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Ultraleicht Trekking

Premiere: 2Tage-Mountainbike-Tour


Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

ich bin ja neu hier und habe es bei der Vorstellung schon angekündigt:

Ich bin dabei, mich samt MTB richtig langstreckentauglich zu bekommen. Langfristiges Ziel ist es, mehrtägige Reisen ohne explizite Unterkunft unternehmen (und vom Gewicht her (er)tragen) zu können, kurzfristig backe ich erst einmal kleinere Brötchen, losgehen soll es mit einer Zweitagestour quer durch BW mit Übernachtung in einer JuHe. Der erste Tag von Karlsruhe über den Schwarzwald bis irgendwo auf die Schwäbische Alb (Sonnenbühl oder Bad Urach), der zweite dann die restliche Alb hinunter, durch Oberschwaben bis runter nach Ravensburg.

Das grundsätzliche Problem ist in erster Linie: Du fährst ja mit gebeugtem Rücken, er ist nicht aufrecht wie etwa beim Laufen. Dazu kommen nochmals gesteigerte Anforderungen an die Agilität (gerade bei Abfahrten) sowie die deutlich höhere Belastung bei Anstiegen, da man idR schneller aufsteigt als zu Fuß und die benötigte Leistung (aus den Beinen) ist ja das Produkt aus (Gewichts-)Kraft und (Aufstiegs-)geschwindigkeit.

Generell sehe ich mich auch noch der Tatsache gegenüber, dass meine Anforderungen ans Gepäck etwas abweichen bzw. über Strecken nicht variabel sind, so zum Beispiel:

  • [*:3vnoce50]Schuhe sind im wahrsten Sinne des Wortes fix - Systemschuhe passend zum Clickpedal[*:3vnoce50]Licht ist ein (verhältnismäßig schwerer) Fahrradscheinwerfer, der aber halt sein muss, da er zur Not auch den Weg leuchten sollte. Dazu noch ein Rücklicht...[*:3vnoce50]Werkzeug ist klar umfangreicher: Reifenpannen sind halt nicht auszuschließen, Ketten- oder Bowdenzugrisse auch nicht und sonst glaubt ihr auch nicht, was unterwegs alles schon mal den Geist aufgegeben hat. Und dann hieße es ohne Werkzeug schieben[*:3vnoce50]Dann muss ein Schloss mit, und Diebstahlschutz bedeutet Material bedeutet Gewicht. Ist halt in unserer Gesellschaft leider so.

Trotzdem hab ich auch Vorteile:
  • [*:3vnoce50]Der Scheinwerfer kann unterwegs am Lenker bleiben, entlastet wenigstens den Rücken.[*:3vnoce50]Trinken wandert an den Rahmen, selber Vorteil[*:3vnoce50]ich kann noch unter dem Sattel Kleinzeug in einer Tasche deponieren, geht auch nicht mehr auf den Rücken.[*:3vnoce50]Mit dem Rad bin ich insofern mobiler, als dass ich einfach einkaufen kann: Die ebenen 5km vom Schlafplatz zum nächsten Ort sind zu Fuß halt fast zwei Stunden hin und zurück, mitm Rad ne halbe Stunde gemütliches Rollen.

Nun ist es ja so, dass ich schon Mehrtageswanderungen in den Alpen (Lechtaler Alpen, Prättigau, Engadin,...) gemacht habe. Da habe ich auf mein Kreuz vertraut, ordentlich aufgeladen und nachher für fünf Tage oder so fast 20kg durch die Gegend geschleppt - ging auch, hätte im Nachhinein aber angenehmer sein können. Warum ich das erzähle? Ich kann es mir außerdem als Student eher nicht leisten, beim nonplusultra der UL-Ausstattung einzusteigen, also seid gnädig... ;)

Die erste Tour verstehe ich auch irgendwo als "Testlauf", deswegen erst mal "nur" zwei Tage und Unterkunft - wenn ich mich im Gewicht verschätze, was unnötiges mitschleppe oder ein Ausrüstungsgegenstand nicht funktioniert, hält man das idR zwei Tage aus, und wenn nicht, dann ist die Zivilisation nie fern. Hoffen wirs mal nicht.

Kondition, falls sich da jemand fragt ist ausreichend, ich bin fit. ;)

So, jetzt hab ich einfach mal aus dem Nähkästchen geplaudert, und ihr merkt vielleicht, dass ich nicht weiß, wo anfangen. Was würdet ihr denn so einpacken, welche Art von Kleidung (dazu noch als Info: ich hab schon Anfang März für diese Aktion angesetzt...), was für weitere Gegenstände?

Ich bin momentan über jeden Input froh!

Viele Grüße und Danke, wenn ihr den Roman so weit mitgelesen habt,

Raph

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Ich bin auch schon mehrer kleinerer Touren gefahren und außer selbstklebende Flicken, einer Pumpe, ein Kettenschloss + Kettenöffner, habe ich fürs Bike ansich wenig mit genommen. Das hängt einfach damit zusammen, dass wenn tatsächlich mal was passiert du die Tour eh abbrechen solltest und dich nicht weiter quälen solltest. Prinzipiell ist das Kettenschloss und der Kettenöffner eigentlich auch überflüssig. Als Werkzeug habe ich einen Lethermanreplikat mit Biteinsätzen mitgenommen, da bei mir alles Sechskantschrauben durch Imbus ersetzt wurden. Wenn dein Bike gut gewartet ist, die Kette gut geschmiert und auch die Ritzel in Ordnung ist, solltest du dir ja eigentlich eher weniger Sorgen darum machen.

Bodenzüge für die Schaltung oder für die Bremsen eigentlich?

Das ist mal meine Meihnung zur Fahrradausrüstung. Ein Ultraleichtes Kettenschloss habe ich oft einen dicken Stahldraht genommen mit keine Ahnung wie vielen Litzen, mit 2 Schlaufen die mir ein Bekannter zusammengepresst hat, gibts mittlerweile auch zu kaufen, das gleiche Ding verwende ich auch für meine Ski mit nem guten Abusschloss. Wenn du eh in der Jugendherberge schlafen möchtest, erkunde dich doch erstmal ob es einen Fahrradkeller gibt, dann hast du ein Problem weniger.

Für die weiteren Sachen kann ich dir nur den Tipp geben, schau dir mal ein paar blogs an, und schau dir allgemein die Ausrüstung der Leute an, Tarp, Schlafsack, Rucksack.

So pauschal denke ich ist es schwer dir eine Ausrüstung zusammen zu stellen.

Den keiner weiß überhaupt, wie viel Geld du ausgeben möchtest was du schon alles hast und welche Erfahrung du mit bringst.

Vor kurzem habe ich hier was interessantes gelesen, und zwar für Rennradtouren besteht die leichteste Ausrüstung aus einer Zahnbürste und einer Kreditkarte.

Bekannte von mir sind so bis nach Frankreich gefahren gute 1000km mit nem kleinen Rucksack auf dem Rücken.

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Kein Roman, lediglich eine ausführliche Schilderung deines Vorhabens, Raph :- )

Wie von mir im Vorstellungsthread schon angesprochen, sollte überflüssiges Gewicht vom Rücken ans Bike wandern. Beim Biken ist die Gewichtung etwas anders. Fährt man Trail, will man beweglich und flexibel auf dem Bike bleiben und keinen schweren Pack noch mit bewegen wollen. Wiederum läßt sich ein zu schweres Bike träge durchs Gelände bewegen und nicht so leicht durch den Singletrail drücken. Gerade in engen Serpentinen leidet die Agilität.

Hier mal mein Bike am zweiten Tag des Trans-Alps: Werkzeug, Ersatzteile am Sattel/Stütze, Riegel/ gels in der Rahmentasche.

p1060902ja1i.jpg

Also man muß den Spagat der Gewichtverteilung zwischen Bike und Rucksack für sich selbst herausfinden. Zudem ist die Stabilität des Rucksacks und der Bekleidung hier etwas mehr gefordert, wie beim Wandern, da man doch mal an einen Dornenbusch am am Singletrail rauscht ohne wirklich dafür vorbereitet zu sein. Gerade auf neuen Touren kennt man die Vegetation nicht und es geht beim Biken um einiges schneller zu.

Naja, das weißt du ja selber.

Daher sind der Rucksack (Deuter TA 35) stabil und praktisch unterteilt, somit etwas schwerer ausgelegt. Da bin ich auch etwas aldmodisch und fahre nun schon fast 20Jahre die diversen Modelle von Deuter, auch wenn es keine UL-Marke ist. In dem Fall zählt für mich absolut die Stabilität, da leider auch schon diverse Stürze hatte, selbst bei Bike-Marathons, wo Geschwindigkeiten bis /0kmh keine Seltenheit sind. Das nur am Rande.

Hier mal meine Packliste. Allerdings war ich Anfang 2010 noch nicht wirklich so fortgeschritten in der UL-Materie und hätte jetzt wahrscheinlich einiges an Gear ausgetauscht oder weggelassen.

Ausrüstungsgegenstand/Gewicht

Rucksack 1205

1 Rucksack Deuter TA 35 incl.Regenhülle 1205

Schlafen 395

1 Packbeutel StS Ultra-Sil Dry Sack 8L 30

1 Oberteil Lonsleeve Baumwolle 280

1 Short Baumwolle 85

Hygiene 300

1 Kulturbeutel Tatonka Dodger Bag 25g 200

1 Handtuch MSR Packtowl Ultralight 30

1 Klopapier 1 kleine Rolle 70

Bekleidung 3750

1 Radhose PROTECTIVE VENACO 325

1 Bikeshort MAINSTREAM Back Country 375

1 RAINLEGS Oberschenkel und Knieschutz 140

1 Hose lang Montane Featherlite Pant 130

1 Shirt 2x Vaude o. Meru (Speedstuff) 175

1 Slip Microfaser 50

1 Socken 2x ProFeet COLOUR FEET 35

1 Schuhe NORTHWAVE ? 1245

1 Latschen Crocs 100

1 Pulli lang Powerstretch (Warmpeace) 345

1 U-Hose Powerstretch LoweAlpine 225

1 Regenjacke GoreBikeWare Paclite 335

1 Kapuze GoreBikeWare 65

1 Weste GoreBikeWare Windstopper 170

1 Fleecemütze Meru 30

1 Buff 40

1 Handschuhe ROECKEL Langfinger 100

Sonstiges 1380

1 Reparaturset 100

1 Erste Hilfe Set 100

1 Kamera Panasonic Lumix DMC-LZ1 235

1 Batterie/Accu 4 Stck.in Box 120

1 Navigation Garmin Etrex Vista HCx 170

1 Karten 400

1 Handy Nokia 6230 100

1 Lampe MYOG Photon 15

1 Brille Rudy Projekt Rydon 40

1 Kleinkram Geld, Ausweis, Ladegerät USB etc. 100

Verbrauch 1200

1 Riegel/Gels 7Tage 1000

0 Wasserflasche LAKEN 0,75L 200

1 Faltflasche Platypus 1L 35

Gewicht am Körper: 2.345

Gewicht Verbrauch: 1.200

Rucksackgewicht: 5.600

Kann sein, daß die Gewichtszusammenfassung nicht mehr 100%ig stimmt, aber zum allemeinen Verständniss sicherlich ausreichend.

Wie schon erwähnt, gehts sicher leichter, aber ich habe mir auch den Luxus gegönnt nach bis zu 70km/Tag und 10h im Sattel, in angenehmer Baumwolle zu schlafen. Wahrscheinlich würde ich jetzt darauf verzichten und locker die Hälfte an Gewicht einsparen.

Grundsätzlich braucht man bei Pensionsübernachtungen keine zweite Popohose (Hose mit Einsatz), Bikeshirt und Socken, da man dies alles am Abend waschen kann. Hatte trotzdem noch ein zweites Bikeshirt und Paar Socken dabei, welche ich nach dem Duschen mit dem Featherlite Pant, dem Powerstretch und den Crocs getragen. Die Crocs waren eine Wohltat für die Füße nach jedem Tag. Auch das Inlett ist beim UL-Trekking unnötig, war aber angenehmer in den, teilweise ziemlich schmuddelligen, Pensionen zu schlafen.

Das waren nur Beispiele, aber mehr Ausrüstung - ehr weniger (Gewicht!) - würde ich bei solchen Touren mit fester Übernachtung nicht mehr mitnehmen wollen. Läßt sich eigentlich auf jede Tour zwischen spätem Frühjahr und frühem Herbst in Mitteleuropa übertragen, also auch im BW ;- )

Ersatzteile, Werkzeug und das Bike an sich sind wieder eine separate Geschichte oder wolltest du dazu auch einen Output?

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Das tragen Sie: Gewicht:

Helm 280 g

Helm-Unterziehtuch (Bandana) 18 g

Brille 25 g

Funktionsunterhemd 88 g

Trikot 148 g

Bike-Hose 180 g

Lange Bike-Handschuhe 62 g

Socken 42 g

Schuhe 1320 g

Das nehmen Sie mit: Bekleidung Gewicht:

2 x Unterhosen 145 g

2 x Socken 98 g

1 x T-Shirt 170 g

1 x Trikot 150 g

Beinlinge 125 g

Armlinge 70 g

Regenjacke 290 g

Kurze Regenhose 198 g

Leichten Pulli (Fleece) 257 g

Leichte Outdoor-Hose 170 g

Mütze 55 g

Ausrüstung: Gewicht:

Rucksack 30–40 l 1205 g

2 Trinkflaschen (1 am Bike) 1620 g

Stirnlampe 77 g

Hüttenschlafsack 365 g

Plastiktüte 15 g

Geld, EC-Karte, Ausweis 13 g

Landkarten, Wegbeschreibung* 220 g

GPS* *

Erste Hilfe* (Medikamente, Pflaster, Verbandszeug, Desinfektionsmittel,

Schmerzmittel; evtl. Komplettset) 200 g

Handy 95 g

Fotoapparat* 230 g

Schloss* *

Werkzeug: Gewicht:

Ersatzbremsbeläge 35 g

2 Ersatzspeichen 14 g

2 Ersatzschläuche 390 g

2 Kettennietstifte 2 g

Minitool 170 g

Kettenöl* 50 g

Gerbertool* 205 g

Luftpumpe* 150 g

Dämpferpumpe** 185 g

Flickzeug* 20 g

Klebeband* 28 g

Kabelbinder* 2 g

2 Schalt-/Bremszüge* 41 g

Toilettenartikel: Gewicht:

Papiertaschentücher 18 g

Ohropax (gegen Schnarcher) 5 g

Dusch/Haarshampoo (abgefüllt!) 50 g

Zahnbürste 23 g

2 x Mini-Zahnpasta 30 g

Outdoor-Handtuch Kunstfaser 57 g

Sonnencreme 45 g

Essen: Gewicht:

Müsli-/Energieriegel 250 g

2 Power-Gels 53 g

Mineraltabletten 148 g

Tagesverpflegung (individuell)

*ein Mal pro Gruppe

**verzichtbar

;)

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Hey,

danke schon mal für die Antworten, vor allem auf die Packlisten, das sind tolle Anhaltspunke!

Ich hoffe, dass ich nun auf alle wesentlichen Punkte eingehe und nichts vergesse...

@Mathias: Das mitm Abbrechen sehe ich anders. Zum einen ist das nicht meine Art ;), zum anderen gibt es so viele Defekte, die man unterwegs ausreichend bis komplett geflickt bekommt, sofern man nur das richtige Material dabei hat. Ein spontan mir einfallendes Beispiel ist ein gerissener Schaltzug (die meinte ich mit den Zügen auch, Bremse ist bei mir hydraulisch).

Stahldraht ist mMn, egal wie dick, als Fahrradschloss nicht sicher, bekommst du mit einer Blechschere o.ä. immer schnell und unauffällig auf.

@nitro: Da ich ja lange Strecken (bis 130km) täglich fahre, muss der Trailanteil wohl leiden :(. Dennoch möchte ich das Rad schon agil halten, da ich ja wie gesagt das ganze auch als Vorbereitung für die "bösen" Touren dann sehe. Auch deswegen hat ein großer Framebag keinen Wert, sorry @Basti...

Für den zweiten Tag ist das Bike aber noch sehr sauber! ;)

Des weiteren Danke für die Statements mit der Stabilität des Equipments - ich machte mir schon Gedanken wegen meinem Vaude Tegna. Bin zwar mit dem hochzufrieden, aber er wiegt halt doch 740g. Dann bleibt der doch erst mal. :)

Zur gepolsterten Hose: Ich habe letzte Saison damit begonnen, ohne Polster zu fahren - man gewöhnt sich daran. Für Touren bis 60km war's nie ein Problem, aber bei so was werde ich die wieder ausgraben.

Ersatzteile an sich sind eigentlich kein Thema. Ich repariere seit Jahren Bikes und kann ganz gut einschätzen, was so kaputt gehen könnte. Außerdem war ich auch schon in Bikeurlauben, also eine Woche mitm Bike weg, aber dann Tagestouren um die Unterkunft - und da musste das Gepäck nicht in einen Rucksack passen, sondern in ein Auto, da konnte ich klotzen. ;) Gilt eigentlich auch für Werkzeug.

Bikegewicht ist auch kein Thema, 12kg... :)

@BL-Mann: Danke für die Packliste! :)

Grüße,

Raph

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Hi,

der spinnt wirklich! :D Nein, aber im Ernst: So weit weg von dem, wovon ich zumindest *träume*, ist gerade der Alpencross-Bericht gar nicht. Und ich find's gut geschrieben, wirklich witzig. :)

Die Bearbones-Site sagt mir auf den ersten Blick nicht so zu, da ist nichts wirklich neues dabei - und das Bike selbst so vollpacken, das will ich ja gerade nicht. Trotzdem ist "Bikepacking" ein Begriff, den ich noch nicht kannte und der einen guten Anhaltspunkt zur weiteren Suche ergibt.

Noch eine Frage: Jemand eine wirklich gute Idee, Kettenöl wirklich dicht und sicher zu transportieren? Wenn da was schief geht, willst du dir die Sauerei nicht vorstellen...

Und: So Gel-Müsliriegel-Krust gibt's bei mir nicht. Mag ich nicht. Und ein Apfel kann das selbe, du bekommst keinen Zuckerschock und du nimmst noch Flüssigkeit auf... :) Aber gut, meine Meinung.

Grüße,

Raph

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Ein sehr sympathischer Spinner ;- )

Seit vielen Jahren wird bei meinen Bikes nur noch mit Finish Line Kettenöl geschmiert. Hat einfach die längste "Schmierwirkung" in Vergleich mit diversen anderen Schmiermitteln, nach meiner Erfahrung. Gerade bei Regenfahrten hält bei dem Öl die Smierwirkung am längsten an. Wichtig, um den Abrieb des Antrieb's so gering, wie möglich zu halten. Ist allerdings auch sehr klebrig und zieht den Dreck schon etwas mehr an. Geschmackssache.

Man kann auch dünneren Schmierstoff nehmen, welcher weniger den Schmutz anzieht, muß aber oft nachölen. Nichts für Allwetterbiker und Vielfahrer, wie ich finde.

Als Behältnisse für's Öl kann man in dem Fall auch die Gossamer Gear Mini Dropper Bottles empfehlen. Allerdings muß man den Tropfeinsatz etwas kürzen/Aufweiten, da das Öl eine etwas zähere Konsistenz hat, dickflüssig ist.

BTW: Rund um's Bikepacking gibt's nen sehr informatives Foum in UK. Leider ist es seit einiger Zeit off.

Bike and Bivi

@Mod

Wie sich herausgestellt hat, nutzen ULer parallel zum Trekking auch oft ein Bike zum Touren, auf welches sich die UL-Philosophie im Rahmen übertragen läßt. Wie wärs mit einer eigenen Kategorie dafür im Forum?

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Hey,

Seit vielen Jahren wird bei meinen Bikes nur noch mit Finish Line Kettenöl geschmiert. Hat einfach die längste "Schmierwirkung" in Vergleich mit diversen anderen Schmiermitteln, nach meiner Erfahrung. Gerade bei Regenfahrten hält bei dem Öl die Smierwirkung am längsten an. Wichtig, um den Abrieb des Antrieb's so gering, wie möglich zu halten. Ist allerdings auch sehr klebrig und zieht den Dreck schon etwas mehr an. Geschmackssache.

Man kann auch dünneren Schmierstoff nehmen, welcher weniger den Schmutz anzieht, muß aber oft nachölen. Nichts für Allwetterbiker und Vielfahrer, wie ich finde.

Gerade zähe Schmiermittel sind mMn für den Offroadeinsatz nicht geeignet. Sowohl bei trockenen Bedingungen (Staub) als auch bei Nässe (Matsch) binden sie einfach zu viel Dreck, den du dann nicht mehr richtig aus der Kette rausbekommst. Es hat sich herausgestellt, dass es einfach am besten für die Kette ist, sie alle ca. 100km einmal durch einen Lappen zu ziehen und dann neu mit einem dünnflüssigen Öl zu fetten. Deswegen...

Als Behältnisse für's Öl kann man in dem Fall auch die Gossamer Gear Mini Dropper Bottles empfehlen. Allerdings muß man den Tropfeinsatz etwas kürzen/Aufweiten, da das Öl eine etwas zähere Konsistenz hat, dickflüssig ist.

Ja, so was in die Richtung habe ich gesucht. Das Öl, das ich verwende, kommt zwar in ähnlichen Fläschchen, aber da sind die Deckel nur gesteckt und nicht geschraubt - absoluter Crap, solange ich nicht sicher sein kann, dass sie aufrecht stehen.

Wie sich herausgestellt hat, nutzen ULer parallel zum Trekking auch oft ein Bike zum Touren, auf welches sich die UL-Philosophie im Rahmen übertragen läßt. Wie wärs mit einer eigenen Kategorie dafür im Forum?

THUMPS UP!

(Lustig, dass ich da gerade was lostrete - freut mich!)

Viele Grüße,

Raph

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  • 2 Wochen später...

Hey zusammen,

also, es geht vorwärts! Mittwoch geht's los!

Scheint so, als hätte ich wettertechnisch einen absoluten Glücksgriff getan - die Vorhersage wird mit jedem Tag genauer und optimistischer zugleich! :)

Route ist geplant, JuHe ist reserviert, ich ganz gut trainiert, das Fahrrad top und das Rucksackgewicht bewegt sich laut Excel-Tabelle trotz Schloss und Werkzeug noch deutlich unter 5kg, Proviant allerdings noch nicht eingerechnet.

Noch zwei kurze Touren zum entspannten Einfahren bis dahin, am Dienstagabend früh ins Bett und hoffen, das Wetter, Material und Gesundheit halten... ;)

Halte euch aufm Laufenden, werde noch Details nachreichen und berichten!

Danke schon mal für eure Tipps, gerade die Packlistenvorschläge waren eine große Hilfe, ich hatte etwas, wo ich anfangen konnte.

Grüße,

Raph

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  • 2 Wochen später...

Hallo,

Also, das ganze hat geklappt! War zwar knallhart, aber es ging.

Der erste Tag von KA nach Erpfingen, mit Abstechern, Ausweichstrecken und Verfahren gute 150km. Wollte erst doch in Tübingen übernachten, aber dann war ich schon um vier oder halb fünf dort und halbwegs fit, da dachte ich, da geht noch was. Also Albaufstieg. Aber diese 30km waren glaub die längsten meines Lebens... ;)

Problematisch war am ersten Tag in erster Linie der Schnee. Gerade am Schwarzwald-Nordrand und im Schönbuch kannste außer den Straßen noch nichts vernünftig fahren, und wo kein Schnee mehr lag, war es frisch getaut, sodass dann halt tiefer Matsch war. Macht zwar schon iwie Spaß, aber man kommt nicht voran.

Der zweite Tag war dann deutlich entspannter. Zuerst einmal kannte ich mich wieder besser aus, dann ging es tendentiell halt doch viel bergab und vor allem wohnt die Oma meiner Freundin genau auf der Hälfte der Strecke, wo ich ein prima Mittagessen bekam! Außerdem war die Etappe mit "nur" um die 100km doch deutlich kürzer. Ich kam noch richtig fit in Ravensburg an und konnte am Schlussanstieg noch nen RRler versägen. ;)

Das Wetter war halt perfekt! Kein Tropfen Regen, bis auf ein oder zwei bewölkte Stunden am zweiten Tag immer sonnig, immer um die 15°C warm und kaum Wind. Besser gings nicht!

Die Technik hat auch gehalten, außer einmal so viel Matsch und Grashalme in der Schaltung gehabt, dass alles klemmte. Also anhalten, wie ein Neandertaler mit das Zeug mit einem Stöckchen rauspulen und danach gings weiter. Sonst war nichts.

Was ich auf der Tour gelernt habe:

Glaub nicht immer dem GPS - das hält auch mal ne Schnellstraße für nen Radweg, außerdem nimmt es keinerlei Rücksicht auf Schnee oder so. Die versprochenen 220km daher haben niemals gereicht. Mein Tacho hat sich früh verabschiedet (so was braucht auch keiner, finde ich jetzt), aber ich bin mir sicher, mindestens 250km gefahren zu sein.

Die besten Wege - ganz nebenbei - haben mir dann eh die Locals verraten... ;)

Anfang März ist doch recht früh für so was, gerade die Alb ist halt noch ein Winterwunderland. Musste durch den Schnee schon ordentlich einstecken und hätte nicht viel weniger trainiert sein dürfen.

JuHes sind deutlich besser als ihr Ruf, vor allem das Frühstück! :)

Immer genug essen! Sonst hatte ich immer Ärger mit meinem Kreislauf, diesmal bin ich einfach immer zu nem Bäcker, wenn der kleine Hunger kam. Hab dadurch zwar Unmengen gefuttert, aber hab noch nie ne lange Tour so gut weggesteckt! Wie ich das dann mal anstelle, wenn ich ein bisschen mehr außerhalb der Zivilisation fahre, weiß ich noch nicht.

Dazu kommt, dass ich mich einfach nicht habe hetzen lassen und einfach immer das Tempo gefahren das sich am besten angefühlt hatte. Und wenn das mal ne Viertelstunde viel zu langsam war, war's halt so.

Auf jeden Fall mach ich so Zeug wieder, ich hab schon ein paar Ideen!

Was mir auch noch auffiel, wie viel doch das Gewicht deines Gepäcks ausmacht. Als ich jetzt ja mal richtig darauf geachtet hab, war es auf einmal für die zwei Tage deutlich leichter als sonst manchmal auf einer Eintagestour. Ja, ich habe es quasi beim Fahren vergessen, keinerlei Rückenprobleme (wie sonst schon) gehabt oder mich irgendwie beim Fahren oder in meiner Performance gestört gefühlt. Es lohnt sich also wirklich!

Grüße,

Raph

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  • 1 Monat später...

Hi raphrav

Und: So Gel-Müsliriegel-Krust gibt's bei mir nicht. Mag ich nicht. Und ein Apfel kann das selbe, du bekommst keinen Zuckerschock und du nimmst noch Flüssigkeit auf... Aber gut, meine Meinung.

Ich habe Riegel dabei, da gibt’s ganz leckere Sachen, die man machen kann. Muss nicht immer gleich Powerbar sein. Davon ca. alle 3 h einen (zusätzlich zu Frühstück, Mittag-& Abendessen). Damit läuft mein Motor auch 12 h (reine Fahrzeit).

zB.: 5:30 Frühstück, 6-12 Uhr fahren, dazwischen ein Riegel. Mittagessen, 30-60 min Rast, 13-19 Uhr dazwischen 2 Riegel. Abendessen. Schlafen.

Immer genug essen! Sonst hatte ich immer Ärger mit meinem Kreislauf, diesmal bin ich einfach immer zu nem Bäcker, wenn der kleine Hunger kam. Hab dadurch zwar Unmengen gefuttert, aber hab noch nie ne lange Tour so gut weggesteckt! Wie ich das dann mal anstelle, wenn ich ein bisschen mehr außerhalb der Zivilisation fahre, weiß ich noch nicht.

Ein Riegel wiegt 50-70g/Stück. Würde ich Früchte stattdessen mitnehmen, wäre ich wohl bei über einem Kilogramm. Getrocknet reichen mir auch nicht 400 g damit ich an weiteren Tagen genügend Energie habe (Hab's versucht). So sieht’s bei mir aus. Bei einigen Touren mit dem Bike wirst du zwangsläufig nicht beim Bäcker, oder höchstens einmal im Tag, vorbei schauen können. Ich finde das gerade so wichtig wie ein solides Training – was verträgt man am besten, was ist leicht, energiereich und schmeckt gut.

@nitro: Da ich ja lange Strecken (bis 130km) täglich fahre, muss der Trailanteil wohl leiden . Dennoch möchte ich das Rad schon agil halten, da ich ja wie gesagt das ganze auch als Vorbereitung für die "bösen" Touren dann sehe. Auch deswegen hat ein großer Framebag keinen Wert, sorry @Basti...

Warum muss der Trailanteil leiden? Was gibt’s schöneres als 100 km Trail an einem Tag? ;-)

Agilität für technische Trails behält man am besten, wenn das Bike nicht zuviel (Gewicht) Gepäck hat. Auf technischen Trails, die auch nach 100 km noch Spass machen, ist es einfacher und weniger ermüdend mit einem leichten Bike zu fahren, denn das Bike ist der Teil (ob gefedert oder nicht) der sich am meisten bewegt auf dem Trail. Auf den schwierigen Biketouren (mit Übernachtungen) im Gebirge trage ich alles im Rucksack. Der Schwerpunkt ist hoch, aber das ist immer noch deutlich angenehmer, als die 3-5 kg am Bike herumbewegen zu müssen auf Spitzkehren und Geröllhängen.

Bei mehr als zweitägigen Touren verlagere ich die voluminösen Sachen in die Lenkertasche (Wasserdichter Sack mit Rollverschluss), eingerollt in eine Neoair X-Lite, die Ersatz- und Regenkleidung in die Satteltasche (Wasserdichter, DYI Sack mit Rollverschluss), Werkzeuge zuunterst in die Rahmentasche, Küche und Riegel oben in die Rahmentasche, der Rest in den Rucksack.

Sähe ich auf einer Reise Tage mit geringem Trailanteil auf mich zukommen, würde ich ein bisschen umpacken, damit mehr Gewicht am Bike ist.

Radeln ohne Chamois auf langen Strecken geht für mich gar nicht. Ab ca. 70 km auf Trails wird’s bei mir unangenehm.

Sehr wichtig ist auch am Cockpit alles richtig einzustellen. Das manche Ultrabiker gefühlslose Hände bekommen ist ein Problem der Haltung. Ich finde hier lohnt sich jeden Millimeter kritisch zu betrachten. Lenkerbreite, Krümmung (Up & Backsweep) Vorbaulänge und –höhe etc., etc., etc…

Wenn sich das Gefühl einstellt, dass man auf dem Bike leben könnte hat man seine Positionen gefunden ïŠ

Diese Ausrüstung benutze ich meistens bis -5 °C (Nächte), Frühling-Herbst:

wind jacke 67

regen jacke 160

regen hose 150

iso jacke 180

shirt ls 120

beinlinge 130

socken 40

mütze 30

schlafsack 440

matte t-a-r 220

matte eva 80

tarp 305

pegs 83

kocher 6

brennst flasche 12

wind schutz 10

topf 85

löffel 12

feuerzeug 10

sack messer 35

trink blase 100

lampe 40

multitool 155

schlauch 130

latex flicken, kleber 10

reifen heber 24

kabelbinder 10

draht 10

bowdenzug 20

pumpe 95

minitool zange 50

schaltauge 20

schrauben s.stütze, k.blatt 20

gps 135

mobile 95

karten

reparatur set 42

erste hilfe 142

zahnbürste/-paste 20

sonnencreme 30

rucksack 460

rahmentasche 230

lenker tasche 140

satteltasche 100

börse, dokumente 25

Wenn das Wetter sehr stabil ist, ein mir bekanntes Gebiet in den Alpen, dann bleibt auch die Iso Jacke, das Tarp und Regenzeug weg.

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Hi,

zuerst einmal: Respekt, das ganze ist recht hoch gegriffen.

Ich habe ja erst ein paar Takte zu meiner Einstellung im Solarpanel-Thread geschrieben. So "krass" drauf bin ich dann halt doch nicht.

Ich weiß nicht, ich mach für ein "gescheites" Essen auch gerne eine halbe bis ganze Stunde Umweg.

Und: Selbst unter der Annahme der höchsten verwertbaren Energiedichte von ca 9kcal/g durch den Mensch, also reines Fett, hat so ein 70g-Riegel maximal 630kcal. Da muss ich an so einem Tag auch wieder einen Haufen davon futtern...

Und warum bei 130km oder 150km der Trailanteil leidet? Ganz einfach, weil Trails das Tempo runterziehen: Auf der Waldautobahn schaffe ich entspannt und auf Dauer einen 22-25er-Schnitt, auf Trails halt nicht. (Jeweils höhenmeterbereinigt). Und wenn ich 150km nur einfaches fahre, bin ich 6-7h reine Fahrzeit unterwegs, und bei nur Trails halt 15h, bei anspruchsvollerem Höhenprofil entsprechend länger. Da muss ich halt einen Kompromiss finden.

Grüße,

Raph

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zuerst einmal: Respekt, das ganze ist recht hoch gegriffen.

Gib' dir noch ein paar Jährchen und dann findest du mein Text tief gefriffen ;)

Ich habe ja erst ein paar Takte zu meiner Einstellung im Solarpanel-Thread geschrieben. So "krass" drauf bin ich dann halt doch nicht.

Ich weiß nicht, ich mach für ein "gescheites" Essen auch gerne eine halbe bis ganze Stunde Umweg.

Ist ja auch ein Teil der Reise, auch wenn du Nord-Süd fährst und zum Essen nach Osten musst.

Und: Selbst unter der Annahme der höchsten verwertbaren Energiedichte von ca 9kcal/g durch den Mensch, also reines Fett, hat so ein 70g-Riegel maximal 630kcal. Da muss ich an so einem Tag auch wieder einen Haufen davon futtern...

Ach, da ist schon etwas weniger drin. Bei den selbstgemachten dürftens so grob um 550 kcal/100g sein.

Und warum bei 130km oder 150km der Trailanteil leidet? Ganz einfach, weil Trails das Tempo runterziehen: Auf der Waldautobahn schaffe ich entspannt und auf Dauer einen 22-25er-Schnitt, auf Trails halt nicht. (Jeweils höhenmeterbereinigt). Und wenn ich 150km nur einfaches fahre, bin ich 6-7h reine Fahrzeit unterwegs, und bei nur Trails halt 15h, bei anspruchsvollerem Höhenprofil entsprechend länger. Da muss ich halt einen Kompromiss finden.

Ja, es stellt sich die Frage, was man will? Ich versuche den Trailanteil immer möglichst hoch zu halten und verzichte dafür gerne auf ein paar Duzend km.

Kann dann auch vorkommen, dass ich für 100 km geschlagene 10 h im Sattel(oder am Schieben/Tragen) bin (mit 2000-3000 hm) . Dafür ist's immer schön abwechslungsreich. Aber da ist natürlich auch immer ein Anteil Waldautobahn, Alpsträsschen etc. dabei - tut dann gut, mal zügig voran zu kommen.

Das wichtigste für mich ist, dass ich das Tempo immer schön tief halte. Dann halten die Beine laaaange hin.

Kurze Anstiege trete ich nicht durch sondern schalte immer wie kleinere Gänge und wenn ich unter 5 km/h falle (wohne in den Bergen...) steige ich ab und schiebe. So geht's mir auch in Folgetagen gut.

Es ist eine geniale Reiseart. Ich freu mich für jeden, der dies für sich entdeckt.

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Hi,

Ach, da ist schon etwas weniger drin. Bei den selbstgemachten dürftens so grob um 550 kcal/100g sein.

das stützt ja an sich meine These, so müsste ich also noch mehr davon futtern.

Was ich damit sagen möchte: Um auf meine Kalorienzahl zu kommen (nicht vergessen: männlich, 1,95m groß und relativ trainiert, also ein bereits hoher Grundumsatz), müsste ich selbst von solchen Riegeln mittlere Berge wegfuttern. Und nur um dann insgesamt ein paarhundert Gramm weniger Essen tragen zu müssen nur so Zeug zu essen, was nicht meine Kragenweite ist, das muss halt nicht sein. Ich werde einen Weg finden...

Ja, es stellt sich die Frage, was man will? Ich versuche den Trailanteil immer möglichst hoch zu halten und verzichte dafür gerne auf ein paar Duzend km.

Kann dann auch vorkommen, dass ich für 100 km geschlagene 10 h im Sattel(oder am Schieben/Tragen) bin (mit 2000-3000 hm) . Dafür ist's immer schön abwechslungsreich. Aber da ist natürlich auch immer ein Anteil Waldautobahn, Alpsträsschen etc. dabei - tut dann gut, mal zügig voran zu kommen.

Wichtig war mir bisher bei so was, das Tagesziel zu erreichen. Letztes Mal war das z.B. die gebuchte Übernachtungsstätte. Und als ich vor lauter Trails halt mittags um eins erst etwa ein Drittel der Strecke hatte, hab ich halt auf der Straße erstmal drei Stunden Kilometer gutgemacht. Das meinte ich.

Das wichtigste für mich ist, dass ich das Tempo immer schön tief halte. Dann halten die Beine laaaange hin.

Kurze Anstiege trete ich nicht durch sondern schalte immer wie kleinere Gänge und wenn ich unter 5 km/h falle (wohne in den Bergen...) steige ich ab und schiebe. So geht's mir auch in Folgetagen gut.

Die Erfahrung hab ich auch gemacht: Feierabendrundenheizen geht drei Stunden, danach sind die Beine kaputt. Chillen ist nicht viel langsamer und geht tagelang.

Schieben nur wegen der Steigung lass ich aber in der Regel. Ich bin auch technisch und gleichgewichtsmäßig mittlerweile ganz fit, fahre eine 3x10-Schaltung mit kleinster Untersetzung von 24 vorne auf 36 hinten. Da ist entspanntes Kurbeln bis 3,5km/h oder noch weniger möglich, und dann schaffste selbst die heftigsten Rampen deutlich unter deinem Pulslimit.

Es ist eine geniale Reiseart. Ich freu mich für jeden, der dies für sich entdeckt.

WORD!

Grüße,

Raph

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Ciao

das stützt ja an sich meine These, so müsste ich also noch mehr davon futtern.

Naja, der Unterschied ist immernoch frappant. Aber wir sind auch nicht da, um einander in erster Linie zu wiedersprechen.

müsste ich selbst von solchen Riegeln mittlere Berge wegfuttern

ja, mittlere Berge. Bei Obst wären's grosse Berge ;)

Wichtig war mir bisher bei so was, das Tagesziel zu erreichen. Letztes Mal war das z.B. die gebuchte Übernachtungsstätte. Und als ich vor lauter Trails halt mittags um eins erst etwa ein Drittel der Strecke hatte, hab ich halt auf der Straße erstmal drei Stunden Kilometer gutgemacht. Das meinte ich.

Sorry, hatte ganz vergessen, dass du Abends was gebucht hattest. Dann wäre es bei mir wohl nicht anders gewesen...

Das wichtigste für mich ist, dass ich das Tempo immer schön tief halte. Dann halten die Beine laaaange hin.

Kurze Anstiege trete ich nicht durch sondern schalte immer wie kleinere Gänge und wenn ich unter 5 km/h falle (wohne in den Bergen...) steige ich ab und schiebe. So geht's mir auch in Folgetagen gut.

Die Erfahrung hab ich auch gemacht: Feierabendrundenheizen geht drei Stunden, danach sind die Beine kaputt. Chillen ist nicht viel langsamer und geht tagelang.

Schieben nur wegen der Steigung lass ich aber in der Regel. Ich bin auch technisch und gleichgewichtsmäßig mittlerweile ganz fit, fahre eine 3x10-Schaltung mit kleinster Untersetzung von 24 vorne auf 36 hinten. Da ist entspanntes Kurbeln bis 3,5km/h oder noch weniger möglich, und dann schaffste selbst die heftigsten Rampen deutlich unter deinem Pulslimit.

Ich kann mich auch in 1 h kaputt heizen. Der Bahnfahrer wohl in wenigen Minuten.

(so, dass man die müden Muskeln einige Tage spürt)

Heftigste Rampen?

Da's hier um's Mountainbike geht, dachte ich wir sprechen davon, Touren in den Bergen zu unternehmen.

Hier eine eher zufällige Auswahl:

z6m3k1tkxad.jpg

Gepäck für zwei Tage mit Biwak.

Der erste Pass der Tour war Tsaté. Für technisch einigermassen Versierte geht dieser Übergang gut zum runterfahren. Aber rauf :lol:

Mal ehrlich, wenn du entspannt mit 24 zu 36 (nehmen wir mal an bei 26") eine deiner heftigsten Rampen ohne Pulsüberbordung und Anaerobie rauf kurbelst, kann's kaum heftig sein. Auch Profis steigen irgendwann mal ab, weil die Effizienz zu Fuss grösser ist, einige andere Muskeln beansprucht werden (gute Abwechslung), der Po mal nicht auf dem Sattel und das Tempo oftmals höher.

Willkommen in den Bergen :D

(Mag arrogant klingen, aber "Schieben nur wegen der Steigung" hebt bei mir eine oder zwei Augenbrauen und ich habe schon manches gesehen in 18 Jahren MTB in all seinen Facetten)

Happy Trails

An Staibock

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