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Ultraleicht Trekking
derray

[DE] Auf der Suche nach dem weißen Gold 2.0 und 3.0

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Auf der Suche nach dem weißen Gold 2.0

Nach der mehr oder weniger erfolgreichen, aber dafür umso lustigeren Wintertour 2017 stand schnell fest: Das schreit nach Wiederholung!

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Die Einzelheiten waren nach 4 Seiten PNs schnell geklärt. Dabei sind Kai, Benne, Florian, Andi, Wilbert und ich.
Und der Countdown läuft!
T - 28 Tage: Datum: 19. bis 20.1.2018
T - 3 Tage: Ort: Thüringer Wald
T - 2 Tage: Florian hat sich von seinen Kindern mit irgendeinem Kindergartenbazillus anstecken lassen.
T - 1 Tag: Das Stürmchen Friederike hat das Dach von Florians Werkstatt angeschält, die nun unter Wasser steht. Florian ist damit zu 100% raus. Kai und Benne haben sich auf Florians Zelt, Ofen, Schlitten und Badelatschen verlassen und können daher auch nicht mit.
T - 10 Stunden: Wilbert checkt nochmal die Bahnverbindung: Alles frei!
T - 5 Stunden: Wilbert tritt verärgert den Rückweg an, nachdem er drei Stunden lang auf halber Strecke wegen irgendeiner Störung warten musste ohne Auskunft ob und wann es weiter geht.
T - 2 Stunden: Wir erklären das Unterfangen für dieses Mal als gescheitert und verschieben die Wintertortour auf einen anderen Termin. Leider hieß das ein Jahr warten, denn all unsere Kalender waren prall gefüllt...



Weißes Gold 3.0 
oder "Sie trugen seltsame Gewänder und irrten ziellos umher."


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T - 3 Monate: Andi und ich treffen uns auf dem UL-Herbsttreffen und beschließen: Eine neue Wintertour muss her!
Erzgebirge? Zu weit! 
T - 2 Monate: Andi bekommt Pfeiffersches Drüsenfieber...
T - 1 Monat: Thüringer Wald? Mittig, schneesicher, ... Jau. Kai und Benne sind wieder dabei.
T - 12 Tage: Wetterbericht: Warm, Regen... hm... 
T - 10 Tage: Wetterbericht: Temperatursturz!
T - 7 Tage: Mawi und Omorotschka fragen mich ob ich Bock hätte auf eine gemeinsame Wintertour und ich lade sie zu uns ein.
T - 3 Tage: Wetterbericht: von Stunde zu Stunde wärmer und wärmer... 
Vielleicht ist Akira dabei, vielleicht ist Kai nicht dabei, vielleicht können alle fahren, vielleicht keiner. Nix genaues weiß man vielleicht nicht. Oder so...
T - 2 Tage: Bieber ist dabei. 
T - 1 Tag: Wilbert, Andi, Bieber und ich kommen nachmittags an. Florian, Kai, Benne und Akira abends. Mawi und Omorotschka nachts.
Treffpunkt ist unser erstes Nachlager am oberen Sieglitzteich.
Wetterbericht: Sturmwarnung!

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Und dann ist es endlich soweit. 
Ich hole Wilbert mittags vom Bahnhof ab und zusammen reiten wir die letzten paar hundert Kilometer auf Miss Pretty Richtung Oberhof. Auf einem Parkplatz treffen wir Andi und Bieber. Nach einer schnellen und herzlichen Begrüßung merken wir: FUCK ist das kalt!!! Schnell zurück ins Auto! Der beißende Wind hat in Sekunden unsere Finger und Füße taub werden lassen. In den kleinen Autos versuchen wir uns möglichst elegant umzuziehen. Zwei spielende Mädchen haben einen riesen Spaß uns dabei zuzusehen. 
Schnell raus, Rucksäcke auf, Schneeschuhe und Skier an und ab in den Wald, wo es windgeschützter ist. Doch etwa 10 Meter vor dem rettenden Eingang bricht Andi eine Schnalle am Schneeschuh. Fummel, Knot, Fluch ... Ach das muss jetzt halten. Schnell weiter!
Der Teich ist schnell und einfach gefunden. Doch durch die offene Fläche ist es hier auch sehr windig. Etwas abseits finden wir einen abgelegenen Weg, der von vielen jungen Bäumen gesäumt ist und ausreichend Schutz bietet. Zelte machen, Tarps machen, Feuerholz machen, Feuer machen, gemütlich machen! 

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Als gerade das Feuer brennt treffen auch Akira, Benne, Kai und Florian ein. Alle Kochen, alle essen, alle quatschen.
Gegen 19.30 schreibt mir Mawi, dass er und Omorotschka am Parkplatz starten. 
Gegen 20.45 mache ich mir Sorgen und suche die Beiden, denn wir haben nur etwa 20 Minuten vom Parkplatz bis zum Teich gebraucht. Nix zu sehen...
Irgendwann rufe ich Mawi an: Ähhh ja... Wir haben eine Abkürzung genommen... Alles klar!

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Irgendwann später tauchen die beiden auf. Mawi fällt alleine auf den letzten Metern mehrmals um. Irgendwas scheint an seiner Ski-Schlitten-Kombination nicht zu funktionieren. Vielleicht sind es die 18kg Wasser, die er zu Testzwecken geladen hatte?! Wer weiß?!
Bald setzt Schneeregen ein und alle verziehen sich nach und nach in ihre Betten.

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Es schneit die ganze Nacht, aber alle scheinen gut geschlafen zu haben. Auf dem Weg zur Morgentoilette schnarcht es aus allen Ecken. Nur Wilbert ist schon unterwegs und schießt seine Kamera heiß! Ich schnappe auch einige Schüsse und verziehe mich dann zurück in den Schlafsack fürs Frühstück.

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Etwas später fangen alle Zelte an sich zu bewegen und das Lager erwacht. Zähne Putzen, Zelte abreißen, packen, los! Nur wie anziehen? Von außen Regen oder von innen schwitzen? ... Naja, Hauptsache wir sind draußen!

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Wir bewegen uns auf abgelegenen Forstwegen auf und ab und auf und ab. Leider sind die Forstwege, obwohl weit ab von Rennsteig und Loipen, fast komplett geräumt. Dazu kommt, dass der wenige verbliebene Schnee an allen Skiern und Schneeschuhen stollte und klebte. So hatten wir uns das nicht vorgestellt! 

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Passend zur Mittagspause erreichen wir den Bärenstein, wo in Gedenken an den letzten getöteten Bären Thüringens eine Schutzhütte errichtet wurde. Gemütlich ist die Hütte eigentlich, aber nicht richtig winddicht. Daher bleiben wir nicht sooo lange und machen uns auf die zweite Hälfte des Weges. Nur einmal über den Hügel und dann die zweite links. Gesagt getan. Doch nach einiger Zeit taucht da ein großes Tal auf, dass da nicht sein sollte. Hm... Andi zückt sein Schlaufon und siehe da: Doch falsch abgebogen. Verdammt! Jetzt haben wir den Bärenstein fast komplett in einem großen Bogen umrundet. Wir sind also komplett in die falsche Richtung unterwegs. Das war nicht der Plan! Was nun? 

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Am sinnvollsten erschien es Andi den Kreis voll zu machen und dann abzubiegen Richtung Lütschestausee. Denn am Stausee gibt es einen Campingplatz mit einer Wirtschaft und damit die Chance auf ein frisches Bier! Gesagt getan. 
So trafen wir bald wieder auf unsere alten Spuren vom Morgen, stiegen dann aber zum See ab. Am Campingplatz lief ich voraus um die Öffnungszeiten der Wirtschaft zu prüfen. Ein tiefes, emotionales Seufzen geht durch die ganze Truppe, als ich zurückkommend den Kopf schüttle. Immerhin ist es nicht mehr weit bis zum geplanten Nachtlager und die Aussicht auf Lagerfeuer, warmes Essen und warme Schlafsäcke treibt uns die letzten Meter an.

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Platz erreicht, Aufbauen, Holz sammeln, Feuer machen. Wiedermal dienen Biebers Tortilla-Chips als Anzünder. Es riecht nach Fritteuse. 
Aber so richtig wollte das Feuer heute nicht brennen. Was machen wir falsch? Letzte Nacht hat das Feuer immer dann sehr gut gebrannt, wenn Wilbert nachgelegt hatte. Wo ist Wilbert? Liegt er schon im Bett? Er sah auf den letzten Metern auch ziemlich fertig aus. 

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Wir qualmen uns einen ab, kochen, essen. Bald setzt wieder ekelhafter Schneeregen ein und alle verziehen sich recht früh in ihre Gemächer. 
Der Schneeregen hielt die ganze Nacht an, so, dass am nächsten Morgen alles nass war. Alles. Von allen. 

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Zum Glück ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangsparkplatz. Auf den letzten paar hundert Metern hatten wir sogar noch einmal richtig schönen hohen Pulverschnee. Tatsächlich war das sogar das einzige Stück, auf dem unsere Schneeschuhe und Ski adequat zum Einsatz kamen. Über das ganze Wochenende konnte man in der Gruppe gut erkennen, wie auf Grund der Schneebedingungen immer mehr Ausrüstung vom Schnee an die Rucksäcke wanderte.

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Am Parkplatz wurden schnell die Autos schnell freigeschaufelt und dann ab zum nächsten Restaurant. Andi fand einen Laden, der nicht nur sein Lieblingsbier nicht führte, sondern auch versuchte mit flackernder LED-Beleuchtung und 90er Techno epileptische Anfälle bei uns auszulösen. Zum Glück waren wir alle zu platt dafür.
Auf der Heimfahrt ist dann noch die Zylinderkopfdichtung von Miss Pretty gerissen. Und am Montag hat es bei mindestens dreien von uns aus allen Rohren gespritzt. Ob das an dem Technoschuppen lag oder am Bachwasser von Samstag Nachmittag? Wer weiß!

Naja... Trotzdem freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Winter und auf die nächste Wintertour!

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Bilder von Wilbert, Omorotschka und mir.

mfg
der Ray

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Wir hatten ja spitzen Wetter um unsere Schlafsysteme zu testen!
Ich weiß nicht im Detail wie es anderen ergangen ist, aber hörte zwischen den Zeilen heraus, dass es überall etwas feucht war... :wink:

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Bei mir sah das so aus:
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Nachdem ich vor der Tour die Wettervorhersage abgerufen hatte, flog der dicke Winterschlafsack sowie der VBL raus. Stattdessen habe ich meinen 850 g Quilt mit imprägnierter Daune eingepackt. Auch die Therm-a-rest Xtherm blieb zuhause und wurde durch eine 14 mm Evamatte ersetzt.

In der ersten Nacht hatte ich im Innenzelt -4 Grad bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Der Quilt war moppelig warm, auch wenn es beim Drehen immer mal wieder kalt reinzog. Für Winterwanderungen im zweistelligen Minusbereich würde ich immer einen geschlossenen Schlafsack präferieren.
Die Schaummatte war keine harte Evazote, sondern eine mit der geringeren Materialdichte. Zudem hatte ich noch ein Stück Kanchen Junga Matte dabei, die ich im Torsobereich unterlegen konnte.
Trotzdem drückte sich im Laufe der Nacht die Bodenkälte durch die Matten. Ich nehme an, dass sich die "weichen" Matten stärker flach drücken und daher weniger isolieren. Nachdem ich zusätzlich meinen Rucki, die Stiefel und die Regenkleidung untergelegt hatte, war es dennoch eine warme Nacht.

Die Daunenfüllung hat sich in der ersten Nacht gut gehalten und wurde am nächsten Morgen nicht extrem komprimiert. Trotzdem hatte beim Auspacken am Abend, der Loft des "feuchten" Quilts etwas gelitten.
In der zweiten Nacht war es weniger kalt, ich schätze so um die 0 Grad herum. Der Quilt und die Schlafunterlagen waren angenehm warm.
Am Morgen war allerdings die gesamte Oberfläche mit Kondenswasser überzogen. Ich nehme an, dass das Wasser hauptsächlich von mir kam. Wahrscheinlich wäre hier ein VBL doch von Vorteil gewesen.

Rainer packt seinen "Bratschlauch" ein:
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Da ich die Feuchtigkeit nicht komplett trocknen konnte, schüttelte ich den Quilt gut aus und packte ihn wieder relativ locker ein. Zu Hause ausgepackt hatte er ca. 1/3 seines Lofts verloren und brauchte gut einen Tag um wieder aufzumoppeln.

Ich würde schätzen, dass die imprägnierte Daune den Loftverlust um gut einen Tag verzögert, das Problem aber nicht komplett beseitigt. Auch das Auftrocknen der Daune geht unter suboptimalen Bedingungen nicht so flott, wie ich es mir wünschen würde. Hat man allerdings zwischendurch einen trockenen Tag mit etwas Wind, könnte ein "reset dry" wahrscheinlich helfen. Nur dann muss man den Quilt während der Wanderung so lange wie möglich über den Rucki hängen.

Für mich kommt beim nächsten Mal eine harte 14 mm Evazote und auf jeden Fall der VBL mit.

@derray@Andreas K.@FlorianHomeier@mawi@Omorotschka@bieber1
Mich würde interessieren wie es Euch mit den Schlafsystemen bei diesen Klimabedingungen ergangen ist.

LG. -Wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Also die Iso von unten war mit Polycro,Labu Matte und tar xtherm short super und der EE Quilt mit -12 Grad C warm. Eine dritte oder vierte Nacht hätte mehr Sorgfalt im Umgang damit erfordert. Der Quilt war ziemlich klamm. Vbl, Apexquilt mit Daunenhose, größeres Zelt oder Hängematte (vielleicht mit Ofen:x) wären meine nächste Wahl. Hatte aber so schon zuviel Zeug dabei.

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Ich hatte einen Excuistic1200 mit, mit ziemlicher Sicherheit die fetteste Tüte auf der Tour :mrgreen:. Voll über-dimensioniert. War am So natürlich auch klamm, aber ich habe auch alles nach fatalistischer Scheißegalmanier samt Schneematsch in den Rucksack gedröhnt. Plus 1° und angetauter Schneeregen ist so ziemlich das ekelhafteste Wetter ever, und ich war ein wenig lustlos.

Matte war eine XliteR mit zurechtgeschnippelter Kanchen junga.

Ähnliches Wetter habe ich schon mit der gleichen Mattenkombi und einem Comforter L430 10 Tage am Stück gehabt, ohne große Probleme und ohne vbl. War teilweise etwas frisch und hatte keine Reserve mehr, dafür habe ich den Comforter immer per Körperwärme trockengeheizt bekommen. Hab mir danach den 500er geholt.

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Ich hatte eine 3 mm Eva matte , darauf eine Neoair xterm in R ,

diese musste ich nachts 2/3 mal nachblasen .

Finde aber kein Loch.

Oben ein 350 er Comforter und der 150 er Qillt innenrein war ok.

Hatte aber auch Wilbo"s Problem , bei jedem Drehen einen Wärmeverlust verspürt.

Hatte auch einen ca. 1/3 Loft-Verlust ohne Vbl .

Das Trollhaus hat gute Dienste geleistet.

Ach ja !

Mein Sicherheits- Backup  , mein Alubiwacksack wahr die unterste Schicht .

Diesen hatte ich in der 2 ten Nacht an den Ecken fixiert ,

was mir viel Gerutsche erspart hat.

War super mit euch   Danke .

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vor 11 Stunden schrieb FlorianHomeier:

War am So natürlich auch klamm, ...

Hat die warme Luft im Tschum zum Trocknen der Schlafsäcke beigetragen? Ihr hattet Morgens ja nur kurz Zeit zum Feuermachen.
Wie viel Loft hat denn Dein Schlafsack Zuhause beim Auspacken gehabt? ;-)
 

bearbeitet von wilbo

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Im konkreten Fall war das Feuer zu klein, zu kurz an und zu schlecht.

Mein Schlafsack war natürlich halb platt, nachdem ich ihn sehr feucht eingepackt hatte, und oben drauf noch das klatschnasse Zelt samt Schneeresten eingepackt hatte... ist ja kein Wunder.

Mit halbwegs anständigem Holz kann man natürlich auch unter so fiesen Bedingungen das Zelt halbwegs trocken bekommen. Dazu muss man Lagerplätze entsprechend wählen #Birke, oder längere Brennholzexpeditionen durchführen. Dazu gab es aber nicht wirklich die Notwendigkeit auf dieser Tour.

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Am 19.2.2019 um 08:54 schrieb wilbo:

Mich würde interessieren wie es Euch mit den Schlafsystemen bei diesen Klimabedingungen ergangen ist.

Also Tyvek auf Schnee rutscht nicht auf Schnee, im Gegenteil zu Polycro (AdSndwG 1.0)!

Eine volle RidgeRest Solar und eine halbe Light Plus waren von unten mehr als warm genug. Die RR hätte auch vollkommen gereicht, aber die LP stützt gefaltet den Rucksack so schön. 

Cumulus Tenequa 700 mit Overfill und Polycro VBL (Bratschlauch) war zu warm! Musste in der ersten Nacht öfter Mal lüften. Über das ganze Wochenende ist der Loft zurückgegangen, allerdings nicht sehr viel. Von Freitag morgen bis Sonntag Abend vielleicht 1/4.

Trotzdem nähe ich mir für diese Konditionen (feuchte +5 bis -5°C) eine 200er Apextüte. Das Gewicht macht keinen Unterschied, ich habe weniger Gefummel mit dem VBL und nicht jedes Flöckchen Schneeregen führt direkt zu Herzrasen.
Die Daunen werden umgearbeitet in eine neue Daunentüte für alles unter -5°C und trockene Kälte.
Hab ja jetzt ein Jahr Zeit. :-D

mfg
der Ray

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Am 19.2.2019 um 08:54 schrieb wilbo:

Mich würde interessieren wie es Euch mit den Schlafsystemen bei diesen Klimabedingungen ergangen ist.

Ich hatte auf Komfort gesetzt und eine 14mm Evamatte in 60cm Breite dabei :mrgreen: Die bewährt sich immer, wobei die am zweiten Tag auch klitschnass war. Im DuoMID hatte ich zum Testen ein solid-Inner drin. Das war aber bei dem Wetter der absolute Graus. Es kondensierte am Inner, was damit schon am ersten Tag klitschnass war. Dementsprechend stand auch das Wasser im Boden und der Quilt war nass. 
Nach der ersten Nacht dachte ich, dass der Quilt es nur noch max. eine Nacht macht. Nach der der zweiten hatte ich den selben Eindruck. Also ein dritte Nacht wäre definitiv noch gegangen ohne zu frieren. Danach - keinen Ahnung. VBL hätte bei mir nix gebracht, da sich der Quilt mit dem Wasser vom Inner und Boden voll saugte.

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Am 19.2.2019 um 08:54 schrieb wilbo:

wurde durch eine 14 mm Evamatte ersetzt. ... Die Schaummatte war keine harte Evazote, sondern eine mit der geringeren Materialdichte. Zudem hatte ich noch ein Stück Kanchen Junga Matte dabei, die ich im Torsobereich unterlegen konnte.
Trotzdem drückte sich im Laufe der Nacht die Bodenkälte durch die Matten.

 

vor 3 Stunden schrieb mawi:

Ich hatte auf Komfort gesetzt und eine 14mm Evamatte in 60cm Breite dabei :mrgreen: Die bewährt sich immer

 

Auch interessant, wie hier die gleiche (?) Matte als unterschiedlich isolierend empfunden wird.

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mawi und sein Duomid.

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Schön schwerer, feuchter Schnee ... :mrgreen:

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Abbau der Tropfsteinhöhle ...

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... und des 3F inner´s.

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Am 21.2.2019 um 03:45 schrieb mawi:

Ich hatte auf Komfort gesetzt und eine 14mm Evamatte in 60cm Breite dabei

Echt? Ich dachte, dass es vom Packvolumen her eine 20 mm Eva sein müsste.

Am 21.2.2019 um 03:45 schrieb mawi:

Im DuoMID hatte ich zum Testen ein solid-Inner drin. Das war aber bei dem Wetter der absolute Graus. Es kondensierte am Inner, was damit schon am ersten Tag klitschnass war.

Das ist interessant, da ich ja auch im Lanshan ein inner von 3F aus demselben Stoff habe.
Wahrscheinlich hatte ich durch die hoch gespannten Apsiden mehr Luftaustausch und damit weniger Kondenzwasser im Zelt. Ich bemerkte jedenfalls das sich das inner immer mal wieder in Wind bewegte.
Allerdings hat sich innen am fly jede Menge Feuchtigkeit gebildet. Da ich für das Lanshan etwas zu lang bin, habe ich oft das Innerzelt ans fly gedrückt und mir so auch ein feuchtes Fußende am Quilt geholt.

Zitat

Auch interessant, wie hier die gleiche (?) Matte als unterschiedlich isolierend empfunden wird.

Ich nehme an, dass die Matten unterschiedliche Dichten haben.
Meine wiegt bei 59 x 185 cm, 450 g. @mawi Wie viel wiegt Deine?

VG. -Wilbo-

 

bearbeitet von wilbo

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vor 5 Stunden schrieb JanF:

Auch interessant, wie hier die gleiche (?) Matte als unterschiedlich isolierend empfunden wird.

Ich hatte eine Trangoworld bei und die wiegt laut Webrecherche 508g (190x60x14mm), also (ohne nachgerechnet zu haben) EV30.

Ich empfinde evamatten (egal welche Stärke) deutlich kühler als meine TAR XTherm, aber nie als unangenehm. Kann dementsprechend auch nachvollziehen, dass etwas Kälte empfindlichere Mensch sie als zu kalt empfinden. Mich stört es aber nicht.

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Ach schade ich hoffte, dass Deine Matte schwerer ist und damit meine Theorie stützt. :wacko:

Nimmt man nur die 14 mm Evazote Matte, sind ja sehr unterschiedliche Angaben zum R-Wert zu finden. Bei Globi geben sie einen von 3,7 und in der alten Liste von „ausgeruestet.com“ 2,4 an. Was ist nun korrekt?
https://www.globetrotter.de/shop/frilufts-evazote-isomatte-113320-schwarz/?sku=113320003
http://4.bp.blogspot.com/_-kClSWv4PfM/S7NpTtVAxOI/AAAAAAAABfs/Y1SCliVKZ_A/s1600/isomatten-vergleich-tabelle.gif
Beides sind laut Angabe schwere Matten, mit höherer Dichte, also 720 g.

Der Unterschied ist nicht unerheblich, da ein und dieselbe Matte einmal für knapp unter Null oder für ca. -7 Grad reichen soll. https://www.outdoornights.de/rwert.php

Relags bietet seine leichte 14 mm Evamatte, (30 kg/m³ Schaum bei 500 g), mit einem R-Wert von 2 an.
http://www.relags.de/?show=shop&artikel=810490
Das kommt schon etwas näher an 2,4 heran und würde meinen aktuellen Erfahrungen entsprechen.

... Ach was, ich werde einfach mal eine schwere Evazote im Vergleich testen.

bearbeitet von wilbo

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Ich meine, in der R-Wert-Tabelle von ODS wurde der Wert der Globetrotter-Matten noch vor Kurzem als Schätzwert aus eigener Erfahrung (irgendeines Users) angegeben. Meine Theorie: Globetrotter hat von da den R-Wert ihrer Matten übernommen, und jetzt gibt ODS wiederum als Quelle Globetrotter an. Und so schließt sich der Kreis.

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OT:

ich als Neuling finde es schon beeindruckend. Und zwar der Unterschied zwischen Kommentaren/Ratschlägen und Bildern. Hier im Forum lese ich, dass man möglichst unauffällig sein Zelt aufschlagen sollte. Und wichtig, die Farbe. Bloß nicht auffallen. Was sehe ich hier? Fast Neongrün, leuchtendes Gelb und Orangerot. Nun gut, vielleicht aus der Erfahrung der Tour 1.0 hat sich der ein oder andere gedacht, falls wir uns verirren, findet uns wenigstens der Rettungshubschrauber:lol:. Danke für den wirklich schönen Bericht. 

LG - Kermit

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vor 14 Stunden schrieb Kermit:

OT:

ich als Neuling finde es schon beeindruckend. Und zwar der Unterschied zwischen Kommentaren/Ratschlägen und Bildern. Hier im Forum lese ich, dass man möglichst unauffällig sein Zelt aufschlagen sollte. Und wichtig, die Farbe. Bloß nicht auffallen. Was sehe ich hier? Fast Neongrün, leuchtendes Gelb und Orangerot. Nun gut, vielleicht aus der Erfahrung der Tour 1.0 hat sich der ein oder andere gedacht, falls wir uns verirren, findet uns wenigstens der Rettungshubschrauber:lol:. Danke für den wirklich schönen Bericht. 

LG - Kermit

Einfach losgehen und schauen was passiert. Ich bin noch nie schräg angesprochen worden.

 

Gruss

Konrad

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vor 4 Stunden schrieb Konradsky:

Einfach losgehen und schauen was passiert. Ich bin noch nie schräg angesprochen worden.

 

Gruss

Konrad

Siehste Konrad, ich hätte mich nur mit dir "unterhalten" sollen. Mache mir aber keinen "Kopp" darüber. Danke.

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Am 21.2.2019 um 07:30 schrieb JanF:

Auch interessant, wie hier die gleiche (?) Matte als unterschiedlich isolierend empfunden wird.

 

Wenn man weiß, wie kälteresistent @mawi ist, wundert einen das überhaupt nicht. 

Man fragt sich vielmehr, weshalb er nicht auch bei dieser Tour auf kurze Hose als Beinbekleidung gesetzt hat :grin:

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