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Ultraleicht Trekking

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Warum eine Hängematte?

Prinzipiell bedeutet das für den UL-Trekker erstmal Mehrgewicht für ein verzichtbares Teil. Doch es gibt einige Vorteile, weswegen ich mal das Experiment wage:

  1. Besserer Schlaf - ich habe bisher mit allen Isomattenvarianten bis hin zur dicken Neoair keinen tollen Schlaf gehabt.
  2. Einfachere Schlafplatzwahl - ob im Harz oder in Schweden, in der Natur gibt es selten ein ebenes trockenes Plätzchen für die Nacht. Mit einer Hängematte kann der Boden sumpfig, schief oder steinig sein, Hauptsache man hat zwei Bäume.
  3. Weniger Viecher - Ob Zecken, Schlangen, Skorpione oder was auch immer, man hat einen netten Abstand dazu.

Für mein Wunsch-Hängematten-Set sollen also folgende Prämissen gelten:

  • Möglichst geringes Gewicht
  • Bequeme Schlafposition
  • Modular verwendbar (mit oder ohne Mückennetz, Bodenoption für baumfreie Regionen)
  • Naturnahe Farben für Stealth-Camping
  • Selbst gemacht:)

Dies möchte ich mit folgenden Komponenten erreichen: Hängematte, Tarp, Baumgurte und Mückennetz.

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bearbeitet von ChristianS

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Das Bodensetup

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Für mich ganz wichtig - der Not-Aufbau auf dem Boden, falls wirklich mal keine verwendbaren Bäume zu finden sind.

Das Tarp ist für den Aufbau als Halbpyramide optimiert, da hierfür anders als beim A-Frame nur ein Stock/Trekkingpole nötig ist und nur auf einer Seite kein Wetterschutz besteht.

P1040446.thumb.jpg.a267bd1a45dfa7b5398e456696dab8dc.jpg

Hier der Aufbau mit 120cm Höhe bietet genug Kopffreiheit und eine NeoAIr in large passt locker rein. Bei widrigen Wetterbedingungen kann das Tarp auch deutlich flacher aufgebaut werden, davon gibt es aber noch keine Bilder.

P1040449.thumb.jpg.08e728a2b31a0a7d5e2d1c49a9f6bf64.jpg

Innen lässt sich das Mückennetz mit zwei Minikarabinern an der "Eck-Verstärkungsschnur" einhängen.

P1040450.thumb.jpg.b95a5f112f4f5f84572edf9f6e7df395.jpg

Vorne lässt sich das Tarp zu einem kleinen Beak zusammenraffen.

Alle Details zum Tarp folgen später in einem eigenen Abschnitt.

 

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Spannender Faden, vor allem, weil ich gerade ähnliche Gedanken wie du habe.

Was mich (neben den Gewichten, die du ja noch nicht verraten hast) besonders interessiert ist, welche Isomatte du für die 90 Grad Hängematte verwendest und wie sie funktioniert.

Ich habe von einem 90 Grad Hängematten-Hersteller (Ulrich von Cross Hammock) die Info bekommen, dass für diese Art von Hängematten eigentich nur die großen rechteckigen aufblasbaren Isomatten funktionieren, da diese der Hängematte die notwendige Stabilität geben sollen. Evazotte oder die mumienförmige Neoairs sollen nicht so gut dafür passen. Falls das wirklich so wäre wäre eine Bridge-Hängematte vielleicht eine Option für mich.

Wie auch immer, um dies selbst zu Testen werde ich deshalb Mitte/Ende Mai zum Hängematten-Treffen in den Hunsrück fahren.

Deine Meinung/Erfahrung würde mich aber jetzt schon interessieren.

Grüße Magic

bearbeitet von Magic

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Moin Magic,

die Gewichte kommen dann später zu den jeweiligen Komponenten ;-)

Aber es ist auch meine Erfahrung, was du zu den großen Luftisomatten gehört hast. Damit funktioniert eine 90°-HM am einfachsten und komfortabel. Meine ersten Testübernachtungen und die Fotos habe ich auch mit einer NeoAir Trekker in large gemacht. Aber für Touren nervt mich zum einen das Aufpusten, zum anderen das hohe Gewicht. Daher habe ich auch eine Testnacht mit einer Z-Lite-artigen Karrimor-Isomatte gemacht. DIese ist mit 56cm ausreichend breit, um seitlich den Quilt gut abzudichten. Nur das Einsteigen ist etwas tricky, da die Matte mit der Hängematte gerne wieder einklappen, bis man drin liegt.

Deine Erfahrungen mit einer Bridge-HM würden mich dann auch interessieren.

VG
Christian

bearbeitet von ChristianS

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Das Hängematten-Setup

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Das Set lässt sich Dank 90°-Hängematte auch an eng beieinander stehenden Bäumen (ca. 2,5-3m) prima verwenden.

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Das Mückennetz lässt sich an der Ridgeline einhängen, dann kann man mit dem Oberkörper reinschlüpfen.

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Das Tarp kann ohne extra Baumschnüre direkt an den Baumgurten mit S-Biner-Karabinern eingehängt werden.

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Gute Nacht! Auch für Seitenschläfer wie mich geeignet.

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vor 8 Stunden schrieb Graptolith:

Mit Hängematte muß man nicht schwerer unterwegs sein.

Jain :wink:

Auch in der Hängematte wird eine Isomatte benötigt (oder ein Underquilt), so dass das Hängemattengewicht immer on top kommt.

vor 8 Stunden schrieb Graptolith:

Meine MYOG-Hängematte wiegt 170g, dazu noch D-Pro 4mm Seile mit 7g/m.

Das klingt interessant! Magst du deine Matte mal vorstellen? Die 4mm Dyneema Seile verwende ich ja auch, aber zur Baumschonung finde ich einen Gurtbandabschnitt unverzichtbar.

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vor 6 Minuten schrieb roli:

Bin schon auf die Vor- und Nachteil zum 0° Setup gespannt. Habe nach längerem Überlegen keinen Vorteil entdecken können

Die Vorteile des 90°-Prinzips für mich:

  • Auch eng stehende Bäume können verwendet werden
  • Die "Liegefläche" kann individuell durch Längenänderung der Schnüre verstellt werden, z.B. Kopfende hoch, Füße runter, Lordosestütze, etc.
  • Die Hängematte engt den Schläfer seitlich nicht so stark ein und drückt die Isolierung an der Seite nicht platt
  • Die Verwendung einer normalen Isomatte fällt leichter, wichtig für die Bodenoption in baumlosen Landschaften. Bei der normalen Hängematte wäre ein Underquilt komfortabler
  • Man hat eine bessere Aussicht, liegt nicht so tief in einem "Sack" gefangen :wink:

Nachteile:

  • Der Einstieg ist nicht so einfach (mit Übung aber kein Problem)
  • ??

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Also ich brauche keine Isomatte in der Hängematte.

In der kalten Jahreszeit habe ich ein faltbares Schaumsitzkissen. Siehe Bild 1, die Dinger sind ja bekannt.

Meine Schlafsäcke (meist Daune) werden wie eine Socke oder ähm, *hust* ein Verhüterli über die Hängematte gezogen. Der Vorteil bei dieser Variante. Du liegst immer noch auf der Hängematte und nicht auf der Daune (sie isoliert also noch). Je nach Schlafsack mache ich bei Bedarf am Fußende ein kleines Loch (groß genug um mit Hilfe einer Sicherheitsnadel die Schnüre durch zu ziehen) der Wärmeverlust ist vernachlässigbar. Siehe Bild 2

Die Hängematte ist nix Besonderes. Da die bei Extex ihre Seite verändert haben, kann ich meine früheren Bestellungen nicht mehr einsehen. Der Stoff war 2. Wahl, 36g/qm. Siehe Bild 3

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20180504_160323.jpg

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Das Tarp

Der Basisplan für das Tarp sieht so aus:

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Als Tarp-Stoff habe ich das 0.9 Xenon Sil gewählt, da mein Wunschmaterial, das 10DEN SilNylon von Aliexpress, nicht in passenden Farben verfügbar war. Das Xenon Sil von Dutchware ist ebenso wie das SilPoly Membrane ein dünner silikonisierter Polyester-Stoff, aber er ist deutlich reißfester als das Produkt von Ripstopbytheroll.

Die Verstärkungen sind aus 90g Zeltboden gemacht, alle Schnüre sind 1,5mm gemanteltes Dyneema.

Das Gewicht des nackten Tarps sind knapp 200g, mit allen Schnüren und Karabinern wiegt das ganze 235g:

P1040516.thumb.JPG.4c7e66e959fed5c47b880f1f254660ad.JPG

Bei einem Bodenaufbau-Test bei windigem Wetter hat sich jedoch gezeigt, dass die Abspannpunkte nicht ausreichen könnten. Ich werde daher an den vier Kanten am Boden weitere Abspannpunkte spendieren.

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@ChristianS

Mit meiner Methode bin ich bei einer normalen Hängematte gewichtsmäßig besser dran als mit Top- und/oder Underquilt.

Wenn ich besser nähen könnte, oder die 90° Hängematten nicht relativ teuer wären, hätte ich auch schon eine. 

Ich bin gespannt auf deine weiteren Posts.

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vor 6 Stunden schrieb Graptolith:

Meine Schlafsäcke (meist Daune) werden wie eine Socke oder ähm, *hust* ein Verhüterli über die Hängematte gezogen. Der Vorteil bei dieser Variante. Du liegst immer noch auf der Hängematte und nicht auf der Daune (sie isoliert also noch).

Gibt es aufgrund des Randes der HM nicht Stellen wo der Schlafsack nicht direkt auf dir liegt, sondern quasi Abstand zu dir hat ? Dort müsste die Luft ja erstmal erwärmt werden was zu Kälte führt ? Weisst du was ich meine ?

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@Magic

Ich weiß nicht 100%ig, was du meinst. Beim Ziehen des Schlafsacks vom Fußende zu dir hin, kannst du mit der Kordel (Schlafsackhals- bzw. Kopfbereich) ja regeln, wieviel Luft sich zwischen Hängemattenunterseite und Schlafsack befindet. Bedingt durch eine gewisse Wannenform der Hängematte ist die Schlafsackoberseite am Rand etwas weiter vom Körper entfernt. Je nach Umständen und verwendetem Schlafsack habe ich meinen Kopf aber nicht immer außerhalb des Schlafsacks und atme daher auch manchmal in den Schlafsack (es gibt dann immer eine Öffnung zwischen Kopf/Hals und Schlafsack). Ein Problem mit Kälte habe ich bisher nicht feststellen können. Eher dadurch, wenn Hängematte bzw. Schlafsack nicht winddicht bzw. durchgesteppt ist (wie bei meinem meist verwendeten Aegismax Windhard). In solchen Fällen verwende ich noch einen Biwacksack/Rettungsdecke von Subito (142g).

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Am 4.5.2018 um 08:07 schrieb ChristianS:

Nachteile:

  • Der Einstieg ist nicht so einfach (mit Übung aber kein Problem)
  • ??

Ein weiterer Nachteil ist, dass man ein ziemlich großes Tarp benötigt. Ich habe für mich leider noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden :(  Für einen leichten Regenschutz reicht auch ein normales schmales (wie du es auch hast), aber wenn es mal richtig windet und gießt, dann reicht das nicht mehr aus um trocken zu bleiben. Denke ich zumindest.

Hast du damit schon mal bei richtig miesem Wetter (starker Wind und Regen von der Seite) in diesem Setup verbracht? Und wie hat es sich geschlagen?

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vor 12 Stunden schrieb ChristianS:

Das Tarp

Der Basisplan für das Tarp sieht so aus:

hm-tarp_v2.PNG.b930fb8fe7ab5b5e4773f666110990a2.PNG

 

Hattest du dich mit der Länge vertan und die 2x15cm Stücke nachträglich drangenäht oder hat dies einen anderen Grund ?

Der Cat-Cut in der First-Linie scheint ja im Mid-Modus nicht zu stören (Faltenwurf ...), oder ?

Grüße Magic

bearbeitet von Magic

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vor 3 Minuten schrieb Magic:

Hattest du dich mit der Länge vertan und die 2x15cm Stücke nachträglich drangenäht oder hat dies einen anderen Grund ?

Der Stoff ist einfach nicht breit genug. Ohne Anstückeln kommt man nur auf 2,9 Meter Länge.

 

vor 5 Minuten schrieb Magic:

Der Cat-Cut in der First-Linie scheint ja im Mid-Modus nicht zu stören (Faltenwurf ...), oder ?

Genau, der Catcut stört überhaupt nicht.

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vor 1 Stunde schrieb mawi:

Hast du damit schon mal bei richtig miesem Wetter (starker Wind und Regen von der Seite) in diesem Setup verbracht? Und wie hat es sich geschlagen?

Leider oder zum Glück nein. Ich schätze aber deine Bedenken sind nicht unbegründet und ein seitlicher WIndschutz könnte bei manchem Wetter nötig sein. Aber aus meiner Sicht sollte man sich bei miesem Wetter in ein möglichst dichtes Stückchen Wald verkriechen, dann ist der Wind dort nicht so stark. Oder man geht gleich ins Boden-Setup und hofft, dass der Wind nicht groß dreht. Eine weitere Option, die noch nicht fertig gedacht ist, ist das Polycryo für den Bodenaufbau quasi auch als Seitenwindschutz einzubauen. Habe dafür aber noch keine coole Befestigung entwickelt.

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Inwiefern stört denn die Diagonalelastizität des Xenon im Halbpyramidenaufbau? Auf dem Bild sieht es ja problemlos aus, liegt das an den Dyneemaschnüren entlang der Diagonalen oder funktioniert das auch ohne gut?

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