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Ultraleicht Trekking

Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg


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Frontier: hier ein kleiner Bericht zum Frontier - hatte es für WW 1-2 (Isar Heimgebiet), eine Tagestour ausgeliehen - Modell (müsste das CW220er sein), also ein M (kein S) das Wichtigste zuerst:

Wenn ich mich für ein Boot entscheiden müsste, wäre es ganz klar das Barracuda R2. Warum? Vom Packmaß ist das offene Barracuda fast gleich mit dem Nomad S1 mit Spritzdecke. Vom Gewicht ist der Untersc

Zum Navigieren mit dem Barracuda: Es ist für Packraftverhältnisse ein sehr langes Boot und natürlich ist ein kürzeres Boot wendiger. Auch das Nomad ist wendiger. Alleine bin ich mit dem Barracuda noch

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vor 7 Stunden schrieb Stoker:

Wenn du noch nen bisschen wartest (nächste Saison) , auf die neue Version mit den den neuen Materialien - ist nochmal robuster bei sogar etwas reduziertem Gewicht. 

Ich fuerchte da hinkst Du etwas der Zeit hinterher :mrgreen:, das Update war dieses Jahr, die Boote haben also schon die neuen Materialien, da braucht keiner zu warten, siehe auch den entsprechenden Beitrag von Anfang August im FB-Blog vom PC-Store :

"
Have you noticed the update on our entire MRS range over the course of the latest months?
1. The Nomad S1 is available in a light version...The Nomad S1 remains the highest speed among the single packrafts due to its special shape.
....
Last but not least, the entire MRS range got a new foor fabric! Materials has been improved in wear resistance and adhesion."

Sicherheitshalber habe ich noch kurz beim PC-Store nachgefragt, hat nichts Anderslautendes ergeben...

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Am 5.10.2019 um 14:36 schrieb crisensus:

ich weiß es ist ein KLON + Alpacka hat das Original – aber für alle die einfach mal wissen wollten ob die Chinaklone was taugen – der Frontier m.E. schon.

P1080550a.JPG

Danke für den Bericht. Meist wird für China-Klone ja billiges Material verwendet, kannst du dazu etwas sagen? Wie fühlt sich das Material an, im Vergleich zu Alpaca oder MRS? 

Weißt du, wo man die Frontier Boote in Deutschland kaufen kann? Sollten ja preislich deutlich unter den Originalen liegen.... 

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Gute Frage, guter Punkt. 

In diesem Fall heißt es wohl, dass Alpaca direkt, 1:1 kopiert wurde, Design, Größe, Verarbeitung, ohne erkennbare eigene Entwicklung. 

MRS hat ja auch mal so angefangen, heute fertigen die sehr hochwertig mit eigenem Design und Know-how. Das kann ja bei Frontier noch kommen, die Alpaca Kopie sieht aber erstmal nicht danach aus. Auch machen die alles Mögliche, nicht nur Packrafts, "alles was geht' und mich würde es auch nicht wundern, wenn die gar keine eigene Fertigung haben und nur Trader sind. 

Es ist in China immer so, sobald eine Firma halbwegs erfolgreich ist, springen viele andere auf und kopieren möglichst genau. Bei Ebay findet man ab und zu Clones von MRS und Alpaca Booten, aus billigem PVC Materialien und mit 8 Wochen Lieferzeit, production on demand.

Btw, kennt ihr schon den hier:

https://hikanoe.com

Sieht interessant aus. 

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vor 58 Minuten schrieb Stoker:

MRS hat ja auch mal so angefangen, heute fertigen die sehr hochwertig mit eigenem Design und Know-how. Das kann ja bei Frontier noch kommen, die Alpaca Kopie sieht aber erstmal nicht danach aus. Auch machen die alles Mögliche, nicht nur Packrafts, "alles was geht' und mich würde es auch nicht wundern, wenn die gar keine eigene Fertigung haben und nur Trader sind. 

Meines Wissens gibt es eine Frontier-Gruppe auf Facebook - die kann man ja mal nach Kritik durchforsten. 
 

vor 59 Minuten schrieb Stoker:

Btw, kennt ihr schon den hier:

https://hikanoe.com

Sieht interessant aus. 

Sehen ja relativ preiswert aus - und vermutlich leicht erhältlich.

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Mit China-Klon meinte ich sie sind dem alten Alpaca sehr ähnlich (fast gleich),Material auch!-> wertig! @Stoker hatte ja schon erwähnt dass auch MRS so angefangen hat - Unterschied zu meinem Alpaca - festerer Boden, Sitz anders (wobei ich die Lösung Ventil nicht gut finde), KEINE Nachblasmöglichkeit über in verlängertes Ventil (wie bei den alten Alpacas), etwas bessere Befestigung der Spritzdecke  - zum Aufblasen Rückschlagventil (Boston Valve), man kann es aber auch ohne aufblasen (wie man möchte)

Kaufmöglichkeiten: der bei dem ich es geliehen hatte verkauft auch (ebay-Kleinanzeigen)  -direkt Frontier (audacsports ;-) anschreiben geht sicher auch - allerdings ist dann der Zollkram eure Sache. Man kann auch die Farben Typ etc. aussuchen - ergo ob mit oder ohne T-ZIP. Es gibt sie auch als Selfbailer... etc. und Flachwassermodelle. Ja sie sind billiger, (eben nicht handmade Colorado)  und kein PVC!

Für mich sieht es so aus als ob sie von dem Materialien schon Ahnung hatten - und eben jetzt noch das packraft entdeckt haben

Bearbeitet von crisensus
schreibfehler
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Ja, die Hikanoe-Pakete Basic, Standard, Complete sind sehr merkwürdig bepreist. Und die Boote sind nicht gerade leicht im Vergleich, selbst wenn sie sehr robust sein sollten, das sind MRS, Anfibio und Alpaca ja auch. 

Nun gibt es ja immer mehr Packrafts auf dem Markt, teilweise sehr ähnliche, bei den Materialien gibt es aber sehr wahrscheinlich große Unterschiede, nicht nur gewichtsmäßig, TPU Beschichtung ist ja nicht gleich TPU Beschichtung. Am Anfang fühlt sich ein Boot vielleicht gut an, aber mich würde sehr die Langzeitzuverlässigkeit interessieren. Niemand möchte den Worst-Case haben, dass sein Boot irgendwann Luft verliert wenn man in der Mitte eines großen Sees ist...

Wie lange hält ein Packraft und wann kommt es zu Materialermüdung? Mein ältestes Boot, das Barracuda, hat schon so einiges durch, brennende Sonne, Salzwasser, insgesamt ca. 60 Tage benutzt, die Beschichtung ist etwas stumpfer geworden und Wasserflecken lassen sich nicht mehr entfernen. Auch einige Falten vom Packen gehen nicht mehr raus. Noch habe ich volles Vertrauen in das Boot, frage mich aber, wann es zum Risiko wird oder wann man ein Packraft ausmustern sollte. Wie sind eure Alterungserfahrungen? 

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@crisensus

Frontier bzw. Audac Sports in Qingdao scheint wirklich nur eine Trading Company zu sein, ohne eigene Fertigung (sehr viele Companies tun das hier, werben mit eigener Fab, sind aber nur Trader). Aber die haben zumindest sehr interessantes Zubehör im Programm, wie Bike Carrier, Bow bag (Alpaca Kopie) und einen voll aufblasbaren Boden. 

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  • 3 Wochen später...

Hier schon mal ein Vorgeschmack auf das neue Material für kommende MRS Boote 

https://www.packrafting-store.de/Neu/Alligator-2S-Pro::744.html

Da ich Boote aus bisherigem und neuen (Nomad) Material habe, kann ich zumindest sagen, dass das neue, glänzend beschichtete Material sich deutlich besser reinigen läßt und auch sonst stabiler und langlebiger wirkt. Gewicht ist in etwa gleich. 

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  • 6 Monate später...
vor 44 Minuten schrieb Gibbon:

Beim stöbern in Ebay-Kleinanzeigen bin ich auf einen neuen Hersteller gestossen, Kodiak Packraft.

Sitzt in NRW und hat beim ersten Blick den Eindruck hinterlassen, als würden die Packrafts dort auch hergestellt. Da ich keine große Erfahrung mit Packrafts habe, kann ich zum Angebot dort nichts sagen.

Ist mir auch vor ein paar Tagen aufgefallen und deren Qualität interessiert mich seither brennend. Die Boote und Preise schauen schon mal sehr vielversprechend aus und auch der Händler macht einen seriösen Eindruck.

Bearbeitet von Vagner
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Über den bin ich auch gestolpert / sieht aus wie ein Frontier (jedenfalls die Iter+Ferox), Materialien ebenso - interessant wäre: wo fertigen die? Wenn hier in D wird's interessant - wenn China Re-Import... denke ich beziehen sie auch von Audac/Frontier.. oder so. Am wichtigsten wäre aber mal jemand der das TESTEN kann! - also NRWler vor ;-) (jede/r andere natürlich auch, aber ihr könntet da doch mal "vorbeifahren " - :-)

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  • 2 Wochen später...

Guten Morgen Zusammen,

gerade bin ich darüber gestolpert das hier schon über Kodiak Packraft diskutiert wird. ;-)

Kodiak Packraft gehört tatsächlich zu mir. Einige Fragen kann ich hier vorweg natürlich beantworten.

Nein, ich fertige nicht in Deutschland. In der Tat lasse ich in Asien fertigen. Die Form der aktuellen Serie ist an die FrontierRafts angelehnt, mit denen habe ich auch im privaten meine ersten Erfahrungen im Packrafting gemacht.

Bei Fragen dürft ihr mich gerne jederzeit per PN kontaktieren. 

Grüße aus NRW 

Christian 

Bearbeitet von martinfarrent
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  • 1 Monat später...

Moin liebe Leute,

ich hätte da mal ein paar Fragen zur leichtesten Kategorie von Packrafts, vielleicht kann mir da jemand helfen auch wenn die Fragen wohl eher speziell sind.. Ich habe mir kürzlich ein MRS Alligator zugelegt das ich auch rege benutze, will mir aber ggf. noch ein möglichst leichtes Packraft zulegen, erstens für Seen, zweitens fürs Trekking und drittens als Zweitboot wenn ich mal jemanden mitnehmen will auf Tagestouren.

Auf meiner Liste stehen das Anfibio Nano (Sl ist ja nicht lieferbar, daher RTC, das ist relativ neu, hat nen Rollverschluss, kostet 50€ mehr und wiegt 170g mehr) oder Alpha XC.

- Was haltet ihr von dem neuen Nano? Cooles Feature um den Schlauch zu nutzen oder überflüssiges Risiko und Gewicht? Ich wäre jetzt nicht so der Typ der Versuchskaninchen spielen will für etwas neues, das dann ggf. doch nicht wasserdicht ist. Gab es sowas schonmal?

- Ich finde die Abgrenzung der genannten Boote schwierig. Das Nano wiegt halt ca. 600g (Sl) bzw. 400g (RTC) weniger (830g / 1000g oder 1400g), durch den reduzierten Unterschied im Gewicht und Preis komme ich wieder neu ins Grübeln. Klar, ultraleicht, daher horizontale Naht und weniger Bestandteile, außerdem Naht anders verarbeitet. Aber wie wirkt sich das auf die Robustheit aus? Geht es nur um die reduzierte Wildwassertauglichkeit oder ist dann nicht auch generell die Robustheit / Haltbarkeit deutlich niedriger? ich meine wenn PRs so leicht wie möglich sein sollen und ALLE haben diese eine Art der Verarbeitung, aber das Nano ist gänzlich anders verarbeitet, ist das nicht doch ein wenig risky? Erfahrungsberichte finden sich halt auch nahezu nicht.

Stand schonmal jemand vor der ähnlichen Frage / kennt sich mit Nahttechniken aus? Freue mich über Input!

Beste Grüße

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Fangen wir mal mit der Lieferbarkeit an.

Das Sl ist imho noch 1* lieferbar bei SUBK (Sack & Pack in Krefeld), war zumindest so Ende letzte Woche, ist nicht im Webshop, frag via Email nach...das passende Anfibio Fly Paddel hatten sie auch da, nicht im Webshop...
Das Alpha ist erst wieder Ende September lieferbar.
Das Delta (ist das Naechste im Volumen drueber, 200 g schwerer), beim PC-Store Ende September, bei SUBK auf Lager.

Was das Nano betrifft, habe ich ja schon schon in einem anderen Thread geschrieben, was ich von den beiden Versionen im Vergleich halte...

Am 4.7.2020 um 17:20 schrieb khyal:

Was nun das Nano RTC betrifft, ist das Nano RTC mit zusaetzlichem Rollverschluss vorne ausgeruestet, wodurch Du Gepaeck in die Schlaeuche schieben kannst, dafuer ist es dadurch schwerer und natuerlich faengt sich an dem Rollverschluss vorne so aller moeglicher Kram, der im Wasser rum schwimmt.
Ueber das Thema ISS bzw Gepaeck in den Schlaeuchen, kann man sehr unterschiedliche Auffassungen haben, Sven vom PC-Store schwoert drauf (niedrigerer Gepaeckschwerpunkt), ich finde es sinnlos (habe es ja bei meinem Alligator Pro), wenn man was rausholt, ist praktisch die komplette Luft aus dem Boot und das Risiko von Beschaedigungen bei unsanften Felsberuehrungen steigt.

Was nun das Thema Alpha bzw Delta im Vergleich zum Nano betrifft...

Mit dem Nano SL & dem Anfibio Fly Paddel, hat man ein UL-Set, was zusammen inkl Blasesack 1390 bzw 1520 g (mit Sitz) wiegt und ein entsprechend kleines Packmass hat (das ist schon beeindruckend, wenn Du das Boot und das Paddel in den Haenden haelst).
In meinen Augen ist das aber kein Set, um z.B. bei Hybridtouren mitsamt Rucksack auf das Boot umzusteigen, um dann etliche Tage auf einem Fluss unterwegs zu sein, sondern eher was fuer Tagestouren fuer leichte Leute ohne viel Gepaeck auf ruhigem, aber fliessenden Wasser, oder z.B. um mal ein paar hundert m zu einer Insel mit Gepaeck rauszupaddeln, um dort zu uebernachten.

Der Unterschied im Material zu der Anfibio Apha-Sigma-Serie ist ca genauso gross wie zwischen denen und Deinem MRS Alligator.
Dazu kommt, dass bei der Alpha-Sigma Serie im Gegensatz zum Nano die Schlaeuche zusaetzlich vernaeht sind.

Die normalen Anfibios stecken Einiges an Grundberuehrung ohne Schaden weg, wie ich aus eigener Erfahrung mit dem Sigma weiss.
Mit dem Nano muss man da schon eine Ecke vorsichtiger umgehen.

Wenn ich nun Deinen Einsatzzweck lese :
"...erstens für Seen, zweitens fürs Trekking und drittens als Zweitboot wenn ich mal jemanden mitnehmen will auf Tagestouren..."
glaube ich, passt das Delta overall besser.
Damit ein Packraft vernuenftig laeuft und sich gut steuern laesst, solltest Du es nicht bis Anschlag beladen, sondern max ca 2/3, beim Nano hast Du dann 80 kg Zuladung, beim Delta 107 kg.
Nur mal zum Vergleich, Dein Alligator ist mit 140 kg angeben...also 93 kg.
Dazu kommt, dass das Nano mit 205 cm sehr kurz ist und keinen Kielsprung hat und sehr flach "geschnitten" ist.

Auf stehenden Gewaessern ist das Nano deutlich langsamer als das Delta, dazu kommt, dass Du das Delta mit hoeherem Luftdruck, als das Nano paddeln kannst, was den Steuer-Eigenschaften und in geringem Masse der Geschwindigkeit zugute kommt (natuerlich waere das Sigma aufgrund der groesseren Laenge noch etwas schneller).
Als Zweitboot, wenn jemand mitkommt...wenn derjenige kein eigenes Packraft hat, wird er vermutlich Newbie sein, willst Du Dir da jedesmal Sorgen machen, wenn derjenige am Ufer nicht rechtzeitig aussteigt ?
Was nun das Trekking betrifft, ok, da kommt es drauf an, was Du vor hast, wenn es wirklich ueberwiegend Trekking sein soll und mal abends ein bisschen auf einem See zu paddeln usw, tut es das Nano mit dem Fly Paddel voellig und wenn der See warm und ruhig ist, geht es fuer Einige auch ohne "Schwimmweste" (fuer mich nicht, ich trage fast immer eine, egal, wie warm, ruhig, flach usw es ist und ich kann vernuenftig Schwimmen / Tauchen), dann bist Du mit dem Nano mit 1,4-1,5 kg dabei, dazu kommen dann noch irgendwelche wasserfesten UL-Sandalen, Crocs o.A.

Wenn Du aber Hybridtouren erwaegst (Ist einfach absolut geil, habe ich letztes Jahr z.B. im spanischen Gebirge mit dem Sigma gemacht), dann brauchst Du schon eher einen Delta (oder wenn Du sehr gross / schwer bist und viele Lebensmittel bei hast, wegen grossem Resupply-Abstand auch evtl einen Sigma, nur mal als Anhaltspunkt, ich wiege deutlich > 100 kg, hatte noch fuer 10 Tage Lebensmittel und viel Elektronik bei, als ich auf den Fluss umgestiegen bin und gerade an den WW-Stellen (bis leichte 2) wusste ich das groessere Volumen des Sigma zu schaetzen.)

Wenn Du nun mal fuer Hybridtouren zusammenrechnest, ein Paddel mit vernuenftiger Blattgroesse und ausreichend stabil, wiegt 1-1.1 kg, die Buoy Boy Weste, je nach Groesse / Farbe 350-430 g, ein paar leichte Wasser-Sandalen o.A. 200-250 g, das sind zusammen 1,55 - 1,78 kg, nehmen wir mal 1,65 kg, das Nano wiegt mit Sitz und Blasesack 1,06 kg, das Delta 1,96 kg, macht zusammen 2,71 kontra 3,64 kg, dafuer hast Du dann ein Boot bei, mit dem Du auch bei etwas bewegterem Wasser zurecht kommst.

Klar ist jetzt, was die Wildwasser-Eignung betrifft, nicht mit Deinem Alligator vergleichbar (aber ich wuerde meinen Alligator Pro XXL auch ungerne auf eine Trekkingtour mitnehmen, wenn ich auch schon manchen km mit dem Teil am Rucksack gelaufen bin, das ist schon mit dem Rahmen und Paddelschuerze ein grosses Packmass) und auch die meisten offenen MRS Boote wie z.B. Adventure oder Ponto koennen u.A. aufgrund des Hecks mit viel Auftrieb besser Wildwasser ab, aber ich war schon baff in Spanien, was mit dem Sigma (und damit auch mit dem Delta) alles geht.

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Das nenne ich mal ne ausführliche Antwort, vielen Dank dir! Auch von nem Kumpel mit dem ich das Thema kürzlich erörtert habe (für den Land-Wasser im Vordergrund steht).

Vielleicht nochmal ein paar Details dazu, was ich mir unter reinem Trekking so vorstellen würde:

Du läufst 10-14 Tage durch Skandinavien / Schottland in voller Ausrüstung, komplett autark. Schlägst dein Zelt an einem wunderschönen See in Schottland auf, die Sonne scheint (Naja, theoretisch). Und statt den Abend nur am Wasser zu sitzen, gehst du halt noch ne Runde paddeln. Bzw. du überquerst einen See an den du tagsüber kommst, statt außen drum herum zu laufen. Sprich: Du willst die Flexibilität, auch mal eine Strecke auf dem Wasser zurückzulegen, ohne dass es im Vordergrund steht. Da macht so leicht wie möglich schon SInn: 800g - 1000g Boot + 500g Paddel. 1,5kg = Essen für 3 Tage. Und ruhige Seen gibt es ja sowohl in Skandinavien als auch in Schottland durchaus genügend.

Mal ein Beispiel, in einem Reisebericht den ich gelesen habe, hatte jemand das Alpha XC dabei + diverses Zubheör, war damit 2-3mal auf dem Wasser und dann die zweite Woche der Tour nicht mehr. Klar kommt er dann ins Grübeln in den letzten sieben Tagen, ob sich die 3kg extra wirklich gelohnt haben. Das sorgt dann potentiell für Zweifel, Ärger und Frust.

Für richtige Land-Wasser Touren und Flexibilität beim Mitnehmen einer unerfahrenen Person stimme ich dir zu, dann lieber die normale reihe.

Auch sobald auch ruhige Flüsschen mit Schilf und möglichen Grundberührungen dazukommen ärgert man sich womöglich, warum man nicht das robustere sondern ein Boot genommen hat wo man sich Sorgen machen muss.

-

Bleibt die Frage, ob man nicht Nano und Alpha – von der Länge her nehmen die sich nicht viel ((205cm vs. 210cm), nur die Bauform ist etwas anders – schon eher in eine Kategorie packen muss und das Delta/Sigma (234/260cm) in die andere. es dürfte gelten: Länge läuft. Mit anderen Worten: Verläuft die Grenze beim Fahrerhalten zwischen dem Nano und Alpha/Delta/Sigma oder verläuft sie nicht vielmehr zwischen Nano/Alpha und Delta/Sigma. Denn wenn man sich sagt: "Wenn schon Alpha, dann lieber gleich Delta" dann ist man am Ende eben doch plötzlich wieder bei 800g /1000g oder 1800g (bzw. 1,5kg / 2,3kg mit Paddel) Und bei 2,3kg biin ich mir nicht mehr sicher, ob man da noch ist bei "Nehme ich mal eben fürs Trekking doch mit, wenn ich es wenig benutze stört es mich nicht.

(WENN man dagegen sagt, die 800g mehr nehme ich in Kauf, trainiere einfach vorher bissel mehr, dann ist man mit Delta etc. natürlich insgesamt viel flexibler wie du schreibst und kann insbesondere auch Land-Wasser Touren machen bzw. hat ein robustes Zweitboot. Aber der Gewichtsunterschied ist halt schon da).

Hattest du mal den Direktvergleich der Boote Live und kannst ne Einschätzung zur Frage abgeben, wo die Trennlinie beim Fahrverhalten verläuft?

 

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  • 2 Wochen später...
  • 1 Monat später...

Hallo zusammen,

leider bin ich vor Kurzem auf das Thema Packraft gestoßen (wieder ein Hobby mehr, das Zeit und Geld kostet und mit dem meine Frau nix anfangen kann:-D). Hauptsächlich würde ich damit gerne bei mir in Bayern mit dem Rad zu einem Fluß fahren, mit dem Packraft ein Stück paddeln und dann mit dem Rad wieder heim. Ausgedehnte Mehrtagestouren erst mal nicht, außer es findet sich ein passender Mitstreiter.

Paddelerfahrung hab ich bis jetzt noch keine, würde aber schon gerne mal auch leichteres Wildwasser befahren, aber die Skills werden sich schon mit der Zeit steigern.

Wenn es außerdem noch geeignet wäre um ab und zu mit meiner Frau eine kleine Runde auf einem See oder ruhigeren Fluß zu drehen wäre das natürlich optimal, ist aber eher zweitranging.

Da ich jetzt schon viel gelesen habe kommen dafür vor allem das MRS Adventure oder das Anfibio Sigma(Delta?) in Frage. Bei Frontier vielleicht das CW-270, aber dazu, und z.B. zu Hikanoe, hab ich bisher nicht viele Info´s gefunden. Bei Hikanoe finde ich nur eine Seite, auf der man ein Boot ausleihen kann und bei Frontier/Audac nur eine schlecht übersetzte chinesische Seite. Den Anbieter aus Kirchheim bei München hab ich leider nicht gefunden. Für das Anfibio spricht vor allem der Preis und daß es anscheinend ein wenig handlicher ist, für das MRS die Robustheit, die Geschwindigkeit und daß es besser für Wildwasser geeignet ist.

Da ich es jetzt nicht so ganz eilig habe und auch ein Gebrauchtkauf in Frage kommt beobachte ich auch die einschlägigen Kleinanzeigen.

Nun die Frage an die Experten: Liege ich richtig mit meiner Auswahl und kann mir jemand noch was zu den anderen Herstellern sagen oder gibt es noch andere Empfehlungen die ich nicht auf dem Schirm habe?

Viele Grüße

Albo

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    • Von Herr Froschler
      Im Prinzip gibt es zwei Methoden ein Schlauchboot zu bauen:
      - man baut sich eine luftdichte Hülle aus stabilem Material (TPU Gewebe, PVC Gewebe, Gummi-Gewebe). Beispiele sind Packrafts, Beiboote aus PVC Plane. 
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      PE Schlauchfolie gibts auf ebay bis 80cm Breite (D=51cm) und bis 0,2mm Dicke. 
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      Falls jemand hier schon mal was ähnliches probiert hat oder was beitragen kann, bitte schreiben.
       
    • Von skullmonkey
      Ich bin im Juli 2020 alleine erst durch den Lemmenjoki National Park gewandert und danach 80 km mit dem Packraft - nem Anfibio Rebel 2K - erst ein kurzes Stück den Repojoki und dann den Ivalojoki runtergepaddelt. Erstmal ein Video für diejenigen die gerne in Ruhe sowas sehen, aber es folgen auch noch Text, Tips und Fotos =) 
      Der Ivalojoki verläuft durch die Hammastunturi Wildnis, ein Goldgräber Gebiet, in dem auch heute noch nach Gold gesucht wird. Neben dem Ivalojoki sieht man aber wenig davon, das findet mehr an den kleinen Flüsschen rechts und links statt. Das schöne am Ivalojoki ist das er nicht sehr schwierig ist, was Ihn auch für Anfänger sehr geeignet macht. Auch der Repojoki, an dem ich rein bin, ist einfach.

      Wer nicht auf Mücken und Bremsen steht, nimmt am Besten auch ein Mückennetz für den Kopf mit  
       

      Am ersten Tag paddeln auf dem Ivalojoki habe ich knapp 28 km zurückgelegt, und einen absolut HERRLICHEN Campingplatz gefunden, auf einer Sandbank, in einem Kieferwald. Es gab schon einige Feuerstellen und auch trockenes, totes Holz lag bereit - da habe ich mich natürlich nicht lange bitten lassen, und ein Feuer gemacht!

      Am zweiten Tag auf dem Fluss bin ich dann recht bald an Kuttura vorbeigekommen - das ist der Ort an dem 95% aller Paddler reingehen. Wer mag kann recht einfach von Saariselkä aus durch die Hammastunturi Wildnis bis Kuttura oder Ivalojoen Kultala wandern und dann anfangen zu paddeln, oder bei Polar Creek schauen ob Sie einen von Ivalo/ Saariselkä aus nach Kuttura mitnehmen. Wer eher auf Kajaks und Kanus steht, kann die da auch ausleihen.
      Auf der Outdoors.fi Webseite gibt es eine sehr gute Flussbeschreibung der Strecke, alle Stromschnellen sind ausführlich beschrieben und ich habe mir das ganze aufs iPhone in die Notes App kopiert, um es auch offline lesen zu können. Passend dazu ist ein Blick auf den Wasserstand hier. 
       Die Flussbeschreibung hat empfohlen sich Saarnaköngäs anzusehen, und da habe ich diesen kleinen Kollegen getroffen. 

      Ich habe mir Saarnaköngäs gut angesehen, und dann war die Stromschnelle auch einfach zu fahren (ich schreibe dies aus der Perspektive von jemanden der 10 Jahre Paddelerfahrung hat, da ich alleine unterwegs war war ich aber recht vorsichtig - trotzdem denke ich das auch Anfänger die Stromschnelle sicher fahren können). 

      Es gab einige schöne, einfache Stromschnellen, aber ich war auch relativ happy als es langsam gen Ivalojoen Kultala ging. Korhosenkoski, kurz vor dem Ziel, hat mir dann bei der letzten Welle den Schoss voll mit Wasser gemacht - Beine anwinkeln und Problem gelöst  Das war der einzige "Kritische" Augenblick, aber alles gut. Und dann sah ich auch schon die Hängebrücke. 
       

      Die Saunakoski Stromschnelle darunter wurde vorbildlich gemeistert, und dann ging es an Land. Die Hängebrücke war (ist?) unter Reparatur, und so war ich ganz alleine im Ivalojoen Kultala Museum Dörfchen. Das ist echt ein herrlicher Platz, und da ich ganz alleine war habe ich in der Hütte geschlafen. Auf der anderen Seite des Ufers war eine junge Frau mit Ihren beiden Hunden am campen, das waren die einzigste Person die ich den ganzen Tag gesehen habe.
      Am nächsten Tag ging es bei herrlichstem Sonnenschein und Temperaturen nahe der 30°C weiter. Bei den Ritakoski Stromschnellen + Hütten habe ich ne Pause gemacht und die ersten Angler gesehen, und dann ging es weiter. Nach Ritakoski wird es eher "langweilig" da der Fluss breiter und ruhiger wird, und es nur noch einige kleine Stromschnellen gibt. Es gab aber einen enormen Zuwachs an Mücken und Bremsen je weiter ich den Fluss runtergepaddelt bin. 

      Es gab wieder einige herrliche Sandbänke, und sogar vom Packraft aus habe ich Pfade und Feuerringe gesehen. Aber ich wollte noch ein Stück weiter. Ich hatte gedacht bei der Louhioja Hütte zu übernachten - doch da traf ich jedoch die ersten Paddler. Ne Gruppe von sechs freundlichen Finnen waren schon in der Hütte, und auch waren die Mücken hier so zahlreich das ich dann doch noch weiter bin. 
      Kurz darauf habe ich eine herrliche Sandbank angefahren und erklommen, aber das war eine wahre Mückenhölle da ein kleiner See neban an war. Also wieder weiter. 

      Am Ende habe ich auf einer Kiesinsel mein Camp aufgebaut. Das habe ich oft bei Japanischen Wanderern gesehen, und wollte es mal selbst ausprobieren. Und was soll ich sagen? Es war gemütlich und ich habe sehr komfortabel geschlafen (im Video oben sieht man recht ausführlich wie ich alles aufgebaut habe, fängt so ab Minute 21:30 an). Leider wurden es auch immer mehr Mücken, die mich gefunden haben, und so bin ich dann in den bivy und quilt geschlüpft und bin gut eingeschlafen (bin kurz nach Mitternacht von nem Motorboot kurz aufgeweckt worden - ein paar Angler waren noch zu später Stunde unterwegs). 
      Am nächsten Tag lagen dann noch knapp 9 km paddeln vor mir, und mit Toloskoski die zweite Stromschnelle die man sich ansehen sollte laut Flussbeschreibung. Habe ich gemacht, bin fast von den Mücken aufgesaugt worden, bin schnell wieder zurück und dann einfach runtergefahren. Den die Sache ist, den unteren Teil der Stromschnelle kann man eh nicht von oben sehen, und das war der wildere Teil. Da das Wasser relativ niedrig war bin ich am letzten Stein kurz aufgesessen, konnte mich aber im Nu befreien und bin dann fröhlich weitergepaddelt. 

      Und paddeln muss man nun. Nach Tolosjoki wird der Fluss ruhig und breit, Sommerhäuser und Felder säumen das Ufer. Ich bin dann bei Tolonen (kurz oberhalb der Lappispola Stromschnelle) raus, und bin recht einfach & schnell bis nach Ivalo per Anhalter mitgenommen worden. 
      Im Fazit kann ich den Ivalojoki fürs Packraften sehr empfehlen. Man kann die Strecke nach oben und unten hinaus beliebig verlängern, ich denke ich bin den für mich am schönsten und besten Abschnitt gefahren, mit den meisten Stromschnellen, tollen Möglichkeiten zum wild campen und auch interessanten historischen Plätzen mit Ritakoski und Ivalojoen Kultala. Wer schon einen WW Kurs gemacht hat und gerne im Norden mehr Erfahrung sammeln möchte, ist hier richtig. Aber am Besten mit mindestens einer weiteren Person paddeln gehen, und nicht so wie ich alleine  
      Kurz zur Ausrüstung: Ich hatte das Anfibio Rebel 2K mit den TubeBags, das war fantastisch da nix vorne aufm Packraft war - da war nur der DeckPack. Ich bin mit dem Anfibio Wave Paddel gepaddelt, da das auch perfekt als "Zeltstange" für mein MLD TrailStar funktioniert hat. Getragen habe ich alles im Lemmenjoki National Park in dem HMG SouthWest 3400 Rucksack - ich hatte nämlich Essen für 9 Tage dabei, da ich dachte das paddeln würde langsamer gehen. Realistisch kann man in zwei Tagen von Kuttura nach Tolonen paddeln, das sind knapp 50 km, ohne viel Anstrengung. Erheblich langsamer, mit Pausentagen und kleinen Wanderungen, geht natürlich auch! Und wer von Saariselkä aus reinwandert und bis Ivalo paddelt, ist locker ne Woche unterwegs.
      Zeitlich wurde mir vor Mittsommer und der Herbst empfohlen: Dann gibt es wenig oder gar keine Mücken, und das Wasser ist höher. Wer also jetzt im Herbst noch nach einer Tour sucht  ! 
    • Von Herr Froschler
      Hier noch ein paar Updates zu dem PVC Boot, das ich kürzlich vorgestellt habe.
      - Auslegung der umlaufenden Längsnaht: Aus Faulheit nehme ich gerne eine Handpumpe zum Aufpumpen. Das hat jetzt einmal zum Aufreissen der umlaufenden Längsnaht geführt. Kein Problem, hab ich wieder geklebt. Wahrscheinlich werde mittelfristig die Naht öffnen und Seamstrips einkleben um die Scherkräfte abzuleiten.
      - Wasserlage: Auf dem Bild am Poolrand sieht man sehr schön dass das Raft eine ungewöhnliche Form vgl mit einem Alpacka Klon hat. Da Heck und Bug recht voluminös ausgeführt sind wird die Sektion in der Mitte stark verformt, was zu den seitlichen Knicken führt. 
      Im Wasser liegt das Raft hauptsächlich auf Bug und Heck auf. Mit Passagier sinkt dann das Heck leicht ab, der Bug steigt aber nicht auf. Mein Eindruck ist dass das Raft besser Manövrierbar (weniger anspricht) ist als das Vergleichs Raft möglicherweise weil es auf Bug, mittlerem Teil und Heck aufliegt, anstelle von Heck und mittlerem Schlauch. 
      Um die potentiellen Selbstlenzeigenschaften zu ergründen hab ich dann hinten und vorne jeweils ein Loch in den Boden geschnitten.

       
      Das Resultat lässt sich anhand des Bildes mit dem Paddler vorhersagen: Wasser dringt hauptsächlich hinten ein und man sitzt mit dem Hintern in einer Pfütze. Liesse sich durch ein höheres Kissen etwas minimieren. Im Prinzip halt so wie es für die normalen Packrafts beschrieben wird. Für Einsätze ausserhalb von Wildwasser bringt mir das nichts, deshalb kleb ich die Löcher wieder zu.
      Im Urlaub war ich mit dem anderen Packraft am Meer. Beim Wave Surfen mit ein Meter hohen Wellen läuft das Boot relativ schnell voll. Da man da eh durchnässt ist, spielt der nasse Hintern dabei keine Rolle und die Löcher würden echten Mehrwert bringen. 
       
       
       
    • Von cergol
      Packraften wird nun auch im Spiegel vorgestellt.
    • Von Herr Froschler
      Bevor ich mich in die Sommerpause verabschiede, hier noch schnell ein paar Fotos und Infos zu einem Rucksackboot das ich übers WE zusammengefroschelt habe. 
      Mein Ziel war:
      - einen neuen Klebstoff (Variotex GT-30) zu erproben
      - ein einfachres Design als einen Alpacka Klon zu erproben. Im Prinzip ist das hier ein dreiteiliges Badeboot Design aus Bodenplatte, Deckenplatte und Wanne. Während des Baus hab ich dann gesehen das barbarix vor Jahren was ähnliches im Forum schon vorgestellt hat.
      Diese Konstruktion lässt sich durch einziehen eines Zwischenbodens zu einem Selbstlenzer erweitern. Schaun wer mal ob ich soweit komme.
      Seit ich ein diypackraft.com Packraft zusammengebügelt habe habe ich mich entschieden in Zukunft nur noch zu kleben. Weil es vernünftiges TPU zur Zeit aber nur aus Kanada gibt froschle ich mit PVC Plane, ist zwar nicht UL, aber das Material ist leicht verfügbar, kostet fast nichts und mit 3-4 kg ist ein Packi aus 500g/qm bis 650 g/qm plane uneingeschränkt bikerafting tauglich. Gibt auch 260 g/qm Plane als Zeltboden bei ESVO, leichteres Material kenne ich nicht.
      PVC Plane kann mit folgenden Klebern geklebt werden:
      - Quellschweisskleber/Diffusionskleber, das ist nichts anderes als um die 20% PVC Pulver in polaren Lösemitteln (THF, Ester, Ketone). Löst das PVC auf beiden Seiten und verschweisst das Material sozusagen kalt. Wenn richtig ausgeführt reisst höchstens das PVC von Gewebe ab, von Hand schaff ich das allerdings nicht. Der Nachteil ist der unangenehme Geruch und das langsame Abdunsten. Der Kleber klebt anfangs nicht, die zu verklebenden Stellen müssen also für eine Zeit fixiert werded. Hab mir damit einen Alpacka Klon gebaut, werde ich aber nicht wiederholen.
      - Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Bostik PU 520 gemacht einem 2K PU Kontakt Kleber für Schlauchboote. Kann mit oder ohne Härter verwendet werden. Klebt PVC, PU oder TPU, ist hochflexibel. Kann auch zum Dichten verwendet werden, der Kleber ist allerdings relativ flüssig engestellt. Als Kontakt kleber ist für mich  auf einfache Anwendungen wie das Anbringen von D Ringen oder das Einkleben von Ventilen beschränkt. Wüsste nicht wie ich damit eine 5 m Nacht realisieren könnte.
      - Und hier mein Favorit: Variotex verkauft einen 2K PU Kontaktkleber (Universalklebstoff GT-30), der thermoaktivierbar ist. Die beiden Seiten sind nach ablüften klebefrei. Nach kurzem Anwärmen mit Föhn oder Bügeleisen zieht der Kleber an, Das erlaubt ein sauberes, schnelles und sehr präzises Arbeiten. Der Kleber kann zwar auch ohne Härter verwendet werden, aber aufgrund der Kräfte die im Schlauchboot walten habe ich den nur mit Härter benutzt. Wer die Sicherheitsbestimmungen des Härters nicht beachtet ist selber schuld. 
      Wie bin ich vorgegangen? 
      Als erstes mit Hilfe der PAD Technologie (Paper Aided Design) in nächtelanger Arbeit einen 1:10 Prototypen erstellt.

      Sah gut aus, hab ich dann aus PVC Plane 1:1 ausgeschnitten und zusammengeklebt. Die Masse hab ich so gewählt dass ich alles auf dem Reststück Plane gepasst hat.
      Die Verbindung der Bodenwanne zu den beiden Platten habe ich mit zahlreichen grosszügig ausgelegten "Seamstrips" (innen und aussen) realisiert. Die Aussennaht wollte ich aus Bequemlichkeit mit einer langen flachen Klebenaht realisieren. Da ich mir nicht sicher war ob das geht habe ich mir halber Wege einen Prüfkörber zusammengefroschelt und hart aufgpepumpt. Prüfung bestanden!

      Als Ventile verwende ich auschliesslich die Oberteile von Pet Flaschen, eins zum Aufblasen, eins zum Luft ablassen. Boston Ventile sind
      meiner Meinung unnötiges Gewicht
      Ergebnisse:
      - Der Variotex Kleber ist der Hammer. Funktioniert wie beschrieben. Die Klebenähte sind wie verschweißt. 
      Mein Fernziel ist ein Rucksackboot das konstruktiv Lecks minimiert. Deshalb habe ich die Seamstrips nicht von innen gedichtet um zu sehen ob der Kleber das reißt. Hat leider nicht ganz hin gehauen, die Randnaht scheint dicht zu sein, aber die Wanne produziert einen schönen Ring von kleinen Lecks, sowohl unten als oben. Das Boot ist durchaus verwendbar, so wie es ist, man muss halt regelmässig etwas Nachblasen. Mal sehen ob ich einen Weg finde die Lecks von außen zu dichten.
      - Das Design ist für ein relativ steifes Material (500g/qm PPC plane) wie ich es hier verarbeitet habe nicht optimal geeignet da sich prägnante Falten ausbilden, besonders bei niederem Druck. Ob das irgendwelche Konsequenzen auf Leckageneigung oder Lebensdauer hat weiß ich nicht
      - Durch voluminös ausgeführtes Heck und Bug braucht es etwas Zeit zum Aufblasen. Man hat dafür aber auch Auftrieb ohne Ende und genug Platz sein Fahrrad etc drauf zupacken.
      - Fahreigenschaften: Fragt mich nach dem Sommer.
      - Gewicht: 3,1 kg, Aufgeblasen: Länge  ca 230 cm, Breite ca 85 cm, Wanne 120x40cm. Flach: 268 x 114, Höhe des Wannensegmentes 22 cm, die zentralen Rohre habe somit einen Umfang von 33+22+33=88 cm, kann man sich leicht merken
      - Material: 20 Euro PVC Plane vom eBay. Kleber 500g GT-30, und etwas Härter
      Hier noch ein Paar Bilder, weil es regnet aus dem Treppenhaus. 
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