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Ultraleicht Trekking

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vor 4 Stunden schrieb zeank:

Ich wär schon froh wenn es endlich mal wieder mit Kackwetter aufhören würde.

Same here, haben uns daher auch entschieden von Hrp auf GR11 zu wechseln um das Kackwetter wenigstens nicht auf 2800m abzukriegen :-?

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Die Liste ist mir ehrlich gesagt n bisschen peinlich, jetzt kommt das Bashing weil ich nen 60g Kissen mitschleppe ;=) Ansonsten noch kurzfristige Verbesserungsvorschläge?

Mückennetz habe ich kurzfristig rausgeschmissen.

Was noch fehlt in der Liste ist mein Medipack mit Seife, Tabletten, Schminkzeug etc (48g), dazu noch Sonnencreme und mein Portemonnaie

packliste.thumb.png.e58b18ca9ecbb9804e81ec8b34f44163.png.

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vor 8 Minuten schrieb hinkelstein:

Ansonsten noch kurzfristige Verbesserungsvorschläge?

Mückennetz habe ich kurzfristig rausgeschmissen.

Also nach dem Rumgekraxel heute irgendwo aufm Pass bei ordentlich Wind und Regen würde ich nochmal über ne Regenjacke nachdenken. Wenn man da nass wird wirds dann auch schnell kalt. Mückennetz ist auch nicht ganz verkehrt (zum schlafen?), in den Tälern (gr11?) sind gerade, vermutlich wegen Schlechtwetter, wahnsinnig viele Mücken unterwegs.

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vor 58 Minuten schrieb Lightlix:

Also nach dem Rumgekraxel heute irgendwo aufm Pass bei ordentlich Wind und Regen würde ich nochmal über ne Regenjacke nachdenken. Wenn man da nass wird wirds dann auch schnell kalt. Mückennetz ist auch nicht ganz verkehrt (zum schlafen?), in den Tälern (gr11?) sind gerade, vermutlich wegen Schlechtwetter, wahnsinnig viele Mücken unterwegs.

Dito. Regenschutz derzeit sowieso unabdingbar :???:.

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vor 26 Minuten schrieb Outdoorfetischist:

So, Montag gehts für mich los! Ich denke ich werde den GR 10 laufen, spiele den HRP-Track aber sicherheitshalber mal aufs Smartphone ;)

Ich plane, mit Smartphone und Backcountry Navigator zu navigieren. Kann jemand eine gute Karte empfehlen?

Habe openandromaps pyrenees benutzt und war sehr zufrieden damit:

https://www.openandromaps.org/downloads/europa

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Ich reiche mal - wie versprochen - eine Kurzkritik zu dem ganzen Unterfangen nach.

Bin letztendlich den GR11 gelaufen. Hauptsächlich weil mich mein Kumpel gleich am zweiten Tag hat sitzen lassen und ich mir den HRP ganz alleine nicht zugetraut habe. Ich hab erstens nicht die nötige alpine Erfahrung, war mir nicht sicher, ob ich die richtige Ausrüstung habe (kein Grödel, kein Eisaxt, nur die Trail Gloves, nur Poncho ...) und wollte mir allein auch das Navigieren nicht zumuten.

Den GR11 seh ich mit eher gemischten Gefühlen. Ich empfand ihn großteils schon als extrem beschwerlich und anstrengend. Zusätzlich gab auch ein paar Stellen, die mir zu persönlich zu anspruchsvoll, heikel, gefährlich waren. 20 Meter über irgendwelche Felsen klettern ohne Sicherung, steile Schneefelder und loses Geröll bzw Schutt. Ist einfach nicht so meine Sache. Mir ging es letzen Endes ähnlich wie @German Tourist. Fast an keinem Tag konnte ich soweit laufen, wie erhofft. Immer kam irgendwas dazwischen. Sei es Wetter, mangelhafte Planung, Restriktionen oder einfach Trailbegebenheiten. Zu oft lag ich im Schlafsack mit dem Gefühl, dass ich eigentlich noch so 2 Stunden oder halt ein paar Kilometer hätte laufen können oder sollen. So reihte sich Frustration an Frustration. Unterm Strich bereue ich es aber trotzdem nicht, den GR11 gelaufen zu sein. Es war ja auch wunder-wunderschön. Wer meine Einträge und Bilder auf Instagram mitverfolgt hat, wird das wissen. 29 Tage hab ich gebraucht, einen Tag Auszeit hab ich mir dabei gegönnt.

Jetzt aber zur Gearkritik, hier nochmal die Liste: https://lighterpack.com/r/g9hu6z. Alles in allem war ich super zufrieden. Ich beschränke mich aufs aus meiner Sicht erwähnenswerte. Ihr könnt ja nachfragen ansonsten.

Laufshorts: Ich hab mich dann doch für die ultra-minimalistische Variante ohne Unterhosen entschieden. ;) Das führte aber dazu, dass ich die erste Woche hauptsächlich damit beschäftigt war, den Wolf zu bändigen, den ich mir gelaufen habe. Ich hab mich für Badeshorts entschieden, bei denen ich innen das Netz herausgetrennt hatte. Das hat mich nämlich gekratzt bzw saß zu eng. Als das mit dem Wolf durch war, war ich super zufrieden. Ein bisschen zu kurz vielleicht, man musste beim Hinsetzen unter Leute immer ein bisschen aufpassen. *lol*

Tarp plus Schirm: Hat hervorragend funktioniert. War so happy mit diesem Setup. Selbst schwerste Unwetter unterm Tarp waren kein Problem, nass wurde ich nicht, hab mich sicher aufgehoben gefühlt. Der Schirm war selbst schon ein Traum, sowohl bei (starkem) Regen als auch bei starker Sonne. Man lenkt zwar viel Aufmerksamkeit auf sich, aber da muss man durch. Das war allein durch meine Dirty Girl Gaiters eh schon gegeben.

Schuhe: Mit den Trail Gloves war ich eher unglücklich. Abends taten mir die Füße oft so stark weh, dass ich Mühe hatte einzuschlafen. Nach ca 600km war von Dämpfung nichts mehr übrig und die Sohle am Vorderfuss abgelaufen. Da es zu allem Unglück ab da dann auch mehr und mehr auf Schotter und Teerstraßen dahinging, wurde das fast unerträglich in denen zu Laufen. Zum Schluss konnte man an einem Schuh sogar die Aussensohle schon sehen, weil der Innenschuh durchgelaufen war an einer Stelle (Vorderfuss). Dort war ja auch schon seit einer Weile kein Profil mehr. Sprich mich trennte dann vielleicht noch 1mm von der Strasse. Ich denke, mit anderen Schuhen wäre ich schneller gewesen, gerade bergab bin ich mit denen sehr langsam. Es kostet auch einfach furchtbar viel Konzentration, weil man bei jedem Schritt auf der Hut sein muss. Mag aber auch zum Großteil am Trail selber liegen. Auf der positiven Seite: Gerade bei Kletterpartien hab ich mich sehr sicher gefühlt, man spürt genau wo man ist und ob man Halt hat. Ich bin sehr viel weniger gestolpert, gerutscht, hab mich weniger gestoßen etc als ich das von anderen Schuhen oder gar Stiefeln kenne.

Naturehike Isomatte: Totaler Flopp. War nach zwei Wochen durchgelegen. Ist nur noch halb so dick wie neu.

 

bearbeitet von zeank
Zu früh abgeschickt

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Zitat

Tarp plus Schirm: Hat hervorragend funktioniert. War so happy mit diesem Setup. Selbst schwerste Unwetter unterm Tarp waren kein Problem, nass wurde ich nicht, hab mich sicher aufgehoben gefühlt.

Ernsthaft jetzt? Hat's mal gehagelt? Hab mir dein Lager vom 23. Juli angeschaut - genauso wie das Schuh-Bild - diese Teile sind dann schlicht und ergreifend ungeeignet - wobei ich nicht weiß, was es alles schwierig zu klettern gibt am GR 11, kenne nur einen Abschnitt (vom gesamten Weg), und da gibt es mal eine kleine Kraxelstelle und die ist dann eher das Salz in der Suppe - statt nur einen Trail abzulatschen. Ich find den auch anspruchsvoll, aber man groovt sich eigentlich ein so nach einer Woche. Ich bin aber auch nicht bei allem unter 25 km am Tag frustriert...

bearbeitet von Kokanee

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vor 32 Minuten schrieb Kokanee:

Ernsthaft jetzt? Hat's mal gehagelt? Hab mir dein Lager vom 23. Juli angeschaut - genauso wie das Schuh-Bild - diese Teile sind dann schlicht und ergreifend ungeeignet - wobei ich nicht weiß, was es alles schwierig zu klettern gibt am GR 11, kenne nur einen Abschnitt (vom gesamten Weg), und da gibt es mal eine kleine Kraxelstelle und die ist dann eher das Salz in der Suppe - statt nur einen Trail abzulatschen. Ich find den auch anspruchsvoll, aber man groovt sich eigentlich ein so nach einer Woche. Ich bin aber auch nicht bei allem unter 25 km am Tag frustriert...

Sehe ich ganz anders. Mit dem Tarpsetup war ich zwar nicht in den Pyrenäen (waren zu zweit, daher trailstar), aber die Schuhe sind ungeeignet? War jetzt zwei mal in den Pyrenäen mit trail gloves und noch nie so happy mit Schuhen. 

@zeank noch ne generelle frage zum tarp: hat dich das an- und abmachen von Abspannleinen nicht genervt morgens/abends? Stell mir nur gerade vor wie mich das tierisch nerven würde bei täglichem Auf-/Abbau.

 

bearbeitet von Lightlix

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vor 9 Stunden schrieb Kokanee:

Ernsthaft jetzt? Hat's mal gehagelt? Hab mir dein Lager vom 23. Juli angeschaut - genauso wie das Schuh-Bild - diese Teile sind dann schlicht und ergreifend ungeeignet

Auf dem Bild liegt doch der Schirm einfach nur so vorm Tarp, was willst du denn da dann erkannt haben? So blieb das ja nicht. Den Schirm hab ich bei schlechtem Wetter oben am First als ‚beak‘.

vor 9 Stunden schrieb Kokanee:

- wobei ich nicht weiß, was es alles schwierig zu klettern gibt am GR 11

Nur weil es für dich nicht schwierig ist, heißt das ja nicht, dass das für jeden anderen auch ein Kinderspiel ist. Ich gehe wandern und erwarte von einem Wanderweg, dass da normal gar keine Kletterpassagen dabei sind. Wenn ich klettern will, geh ich Klettern oder Bergsteigen. 

 

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vor 9 Stunden schrieb Lightlix:

@zeank noch ne generelle frage zum tarp: hat dich das an- und abmachen von Abspannleinen nicht genervt morgens/abends? Stell mir nur gerade vor wie mich das tierisch nerven würde bei täglichem Auf-/Abbau.

Tz, das ist echt das einzige was nicht auf der Liste steht: ich hab noch eine Hand voll Mini-Karabiner eingepackt ;) 

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Tatsächlich weglos sind nur wenige Kilometer. Also an zwei bis drei Tagen hat man kurze (meist Abstiege) Strecken weglos zu überwinden. Viele der Passagen durch Geröll sind aber so wenig begangen, dass sich hier noch kein Pfad andeutet. Markierungen sind häufig in Form von Stoamandl - und häufig willkürlich überall gesetzt. Die Schwierigkeit liegt imho jedoch nicht daran den Weg zu finden sondern den richtigen zu gehen - sprich laufend das GPS/Trailnotes im Blick zu haben.

Den Anteil der fahrbaren Wege schätze ich auf vllt 10-20% ein. Selbstverständlich läuft man immer wieder auf Pisten/Forstwegen die aus Orten rausführen oder Höfe in den Bergen verbinden. Ich hab es nicht als störend empfunden. Zu längeren Abschnitten gibt es aber häufig Varianten die ich auch gerne in Anspruch genommen habe. Gerade der GR12 hilft einem hier weiter. Am Ende nimmt es dann ein wenig zu, störte mich dann aber nichtmehr.

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So, ich bin letzten Donnerstag nach 31 Tagen (inkl. 2 Ruhetage) auch in Banyuls angekommen und ergänze diesen Thread für die Nachwelt um meine Eindrücke auf dem GR 10. Ich war vom 21.8. bis 20.9. unterwegs und bin den GR 10 mit Ausnahme des Teilstücks Iraty-Lescun gelaufen, wo ich testweise auf den HRP gewechselt bin. Dieser Kurzeindruck des HRP hat mir gut gefallen, letztendlich hatte ich aber Zweifel, ob ich die erhöhten Anforderungen in dem entsprechend anspruchsvolleren Gelände körperlich für ~30 Tage durchalten würde (die Kraxelei ist einfach anstrengender für Knöchel usw.) und die längeren Distanzen zwischen den Resupplies machten mir Sorgen (Anmerkung dazu: Das war meine erste Tour "no cook" und ich hatte zu dem Zeitpunkt den Dreh noch nicht so ganz raus und zudem etwas Volumenprobleme im Rucksack, s.u.). Nicht zuletzt wollte ich aber auch gerne "einfach laufen" und das geht auf dem GR10 natürlich deutlich besser, als auf dem HRP, deshalb bin ich ab Lescun wieder dem GR10 gefolgt.

Der GR10 ist nicht anspruchslos, man kann aber doch gut "Kilometer snacken", da der Weg meist ganz gut ausgebaut ist (also viele Abstiege mit Switchbacks versehen etc.), dies vielleicht im Unterschied zum GR11, wenn man sich @zeanks Beschreibung anhört. Was einem natürlich klar sein muss: Der Weg ist auf feste Unterkünfte ausgelegt, entsprechend steigt man ständig ab oder auf, was manche Leute unliebevoll aber treffend als "pointless ups and downs" (PUDS) bezeichnen. Ich konnte gut damit leben, da die An- und Abstiege (inkl. Erreichen der Gipfel/Täler) ein schönes Gefühl von Fortschritt vermitteln. Auf den wenigen flachen Stücken wurde ich hingegen manchmal ganz hibbelig, weil ich das Gefühl hatte, nicht voran zu kommen :D Aber: Wer Kilometer kloppen will, muss eben mit den Höhenmetern leben. Und ja: Wenn im Tal nicht mal ein schönes Bergdörflein mit Laden und Restaurant wartet, sondern ein ausgestorbenes Geisterdorf, dann kann das schonmal an der Motivation zerren.

Landschaftlich hat der GR10 grob vier Motive zu bieten: Wald, grasige Hügel, Berg und graue Nebelwand in 30-50m Entfernung. In den ersten 2/3 hatte ich letztere leider so 40-50% der Zeit. Die Wald- und Berganteile haben mir außerodentlich gut gefallen, die grasigen Hügel fand ich langweilig. Geschmackssacke :)

Navigation: Cicerone Führer als ebook auf dem Telefon, sowie Backcountry Navigator mit openandromaps (danke für die Empfehlung @Nucleus) und GPS-Tracks. Dazu eine Anker Powerbank mit 5Ah (anfangs noch mit Stromfahrer-Solarpanel, das dann aber nach Hause durfte, da ich ausreichend Gelegenheiten zum Laden hatte und ein sparsamer Stromkonsument zu sein scheine). GPS fand ich auch echt ganz nett, die Markierung ist manchmal wirklich missverständlich/schlecht und gerade im Nebel nicht ganz trivial. Geht auch ohne, aber ich hätte nicht den Nerv auf Rumprobiererei gehabt.

Resupply: Fand ich nicht soooo easy wie erwartet. Vorweg: Ich hab mir keine Pakete geschickt und nur unterwegs einkauft. Weiterhin war ich zum ersten mal no-cook unterwegs. Die erste Hälfte (bis Bagneres-de-Luchon) ist einfach, danach kommen aber zwei Abschnitte, wo man für jeweils ca. 50 Wanderstunden (laut Cicerone-Führer) Essen tragen muss. Da zu diesem Zeitpunkt der Hikerhunger voll eingesetzt hat, ist das nicht gerade wenig Gewicht. In einem dieser Abschnitte gibt es auch kaum bewirtete Hütten. Und selbst wenn: Wenn man nicht dort übernachtet und zu Abend isst, hat man idR die Auswahl zwischen einem Sandwich (was mehr einem belegten Brot entspricht) oder einem Omelette. Das ist jetzt nichts, was einem signifikant Rucksackgewicht spart. Ende August/Anfang September kann man auch tageslichtbedingt nach einem Hüttenabendessen nicht mehr weiterlaufen, es sei denn man tut das im Schein der Stirnlampe. Will heißen: Wenn man in den Hütten schläft (oder, falls vorhanden, in der aire de bivouac campiert) und Halbpension+Picknicklunch in Anspruch nimmt, sind diese eine Hilfe, sonst eher nicht. Allerdings fand ich die 4 Hütten, in denen ich gegessen habe, sehr nett, das gute und üppige Essen hat mir merklich bei der Regeneration geholfen und auch der Kontakt zu anderen Wanderern hat mir nach einigen Wochen der Einsamkeit gut getan. Wohlgemerkt war das aber nach Ende der Hauptsaison, entsprechend waren die Hütten angenehm leer. Keine Ahnung, wie viel Spaß das macht, wenn alles belegt ist. Die Öffnungszeiten der kleinen Läden in den Dörfern sind mitunter auch problematisch. Mit Pech haben die 2 Tage die Woche geschlossen und dann steht man etwas doof da. Das mag in der Hauptsaison besser sein. Insgesamt: Versteht mich nicht falsch, der GR10 ist Resupplymäßig absolut machbar, aber eben doch kein no-brainer.

Zelten: Ja, geht, aber eben mit Kompromissen. Ich hatte gerade anfangs oft die Situation, dass die geeigneten Zeltplätze weit auseinander liegen, ich also um 17 Uhr Schluss machen konnte und im Wald Däumchen drehe, im Dorf auf einen Campingplatz gehe (falls vorhanden) oder einen richtig langen Tag einlege. Das ist halt der Nachteil an der "Zivilisationsnähe" des GR10. Aber: Das Biwakieren wird echt toleriert. Ich hab einmal neben einer Straße 300m von einem Haus entfern gezeltet (mit einem Franzosen, alleine wäre ich auf die Idee wohl nicht gekommen) und es hat niemanden gestört.

Social Trail: Ab September sind nicht mehr viele Leute unterwegs. Ich habe insgesamt vielleicht 6 Thruhiker getroffen. Gerade in der Ariege bin ich kaum auf Menschen gestoßen. Wer es social möchte, sollte im August oder früher gehen.

Ausrüstung: Ein paar kurze Takte zu den relevanten Sachen, falls es wen interessiert. Vorweg: Geld und Lust auf intensive Vorbereitung vor der Tour waren beide etwas begrenzte Güter, daher hab ich einfach das genommen, was ich hatte, was nicht zwangsläufig ideal war.

Schuhwerk: Ich hab den zu @zeank konträren Ansatz gewählt und war mit Scarpa Zen Pro Approachschuhen unterwegs. Das Gewicht ist natürlich indiskutabel, aber ich habe es geliebt, völlig sorgenlos bergab marschieren zu können. Nach vorne lehnen und nur noch mit den Trekkingstöcken bremsen. Da ist man echt flott und es macht riesigen Spaß! Bestes Feature: Zehen stoßen ohne, dass es schmerzt. Ich hab empfindliche Zehen und da immer Probleme mit auf Tour, dieses mal dank der tollen Zehenkappe nicht. Das war es aber auch an Vorteilen. Das Obermaterial atmet schlecht, ist nicht wasserdicht (aber wenn nass, dann dauert es ewig, bis trocken) und bietet keinen besseren Schutz als das Mesh von Trailrunnern (es geht eben nur nicht so schnell kaputt...). Ich hatte mich in der Hoffnung auf besseres Fußklima für die non-GTX-Variante entschieden, aber das kann man auch lassen. Nächstes mal die leichtere Version mit GTX oder (wahrscheinlicher) "beefy" Trailrunner mit anständiger Zehenkappe.

Zelt: MLD Solomid. Natürlich etwas overkill, ein Gatewood Cape wäre toll gewesen. Ansonsten klasse Zelt.

Tigoat Ptarmigan Bivy: Bester Bivy ever, da zwei Kapuzen (full mesh und winddicht). Als Moskitoschutz gedacht (wäre auch an 3 Abenden ohne den Bivy wahnsinnig geworden, sonst war Mückenschutz nicht notwendig), war aber auch hilfreich gegen die starke Luftfeuchtigkeit (schonmal in einer Wolke übernachtet...), Wind, Schnecken, usw. Geht ohne, war aber sehr nett.

Schlafsack: Brooks Range Alpini 15 (600g Daune): Völliger Overkill, in dem z.T. äußerst feuchten Klima aber gar nicht verkehrt, etwas Reserve zu haben. Kufa wäre in jedem Fall besser gewesen. Hmmm probier ich doch nochmal ein Kufa Quilt aus :D ?

Rucksack: Hyberg Bandit (alte Version mit anständigem Hüftgurt): Funktioniert gut, war leider in Anbetracht meiner hochvolumigen Ausrüstung etwas klein. Und sobald man ihn minimal überfüllt (also anfängt, den extension collar zu nutzen - will meinen: Ihn voller packt als 2-3cm oberhalb der obersten horizontalen Naht) trägt er sich beschissen (zieht nach hinten). Mit Essen für 4 Tage (ca. 1kg/Tag) und einem Liter Wasser war ich (bei 4,5kg Ausrüstung plus Kleinkrams wie Sonnencreme usw.) am Komfortlimit, das also irgendwo bei 9-10kg zu liegen scheint - wie gesagt, mit dem anständigen Hüftgurt, um den ich im Übrigen sehr froh war! Tolle, tiefe Seitentaschen (für mich auch mit Rucksack auf dem Rücken bedienbar), leider keine Hüft- und Schultergurttaschen. Auch eine Snack-bottom-pocket a la Palante wäre toll gewesen, aber hey, für den Preis ist der Rucksack echt super.

Gossamer Gear Hipster als Hüftguttaschenersatz: Schränkt die Bewegungsfreiheit beim Wandern etwas ein. Aber in der Zivilisation toll um Kamera und Wertsachen immer am Mann zu haben.

Patagonia R1 Half Zip (scheint ältere Version zu sein, wiegt "nur" 290g): Meine einzige warme Schicht (hatte auch keine Windjacke dabei dieses Mal). Perfekt! Unter der Regenjacke mollig warm, ohne die perfekte Ergänzung, wenns im Baselayer zu kalt wird. Ärmel hochschieben und Zip öffnen ermöglicht perfekte Temperaturregulierung. Und man kann ihn auch auf der Haut tragen, sodass man bei Hüttenbesuchen etwas anzuziehen hat, während das Baselayer trocknet.

Montane Sonic Longsleeve: Einziges Baselayer. Absolut super, nie wieder Merino. Da ich das Teil bei meinem Tempo eigentlich dauerhaft durchgeschwitzt hatte, war ich sehr froh um die Kufa-bedingte schnelle Trocknungszeit. Mein Merinoshirt hatte ich die ersten 2 Tage an und es wäre mir wohl auf der Tour kein einziges mal durchgetrocknet, deshalb ist es recht flott nach Hause gewandert. Insbesondere trocknet das Sonic so schnell, dass man es auch mal mittags im Bach waschen und auf der Haut trocknen kann, riecht kaum und ist echt leicht (117g in M). So leicht, das nächstes mal die Kurzarmversion als Wechselshirt mitkommt, denke ich (am Ende war es oft etwas zu kalt für eine Bachwäsche alle 2-3 Tage, da war es dann manchmal mit nur einem Baselayer ein ganz bisserl eklig).

Driducks Jacke: Leicht und tut was sie soll. Perfekt.

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