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Ultraleicht Trekking

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Es gibt keine atmungsaktiven Regenjacken. Die sind eine Erfindung des Marketings. Wenn sich der Mensch bewegt, schwitzt er, und keine Membran kommt mit diesem doch sehr leistungsfähigen Kühlmechnanismus mit. Auch keine Superduper-Schnicki-Schnacki-Geld-Tex-Membran.

Will man den Dampf vom Körper weghaben, muss man lüften. Dafür sind z.B. Achselreißverschlüsse (pit zips) gedacht. Oder man nimmt gleich einen Poncho.

Leichte Regenjacken haben i.d.R. kein Futter, weswegen man eine Schicht drunter tragen muss, die den Schweiß und ggfs. Kondenswasser aufnehmen kann, einen dabei aber vor Auskühlung bewahrt. Ergo, ne Fleecejacke oder ein Äquivalent.

Regenjacken, die man laufend nachimprägnieren muss sind extrem nervig und taugen auch nur für zeitlich sehr begrenzte Expeditionen.

Imo ist eine (billige) Plastikjacke mit Pit-zips effektiver als 500-Euro-Luxus-Shell-Jacken. Im Flachland, also wo man die Hände nicht auch zum Klettern braucht, finde ich Ponchos super. Bei Wind, Strick um die Taille und gut. Bei beiden sollte man auf eine gut sitzende Kapuze achten, weil sonst nervt das einfach.

Für's Gebirge, oder wenn Gewicht keine so große Rolle spielt, habe ich eine Columbia OutDry Jacke mit Pit-Zips. Diese Shell benötigt keine zusätzliche Imprägnierung und ist robust. P/L ist top, nur ist sie halt nicht ganz leicht mit 350g. Muss man auch nicht groß waschen, lediglich mit nem feuchten Lappen abwischen.

Für lang und leicht habe ich einen Sea to Summit UL Poncho mit 140g, der in meinem Profilbild zu sehen ist. Find den super. Auch extrem gutes Packmaß.

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vor 24 Minuten schrieb ULgäuer:

Es gibt keine atmungsaktiven Regenjacken. Die sind eine Erfindung des Marketings. Wenn sich der Mensch bewegt, schwitzt er, und keine Membran kommt mit diesem doch sehr leistungsfähigen Kühlmechnanismus mit. Auch keine Superduper-Schnicki-Schnacki-Geld-Tex-Membran.

Will man den Dampf vom Körper weghaben, muss man lüften. Dafür sind z.B. Achselreißverschlüsse (pit zips) gedacht. Oder man nimmt gleich einen Poncho.

Leichte Regenjacken haben i.d.R. kein Futter, weswegen man eine Schicht drunter tragen muss, die den Schweiß und ggfs. Kondenswasser aufnehmen kann, einen dabei aber vor Auskühlung bewahrt. Ergo, ne Fleecejacke oder ein Äquivalent.

Regenjacken, die man laufend nachimprägnieren muss sind extrem nervig und taugen auch nur für zeitlich sehr begrenzte Expeditionen.

Imo ist eine (billige) Plastikjacke mit Pit-zips effektiver als 500-Euro-Luxus-Shell-Jacken. Im Flachland, also wo man die Hände nicht auch zum Klettern braucht, finde ich Ponchos super. Bei Wind, Strick um die Taille und gut. Bei beiden sollte man auf eine gut sitzende Kapuze achten, weil sonst nervt das einfach.

Für's Gebirge, oder wenn Gewicht keine so große Rolle spielt, habe ich eine Columbia OutDry Jacke mit Pit-Zips. Diese Shell benötigt keine zusätzliche Imprägnierung und ist robust. P/L ist top, nur ist sie halt nicht ganz leicht mit 350g. Muss man auch nicht groß waschen, lediglich mit nem feuchten Lappen abwischen.

Für lang und leicht habe ich einen Sea to Summit UL Poncho mit 140g, der in meinem Profilbild zu sehen ist. Find den super. Auch extrem gutes Packmaß.

Wirklich Atmungsaktiv sind sie natürlich alle nicht. da atmet ja keiner :D
Doch merkt man schwitztechnisch schon einen gewaltigen Unterschied zwischen so manchen Membranen.
Wenn ich 100% wasserdicht will, muss ein ganzkörperkondom her :P
Davon ab gibt es keine Regenjacke mit Membran die ewig durchhält. Das ist einfach so.

 

 

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vor 36 Minuten schrieb Fabian.:

Ich frag mich ja, inwiefern Feuchtigkeit nach außen diffundieren soll, wenn die Jacke von außen nass ist. Geht das physikalisch überhaupt?

deswegen "atmet" eine nicht mehr abperlende Jacke auch nicht mehr bzw bescheiden :)

 

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vor 45 Minuten schrieb Fabian.:

Ich frag mich ja, inwiefern Feuchtigkeit nach außen diffundieren soll, wenn die Jacke von außen nass ist. Geht das physikalisch überhaupt?

Deswegen sind die ja außen mit DWR beschichtet, weil sonst der Stoff vollsaugt (wet out) und dann kann die Membram sogar Feuchtigkeit nach Innen ziehen. Hier muss ich wieder auf meine Columbia OutDry verweisen. Da ist die Membram außen und quasi gummiartig beschichtet. Die kann sich nicht vollsaugen und Wasser perlt da einfach ab ganz ohne sonstige Imprägnierung. Der Hauptvorteil dieser Art von Membran.

Btw, der Dampf kann nur von innen nach außen, wenn ein gewisser Druck innen entsteht. Dazu muss es draußen 20° oder mehr kühler sein als Innen. Körpertemperatur 37° minus 20° und ab 17° Celsius funktionieren Membranen also schon rein rechnerisch nicht mehr sonderlich gut. Musste dann die Öffnungen zutapen damit noch Druck aufbauen kannst.

Fazit: Willste wirklich atmungsaktiven Regenschutz, besorg Dir einen Regenschirm!

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Ich bin auch immer noch auf der Suche. Momentan sind in der näheren Auswahl OR Helium 2 und Black Diamond Stormline. Die Black Diamond ist schwerer, hat aber pit zips. Mit dem geringeren Gewicht der OR könnte ich zusätzlich eine Windjacke einpacken und hätte nicht das Problem der fehlenden Belüftung.

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vor 22 Stunden schrieb ULgäuer:

Columbia OutDry

OT: Danke für den Tipp, kannte ich noch gar nicht. Werde ich als nächstes testen ( habe ja immer noch nicht DIE Regenjacke für mich gefunden :( ). Es gibt sie jetzt auch in einer Leicht-Version mit 213g, aber ohne Schulterverstärkung und ohne Lüftung unter den Armen.

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vor 3 Stunden schrieb ekb:

Mit dem geringeren Gewicht der OR könnte ich zusätzlich eine Windjacke einpacken und hätte nicht das Problem der fehlenden Belüftung.

Das System verstehe ich jetzt nicht. Wenn es regnet hilft die Windjacke nicht. Ohne Pit-zips in der Regenjacke wird es saftig. Kann man mit klar kommen, wenn man ne entsprechende Lage Merino oder Fleece drunter trägt und sich nicht  dran stört. Ansonsten ist das Gewicht für Belüftungsmöglichkeiten nicht zu viel sondern gut investiert.

Mal aber größer gedacht, die Regenjacke wird in unseren Breiten weitaus seltener gebraucht als man gerne glaubt. Deswegen könnte man durchaus die Gewichtsersparnis höher gewichten (<- sprachliche Schöhnheit ;) ) als den Saftfaktor. Und irgendwie feucht wird man immer.

Ne Windjacke braucht man eigentlich nicht. Zumindest nicht als solche. Ich betrachte Windjacken als Alternative zum Hemd bzw. sonstigen 2nd Layer. Da sind die wieder besser. Mein Hiking-Hemd wiegt 311g. Meine Windjacken so 140g. Und es ginge ja da noch deutlich leichter.

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vor einer Stunde schrieb mawi:

Es gibt sie jetzt auch in einer Leicht-Version mit 213g, aber ohne Schulterverstärkung und ohne Lüftung unter den Armen.

Hab ich neulich auch gesehen. Würde mich interessieren, wenn ich nicht schon überversorgt wäre. Allerdings muss man immer auch bedenken, dass leichtes Gewicht oft auch mit weniger Funktionalität erkauft wird, wie z.B. fehlende Taschen, Einstellmöglichkeiten an Ärmelbündchen oder Kapuze und dergleichen. Da muss man sich dann schon fragen, ob die tatsächlich meistens nur als Backup im Rucksack bleibt oder man sie doch öfter braucht.

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vor 5 Stunden schrieb ULgäuer:

Das System verstehe ich jetzt nicht. Wenn es regnet hilft die Windjacke nicht. Ohne Pit-zips in der Regenjacke wird es saftig. Kann man mit klar kommen, wenn man ne entsprechende Lage Merino oder Fleece drunter trägt und sich nicht  dran stört. Ansonsten ist das Gewicht für Belüftungsmöglichkeiten nicht zu viel sondern gut investiert.

Mal aber größer gedacht, die Regenjacke wird in unseren Breiten weitaus seltener gebraucht als man gerne glaubt. Deswegen könnte man durchaus die Gewichtsersparnis höher gewichten (<- sprachliche Schöhnheit ;) ) als den Saftfaktor. Und irgendwie feucht wird man immer.

Ne Windjacke braucht man eigentlich nicht. Zumindest nicht als solche. Ich betrachte Windjacken als Alternative zum Hemd bzw. sonstigen 2nd Layer. Da sind die wieder besser. Mein Hiking-Hemd wiegt 311g. Meine Windjacken so 140g. Und es ginge ja da noch deutlich leichter.

Ich trage meine Regenjacke auch, wenn es nicht regnet. Bis -2°C habe ich ein langärmliges Funktionshirt, Fleece und die Regenjacke an. Ich könnte statt der Regenjacke die Windjacke anziehen und die Regenjacke tatsächlich nur, wenn es regnet. In dem Falle würde das geringere Gewicht der OR die zusätzliche Windjacke ausgleichen.

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Auch ich benutze meine Regenjacke (zpacks, 196 g) als Windjacke. Mein 4-fach-Kleidungs-Zwiebelsystem (1=T-Shirt (Merino), 2=langärmliger dünner Pullover (Merino), 3=dicker langärmliger Pullover (Cumulus Climalite, KuFa, 276 g), 4=Regenjacke) hält leichte Minusgrade aus. Das konnte ich so im Februar/März 2018 und Oktober/November 2018+2019 auf verschiedenen Jakobswegen in Spanien bei Wind, Regen und Schnee ausprobieren. Den Versprechungen der Hersteller der Kleidung, was die Atmungsaktivität angeht, traue ich trotzdem nicht über den Weg. Da bin ich einer Meinung, wie manche Vorredner.

Dem Problem der "Atmungsaktivität" nähere ich mich aber auch noch von einer anderen Seite. Ich versuche mich auf meinen Wandertouren so zu kleiden, dass ich möglichst wenig schwitze und auch nicht friere. Das ist eine Gratwanderung zwischen Anziehen und Ausziehen von Kleidungsschichten. Das geht soweit, dass ich mich mehrmals am Tag umziehe, um mich den aktuellen Wetterbedingungen anzupassen. Mittlerweile funktioniert das sehr gut. Ich schwitze wenig, also kann mir die Atmungsaktivität egal sein. Ich friere auch fast nie. Handschuhe, Schlauchschal und Wollmütze habe ich nicht dabei.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Als intensiver Nutzer von Trekkingstöcken sind diese meine "Wärmespender". Wenn ich merke, dass ich anfange zu frieren (zB oft in den Morgenstunden einer Tagesetappe), erhöhe ich leicht mein Gehtempo und setzte dabei intensiv meine Trekkingstöcke ein. Mein ganzer Oberkörper ist dabei in Bewegung und das führt in der Regel zu einer Erwärmung. Wenn das ausreicht, gehe ich mit dem erhöhten Tempo weiter. Reicht das nicht, ziehe ich ein weiteres Kleidungsstück an.

Das ist aber immer noch nicht die ganze Wahrheit. Auch der persönliche Fitnesszustand spielt eine Rolle. Wenn ich fit bin, dann bereitet mir körperliche Anstrengung weniger Probleme und ich komme nicht so leicht ins Schwitzen. Deshalb bereite ich mich vor meinen Langstreckenwanderungen intensiv auf die zu erwartende Belastung vor. Jeder kennt das Phänomen, je länger eine Wanderung dauert, umso fitter wird man. Deshalb ist es für mich wichtig, dass ich zum Beginn einer Langstreckenwanderung bereits auf einem bestimmten Fitnesslevel bin.

Mit diesen "Stellschrauben" (Kleidungsschichten, Trekkingstöcke, Gehtempo, Fitnesszustand) experementiere ich schon seit einiger Zeit sehr intensiv und es gelingt mir immer besser mich blitzschnell auf Situationen einzustellen, so dass ich nicht schwitze oder nicht friere.

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