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Ultraleicht Trekking

Verzicht oder Materialoptimierung?  

73 Stimmen

  1. 1. Wie erreicht Ihr UL-Gewichte?

    • Vorzugsweise durch Verzicht
      44
    • Vorzugsweise mit wenig Verzicht, dafür mit leichterem Material
      29


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Zur Erklärung: Ich finde diese radikale Entweder-oder-Frage irgendwie spaßig und auch aufschlussreich. Natürlich wird's in der Praxis so aussehen, dass fast alle Leute die beiden Ansätze mischen. Aber wo steckt für euch, wenn Ihr euch entscheiden müsst, heutzutage 'der Kern' von UL?

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vor 30 Minuten schrieb Fabian.:

Mit Freundin:
Leichtere Materialien, teilweise Verzicht.

Alleine:
Viel Verzicht.

Hehe, exakt so. Wenn die Freundin dabei ist, ist z.B. ein wenig Privatsphäre schon nett, da darf es dann auch das größere nicht-Cuben-Fiber-fast-durchsichtig-Zelt sein. Und mehr echtes Essen etc. Ansonsten Verzicht.

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Wobei du in der Fragestellung „Verzicht“ gar nicht definiert hast.

  • Verzicht im Sinne von geringerer Anzahl von Gegenständen – mein persönlcher Favorit (z.B. mehr Double Use, mehr Zuhauselassen)?
  • Verzicht im Sinne von Bequemlichkeit (z. B. gekürzte Z-Lite statt NeoAir regular)?
  • Verzicht im Sinne von Don’t pack your fears (z. B. Tarp statt Vollschutz, weniger Füllmenge beim Schlafsack)?

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@Stromfahrer - Stimmt, aber ich wollte die Umfrage möglichst schlicht halten - damit Leute halbwegs spontan reagieren und keine intellektuellen 'Fluchtwege' finden. Es geht ja vor allem um die innere Einstellung. In der Diskussion können die Details natürlich alle erwähnt werden. Insofern haben wir sowohl eine simple als auch eine potenziell differenzierte Dimension im Thread. 

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UL Gewichte sind ja gar nicht ohne Verzicht (zB auf Ersatzwäsche, Doppelwandzelt, Espressogeschirr, Tragesystem, ...) erreichbar. Hier kann es also nur um extremere Varianten gehen, wo auch zB die Isomatte ganz weggelassen wird. Aber die Übergänge sind fliessend. Eine SUL Packliste vergleicht sich mit einer UL Packliste in erster Linie dadurch dass noch mehr Dinge fehlen. Wenn man allerdings anfängt nur mit Messer und Kompass in den Wald zu gehen, dann ist es wiederum kein UL Trekking mehr (Dieses forumsfremde Thema hatten wir ja schon abgehakt hoffe ich).

bearbeitet von SouthWest

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Das Tolle am Verzicht ist, dass es nichts kostet und außerdem Zeit und Gedanken spart, weil man nicht so viel Geraffel ein-/um-/auspacken muss. Ich nehme zunehmend weniger Gegenstände mit. Der Verzicht muss natürlich wohl überlegt sein - so verzichte ich auch zivilisationsnah nicht auf die Möglichkeit, mir unterwegs in aller Frühe meinen geliebten Kaffee zu machen. Sind sowieso Neuanschaffungen nötig, nehme ich dann natürlich die Gelegenheit wahr, Gewicht durch leichteres Material zu sparen - zur Not auch mit Aufpreis. Letzte Anschaffung: Rucksack. Nächste Anschaffung: 1-Mann(Frau)-Zelt (ich verzichte nicht auf die Ungestörtheit vor Mücken, Zecken und Zugluft :-)). Mein Projekt: wieviel Krempel-Verzicht geht ohne (zu viel) Komfort-Verzicht? Ich ahne, einige hier sehen UL wohl als Komfort-Verzicht-Challenge, aber da bin ich mir selbst Freundin genug. (Lustig, dass viele das Mehr an Komfort und Gewicht ihrer Freundin in die Schuhe schieben. ;-))

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vor 2 Stunden schrieb SouthWest:

Wenn man allerdings anfängt nur mit Messer und Kompass in den Wald zu gehen, dann ist es wiederum kein UL Trekking mehr (Dieses forumsfremde Thema hatten wir ja schon abgehakt hoffe ich).

Ich habe gerade im Kopf versucht, diese Unterscheidung auf eine kurze, simple und etwas polemische Formel zu reduzieren. Wie wäre es hiermit? Sozusagen eine Zielsetzung für Projekte, die UL sind (nicht Bushcraft oder Survival):

  • Man friert nicht, wird nachts nicht nass, verhungert nicht, kriegt keine Borreliose, hat für das entsprechende Nachtlager alles dabei, schläft ausreichend und gut, improvisiert nicht zeitraubend, riskiert keinen Waldbrand,  verlässt sich nicht auf wackelige Variablen, hat sicherheits- und gesundheitstechnisch alles im Gepäck, was die Tour normalerweise erfordert. 
  • Wenn das mit vorhandener Ausrüstung nicht einmal im Sommer UL funktioniert, wird perspektivisch nach leichterem Material gesucht.

 

vor 1 Stunde schrieb sinje:

 (Lustig, dass viele das Mehr an Komfort und Gewicht ihrer Freundin in die Schuhe schieben. ;-))

Das liegt - glaube ich - vor allem daran, dass die Männer hier in der Mehrheit sind und die unter Umständen etwas zu überredende Partnerin der UL-Sache vielfach nicht so verpflichtet ist. Gäbe es hier eine Frauenmehrheit, sähe die Angelegenheit vermutlich umgekehrt aus.

 

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Eindeutig Verzicht in vielerlei Ausführungen und Bedeutungen. Weniger Wäsche mitnehmen, weniger Kochutensilien mitnehmen, Verzicht auf die Vorteile eines Zelts zugunsten von Biwaksack/Tarp. Ich glaube, kaum jemand, egal ob UL oder nicht, kauft bewusst schwer. D.h. wenn man sich schon eine hochpreisige Ausrüstung zusammengestellt hat, ist die oft eh schon leichter und wenn man weiter reduzieren will, hilft nur noch Weglassen.

Man gewinnt dadurch aber auch. Bei der letzten Paddelzelttour am Ende der letzten Saison hat mich das Zelt am Ende ziemlich genervt. Man war so gebunden in seinen Abläufen. Jetzt kann ich das Tarp einfach abbauen während meine Freundin drunter sitzt, frühstückt und nicht ausm Potte kommt. :P Auch der Kaffee aus der Espressokanne war toll! Aber die Kanne war winzig und die Ausbeute schnell weg. Außerdem war das ganze nicht sehr kippstabil. <_< Ich verzichte also auf die Kanne und probiere es nun türkisch. Weniger Zeug, mehr Kaffe, idiotensicherer. ^_^ Je weniger ich dabei habe, desto weniger muss ich Tetris beim Packen spielen. :D

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Ich bin selbst auch, wie wohl viele hier, irgendwo dazwischen, hab aber nicht für 'Verzicht' gestimmt, weil ich in letzter Zeit wieder eher etwas mehr mitnehme, also eher wieder in Richtung UL-Komfort gehe. Ich glaube, ich habe einfach meinen Verzicht-Sweet-Spot gefunden und feile gerade wieder etwas am Gewicht der Gegenstände, die ich dabei habe.

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vor 25 Minuten schrieb Ziz:

D.h. wenn man sich schon eine hochpreisige Ausrüstung zusammengestellt hat, ist die oft eh schon leichter und wenn man weiter reduzieren will, hilft nur noch Weglassen.

 

vor 12 Minuten schrieb Trekkerling:

Ich glaube, ich habe einfach meinen Verzicht-Sweet-Spot gefunden und feile gerade wieder etwas am Gewicht der Gegenstände, die ich dabei habe.


Ich will mein derzeitiges Gewicht nicht unbedingt großartig senken - es aber auch nicht erhöhen. Wenn ich also (mein Paradebeispiel ist der Kopfkissen von S2S) die Notwendigkeit sehe, mir etwas Zusätzliches zuzulegen, dann werden daraus meist zwei Käufe - indem ich woanders Gewicht (manchmal teuer*) einspare. Würde ich für echte drei Jahreszeiten packen, käme ich auf 5,8 Kilo... wohlgemerkt aber fürs Bikepacking. Knapp 1 kg könnte ein Wanderer abziehen, weil direkt Bike-spezifisch (Werkzeug, Ersatzteile, leichtes Schloss usw.). Dazu kommen weitere Teile, die weniger wiegen würden, wenn ich zu Fuß unterwegs wäre (z.B. meine Taschen in ihrer Gesamtheit).  Das Gesamtgewicht hat sich seit Jahren nicht großartig verändert... ist aber natürlich etwas theoretisch. Im Sommer habe ich hierzulande meist weniger mit, im späteren Herbst und im zeitigen Frühjahr auch (weil dann die 'Hitzewellenvorbeugung' entfällt). Bei südlicheren Gebirgstouren im Sommer kommt die Zahl aber halbwegs hin - wegen der relativ großen Temperaturunterschiede. 

*Manchmal teuer - aber nicht immer. Gebe ich Gehirnschmalz aus, wird's gelegentlich sogar praktisch kostenlos. Ich sollte mich vielleicht auch ohne Anlässe der oben geschilderten Art mal zum Nachdenken zwingen. 

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vor 9 Minuten schrieb martinfarrent:

Ich sollte mich vielleicht auch ohne Anlässe der oben geschilderten Art mal zum Nachdenken zwingen. 

Dieses Statement finde ich echt klasse!

Solange weniger Gewicht durch "Weglassen" zustande kommen kann, bevorzugen wir eindeutig diese Variante.
Sobald "Verzicht" aber den Komfort betreffen wuerde, bleibt es eher beim aktuellen Gewicht - Neuanschaffungen sind (vorerst) nicht geplant.
 

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Da schließe ich mich an. Erst weglassen, was ich bereit bin wegzulassen. Danach dann nach jeder Tour die Frage an sich selbst was man immernoch weglassen oder eben durch Leichteres ersetzen kann.

Nach dem ganzen Weglassen ist es bei mir z.B. der Rucksack der früher oder später definitiv ausgetauscht werden wird.

bearbeitet von Thomas-TT

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vor 7 Stunden schrieb Stromfahrer:
  • Verzicht im Sinne von Don’t pack your fears...

Der schwierigste Aspekt: Was ist Umsicht und wo beginnt Paranoia?

Ein Problem ist ja auch (umgekehrt), wenn aus oftmals finanziellen Gründen der Verzicht auf Umsicht als gangbarster Weg zu UL erscheint. 

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Ich habe mein Baseweight im letzten halben Jahr wieder etwas erhöht. Es ist eindeutig mehr Camp comfort dazu gekommen. Die Xtherm in Large, der Apex Quilt, leider braucht beides mehr Volumen und daher einen größeren und damit schwereren Rucksack. Dennochhat sich meine Tagesbilanz an Kilometern dabei nicht verändert, da ich am morgen ausgeruhter und dadurch leistungsfähiger bin.

 

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Ist Verzicht nicht wenn man etwas bewusst vermissen würde. Wieso sich nicht einfach daran gewöhnen weniger zu haben. Ich habe seit Jahren keine wechselklamotten dabei und vermisse das auch nicht. So ist das bei einigen Gegenständen. Daher würde ich sagen UL nicht durch Verzicht sondern durch Reduzierung im Kopf. 

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vor 7 Minuten schrieb Mordrag61:

Ist Verzicht nicht wenn man etwas bewusst vermissen würde. Wieso sich nicht einfach daran gewöhnen weniger zu haben?

Nichts dagegen - die Gewöhnung beginnt aber trotzdem mit einem Verzicht, oder? Wenn man's später nicht mehr vermisst, dann fehlt natürlich irgendwann das Verzichtsbewusstsein.

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vor 10 Minuten schrieb martinfarrent:

Nichts dagegen - die Gewöhnung beginnt aber trotzdem mit einem Verzicht, oder? Wenn man's später nicht mehr vermisst, dann fehlt natürlich irgendwann das Verzichtsbewusstsein.

Das stimmt natürlich. Aber je nachdem wann und wo man ansetzt ist dass für mich nicht primär für UL. Eher die Übertragung auf UL. 

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vor 13 Stunden schrieb Mordrag61:

Eher die Übertragung auf UL. 

... das ergäbe für mich leider UH. Ich bin kein Riesenkonsument im Dauerkaufrausch, aber ein bisschen pingelig und gut ausgerüstet bei Dingen, die mir wichtig sind (z.B. teure Kopfhörer für den Musikgenuss, andere Kopfhörer für verschwitztes Training auf dem Spinningbike, weitere Kopfhörer am Bett, Ohrhörer für die Hosentasche... Espressomaschine, Aeropress, French Press, zwei Mühlen... ). Weder Verzicht noch Besitzgeilheit spielen in meinem Alltagsleben eine große Rolle. 

Verzicht auf Tour war vor Jahren sehr wichtig, weil die richtig leichten Sachen schwer erhältlich, sehr teuer oder noch gar nicht erfunden waren. Damals habe ich es sehr weit getrieben... bis hin zur Luftpolsterfolie als Schlafunterlage (war ein hoffnungslos verblödeter Tipp aus dem Internet). Das war schon eine Machete, die ich da geistig auf meine Ausrüstungsliste losließ. Als ich's wollte, konnte ich es auch. Aber kommerzielle Innovationen mildern die Notwendigkeit ja heute etwas ab.

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Die Frage kann ich irgendwie nicht so einfach mit entweder-oder beantworten.
Von der Philosophie her betrachtet liegt für mich der Kern von UL im Verzicht (in all seinen oben bereits genannten Formen).
In der Praxis aber habe ich meine UL-Gewichte mit neuerem, leichterem Material erreicht.
Also trifft für mich eigentlich beides zu, und beide Ansätze sehe ich als notwendig, damit UL-Projekte unter der oben genannten Zielsetzung (also nicht Bushcraft oder Survival) möglich sind.

Ganz früher wars doch so (zumindest hab ich das so in Erinnerung): Die Ausrüstung war mordsmäßig schwer und voluminös, und die großen drei bzw. vier haben den UL-Rahmen meistens bereits gesprengt. Dazu noch schwere, teilweise nicht funktionelle Kleidung. LED-Lampen beispielsweise gabs noch nicht, und auch kein Internet zum Stöbern. Und obwohl ich früher vielleicht sogar auf mehr verzichtet habe (weils vieles, das für uns heute selbstverständlich ist, noch nicht gab), bin ich heute viel leichter unterwegs...

bearbeitet von mtp
Grammatikfehler gefunden

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Ich komme ja aus der Pfadfinderei, ich spare Gewicht viel durch Fähigkeiten wie z.B. wie auch bei Regen ein Feuer anzubekommen (hab inzwischen nen selbstgebauten Hobo) oder keine Heringe mitzunehmen. Aber hauptsächlich durch Verzicht.

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Ist ja die Philisophieecke, hier, also ...

... vielleicht nicht unbedingt ultraleicht ( ich sehe dieser Tage halt zu, daß mein Geraffel nicht mehr so sackschwer und bombensicher ist und hole mir hier öfter mal Anregungen dazu, dafür vielen Dank :)), aber weglassen hat neben der Gewichts- und Platzersparnis noch einen anderen Gesichtspunkt, und das ist eine gewisse mentale Leichtigkeit, in Ermangelung eines besseren Begriffs.

Viel Zeugs kann einen auch geistig und emotional belasten und zurückhalten. Sich damit mal zu befassen, in einem mehr oder weniger geschützen, hobbymäßigen "Raum" - wer weiß wo das hinführen kann. Schaden kann's aber wahrscheinlich nicht.

 

bearbeitet von MeisterGrimbart

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