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Ultraleicht Trekking
mosven

Evolution einer leichten Küche - Teil 3

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Hallo allerseits,

in Teil 2 hab ich ja bereits von meiner ultraleichten Küche berichtet. Inklusive einiger Wege aus Sackgassen der Evolution wieder hinaus...

... aber der Neandertaler hat es schließlich auch nicht geschafft :-D Jetzt geht's weiter: "Viva la evolucion siempre!" 8-)

Ich hab den hier beliebten 400ml Topf  Evernew Companion Cup EBY 256 modifiziert: Die Klappgriffe abgenommen und mit einem zurechtgebogenen Titandraht ( Danke @cergol !) ersetzt. Der Neue Griff passt schön in den Topf und macht das ganze nochmals leichter:

IMG_0386.thumb.JPG.32a5c23306e2f2184f088151682b85de.JPG

Dazu kommt, dass ich den Topf mit abgenommenem Griff sehr schön in meine neue Titanschüssel von Ti-Artisan (400ml) hineinstecken kann:

IMG_0387.thumb.JPG.384e195a5c7692cb5c8b304bc8176168.JPG

Die ist zwar schwerer, als die Wildo Schüssel mit 34g, aber jene lässt sich nicht so kompakt um den Topf "stapeln".

IMG_0388.thumb.JPG.5a9febfa26c1ee4c38f86f1cc492c6da.JPG

Das wird jetzt meine Standard-Küche:

Topf 36g

Deckel 12g

Griff 3g

Schüssel 50

Schwämmchen 4g

Beerband 6g

Boden 1g

Cone 15g

Löffel 6g

Esbit Dreibeinkocher 12g

Zusammen 145g

Nicht mehr so leicht, wie möglich, aber super stabil, kompakt zu packen und für meine Touren zweckmäßig.

Viele Grüße,

mosven

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Ein schönes Set hast Du da, und eine klasse Idee, den Bechergriff zu tunen, gefällt mir!

Frage: was ist denn ein Beerband, ist das der Gummiring, der alles zusammen hält? Ginge das nicht leichter mit einem normalen Gummiband?

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Hallo @Boris,

ja, das ist der fette Gummiring. Keine Ahnung, warum Traildesigns das so nennt. Ich kämpfe auch immer mit mir, ob ich nicht einfach ein etwas festeres normales Gummi nehme, einerseits mag ich die sechs Gramm nämlich gerne einsparen, andererseits mag ich den bombenfesten Sitz von dem dicken Band, und dass ich damit auch noch den Topf sehr schön auf den Cone aufsetzen kann, da wackelt dann nichts mehr...

Viele Grüße,

mosven

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OT: @BenjaminZwei Töpfe kann man schon als Luxus ansehen, das entscheidet jeder für sich, was er braucht. Üblicherweise isst man aus direkt aus dem Topf oder der Trockenfuttertüte.Als leichter Becher eignet sich auch die 5-Minuten-Terinen-Verpackung.

@mosvenWie Nutzt du die beiden Töpfe? Was kommt rein?

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Nice. Das "Problem" mit der Tasse habe ich auch. Habe den Wildo Fold a cup auch lange benutzt und bin auf den Silikonbecher von Sea to summit umgestiegen. Ist zwar einen Tick schwerer, dafür nicht so sperrig.

@Benjamin Ich (bzw. wir, wenn mein Mann mit dabei ist), esse immer direkt aus dem Topf. Multiuse also ;). Die Tasse ist wirklich nur für den Morgenkaffee dabei. Ich könnte zwar zuerst meinen Kaffee trinken und dann meinen Haferbrei machen, in der Früh habe ich es aber gern gemütlich. Die Tasse ist also eigentlich ein echter Luxus für mich.

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Hallo @Benjamin und @cico,

ja, der zweite Topf, ich nenne ihn Schüssel, ist Luxus. Wenn ich mich beschränken will, bleibt der Zuhause.

Auf meinen Touren esse ich gerne Porridge zum Frühstück und trinke einen Kaffee dazu. Das geht zwar mit einem Topf, den ich mit 150ml Wasser fülle, dies heiß mache und dann das Porridge einrühre. Dazu brauche ich einen halben Esbitwürfel nicht ganz.

D.h. ich muss den Esbit auspusten, das Porridge essen und danach noch einmal einen ganzen Topf Wasser erhitzen für den Kaffee. Dafür brauche ich nochmal einen halben Esbitwürfel nicht ganz. Das dauert mir zu lange und das Esbit wird ineffizient eingesetzt. :wacko:

Viel besser ist es, das trockene Porridge in einen zweiten Topf zu schütten, einen Topf mit 400ml Wasser zu erhitzen, zwischendrin etwas Wasser auf das Porridge zu gießen, den Wassertopf wieder aufzufüllen und erneut zu erhitzen für einen großen Kaffee, der dann aus Instantpulver direkt im Wassertopf angerührt wird. Dazu brauche ich einen halben Esbitwürfel genau und kann mein Porridge und Kaffee nahezu gleichzeitig genießen :D

Beim Mittag- und/oder Abendessen ist es nicht so relevant, da nehm ich meist gefriergetrocknete Mahlzeiten, die ich direkt aus der Tüte futtere.

Das extraleicht Setup, wenn ich mir mal beweisen will, dass es geht, sieht so aus:

Topf inkl. Deckel und Griff 51g

Cone 15g

Bodenfolie und Traildesigns Gramcracker 2g

Beerband (warum, siehe Teil zwei) 6g

zusammen also 74g, mit Löffel 80g, also etwas mehr als die Hälfte des Standardgewichts. Das nehme ich meist nur für Overnighter oder Tagestouren, wo ich mir zwischendrin nur mal einen Kaffee kochen oder eine Treckingmahlzeit zubereiten will, da mir das Gefuddel mit dem Gramcracker und die oben beschriebene Prozedur sonst zu nervig wird.

Ich hoffe, diese Einsichten in meine "kulinarischen" Gedankengänge konnten Euch den Hintergrund dieses Setups erläutern.

Viele Grüße,

mosven

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vor 26 Minuten schrieb mosven:

Auf meinen Touren esse ich gerne Porridge zum Frühstück und trinke einen Kaffee dazu. Das geht zwar mit einem Topf, den ich mit 150ml Wasser fülle, dies heiß mache und dann das Porridge einrühre. Dazu brauche ich einen halben Esbitwürfel nicht ganz.

D.h. ich muss den Esbit auspusten, das Porridge essen und danach noch einmal einen ganzen Topf Wasser erhitzen für den Kaffee. Dafür brauche ich nochmal einen halben Esbitwürfel nicht ganz. Das dauert mir zu lange und das Esbit wird ineffizient eingesetzt. :wacko:

Ich hab einen Becher aus Silikon, den ich mal geschenkt bekommen habe. So Pappbecher von Starbucks und Co gehen aber auch. Dann mache ich so 400ml mit einem halben Würfel warm. Giese den Kaffe auf (kochen muss es ja nicht) und dann geb ich den Porridge in das verbleibende Wasser im Topf. 85A1A3A2-EA86-44AA-97D5-692F06DD437E.thumb.jpeg.4616625b3c0e24be9fb3e98aeeaf0df1.jpeg

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vor 2 Stunden schrieb zeank:

Ich hab einen Becher aus Silikon, den ich mal geschenkt bekommen habe. So Pappbecher von Starbucks und Co gehen aber auch. Dann mache ich so 400ml mit einem halben Würfel warm. Giese den Kaffe auf (kochen muss es ja nicht) und dann geb ich den Porridge in das verbleibende Wasser im Topf. 85A1A3A2-EA86-44AA-97D5-692F06DD437E.thumb.jpeg.4616625b3c0e24be9fb3e98aeeaf0df1.jpeg

So ein Teil gibt es auch bei Decathlon. Trail X-Light Cup. Kann ich zum nächsten Stammtisch mal mitbringen, wenn Du ihn dir mal anschauen willst, @mosven. Ist aber nicht aus Silikon, sondern TPU und sollte lt. Decathlon nicht mit heißem Wasser befüllt werden. Von daher also eventuell nicht für den von Dir genannten Nutzen brauchbar.

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@mosven bezogen auf Deine Nutzung (und auch ein wenig für mich, weil ich das gleiche Problem habe und morgens ganz gerne den Kaffe ZUM Müsli/Porridge hätte und nicht danach) wäre denkbar, das Wasser für den Kaffee/Porridge erstmal etwas abkühlen zu lassen, nicht ganz zu kochen oder mit kaltem Wasser zu strecken und dann den Porridge mit kühlerem Wasser aus dem TPU-Becher zu Löffeln. Dann verbrennt man sich auch nicht so den Mund. Alternativ übrigens finde ich die Vitalis Porridges (gibt es auch von anderen Herstellern) aus der Tüte nicht schlecht, die kann man, meine ich, auch in der Packung anrühren. Nur so als Idee...

bearbeitet von Trekkerling

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Ja, @zeank und @Trekkerling, meine Sorge ist mehr: Wie ist das Handling von dem Ding? Eher wabbelig, oder relativ stabil? Gerade im morgendlichen Halbschlaf, oder womöglich mit kalten nassen klammen Fingern brauche ich etwas, was ich nicht wie ein rohes Ei behandeln muss und das auch gut steht. Vielen Dank für das Angebot und die Info, @Trekkerling, ich guck mir das Teil gern mal an.

Viele Grüße,

mosven

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vor 12 Minuten schrieb mosven:

Das mit dem Anrühren im Beutel ist auch nicht schlecht, das geht mit den RUF Porridges, die ich bislang nehme, nicht.

OT: Geschmacklich sind die aber sehr ähnlich. Die Rufs hatte ich auch schon mal.

vor 25 Minuten schrieb mosven:

Wie ist das Handling von dem Ding? Eher wabbelig, oder relativ stabil?

Eindeutig wabbelig! Wabbeliger geht fast gar nicht. Heißen oder warmen Kaffee würde ich daraus eher nicht trinken wollen. Für mich kommt der Becher daher eher für's Müsli oder den Porridge in Frage. Mit Porridge in der Tüte anrühren könnte der Becher dann als Halterung dienen. Eigentlich ne coole Idee, ich glaube, das probiere ich nachher gleich mal aus. Müsste auch gut für den 'Süßen Moment' zum Nachtisch gehen.

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vor 45 Minuten schrieb mosven:

Ja, @zeank und @Trekkerling, meine Sorge ist mehr: Wie ist das Handling von dem Ding? Eher wabbelig, oder relativ stabil? Gerade im morgendlichen Halbschlaf, oder womöglich mit kalten nassen klammen Fingern brauche ich etwas, was ich nicht wie ein rohes Ei behandeln muss und das auch gut steht. Vielen Dank für das Angebot und die Info, @Trekkerling, ich guck mir das Teil gern mal an.

Viele Grüße,

mosven

Ich sag mal so, deine Sorgen sind berechtigt, aber er steht dennoch stabiler als man denkt. Ich hab ihn in vier Jahren einmal umgeschüttet. Aufpassen muss man aber schon. Und ich bin nicht nur morgens schusselig.

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Ich kram den Faden mal wieder mit einer neuen Tassen-Frage raus.

Bald geht es los zu meiner ersten Alleine-Zelt-Tour. Und ich frag mich, wie ich das mit dem Teechen morgens und abends am besten machen kann.

Ich habe einen kleinen Gaskocher und einen 1L-Alu-Topf für  (Deckel will ich mir noch basteln). Und ich besitze eine kleine Plastiktasse von Decathlon. Nun stelle ich folgendes vor:. Abends mach ich mir Wasser in dem Topf heiß und schütte irgendwelches Fertigessen zum Garziehen dort rein. Dann esse ich direkt aus dem Topf. Den reinige ich notdürftig mit ein bisschen Wasser und wische ihn aus. Und dann will ich mir in dem gleichen Topf abends oder morgens Wasser für ne Tasse Tee heißmachen. Bestimmt ist das voll eklig, weil das Wasser nach dem Essen riecht, oder?

Als Lösung dachte ich, eine Alu- oder Titantasse mitzunehmen, in der man das Wasser direkt auf dem Kocher erhitzen kann. Allerdings finde ich in den meisten Packlisten keine extra Tasse... Bin ich einfach zu etepetete oder hab ich da irgendeinen Denkfehler drin? Wie macht Ihr das so?

 

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@Antonia2020

Tee am Morgen und auch gerade am Abend gönne ich mir auch oft. 
Wenn du den Topf tatsächlich mit den Fingern und einem Schluck Wasser nicht richtig sauber bekommst, versuch’s mal mit ein bisschen Gras, Moos, o.ä. als Schwammersatz. Das geht dann doch meistens ganz gut. Wenn ja noch ein kleiner Rest vom Essen drin sein sollte, geht der beim Teewasser kochen mit raus. Und sooo schlecht schmeckt der Tee dann doch nicht. Sonst musst du mal die Teesorte wechseln :D 

Und wenn deine Mahlzeiten nur ziehen müssen, kannst du sie ja in einem Beutel (Freezer Bag Cooking) oder in einem Kunststoff-Behälter ziehen lassen, der heißes Wasser verträgt.

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Danke für die Tipps! Das FBC probier ich mal aus :). Allerdings frag ich mich, was ich mit den dreckigen Beuteln tue. Die gehen ja schwerer abzuwaschen und sie mir rumzutragen und zu Hause abzuwaschen, erscheint mit auch nicht so dolle.

Vielleicht muss ich wirklich mal testen, ob das wirklich so schmeckt, wie ich mir vorstelle :). Und Pfefferminztee kann auch ziemlich viel übertünchen!

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Im Topf kochen hilft natürlich, den Müll etwas einzudämmen.

Ein leichter, hitzebeständiger Kunststoffbehälter ist aber nicht sehr viel schwerer als zwei Tüten der klassischen gefriergetrockneten Fertigmahlzeiten und hilft den Topf sauber zu halten. Wenn daraus dann, nach einer groben Reinigung, der heiße Tee getrunken wird, ist der auch im Nu wieder sauber. Auch wenn’s in diesem Faden um das kalte Rehydrieren geht, finden sich dort ebenso Behälter, die heißes Wasser vertragen.

So oder so: Guten Appetit, lass dir den Tee schmecken und hab ne schöne Tour.

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Ich habe deshalb eine 700ml Tasse zum Kochen und dannach Tee trinken. Tee trinke ich allerdings nur selten. Kaffee habe ich auf Tour manchmal.am Nachmittag, Morgens gibts bei mir nur porridge, meist kalt und über Nacht eingeweicht.

 

 

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vor 12 Stunden schrieb Antonia2020:

Den reinige ich notdürftig mit ein bisschen Wasser und wische ihn aus. Und dann will ich mir in dem gleichen Topf abends oder morgens Wasser für ne Tasse Tee heißmachen. Bestimmt ist das voll eklig, weil das Wasser nach dem Essen riecht, oder?

Oder einfach Gewohnheiten ändern und zuerst das Teewasser kochen und während der Tee zieht, das Essen machen?

Mache ich mit dem Kaffee immer so, da ich da auch keine Haferflockenreste drin haben will. Wenn ich nach dem Brei kochen noch etwas trinke, dann ist es höchstens Kakao, da stört der (eventuell) verbleibende "Restgeschmack" nicht so.

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    • Von ys76
      Hallo Welt!
      da bei uns nur noch der Bushbuddy und ein Dosenkocher zum Einsatz kommen, duerfen folgende Dinge gehen:
      mKettle -- 438g -- 40,00€


        Vargo Triad XE Titan (fuer Esbit und Spiritus)  -- 19,00€
      50g (Esbit / Topfstaender)
      72g (Topfstaender mit Spirituseinsatz)


        Vargo Hexagon TI -- 128g -- 50,00€


        Titan Holzkocher -- 140g -- 40,00€
      (Vielleicht kann uns ja einer der Forumsteilnehmer sagen, um welchen Kocher es sich handelt - Wir wissen es nicht mehr!)



        Alle Kocher sind gebraucht, wie auf den Bildern auch ersichtlich ist. Die Preise verstehen sich zuzueglich Versand (DHL). Fehlerhafte Gewichtsangaben sind kein Rueckgabegrund
      Auch hier schreibe ich mal nicht zu den Bildern - Es sollte ja offensichtlich sein, woher sie stammen....








    • Von Norweger
      Ich hatte es in meiner Reiseplanung in Zeiten des Corona Virus ja bereits erwähnt. Seit Jahren träumen ich von der einen (!) Ausrüstung, mit der ich meine Wanderungen und Touren unternehmen möchte. 
      Aktuell türmt sich hier die Ausrüstung, und die Qual der Wahl ist manchmal wirklich eine Qual. Luxusprobleme, ich weiß. In den letzten Jahren hat sich einfach zu viel Zeug angesammelt. Ich habe mein Haus verkauft und bin in eine Wohnung gezogen. In der Folge steht mir einfach nicht mehr so viel Platz zur Lagerung des ganzen Zeugs zur Verfügung. Früher konnte ich ganze Zimmer mit meiner Ausrüstung belegen, heute nicht mehr. Meine Idealvorstellung ist, dass in meinem Garderobenschrank ein gepackter Rucksack hängt, den ich nur noch mit Wasser, Futter und dem nicht komprimiert gelagerten Quilt befüllen muss, bevor ich binnen Minuten aufbrechen kann. 
      Um das Thema nicht in verschiedenen Fäden ausufern zu lassen, möchte ich alles in diesem Faden führen. Dabei werde ich mich Stück für Stück durch meine Kisten und Schränke wühlen und so nach und nach mit euch zusammen das Optimum finden - so zumindest der Plan. Die Ausrüstungsgegenstände die „aussortiert“ werden, können von euch gerne erworben werden, schickt mir einfach eine PN.
      Anfangen möchte ich gerne mit den großen vier: Pack, Behausung, Schlafsetup und Küche. 
      Seid gerne dabei und geht mit mir auf diese virtuelle Tour durch meine Ausrüstungsschränke! 
    • Von Andreas K.
      Ein jeder Topf braucht einen Ständer...
      In den letzten Jahren hatte ich viele Topfstand- / Windschutzkombinationen ausprobiert, doch nie hatte mich eine der Möglichkeiten vollends überzeugt:
      Drahtgestelle waren zwar leicht, aber wackelig. Der zugehörige Windschutz war flattrig.
      Konen gewährten da schon einen deutlich stabileren Stand, waren aber natürlich auch schwerer. Wirklich störend aber war das Packmaß: Zusammengerollt zu lang, um es in der Tasse zu transportieren. Da die dünnen Folien aber wirklich empfindlich bzgl. Deformation waren, brauchten die Konen zwingend eine stabile Transporthülle, was erhebliches Mehrgewicht bedeutete.
      Meine faltbaren Topfstand- / Windschutzkombinationen aus drei zusammen zu steckenden Seitenteilen ermöglichten einen wirklich sicheren Stand der Töpfe und waren dabei nur geringfügig schwerer als ein Konus ohne Transporthülle. Außerdem waren diese durch das relativ dicke Blech sehr robust. Aber das Packmaß war auch hier ungünstig: die Teile passten formbedingt leidlich in die Topftasse, was in den Rucksack gepackt bei Bewegung unangenehmes Klappern erzeugte.
      Kurzum, ich hatte Bedarf an einer neuen Konstruktion. Aus meinen Überlegungen entstand der „Feuerstuhl“. Ein einfacher im Querschnitt runder Windschutz mit zwei eingeschobenen Stäben (z.B. Häringen) als Topfstand. Zusammengerollt schmiegt dieser sich an die innere Topfwand an und ragt nicht über den Rand hinaus. Das Material, 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie, ermöglicht ein sehr geringes Gewicht des daraus gebauten Objektes. Es ist aber zugegebener Maßen nicht für die Ewigkeit gebaut, da das Aluminium durch die Hitzeeinwirkung im Brennraum weich wird. Aber ich habe so einen Topfstand seit immerhin knapp zwei Jahren in Betrieb, und der funktioniert noch. Den Verschluss für den Windschutz habe ich mir bei den Chinesen abgeschaut – ja, kopieren geht auch andersherum . Aber wie ich erst kürzlich gelernt habe, ist in der chinesischen Kultur das Nachahmen und ggf. Verbessern eines bestehenden Produktes Ausdruck größter Bewunderung und Wertschätzung an einer Erfindung. Es ist also eine Ehrerbietung gegenüber dem ursprünglichen Erschaffer des kopierten Objektes.
      Aber nun zu den Details:
      Im Betriebszustand hat der Windschutz die Maße von 110 mm Durchmesser bei einer Höhe von 86,5 mm. Das Packmaß ist limitiert durch die Höhe von 86,5 mm. Der Durchmesser ist durch das Zusammenrollen variabel. Zwei Stäbe quer durch den Windschutz gesteckt bilden die Topfauflage. Der Abstand vom Brenner zum Topfboden beträgt festgelegt durch die Höhe der Einschublöcher für die Topfauflage 30mm (gilt für Brenner mit einer Höhe von 28mm!). Der Abstand von der Topfauflage zum oberen Rand des Windschutzes ist so gewählt, dass der Windschutz knapp unter den Henkeln der Tasse endet. Die beidseitigen Lüftungslöcher gewähren ausreichend Sauerstoffzufuhr für den Brenner. Die Löcher enden im oberen Bereich 3 mm unter dem Brennerring. Dadurch wird Luftbewegung reduziert, die sich negativ auf das Flammbild des Brenners auswirkt. Der Abstand von der Topfwand zum Windschutz beträgt umseitig 7,5 mm. Dadurch kann die Luft im Inneren des Windschutzes ungehindert zirkulieren (Sauerstoffzufuhr/ Abluft). Als Material für den Windschutz wurde 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie verwendet. Das Gewicht des Windschutzes beträgt knappe 15g.  
      Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

      Doch nun endlich zu den Bildern:









       
       
      Für die Bastelfreunde:
      Druckvorlage/ Schablone:
      Druckvorlage 01.pdf
      Druckvorlage 02.pdf
       
      Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
      Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
        Arbeitsschritte:
      Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
      Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
      Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
      Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
       
      Viel Erfolg beim Nachbauen!
    • Von Andreas K.
      In den vergangenen zwei Monaten habe ich mich intensivst mit unterschiedlichen Bauarten von Spiritusbrennern beschäftigt.
      Bei der Konstruktion waren mir neben einer kompakten Bauweise, die Leistung, die Rußbildung, der Verbrauch, aber auch das Gewicht, wenngleich untergeordnet, wichtig.
      Bei meinen Versuchen haben sich vier Kochertypen mit unterschiedlichen Vorzügen herauskristallisiert, die ich dann jeden für sich optimiert habe und die ich in gleichbleibender Qualität reproduzieren kann.
      Im Folgenden möchte ich die Brenner in Wort, Bild und Video vorstellen, und am Schluß untereinander und mit einem Vergleichbaren kommerziell erhältlichen (Toaks Syphon) in einem Test gegenüberstellen:
      (Basis aller Kocher waren jeweils eine Proseccodose (Lidl) und eine Deo-/ Haarspray-/ Rasierschaumdose mit Ø52,9 mm, die von Haus aus perfekt miteinander harmonieren. Die Abmessungen der Kocher sind mit Ø53,1 mm x 28,0 mm klar definiert.)
      Doppelwand Typ 1 - „Fegefeuerle“:
      Einlage Graphitfilz 3 mm 8 Jets á Ø 1,1 mm Neigung (Jets) 15° (Bezug Mitte Querschnittsfläche Brennerring) 17 g










       
       
      Dopelwand Typ 2 - „Beelzebübchen“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12 Jets á Ø 0,7 mm Neigung 15° 21 g





       
      Kapillar offen - „Luzifeuer“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12er Teilung Querschnitt Kapillaren = Ø 3,5 mm 8 g




       
      Kapillar geschlossen - „Satansbräter“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12er Teilung (längs) plus Brennerring geschlossen (quer) 12 Jets á 0,7 mm, auf Brennerring 15° versetzt (Bezug Längskapillaren) Neigung 50° 18 g





       
      Leistungsmerkmale, Vergleich der Kocher und persönliche Wertung im Test:

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