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Ultraleicht Trekking
  1. Ben

    Ben

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    • Von noodles
      Ich habe über ein Kickstarter-Projekt das Trexad Airpack gekauft und benutze es seit ca. 8 Wochen.




      Größe: ca. 35l
      Gewicht: ca. 300g (ohne Hüftgurt)
      Besonderheit:  Rückenplatte, Schultergurte und Hüftgurt werden durch Luftkammern stabilisiert.  Luft wiegt bekanntlich nichts, es funktioniert erstaunlich gut. Ohne Luft lässt sich der Rucksack auf minimales Volumen zusammenpacken, ist also gut als Immer-dabei-Packlösung geeignet.
      Weiter soll es Wasserdicht sein:
      Ich war erst skeptisch, kann es aber jetzt bestätigen. Bei der Bauereitour hat es zeitweise geregnet wie aus Eimern, im Pack ist alles trocken geblieben.
      Robustheit?:  Es sieht empfindlich aus, ich habe das Ganze aber schon  für mehrere Kurztouren genutzt mit bis zu 7 Kg. Bisher hält alles gut. Träger und Rückenplatte gehen ineinander über und sind an mehreren Punkten befestigt. 
      Tragekomfort:  sehr gut, durch die luftgepolsterte Rückplatte sehr bequem, passt sich gut der Rückenform an. Das ist besonders hilfreich beim (gebeugten) Mountainbikefahren.
      Für wen? Super, wenn man keine Schaum-Isomatte als Rückenstabilisator dabei hat. Da ich in der Regel mit Hängematte unterwegs bin, trifft das bei mir meistens zu. Dann ist die (gewichtslose) Rückenplatte mit den Luftpolstern ideal.
      Außerdem gut geeignet als Zweitpack unterwegs oder als sehr klein verpackbares Backup.
      Empfehlung? Ja
       
    • Von Martin von Dannen
      Hallo Leute,

      ich habe mir im Frühjahr ein Zelt genäht. Die Maße entsprechen ziemlich dem Zpacks Duplex. Die Wanne ist weniger hoch und der Cat-Cut im Giebel ist weniger steil. Außerdem habe ich meine Reißverschlüsse nicht als Rainbow sondern in L-Form eingenäht. Das Material kommt von Extremtextil und hat zusammen etwa 200€ gekostet. 
      Zuerst habe ich die Wanne gemacht, danach das Netz angebracht und das Dach angenäht. Die Türen kamen zum Schluss. 
      Es war mein erstes Nähprojekt und ich habe keine Schnittmuster verwendet. Im wesentlichen habe ich den Stoff mit einem Zollstock ausgemessen und dann ungefähr in Form geschnitten. Die graden Kanten sind erst beim Nähen entstanden. Würde ich nicht mehr so machen. Ich empfehle auch niemandem als erstes Nähprojekt gleich ein Zelt zu wählen. Ich habe nervenaufreibende Situationen erlebt. Als Tisch musste die Tischtennisplatte herhalten.

      Meine Nähmaschine ist die billigste, die ich bei Ebay-Kleinanzeigen finden konnte - ich kann sie nicht empfehlen. Der Vorbesitzer hatte sie beim Lidl gekauft und sie ist wirklich nicht so toll. Zu schwach, komische Dynamik, blockiert schnell. Man sieht nicht, wenn der Unterfaden zur Neige geht. 

      Das Zelt ist aus grünem Ripstop-Nylon (silikonbesch., 20den, 36g/qm), der Boden 40den Ripstop-Nylon (TPU-beschichtet, 70g/qm), das Netz ist aus Polyamid (155 Maschen/qcm, 25g/qm). Das fertige Zelt wiegt 815g.
      Trotz der Schwierigkeiten bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der ersten Touren habe ich mit den Zelt bereits unternommen und es funktioniert super.
       

       


















      Fragen gerne hier rein. 

      Beste Grüße
      Martin
       
    • Von Southern Flyer
      Hallo zusammen,
       
      hier mal wieder eine Bauanleitung, vielleicht hat ja der/die ein oder andere schon mal mit einem Zeltbau geliebäugelt …….
      Nach dem X-Pac 37+9L Rucksack und dem Daunen-Quilt mit geschlossener Fußbox ging es im letzten Winter an die dritte MYOG-Großbaustelle: dem Zelt. Da sich die beiden ersten Projekte durchaus sehen lassen konnten, war ich guter Dinge, dies auch bei einem Zeltbau entsprechend umsetzen zu können. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass das erste selbstgenähte Zelt in der Regel für die Tonne ist, machte ich mich an die Planung und schrieb dazu im Vorfeld eine detaillierte Bauanleitung (s. unten). Zudem machte ich zu den Zeichnungen der einzelnen Baugruppen noch Zeichnungen der wichtigsten Nähte (alle letztendlich als Kappnähte ausgeführt), um später während des Zuschnitts und des Nähens den Überblick zu behalten, auch wegen der vielen unterschiedlichen Nahtzugaben. Der Entwurf ist als ‚single piece - single wall - A-frame‘ ausgelegt und orientiert sich an bewährten Zelttypen. Die Bauanleitung habe ich dann Schritt für Schritt abgearbeitet, was ausgesprochen gut funktioniert hat.
      Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war.
       

       
      Die wichtigsten Daten:
               2-Personen Zelt mit Platz für 2 TAR NeoAir Xlite (Regular) Isomatten          2 Eingänge, 2 Apsiden           alle Dachnähte abgedichtet          Trapez-Bodenwanne: 110/90cm Breite , 220cm Länge, Höhe 12 cm          First: Höhe mittig 120cm, Breite mittig 120cm, Höhe im Kopf-/Fußbereich >38cm          Material: Chikara 41g/m², Mosquitonetz 25g/m², 200den Diamond Ripstop 120g/m², Reißverschluß YKK 3C          Catenary cut: 2cm/m          Packmaß: Ø 14cm x 40cm (6L)          Materialkosten: ca. 190€       Gesamtgewicht: 716 g (incl. sämtlicher Abspannleinen)  

       
      Vorbereiten der Baugruppen
      Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders ……

       
      Mesh-Giebelseiten (2x)
               ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe          Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä.          Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen          Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)!          RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt          untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen          Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.          elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild)          Traufseite nach innen doppelt versäumen  

       
      Mesh-Traufseiten (2x)
                ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen  

       
       
      Dach
                ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben  

       

       
      Doppel-Türen (Apsiden) (2x)
                ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.           Mittenkanten doppelt umsäumen           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)  

       
      Boden
                Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe           nach außen einmal (1cm) umsäumen           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)  
      Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten
                Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)           T-Stopper von innen an den Saum annähen           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen           alle 4 Eckverstärkungen annähen           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)  

       
       
      Zusammennähen mit der Bodenwanne
               Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen  
      FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)
       

       
      Fazit
      Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.
      Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).
      Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.
       
      Viel Spaß beim Nachbauen!!
       
       

    • Von dennisdraussen
      Da ich zuviele Rucksäcke habe ist mein Crux AK 57 zu haben, alle Bänder ungekürzt, keine Beschädigungen, guter Zustand,  
      Rückenlänge 3 also bis 190cm 
      Nicht wirklich UL mit ca 1300g aber robust und verträgt auch mal 15kg Beladung.
      Ältere Version ohne Rollverschluss.
      140€ inkl Versand
       
       


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