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Ultraleicht Trekking
quantumalice

Kumano Kodo im Oktober/November

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Wir sind Ende Oktober/Anfang November in Japan und wollen uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, zumindest mal eine Woche zufuß das Land zu erleben. Derzeit geplant ist der Kumano Kodo (wahrscheinlich aber nicht sicher die Hauptroute). 

Hat das schon mal jemand gemacht und mag seine Erfahrungen teilen? Mich interessiert vor allem die Nachttemperatur (habe ich keine gute Quelle zu gefunden), wie es mit dem Stealth-Campen so läuft, ob jemand Bären gesehen hat/einen Bearbag empfiehlt, wie oft es geregnet hat und wie es mit den Einheimischen so lief (wir bringen seehehr rudimentäre Japanisch-Kenntnisse mit).

Ich werde hier updaten, wenn unsere Planung voranschreitet. und plane auch zum ersten mal eine Tour tatsächlich zu dokumentieren. Hat dazu jemand Tipps?

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Habt ihr schon gesehen, dass es einen neuen Langstrecken-Trail in Japan gibt: http://tohoku.env.go.jp/mct/english/

Der Michinoku Coastal Trail ist hervorragend auf Englisch dokumentiert und es gibt sogar eine FB-Gruppe, in der sich Wanderer auf Englisch austauschen.

Zum Thema Bären: Ich war mal ein Vierteljahr lang mit dem Fahrrad in Japan unterwegs und habe nur einen einzigen Bären gesehen, der sofort davonlief. Die Bären dort sind extrem selten und scheu. Stealth-Camping ist überhaupt kein Problem!

Viel Spaß - Japan ist ein tolles Land!

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Ich hatte noch einen Abstecher auf den KK gemacht nach dem tokaido. Würde ich eher als touriausflug bezeichnen denn als ernstzunehmenden hike.

Es war noch recht warm im Herbst, nachts mal etwas kühler, aber insgesamt noch wesentlich wärmer als hier. Nur zeitweise etwas nass, Strichliste habe ich nicht geführt und wäre wohl auch wenig aussagekräftig. Das Klimadiagramm der Region gibt dir da verlässlicher Aufschluss über durchschnittlichen Temperaturen, da muss sich doch was finden lassen?

Bärensichtungen in Japan sind eher Glücksfall, ich habe in den Wochen keinen zu Gesicht bekommen. Auf dem KK garantiert nicht, viel zu viele übergewichtige, grauhaarige Überseeler, die sich die Steintreppen hoch kämpfen.

Damit ist dann auch zum Stealthing genug gesagt. Ist halt viel los. Andererseits auch kein Kulturraum, in dem man dich zurechtweisen oder vertreiben würde. Wie überall - wenn man es vernünftig anstellt kein Thema.

Die Einheimischen sind, wie es das Klischee erwartet nett, aber sehr zurückhaltend. Da die Gegend sehr touristisch ist, aber etwas offener und kommerzieller und man kann sogar auf etwas Englisch hohen. Ist jetzt aber wirklich nicht unbedingt der Spot, von dem ich sagen würde, da hätte ich 'das Land erlebt'...

Ansonsten kann ich mich nur anschließen - faszinierendes Land, viel Spaß!

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Ich bin dann mal bei der Hosenplanung angekommen... und komme auf 4(!!!) Teile :roll:

* Regenhose: Montane Minimus Rainpants, 132 g (nachgewogen)

* Trekkinghose: L.I.M. Trekking Pants, 155 g (nachgewogen)

* Baselayer: Alpine pro 3/4 Leggings Kunstfaser, 103 g (nachgewogen)

* Schlafhose: Odlo warm Merino Leggings, 174 g (nachgewogen)

4 finde ich ziemlich viel, aber mir fällt nicht so recht eine andere Lösung ein, weil das Wetter vor Ort recht unterschiedlich/unbeständig sein kann und zum Zeitpunkt unseres Fluges noch nicht abzusehen ist, wie es wirklich ist (machen die Tour am Ende des Urlaubs, damit wir das ganze Stadtoutfitzeugs vorher nachhause schicken können =)).

Die Sache ist, die L.I.M. Pants ist nur bei über 17 Grad was - es kann aber auch über 20 und Sonne haben, wenn wir Glück haben. Mit dem Alpine pro Baselayer geht sie bis bis ca. 10 °C - was auch tagsüber sein kann, wenn wir Pech mit dem Wetter haben. Und zusammen wiegen die beiden Teile immer noch weniger als meine Alpine Pro dünne Softshellhose (knapp 300 g - die zwar den gesamten Temperaturbereich abdecken könnte, aber unflexibler ist)

Regenhose: Must, weil ich keine kurze Hose tragen mag wegen Tattoo und es auf jeden Fall öfter regnen wird.

Tja. Und dann die Schlafhose. Da ist der Reflex zu sagen: Die lasse ich weg und schlafe im dünnen Baselayer. Bei hoch einstelligen/zweistelligen Nachttemperaturen kein Problem. Aber es kann bis auf 0 runtergehen, wenn wir Pech haben, und dann erfriere ich ohne die dicke Merinowolle...

Gedanken, Tipps, Kaufempfehlungen?

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Als Schlafhose hab ich mir vor kurzem eine dünne Merino-Mischgewebe (120er) von RAB gekauft. Gefällt mir ganz gut. Größe M 106g - gibts auch in dickerer Qualität. Ob sie bei 0 Grad reicht, kann ich aber nicht beurteilen. Fand sie nur, dafür, dass Merino, ganz gut vom Gewicht.

https://www.ultralightoutdoorgear.co.uk/womens-clothing-c2/womens-baselayer-c91/longjohns-c239/womens-merino-120-pants-p5967

Zu deiner Frage bzgl. Dokumentation. Ich nutze eine simple App, wo ich abends einfach meine Eindrücke runterschreiben kann. Auf mehr/komplizierteres hab ich unterwegs keine Lust. Zu Hause wird dann in Ruhe nachgearbeitet.

bearbeitet von sja
Ergänzt

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In Bewegung bei den Temperaturen brauche ich weder baselayer noch lange Hose. Bis um 0° passt ne kurze 50-80g

Regenhose brauche ich auch nicht, Beine trocknen - erst Recht in kurzer Hose. Wenn die Schere im Kopf noch groß ist, dann halt das polycro groundsheet und ne Kordel als Regenrock. <50g

Für die Tattoos eine Blickdichte Stumpfhose oder Leggings als leichteste Option, gibt dann auch noch Wärme. Und drin schlafen kannst Du dann auch, wenn es mal me Nacht wirklich kalt wird. <30g

Btw. es gibt nicht nur Armlinge, sondern auch Beinlinge. Meine dünnen stammen sogar von Montbell aus Japan, Zeo-line, ~100g ohne stoppen Temperatur/Sonne an den Beinen regulieren zu können mag ich sehr.

Ein paar Dinge, die mir auffallen: Eine lange Hose, die nuuuur über 17°C funktioniert? Habe ich noch nicht gesehen. Ist das dein Erfahrungswert? Wenn es denn eine lange sein muss, dann vielleicht eher eine Windhose ~40

Was ist denn dein Schlafsetup, dass Temperaturen zweistellig sein müssen? Ggf. würde ich eher da noch mal ansetzen. Selbst mein leichtester Sommerquillt kommt in einen guten einstelligen Bereich. Und wenn es eine Nacht mal kälter wird, dann ziehst Du halt alles an, was da ist.

 

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vor 2 Stunden schrieb questor:

In Bewegung bei den Temperaturen brauche ich weder baselayer noch lange Hose. Bis um 0° passt ne kurze 50-80g

Regenhose brauche ich auch nicht, Beine trocknen - erst Recht in kurzer Hose. Wenn die Schere im Kopf noch groß ist, dann halt das polycro groundsheet und ne Kordel als Regenrock. <50g

Für die Tattoos eine Blickdichte Stumpfhose oder Leggings als leichteste Option, gibt dann auch noch Wärme. Und drin schlafen kannst Du dann auch, wenn es mal me Nacht wirklich kalt wird. <30g

Btw. es gibt nicht nur Armlinge, sondern auch Beinlinge. Meine dünnen stammen sogar von Montbell aus Japan, Zeo-line, ~100g ohne stoppen Temperatur/Sonne an den Beinen regulieren zu können mag ich sehr.

Ein paar Dinge, die mir auffallen: Eine lange Hose, die nuuuur über 17°C funktioniert? Habe ich noch nicht gesehen. Ist das dein Erfahrungswert? Wenn es denn eine lange sein muss, dann vielleicht eher eine Windhose ~40

Was ist denn dein Schlafsetup, dass Temperaturen zweistellig sein müssen? Ggf. würde ich eher da noch mal ansetzen. Selbst mein leichtester Sommerquillt kommt in einen guten einstelligen Bereich. Und wenn es eine Nacht mal kälter wird, dann ziehst Du halt alles an, was da ist.

 

Oh je. Ich glaube, da gehen wir weit auseinander beim Temperaturempfinden. Ich brauche bis 20 Grad eine lange Hose, auch in Bewegung. Und bis 25 Grad, wenn sie auch im Stehen funktionieren soll. Die L.I.M. Trekkingpants von Haglöfs wiegt nur 155 g - also ist sie echt dünn. Dafür sehr flexibel. Wenn es über 15 Grad hat reicht sie mir in Bewegung, drunter kann ich etwas drunterziehen. Und ja, das sind meine Erfahrungswerte von den letzten Touren. Mein Körper weigert sich zu heizen ...

Ich überlege, statt Beinlinge, Synthetik Baselayer und Schlafhose so eine Orthovox Merino-Misch-Leggings zu holen. Hätte in meiner Grösse 100 g und ich kann sie für unter die L.I.M. Und zum Schlafen nutzen. Hoffe sie reicht mir nachts. Muss ich vorher testen. 

Mein Schlafsystem besteht derzeit aus einer Xtherm (meine XLite habe ich grade wieder verkauft weil ich mir der auch bei über 10 Grad noch von unten friere) und einem Daunenquilt mit geschlossener Fußbox und 500 g Füllung. Ich muss noch testen, wie warm mich das hält. 

Wie im Schlafsackthread erwähnt habe ich mit einem Oscar -2, einer 4-Jahreszeiten-Matte und allen Klamotten, die ich dabei hatte, bei plus 4 Grad so gefroren, dass ich nächteweise nicht schlafen konnte. Um dir eine Einschätzung meiner Verfrorenheit zu gebe.

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Einsatzupdate. Wir haben grade mit dem Hund eine 10-km-Runde im Taunus gedreht. Es hat 14 Grad und recht hohe LF - also ziemlich genau so, wie es im November in Japan tagsüber sein wird. 

Ich hatte an: Knapp knielange Synthetik Unterhose (fast wie eine Radlerhose), die L.I.M. Pants drüber. Synthetik Tshirt, dünnes Fleece (200g Gesamtgewicht) und die Montane Minimus als Windjacke. 

Das Ergebnis: Bergauf top. Gradeaus und abwärts habe ich gefröstelt, trotz halbwegs flottem Tempo. Mir war nicht schlimm kalt, aber auf Dauer war das Frösteln unangenehm. 

Ich denke also, wenn ich das Synthetik Tshirt gegen Merino tausche und die Radlerhose gegen so eine 120er Merino-Mix-Leggings, sollte ich gut hinkommen tagsüber. Und abends hätte ich ja noch eine Isojacke. 

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