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Ultraleicht Trekking
Stephanie

Erfahrungen Zelt Vaude Space SUL 1-2P Seamless

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Hallo Zusammen, 

hat jemand Erfahrungen mit dem Zelt "Vaude Space SUL 1-2P Seamless"? 

Ich habe mir dieses Zelt für meine PCT-Wanderung ausgesucht, kann aber leider keinerlei Bewertungen im Internet oder Foren finden. Ich benötige auch keine Zeltberatung, da ich alle anderen Zelte die für diesen Fernwanderweg in Frage kommen würden bereits kenne. Ich finde die Seamless-Technologie sehr interessant und hätte nun gerne Bewertungen bezüglich der Langlebigkeit, Wasserdichte, Verhalten bei Wind, Kondenswasserbildung ect. 

Ich suche demnach explizit einen User, der bereits das Vaude Space SUL 1-2P Seamless besitzt oder benutzt hat und das im Idealfall unter extremen Bedingungen auf einem Fernwanderweg. 

Danke für eure Hilfe! Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende. 

Liebe Grüße, 

Stephanie 

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Keine Erfahrung aber etwas Grundsätzliches kann man auch ohne dieses Zelt zu haben sagen. Wie bei jedem Zelt mit Nahtband über den Nähten hast Du dadurch ein Mehrgewicht. Ist ein Zelt ordentlich genäht und konstruiert, benötigst Du das oft nicht. Und dort, wo es mal durchtropft, tut es auch etwas Nahtdichter. Irgendwann gehen die Nahtbänder ab, andererseits erlebt man das vielleicht gar nicht, da es aus so dünnem Stoff ist, dass man da nicht von langer Lebenszeit ausgehen kann, wenn man das Zelt hart rannimmt.

VauDe ist jetzt nicht gerade der Name, den man mit Long Trail Zelten in Verbindung bringt. Außerdem wissen sie wohl selbst nicht, wofür dieses Zelt ist. Einerseits für Trekker und Bergsteiger (als Querlieger???), anderseits für Fahrrad-/ und Motorradreisen.

Teuer ist es auch und ich erlaube mir zu hinterfragen, dass Du alle Zeltmarken und Modelle für derartige Hikes kennst. Aber wenn doch wundere ich mich, dass es ausgerechnet ein VauDe werden soll.

Aber berichte gerne, wenn Du mal damit unterwegs warst.

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vor einer Stunde schrieb Dingo:

Wie bei jedem Zelt mit Nahtband über den Nähten hast Du dadurch ein Mehrgewicht.

Das fly ist im Dach-Bereich geklebt und nicht genäht!

Zitat
Materialien & Technologie:
Verklebte Nähte am beidseitig silikonisierten Außenzelt sorgen für eine optisch sehr technische, "cleane" Verbindung, die absolut wasserdicht und doppelt so reißfest ist wie herkömmliche Steppnähte.
Quelle:
https://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Sportarten/Feierabendtouren/Space-SUL-1-2P-Seamless

OT: Mir ist vollkommen schleierhaft, wie diese Verarbeitungstechnik es schafft, silikonisierte Oberflächen dauerhaft zu verbinden.

vor einer Stunde schrieb Stephanie:

Ich finde die Seamless-Technologie sehr interessant und hätte nun gerne Bewertungen bezüglich der Langlebigkeit, Wasserdichte, Verhalten bei Wind, Kondenswasserbildung ect. 

Soweit ich mich erinnere, hat @derray auf der verletzen Messe mit einem der Designer gesprochen.
Bezüglich der Langlebigkeit der Verbindung wird es sicher keine 5 Jahre andauernde Testphase gegeben haben. Man wird halt sehen, wann es auseinander fällt... :mrgreen:
Die Konstruktion ist jetzt nicht so innovativ. Da wirst Du Rückschlüsse aus ähnlich gebauten sheltern ziehen können.

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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vor 23 Minuten schrieb wilbo:

Das fly ist im Dach-Bereich geklebt und nicht genäht!

VG. -wilbo-

Okay. Ich habe das mehrfach nachgelesen auf der VauDe Seite und die Infos sind da nicht klar zugeordnet. Einmal steht da "Verklebte Nähte am beidseitig silikonisierten Außenzelt..." und einmal "Nahtbandversiegeltes silikonisiertes Außenzelt. Nur bei VAUDE-Zelten erhältlich."

Danke @wilbo

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Danke für eure Nachrichten. 

@ArminS: mir ist bewusst, dass das Gewicht nicht wirklich optimal ist, ich fand das Zelt jedoch aufgrund der Größe sehr angenehm und das Material macht einen sehr stabilen Eindruck (ich lag zweimal im Outdoorladen drin). Meine Alternative wäre noch das Big Agnes Cooper Spur was wohl auf dem PCT der große Renner ist und knapp 300 Gramm weniger wiegt. Leider hat dieses nur eine Wasserdichte von 1500mm und extrem dünnes Material.

Gerne hier meine Anforderungen, vllt. gibt es doch eine Alternative: 

Verwendung: PCT

Art: Kuppelzelt, doppelwandig, freistehend (und damit meine ich, dass das Gestänge wirklich zu allen vier Seiten eingehakt wird und nicht nur zu drei Seiten und dann zusätzlich auf beiden Seiten nochmals mit Abspannleinen befestigt werden muss)

Größe: 1/2 Personen mit einer Mindestbreite von 90 cm.

Wassersäule: 3.000 oder größer (wer nun sagt das alle Zelte ab 1.500mm Wassersäule dicht sind: sind sie nicht.Ich habe das mit meinem msr freelite 3000 km in Neuseeland getestet. Das Zelt hat total versagt und es hat an den Nähten rein geregnet...

Bitte keine Tarps, Tunnelzelte oder Zelte die mit Trekkingstöcken aufgestellt werden muss. 

Es sollte möglichst leicht sein und der Preis ist erstmal egal.

Danke und LG Steffi

 

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vor 28 Minuten schrieb Stephanie:

wer nun sagt das alle Zelte ab 1.500mm Wassersäule dicht sind: sind sie nicht.Ich habe das mit meinem msr freelite 3000 km in Neuseeland getestet. Das Zelt hat total versagt und es hat an den Nähten rein geregnet...

Das lässt sich so global nicht sagen. Gerade das Freelite war in der Hinsicht eine etwas unglückliche Wahl, denn da wurde 2018 die Nahttechnik auf "Xtreme Shield" umgestellt (bei den anderen MSR Zelten erst dieses Jahr), und zu Xtreme Shield Zelte schreibt MSR:
 

Zitat

 

MSR’s ultralight tents and shelters feature our unique Xtreme Shield™ System that does away with conventional seam taping for durable, precision-stitched seams that last far longer on lightweight tents. If you anticipate camping in heavy or extended rain, we recommend sealing the seams where necessary.

 

Ist also keine Schwachstelle des Außenmaterials selbst, sondern ein Thema der Verarbeitung/Nahtabdichtung. Die 1500mm reichen an sich schon aus. Also durchatmen, die abgehakten Optionen noch mal heraus kramen und im Hinblick auf die Nähte noch mal neu evaluieren.

Evtl. könnte auch beim Herbsttreffen jemand mit Erfahrung einen Hands-On-Workshop zum Thema Seam Sealing halten?

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Hallo Stephanie,

das Zelt ist für eine PCT Wanderung eher ungeeignet. Für den PCT suchst du ein Zelt, das möglichst kompakt und leicht ist. Es sollte außerdem eine geringe Stellfläche benötigen. Auf Neuseeland soll es ja (viel) Regnen... beim PCT ist das eher die Ausnahme - super Schlechtwetterqualitäten sind also nicht erforderlich. Was "freistehend" außerhalb vom Alpinismus bringen soll habe bisher nicht verstanden. Auf dem PCT zählt nur das Gewicht - je weiter du es gegen 500g (oder drunter) drücken kannst, umso besser.

Auf dem Trail ist zPacks Duplex das beliebteste Zelt, gefolgt vom Copperspur UL2 und evtl. den SMD Lunar Solo. Ich war mit dem Gatewood Cape unterwegs und Bivy. Dieses Jahr gab es im Mai ca 10 Tage Regen oder Schnee, aber das war auch mit dem Cape kein Problem. Danach war es trocken. Ich hab dann das Zelt vor allem wegen Schutz vor Kondens aufgebaut. Das einzige was du in einem Zelt auf dem PCT machst ist schlafen (20:00 Uhr bis 5:00 Uhr) - es ist ein ziemlich unwichtiges Stück Equipment, verglichen mit deinen Schuhen, Rucksack und Schlafsack.

Zu einem Trekkingstockzelt wie dem Duplex/Lunar Solo bestellt man sich einfach ein paar Karbonstäbe dazu ( 50g-60g/Stück).

Du solltest auch bedenken, das dein Zelt nach dem Trail (130-150 Nächte) reif für die Tonne ist (oder bald sein wird). Du brauchst also keine Kompromisse eingehen.

 

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vor einer Stunde schrieb Stephanie:

Leider hat dieses nur eine Wasserdichte von 1500mm und extrem dünnes Material.

Hallo Stephanie!

Erstmal etwas grundsätzliches über die Angaben der Wassersäule von Zeltmaterialien: Bei amerikanischen Herstellern wird das Material einer künstlichen Alterung unterzogen, die einer durchschnittlichen Nutzung von 5 Jahren entspricht. Danach wird die Wassersäule gemessen. Bei europäischen Herstellern passiert die Messung im Neuzustand. Daher kann man die Angaben nicht direkt miteinander vergleichen. 

vor einer Stunde schrieb Stephanie:

Gerne hier meine Anforderungen, vllt. gibt es doch eine Alternative: 

Art: Kuppelzelt, doppelwandig, freistehend

Das Vaude Space SUL 1-2P Seamless ist nicht freistehend! Allenfalls freitragend. Die Apsis muss immer abgespannt werden. Sonst ist auch auf dem Rest des Zeltes kaum Spannung.

vor 1 Stunde schrieb Stephanie:

Ich habe das mit meinem msr freelite 3000 km in Neuseeland getestet. Das Zelt hat total versagt und es hat an den Nähten rein geregnet...

Die Dichtigkeit der Nähte hat nichts mit der Angabe der Wassersäule zu tun. Bei der Wassersäule wird nur der reine Stoff gemessen. Die Nähte müssen bei Zelten aus Silnylon von Hand versiegelt werden, weil Nahtdichtband auf der Silikonbeschichtung nicht hält.
Ausnahme: Vaude. Die haben ein System entwickelt bei dem irgentwie mit Hilfe eines Vakuums das Nahtband mit dem Silnylon verbunden wird (Bei genähten Zelten, nicht bei den Seamless).

vor 4 Stunden schrieb Stephanie:

hat jemand Erfahrungen mit dem Zelt "Vaude Space SUL 1-2P Seamless"?

 Ich habe es noch nicht genutzt, aber auf mehreren Messen schonmal befummeln dürfen. Vorletztes Jahr hab ich auch kurz mit dem Entwickler gesprochen. Auf die Frage, wie die Verklebung mit UV-Einstrahlung klar käme, war die Antwort: "Das hält! Ich war damit schon eine ganze Woche unterwegs!!!" :?
Hintergrund: Bei der Verklebung von Zeltmaterialien verklebt man immer nur die Beschichtungen. In diesem Fall also die Silikonbeschichtung mittels Silikonkleber. Die Verklebung ist also immer nur so stark, wie die Beschichtung auf dem Stoff hält. Die Beschichtung (gerade Silikon) gibt bei starker Sonneneinstrahlung gerne mal nach und löst sich ab. 
Daher bin ich persönlich von der Klebesache noch nicht wirklich überzeugt. Hoffe aber, dass ich eines Besseren belehrt werde. 

mfg
der Ray

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vor 15 Minuten schrieb Martin:

Zu einem Trekkingstockzelt wie dem Duplex/Lunar Solo bestellt man sich einfach ein paar Karbonstäbe dazu ( 50g-60g/Stück).

Zum Duplex optional auch noch die langen Stangen, dann kann man es freistehend aufstellen (die Apsiden sind wie bei allen erträglich leichten Zelten eine Ausnahme) und nur bei Bedarf (=starkem Wind) an den Apsiden abstützen. Ist dann immer noch eine Welt leichter als der große Teil der kuppelförmigen Konkurrenz.

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Ich würde da ja nochmal aufgrund BitPoets Aussage nachhaken. Evtl liegt der Fehler ja nicht beim MSR Freelite sondern beim Benutzer, also Dir? Hast Du bereits probiert, die Nähte mal abzudichten, um einen Vergleich zu haben? Zumal MSR ja deutlich darauf hinweist. Und natürlich besteht auch immer die Möglichkeit eines Mangels. Also evtl. bei MSR reklamieren. Die sind schon sehr Kundenorientiert.

Da Du ja bereits ein gutes Zelt hast, wäre das meiner Meinung nach Geldverschwendung. Man kauft ein Zelt ja nicht nur, sondern muss sich damit auseinandersetzen, bevor man sich seinem Habitat anvertraut.

Und was Wassersäulen betrifft. Es wurde ja bereits darauf hingewiesen, dass die Normen in den USA und Europa anders angegeben werden müssen. Mir gefällt das amerikanische System besser mit dem Mittel aus simulierten Nutzerjahren.

Klassische Zelte für die long distance Geschichten wären noch die Zelte der Marke Nemo. Oft unter einem Kilo. Was das für die Haltbarkeit bedeutet, kannst Du Dir denken. Aber das Ding ist, wie oben schon erwähnt, nach sovielen Tagen eh durch.

 

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Ich war letztes Jahr fast drei Monate auf dem PCT unterwegs (SOBO, Start August). Eine Nacht lang Regen. Neuseeland und USA Westküste sind jetzt nicht wirklich vergleichbar.

Mit einem 3 Pfünder auf dem PCT loszuziehen ist IMHO nicht wirklich sinnvoll. 

Ich habe sehr viele BA Zelte gesehen, diese werden vor allem von Amis gebraucht, die einfach keine Lust verspüren, bei Zpacks 500 $ abzudrücken, weil sie sowieso schon ein BA Zelt haben, aber die Zelte halten absolut sicher auf dem PCT, wenn man nicht gerade zwei Wochen auf dem Mount Whitney bleiben möchte. Es gibt wunderschöne Videos z.B. von Mary Mansfield, sie hat in diesem Jahr ein BA Tigerwall mitgeführt, das ist immer noch leichter, aber ebenfalls Overkill auf dem PCT (Wassersäule 1200 mm). 

Oft wurde bei den BA Zelten nur das Innenzelt aufgestellt, da bessere Belüftung so, aber trotzdem Schutz vor Mücken (kann man mit einem Zpacks nicht, man kann dort aber die Türen offenlassen). Wenn es keine Mücken gab, liebten viele Menschen Cowboycamping. 

Auf dem PCT kann man sein nichtfreistehendes Zelt wirklich überall aufstellen, der Boden ist weich. Dies erklärt weshalb so viele Menschen mit Zpacks unterwegs sind. 

Sorgen wegen dem Material von BA Zelten sind für den PCT unbegründet.

Es gibt auch Zelte, die sind geschweisst statt geklebt oder genäht, sogar von BA, aber die taugen u.a. gemäss diesem Forum hier nicht eben viel. 

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      Hallo!
      Ich möchte mir ein leichtes (<2kg), freistehenden 2 Personenzelt kaufen. Es kommen für mich die folgenden Zelte in Frage:
      * Wechsel Exogen 2 https://www.wechsel-tents.de/en/tents/zerog-exogen-2-231049/
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      Zuerst habe ich die Wanne gemacht, danach das Netz angebracht und das Dach angenäht. Die Türen kamen zum Schluss. 
      Es war mein erstes Nähprojekt und ich habe keine Schnittmuster verwendet. Im wesentlichen habe ich den Stoff mit einem Zollstock ausgemessen und dann ungefähr in Form geschnitten. Die graden Kanten sind erst beim Nähen entstanden. Würde ich nicht mehr so machen. Ich empfehle auch niemandem als erstes Nähprojekt gleich ein Zelt zu wählen. Ich habe nervenaufreibende Situationen erlebt. Als Tisch musste die Tischtennisplatte herhalten.

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      Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war.
       

       
      Die wichtigsten Daten:
               2-Personen Zelt mit Platz für 2 TAR NeoAir Xlite (Regular) Isomatten          2 Eingänge, 2 Apsiden           alle Dachnähte abgedichtet          Trapez-Bodenwanne: 110/90cm Breite , 220cm Länge, Höhe 12 cm          First: Höhe mittig 120cm, Breite mittig 120cm, Höhe im Kopf-/Fußbereich >38cm          Material: Chikara 41g/m², Mosquitonetz 25g/m², 200den Diamond Ripstop 120g/m², Reißverschluß YKK 3C          Catenary cut: 2cm/m          Packmaß: Ø 14cm x 40cm (6L)          Materialkosten: ca. 190€       Gesamtgewicht: 716 g (incl. sämtlicher Abspannleinen)  

       
      Vorbereiten der Baugruppen
      Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders ……

       
      Mesh-Giebelseiten (2x)
               ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe          Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä.          Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen          Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)!          RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt          untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen          Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.          elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild)          Traufseite nach innen doppelt versäumen  

       
      Mesh-Traufseiten (2x)
                ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen  

       
       
      Dach
                ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben  

       

       
      Doppel-Türen (Apsiden) (2x)
                ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.           Mittenkanten doppelt umsäumen           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)  

       
      Boden
                Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe           nach außen einmal (1cm) umsäumen           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)  
      Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten
                Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)           T-Stopper von innen an den Saum annähen           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen           alle 4 Eckverstärkungen annähen           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)  

       
       
      Zusammennähen mit der Bodenwanne
               Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen  
      FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)
       

       
      Fazit
      Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.
      Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).
      Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.
       
      Viel Spaß beim Nachbauen!!
       
       

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