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Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

*Update*

 

Eineinhalb Jahre sind vergangen - Zeit für eine Neuerung...

Ich präsentiere hier das „Sägewerk 1.5“, ein geräumiges Tarp für eine Person. (Daher die 1.5)

 

  • Das Tarp hat die Maße (LxB) 290x220cm
  • Der Schnitt der Flächen ist mit Kettenlinien versehen.
  • Insgesamt finden sich am Tarp Acht verstärkte Abspannpunkte - einer in jeder Ecke und einer in der Mitte jeder Kante.
  • Die Materialien sind Chikara für das Tarp selbst und Nylon Zeltboden mit 90g/m² für die Verstärkungen.
  • Das Gewicht beträgt 270g

 

Hier ein paar Bilder:

 

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In Kürze soll es noch das "Sägewerk 1" geben, ein sehr schmales Tarp, minimal eben, mit den Maßen 290x148cm, mit einem Gewicht von 180g...

 

..und das "Sägewerk 2" mit den Maßen 290x290cm und einem Gewicht von rund 365g.

Bei dieser Version wird es pro Kante zwei zusätzliche Abspannpunkte geben, sowie drei Stück auf der Mittelnaht.

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bei "elastischem" material wie z.b. silnylon brauchts eigentlich keinen catenary cut. da sich das durchhängen je nach spannung ändert. sprich, mit catenary cut würde es je nach zug nur zu noch mehr falten kommen.

 

bei "steifem" material lässt sich der bogen am einfachsten ermittlen indem man eine (dünne) kette an den aufstellspitzen aufhängt und den durchhang dann auf den stoff überträgt. aber es gibt sicher auch eine mathematische formel dafür ... :wink:

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bei "elastischem" material wie z.b. silnylon brauchts eigentlich keinen catenary cut. da sich das durchhängen je nach spannung ändert. sprich, mit catenary cut würde es je nach zug nur zu noch mehr falten kommen.

Hast Du absolut Recht. Aber das Chikara ist im Vergleich zu Silnylon steif und dehnt sich kaum.

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Nötig ist der cat-cut bei Silnylon sicher nicht, aber macht er das Abspannen nicht vielleicht doch etwas einfacher, so dass man mit weniger Abspannpunkten auskommt? Vielleicht kann Basti als Nutzer eines MLD Grace ja was aus seinem Erfahrungsschatz dazu beitragen.

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Nötig ist der cat-cut bei Silnylon sicher nicht, aber macht er das Abspannen nicht vielleicht doch etwas einfacher, so dass man mit weniger Abspannpunkten auskommt? Vielleicht kann Basti als Nutzer eines MLD Grace ja was aus seinem Erfahrungsschatz dazu beitragen.

Gerne. Dann aber bitte in einem neuen Thread. Im übrigen gibt es schon einen sehr aufschlussreichen Thread zum Thema cat cut in Verbindung mit den verschiedenen Materialien.

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Wow, Andreas, Hut ab und Respekt! Das Tarp sieht toll aus!

Wenn ich mal Zeit habe frage ich dich nach der Technik, den Garnen und der Maschine die du verwendest.

Auf das zweier Tarp bin ich auch gespannt. Meistens bin ich zu zweit unterwegs :-).

Weiter so und immer gerne mit Bildern!

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*Update*

 

Wie angekündigt kann ich nun auch das Sägewerk 2 vorzeigen:

  • Das Tarp hat die Maße 290x290cm.
  • Der Schnitt der Flächen ist mit Kettenlinien versehen.
  • Allerlei Aufbauvarianten sind trotzdem uneingeschränkt möglich, wie anhand eines Beispiels bei den Fotos zu sehen sein wird.
  • Insgesamt verfügt das Sägewerk über 21 verstärkte Abspannpunkte: Einen an jeder Ecke, drei pro Seite, drei auf der Firstnaht und je Fläche einen auf deren Mittelpunkt.
  • Die Materialien sind Chikara für das Tarp und Nylon Zeltboden 90g/m² für die Verstärkungen.
  • Das Gewicht beträgt 364g.

 

Und hier die Fotos:

 

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Klasse Teil ... genau so eines ist bei mir auch gerade in der Planung, allerdings:

 

1.)

Material wird Silnylon sein, das ist Geschmacksache, habe damit bisher nur gute Erfahrungen.

 

2.)

Kettenlinie lasse ich weg, hat bisher immer gut ohne funktioniert.

 

3.)

Frage: hast Du diesen kleinen D-Ring an alle Abspannpunkten dran ?

Das kann ich auf den Bildern nicht ganz genau sehen.

Sind die stabil genug, das die auch bei Sturm nicht platzen ?

 

4:)

Frage: Du hast alle Abspannpunkte mit dem Zeltbodenstoff verstärkt. Dadurch entstehen ja doch viele Nähte, gerade an der Seiten und am First, die wieder abgedichtet werden müssen.

 

Was hälst Du von folgender Lösung: an den Stellen, wo an den Saumseiten und der Firstnaht die Abspannpunkte hin kommen, in die Naht ein kleines Stück festeres Material, z.B. XPack (habe ich noch Reste) mit einnähen. Auf diese verstärkten Nahtabschnitte dann den Abspannpunkt direkt drauf nähen.

 

Selbst bei einem Tarp mit einfachen Schlaufen an der Naht ohne solche Verstärkung, ist bei Sturm nichts gerissen oder durch Dehnung gelöchert. 

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1.)

Material wird Silnylon sein, das ist Geschmacksache, habe damit bisher nur gute Erfahrungen.

 

Das ist tatsächlich Geschmacksache. Ich mag Silnylon nicht, weil es sich gerade bei Feuchtigkeit stark dehnt und weil es bei gleichem Gewicht wie Chikara nicht so reißfest ist.

 

 

 

2.)

Kettenlinie lasse ich weg, hat bisher immer gut ohne funktioniert.

 

Kettenlinien bei Silnylon wären tatsächlich unsinnig. Die brauchst Du nur bei Materialien die sich kaum dehnen, wie Chikara eben.

 

 

 

 

3.)

Frage: hast Du diesen kleinen D-Ring an alle Abspannpunkten dran ?

Das kann ich auf den Bildern nicht ganz genau sehen.

Sind die stabil genug, das die auch bei Sturm nicht platzen ?

 

 

Die D-Ringe sind an allen Schlaufen und sind außerordentlich stabil!

 

 

 

4:)

Frage: Du hast alle Abspannpunkte mit dem Zeltbodenstoff verstärkt. Dadurch entstehen ja doch viele Nähte, gerade an der Seiten und am First, die wieder abgedichtet werden müssen.

 

Was hälst Du von folgender Lösung: an den Stellen, wo an den Saumseiten und der Firstnaht die Abspannpunkte hin kommen, in die Naht ein kleines Stück festeres Material, z.B. XPack (habe ich noch Reste) mit einnähen. Auf diese verstärkten Nahtabschnitte dann den Abspannpunkt direkt drauf nähen.

 

Selbst bei einem Tarp mit einfachen Schlaufen an der Naht ohne solche Verstärkung, ist bei Sturm nichts gerissen oder durch Dehnung gelöchert. 

 

Da muss ich ausholen... Runde Verstärkungen sind ideal weil sie die Zugkräfte gleichmäßig über den gesamten Stoff verteilen. Zudem ist das Abspannverhalten besser im Vergleich zu punktuell aufgenähten Schlaufen.

Das Tarp ist trotz der vielen Nähte an den Abspannpunkten dicht und muss nicht nachträglich behandelt werden. Das macht der Materialmix und das verwendete Werkzeug: Die Nahtlöcher sind von Grund auf recht klein, da mit einer Microtexnadel genäht wurde. Das Garn ist Corespun, das bei Feuchtigkeit aufquillt und die Löcher abdichtet. Die Verstärkungen sind aus Zeltbodenmaterial, dass sehr dicht gewebt ist. Dadurch weiten sich die Löcher unter Zug kaum.

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  • Insgesamt verfügt das Sägewerk über 21 verstärkte Abspannpunkte: Einen an jeder Ecke, drei pro Seite, drei auf der Firstnaht und je Fläche einen auf deren Mittelpunkt.

 

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Hi Andreas,

gefällt mir gut, dein Tarp. Vor allem, dass du es so abspannen kannst als hätte es einen Beak.

Einzig bei den Abspannpunkten für die Lifter hätte ich vielleicht auf jeder Seite einen mehr gemacht.

 

Grüße,

Magic

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Ich hatte in den letzten Tagen die Möglichkeit das Sägewerk 2 zu testen.

 

Das Material kannte ich schon von meinem Trollhaus. Beim Trollhaus funktioniert das dehnungsarme Chikara super und ich war gespannt wie gut es sich als 3x3 Tarp schlägt.

 

Übrigens scheint meine Waage "besser" zu sein als die von Andreas. Bei meiner Waage hat das Sägewerk nur 358g und nicht 364g gewogen.

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Also falls jemand bei seiner Ausrüstung noch ein paar Gramm sparen will könnt ihr sie mir einfach zuschicken und ich wiege sie euch 6g leichter.

Also ab auf ne Wiese und ein paar Aufbauvarianten testen.

 

Getestet habe ich unter anderem:
-simples A-Frame
    Weil es schnell geht und sehr stabil ist es eine meiner Lieblingsvarianten und funktionierte erwartungsgemäß sehr gut.

- A-Frame mit geschlossenem Ende
    Hat auch sehr gut funktioniert. Ich musste aber die Heringe ein paar mal versetzen bis es faltenfrei war

 

-Lean -to
    Ich halte nicht viel von der Variante aber sie funktioniert gut

 

-Flying Diamond

post-1282-0-08819300-1421791155_thumb.jp
    Hat bei mir leider nicht so gut funktioniert. Ich hab es nicht straff genug aufgebaut bekommen um ihm auch Wind zumuten zu können. Ob das am Cat-Cut, am steiferen Material oder an meinen Aufbaukünsten lag kann ich nicht sagen (bestimmt ein bisschen von allem 3)

 

- Halbgeschlossene Dackelgarage (keine Ahnung ob es dafür nen Namen gibt)

post-1282-0-84850400-1421791038_thumb.jp
    Funktionierte sehr gut obwohl ich dachte dass ich es nicht faltenfrei hinbekomme weil das Material nicht so dehnbar ist. Mit Nylon hab ich es leichter aufbauen können aber mit bisschen umstecken der Heringe klappt es gut.  

 

-Dieses fast geschlossene Tipi aus dem Video

https://www.youtube.com/watch?v=wI8R0eR4Mhs
    Habe ich schon oft mit dem Silnylon aufgebaut aber mit Chikara hat es leider garnicht funktioniert. Das ist eh eine sehr unpraktische Variante. zu kurz, zu eng für zwei und am Eingang regnet es zu weit rein.

 

-Halbe Pyramide
    Gehört auch zu meinen Favoriten. Hat sehr gut und faltenfrei funktioniert

Ich war sehr überrascht wie gut die einzelnen Varianten funktioniert haben auch wenn ich im Gegensatz zu Silnylon öfter die Heringe umstecken musste um das Sägewerk faltenfrei aufstellen zu können.

 

Ich kann das Sägewerk 2 wirklich empfehlen. Ich würde für mich aber ein paar Änderungen bei meiner Bestellung vornehmen.
Mich haben die Ringe an den Abspannungen nicht überzeugt. Wenn man mit den T-Stoppern an seinen Leinen arbeitet könnten die zwar hilfreich und funktionell sein aber ich mag lieber kleine Schlaufen aus Dynemaschnur. In die D-Ringe passen zudem leider nur sehr dünne Heringe zum abspannen und manchmal habe ich dickere Y-Heringe oder die breiten Titanheringe dabei und möchte dann nicht noch extra Dynemaschlaufen anbringen oder mitnehmen müssen.

post-1282-0-11484500-1421791508_thumb.jp

 

Ich würde auch die zwei Flächenabspannungen nach außen verschieben damit sie in einer Linie mit den Ecken der Vorderkante und jeweils den 2. und 4. Abspannungen der Hinterkante liegen(versteht man das so). Damit könnte ich die Flächen immernoch über einen Stock zusätzlich abspannen und nach außen ziehen wenn es nötig ist und ich könnte die Flächenabspannungen als Bodenabspannungen bei Varianten wie der Dackelgarage verwenden.Hier verwende ich die 2. und 4 Abspannung als hintere "Ecke".

 

Zusätzlich würde ich mir innen am First zwei bis drei Gurtschlaufen anbringen lassen um eine "Wäscheleine" , Zeltleuchte, Innenzelt oder sonst was einfacher aufhängen zu können.

 

Das sind aber nur Dinge die ich bei meiner Version von Andreas ändern lassen würde. Das Sägewerk funktioniert natürlich auch sehr gut in der "Serienversion".

 

Ich hoffe das ist für den ein oder anderen hilfreich

Gruß Fabi

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Ich hab in den letzten Tagen auch ein 3x3 Tarp genäht, mir zwar die D-Ringe bestellt, mich nach Ausprobieren aus oben genanntem Grund dann für Linelocs entscheiden.

Nebenbei: Ich fand Anzeichnen, Zuschnitt und weitere Vorbereitung wesentlich stressiger als das Nähen selbst.

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Danke Warduck für Deine ehrliche Meinung!

 

Das "flying Diamond" muss ich mal selbst ausprobieren. So wie es auf dem Foto ausschaut hast Du zu wenig Zug auf der Spitze. Das Bild kann aber auch täuschen.

 

Die Aufbauvariante A-Frame mit geschlossenem Fußende klappt eigentlich problemlos:

Man muss nur zuerst die hintere Kante von Ecke zu Ecke am Boden abspannen.

Dann spannt man die Spitze am Kopfende auf gewünschter Höhe ab und fixiert die vorderen Ecken, straff von der Spitze ausgehend, am Boden.

Im Anschluss löst man die Ecken am Fußende, und steckt den Trekkingstock mit der Spitze in den D-Ring an am Ende der Firstnaht und führt die Abspannleine vom hinteren Abspannpunkt auf der Firstnaht ausghend durch z.B. die Schlaufe des Stocks.

Nun kann man das Fußende mit der Leine abspannen. Dabei muss man die Balance finden: Die Linie von der Trekkingstockspitze ausgehend auf die beiden vorderen Eckpunkte, muss gleichermaßen straff sein, wie die von der Trekkingstockspitze ausgehende, über den Abspannpunkt im Fußraum hin zur Spitze verlaufenden Linie.

Je höher das Fußende ausgestellt wird, desto kürzer wir die Innenlänge des Tarps.

Zuletzt fixiert man die hinteren Ecken am Boden so, dass das Tarp straff steht.

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Ja kannst ja mal testen und dann berichten. Kann gut sein dass ich mich einfach doof angestellt habe.

Können ja auch beim Wintertreffen ein bisschen mit den Varianten rumspielen. Da wird bestimmt bisschen Zeit dafür übrig sein.

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Ne, ich will nicht behaupten, dass Du Dich doof angestellt hast. Ich versuche nur zu analysieren woran es denn hapert.

Es kann natürlich sein, dass es am Schnitt liegt. Beim Flying Diamond verläuft ja die bogenförmig geschnittene Firstnaht diagonal. Das ist für diese Aufbauvariante schon ungünstig.

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