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Ultraleicht Trekking
Willi

make your own... Reiserucksack

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Liebes Forum,

vor ein paar Wochen habe ich das Nähen ausprobiert. Nach einigen kleineren Projekten hat es mich gepackt und es stand ein Rucksack an, der schon länger in meinem Kopf war: Ein Reiserucksack mit komplett zu öffnendem Hauptfach, passend auch für Hütten- und Biwaktouren. Da ich einiges an Inspiration bei den zahlreichen Projekten hier im Forum gefunden habe, möchte ich ihn euch gerne vorstellen.

 

Material: X-Pac VX21 & X10, Ripstop-Nylon, Polyamid Gurtband, Kanteneinfaßband, Aquaguard 5C RV, 3mm 3D-Netzgewebe

Maße: 51x28x17cm

Gewicht: 425g

Details: Umlaufender RV, Seitentaschen, RV-Fronttasche, Rückenpolsterfach (für zwei Z-Lite Elemente), 2/3-Rückenfach, abnehmbarer Brustgurt

 

Natürlich ist nicht jede Naht perfekt, einige Nadeln durften dran glauben und auch ein paar Schultergurte mussten probegenäht werden… Aber es ist klasse, was mit einer alten Nähmaschine und ein bisschen ausprobieren alles zu realisieren ist. Vielleicht inspiriert er ja jemanden, sich ebenfalls an myog zu wagen. Bilder:

 

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bearbeitet von Willi

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Sowas ähnliches hatte Ich tatsächlich auch überlegt, da Ich ein großer Fan des Goruck GR1 designs bin (nicht fürs Trekking, aber für alles andere). Mal eine Frage, wie hast du dafür gesorgt das alles trotzdem noch fest genug ist, wenn die Tasche komplett geöffnet ist ? Ist das irgendwie verstärkt?

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Schönes Teil! Ich hatte mir Anfang des Jahres einen fast identischen für eine Kambodscha Reise genäht!
 

vor einer Stunde schrieb Dean:

Ist das irgendwie verstärkt?

Nein, das VX21 ist so festes/ steifes Material, dass es (besonders im Neuzustand) ziemlich starr ist.

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Schöne Arbeit. Warum nicht direkt genau auf Handgepäckmaße? Oder spielt das keine Rolle?
Ich habe ähnliche Rucksäcke, mit denen ich im Flieger uinterwegs bin, weil mit Rollkoffer ein Greuel sind.
Kompressionsgurte finde ich in dem Zusammenhag übrigens unabdingbar - was man da an Kleidung noch auf Handgepäck Maße zusammengezurrt bekommt :rolleyes:

bearbeitet von questor

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vor 53 Minuten schrieb micha90:

Schönes Teil!

Danke!

vor 46 Minuten schrieb questor:

Schöne Arbeit. Warum nicht direkt genau auf Handgepäckmaße?

Danke! Hätte ich Handgepäckmaße ausgereizt, wäre er mir persönlich zu groß geworden. Jetzt ist er genau so groß, wie für die angedachten Reisen & Touren nötig.

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vor 1 Stunde schrieb Willi:

Das Material behält seine Form tatsächlich so ganz gut. Der Rucksack ist also nicht weiter verstärkt.

Danke. Da dein Design wirklich zu genial ist, irgendwelche Tips für jemanden der das womöglich sehr bald kopiert ? (wenn auch mit bisschen billigeren Material)

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@Dean Vielen Dank! Die Form ist im Grunde nur ein Quader, von daher lässt sich das Schnittmuster gut z.B. mit Bleistift und Papier planen. Ich empfehle einen Prototyp aus günstigem Stoff zu nähen. Das hat mir geholfen das Design anzupassen und die Nähtechniken zu verbessern. Außerdem lohnt ein Blick in die ausführlichen Rucksackvorstellungen hier im Forum, z.B. von @Andreas K.. Dort gibt es viele sehr gute Hinweise. Und: Spitze Nadeln verwenden, Maschine gut ölen und auf korrekte Fadenspannung achten (danke @heilaender!).

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Hm, great minds think alike… 

Der Reiserucksack für meine Frau ist vor 2 Tagen fertig geworden, LOL. Willis Rucksack ist toll geworden. Die Idee den Reißverschluß rückennah zu machen ist interessant. Was sind denn da die Vorteile zum klassischen Reiserucksack mit der Öffnung nach Hinten?

Mein  Reiserucksack ist bedeutend schwerer als der von Willi ;-(. Nun ja meiner wurde gebaut um auch dem hackeligsten Gepäckband zu trotzen und auch Mal eine Fahrt auf der Ladefläche eines Pickups, unter anderem Schutt begraben, zu überleben. Deshalb ist er auch größtenteils aus 500er Cordura :-o.

Schnallentechnisch wollte ich unbedingt Mal die gebrauchten Gurte und Schnallen die sich im Lauf der Jahre von diversen ausgemusterten Rucksäcken angesammelt haben recyceln. Deshalb sind alle Gurte und Schnallen 25 mm. Auch beim Stoff habe ich viel auf Reststücke zurückgegriffen die noch rumlagen. Neu gekauft war eigentlich nur das Cordura, der 3Dmesh Rest und etwas Gurt und Ripsband. Die Materialkosten beliefen sich somit auch auf unter 20 Euro (edit: wohl eher 30 Euro, ich vergaß die wasserdichten Reißverschlüsse) :grin:

Die Maße sind: 55x30x20 cm, ebenfalls deutlich unter Handgepäcksgröße. Volumentechnisch reicht das meiner Frau locker, auch sind die Handgepäcksmaße von verschiedenen Fluglinien nicht genau gleich. Je weiter man von den Maximalmaßen entfernt ist, desto weniger Nachfragen hat man dann am Flughafen IMHO. 

Die Träger und der Hüftgurt habe ich aus kräftigem Stoff, 4 mm Evazote und 3 mm 3Dmesh gefertigt. Im Vergleich zu dem Hüftgurtmonster an dem neuen Wanderrucksack meiner Frau geradezu federleicht. Da wird wohl demnächst nochmal ein Technologietransfer stattfinden...

 

Happy sewing,

Christian

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bearbeitet von Christian Wagner
RVs vergessen

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Schön, @Christian Wagner, ein solider Reiserucksack. Mir war es wichtig einen Ausgleich zwischen geringem Gewicht und hoher Robustheit zu finden, damit man den Rucksack auch gut auf Wandertouren tragen kann. Der RV ist am Rücken, um problemlos auf das Sitzkissen und das weitere Rückenfach zugreifen zu können. 

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Das X- Pac habe ich nie so richtig verstanden. Klar, es ist durch die Dyneema- Verstärkungsfäden (Vorsicht: Buzzword!!) sehr zugfest, aber von einem Rucksackmaterial verlange ich ja zuerst mal Abriebfestigkeit. Zerrissen ist ein Rucksack bisher noch nie (und einer meiner Rucksäcke war aus Spinnackernylon), durchgescheuert hatte ich aber schon Einige.

Ich hatte Mal auf einer Webseite ein Bild gesehen wo das X-Pac genau an den, durch die "Verstärkungsfäden" hervorgerufenen Erhabenheiten, durchgescheuert wurde. Bisher ist mir noch kein Nylon oder Polyester untergekommen was zwar hinreichend scheuerfest war, aber nicht zugfest genug. Selbst Rucksäcke aus dem billigsten Kunstfaserstoff von der Resterampe haben bis heute überlebt. Somit könnte man sich doch das eigentlich Dyneema sparen?

Was gibt es denn an Langzeiterfahrungen mit dem X-Pac?

 

@Willi: Danke für die Erklärung mit dem Reissverschluß, sehr sinnvoll. Ich hatte nach einer sauberen Lösung gesucht wie man die ultrapraktischen Seitentaschen Gepäckförderband machen kann. Deine sind sehr gut gelungen und liegen gut am Rucksackhauptfach an. Letztendlich wollte meine Frau die Aussentaschen dann aber eh nicht. 

LG,

Christian

bearbeitet von Christian Wagner

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vor 9 Stunden schrieb Christian Wagner:

Ich hatte Mal auf einer Webseite ein Bild gesehen wo das X-Pac genau an den, durch die "Verstärkungsfäden" hervorgerufenen Erhabenheiten, durchgescheuert wurde.

Müsste hier bzw. in einem der dort verlinkten Artikel gewesen sein: https://bedrockandparadox.com/2018/01/22/pack-materials-for-2018/

Ein Stück weit wird es eine Rolle spielen ob die Priorität auf Wasserdichtigkeit oder eben Abriebfestigkeit liegt. Aber ich finde X-Pac ist durch das "brettartige" auch einfach recht dankbar in der Verarbeitung.

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Tolle Designs und eine ziemlich saubere Ausführung, soweit man das sehen kann. Wieviele Lagen Stoff kommen hier zusammen, benötigt man dafür eine extra starke Nämaschine? Woher bezieht ihr die Materialien bitte? Welches Garn nutzt man? Denkt ihr Euch die Schnittmuster selbst aus und wird dann am Dummymodel verbessert und geplant? Danke.

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Im Bereich des Hüftgurtes war meine Pfaff zuletzt schon am ächzen. Auch der Faden ist immer wieder einmal gerissen. Zum Glück ist die kritische Naht nur wenige Zentimeter lang. Spielt zeitlich also keine allzu große Rolle. Die Stoffe, Garne und sonstige Materialien gibt's z. B. bei extremtextil.de weitere Bezugsquellen im ellenlangen Thread welches oben an diesem Forum angepinnt ist. Bei Rucksäcken, Schlafsäcken und z. B. Zelten mit vielen großen Stoffflächen reicht eine maßstabsgetreue Skizze, bei Kleidung mache ich aber ein 1:1 Schnittmuster (oft kopiere ich ein gut passendes Kleidungsstück welches ich schon besitze). 

LG, Christian

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Hm, gute Frage, das Ding ist ja ein Reiserucksack und wird nur selten den ganzen Tag auf dem Rücken getragen. 15 Kg sind wahrscheinlich kein Problem, allerdings Ist der Rucksack schon von der Größe her so dass man das mit normalem Gepäck kaum erreicht. Im Gegensatz zum Trecking hat man ja beim zivilisationsnahen Reisen kaum Proviant dabei.

Das Tragesystem selbst ist wahrscheinlich overkill. Es ist eine sehr steife Plastikplatte am Rücken eingearbeitet, die ist zur Lastübertragung recht gut geeignet ist. Ihre eigentliche Funktion ist aber, dass man beim Packen nicht auf durchdrückende Gegenstände achten muß. Die recht breiten Schultergurte tragen sich sehr angenehm.

Die Materialien des Packsacks sind jedenfalls oberstabil. Da gibt es denke ich kaum ein Limit. Wer hat schon mal 500er Cordura zerrupft?

LG, Christian

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@Red.Green.Blue, @baenjo Falls eure Rückmeldungen auch an meine Adresse gingen: Vielen Dank!

Bzgl. Nähen hat @Christian Wagner ja bereits etwas geantwortet. Klar, an der ein oder anderen Stelle liegen schon so einige Schichten X-Pac übereinander, aber wenn man mit Bedacht drüber geht klappt das schon. Die Pfaff 90 hat es zumindest geschafft. Materialien kamen alle über Extremtextil. Den Rucksack habe ich zunächst skizziert und dann ein Schnittmuster auf Pappe übertragen. Ein Prototyp aus günstigem Stoff empfiehlt sich durchaus.  

Bzgl. Gewicht kann man sich zumindest bei meinem Reiserucksack an den empfohlenen Gewichten anderer rahmenloser Packs ohne Hüftgurt orientieren. Die Konstruktion selbst hält mehr aus, aber ich würde ca. 7-8kg max. anpeilen, wenn es noch einigermaßen bequem sein soll.

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@WilliNatürlich! Das gleiche gilt auch fuer @Christian Wagner


Was ist deine Empfehlung für einen günstigen Stoff bitte?
Ich fine das Projekt einfach cool, weil die kommerziell angebotenen Reiserucksäcke für diesen Zweck einfach meine Vorstellungen nicht erfüllen und man hier sich austoben kann. 
Hast du ggf. in Erwägung gezogen, ein Laptopfach am Rücken zu integrieren?
Ich hatte nach der Maschine gefragt, weil ich zwei Maschinen in der Vergangenheit ausprobiert hatte, die mit einer Gürtelschlaufe aus Jeans Probleme hatten. Ich dachte mir, dass beim Hüftgurt einige Materialschichten zusammenkommen.
Danke für Eure Berichterstattung!

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Hi, 

das war auch einer der Gründe, warum ich diesen Pack genäht habe. Reiserucksäcke mit vollständiger Öffnung sind meist relativ schwer und mit unnötigem Schnickschnack.

Als günstigen Stoff habe ich ein 2.Wahl Ripstop-Nylon genommen. Tyvek könnte auch gehen oder ähnliches. Der Stoff wird nicht die Näheigenschaften von X-Pac haben, aber mir war es wichtiger mich mit dem Schnitt vertraut zu machen. 

Ein Laptopfach ist drin und wurde auch schon erfolgreich genutzt. Dies ist das 2/3 Fach vor dem Rückenpolster/Z-Lite Fach. Da der Laptop selbst in einer Hülle steckt, ist das Fach nicht weiter gepolstert und stört so nicht, wenn man ohne Computer unterwegs ist. 

bearbeitet von Willi

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@Red.Green.Blue

Wenn du richtig günstiges Material nehmen möchtest, das echt was aushält, leicht zu nähen ist und auch etwas fester, x-pac-artiger...und du ein bisschen unkonventionell sein kannst, d.h. nicht bei ama.., extex o.ä. bestellen  -

Kauf dir zwei, drei blaue Ikeataschen. Tierisch stabil, leicht, ultragünstig.

Nur als Idee!

Wenn du ganz unkonventionell bist, bleibt das ja vielleicht sogar dein Reiserucksack, wenn der erste Versuch klappt;)

LG schwyzi

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