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Ultraleicht Trekking

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Hallo zusammen,

morgen früh geht der Flieger nach Kanada. Neben Familie, Stadt und nichts tun stehen auch Mehrtagestouren an. Alles leider nicht so geworden wie gewünscht denn:

Ich bin zu zweit unterwegs, daher wird am Gewicht noch etwas nach unten geschraubt da ein paar Teile aufgeteilt werden.

Außerdem ist mir eben aufgefallen das noch die Tasse von +1 in der Liste ist, aber dafür mein Beautycase noch nicht abgewogen ist.

Auch habe ich die Liste auf dem Ipad und Numbers erstellt, dann in Excel Format exportiert (das ich nicht auf meinem Rechner habe), dann nochmals in Google Tabelle exportiert (für eine Darstellung) und dann die Listen einzeln als Bild kopiert und zusammengefügt. Daher stimmt auch der Klamottenwert nicht, da ein paar Sachen auf Numbers nicht mitgezählt werden - einige Sachen habe ich ja an.

Zuletzt ist noch die Optionentabelle drin. Wenn es wirklich ganz kalt werden sollte wird da vielliecht noch was ausgetauscht.

Aber so alles in allem könnte es passen.

Packliste.jpg

bearbeitet von Nando
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vor 2 Stunden schrieb Kokanee:

Seil braucht man zumindest so gut wie nie.

Naja, ich gehe ja davon aus, dass das Seil nicht der Selbstsicherung dient, sondern um das Essen bärensicher am Baum aufzuhängen. Steht ja auch so da. Oder braucht man das mancherorts in Kanada nicht? Bin kein Nordamerikakenner. 

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Auf den üblichen backcountry campings gibt es Bärenschränke oder eine Aufhängevorrichtung. Ganz selten nur einen Balken, über den man sein Seil werfen kann. Wirklich ganz ganz selten... kann natürlich mal kaputt sein, die Aufhängevorrichtung - aber schon das ist eher Ausnahme und Schrank der Standardfall. Man weiß eben, wie toll das mit der PCT-Methode so klappt -

P1040024.JPG

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Ich habe leider eher fuer Dich Tips, die das Ganze schwerer, als leichter machen, oder gewichtsneutral sind und der Ausfallsicherheit dienen.

Bei der Isomatte vermute ich aufgrund des Gewichts, dass sie nicht unter der Prolite durchlaeuft, sondern ueberwiegend als Unterlage im Beinbereich dienen soll ? Ich wuerde eine in voller Laenge mitnehmen, schuetzt die Prolite gegen Durchstiche gerade beim draussen Rumlungern und der Zeltboden des Carbon Reflex bietet da ja auch nicht viel Schutz
Oder isses die GG Thinlight ?

Der Toaks Windschutz ist zu niedrig fuer den WBS, da verbrauchst Du mehr Spiritus, nimm den Bulbul, wiegt sogar noch 2,5 g weniger

Gerade wenn es mal kaelter wird ist es nervig mit einem Mini Bic den WBS anzuzuenden, besorgt Dir lieber ein leichtes Jet-Feuerzeug, was geht ist das JT-06 von Conrad, wenn Du den Deckel, Kette, Metallring zuhause laesst, sparst Du nochmal etwas Gewicht...

Baerenseil, ok fuer den Zweck und da es auf Deinen Touren da oben ja nur ein Backup waere, ginge natuerlich auch staerkere Kevlar-Angelschnur, wenn Du was willst, wo Du auch Knoten wieder leicht aufbekommst, ist die Dyneema/Polyester-Schnur 1,5 mm von Extex geeignet, bei den ueblichen 15 m fuer Baerenschnur wiegt die (1,66 g/m) 25 g statt 40, wenn Du natuerlich schon fuer spaeter so etwas wie den PCT im Auge hast, kann ich verstehen, wenn Du so etwas wie die GG Dynaglide benutzt (die benutze ich, doppelt genommen fuer meine Wander-Haengematte, 35 g/15 m ist ja fuer Haengematten-Aufhaengung echt leicht), Karabiner verstehe ich jetzt nicht, Du kannst doch Knoten ?

Handtuch finde ich sehr schwer, ich kann verstehen, das Du ein Handtuch willst was lang genug ist, auch den Ruecken abzutrocknen, da geht bei mir auch die Bequemlichkeit vor, aber entweder bekommst Du bei Dir im Globi Outlett noch ein Ortec (ich fuerchte eher nicht), das wiegt schmaler zurechtgeschnitten, ca 55 g, oder Du naehst 2 Packtowl Nano zusammen, 2* 21,8 g

Die Platypus wuerde ich noch gegen die Evernew tauschen, halten besser

Den Exped UL Sack wuerde ich noch gegen eine STS U-Sil Dry Sack tauschen, die Exped UL sind genauso anfaellig, wie die STS Nano d.h. reissen leicht unterhalb der Verstaerkung fuer den Rollverschluss ein


Jetzt ist ja bei Dir die Zeit fuer Nachbeschaffung echt knapp, geht ja nur noch "um die Ecke"...da kommen ja fast nur noch Daniel/Thomas in Frage und ich habe auch immer Einiges neu in Reserve liegen, das ist ja von Dir mit KFZ auch nicht allzuweit (dann aber bitte vorher anrufen)...
- Bulbul, STS Sack kannst Du ja noch fix bei Daniel/Thomas holen
- Evernew Wasserbeutel auch, den 2 l koenntest Du auch von mir bekommen, falls nicht vorraetig
- EV50 4mm, Kevlar-Angelschnur, Extex-Schnur, Packtowl Nano von mir
- Conrad Feuerzeug, falls Du eh bei mir vorbei kommst, auch von mir, sonst hast Du ja einen "vor der Tuer"

 

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Wenn Du wasserdichte Packsäcke mitnimmst vermute ich, dass ihr auch paddeln wollt. Dazu mein Tipp:

Ich habe noch nie so aggressive bugs erlebt, wie beim Paddeln im  Algonquin Provincial Park. Vor allem bei den unvermeidlichen Portagen fallen die über Dich her. Je nach persönlichen Vorlieben würde ich mich entweder mit DEET-Mitteln in ausreichender Menge (am besten vor Ort kaufen) und/oder Netzen ausrüsten.

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Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich immer zu schwere Säcke aufhänge, aber schon 2 mm Leine greift sich eher unangenehm. Ganz zu schweigen von der "Gleitfähigkeit".

Kocher: auch wenn es geregnet und abgekühlt hat, brennt es noch immer in B.C. Ich würde Feuerspielereien einfach lassen. Irgendeiner macht sowieso Campfire und für den Kaffee geht es mit Gas fixer.

bearbeitet von Kokanee

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So dann antworte ich mal etwas. 

Das Bärenseil ist in der Tat dafür da um das Essen und so bärensicher aufzuhängen. Wir laufen den juan de Fuca trail, so weit ich das gesehen habe gibts da (außer am trailhead und am Ende) keine Vorrichtung. Das Seil Sind dyneema Reste die ich noch gefunden habe. Ich hoffe eh das das klappt bin ja noch nie in die Verlegenheit gekommen das tun zu dürfen. Über die gleitfähigkeit bzw. Wie gut man das Seil dann greifen kann habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Auch da sammelt ich sicher ein bisschen Erfahrung... im schlimmsten Fall kann man doch sicher ein Stück Holz einbinden oder so?

Isomatte ist ein Reststück einer alten Doublemat von extremtextil. Bräuchte mal ein Stück für was anderes, daher ist es nicht die volle Länge 

Über die Breite vom Windschutz habe ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht. Hatte die noch rumliegen. Hoffe die reicht aber jetzt ist es eh zu spät ;) sonst fällt es unter stupid light oder aber unter unnützes Gewicht. 

Handtuch ist wie das Bärenseil ein Ding was noch zu Hause rumgelegen hat und ich keine Lust Geld in die Hand zu nehmen und es auszutauschen. Also eher leicht am Geldbeutel als im Rucksack aber die Idee Handtücher in den Größen zusammenzunähen die man braucht ist großartig. Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht. 

Platypusse hatte ich noch zu Hause. Habe eine neue evernew für meine +1 gekauft, bin mal gespannt wie die ist im Vergleich. 

Den Exped Packsack habe ich für meine Decke noch neu kaufen müssen. Der sts Nano ist auf der Innenseite irgendwie weniger glatt gewesen und mit dem Exped habe ich die Decke kleiner bekommen und passt nun besser. 

Gepaddelt wird nicht aber es ist schön kalt ich hoffe die Mücken sind schon nicht mehr schlimm. Sonst gilt halt wieder: stupid light, muss man durch. 

Über das Feuer habe ich mir auch Gedanken gemacht und überlegt nicht zu kochen. Aber der Plan sieht vor das fast alle Zeltplätze am Strand und auf Sand ist so sollte es kein Problem darstellen. Und was auch gut ist, es regnet und ist deutlich kälter geworden. 

 

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-Yep, learning by doing ;-) - denke eigentlich, dass da überall ein Schrank steht - kann aber auch mal voll sein oder weggeschwemmt, da findet sich ggfs. ein passender Baum gleich zum Üben. Da man sein Zeug ja auch wasserdicht verpackt haben möchte - wenn der ul-Sack erstmal daneben fällt, ist was Stabileres vielleicht auch nicht verkehrt... Schwarzbär am Botanical Beach  etc. ist nicht unwahrscheinlich! 

Dann viel Spaß.

bearbeitet von Kokanee

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So, wieder da. Was gibt es zu sagen...

Aurüstung:

Das Bärenseil wäre in der Tat nicht nötig gewesen. An den ausgewiesenen Camping Spots gab es große Food Cache Bärenkisten in die man sein Zeug legen konnte. Da der Weg insgesamt auch so bewachsen war hatte man auch keine Möglichkeit abseits der ausgewiesenen Stellen zu schlafen. (der Bär läuft übrigens bei Sombrio Beach herum. Ein Holländer nannte ihn "zahm"...).

Mein "Personal Towl" war zwar schwer und ein kleineres hätte sicher ausgereicht. Aber das "Ultraleicht towl" von +1 hat ordentlich rumgefusselt. Da habe ich mich über das mehrgewicht gefreut, denn mein hintern war nicht voller roter Fussel trotz vorher Waschmaschine ;)

4mm Eva ist echt dünn, wurde was kalt unter den Knien, aber wozu gibt es Rucksäcke.

Platypus vs. Evernew: Meh. Evernew ist schicker, Playpus leichter, eigentlich egal. Robustheit kann ich nichts zu sagen, meine Playts habe ich seit vielen Jahren

Windschutz habe ich quasi nie aufgestellt. Der Wald ist so dicht, da weht kein Wind am Camp, wenn man die Augen nach einem guten Spot aufhält. Ab und an gab es Lagerfeuer von anderen Wanderern aber die haben fies geraucht, alles war Nass und ein ordentliches Feuer haben da kaum jemand zu stande gebracht.
Gas wäre einfacher gewesen zu beschaffen. Als Spiritus habe ich zunächst eine Flasche "Rubbing Alcohol" gekauft, welches aber das falsche war (Isopropanol). Zum Glück vorher ausprobiert und noch eine Flasche Bio Ethanol gekauft. Der MEC Store führt zwar Trangias aber hatte auch auf Nachfrage kein Spiritus zum kaufen.

Positiv überrascht war ich von Dr. Bronners Seife, hatte bisher immer nur die von sea to summit. Ist extrem ergibig und (falls es interessiert...) brennt auch nicht in offenen Wunden...

Negativ überrascht war ich von Anjona. Ist sehr ergibig aber auch sehr fies im Geschmack. Das nächste mal kommen wieder selbst gemacht denttabs mit.

Doof fand ich auch den ausgeliehnen Sawyer Mini. Für die 2 Liter Platypus zu füllen braucht es schon 10 Minuten und man muss ordentlich Druck ausüben. Nächstes mal den klassischen Sawyer, besonders wenn man für mehr als einen Wanderer filtern muss.

Zum Trail:

Der Juan de Fuca wird gerne als Einsteiger- oder kleiner Bruder des West Coast Trail angesehen. Trotz allem ist er nicht zu unterschätzen. Wir hatten ein Tempo von 2 km/h, alleine wäre ich etwas schneller gewesen, aber nicht wesentlich. In Deutschland und in Schweden habe ich eher so 4.5 Km/h. Daher sind wir am ersten Tag sehr spät erst beim ersten Camp angekommen (wir sind bis little Kuitsche Creek gelaufen).
Der Trail wird als Wildnis beworben. Kann man so ausdrücken, aber für meinen Geschmack war der Trail zu ... künstlich. Ich meine nicht die ganzen Brücken, Northshores und Treppen, sondern in der Wegführung. Überall sieht man Laufpfade von (wahrscheinlich) Bären, die viel sinnvoller verlaufen. In Europa scheinen viele Wege dem "Weg des geringsten Widerstandes" zu verlaufen und haben sich daher über Jahrhunderte oder Jahrtausende eingelaufen. Aber hier hat man ein beständiges Auf- und Ab von viellecht 30 Höhenmetern, um Bäume herum, sehr große Stufen an Wurzeln, es fehlt allgemein ein Art "Flow", wir sind nicht in einen guten Rhytmus gekommen. Meine Begleitung, die nur 1,7m misst und relativ kurze Beine hatte an vielen Stellen große Probleme mit den hohen Stufen  und musste viel erklettern. Auch sind die gebauten Holzhilfen nur in der Nähe der Trailheads in einem guten Zustand. Vielfach sehr  morsch, viele herausstehende Nägel oder herausgebrochene Stufen.
Sonst ist man halt im Regenwald unterwegs. Dichter Bewuchs, permanentes Zwielicht, ständig ein Blick auf das Meer, alles ist feucht bis nass und daher viel Modder - richtig cool und auf jeden Fall anders als alles was ich bisher aus Europa kenne. Und das obwohl wir in einem trockenen Jahr unterwegs waren. An einigen Stellen fühlt man sich fast nicht im Wald weil die Bäume so groß sind das man die Äste nicht mehr aus dem Augenwinkel sieht.
Bis heute frage ich mich ob ich mit dem Schuhwerk richtig gefahren bin. Ich trage ein altes Modell der Merrell Trail Glove, die sehr offenes Mesh haben. Ein Tritt in den Modder und die Füße stehen auf einem Bett von Dreck kleinen Steinchen, die leider auch nur durch auswaschen rausgehen. Daher bin ich sehr schnell elegant wie eine Elfe von einer trockenen Stelle zur nächsten gehüpft weil keine Lust auf Blasen an den Füßen aufgrund der Reibung. Ich könnte mir vorstellen das man hier mit wasserdichten Stiefeln wie man sie halt als normalo zum Wandern trägt besser fährt. Vielleicht hätten wasserdichte Socken auch geholfen, da kann ich aber nicht mit erfahrung aufwarten. Durch die hohe flexibilität der Schuhe ist es an den Strandabschnitten auf jeden Fall angenehm. Mit Strand ist nicht Sandstrand sondern große abgeschliffene Steine gemeint. Hier ist der Elfenhüftgang definitv eleganter (und lustiger) und einfacher als der Trott-Marsch mit dicken Botten an den Füßen. Trotzdem ist der Weg für einen normal geübten Wanderer technisch nicht übermäßig anspruchsvoll. Man muss aber ständig konzentiert laufen. Die nassen Wurzeln und Steine sind sehr rutschig.

Alles in allem sehr cool, 4 Tage statt 5 Tage sind gut machbar. Nord- nach Süd scheint ungewöhnlich zu sein. Wenn man von Süd nach Norden läuft kann man den Trail Bus zum West Coast Trail nehmen und den noch hinten dran hängen. Anreise ist: Mit Air Canada oder Lufthansa Deutschland -> Vancouver ( ca 10 Stunden Flugzeit) -> Victoria (30 Minuten Bus, 1.5 Stunden Fähre, nochmals 45 minuten bus) -> Ein Übernachtung der Trail bus fährt nur morgens früh -> 1.5 - 2 Stunden Trail Bus fahren. Ist also "nur" für die Trails echt lang.

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