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Ultraleicht Trekking

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Liebe Kollegen und Kolleginnen des Ultraleicht-Trekkings

Ich bin neu hier und sage erst einmal hallo zu Euch und bedanke mich für die vielen tollen Beiträge der aktiven Gemeinschaft, die mir schon oft weitergeholfen haben.

Ich habe vor kurzem damit begonnen, meine Ausrüstung selbst herzustellen und bin totaler Anfänger, was das Nähen an Nähmaschinen betrifft. Mein erstes Projekt ist das Annähen eines 20mm Polypropylen-Gurtes an einen Schultergurt eines Rucksackes, um einen Brustgurt zu spannen.

Ich verwende eine Pfaff 1212, eine 100er Jeans-Nadel und 50Nm oder 80Nm Polyestergarn von Extremtextil. Stichart: Steppstich, Ziffer 3. Oberfadenspannung auf Standard (ungefähr Ziffer 4) bzw. in verschiedenen Versuchen schrittweise bis Ziffer 7 erhöht.

Ich bekomme bis jetzt kein sauberes Nahtbild hin. Oft verheddert sich der Unterfaden, insbesondere, wenn ich die Naht im Rückwärtsgang vernähen will (siehe Bild). Es kommt dann auch vor, dass die Nadel auf die Stickplatte schlägt. Die Maschine ist gewartet und vom Fachmann eingestellt. Die Nadel wurde zentriert und justiert. Der Schultergurt passt mit etwas Druck unter den Nähfuss. Ich habe mit und ohne Obertransport IDT gearbeitet und konnte auf beide Weise kein gutes Resultat erzielen. Ich kann gut und sauber (für meine Verhältnisse) bis zu drei Gurtbänder übereinander nähen (siehe Bild).

Hat mir jemand einen Tipp zum Setup (Nadel, Garn, Stichart, etc.) oder sonst einen Tipp, wie man diese Sache am besten vernähen kann? Liegt es vielleicht einfach an der Näh-Technik? Oder kommt die Maschine einfach an ihre Grenzen? Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar.

Herzlichen Dank und freundliche Grüsse aus der Schweiz

Peter

 

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bearbeitet von Peschamel

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Willkommen im Forum  :)

Oberfadenspannung ist nur Relativ, da sie mit der Unterfadenspannung spielt, die du ja nur über ein Schräubchen grob festlegst.

Auf der Druckplattte sollte die Nadel nie aufschlagen. Entweder hast du so stark am Stoff gezogen/geschoben, dass diese abgelenkt wurde, oder die Nadel war nicht bis zum Anschlag drin.

Deine Oberfadenspannung ist zu gering - wäre jetzt meine Idee.  Der Faden kräuselt sich unterhalb, d.h. er wird von der viel höheren Unterfadenspannung unterhalb gehalten.   Mit "3" nähe ich zwei Dünne Stöffchen zusammen, wofür ja "Standard" da ist (z.B. zwei Jerseystöffchen). Das was du da machst, mache ich bei 9 - also auf Anschlag, wobei ich aber auch die Unterfadenspannung etwas stärker habe als beim Auslieferzustand.
Faden ist OK. Ich verwende bei Rucksäcken 30er, 40er und 60er Garn (Amann Serafil) mit 110er bis 70er Nadel.  Jeansnadel ist bei so grober Arbeit bzw. so vielen Schichten empfehlenswert, da diese etwas kräftiger ist und nicht so schnell bricht.

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Vielen Dank, lieber @AlphaRay.

Ich vermute auch, dass der Transport noch nicht gut läuft. Am Stoff schiebe oder ziehe ich nicht, aber möglicherweise sollte ich sachte etwas mithelfen.

Ich werde also die Oberfadenspannung drastisch erhöhen und allenfalls auch die Unterfadenspannung.

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Wenn du deine Oberfadenspannung auf Anschlag stellst und der Faden dann immernoch so aussieht, dann ist deine Mechanik zur Einstellung der Oberfadenspannung defekt. So war es bei meiner alten Pfaff jedenfalls. Der Faden wird dort durch 2 Metallblättchen gehalten die mittels Feder zusammengedrückt werden. Dort ist bei meiner Pfaff immer der Faden herausgerutscht und die Oberfadenspannung lies sich nicht mehr einstellen. 

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@Peschamel

Achte bitte darauf, beim Einlegen des Oberfadens den Naehfuss oben zu haben, sonst kann es gut sein, dass sich der Faden neben die Einstellvorrichtung fuer die Oberfadenspannung legt. Ob die dann ganz lose oder extrem hoch ist, bleibt dem Zufall ueberlassen....

Ich weiss nicht, ob es fuer die Pfaff 1212 zutrifft - bei unserer Pfaff ist es zumindest so...

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Bei meiner Maschine (Singer aus den 70ern) heißen solche Unterfadenschlaufen, dass ich entweder nicht richtig eingefädelt habe oder dass der Greifer gereinigt werden muss.

Da Du aber das Gurtband nähen kann und die Maschine gewartet wurde, fallen die häufigsten Ursachen für solche Fehler schon mal weg …

Ich würde mal versuchen, ganz langsam ein paar Stiche zu nähen (je nach dem, wie der Anlasser anspricht, auch nur mit Handrad), vielleicht fällt Dir dann auf, wo es hakt (gerade, wenn die Nadel aufschlägt. Das darf einfach nicht passieren). Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich das Mesh im Transporteur verhakt. Dann würde es helfen, etwas Stickvlies oder auch anderen Stoff unterzulegen (und den nach der Naht abzureißen oder rauszufriemeln).

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vor 11 Minuten schrieb Schildkröt:

Da Du aber das Gurtband nähen kann und die Maschine gewartet wurde, fallen die häufigsten Ursachen für solche Fehler schon mal weg … 

Es ist ziemlich sicher die Fadenspannung.  Das problem habe ich mit meiner alten, sowie mit meiner modernen, Computergesteuerten Maschine, wenn Unterfadenspannung viel  stärker ist.
Wenn das Problem bei mir plötzlich auftacht, dann passierte es, dass das Garn aus dem Greifarm raus ist (!!!)...bis heute noch nicht raus gefunden, wie das passieren kann...
D.h. die Oberfadenspannung ist dann gleich 0. Nach 3 bis 4 Stichen ist dann alles Blockert und die Maschine stoppt den Motor (die neuere erkennt Überlastungen und näht nicht weiter, bis man es behebt).

D.h. wenn man die Spannung richtig eingestellt hat und es dann tortzdem so aussieht, obwohl es eben noch ging, einfach mal Garn raus und kooomplett neu einfädeln. Ist dann zu 99% wieder weg ;) 
Falls hier eine Erhöhung der Fadenspannung nur ein wenig bringt, würde ich zuerst versuchen die Unterfadenspannung zu lockern, bevor man anfängt die Maschine auseinander zu schrauben.  D.h. das Schräubchen am Untergarnrollen-Halter leeeicht (!) nach links drehen. Reicht auf wirklich eine 1/5tel bis 1/10tel Drehung.

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vor 36 Minuten schrieb AlphaRay:

Wenn das Problem bei mir plötzlich auftacht, dann passierte es, dass das Garn aus dem Greifarm raus ist (!!!)...bis heute noch nicht raus gefunden, wie das passieren kann...
D.h. die Oberfadenspannung ist dann gleich 0. Nach 3 bis 4 Stichen ist dann alles Blockert und die Maschine stoppt den Motor (die neuere erkennt Überlastungen und näht nicht weiter, bis man es behebt).

 

@AlphaRay

Lieber Nähkollege, das ist zu 100% ganz genau das, was mir immer passiert. Das Garn ist sogar aus dem Greifarm raus. Also verstehe ich das richtig: Dieses Phänomen tritt auf, wenn die Oberfadenspannung zu schwach ist (bzw. gleichzeitig auch die Unterfadenspannung zu stark)?

@Schildkröt

Das ist ein guter Hinweis: Möglicherweise verheddert das Mesh am Transporteur. Ich werde also ein Vlies drunter legen.

Jungs, Ihr seid der Hammer!

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vor 16 Minuten schrieb Peschamel:

Das Garn ist sogar aus dem Greifarm raus. Also verstehe ich das richtig: Dieses Phänomen tritt auf, wenn die Oberfadenspannung zu schwach ist (bzw. gleichzeitig auch die Unterfadenspannung zu stark)? 

Genau das ist das Problem bei mir - wenn das passiert, dann suche und probiere ich nicht mehr rum, sondern fädel neu ein, weil das Garn nicht mehr im Greifarm ist, und somit die ganze Oberfadenspannung dahin.

Richtig:  Ohne Oberfadenspannung bzw. mit der viel zu hohen Untefadenspannung werden die "Knoten" sehr weit unten bzw. im dem Fall unterhalb des Stoffes gemacht. Dadurch dass der Oberfaden aber durch den Stoff geht, "klebt" das ganze noch am Nähgut dran.

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diese schlaufen können auch entstehen wenn zuviel oberspannung da ist. die nadel wird krumm gezogen vom klemmenden faden und unten greift die mechanik nicht mehr richtig und anstatt zu verzwirbeln entstehen die schlaufen. zumindest bei meiner alten wertach ist das so. dass die nadel am blech anschlägt deutet in meinen augen auf zuviel spannung im faden hin. wie sonst sollte nadel so krumm gebogen werden? ist ja nix dran ausser dem faden.

mögliche fehler sind falsch eingestellt am drehrad und den oberfaden an irgendeiner stelle falsch eingefädelt.

 es kann auch vorkommen, dass bei dicken und hartem material der faden im nähgut soviel spannung bekommt dass er die nadel krummzieht. manchmal kann man sich behelfen indem man die nadel über das nähgut an die richtige stelle drückt. stich für stich.

manchmal biegt auch das material, cordura 1000 ist so ein kandidat, die nadel aus der senkrechten. besonders wenn weich und hart vernäht werden kommt das vor. scharfe nadel hilft dagegen.

es kann natürlich auch an viel zuviel spannung unten und zuwenig oben liegen. da hilft nix wie mit mustern bissl rumnähen und mit den einstellungen spielen.

ich denke dass hier in diesem fall der schultergurt einfach zu dick ist. evtl. kannst du was machen indem du die nadel manipulierst  während sie nach unten geht. aber das ist sicherlich ganz schön hart für die maschine, auch wenn du mit hand mitdrehst.

daumendrück!

bearbeitet von danobaja
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@danobaja

Besten Dank auch Dir. Ich glaube die Nadel schlägt erst nach dem Verheddern nach Auftreten der losen Schlaufen des Unterfadens auf. Die Oberfadenspannung kann bei Stufe 4 von 9 der Fadenspannung eigentlich kaum zu gross sein.

Ich versuche es einmal mit einer Microtex-Nadel.

Heute Abend wird genäht ;-)

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vor 2 Stunden schrieb Peschamel:

Die Oberfadenspannung kann bei Stufe 4 von 9 der Fadenspannung eigentlich kaum zu gross sein.

das stimmt, mir ist aber schon passiert, dass ich nicht sauber in diese scheiben eingefädelt habe. meist rutscht das, aber wenns bremst, dann gleich sehr stark. dünner faden reisst sofort, aber so ein 50 oder 80 der hält schon was aus. aber das muss nicht dein problem sein. ich wollts nur als möglichkeit aufzeigen.

viel spass beim probieren heut abend!

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Das Problem ist bei mir auch schon oft aufgetreten, zum Teil wie aus dem Nichts. Hab dann so lange ausprobiert, dass mir auch am Schluss immernoch nicht klar war, was das Problem war, und auch nicht, warum es irgendwann wieder klappte. 

Die Tipps von @Schildkröt finde ich super. Erstmal neu einfädeln, oder wenns nur bei einem bestimmten Material passiert, Vlies unterlegen. Hat mir sehr geholfen, danke!

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Hallo Jungs, es hat sich etwas getan! Ich habe noch mehrere Einstellungen der Unter- und Oberfadenspannung ausprobiert, was aber nicht geholfen hat. Dann habe ich die Jeansnadel durch eine 80er Microtex ersetzt und den Faden durch einen 75Nm rasant corespun ersetz. Und dann ging es! Kaum zu glauben. Ich vermute, dass die Maschine bei der dicken Lage, dazu die eine Lage weich, die andere hart, mit der Jeansnadel einfach an ihre Grenzen kam. Die Microtexnadel "ploppt" perfekt durch und alles läuft rund.

Ich habe für das schmale Gurtband nun einen sehr engen, mittelbreiten Zicksack-Stich gewählt. So nah, dass es praktisch eine grosse Naht ist. Das scheint mir die beste Lösung zu sein, wenn man nur ca. 17mm Breite zum nähen hat. Es ist ja nur der Brustgurt und nicht ein tragendes Teil. Ich kann am Abend noch ein Bild reinstellen, wenn es jemand interessieren sollte.

Noch eine Frage an die Experten: Ich habe gelesen, dass die Jeansnadel eigentlich die richtige Nadel für solche Arbeiten ist, da sie das Gewebe weniger verletzt im Gegensatz zur Microtexnadel, die spitzer ist. Mit welcher Nadel und welchem Garn habt Ihr für Rucksäcke die besten Erfahrungen gemacht? Und näht Ihr dann den gesamten Rucksack mit einer Fadenstärke und der gleichen Nadel oder variiert Ihr?

Auf bald,

Peter

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vor 32 Minuten schrieb Peschamel:

Ich vermute, dass die Maschine bei der dicken Lage, dazu die eine Lage weich, die andere hart, mit der Jeansnadel einfach an ihre Grenzen kam.

Das eher nicht, da die Jenasnadel ja gerade für hartes und dickes gemacht ist.  Wenn die nicht durchgekommen wäre, dann hätte die sich entweder guut verbogen oder wäre direkt gebrochen.  Kenne ich zu gut, wenn man an einer Stelle zu viele Stiche gemacht hat, weil der Transport nicht geklappt hat.
Einfach nur neu Einfädeln mit dem alten Faden vor der ganzen neuen Spannungseinstellungen hast du gemacht?   Wie gesagt behebe ich genau dieses Problem durch Faden oben aus Maschine raus und komplett neu durch Maschine fädeln.  Dadurch dass du Garn gewechselt hast, musstest du das ja zwangsläufig - was inkl. der Spannungserhöhung zu der Fehlerbehebung schon geführt haben sollte ;)

vor 34 Minuten schrieb Peschamel:

Und näht Ihr dann den gesamten Rucksack mit einer Fadenstärke und der gleichen Nadel oder variiert Ihr?

Ich bleibe bei der selben. 40er oder 60er glattes Polyestergarn. Meistens 60er, weil ich diese in diversen Farben da habe.

vor 36 Minuten schrieb Peschamel:

ch habe für das schmale Gurtband nun einen sehr engen, mittelbreiten Zicksack-Stich gewählt. So nah, dass es praktisch eine grosse Naht ist.

So ist das auch richtig ;) Bei meiner Computermaschine stelle ich dann Zickzack mit 0,1 mm Stichlänge ein bei 2,5....4,0 mm Breite - je nach dem was ich da gerade vernähe.

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@Peschamel I'm suprised it works better with the microtex 80 needle. This might also be the cause:
Tension discs open up after the presser foot is lifted beyond a certain point. When material is too thick (eg. shoulder straps) tension discs on some household sewing machines tend to open up and loose all upper tension resulting in underside loops like those on your photo. You can check when that happens by pulling the upper thread and slowly lifting the foot. If your machine has adjustable presser foot tension then try to put more tension to it. Method that also works is pressing down on the presser foot with your finger and hand-crank the machine, be careful with that tho;-)

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vor 45 Minuten schrieb AlphaRay:

Das eher nicht, da die Jenasnadel ja gerade für hartes und dickes gemacht ist.  Wenn die nicht durchgekommen wäre, dann hätte die sich entweder guut verbogen oder wäre direkt gebrochen.  Kenne ich zu gut, wenn man an einer Stelle zu viele Stiche gemacht hat, weil der Transport nicht geklappt hat.
Einfach nur neu Einfädeln mit dem alten Faden vor der ganzen neuen Spannungseinstellungen hast du gemacht?   Wie gesagt behebe ich genau dieses Problem durch Faden oben aus Maschine raus und komplett neu durch Maschine fädeln.  Dadurch dass du Garn gewechselt hast, musstest du das ja zwangsläufig - was inkl. der Spannungserhöhung zu der Fehlerbehebung schon geführt haben sollte ;)

 

@AlphaRay

Ich hatte das Neu-Einfädeln-Prozedere vor ein paar Tagen bereits ein paar Male gemacht - ohne Erfolg. Möglicherweise war damals der Nähfuss unten beim Einfädeln. Das weiss ich nicht mehr mit Sicherheit. Ich könnte es mit dem gegenwärtigen Spannungs-Setup noch einmal mit der Jeansnadel und dem 50Nm Garn versuchen, bzw. bei stärkerem Faden wohl die Oberfadenspannung etwas erhöhen - dann hätten wir Gewissheit.

@kamov

This seems to be a very interesting Explanation - could it be that the jeans-needle has more friction on the fabric than the microtex-needle, so that it lifts the presser foot more? The symptoms I experienced while sewing with the jeans-needle indicate that there could be a problem with the presser foot staying down, you are absolutely right! I could raise the pressure of the presser (I like this wordplay haha) an see what happens. So afterall you would still go with the jeans-needle?

Pressing down the presser by hand while sewing is a bad-ass move!

Cheers,

Peter

bearbeitet von Peschamel

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Friction is possible explanation but I doubt it is that much of a difference. I think it would be the friction from the needle going back up then. In this case friction is increased mainly because you used thicker needle before rather than needle type. 

I would say if microtex 80 works fine for you then just use that. 

vor 17 Minuten schrieb Peschamel:

Pressing down the presser by hand is a bad-ass move!

Best to turn off the machine when doing that so no accidental pressing on the pedal :) Not sure if this works with computerized machines.

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Vor ca. 40 Jahren hatte ich mir 2 Rucksäcke selber genäht (als Student mit genügend Zeit...), auf einer vollmechanischen Pfaff 30 oder 130 aus der Mitte des letzen Jahrhunderts.

Was ich noch in Erinnerung habe war, das es sehr auf die gewählte Nadel ankam, ob die Naht was wurde. Wobei ich die ganz dicken Nähte (gut gepolsterter Bauchgurt am Ruclsack Sack annähen) von einer Sattlerin mit einer guten, alten Adler Nähmaschine machen ließ. Aber bis 4 Lagen Cordura 1000 plus G1000 ging es noch ganz gut. Darüber hinaus, wenn auch noch eine Isomatte als Rückenpolster dazu kam wurde es etwas mühsamer.

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Auf die Sache mit der Nadel hätten wir eigentlich auch kommen können :? Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich auf dem Weg durch den Stoff immer etwas verhakt hat und dadurch die Fadenspannungsprobleme kamen.

vor 2 Stunden schrieb Peschamel:

Noch eine Frage an die Experten: Ich habe gelesen, dass die Jeansnadel eigentlich die richtige Nadel für solche Arbeiten ist, da sie das Gewebe weniger verletzt im Gegensatz zur Microtexnadel, die spitzer ist. Mit welcher Nadel und welchem Garn habt Ihr für Rucksäcke die besten Erfahrungen gemacht? Und näht Ihr dann den gesamten Rucksack mit einer Fadenstärke und der gleichen Nadel oder variiert Ihr?

Kann es sein, dass Du Jeans- und Jerseynadeln verwechselst? Jeansnadeln sind extra hart, um festem Gewebe wie etwa Jeans gewachsen zu sein. Dabei sticht sie dann auch durch Gewebefäden durch, was bei Jeans oder ähnlichen Stoffen aber kein Problem darstellt.

Jersey- und Stretchnadeln haben hingegen eine abgerundete Spitze, damit die Nadel nicht im Gewebe hängen bleibt, Fäden zersticht oder Fäden zieht - das passiert bei Jerseystoffen einfach deutlich leichter als bei Geweben. Diese Nadeln sind Pflicht, wenn Du auf Strickware nähst wie eben Jersey.

Und Mikrotex-Nadeln sind eben besonders fein, um keine großen Löcher in feine Stoffe zu machen und durch die geringere Dicke (gerade im Vergleich zu Jeansnadeln) gleiten sie auch besser durch den Stoff.

Wenn Du Spaß dran hast, versuch mal Stoffe mit verschiedenen Nadeln zu nähen, das hilft auf jeden Fall, die Unterschiede zwischen Nadeln zu verstehen.

vor 3 Stunden schrieb Peschamel:

Und näht Ihr dann den gesamten Rucksack mit einer Fadenstärke und der gleichen Nadel oder variiert Ihr? 

Rucksäcke habe ich noch nie genäht. Aber generell wechsel ich die Nadel immer, wenn ich denke, dass eine andere besser ist. Die Nadel zu wechseln und den Faden neu einzufädeln dauert ein paar Sekunden, eine Naht mit der falschen Nadel zu nähen, ist ätzend. Ich hab mir viel Frust und Zeit zum auftrennen erspart, als ich endlich mal verstanden habe, Jerseystoffe auch mit einer Jerseynadel zu nähen …

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@Schildkröt

Merci für die Rückmeldung! Eine Verwechslung liegt nicht vor. Ich habe (noch) keine Jersey-Nadeln. Ich habe mich an die Beschreibung vom Schmetz Nadel ABC gehalten: Schmetz Nadel ABC.

Da steht, dass Microtex-Nadeln besonders spitz sind, während die Jeans-Nadel eine mittlere Kugelspitze habe und den Stoff weniger verletze.

Ich versuche es heute Abend noch einmal mit dem Jeans-Setup :-)

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Ich hatte so was auch schon. Was mir aufgefallen ist, ist dass es enorme Unterschiede zwischen den Garnen gibt. Gewisse lassen sich mit sehr viel weniger Kraft auch durch Gurtband und dergleichen ziehen. Einsame Spitze ist bei mir das Garn von Ray Jardine. Das ist zwar sehr dick, ergibt aber sehr wenig Widerstand selbst bei vielen Schichten dickem Material und liess sich bei mir immer mit einer normaler 80er Nadel verarbeiten.

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                ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen  

       
       
      Dach
                ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben  

       

       
      Doppel-Türen (Apsiden) (2x)
                ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.           Mittenkanten doppelt umsäumen           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)  

       
      Boden
                Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe           nach außen einmal (1cm) umsäumen           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)  
      Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten
                Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)           T-Stopper von innen an den Saum annähen           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen           alle 4 Eckverstärkungen annähen           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)  

       
       
      Zusammennähen mit der Bodenwanne
               Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen  
      FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)
       

       
      Fazit
      Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.
      Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).
      Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.
       
      Viel Spaß beim Nachbauen!!
       
       

    • Von dennisdraussen
      Da ich zuviele Rucksäcke habe ist mein Crux AK 57 zu haben, alle Bänder ungekürzt, keine Beschädigungen, guter Zustand,  
      Rückenlänge 3 also bis 190cm 
      Nicht wirklich UL mit ca 1300g aber robust und verträgt auch mal 15kg Beladung.
      Ältere Version ohne Rollverschluss.
      140€ inkl Versand
       
       


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