 mag auch noch gehen, mehr wohl nicht.)

Wenn mehr Abstand zwischen Schlafsack und Biwaksack wäre, als vom Konstrukteur vor gesehen, dann kühlt sich die Luft dazwischen so ab, dass sich Kondenswasser an der Außenhülle niederschlagen könnte.

(Das ist bei jedem atmungsaktiven Biwaksack so.) 

Wenn man jetzt also nur 165cm groß wäre, und den Biwaksack mit einem anderen, kürzeren Schlafsack benutzen wollte, dann sollte man ihn in der Kapuze gut anliegend platzieren und das überflüssige Fußteil unter die Beine drunter falten.

Diese Bilder von nicht atmungsaktiven Zwei Personen Biwaksäcken, in denen einer mit seinem Rucksack zusammen drin liegt, führen einen da auf ne falsche Fährte. So etwas sollte man mit einem atmungsaktiven Biwaksack nicht machen, denn sonst funktioniert der Feuchtigkeitstransport nach außen nicht optimal!

Man kann das Snugpack Zeug übrigens in Deutschland kaufen bei Recon Company (Salzgitter), Spezial Depot Dehler und ASMC.

Bei Recon war es in der Vergangenheit oft etwas billiger, als bei den anderen.

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vor einer Stunde schrieb Erbswurst:

Wenn mehr Abstand zwischen Schlafsack und Biwaksack wäre, als vom Konstrukteur vor gesehen, dann kühlt sich die Luft dazwischen so ab, dass sich Kondenswasser an der Außenhülle niederschlagen könnte.

(Das ist bei jedem atmungsaktiven Biwaksack so.) 

Das ist eine zunächst einleuchtende Erklärung... hinkt aber wohl etwas. Ab einer bestimmten Temperatur fließt durch die enge Passform auch mehr Schweiß und schafft damit überhaupt eine Voraussetzung für Kondens, insbesondere natürlich bei geschlossenem Bivy (wegen Regen). Und in meiner Bivy-Zeit fand ich weitere Schnitte sowieso angenehmer. Besonders bei der Verwendung eines Quilts lässt sich dieser beliebig verschieben, wenn genug Platz ist. Verschwitzten Nächten wird damit etwas vorgebeugt.

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vor 4 Stunden schrieb Erbswurst:

Mag ungewöhnlich sein, aber die hier von mir genannten Gewichtsangaben stimmen. Nicht jede Bude hat es nötig, die Kunden zu belügen, um ihren Scheiß zu verkaufen. Es gibt durchaus auch seriöse Hersteller!

Und Fertigungstoleranzen gibt's bei seriösen Herstellern auch nicht! Ich bin beeindruckt.

Gut finde ich auch, dass die seriösen Hersteller ihre Sachen so konstruieren, dass das Gewicht immer in 5er-Schritten angegeben werden kann. Das erleichtert das Rechnen.

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vor 10 Stunden schrieb martinfarrent:

Sogar viel leichter. Wenn schon Biwaksack, dann wegen bereits abgewehrter Zugluft und zur besseren Temperaturregulierung erst recht Quilt. Der Bivy wiegt dabei wegen Daunennutzung u.U. etwas mehr, weil er bei Wasserdichtigkeit idealerweise aus Event sein sollte (der von @Breaze hat 400g, also 60g mehr als der SnugPack). Dafür wiegt der Quilt je nach Temperaturbereich +/- 500g... = 900g. Einschränkung: ganz kondensfrei bleibt's nicht bei allen Leuten und in allen Situationen. Wer sich deshalb für Apex entscheidet, muss das Gewicht entsprechend etwas höher ansetzen.

Der hat auch nur 400g, wenn man die kleinen Modifikationen mitrechnet, die ich angebracht habe. Ohne diese wiegt er 370g (inklusive Mückennetz). Da ich den Rucksack in Zukunft nicht mehr mit rein nehme, sondern in den Poncho wickeln werde, kann der Sack außerdem um 20cm gekürzt werden (geschätzte Ersparnis ~30g) - käme dann bei einem Gewicht von 340g raus.

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Am 29.4.2018 um 19:49 schrieb Erbswurst:

Breaze, was hast Du da veranstaltet?

Der Biwaksack ist kein Zelt, sondern ein wasserdichter Schlafsacküberzug.

(...)

Alles, was man sonst noch machen könnte vor dem Schlafengehen, wird aus dem Rucksack heraus gemacht. Ich hole den Schlafsack erst EINE MINUTE vor dem Einstieg in den Schlafsack heraus.

Da hast du natürlich Recht, das bin ich wohl falsch angegangen. Habe ja bereits geschrieben, dass ich mich anders organsieren muss. Ist damit in Punkto Komfort auch erstmal dem Zelt unterlegen. Aber um Komfort ging es mir ja auch nicht hauptsächlich. Die Frage bleibt, ob für mich bei optimierter Benutzweise noch genug Komfort übrig bleibt um weiterhin freiwillig mit Bivy loszuziehen. Ich werde das also mal anders probieren und berichten. Alles vorher erledigen und wirklich erst zum Schlafen den Sack ausrollen, Matte, Kopfkissen und Daunenjacke rein, dann bis auf Handy (Kopfteil) und Wasserflasche (draußen) den Kleinkram gleich im Rucksack lassen und den ganzen Rucksack mit nebenstehenden Schuhen im Poncho einwickeln. Vielleicht noch ein bisschen Lesen und - schlafen.

Kopfkissen, weil ich eins brauche. Ich mache das schließlich seit Jahrzehnten. Ist quasi ein Handgriff - und der Kopf liegt gut. In meinem Rucksack verbleibt zu wenig Kleidung, um ihn als Kopfkissen zu nutzen - habe ich mehrfach versucht, wäre praktisch, geht aber leider nicht.

Das Tyvek-Groundsheet habe ich mittlerweile einmal ordentlich durchgeknüllt, so wird es gleich weicher und leiser. Aber rutschig bleibt es. Ich denke, ich werde es mit ein paar Streifen Silnet versuchen.

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vor 50 Minuten schrieb Breaze:

Der hat auch nur 400g, wenn man die kleinen Modifikationen mitrechnet, die ich angebracht habe. Ohne diese wiegt er 370g (inklusive Mückennetz). 

Ach so... die Plastikstange zur Versteifung des abgespannten Kopfteils ist also von dir? Hast du sonst was geändert?

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Ja, genau. Das Material dafür habe ich von @TappsiTörtel abgeguckt, der ja nun viel Erfahrung in Nutzung und Konstruktion von Bivys hat - Deckel vom Kabelkanal :)  Zusätzlich ein paar Klettpunkte zur Befestigung der Stange, ein paar Klettpunkte um das Groundsheet am Bivy zu sichern (hat leidlich funktioniert, habe ich schon wieder entfernt), ca. 20cm Gummischnur an der Schlaufe des Kopfteils und daran ca. 4m Dyneemaschnur zum Abbinden/Offenhalten des Kopfteils um den Stoff nicht im Gesicht liegen zu haben und ein bisschen Luft um den Kopf zu haben. Ein kleiner Plastikarabiner, um die Schnur mit einem Griff aus dem Kopf auszuhängen. Das alles hat recht gut funktioniert. Habe die Stange nochmal auf die Hälft gekürzt, jetzt wiegt das Bivy "nur" noch 390g.

 

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Martin, Du hast mich missverstanden, glaube ich.

Beim Snugpack System wird das Ganze erst Körpernah, wenn man den Winterschlafsack benutzt.

Der Sommer- bzw 3Jahreszeitenschlafsack SF1 selbst ist relativ weit geschnitten. Nur der Biwaksack liegt ziemlich nah am Schlafsack an.

Verwendet man den Adapter, weil man ab vielleicht  minus 10*C beide Schlafsäcke zusammen zippt, vergrößert sich der Umfang des SF1 und verringert sich dadurch der Abstand Zwischen SF1 und Biwaksack noch weiter. Dadurch wird anscheinend auch bei diesen tiefen Temperaturen der nötige Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen gewährleistet. Der Biwaksack liegt dann ringsum wirklich direkt auf dem SF 1, als wäre er angenäht.

 

Der Abstand zwischen Biwaksack und Schlafsack hat meiner Meinung nach überhaupt keinen Einfluss auf die Schweißproduktion des Schläfers. Sondern lediglich die Qualität der Wärmedämmung des Schlafsackes, die man eben durch den Reißverschluss des Schlafsackes regulieren kann, und die relative Luftdichtigkeit des Biwaksackes, die eben den Luftaustausch minimiert, ebenfalls regulierbar durch den Reißverschluss des Biwaksackes, solange es eben nicht regnet.

Allerdings kann bei weitgehender Windstille noch erheblich durch die Zugkordel des Atemloches an der Luftzirkulation geändert werden. Ein vollständig geöffneter Mittelreißverschluss Schlafsack im geschlossenen aber am Atemloch offenen Biwaksack führt ja dazu, dass quasi der nackte Bauch im kalten Luftzug liegt, sofern es außen noch irgendwie kühl ist, was ja in Europa bei Regen meist der Fall ist.

Wenn das nicht mehr funktioniert, hat das Meshinnenzelt im offenen Außenzelt nur noch ein paar Grad Weges die Nase vorn, bis die Tropenhängematte angesagt ist.

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vor 22 Minuten schrieb Erbswurst:

Verwendet man den Adapter, weil man ab vielleicht  minus 10*C beide Schlafsäcke zusammen zippt, vergrößert sich der Umfang des SF1 und verringert sich dadurch der Abstand Zwischen SF1 und Biwaksack noch weiter. Dadurch wird anscheinend auch bei diesen tiefen Temperaturen der nötige Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen gewährleistet. Der Biwaksack liegt dann ringsum wirklich direkt auf dem SF 1, als wäre er angenäht.

Nee, das habe ich schon richtig verstanden. Sinnvoller wäre aber aus meiner Sicht viel Platz, um den Schlafsack (in diesem Fall besser: Quilt) nach Belieben beiseite zu schieben. Insofern existiert der Zusammenhang mit der Schweißproduktion. In meinem relativ großzügigen TN Discovery konnte ich die NeoAir mit rein nehmen und mich darauf beliebig (un)vollständig mit dem Quilt bedecken - je nach den augenblicklichen Erfordernissen. So hielt sich das Schwitzen in warmen Nächten in Grenzen.

 

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Verstehe!

Dem Wunsch kann dann aber nur entsprochen werden, wenn es warm ist, und auch nur dann ist das nötig.

Denn wenn es kalt ist bekommt man wie gesagt im zu weiten Sack Kondensprobleme. 

Allerdings kann man mit dem XXXL Biwaksack im Sommer los gezogen sich bei Kälteeinbruch dann damit behelfen, dass man den überflüssigen Stoff unter dem Körper weg faltet. Dadurch wird er dann ja enger.

 

Meinst Du also, die Brustweite 85cm und Fußweite 70cm des SF Biwaksackes wären Dir zu eng?

(Den SF gibt es auch in freundlichem südfranzösischem Kalkstein-Beige. 

Das heizt sich dann bei Hitze nicht so auf am Morgen, wenn Du jetzt endlich mal im Urlaub in aller Ruhe ausschlafen könntest, wohl wissend, dass Du aussiehst, wie ein Stein oder eine Welle in der Düne. Ich mein ja nur: Du als Brite im britischen Sack, das würde doch eigentlich gut passen.   ;0)

 

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Schade das dieser Thread eingeschlafen ist, mann mann mann was war der Interessant, auch wenn ich gerade die von @Erbswurstmir persönlich stark konstruierten Szenarien gaaaaaaanz schlecht nachvollziehen kann, denn das wäre ja zu schön um wahr zu sein....hat mir diese Diskussion sehr gefallen.

Vielen Dank dafür.

Ich persönlich bin auch ein extrem großer Freund von Biwaksäcken und gerade dabei eine all in one Lösung zu ertüfteln...das ist aber noch nicht spruchreif. 

Aktuell habe ich den Helium Bivi von OR und eines kann ich sagen aufgrund dem TULF dieses Jahr:

Dauerregen, Tauwetter plus nächtlicher Regen/Graupel führt bei geschlossener Kapuze zu einem persönlichem Schwimmbad. Hier werde ich eine Lösung finden müssen, da ich den auch bei solch einem Wetter gerne verwenden würde weil es nichts einfacheres gibt als nen Bivi. Diese Einfachheit fasziniert mich einfach total.

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kann das heißen, dass die optimale Lösung ein Tarp mit einem Inner ist? Mehr Platz, keine Kondenzprobleme, keine Mücken abzuwägen gegen einen täglichen, relativ schnellen  Aufbau, mehr Gewicht und dass  der Schlafplatz größer sein muss.  

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vor 34 Minuten schrieb Painhunter:

Schade das dieser Thread eingeschlafen ist

Naja, irgendwann hat jeder halt mal seine Meinung/Erfahrung geteilt. Gibt hier ja kein richtig und falsch. :wink:

Ich probier als nächsten einen wasserdichten Bivy, aber mit Mesh am Kopf aus. Dazu (Poncho)Tarp, wenn Regen, sonst halt mit Blick auf (gemeshte) Sterne. ^_^

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vor 1 Stunde schrieb Kermit:

kann das heißen, dass die optimale Lösung ein Tarp mit einem Inner ist? Mehr Platz, keine Kondenzprobleme, keine Mücken abzuwägen gegen einen täglichen, relativ schnellen  Aufbau, mehr Gewicht und dass  der Schlafplatz größer sein muss.  

Ich denke die Quintessenz ist das es ohne ein Tarp nicht geht wenn Niederschlag ist. Zumindest ist das meine Erfahrung.

Ohne vernünftigen Platz für die Organisation (kochen, Ablageplatz etc.) ist es quasi für mich nicht möglich bei Regen mich komplett zu organisieren, denn sobald ich den bivi aufmache regnet es rein. Unweigerlich. Hier konnte ich zumindest etwas abhilfe schaffen indem ich die Kopfkissen und den Schlasa nach innen schiebe bevor ich rausgehe. (Gerade beim nächtlichen punkeln und Nieselregen eine blöde Sache weil mann muss die Sachen ja auch wieder vorziehen, was zusätzlich Zeit und somit ungeschütztheit bedeutet).

Es geht alles aber für mich persönlich zu schwer, zu wenig Platz, zu viel denken dabei, und zu vieles muss organisiert werden damit alles passt.

Für mich ist klar. Bivi bei Niderschlag und Mistwetter nur mit zusätzlichem Tarpschutz um eine ausreichend große Fläche zu haben damit man sich organisieren kann und damit es beim ein und aussteigen einfach viel stressfreier für MICH zugehen kann.

 

Und natürlich kann der Bivi komplett geöffnet bleiben, was das Thema Kondesnwasserbildung in den Hintergrund rückt.

bearbeitet von Painhunter

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Also, dann will ich diesen interessanten Faden mal wieder beleben.

Ich habe einfach mal Erbstwursts Hohelied auf das Snugpak SF System beherzigt und das ganze ausprobiert. Mit reichlich Skepsis, denn außer von diesem einen Forums-User habe ich noch von niemandem ein solches Lob des Biwaksacks vernommen.

Der Eindruck nach knapp zehn Nächten ist leider äußerst ernüchternd.

Der Schlafsack SF1, zu dem ich mich hier im Nachbarast durchgerungen habe, ist o.k. Das Temperaturrating kommt wohl hin, wenn man ihn mit dem Biwaksack zusammen nimmt. Nur Schlafsack habe ich noch nicht ausprobiert. Gewicht ohne Packsack ist tatsächlich 1026 g bei mir.

  1. Ich habe drei Nächte damit bei ca. -4 °C zugebracht (lange Unterwäsche, dicker Wollpulli und dünne Lodenjacke) und gefroren wie ein Schneider, weshalb ich mir für die beiden weiteren trockenes Gras zwischen Hose bzw. Pulli und lange UNterwäsche gestopft habe. Das hat sehr gut funktioniert! Und ist auch ziemlich ultralight, nur FYI :mrgreen:
  2. Weiters habe ich einige Nächte um den Gefrierpunkt darin verbracht (auf einer sehr dünnen Isomatte, genauer der Mammut UL alpine Mat oder wie das Teil heißt), ebenfalls mit sämtlichen Kleidern am Leib. Es war frisch, aber ok.
  3. Ich habe auch bei 5 °C und Regen genächtigt, hier war mir mit einem Pulli und Jeans bereits gemütlich warm.

Der SF Bivvy Bag wiegt bei mir erst mal 402 g. Warum der von Erbswurst nur 340 g wiegt weiß ich nicht, aber das ist schon ein ziemlicher Unterschied. Dann kann ich weiters leider keine einzige der Beschreibungen von E. bestätigen, wie dass es sich hierbei um ein tolles, ausgefeiltes System handelt.

  1. Schnitt: Zunächst einmal ist der Biwaksack in Normallänge einmal mindestens 10 cm KÜRZER als der Schlafsack, weshalb man immer irgendwo eine große Falte hat, ihr könnt es Euch ausmalen.
  2. Dampfdurchlässigkeit: Dass man im Biwaksack feuchte Sachen trocknet, weil er so gut die Feuchtigkeit nach außen transportiert kann ich mir nicht vorstellen. Bei mir ist es (wie bei jeder billigen Biwaksacktüte, die ich bisher ausprobiert habe) umgekehrt: ich gehe trocken rein, und selbst bei komplett niederschlagsfreien Nächten (die wir in diesem trockenen Frühjahr ja zu genüge hatten) wache ich unangenehm klamm und feucht auf. Außen ist der Sack einigermaßen trocken, den Raureif habe ich durch meine Körperwärme verdunstet. Dafür ist es drinnen unangenehm klamm und lässt sich wohl nur durch meine überwiegend aus Wolle bestehende Kleidung noch o.k. aushalten. Der Schlafsack ist merklich feucht an einigen Stellen und sollte getrocknet werden.
  3. Wasserdichtigkeit: Schließlich, und das ist das größte Übel, hält dieser Biwaksack nicht einmal dicht. Eine Nacht im Nieselregen gelegen, brav wie von Erbswurst empfohlen auf die linke Seite gerollt, damit die Reißverschlussabdeckung zum Tragen kommt. Versucht, trotz Tropfen auf die Nase mir den feuchten Plastikstoff irgendwie samt Schlafsack so im Gesicht hinzurichten, dass es ein Vordach bildet, ich zugleich aber nicht in den Sack hinein atme. Gescheitert und das nasse Gesicht akzeptiert. Und dann am Morgen die hohe Feuchtigkeit im Sack bemerkt. Entlang der gesamten Reißverschlussnaht aber auch weiter unten ist Wasser eingetreten. Es sieht so aus, als wären die Nähte nicht gescheit abgedichtet gewesen, und dort, wo keine Nähte sind, ist vermutlich kein Wasser von außen eingetreten, aber die ohnehin geringe Dampfdurchlässigkeit ist völlig zum Erliegen gekommen.

Ich habe den Biwaksack nun reklamiert und zurückgeschickt. Ob es nur ein Mängelexemplar war? Das könnte im Falle der Nahtabdichtung vielleicht sein, aber die Punkte 1 und 2 sind wohl kaum auf eine solche Ursache zurückzuführen. Gibt es sonst noch jemanden, der versucht hat, E.s leidenschaftlichen Empfehlungen zu folgen? (und dem es dabei vielleicht besser ergangen ist?)

Fazit: angesichts dieser Enttäuschung mag es überraschen, aber ich muss sagen, dass ich die "britische Version" des Bivvy-Camping, wie Martin sie hier eingeführt hat, noch nicht aufgeben will. Gerade für zivilisationsnahes Stealth-Camping, aber nicht nur, finde ich es einfach großartig, wenn man sich nur ein flaches Plätzchen suchen muss und im Prinzip einfach auf dem Wanderweg schlafen kann. Auch für Sturm ist das ein tolles Setup. Und für all die Abende bei schönem Wetter. Ausrollen, fertig. Kein Gefummel mit dem Tarp, einfach nur hinlegen und entspannen. Also all das was Erbswurst beschrieben hat, kann ich nun in seinem Reiz noch mehr als zuvor nachvollziehen. Bleibt nur das große ABER des klumperten Biwaksacks.... und ich muss mich wieder nach entsprechendem Equipment umsehen...

 

 

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Deckt sich exakt mit meinen Erfahrungen! Bei hoher Luftfeuchte ist nix aber auch gar nix mit trocken bleiben. Egal wie atmungsaktiv, dadurch das jeder MINDESTENS nen halben Liter nachts ausdünstet ist immer mit Kondenswasser zu rechnen. Schütt mal 0,5L in nen Biwaksack.... Keine Membran der Welt hat so ne Dampfdurchlässigkeit! 

Wenn Atemfeuchte dazu kommt ists dann ganz aus! 

Ich verwende meine mittlerweile 3 Bivvis so:

Nie im Winter/Höhe Luftfeuchtigkeit. 

Nur bei nem Overnighter... wenns dennoch schifft und ich komplett schließen muss und in Folge dessen eine ganze Nacht reinatmen muss ist es mir egal da ich den Schlasa ja am nächsten Tag wieder trocknen kann. 

Wenn ich weiß es wird heikel mit der Schlafplatz Suche. 

Hauptverwendung der Bivis bei mir:

Bock auf ausrollen und hinlegen, Geiles Wetter, warm, geiler aber kleiner Platz, Stealth Camping. So habe ich nen 250g Shelter welches mich auch vor Mücken schützt. Perfekt. 

#bivilove

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