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Ultraleicht Trekking
Jedi_im_Morgenmantel

Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen

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Hallo zusammen,

ich habe mir in den Kopf gesetzt mit einer absoluten Minimalausrüstung im August ein paar Tage in den Alpen (vorraussichtlich zentrale Schweiz) zu verbingen, Übernachtung auf ca. 2000 Metern Höhe.

Wenn ich Minimalausrüstung sage meine ich die Ausrüstung, die notwendig ist, um halbwegs gesund wieder nach hause zu kommen. Komfort spielt keine Rolle. Ziel: So leicht wie irgendwie möglich. So günstig wie irgendwie möglich :-).

Daher meine Frage an euch Experten: Was ist das allernötigste, was ich für diesen Trip brauche? Wie kann ich sonst noch Gewicht sparen, bevorzugt ohne eine Menge Geld auszugeben?

Meine Liste bisher:
1. Rucksack Osprey Kestrel 38L
2. Welcher Schlafsack mit welcher Komfortemperatur?
3. Welches sehr leichte Zelt?
4. Isomatte
5. Ein Paar Wechselsocken, eine Wechsel-Boxershort
6. Sonnencreme
7. PET Flasche
8. Kleidung am Körper inkl. Wandertiefel & Schildmütze
9. Regen-Poncho
10. 1 Kg rohe Erdnüsse + evtl. sonstiges Essen
11. 1 Versperbox
12. Zahnbürste & Pasta
13. Leichter Wollpullover
14. Schlauchtuch (notwendig für mich)
15. Taschenlampe & Akkus
16. Pflaster
17. Wanderkarte

Sonst noch etwas?

 

bearbeitet von Jedi_im_Morgenmantel

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Wenn es nur um das nötigste geht, kannst du mindestens die Wechsel-Boxershorts streichen. Außerdem vielleicht über einen Bivy und / oder kleines Tarp nachdenken, auch wenn ich mich selbst nicht so damit anfreunden konnte - aber du sagst ja selbst, dass Komfort nicht wichtig ist. Statt Schlafsack ein Daunenquilt z.B. von Cumulus, der 150er dürfte reichen. Wie ist denn dein Kleidungskonzept sonst so? Als Isolation einfach eine EVA-Matte (oder TAR Neoair). Sonnencreme in kleinen Behälter umfüllen, statt Zahnpasta Denttabs.

Der Osprey ist übrigens ein richtiges Schwergewicht, da kannst du ein gutes Kilo einsparen ;) Kostet aber natürlich etwas

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vor 20 Minuten schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Meine Liste bisher:
1. Rucksack Osprey Kestrel 38L
2. Welcher Schlafsack mit welcher Komfortemperatur?
3. Welches sehr leichte Zelt?
4. Isomatte
5. Ein Paar Wechselsocken, eine Wechsel-Boxershort
6. Sonnencreme
7. PET Flasche
8. Kleidung am Körper inkl. Wandertiefel & Schildmütze
9. Regen-Poncho
10. 1 Kg rohe Erdnüsse + evtl. sonstiges Essen
11. 1 Versperbox
12. Zahnbürste & Pasta
13. Leichter Wollpullover
14. Schlauchtuch (notwendig für mich)
15. Taschenlampe & Akkus
16. Pflaster
17. Wanderkarte

Sonst noch etwas?

 

Die Liste hat ja so gut wie keine Aussagekraft, bis auf den viel zu schweren Rucksack ...

Hast du schon die Ausrüstung auf der Liste? Dann wieg sie einzeln und liste es nochmal genau auf ...

Ansonsten schonmal ein paar Gedanken wenn es um minmal-packlisten geht:

Quilt statt Schlafsack, noch besser Halfbag und Daunenjacke

Tarp statt Zelt 

Wechsel-Klamotten streichen

Trailrunner statt Wanderstiefel

Regenjacke statt Poncho

Isojacke statt Wollpullover

Was noch fehlt ist ne Windjacke, die ist oft wichtiger als Isolationskleidung

Meine Punkte sind sehr allgemein, sind nicht für einen "Anfänger" geeignet, und evtl auch nicht für jede Tour zu empfehlen ... Alpen in der Höhe benötigen ein bisschen mehr "puffer" als auf meinen Touren üblich, ich würde also zu meiner Minimal-liste mehr isolation in form von isomatte und quilt einpacken. 

Ich komme mit meinem minimal-setup gut klar, wirst du damit klar kommen? Keine Ahnung! Diese extremen Packlisten sind etwas was mit der Zeit entsteht! Macht es Sinn sich für so eine Tour das Ziel zu setzen absolut extrem minimal unterwegs zu sein? Mit der nötigen Erfahrung bestimmt, dann stellt man aber vermutlich nicht solche unspezifischen Fragen.

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In den Alpen sollte man immer mit Wetterumstürze etc rechnen. Nur wer wirklich ganz genau weiß was er tut, das Wetter immer im Blick hat und keine Familie hat ( ;-) ) sollte extrem minimal in die Alpen. Für alle anderen empfehle ich als Klamottenein leichtes langärmliges Hemd, Windjacke, dünne Regenjacke, Isojacke, Kappe, leichte Handschuhe, lange Unterhose, Shorts, dünne Regenhose, Trailrunner oder leichte Wanderstiefel.

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+1 Für @SouthWest's Beitrag. 

vor einer Stunde schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Wenn ich Minimalausrüstung sage meine ich die Ausrüstung, die notwendig ist, um halbwegs gesund wieder nach hause zu kommen. Komfort spielt keine Rolle. Ziel: So leicht wie irgendwie möglich. So günstig wie irgendwie möglich :-).

Naja und wie passt das zu

vor einer Stunde schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

1. Rucksack Osprey Kestrel 38L Zu schwer ohne ihn je gesehen oder in der Hand gehabt zu haben - geht für unter 100g
2. Komfortemperatur? siehe unten
3. Zelt? kein Zelt wenns absolut Leicht sein soll Tarp oder nur Bivy
5. Wechsel-Boxershort weglassen
6. Sonnencreme nicht übertreiben lieber lange Kleidung an den Armen
8. Wandertiefel hängen von Beschaffenheit der Wege, Kondition, Schwierigkeit und Können ab. bis T3 gehen auch Trailrunner
9. Regen-Poncho kein Poncho in den Alpen - nimm ne Jacke. Esseiden es soll als Ponchotarp dienen (wohl die leichteste Option) Ob du damit glücklich wirst merkst du beim ersten kräftigeren Regen gepaart mit Wind :grin:
11. 1 Versperbox weglassen, nimm Ziplocs
13. Wollpullover Synthetik ist i.d.R.  leichter

Sorry aber das sieht schon auf Anhieb recht schwer aus. Zum Einlesen empfehle ich dir den Roten Faden

 

Ob die Ausrüstungsteile nötig sinnvoll oder überflüssig ist kann man so auch nicht für alle pauschal sagen. Im Alpenraum gibt es eine große Streuung bei den Touranforderungen. Welcher Berg, Welches Können bringt der Protagonist mit, Welche Schwierigkeit (T1/T2/T3 - kein Problem, T4 (und darüber) schon eher (sehr) problematisch im Hinblick auf Schuhwerk und ggf. weiteres nötiges Equipment). 

vor einer Stunde schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Übernachtung auf ca. 2000 Metern

Tja das schließt von einstelligen Minusgraden bis laue Sommernacht so ziemlich alles ein. Von Halfbag/Jacken Lösungen würde ich Abstand nehmen, im Sommer brauchst du die ISO - Jacke auf 2000m tagsüber sehr wahrscheinlich nicht. Dafür eher ein Fleece + Windjacke/Regenjacke. Deshalb würde ich auf einen Quilt im Bereich 167 APEX setzen - warm genug ohne übermäßigen Komfort zu versprechen. Komforttemperatur im Bereich 5° bis -2° (je nach Schläfer) ist nicht übertrieben. 

 

 

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Danke für die Antworten! Ich werde die Tipps berücksichtigen.

vor einer Stunde schrieb basti78:

 Mit der nötigen Erfahrung bestimmt, dann stellt man aber vermutlich nicht solche unspezifischen Fragen. 

Exakt. Die fehlt mir. Und weil man die Alpen nie unterschätzen sollte halte ich es für keine dumme Idee, Leute mit Erfahrung ersteinmal über meinen groben Plan schauen zu lassen. Deine Antwort und die der anderen hilft mir schonmal weiter. Danke. Ich stelle evtl. später sprzifischere Fragen.

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vor 2 Stunden schrieb basti78:

Die Liste hat ja so gut wie keine Aussagekraft, bis auf den viel zu schweren Rucksack ...

Hast du schon die Ausrüstung auf der Liste? Dann wieg sie einzeln und liste es nochmal genau auf ...

Ansonsten schonmal ein paar Gedanken wenn es um minmal-packlisten geht:

Quilt statt Schlafsack, noch besser Halfbag und Daunenjacke
Interressant, nie gehört. Gute Quellen?

Tarp statt Zelt 
Ist das in den Alpen auf 2000m ratsam bei ca. 4-7 Nächten ? Regen, Wind, Sturm?

Wechsel-Klamotten streichen
Gerne. Danke.

Trailrunner statt Wanderstiefel
Danke, Stiefel sind für mich die bessere Wahl.

Regenjacke statt Poncho
Notiert. Danke.

Isojacke statt Wollpullover
Notiert.

Was noch fehlt ist ne Windjacke, die ist oft wichtiger als Isolationskleidung
Notiert, habe ich.

Meine Punkte sind sehr allgemein, sind nicht für einen "Anfänger" geeignet, und evtl auch nicht für jede Tour zu empfehlen ... Alpen in der Höhe benötigen ein bisschen mehr "puffer" als auf meinen Touren üblich, ich würde also zu meiner Minimal-liste mehr isolation in form von isomatte und quilt einpacken. 

Danke.

Ich komme mit meinem minimal-setup gut klar, wirst du damit klar kommen? Keine Ahnung! Diese extremen Packlisten sind etwas was mit der Zeit entsteht! Macht es Sinn sich für so eine Tour das Ziel zu setzen absolut extrem minimal unterwegs zu sein? Mit der nötigen Erfahrung bestimmt, dann stellt man aber vermutlich nicht solche unspezifischen Fragen.
Danke.

vor 24 Minuten schrieb backpackersimon:

1. Rucksack Osprey Kestrel 38L Zu schwer ohne ihn je gesehen oder in der Hand gehabt zu haben - geht für unter 100g
Interessant, davon habe ich keine Ahnung. Taugen solche leichten Rucksäcke etwas? Hüftgurt? Kaum Gewicht ist ja sehr schön, aber der Kestrel verteilt das Gewicht exzellent.
2. Komfortemperatur? siehe unten
3. Zelt? kein Zelt wenns absolut Leicht sein soll Tarp oder nur Bivy
Ist das in den Alpen auf 2000m ratsam bei ca. 4-7 Nächten ? Regen, Wind, Sturm?
5. Wechsel-Boxershort weglassen
Gerne.
6. Sonnencreme nicht übertreiben lieber lange Kleidung an den Armen
Sicher? Ich hatte leztes Jahr in den Alpen einen üblen Sonnenbrand im Gesicht, mit Schildkappe.
8. Wandertiefel hängen von Beschaffenheit der Wege, Kondition, Schwierigkeit und Können ab. bis T3 gehen auch Trailrunner
Stiefel sind mir lieber. Geröllfelder und Nässe = für mich Stiefel.
9. Regen-Poncho kein Poncho in den Alpen - nimm ne Jacke. Esseiden es soll als Ponchotarp dienen (wohl die leichteste Option) Ob du damit glücklich wirst merkst du beim ersten kräftigeren Regen gepaart mit Wind :grin:
Okay, notiert.
11. 1 Versperbox weglassen, nimm Ziplocs
Okay; danke.
13. Wollpullover Synthetik ist i.d.R.  leichter
Okay, ich bleibe dennoch bei wolle.

Danke.

 

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vor 38 Minuten schrieb Ben:

Ich würde dir empfehlen unabhängig von der Ausrüstung erstmal mit jemandem zu gehen der sich auskennt.

Wann und wohin genau willst du denn los?

Lg

Danke für den Tipp. Zweite Augusthälfte , mutmaßlich Kanton Uri, bei Göschenen.

 

vor 32 Minuten schrieb Ben:

Wenn möglich würde ich auch empfehlen nicht vorhandene Ausrüstung erst mal zu leihen, oft haben erfahrene alles doppelt oder dreifach!

Lg

Danke für den Tipp.

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Ich bin mit der Kombi Biwaksack + Tarp immer glücklich gewesen in den Alpen, Bivy geht halt zur Not immer und überall, auch wenn die Nacht dann eventuell nicht sonderlich komfortabel wird, aber die Nacht erstmal zu überleben ist ja auch schon mal ganz nett.

Auf Daunenjacke oder entsprechenden KuFa puffy würde ich auch nicht verzichten, eher auf eine richtige Fleecejacke und stattdessen nur einen leichten Pullover (hab in der Hinsicht den Montane Allez Hoodie lieb gewonnen), diese Zwischenlösung zu überspringen ist aber nicht jedermanns Sache. 

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vor 1 Stunde schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Interessant, davon habe ich keine Ahnung. Taugen solche leichten Rucksäcke etwas? Hüftgurt? Kaum Gewicht ist ja sehr schön, aber der Kestrel verteilt das Gewicht exzellent.

Ausrüstungsgewicht unter 3kg einschließlich Rucksack ist realistisch möglich. Für diese Lasten braucht man weder Hüftgurt noch sonst ein Tragesystem. 

vor 1 Stunde schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Ist das in den Alpen auf 2000m ratsam bei ca. 4-7 Nächten ? Regen, Wind, Sturm?

Kommt auf die Jahreszeit an. Im Winter nicht, im Sommer geht das schon. Zielvorgabe war ja Null Komfort ;) Das Schließt das Zelt de facto schon aus. Trekkingstöcke kann man zum Tarpaufbau nutzen. Wenn du keine Erfahrung mit Tarps hast würde ich dir das trotzdem nicht unbedingt raten. Zumindest aber solltest du dich über Aufbauformen informieren, und das richtige Aufstellen/Abspannen üben. 

vor 2 Stunden schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Gute Quellen?

KatabaticGear, EnlightendEquipment, Schlafsäcke-Cumulus, AsTucas, ... gibt viele Hersteller. 

 

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Ich denke es ist sinnvoller, du schaust dir zuerst Erfahrungsberichte und Vorbereitungsthreads für Alpentouren an. Dort siehst, was erfahrenere Wanderer einpacken. Mit diesen Infos kannst du dann eine Packliste/Shoppingliste bauen und hier zur Diskussion stellen.

Ein Beispiel:

 

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Okay, herzlichen Dank für eure Geduld. Ich habe unterschätzt, wie professionell eure Community die Sache angeht. Ich sehe bei euch sind häufig spezielle ultra-leicht Produkte im Einsatz, von deren Existenz ich nicht mal wusste. Das sind ganz andere Kategorien als meine. Gewichts-mäßig und Preis-mäßig. Ich hätte mich vorher einlesen sollen. 

Ich kann es mir nicht leisten, viel Geld für ultraleicht-Produkte auszugeben.Ich habe oben geschrieben " So leicht wie irgendwie möglich". Nun, das was ich unter möglichst leicht verstehe, läuft bei euch vermutlich unter bleischwer.  Ich will möglichst das verwenden, was ich schon habe, oder wenn ich es neue kaufe, nicht viel Geld ausgeben. Ich möchte nichts unnötiges mitnehmen, um Gewicht einzusparen. Und ich wollte gerne weiter Tipps erfahren, wie ich Gewicht reduzieren kann.

Dabei haben mir eure Ratschläge schon deutlich weitergeholfen. Danke!

 

Am 2.8.2018 um 13:21 schrieb notenblog:

Hi,

Erfahrung mit Wandern in den Alpen hast du? Und du weißt, dass (Wild-)Zelten in den Alpen nicht so richtig gern gesehen wird?

LG

Erfahrung, nicht sehr viel, hauptsächlich auf rot weiß rot Wegen + etwas blau weiß blau:

Nicht gern gesehen ist mir egal, solange ich nicht gegen Gesetze verstoße. Das scheint laut einer schweizer Broschüre, die ich gelesen habe, nicht der Fall zu sein, solange man bestimmte Dinge beachtet.   

bearbeitet von Jedi_im_Morgenmantel

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hi jedi,

also geht mal von null komfort aus, was brauchst du denn dann wirklich noch? eigentlich nur was zu essen, den willen und die durchhaltekraft wieder ins tal abzusteigen bei problemen.

trotzdem würd ich ne schaummatte mitnehmen, einen leichten schlafsack in dem ich die nacht mit aller kleidung an auch dann gut überstehe wenn die temperatur kräftig fällt. weil es dann in der regel auch schneit oder eher regnet um diese jahreszeit unbedingt etwas das dich und dein zeug halbwegs trocken hält. also ein überzelt, ein tarp oder evtl. auch nur ne plane zum einwickeln. alternativ reichen auch ohrenstöpsel damit du deine zähne nicht klappern hörst und schlafen kannst;-).

schuhe hast du, rucksack auch. keine schnellschuss-experimente ohne erfahrung, sonst wird das teuer mit der zeit. kleidung hast du auch schon, eine garnitur am körper. soviel dass du durch die nacht kommst wenns du alles an hast bis auf das nassgeschwitzte wanderzeug. da würd bei mir eine lange unterhose, eine windstopperhose, ein ein t-shirt, ein langarmshirt oder leichter fleecepulli dazuhören. dazu windstopperjacke und evtl. regenjacke (kannst dich auch in deine plane, zelthülle einwickeln beim laufen). leichte mütze (hab kaum haare) auf handschuhe würd ich verzichten, so hoch bist du nicht dass das ein problem wird ( und du hast ein 2. paar socken dabei, die tuns auch an den händen). socken natürlich und je nach kälteempfinden noch eine leiche jacke, du magst wolle, dann einen dünnen wollpulli zusätzlich. so das sollte reichen um dich gut durch ne nacht bei +0grad zu bringen.  das musst du nicht alles anziehen zum wandern, sondern nur soviel wie nötig damit du komfortabel laufen kannst ohne dich tot zu schwitzen. sprich, windstopperhose, t-shirt, windstopperjacke evtl. ist alles was du brauchst zum laufen bis temperaturen die sogar leicht unter null gehen können solange du dich bewegst. der rest muss in den rucksack und wird bei bedarf angezogen.

unbedingt wechselunterwäsche zum schlafen, du musst aus dem nassgeschwitzten zeug raus, oder es trocken laufen bevor du ins bett gehst. abends waschen erhöht die temperaturunempfindlichkeit. sauber hältst du locker 2-3 grad mehr aus. evtl. kleines "handtuch". meines ist son kunstfaserteil mit ca. 10x20 cm.

geschützten platz suchen, plane gefaltet auslegen ( da tuts ne etwas kräftigere plastikfolie mit ca 3x3m aus dem malerbereich im baumarkt) schaummatte drauf, schlafsack drauf und rein in das teil. wenns kalt wird was anziehen. wenns regnet oder tau kommt plane unter der matte rausziehen und über dich drüber, evtl. einwickeln bei wind (deswegen sind 3m breite ganz gut, da hast du für wenig gramm viel spielraum). wenns ganz übel wird absteigen ins tal. da werden sie holfen!

so was isst du? hütte, naja passt nicht zu null komfort? alles geregelt.

sonst brot, salami, käse reichen weit und halten gut. tee? dann nen kleinen teelichtkocher, ne alutasse und bissl spritus. wenn du die kleinen kugelförmigen lila blüten entdeckst, die sehen aus wie blühender schnittlauch, riechen dezent nach knoblauch und schmecken saugut. passt prima aufs brot, aber sei gewarnt. wenn du das zeug ausschwitzt am nächsten tag stinkst du so, dass ein nasser iltis vor dir die flucht ergreift. du kannst alleine ein ganzes zugabteil so vollstinken dass keiner mehr drinbleibt ausser dir und dem geruch. ansonsten, wenn du dich mit kräutern auskennst, die machen prima tee und beilage zum brot.

kleines messer, zahnputzzeug als luxus, skistöcke evtl., ne wasserflasche oder 2, sonnenbrille, evtl. sonnencreme. personalausweis einpacken, damit man deine knochen identifizieren kann in ein paar jahren:ph34r: nicht ganz ernst gemeint! bissl geld. landkarte? brauchst du wohl nicht wenn du den gleichen weg zurückgehst. feuerzeug. kleines licht?

den rucksack mit nem stabilen müllsack auskleiden damit der inhalt trocken bleibt. abends spät hinlegen, in der früh früh zusammenpacken, erspart jede menge ärger. das ist schon ne völlig andere geschichte wenn jemand kommt und du alles im rucksack hast aber noch deinen tee trinkst, als wenn dein zeug noch verstreut auf der wiese rumliegt. selbst wenn dann noch der schlafsack zum lüften auf nem fels oder busch in der nähe liegt und jeder weiss dass du da übernachtet hast. freundlich sein, kein müll, und aufgeräumt ist der trick.

  und los gehts. viel spass, und wenn ich noch was vergessen hab wirst du´s merken und beim nächsten mal wissen.... aber vielleicht sagt da ja noch jemand was dazu.... :wub:

happy trails!

 

 

bearbeitet von danobaja

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Am 6.8.2018 um 01:51 schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Nicht gern gesehen ist mir egal, solange ich nicht gegen Gesetze verstoße. Das scheint laut einer schweizer Broschüre, die ich gelesen habe, nicht der Fall zu sein, solange man bestimmte Dinge beachtet.   

Genau, nach mir die Sinflut :?

Sehe ich nicht so deutsch (eine italiaenische Freundin von mir sagte immer "germany the country of law and order"), wenn ich irgendwo "zu Gast" bin, versuche ich mich so zu verhalten, dass ich die, die dort leben und Andere, die dort unterwegs sind, nicht zu sehr vor den Kopf stosse und z.B. den Gegnern des frei Zeltens nicht noch das Material liefere, damit sie weitergehende Zeltverbote usw durchsetzen koennen.

Ich habe das schon zu haeufig erlebt, dass durch zu viele, die mit der "egal-Einstellung" unterwegs waren, Gebiete fuer spaeter Durchreisende "versaut wurden", da  aufgrund von Reaktionen aus der Bevoelkerung bzw anderen Reisenden dann weitgehende Verbote durchgesetzt und ueberwacht wurden. (die Mehrzahl der Urlauber bucht nun mal Hotels und macht Tageswanderungen und lamentiert dann evtl gegenueber dem Hotelpersonal ueber so etwas und dann kommt von den Besitzern auf dem Gemeinderats-Sitzungen die Argumente "unsere Gaeste werden veraegert, Umsatzeinbussen bla bla").

Gerade in der Schweiz kann Dir auch passieren, dass jemand Dein Licht beim biwakieren / Zelten sieht, es fuer einen Notfall haelt und die "Bergwacht" verstaendigt, die sind auch hoch erfreut, wenn sie bei Dir ankommen und feststellen, dass da nur jemand uebernachtet. In Oesterreich sind es dann eher die Jaeger, die sich aufregen, da kann es schon mal passieren, dass man dadurch aufwacht, dass man mit einem Gewehrlauf angestossen wird.

Wenn es denn nun unbedingt sein muss, in so einem starkfrequentierten Gebiet, wie den "Zentralalpen" frei zu uebernachten, empfehle ich
- eine nicht einsehbare Stelle zu suchen,
- sich deutlich von Huetten u.A. wegzuhalten (es sei denn man hat die Genehmigung des Wirts),
- sehr aufzupassen, das die eigene Lampe bzw evtl Kocherflamme nicht weiter sichtbar sind (im spanischen Gebirge kamen z.B. mal die Sheriffs, weil ich zwar mit der Stirnlampe aufgepasst hatte, aber im Tal jemand die Kocherflamme gesehen hat und dachte auf der nachts unbewirtschaften Farm oberhalb wuerde eingebrochen, ich hatte dann nur das Schwein, dass die Jungs im Schnee nicht so einen Bock hatten, ihren Landy laenger zu verlassen und als Senderista, der im Sturm zeltet, hat man da als Bekloppter eh nen Stein im Brett :-D)
- je nach Gegend am fruehen Abend bei der oertlichen Bergwacht anzurufen, um zu sagen, dass kein Notfall existiert, sondern man da halt fuer eine Nacht biwakiert
- soweit moeglich, kein Zelt oder hochbauendes Tarp benutzen, sondern Biwaksack bzw uebergelegte Tarpplane
Das Vernuenftigste waere wahrscheinlich, mit jemand loszuziehen, der das schon haeufiger gemacht hat und entsprechend eher ein Gefuehl dafuer hat, was als "ok" angesehen wird und was nicht.

Ansonsten empfehle ich Dir, evtl als Urlaubsgebiet ein Gebiet auszusuchen, wo es aufgrund der Gesetzeslage und Einstellung, eher easy ist, als Wanderer frei zu uebernachten z.B. viele Laender Skandinaviens mit dem Allemaensraeten usw, auch wenn man wenig Geld hat, kommt man da ja mit dem Daumentaxi rel fix hin...

Ansonsten schau doch mal, ob es nicht in Deiner Gegend ein Stammtischtreffen von unserem Forum oder ODS (outdoorseiten - er hat Jehova gesagt :-D) gibt, da lernst Du sehr fix sehr viel ueber Ausruestung und je nach Stammtisch bringen auch Teilnehmer Material zu befingern mit, oder es gibt mal einen gemeinsamen Overnighter, wo Du Material austesten kannst.
(Im koelner Raum koennte der entsprechende Stammtisch inkl mir da "behilflich" sein und gibt ja viele Andere).

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Am 1.8.2018 um 17:17 schrieb Jedi_im_Morgenmantel:

Danke für die Antworten! Ich werde die Tipps berücksichtigen.

Exakt. Die fehlt mir. Und weil man die Alpen nie unterschätzen sollte halte ich es für keine dumme Idee, Leute mit Erfahrung ersteinmal über meinen groben Plan schauen zu lassen. Deine Antwort und die der anderen hilft mir schonmal weiter. Danke. Ich stelle evtl. später sprzifischere Fragen.

Probiere eine Tour mit Minimalgepäck im Flachland oder Mittelgebirge, vielleicht mal ein Wochenende oder so. Taste dich ran um herauszufinden, was für dich funktioniert. Dein Vorhaben halte ich für Wahnsinn bei deiner Erfahrung...kann klappen, muss aber nicht.

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vor 5 Stunden schrieb Chobostyle:

Probiere eine Tour mit Minimalgepäck im Flachland oder Mittelgebirge, vielleicht mal ein Wochenende oder so. Taste dich ran um herauszufinden, was für dich funktioniert. Dein Vorhaben halte ich für Wahnsinn bei deiner Erfahrung...kann klappen, muss aber nicht. 

Danke für deine klare Aussage. :!: Mich würde sehr interessieren: Weshalb hältst du es für Wahnsinn?
 

@danobaja
Danke für deine Tipps, ich werde sie berücksichtigen.

 

vor 6 Stunden schrieb khyal:

Genau, nach mir die Sinflut :?


Ich habe vor im Gebirge sauber, ruhig, legal, in jeder Hinsicht unauffällig und möglichst abseits jeder Behausung zu übernachten. Wenn deswegen die Sintflut kommt, nehme ich ein Suftbrett mit.

Ansonsten vielen Dank für deine Tipps!

bearbeitet von SouthWest
Zitat gekürzt

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Naja, wenn Du keinerlei Erfahrung mit UL hast - wie soll dass dann ggf. unter extremen Bedingungen im Gebirge funktionieren? Man läuft ja auch keinen Marathon ohne Training aus dem Stand, oder?

Wenn Du in Schlechtwetter gerätst kannst Du in den Alpen eben schnell auch mal bei Schneefall oder Regen im Sturm stehen. Wenn Du dann ohne Erfahrung unterwegs bist, dann reizt Du eben auch schnell mal Deine eigenen Reserven und die Reserven Deiner Ausrüstung aus. Wenn Du dann nicht die Erfahrung hast Dich und Deine Ausrüstung richtig einzuschätzen bist Du eben nunmal u.U. schon durchnässt und / oder ausgekühlt bevor Du einen guten Lagerplatz gefunden hast und wirst auch nicht wieder trocken und warm...

Gerade wenn man UL unterwegs ist muss man sich auf seine Erfahrung verlassen können. Die hast Du nach eigenen Aussagen einfach noch nicht.

Zum Thema ruhig und legal: Ob da nun Behausungen in der Nähe sind oder Du dich nach Deinem Verständnis unauffällig verhältst  ist relativ egal. Es gelten die jeweils gültigen Gesetze. Und in weiten Teilen der Alpen ist Zelten nunmal verboten und selbst (ungeplantes) biwakieren auch nur teilweise erlaubt.

bearbeitet von Thomas-TT
Falsches Zitat entfernt

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So pessimistisch wie die anderen hier im Fred bin ich nicht, da ich damals nahezu genauso unbedarft in die Alpen gestartet bin. :-D

Bei einer Tour unter 4 Tagen kann man sehr gut das Wetter abschätzen und somit die Minimalausrüstung gut anpassen. Beschränkt man sich dann noch auf Wege bis T2 der SAC-Wanderskala (T3 ist evtl. möglich, wenn der Weg gut beschrieben ist und es nur kurzversicherte Stellen gibt), kann man selbst bei einem spontanen Wettereinbruch recht gut den alten Weg zurück- oder bis zum nächsten sicheren Ziel den Weg zu Ende gehen.

Vor seinem Vorhaben sollte sich @Jedi_im_Morgenmantel jedoch mit den Grundlagen der Orientierung (Himmel, Karte, Kompass - auch bei Benutzung von GPS sehr wichtig!) und über das Verhalten bei Gewitter, Erste Hilfe und die allgemeinen Notzeichen einlesen! Verhalten auf einer Weide bzw. ggü Kühen kann auch nicht schaden.

bearbeitet von fettewalze

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